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NDS Final Fantasy CC: Echoes of Time
 
 
Final Fantasy CC: Echoes of Time - NDS
Matthias Engert (12.07.2009)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: SquareEnix
GENRE: Rollenspiel
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja (DS-Wii)
SCHWIERIGKEIT: 4-10+
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 12+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Ja

   
Einleitung....

Die letzten Jahre waren für Nintendo Spieler und speziell für Fans der Final Fantasy Serie, regelrechte Glanzzeiten. Was man früher nur von anderen Plattformen her kannte, gab es nun vor allem für die Nintendo DS Spieler. Fast schon in regelmäßigen Abständen kam ein Final Fantasy Titel nach dem anderen und mündete in manchen Ausgaben wie der Tactics Advance Reihe in regelrechten Meilensteinen. Auch im Jahr 2009 ist das nicht anders und Koch Media als Publisher der SquareEnix Produkte bringt einen Titel nach dem anderen auf den deutschen Markt. Mittlerweile hat man fast schon Probleme die Übersicht zu behalten und vor allem für welchen Titel man sich entscheiden sollte. Mittlerweile hat auch die Chronicles Serie mal wieder den Weg auf die Nintendo Plattformen gefunden. Früher zu GCN Zeiten fast schon ein Weltwunder für Rollenspielfans, die sonst immer zu Konkurrenz greifen mussten, mittlerweile ein gewohntes Bild. Allerdings und das kann man bei SquareEnix gar nicht hoch genug bewerten, ist der Facetten Reichtum der Final Fantasy Spiele immens. Man deckt relativ viele Spielvarianten ab, die zwar immer das Rollenspielthema mitbringen, aber doch immer wieder auf interessante Weise und teils neuartige Weise. So auch bei Echoes of Time, den es zur Freude der Wii und DS Besitzer auch für beide Plattformen gibt. Und das ganze kommt hier auch nicht von ungefähr, denn bietet man euch mit diesem Doppel das erste mal eine richtige Gelegenheit beide System zu verbinden und vor allem auch zusammen zu Spielen. Wie das ganze hier umgesetzt ist und was der Titel sonst spielerisch auf dem DS bietet, zeigt euch der folgende Test.

Menus und die Story....

Dabei darf man bei der Vorstellung beider Titel allerdings eines nicht übersehen. Inhaltlich und spielerisch nur durch die Steuerung verschieden, ist der Rest bei der DS und Wii Version identisch. Technisch auf der Wii für dortige Verhältnisse abgespeckt müssen, also Einzelspieler beileibe nicht beide Versionen besitzen. Das muss man klar anmerken. Team Spieler sollten dafür aber ganz genau weiter lesen. Im Gegensatz zu einem Chocobos Dungeon auf der Wii, bieten die beiden Echoes of Time Umsetzungen mal wieder ein komplett lokalisiertes Gameplay, zumindest was die Texte im Spiel angeht. Bei der erneut enthaltenen Sprachausgabe behält man die wieder gelungenen englischen Sprachinhalte bei. Neben dem angesprochenen Multiplayer für bis zu 4 Spieler, kann auch der Rest der Rahmenbedingungen zunächst überzeugen. Ein Batteriespeicher sichert per Autosave euer Vorankommen. Kleiner Unterschied zu anderen Final Fantasy DS Titeln ist die hier "nur" enthaltene Stereo Umsetzung des Sounds. Auch in diesem Doppel wieder enthalten und interessant ist die Story des Spiels. Die altbekannte Kristall Story greift hier nur noch bedingt und es dreht sich eher auf Umwegen um die sonst enthaltenen Standard Geschichte rund um die Kristalle. Die Geschichte dreht sich auch hier um einen zunächst namenlosen Helden, den Ihr im Verlauf des Spiels steuern werdet. Alles beginnt im Heimatdorf des jungen Helden, der zu seinem 16. Geburtstag eine sogenannte Volljährigkeitsprüfung bestehen muss. Am Ende dieser Prüfung trifft unser junger Held auf eine mysteriöse weibliche Figur namens Sherlotta, die ihm einen Kristallsplitter überreicht. Voller Freude in seinem Dorf zurück, muss er nun mit ansehen, wie ein eben noch quicklebendiges Mädchen zusammenbricht. Schnell wird die eigentlich als ausgerottet geglaubte Krankheit "Krysthma" diagnostiziert, die auf magische Weise von den Kristallen ausgeht, die man als längst der Vergangenheit angehörend glaubt. Plötzlich spielen diese doch wieder eine Rolle und unser Held zieht nun hinaus in die weite Welt, um zum einen ein Gegenmittel zu finden und zum anderen die Kristall Geschichte ein weiteres mal aus der Versenkung zu holen…..

Anders als sonst wird man hier mal nicht mit einer imposanten FMV Sequenz begrüßt, die sonst ja eigentlich immer der Start in ein Final Fantasy Spiel waren. Hier landet Ihr direkt auf dem Hauptmenu, das ebenfalls recht ungewöhnlich neben dem Spielstart und der Fortsetzen Option auch die reinen Spieleinstellungen mitbringt. In diesem wählt man zum einen die Audioausgabe, kann entscheiden ob die Charaktere im 4 oder 8Way System agieren sollen und welches System die Tastatur im Spiel haben soll. Auch hier wichtig im Hinblick auf das spätere Mehrspieler Vergnügen und damit dem Thema Kommunikation. Egal ob Off- oder dem auch hier enthalten Online Gameplay. Des Weiteren findet man hier die Möglichkeit den Batteriespeicher zu löschen und das Setup der Nintendo WFC zu besuchen. Bei einem vorhandenen Speicherplatz entscheidet Ihr euch danach einzig ob Ihr ein neues Spiel beginnen, oder ein gespeichertes Fortsetzen wollt. Na dann mal ran an die Kristalle und los geht’s mit dem Gameplay in Echoes of Time. ;-)

Technik und Gameplay....

Auch in Echoes of Time dürfen natürlich dennoch die einführenden Sequenzen nicht fehlen und das Spiel startet innerhalb der Story auch damit. Auch wenn man sagen muss, das auch hier im Vergleich zu anderen Final Fantasy Spielen das ganze etwas abfällt, was Umfang und Qualität angeht. Was übrigens auch für die Sprachausgabe gilt, die weniger eingebaut wurde, als man dies schon gewohnt war. Aber es gibt weitaus schlimmeres und das Gameplay steht schon noch ganz oben auf der To Do Liste der Entwickler. So wie die Geschichte beginnt, startet auch das Spiel selber und Ihr als Spieler übernehmt den Helden das erste mal bei seinem Weg in den angrenzenden Wald auf seiner zunächst kleinen Reise zur Volljährigkeitsprüfung. So beginnt das Spiel erstmal wie ein gewöhnliches Rollenspiel und die Entwickler legen hier erstmal den Fokus auf das Kennenlernen der Grundsteuerung und der Sichtweise auf das Geschehen. Echoes of Time spielt sich dabei eher vergleichbar wie der 3er auf dem DS. Nichts mit führenden Monsterhorden oder Rundenbasierten Auftritten. Abspielen tut sich alles dabei in reinen 3D Umgebungen, die Ihr sofern von den Entwicklern vorgesehen, frei erkunden könnt. Begleitet wird das ganze von einer Iso Kamera, die aber recht dynamisch umgesetzt ist. Sprich sie zeigt euch zwar meist erhöht und schräg von der Seite. Je nach Location und Action auf dem Screen zieht diese auch mal auf, oder ändert die Höhe und den Winkel. Kleine Einschränkungen gibt es später beim Thema Steuerung in der 8Way Variante zusammen mit der Kamera, die dadurch gerne mal etwas schwammig und ungenau wirt. Muss man sich ein wenig mit arrangieren. Oftmals geht ein wenig die Tiefenwirkung unter und man ertappt sich in manchem Fehltritt ins Daten Nirvana. Steuern tut Ihr als Spieler dabei zunächst eine sichtbare Person, nämlich den Helden des Spiels. Klar aufgeteilt ist dabei auch das Screenhandling. Während der Top Screen die eigentliche Action zeigt, dient der Touch Screen für alle möglichen Menus, das Inventory, die Ausrüstungen und später auch sämtliche Shop Aktionen. Dennoch kommt der Top Screen natürlich nicht ohne Anzeigen aus. Neben der Lebensleiste und einem Gegenstück für die Specials, wartet hier auch eine kleine Kartenanzeige, die zumindest in den Kampfarealen sichtbar wird.

Im Touch Screen zwar auch als Bildschirmfüllende Variante aufrufbar, hilft die kleine Version oben dennoch um vor allem Wege zu finden. Dabei geben verschiedenfarbige Punkte an, wo und ob man einen Ausgang aus einem Areal gehen kann. Ebenfalls zu Beginn des Spiels bekommt Ihr eine erste einfache Waffe und wir können uns zumindest der Grundsteuerung widmen, die so in vielen Rollenspielen oder Adventures zum Einsatz kommt. Innerhalb der Areale bewegt Ihr den Helden mittels des Steuerkreuzes durch die Gegend. Die Zeiten wo Ihr wie auf dem GCN einen Kelch tragen musstet sind auch in Echoes of Time vorbei. Freies Agieren ist Trumpf und spielt sich dadurch auch um einiges flüssiger. Überhaupt erinnert vieles zunächst an ein gewöhnliches Adventure mit einem Haudrauf Gameplay. Wie schon erwähnt bewegt Ihr euch durch diverse aneinander grenzende Areale, die in sich immer eine Gesamtlocation im Spiel darstellen. Davon gibt es mehrere, die später immer wieder besucht werden können und am Ende immer einen Boss Kampf bieten. Zudem verschlägt es euch aber auch an entfernte Orte, die auf der Weltkarte so nicht zu sehen sind. Klar abgesteckt bieten die Areale dennoch genug Platz zum Erkunden und vor allem Jumper Action. Denn im Gegensatz zu anderen Titeln dieser Art bietet Echoes of Time eine Sprungfunktion mit der B-Taste, die im Falle eines späteren Zeitpunktes auch eine Doppelsprung Variante bietet. Doch dazu später mehr. Weitere wichtige Grundaktionen sind die Y-Taste um Dinge und auch Gegner aufzuheben und werfen zu können, sowie die X-Taste um die Magie einzusetzen, welche alle im Spiel enthaltenen Charaktere beherrschen. Beim Thema Heben und Werfen gilt das Ganze auch für die eigenen Team Mitglieder, die man so z.b. auch an entfernte Orte werfen könnte. Ist hier und da durchaus hilfreich. Wichtigste Taste im gesamten Spiel ist aber die A-Taste. Sie dient einerseits zur Kommunikation, aber eben auch für das reine Kämpfen. Auch hier spielt sich das ganze wie viele gewöhnliche Action Titel. Gegner, egal welcher Schwierigkeit tauchen als sichtbare Opfer auf und Ihr könnt euch frei um sie bewegen und per A-Taste auf sie einhauen. Anfänglich mit simplen und einfachen Schlägen zieht man diesen Energie ab, was euch in Zahlenform sehr motivierend dargestellt wird.

Immer schön wenn man so sieht was z.b. eine neue Waffe rein an TP beim Gegner abzieht. Erledigte Gegner zerbröseln vor euch und bringen euch neben Erfahrungspunkten für das obligatorische Aufleveln auch reichlich Items und Geld zum Einsammeln. So langsam kommen nun die einzelnen Menupunkte auf dem Touch Screen zu ihrem Recht. Dabei ist der Touch Screen nun mit vielen Anzeigen und Untermenus gespickt, wobei viele erst im Verlauf richtig wichtig werden. Die Grundeinteilung während des Spiels ist dabei das der oder die eigenen Charaktere links dargestellt werden. Dazu als Anzeige noch mal die Charaktere, die man so auch einzeln antippen und „Organisieren„ kann. In der Mitte hat man Zugriff auf die große Karte und das Inventory samt Ausrüstungsbildschirmen per Starttaste. Auf der rechten Seite findet man nun weitere wichtige Anzeigen. Diese betreffen die Klassen und Heilkristalle und ziehen ihre Energie aus der oben angebrachten Special Leiste. Hier spielt nun das Thema Magie mit hinein. Denn das gesamte Magie System, das hier alle Charaktere beherrschen ist angenehm übersichtlich gestaltet und erfordert keinen Abschluss auf der Magieschule. ;-) Ein paar einfache Beispiele soll euch das vermitteln. Die einzelnen farbigen Kristalle rechts entsprechen neben der Wiederbelebungsvariante den bekannten Elementen wie Feuer, Eis, Erde oder Blitz. Tippt man nun z.b. per Pen den roten Kristall an, so wird der gewählt farblich unterlegt und aktiviert. Im Spiel selber bedeutet das nun das Ihr die X-Taste gedrückt halten könnt. Jetzt erscheint ein Fadenkreuz das Ihr frei bewegen könnt. Habt Ihr es am gewünschten Ort platziert, was ein Gegner oder auch ein Objekt sein kann, lässt man die X-Taste los und löst einen Feuerzauber aus. Limitiert seid Ihr hier nun durch die Special Leiste. Unendlich kann man diese also nicht benutzen. Allerdings lassen z.b. viele Gegner genau diese fallen und man kann immer wieder Nachschub einsammeln. Genauso kann man also mit dem Heilzauber aus der Kristall Variante per Fadenkreuz mitten im Kampf einen oder mehrere Mitspieler anvisieren und so Heilen. Das kann also jeder. Drückt man nun einmal die Starttaste, gelangt man zum Inventory des aktiven Charakters. Hier findet man innerhalb des Punktes Status neben RPG typischen Stats wie Level und den Werten für Angriff und Verteidigung auch weitere verschiedene Unterpunkte.

Während einer das Thema Ausrüstung abdeckt, beinhaltet der Punkt Fundus alle möglichen Materialien, die Ihr als Spieler einsammeln könnt. Davon gibt es im Verlauf Massen und man hört irgendwann auf, diesen spezielle Aufmerksamkeit zu schenken. Erst später wird das Thema wieder interessant. Hier spielt auch der Punkt Bonus Effekte mit hinein, der die Stats bestimmter Ausrüstungen und damit des Charakters selber um einiges erhöhen können. Weiterer Punkt sind die Fertigkeiten, was nichts anderes als Kampftechniken sind, die man FF like mit verschiedenen Level Ups erlernt. Anfangs wie gesagt ohne diese, erhöht man so z.b. die Anzahl der Schläge in einer Combo oder man lernt den Fokus, was nichts anderes darstellt als ein aufgeladener Rundumschlag mittels gedrückter A-Taste. Soweit so gut, mit all diesen Fakten hat man ein einfaches Single RPG zur Hand. Nun geht es aber auch in Echoes of Time maximal zu viert zur Sache. Hier spielt nun wieder die Story ihre Stärke aus und ihr werdet im Verlauf des Spiels von 3 weiteren Charakteren begleitet, die Ihr in der naheliegenden Stadt als Einzelspieler selber wählen und rekrutieren könnt. Erreicht Ihr zudem noch bestimmte Level Grenzen, schließen sich auch seltene und weitaus stärkere Charaktere euch an, die zu Beginn nur ein müdes Lächeln für euch und eure Pläne übrig haben. Dabei kommt dem Volk Feature wieder eine wichtige Bedeutung zu. Stammt der Held in Echoes of Time vom Volk der Clavats, so begleiten euch im Verlauf Charaktere der Yukes, Selkies und Liltys. Der Grundgedanke ist zunächst das die reine Kampfkraft steigt. Denn beim Durchqueren der Locations laufen alle immer sichtbar hinter dem geführten Charakter her. Das muss nicht zwingend der Held sein und Ihr könnt per simplem Antippen des Charakterbildes auf dem Touch Screen bestimmen, wer das sein soll. Mittels der L-Taste könnt ihr außerdem jederzeit die anderen Team Mitglieder direkt rufen und so schnell hinter euch platzieren. Vor allem bei vielen Geschicklichkeitspassagen ein feines Feature, wenn man z.b. mit einem Charakter voraus eilt und die anderen irgendwo hängen geblieben sind, was leider oft mal vorkommt. Dann einfach die L-Taste betätigt und schwupps sind sie da. Auch sonst bietet das Teamplay einige Vorteile und Stärken, aber auch eine Schwäche. Zu den Stärken gehören nun die speziellen Fähigkeiten. So können bestimmte Charaktere per Doppelsprung höhere Plattformen erklimmen. Bedingt durch die L-Tasten Funktion kann man so auch flüssig mit allen Charakteren durch schwierige Jumper Bereiche kommen. Und zu guter letzt ist das Teamplay auch dazu wichtig um nicht all zu schnell das „Harte Game Over" zu erleben. Sind bei allen die Lebensleisten leer, muss man sein letztes Savegame laden. Ausnahme sind die Boss Kämpfe, wo man eine Continue Funktion eingebaut hat. Lebt mindestens einer, kann man über den Wiederbelebungskristall Team Mitglieder ins Leben zurück holen.

Das man dies öfters mal tun muss liegt nun an einer der wenigen wirklichen Schwächen im Spiel. Die KI der nicht gesteuerten Team Mitglieder hätte um einiges höher sein dürfen. Sie kämpfen zwar mit, aber sehr dezent und oft stehen sie sogar nur blöd in der Gegend herum. Besonders bei den Boss Kämpfen, die imposant in Szene gesetzt sind ärgert das schon, wenn man gefühlt irgendwie doch alles allein mit dem gesteuerten Charakter erledigt. Hier hätte die Aggressivität viel höher sein müssen. Zumindest eben was die CPU Mitstreiter angeht. Um so ärgerlicher dann wenn man endlich mal das Shop und Ausrüstungsfeature anfängt zu nutzen. Dieses ist dafür sehr schön gemacht, wenn auch teils etwas umständlich in der Menu Bedienung. Es gibt hier 2 Varianten. Die einfache ist das reine Kaufen von Waffen und Ausrüstungen, die man auf mehrere Slots verteilen kann. Vorteil, man hat es gleich und kann es nutzen. Die viel bessere Variante bringt nun die Materialien wieder ins Spiel. Lange sammelt man sie ohne Sinn bis man den Shop endlich nutzen kann. Einfach gesagt kann man hier nun Waffen und Ausrüstungen selber herstellen lassen. Dazu findet man ebenfalls in den einzelnen Arealen mal mehr oder weniger gut versteckt Skizzen. Hat man eine Skizze z.b. zu einem imposanten Schwert für euren Helden gefunden, geht man nun zum Shop und gibt diese neben den benötigten Materialien ab. So kann man schon mal eine spezielle und seltene Waffe bekommen. Aber das war noch nicht alles. Habt Ihr zudem einen der ebenfalls nicht so häufigen Kristall Splitter im Beutel, könnt Ihr alles was man herstellen kann auch veredeln und bekommt Bonus Stats. Je mehr und höherwertiger diese Splitter, von denen es ebenfalls einige verschiedene gibt, um so mehr bringt das Ganze. So kann man alles mögliche an Stats erhöhen und die Angriffskraft verbessern oder z.b. den Magieeffekt verstärken. Mit der Zeit strebt man so nach jeder Skizze und allem möglichen, vor allem seltenen Materialien. Das gefällt mir gut und belohnt vor allem die Sucher unter den Spielern, die jedes Areal wirklich komplett absuchen und nicht nur linear dem Storyweg folgen. Wer dies konsequent verfolgt hat in Sachen Schwierigkeit im Spiel selten ein Problem. Auch ein Punkt den man ansprechen muss, trotz teils etwas missratener Mitstreiter KI. Denn auf diesem Wege erhält man bessere Waffen und Ausrüstungen, so das man ab einem frühen Zeitpunkt im Spiel den Gegner Stats imaginär davon eilt. Wer also auf dieses Feature steht wird hier auf jeden Fall glücklich. Weniger glücklich werden Rätselfreunde, die hier eher selten damit konfrontiert werden.

Meist sind es Schalter Spielchen, die man auch mal in verschiedenen Arealen aktivieren oder bestimmte Items finden muss um Wege damit zu öffnen. Ist aber auch nicht der Fokus im Spiel. Das bleibt das reine RPG samt dem Leveln und Ausrüsten. Erreicht man dann im Spiel bestimmte Gebiete, wird man noch mal belohnt. Dann gibt es den speziellen Shop, bei dem man für jeden Charakter einzeln Stats Verbesserungen direkt kaufen kann. Das geht nur dort und belohnt wieder den Vielspieler, da Geld eine Rolle spielt, das man ebenfalls nur durch viele Kämpfe oder viel Sammeln erhält. Denn im Shop kann man z.b. auch Materialien verkaufen. Und bei vielen bringt es einfach die Masse. Viele gelungene Kleinigkeiten die gefallen. Nicht hinweg täuschen kann aber all dies auch nicht darüber, das Ihr mit Echoes of Time im Vergleich einen eher seichteren RPG Titel spendiert bekommt, der in vielen Bereichen bekannte Feature bietet. Kein Selbstläufer, aber mit knapp 20 Stunden für einen FF Titel eher, auf sagen wir mal durchschnittlichem FF Niveau. Man merkt das die Ausrichtung hier und da schon auf dem Mehrspieler Gedanken liegt, den die Entwickler ja voran getrieben haben. Auch das hier enthaltene Mission Gameplay, abseits der eigentlichen Kampfareale spielt hier mit rein. So könnt Ihr im Verlauf, ähnlich wie in Tactics Advance kleine Aufträge mit verschiedenen Wertigkeiten annehmen. Viele gehen nur um Team und manche gar nur wenn man DS Systeme oder mittels eines Wii Mitspielers ein Team bildet. Dennoch ist zunächst der Titel selber ein reinrassiger Vollpreistitel. Allein nur als Alibi Spiel gedacht ist Echoes of Time nun auch nicht. Im Vergleich zur Wii Version, die vor allem grafisch ja ein DS Ableger ist, sollte man bei der Qual der Wahl zur DS Version greifen.

Grafik & Sound....

Neben spielerischen Parallelen findet man auch grafisch viele Anleihen vor allem aus dem DS Titel Ring of Fates, den Spieler der Crystal Chronicles Reihe kennen werden. Vor allem die Detail und Farbpower ist wieder mal eines der Highlights auch dieses Final Fantasy DS Spiels. Z.b. die Winter und Feuerumgebungen sind hier ein echter Hingucker. Kaum verpixelte Umgebungen, bieten die Areale viele Details und Animationen. Das gilt sowohl für die Kämpfe, als auch für die reinen Charakter Gestaltungen. Hier gibt es ein weiteres richtig schönes Highlight. Egal was Ihr den 4 Charakteren an neuen Rüstungen oder Helmen spendiert. Alles ist sichtbar umgesetzt und jedes neue Ausrüstungsteil ist visuell verschieden. Hier zeigen die Entwickler viel Liebe zum Detail. Technisch gibt es wenig auszusetzen. Zumindest was die Einspieler Action angeht. Hier ist eine Schwäche, dass die CPU Mitglieder gerne mal hier und da hängen bleiben. Glücklicherweise kann man dies durch die L-Tasten Funktion minimieren, so das sich hier ärgerliche Momente in Grenzen halten. Viel schwerer wiegt hier die schwache KI in der Kampfaction. Um einiges ärgerlicher trifft das Thema Ruckler die Mehrspieler Freunde, da das Spiel bei 3 und 4 Spielern gleichzeitig vor allem Online zu gerne mal Ruckelt. Und leider nicht nur ab und zu, sondern durchaus heftig.

Beim Thema Atmosphäre trägt der Sound seinen Teil erneut in einem FF Titel zum gelungenen Gesamtbild bei. Neben den immer wieder melodischen und verschiedenen Stücken im Hintergrund punktet der Soundteil weiterhin durch viele verschiedene Effekte und die hier und da enthaltene Sprachausgabe.

Multiplayer/Online Inhalte....

Fast schon die größte Aufmerksamkeit gilt der Mehrspieler Action. Vor allem ja dadurch, das man hier erstmals so richtig Wii und DS Systeme miteinander verbinden kann. Und eben nicht nur zum simplen Austausch von Daten, sondern eben um miteinander zu Spielen. Dazu gekommen ist dann auch das Online Feature, das man ebenfalls in beiden Systemen nutzen kann. Um die Systeme überhaupt zu verbinden, muss man sich einen der vorhandenen Speicherkristalle suchen. Dort kann man neben der Speichern Option auch den Mehrspieler Modus anwählen. Auch hier wird vor dem Start noch mal gespeichert. Danach findet Ihr euch auf dem entsprechenden Menu wieder und könnt neben der Offline Variante auch die Online Action anwählen und einen Punkt für Eigene Sätze. Später im Spiel selber kann man diese vordefinierten 12 Sätze nutzen, um mit anderen Spielern zu kommunizieren. Positiv am Mehrspieler ist bei der Offline Variante der Co-Op Modus. Denn finden sich die Systeme, so starten die Spieler am besagten Speicherkristall des Hosts. Beim Thema Wii Verbindung stellt dieser Spieler immer den Host dar. So richtet sich also auch die Location wo man loslegen möchte nach dem Host. So kann es euch vor allem Online passieren, das Ihr mit einem Level 20 Dödel auf einmal in einer Gruppe mit 3 anderen Level 99 Cracks umher zieht. Klar das die in anderen Locations loslegen, die man selber noch gar nicht kennt. Aber auch sonst nicht das gelbe vom Ei, da auch die Gegner an den 99er Mitspieler angelegt sind und man selber oft um Heilung bitten muss. ;-) Offline macht das ganze aber auch aus einem anderen Grund mehr Spaß. Denn hier ist die Framerate um einiges sauberer und die Ruckler die man Online durchaus oft zu sehen bekommt, sind bei weitem nicht so häufig und wirklich nur bei 4 Spielern durchaus mal zu spüren. Online schade, da man teilweise nur ruckartig durch die Orte kommt, was vieles macht, nur keinen Spaß. Highlight bleibt durchaus das Gameplay mit einer Wii Konsole. 2 Spieler die so das gesamte Game als Co-Op spielen können, gewinnen durch dieses Feature. Auch mit der leider nur angepassten DS Grafik auf dem TV Bildschirm. Auch ideal um den Freund auf dem DS z.b. durch höherwertige Umgebungen mitzuziehen und um einiges schneller zu Leveln, für dessen eigenes Spiel.

Fazit....

Auch wenn die Entwickler den Fokus schon auf die Mehrspieler Action gelegt haben, für einen Spieler lohnt in jedem Fall die DS Version. Zumindest wenn man sich überlegt ob man nun zur DS oder der Wii Version greifen sollte. Beide sind inhaltlich gleich und durch die nur angepasste DS Grafik auf der Wii, wirkt das ganze auch durch die Screenaufteilung auf dem TV, auf dem DS viel imposanter. Für dieses System ist das Spiel dann ja auch gemacht. Inhaltlich bekommt man ein mittelschweres und im FF Vergleich nicht ewig langes RPG an die Hand, das durch einige Gameplay Feature glänzt. Vor allem das Thema Waffen Herstellung und das Echtzeit Kampfsystem wissen zu gefallen. Negativ fällt die KI der CPU Mitstreiter auf und das man Online mit vielen Spielern durchaus mal einiges an Rucklern erlebt. Wer dennoch beide System besitzt, kann damit durchaus eine Menge Spaß haben. Spielt man selber auf der Wii und der Freund auf dem DS, kann man diesen bei einem eigenen weiten Fortschritt schön schnell leveln. Auch macht man Spiel noch einen Tick interessanter, wenn 2 Spieler gleichzeitig agieren. Und vom Gewinn der Screenunabhängigkeit will ich dabei gar nicht sprechen. Im Final Fantasy Universum im Mittelfeld angesiedelt wird aber auch dieser Titel seine Zielgruppe finden.

 

+ Klassische Steuerung
+ Verbindungsfeature DS-Wii
+ Viele Gameplayfacetten
+ Ordentliche Story
+ Skins/Kleidung/Umgebungen
+ Präsentation/Sounds
+ Ausrüstungs Boni
+ Komplett deutsche Texte
- Menuhandling hier und da
- KI der Gruppenmitglieder
- Kamera/Tiefe tricky
- Sichtbare Ruckler im Teamplay

GRAFIK: 85%

SOUND/EFFEKTE: 82%

MULTIPLAYER/WIFI: 79%

GESAMTWERTUNG: 77%

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