konsolenkost.de

 
NDS Enchanted Folk and the School of Wizardry
 
 
Enchanted Folk and the School of Wizardry - NDS
Matthias Engert (08.04.2009)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Konami
GENRE: Simulation
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-7
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Ja

   
Einleitung....

Sprechen wir auf dem DS von Lebenssimulationen oder vergleichbaren Spielen, so fällt wohl allen Interessierten und Fans sofort Animal Crossing ein. Eine Serie, die mittlerweile ein paar Versionen hinter sich hat und den sozialen Gedanken mit mehreren Spielern zu agieren, spätestens auf der Wii überzeugend gezeigt hat. Es ist halt doch etwas anderes, wenn man ein Spiel in Echtzeit spielt und dabei auf Entwicklungen der Umgebungen Einfluss nimmt, als nur stupide zu Ballern, zu Jumpen oder was weiß ich noch. Auch eine Genre das eine breite Zielgruppe anspricht und Gamer aller Altersgruppen verbinden kann. Also fragt man sich, warum gibt’s davon eigentlich mehr Spiele zur Auswahl? Das dachte sich wohl auch Konami und stellte letztes Jahr Enchanted Folk vor. Auf den ersten Blick konnte man sich sicher sein, es handle sich wirklich nur um einen simplen Animal Crossing Klon. Aber ganz so einfach darf man es sich dann auch nicht machen und es steckt schon ein wenig mehr drin. Dennoch ist das Grundprinzip natürlich mit Nintendo’s Simulation vergleichbar. Grund genug sich Konami’s Titel etwas genauer anzusehen.

Menus und die Story....

Klar das Enchanted Folk ein reinrassiger Konami Titel ist. Glaube einen solchen Titel gibt man nicht in Third Party Hände. Auf alle Fälle natürlich ein Gewinn für die Spieler. Denn in Sachen Erfahrung gehört ja Konami bei weitem nicht zu den Anfängern in der Branche. ;-) Spürbar natürlich schon bei den Rahmenbedingungen. Hier nehmen sich die beiden Konkurrenten eigentlich nichts. Ihr bekommt auch hier ein komplett deutsches Spiel vorgesetzt, könnt bequem über den Batteriespeicher sichern und erhaltet die Möglichkeit sowohl Offline wie auch Online mit anderen Spielern zu kommunizieren. Wie immer kümmern wir uns um die Offline MP und WFC Thematik, zusammen im entsprechenden Abschnitt weiter unten. Ebenso kann das Spiel bei der Nutzung der DS Feature punkten und bietet nicht nur hier teilweise mehr und andere Ansätze als ein Animal Crossing. Logisch das auch so ein Spiel nicht ohne Story auskommt. Wie der Titel selber schon sagt, spielt das Thema Zauberei eine große Rolle. Hier dreht sich alles um diese Schule für Magie, an der Ihr als Spieler in die Rolle eines Zauberlehrlings schlüpft. Harry Potter lässt grüßen. ;-) Dabei dreht sich grob im Spiel alles um 2 verschiedene Zeiten. Zum einen die reine Schulzeit an der Schule selber, die hier einen größeren Platz einnimmt als man denkt und natürlich die Zeit danach, wenn man in seiner "Freizeit" nach Betätigungsmöglichkeiten sucht. Durch das Echtzeit Feature hat man auch selten Zeitdruck die Geschichte zu erleben und kann wie beim Konkurrenten die Welt der Magie in Enchanted Folk entspannend genießen.

Nach dem Einschalten begrüßt euch das Spiel mit einem InGame Blick auf die Schule für Magie, um die sich vieles im Spiel dreht. Danach folgt das Hauptmenu, das Euch zu Beginn nicht allzu viel bietet. Neben dem Punkt Einschreiben, was nichts anderes als der Start in das Hauptspiel darstellt, darf man den Punkt Sonstiges nutzen. Dieser bringt euch zum einen zum WFC Setup und offeriert euch auch erste Inhalte. Habt Ihr das Spiel einmal gespeichert, kann man zum einen seinen Charakter auf den DS eines Freundes schicken und anders herum und hat die Möglichkeit täglich aufs neue Online nach Items zu suchen. Dies geschieht automatisch und bei gefundenen Dingen werden diese auch sofort auf euren DS geladen und im Hauptspiel integriert, sprich der Spielstand danach gespeichert. Aber das sind nur 2 Möglichkeiten der Verbindungsvarianten. Um alles nutzen zu können, muss man natürlich mal eine Weile gespielt haben. Also schauen wir uns die Simulation hier mal etwas genauer an.

Technik und Gameplay....

Einen gewissen Nachteil eher unterbewusst hat das Spiel dann, wenn man eingefleischter Zocker eines Animal Crossing ist oder war. Der Einstieg in Enchanted Folk ist um einiges schwieriger, weil man sich an einige Feature erst gewöhnen muss und man unterbewusst das ganze mit dem Animal Crossing Gameplay vergleicht. Ein nicht zu unterschätzender Faktor. Habe das selber auch gemerkt. Was aber auch daran liegt, das inhaltlich teilweise mehr drin ist und man gerade zu Beginn ein wenig "erschlagen" wird mit den Möglichkeiten und gar nicht so richtig weiß wo man anfangen soll. Bevor man sich darüber aber Gedanken machen kann, erwartet euch zunächst das Spiel und erstellt mit euch eine persönliche ID. Es gibt wie üblich bei solchen personalisierten Inhalten ein paar Fragen die Ihr beantworten müsst. Das beginnt beim Namen, dem Geburtstag und dem Geschlecht. Hier bekommt man dann ein Sternzeichen zugewiesen, die nichts mit den real existierenden zu tun haben. Ich z.b. bin hier geboren im Zeichen des Kleinen Topfes. ;-) Ihr könnt der Schule für Magie einen eigenen Namen geben und erhaltet euren Zauberpass. Diesen im Verlauf des Spiels mit Bewertungen zu füllen und damit im Rang aufzusteigen ist ein großes Spielziel und damit ein durchaus entscheidender Unterschied zu Animal Crossing. Sobald man euch danach in das Spiel entlässt erwartet euch mit dem Charakter Reginald ein Art Begleiter für die Inhalte. Immer zur Stelle wenn es etwas neues gibt, übernimmt er also ein wenig die unterstützende Arbeit im Spiel. Immer wenn es wichtiger Ereignisse oder ähnliches gibt, holt er euch zum Spielstart daheim ab und nimmt euch so vor allem anfangs an die Hand. Durchaus positiv zu bewerten, da eben zu Beginn der Spieler sonst gar nicht so richtig wüsste wo er eigentlich beginnen soll.

Das Wort Daheim spielt auch hier eine große Rolle und ist ebenfalls vergleichbar mit AC. Zwar wohnt Ihr hier nicht in einem eigenen Haus, zumindest nicht am Anfang, habt aber ein eigenes Zimmer im Wohnheim der Zauberlehrlinge. Wie üblich habt Ihr auch hier anfangs kein Geld und keine Ahnung wie es weiter geht. Hier greift Reginald das erste mal ein und bringt euch direkt zur Schule für Magie, wo Ihr auch schon erwartet werdet. Gleichlaufend mit dieser kleinen Einführung, die immer noch als Sequenz abläuft sieht man schon mal 2 wichtige Feature des Spiels. Zum einen nutzt das Game wo es geht beide Screens für die Darstellung. Auch hier vergleichbar mit AC wird die Umgebung komplett über beide Screens gezogen. Erst bei speziellen Aktionen und natürlich Menus ändert sich das. Da das Spiel angenehm regen Gebrauch des Touch Screens macht, werden Infos dann im Top Screen dargestellt, während auf dem Touch Screen Ihr als Spieler eure Aktionen tätigt. Zweiter Teil der schnell sichtbar wird, ist die eigentliche Sichtweise auf das Geschehen. Auch hier ist das Spiel ein AC Klon und die Iso Sicht schräg über dem Charakter ist ähnlich gelagert. Das reicht dann sogar so weit, das beim einfachen herumlaufen nach oben oder unten im Screen, die Welt ähnlich scrollt wie in Animal Crossing auf der Wii. Einmal in der Schule angekommen übernimmt der Direkter Sol weitere Teile des Tutorials, das sich so schon locker über die ersten Tage zieht. Freizeit in dem Sinne habt Ihr erstmal nicht und müsst wichtige Eckpfeiler des Spiels erstmal erlernen. Das im Spiel die Echtzeit Umgebung enthalten ist, merkt man hier erstmal gar nicht, da sich in Gebäuden das Ganze nicht zeigt. In der Schule werdet Ihr zunächst einer Klasse zugewiesen, die mit euch aus 4 Lehrlingen besteht. Diese stellen im Verlauf des Spiels eure engsten Freunde dar, auch wenn mit knapp 150 Charakteren im Spiel einiges auf euch wartet, was Bekanntschaften angeht. Der Direktor erzählt euch zunächst weitere wichtige Fakten. So spielt die Schule selber eine weitaus größere Rolle, als man das anfangs denkt. Bedingt durch das Echtzeit Feature könnt Ihr diverse Schulzeiten selber wählen, sprich hier ob Ihr lieber den Tag über oder z.b. auch Abends die Schule für Magie besuchen wollt. Zudem werdet Ihr aufgeklärt, das es mehrere Lehrer gibt, die alle unterschiedlichen Lehrstoff für euch bereit halten. Das ähnelt dann wieder eher einem Harry Potter.

Ebenso wird man aufgeklärt, was es mit der Sternenanzeige auf dem Lehrlingspass auf sich hat. Hier sieht man neben 10 kleinen leeren Sternen auch 5 große. Durch alle möglichen Aktionen, die Ihr im Spiel tätigt, ob das nun das simple teilnehmen am Unterricht darstellt, oder das Lösen von Rätseln in der Freizeit mittels der erlernten Magie. Ihr füllt damit zuerst die 10 kleinen Sternanzeigen. Sind diese einmal komplett gefüllt, wird erst einer der großen Sterne gefüllt. Allein das reicht schon aus um schier ewig mit diesem Spiel zuzubringen. Weiterhin bekommt Ihr das geschenkt, ohne das man sich nicht Zauberlehrling nennen darf - einen Stab. Dieser Stab ermöglicht euch viele Dinge um vor allem mit der Umgebung zu Interagieren. Auch hier geht das ganze noch etwas tiefer. Grob gibt es zwei Einsatzgebiete. Die normale Variante wird genutzt wenn Ihr oben rechts im Screen euer Handsymbol zu sehen bekommt. Tippt man dieses an, so kann man den Zauberstab in normaler Gestalt mehrfach verwandeln und man hat plötzlich eine Schaufel, eine Gießkanne, einen Kescher oder eine Angel zur Hand. Woher kennen wir das…..?? ;-)) Logisch das euch dann alle aus AC bekannten Tätigkeiten zur Verfügung stehen. Zweite wichtige Funktion ist natürlich die Magie selber. Dazu nutzt man zunächst den Touch Screen und dreht eine Kreisbewegung im Uhrzeigersinn. Jetzt verwandelt sich euer kleiner Held auch sichtbar in einen Zauberer und Ihr könnt Magie einsetzen. Voraussetzung und eben ein Grund warum die Schule so immens wichtig ist, das Ihr die Magie die Ihr einsetzen wollt auch schon erlernt habt. 2 Grundvarianten des Zauberns stehen euch zur Verfügung. Die reine Zauberstabmagie und die Beschwörungen. Großer Unterschied zu anderen ähnlich gelagerten Spielen ist die Umsetzung und wie man die erlernten Zauber einsetzt. Denn hier gilt es nicht irgendwelche kryptischen Zeichnungen zu tätigen, sondern das Thema Linguistik spielt eine sehr große Rolle. Denn die Umsetzung von Sprache, was hier z.b. beim Chatten oder eben dem Zaubern eine Rolle spielt, hat man damit auf der einen Seite vereinfacht, aber auf der anderen Seite natürlich für all diejenigen verkompliziert, die sich damit rein gar nicht auskennen. Speziell beim Zaubern ist das ganze oft so umgesetzt, das man aus diversen Menus Zeichen unterschiedlichster Bedeutung aneinander reiht und somit Aktionen auslöst. Erinnert ganz entfernt an das Runen Gameplay in einem Eternal Darkness. Und das man hier zig Varianten vorfindet, dürfte nicht weiter überraschen.

Ein Teil des Spiels besteht also nur aus dem täglichen Besuch der Schule und den verschiedenen Fächern um das erstmal zu erlernen. Keine Sorge. Merken oder aufschreiben müsst Ihr euch das ganze nicht. Ein Druck auf die Start Taste bringt euch zum Pausenmenu. Dort findet man unter anderen auch eine Rubrik für die Zauber, bei denen die verwendeten Zeichen und eine Anleitung zu finden sind. Wenn wir einmal hier sind, können wir weitere Feature ansprechen. Im Pausenmenu findet Ihr auch eine Stadtkarte, die ebenfalls schnell zeigt, das mehr drinsteckt als in AC. Selbst der City der Wii Version ist Enchanted Folk überlegen. Weniger was die Größe als gesamtes angeht, dafür aber viel mehr Häuser und Charaktere auf engerem Raum. Wie beim Konkurrenten auch kann man hier zu jedem Gebäude und jeder Location eine kurze Beschreibung aufrufen. So stellt man fest, das z.b. die Einkaufsmeile über mehr Läden verfügt und mehr Möglichkeiten bietet um Geld loszuwerden. Dazu erhält man hier diverse Informationen zu Rätseln, Ereignissen und vor allem eigenen Freunden, die man über die WFC registrieren kann. Der Punkt Telegramm z.b. zeigt euch alle erhaltenen und gespeicherten Nachrichten von eben diesen Freunden. Weiteres wichtiges Gameplay Feature ist der Rucksack, der auch hier nicht fehlen darf. Zum einen um Dinge zu transportieren, die man entweder zu Geld machen kann oder auch dringend notwendig um Zaubern zu können. Denn viele Zauber benötigen auch spezielle Items, die man entweder in der Umgebung findet oder eben kaufen muss. Auch logisch das sich viele dabei nur zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten finden lassen. Aller Anfang ist wie immer schwer und der ideale Einstieg in dieses Spiel ist in der Tat ein ähnliches Vorgehen wie in AC. Zunächst sollte man nach der Einführung des Direktors, die anderen Klassenräume einmal aufsuchen und sich dort vorstellen. Das Small Talk sehr wichtig ist in diesem Spiel, merkt man ebenfalls schnell, da Ihr so von einem Laden erfahrt, der Aushilfskräfte sucht. Auch das ist kein unbekanntes Feature. ;-) So werdet Ihr spielend an die Hand genommen und dürft das gleiche Erleben wie in AC. Nämlich alles was nicht Niet und Nagelfest ist in der Spielwelt in den Rucksack zu packen und zu verkaufen. Spezielle Aufgabe des Ladens ist es aber bestimmte Dinge zu finden und zu bringen.

Hintergrund ist auch das Ihr so zu Beginn die Gegend ein wenig kennenlernt. Gleichlaufend auch die Steuerung, die eine Mischung aus Tasten und Touch Screen Action darstellt. Wobei beide Vorlieben eigentlich abgedeckt werden, da man sowohl die Kreuz/Tasten Variante nutzen kann, als auch die reine "ich nehme nur den Pen" Umsetzung. Ihr könnt euch so frei in der Gegend bewegen und z.b. Dinge per A-Taste oder per Antippen aufheben und in den Rucksack packen. Das gleiche gilt für Gespräche, die Ihr eigentlich aller paar Meter haben könnt. Die L-Taste öffnet per Taste den Rucksack und die R-Taste macht euch das Zauberstab Menu zugänglich und um eben die Werkzeuge zu nutzen. Geht aber eben wie gesagt auch per Touch Screen Action. Weitere Funktionen sind das schnelle Laufen per gedrückter B-Taste und die Benutzung des Zauberstabes per X-Taste. Gut umgesetzt ist die Möglichkeit Dinge zu Tragen oder anderen zu zeigen. Öffnet man nämlich den Rucksack, wird dabei nur die Hälfte des Bildes in Anspruch genommen. In der anderen sieht man seinen Charakter noch. So kann man z.b. Blumen aus dem Rucksack direkt in die Hände des Charakters ziehen. Dazu erhält man hier die genaue Uhrzeit und das Datum eingeblendet, sowie den aktuellen Kontostand. Mit "Ritch" ein allerdings etwas gewöhnungsbedürftiger Währungsname. Wobei wir anfangs bei den "Sternis" in AC ja auch etwas blöd geschaut haben. ;-) Sobald man also ein wenig umherlaufen kann, lernt man zunächst auch die Läden in der Einkaufsmeile kennen. Das reicht hier von Nook ähnlichen Geschäften, über Kleidershops bis hin zu Zutatenläden. Ebenso ist auch das Thema Einrichtung enthalten und wie in AC könnt Ihr auch hier eure Zauberlehrlings Bude herrichten. Später könnt Ihr selbst das Klassenzimmer verändern. Dazu trifft man wie schon erwähnt aller Nasen lang Charaktere in der Welt von Enchanted Folk. NPC’s die euch immer irgendwas zu erzählen haben. Neben belanglosen Dingen, decken sie auch einen Großteil des zweiten großen Gameplay Teils ab. Nämlich die vielen kleinen Rätsel, Geheimnisse und Gerüchte die es hier so gibt. Täglich neu könnt Ihr diesen Dingen nachgehen. Dabei habt Ihr viele Frage/Antwort Spielchen und die Auswahl der Antworten entscheidet oftmals ob ein Rätsel überhaupt beginnt oder eben nicht. Voraussetzung allerdings für das Lösen solcher Geheimnisse ist das Beherrschen der Zauber. So schließt sich dann der Kreis im Spiel.

Oder Ihr wollt es noch eine Spur intensiver, die weit über AC Möglichkeiten hinaus geht und eher an Harvest Moon erinnert. Eine Beschwörung die man Erlernen kann ist z.b. der Liebesschwur und Ihr könnt euch im Spiel auch einen Partner suchen. Auch dafür existiert ein spezieller Ort, an dem Ihr diese Beschwörung anwenden könnt. Einfach mal so in der Fußgänger Passage Mädels angraben ist also nicht. ;-))) Auch hier greifen viele Aspekte des Spiels ineinander. Es gibt einen Laden mit Blumen, die wie in allen anderen Läden täglich Ihr Angebot wechseln. Das gleiche gilt für Möbel, wobei auch hier wie in AC ein spezieller Charakter aller paar Tage mal vorbeischaut. Findet man ihn kann man seinen Hang zur Exklusivität ausleben. Vorausgesetzt man hat das nötige Kleingeld. Habt Ihr diesen Einstieg in das Spiel erstmal hinter euch gebracht, erwarten euch wirklich eine Menge Überraschungen, die man teilweise auch in der eigenen Hand hat, sprich die Spielweise entscheidet und nicht irgendwelche Programmierscripts. Gutes Beispiel sind Team Aufgaben. Redet man z.b. öfters mit einem bestimmten Charakter, so hat man mit der Zeit den sogenannten Paar Modus zu spielen. Dann trottet dieser Dödel hinter euch her und Aufgaben, die man nur zu zweit lösen kann, werden möglich. Ebenfalls immer wieder interessant ist die sogenannte Mysterienzeit. Gleich zu Beginn des Spiels am 2.Tag erhaltet Ihr einen magischen Schlüssel. Dieser gibt euch die Möglichkeit das sogenannte "Tor des Anfangs und des Endes" im Wohnheim zu öffnen. Nur in dieser Zeit aktiviert man bestimmte Geheimnisse und vor allem spezielle Wesen. Die Umgebung wird dabei in völlig andere Licht und Farbverhältnisse getaucht und man darf die Gegend aufs neue erkunden. Wer denkt er hätte in der "normalen" Enchanted Folk Welt alles gesehen, darf sich hier auf viel neues gefasst machen. Denn das Tor bietet in der Mysterienzeit einen neuen Unterpunkt "Irgendwohin". Wählt man diesen Punkt an, so wird man an einen zufälligen gewählten Ort gebeamt. Plötzlich findet man sich z.b. in einer Höhle wieder, erreicht am Ende einen Friedhof und lernt so Shade, den ehemaligen Herrscher kennen. Wie alles und jeder hat auch er so seine Bedeutung, was man auch an diesem Geheimnis merken wird. ;-) Denn Ihr bekommt hier die Möglichkeit ihn in seine alte Gestalt zurück zu verwandeln. Denn beim Treffen ist er nur als Schatten anwesend.

Dazu muss man 10 Schattenteile in der ganzen Welt aufspüren. Und wieder schließt sich der Kreis. Alle findet und bekommt man nur, wenn man fleißig Zauber lernt um die Umgebung zu verändern und zu beeinflussen. Und von diesen Rätseln gibt es mehr als genug. Von daher bietet das Spiel in der Tat mehr als AC und gerade die Aufgaben, gepaart mit dem Echtzeit und Spielsystem machen aus dem Spiel schon eine kleine Wissenschaft, der man sich erstmal in Ruhe nähern muss. Wer gleich von Anfang an alles sehen will, braucht das Spiel gleich gar nicht in die Hand zu nehmen. Was ich in meiner Testzeit nicht erkunden konnte, waren die Unterschiede durch die enthaltenen Jahreszeiten, die auch Enchanted Folk bietet. Da ich kein Freund der manuellen Zeit Veränderung bin, muss ich in diesem Teil erstmal passen. Ansonsten aber steht euch mit Enchanted Folk ein ganz spezielles, aber sehr gutes Spiel bevor. Wer Animal Crossing gerne gespielt hat, sollte hier unbedingt einen Blick riskieren. Durch die Online Features, die man nur mit der Wii Version von AC vergleichen kann, bietet das Spiel teilweise mehr als Wild World, der ja nun schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat. Über das Thema Spielzeit muss man sich hier ebenfalls keine Sorgen machen. Bedingt durch Echtzeit, Jahreszeiten und vor allem Mysterienzeit habt Ihr auch hier über Monate zu tun.

Grafik & Sound....

In Sachen Gestaltung sind die Parallelen zu einem Animal Crossing ebenfalls reichhaltig. Die Grundgestaltung der Grafik ist auch hier etwas schräg und bietet euch Phantasiewesen aller möglichen Gestaltungen. Alle ausgestattet mit einer ansprechenden Mimik, sind auch die Animationen gelungen und könnten direkt aus AC stammen. Gefallen haben die Lichtverhältnisse in Sachen Echtzeit, die irgendwie fühlbarer rüberkommen. Detailliebe ist ebenfalls ein wenig mehr vorhanden als in der Nintendo Konkurrenz. Wer diesen Stil das erste mal erlebt, muss sich ein wenig eingewöhnen. AC Spieler werden mit der Grafik in Enchanted Folk sofort warm. Kleiner Kritikpunkt sind allerdings oft zu sehende Ruckler, wenn man von links nach rechts läuft. Egal ob im Inneren von Gebäuden, oder Außen. Immer mal wieder zu sehen und daher nicht weg zu reden. Ansonsten passt die Technik aber.

Der Sound gehört auch hier teilweise zum Gewöhnungsbedürftigsten Teil des Spiels. Sei es die immer mal etwas schräge Musik oder auch die Umsetzung der Sprache. Erinnert an alte Banjo Teile, und nur diverse Laute ersetzen hier das gesprochene Wort. Gefallen hat aber auf jeden Fall der Wechsel zwischen den Tageszeiten. Denn je nach Tageszeit variiert die Musik im Hintergrund und gerade abends zeigt sie sich von der melodischsten, weil auch ruhigeren Sorte. Ansonsten aber nichts Außergewöhnliches, was Enchanted Folk in dieser Hinsicht bietet.

Multiplayer/Online Inhalte....

Der Multiplayer und Online Inhalt bietet euch reichhaltig Möglichkeiten, wobei die Online Variante mangels Freunden um die Ecke immer noch einen Tick besser ist. In der Offline Variante habt Ihr eigentlich 2 Möglichkeiten. Zum einen könnt Ihr euren Charakter für mehrere Tage auf den DS eines Freundes und damit dessen Schule schicken und zum anderen könnt Ihr Städte eurer Freunde besuchen, oder eben bis zu 3 zu Euch einladen. Funktioniert ähnlich wie in AC auf der Wii und wertet diesen Modus auf, weil es eben das bietet was man in Wild World vermisst hat.

Online macht das natürlich fast noch mehr Spaß, zumindest dann wenn man sich über die Codes als Freunde registriert hat. Denn das ist Grundvoraussetzung im Spiel, erlaubt es euch aber ebenfalls mehrere Charaktere zu Euch in die Stadt zu holen, oder eben einen Freund umgekehrt auch zu besuchen. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist das Download Feature. So wählt man sich über das Hauptmenu ein und kann nach Items suchen. Werden welche gefunden, was man täglich tun sollte, so bekommt man diese auf seinen DS geladen und kann sie später im Hauptspiel bei Reginald sofort abholen. Gutes Beispiel erlebt man gleich zu Beginn, wenn man so schnell an einen Besen kommt. Mit dem habt Ihr nämlich dann die Chance die Gegend fliegend zu durchqueren. Das man Chatten kann versteht sich von selbst. Ungewohnt ist nur das Tastaturlayout, das nicht dem einer herkömmlichen PC Tastatur entspricht, sondern alphabetisch geordnet ist.

Fazit....

Enchanted Folk ist ein Spiel das man zu Beginn durchaus unterschätzt. Zunächst wirkt es wie ein AC Klon, um einen dann nach dem Start erstmal mit seinen Möglichkeiten zu überfordern. Je länger man aber damit zubringt und die Welt im Echtzeit System kennenlernt, um so spannender wird auch dieser Titel. Bedingt durch mehr Möglichkeiten als AC und vor allem die Mysterienwelt ist der Spannungsbogen durchaus besser als bei Wild World. Dazu kommen auch die Online Möglichkeiten, die das Gameplay unterstützen. Dennoch sollte man durchaus ein Faible für Zauberei mitbringen und eine gewisse Eingewöhnungsphase aushalten können. Ist die vorbei, lernt man den Titel durchaus schätzen. Besser oder Schlechter als AC kann man so eigentlich nicht sagen. Beide bieten ihren eigenen Charme, sowie Stärken und Schwächen. Entweder-Oder sollte man hier gar nicht mal in Betracht ziehen. Eher wie komme ich an beide Spiele. ;-)

 

+ Sehr hohe Spielzeit
+ 150 Charas/ca.1000 Items
+ Kommunikationsfreudig
+ Echtzeit Umsetzung
+ Ideal für kurze tägl.Sessions
+ Spielziele vorhanden/Rätsel
+ Online Inhalte
+ Mysterienzeit
- Teils umständl. Menuführung
- Ruckelt hier und da mal
- Schwerer zugänglich als AC

GRAFIK: 75%

SOUND/EFFEKTE: 72%

MULTIPLAYER/Wi-Fi: 85%

GESAMTWERTUNG: 84%

Sämtliche Inhalte wie Bilder und Texte zu diesem Artikel sind geistiges Eigentum des Mag'64. Eine Benutzung oder anderweitige Verwendung darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Mag'64 erfolgen.

 
                   

Game-and-Fun.de