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NDS Dragon Quest Monsters: Joker 2
 
 
Dragon Quest Monsters: Joker 2 - NDS
Matthias Engert (01.11.2011)

SYSTEM: NDS Dt.
ENTWICKLER: SquareEnix
GENRE: RPG
SPIELER: 1-8 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-10+
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK6
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Ja

   
Einleitung....

Dragon Quest Fans dürften sich auf dem DS mittlerweile wie zuhause fühlen. Selten das speziell auf einer Plattform derart viele und vor allem hochwertige Titel einer Serie erscheinen sind. Dabei wurde das Dragon Quest Thema mittlerweile oft in verschiedene Game Play Korsetts gesteckt, die aber eigentlich alle Spaß gemacht haben. Dennoch vergisst man dabei gerne, wie die Serie eigentlich in ihrem Ursprung gemacht war und ich erinnere mich immer gerne an die erste GBC Version zurück, die das Thema damals in Deutschland richtig bekannt gemacht hatte. Im Schatten des damaligen Pokemon Hypes, ging es dabei um das Fangen der Racker und dem Killer Feature Synthese, bei dem es darum ging aus 2 Ausgangsmonstern ein völlig neues und stärkeres Monster zu erschaffen. Seitdem gab es nicht so viele Dragon Quest Spiele, die sich dieses Features bedienten. Erst mit dem ersten Joker Titel auf dem DS konnte man die "Paarungsmaschine" wieder anwerfen. ;-) Und das Spielprinzip hatte nichts von seinem Reiz verloren. Aktuell gibt es nun den zweiten Joker Teil, der wieder genau dieses Feature in den Vordergrund stellt. Wollen wir schauen welches Potential dieser Titel bietet.

Menus und die Story....

In Deutschland unter dem Dach von Nintendo erschienen, ist der Titel aber natürlich ein waschechtes Square Enix Produkt. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass hier bei den Rahmenbedingungen alles passt. Ihr bekommt ein komplett deutsches Spiel, das aber erneut komplett auf Sprachausgabe verzichtet. Auch die Monster kommen ohne Effekte oder Laute daher, was zumindest der Atmosphäre ein paar Punkte kostet. Gespeichert wird auf dem internen Speicher, wobei man wieder nur einen Spielstand zur Verfügung hat. Erneutes Highlight ist auch in Joker 2, wieder alles rund um die Verbindungsmöglichkeiten. Ob Lokal oder in der Online Variante. Für Dragon Quest Fans ist allein dieser Bereich jeden Euro wert. Eine Konstante erlebt man allerdings in allen Dragon Quest Spielen, die sich dieses Spielprinzips bedienen. Denn im Gegensatz zu den "normalen" RPG Umsetzungen wie "Hüter des Himmels" oder dem "Wandler zwischen den Welten", spielt die Story auch hier wieder eine sehr untergeordnete Rolle. Sogar noch ein wenig schwächer als im Vorgänger. Übergeordnetes Ziel ist auch in diesem Spiel die Monsterscout Weltmeisterschaft und damit natürlich als der ultimative Monsterscout Champion aus dem Spiel zu gehen. Diese erreicht unser Held im Spiel auf eine sehr ungewöhnliche Weise. Zunächst schleicht er sich als blinder Passagier an Bord eines Luftschiffes, das sich auf den Weg zur Meisterschaft macht. Diese soll in der aus Teil 1 bekannten Stadt Location stattfinden, die übrigens eine Rolle spielen wird im Spiel. Allerdings hat er weder ein Monster, noch sonstige Mittel um dort eigentlich anzutreten.

Es kommt wie es kommen muss. Das Luftschiff gerät in einen Sturm und stürzt über einer unbekannten Insel ab. Dort macht der junge Held Bekanntschaft mit den Monstern und entwickelt seine Fähigkeiten mit eurer Hilfe. Er sucht auf der Insel nach den Überlebenden das Absturzes und entdeckt dort eine längst vergessene andere Meisterschaft… Nur mithilfe der Monster kommt er diesen Zielen auf der Insel näher. Klingt zwar recht spannend, was die Geschichte angeht, wirklich episch oder spannend umgesetzt ist sie aber dennoch nicht. Gerade hier will der Funken nie so richtig auf den Spieler überspringen. Glücklicherweise gibt es aber noch den spielerischen Teil. ;-) Kurz und knackig ist der Beginn des Spiels. Neben den typischen Firmen und Lizenz Screens, landet man auf dem Hauptmenu, das euch mehrere Punkte zur Auswahl gibt. Über allem steht der reine Spielstart, der ergänzt wird durch den lokalen Mehrspieler und natürlich dem Online Zugang mit all seinen Möglichkeiten. Dazu kommen die Freundesliste und natürlich die Fortsetzen Option, sobald ihr das Spiel einmal gespeichert habt. Mehr ist es zunächst nicht und wir können uns dem Ziel widmen, der Monsterscout Champion zu werden.

Technik und Gameplay....

Eingestimmt wird man als Spieler gleich zu Beginn mit einer typisch langen Sequenz. In Spielgrafik gehalten, erlebt man hier den Beginn der Reise und natürlich den Absturz. Kurz vor dem Absturz wurde unser blinder Passagier noch entdeckt, was hier auch dazu führt, dass er endlich einen Namen bekommt. Vom Aussehen her könnte man auch denken, man spielt ein Dragon Ball oder YGO Spiel, zumindest was seine Haarpracht angeht. ;-) Ihr lernt so in den anfänglichen Sequenzen auch die anderen Passagiere kennen, die bis auf einen nach dem Absturz verschwunden sind. Danach beginnt das eigentliche Spiel und ihr macht euch zunächst auf die Suche. Dabei beginnt ihr eure Abenteuer in der ersten von knapp 10 Locations im Spiel. Dabei stellt die Absturzstelle immer wieder das Zentrum dar, zu dem ihr öfters zurückkehrt. Vor allem weil dort das Gehege für die Monster im Inneren des Wracks zu finden ist, sondern auch weil hier die Automaten zu finden sind, in denen ihr zum einen Ausrüstung Kaufen und Verkaufen könnt, sowie den nicht ganz unwichtigen Geldautomat. Da man auch hier bei Ableben aller eigenen Monster die Hälfte des mitgeführten Geldes verliert, sollte man diesen also regelmäßig aufsuchen. Zu Beginn habt ihr vieles, nur noch kein Monster. Also kümmern wir uns erst mal um die technische Seite und die Steuerung, die bis auf wenige Änderungen sehr an den Vorgänger erinnert. Das Ganze spielt sich in diesem Teil erneut wie ein gewöhnliches Adventure. Ihr seht den Helden im Adventure Game Play aus der Third Person Perspektive und lauft mittels Steuerkreuz und 8Way System easy durch die Gegend. Mittels L und R Taste dreht Ihr die Kamera frei um den Charakter herum, während die L und R zusammen die Kamera bei seitlicher Perspektive, immer sofort hinter dem Helden ausrichtet.

Die A-Taste dient zum Öffnen von Türen und dem Beginn diverser Gespräche mit den hier nicht ganz so zahlreichen NPC's, wie noch im Vorgänger. Auch anders als im Vorgänger ist die Gestaltung der einzelnen Inselteile gemacht. Gab es im ersten Teil die Inseln mit hier und da doch enthaltenen Gebäuden, so geht es hier meist durch einfache und oft auch etwas sehr linear gemachte Areale. Man merkt also schon, dass der Fokus im Spiel noch mehr auf dem reinen Monster Feature liegt. Ein Spiel mit hohem Adventure Teil sollte man nicht unbedingt erwarten. Das findet man eher bei den anderen Titeln der Serie auf dem DS. Positiv ist erneut die Tatsache, dass die Locations erst freigeschaltet werden müssen. Man kann zu Beginn gerade mal ein Gebiet neben der Absturzstelle betreten und muss später immer wieder alle freigeschalteten Gebiete mehrmals besuchen. Zum einen weil das Thema Tag/Nacht eine Rolle spielt und vor allem das Wetter. Denn zu allen Tageszeiten erscheinen verschiedene Monster und bei schlechtem Wetter ist die Möglichkeit seltene und schwere Burschen zu erwischen um einiges höher. Das gefällt dann wiederum sehr gut. Auch weil man dem Spieler mittels zweier Teleporter Möglichkeiten viel langatmiges Laufen erspart. So gibt es zum einen die normale Teleporter Fähigkeit, die euch immer an den Anfang eines Gebietes bringt, aber auch die sogenannten Flux Portale. Diese sind in den Tiefen der Gebiete versteckt und bringen euch so auch wesentlich weiter. Gerade wenn man am Ende einer Location etwas sucht, wäre der Teleporter zum Startbereich nur ein schwacher Trost. So passt das, ohne dass dabei die Spielzeit signifikant leidet.

Was die Spielzeit angeht, sorgen vor allem die jetzt knapp 300 enthaltenen Monster für erneut sehr hohe Spielzeiten. Die Tatsache, dass man nun auch Monster aus "Hüter des Himmels" und "Wandler zwischen den Welten" rüberholen kann, unterstreicht dieses gelungene Feature noch mehr. Aber dazu im Mehrspielerteil noch ein paar ausführlichere Worte. Das Spiel ist nun so angelegt, dass Ihr zu Beginn weder an die entfernte Meisterschaft denken könnt, noch die geheime auf der Insel befindliche angeht. Logisch da ihr sie ja noch gar nicht gefunden habt. ;-) Überhaupt so ein Punkt, der im Spiel für einen Motivationskick sorgt. Denn zeitgleich mit dem Finden dieses speziellen Ortes, lernt Ihr auch einen ebenso speziellen Charakter kennen, der es euch dann erst erlaubt die Monster zu "Paaren" und die damit die Synthese zu nutzen. Vorher spielt es sich eher wie ein Pokemon Spiel. Die ersten Meter mit dem Spiel sind dann auch eher wie ein kleines Tutorial angelegt und der einzige Überlebende neben euch, erzählt euch einiges zum Spielsystem. So kommt der Moment, an dem ihr euer erstes Monster bekommt. Mit diesem dürft ihr weitere Grundlagen kennenlernen. Vor allem das Kämpfen und das ebenfalls wichtige Werben neuer Monster. Schließlich wollt ihr das Gehege füllen und später ja auch neue Kreaturen erschaffen, die jedem auf der Insel das Fürchten lehren sollen. Tatkräftig unterstützt werdet ihr dabei im gesamten Spiel vom Pausenmenu. Dieses wird zudem stetig erweitert und gibt euch alle wichtigen Infos auf einen Blick. Gibt hier der Top Screen über die Eigenschaften der mitgeführten Monster Einblicke, könnt ihr via Touch Screen alle möglichen Rubriken anwählen, die mit dem Kämpfen, dem Reisen, dem Gepäck und natürlich der Organisation und Ausrüstung eurer Recken zu tun haben. Langweilig wird es hier keineswegs. ;-)

Aber ehe man hier länger verweilt, muss man ja ein paar Monster sein Eigen nennen. Dabei unterteilt das Spiel in 3 Möglichkeiten. Drei Monster dürft ihr aktiv mitführen, die auch in den Kämpfen agieren. Dazu schlummern einfach gesagt 3 weitere im Rucksack und bilden die Reserve. Man kann diese also jederzeit anwählen und tauschen. Positiv dass auch diese am Erfahrungspunkte System teilhaben und somit mitleveln können. Zu guter Letzt das Gehege im Luftschiff, wo 99 Monster Platz finden. Zunächst interessiert das Kampfsystem im Spiel. Je nach Tageszeit, die dynamisch und nicht in Echtzeit vergeht, erwarten euch nicht nur völlig verschiedene Grafikthemen, sondern natürlich je nach Tages und Nachtzeit, samt den Wettereinflüssen völlig verschiedene Monster. Diese sind weithin sichtbar und es greift hier nicht das Zufallsprinzip, wie in den Pokemon Spielen. Sieht man also ein Monster, läuft man hin und der Kampf beginnt bei einer Berührung. Jetzt wechselt das Game in einen Kampfbildschirm, wo der Hauptcharakter in einer hinteren Position steht, während seine Monster vor ihm in einer Reihe stehen. Maximal 3 Monster sind gleichzeitig aktiv im Kampf. An Gegnern reicht das ganze ebenfalls von 1-3 gleichzeitig. Die Kämpfe gehen nun Rundenbasiert vonstatten und jede Seite ist mit einem Zug dran. Je nach Agilität eurer Monster beginnt man den Kampf, oder wartet auf die Gegenseite. Je nach gewählter Taktik kann man nun direkt per Angriffsbefehl seine Monster auf die Gegenseite loslassen. Ein Kampfmenu auf dem Touch Screen unterstützt euch dabei und gibt euch die einzelnen Möglichkeiten an die Hand. Jeder geht einzeln in Richtung Gegner und führt seinen Angriff aus. Alle Monster haben zunächst einen festen Angriff, die aber mit der Zeit unheimlich zunehmen werden. Wie ihr haben auch die Gegner eine HP Leiste. Trefft Ihr den Gegner wird diese Zahl über dem Kopf eingeblendet.

Allerdings weiß man vorher nie, über welche Stärke oder Level der Gegner verfügt. Das ist gerade bei neuen Monstern manchmal schwer einzuschätzen, was die Burschen eigentlich drauf haben. Sobald alle Gegner besiegt sind, endet der Kampf und es geht an den Belohnungsteil. Ihr bekommt EP, Geld sowie zu bestimmten Level Up Momenten die sogenannten Talentpunkte und das Bild wandert wieder zurück in die normale 3D Adventure Sicht. Nun will man ja seine Monster Sammlung erweitern. Also muss es ja eine entsprechende Funktion geben. Über den Punkt Werben im Kampfmenu ist dies möglich. Wählt man diesen Punkt an, so werden alle eigenen Monster in einen entsprechenden Modus gebeamt. Wie im Kampf selber stürzen alle nacheinander auf das von euch gewählte gegnerische Monster. Hier wird nun dem Gegner keine Energie abgezogen, sondern eine Prozentanzeige füllt sich. Hier greift nun das Gesetz der Stärke. Je stärker eure Monster sind, umso höher dieser Prozentwert. Bei 100% habt Ihr das Monster sicher. Allerdings schaffen es selbst anfangs die gut entwickelten gerade mal diesen Wert auf 40-60 zu heben. Dann ist oft auch Glück dabei. Je höher also die eigenen Monster im Level sind, umso wahrscheinlicher ist es ein "wildes" Monster zu werben. Schließt sich das Monster euch an, könnt Ihr ihm einen Namen geben und wahlweise als eines der 3 aktiven platzieren, in die Reserve packen, oder wenn beide Bereiche voll sind, ins Gehege schicken. Als eines der aktiven ist es im nächsten Kampf mit dabei. Dabei teilen sich die erspielten EP bei Kämpfen, je mehr Monster Ihr aktiv dabei habt. Anfangs ist es durchaus ratsam in vielen leichteren Kämpfen erst mal eines der Monster hoch zu Leveln, um auf jeden Fall ein starkes Monster zur Verfügung zu haben.

Interessant wird das Spiel sobald Ihr einige Levels eines Monsters geschafft habt. Denn neben diesem reinen Wert steigen nicht nur die normalen Attacken, sondern Ihr erhaltet in regelmäßigen Abständen die angesprochenen Talentpunkte. Diese kann man frei für jedes Monster in verschiedene Rubriken immer wieder verteilen. Eine Rubrik erhöht jedes Mal die HP und MP Anzeige des Monsters, oder die reine Attacken und Verteidigungsstärke. Die zweite Rubrik hat auf lange Sicht mehr Nutzen. Denn damit erhöht Ihr die Aktionsvielfalt beträchtlich und die Monster erlernen immer wieder neue Fähigkeiten. Und das sind eben nicht nur Attacken verschiedener Varianten, sondern vor allem Statusfähigkeiten. Besonders wichtig wird mit der Zeit das Thema Heilen, das man wie in jedem Rollenspiel schnell zu schätzen lernt. Es gibt viele Monster im Spiel, die in Sachen Spezialfähigkeiten das Thema Heilen abdecken. Einfaches und bekanntes Dragon Quest Beispiel ist der Slime. Verteilt man bei ihm die Talentpunkte auf seine Spezialrubrik, erlernt er recht schnell die Fähigkeit Mitstreiter zu Heilen. Hat er diese erlernt kann man nun bei ihm speziell die Taktik des Monsters auf das Heilen der Gruppe stellen. Zwar greift das Monster auch normal mit an, sobald aber eines der anderen oder er selbst getroffen wurden, heilt er automatisch. Das ist nicht zu unterschätzen. Je weiter ihr das Thema entwickelt mit den Talentpunkten, umso höherwertiger werden die Fähigkeiten. Gleichlaufend mit der reinen Level Entwicklung und z.B. einhergehenden Erhöhung der Weisheit, ist auch die Effektivität eine ganz andere. Kann er anfangs vielleicht 50HP heilen, werden es mit der Zeit mehrere hundert. Genauso kann er anfangs nur ein Monster heilen, während es später alle gleichzeitig sein können. Dieses parallele Entwickeln über die normalen EP und eben die Talentpunkte ist ein ganz feines Feature, da Ihr als Spieler hier sehr viel selber bestimmt. Und da habe ich hier nur eine von knapp 200 möglichen Fähigkeiten, der im Spiel vorhandenen Monster angesprochen. Wollte man alles ansprechen, eine Doktorarbeit wäre fällig.

Denn bei knapp 300 Monstern im Spiel ist allein das Herausfinden aller Möglichkeiten eine kleine Lebensaufgabe. Und man muss tüfteln, denn viele Gegner sind in der Tat eine harte Nuss. Neben normalen Monstern trifft man im Verlauf auch auf seltene und durch Paarung entstandene. Und da rede ich mal nicht von der geheimen Meisterschaft… Haben eure Monster das Level 10 erreicht, sind sie ebenfalls Paarungsfähig und ihr könnt die sogenannte Synthese nutzen. Habt ihr Männlein und Weiblein dabei und seid der Meinung, das könnte passen, besucht man den speziellen Charakter am Monstergehege. Hier kann man beide nun zur Paarung anbieten. Das geniale ist die Tatsache, dass bis zu 3 verschiedene neue Geschöpfe daraus hervorgehen können, die man euch auch visuell zeigt. Man kann so absehen ob sich das ganze lohnt. Dazu spielt hier auch mit rein, dass alle Monster zudem noch in Klassen eingeteilt sind. Aber auch hier immer wieder ein genialer Moment, weil man sich als Spieler ja immer wieder überraschen lassen kann, was denn nun aus der Paarung hervorgeht. Hat man Glück kann man so durchaus kleine ultimative Allrounder erschaffen. So hat man vielleicht ein absolutes Kampfmonster in der Gruppe, welches sehr starke physische Attacken bietet. Daneben z.B. einen der mit Magie hervorragend umgehen kann und neben Heil auch reichlich Kampfspecials mitbringt. Das Ergebnis einer Paarung könnte dann durchaus ein echter Allrounder werden, der eben alle Facetten beherrscht. Aber dieses Thema ist echt abendfüllend und kann mit der Zeit auch zum Suchtfaktor werden. Spätestens immer dann, wenn man neue Monster findet, die Gegner allgemein stärker werden und man vielleicht eher durch Zufall einen Mega Dödel entstehen lässt. Denn entgegen vielen Berichten ist es sehr wohl möglich, schon in den ersten Stunden des Spiels Monster zu erschaffen, die mehrere Plätze einnehmen, sprich ihr statt 3 nur derer 2 aktiv mitnehmen könnt. Dann gibt es kein Halten mehr und man will einfach nur noch los.

Aber es wird ja noch besser und weitere Features unterstützen diesen Kick noch um einiges. Neben der Verbesserung aller Eigenschaften, wechseln die Monster eventuell auch die Klasse und man erschafft so z.B. einen Drachen. Die 7 Klassen bieten reichlich Monster für jeden Spielertypen. Ob brachiale Gewalt, viel Magie oder auch nur als sogenannter Supporter. Dazu kann man nach einer Paarung auch auswählen, ob und welche Talentpunkt Fähigkeiten das neue Monster behalten soll. Da man nicht reglementiert ist in Sachen Häufigkeit, entstehen die ungewöhnlichsten Monster mit der Zeit. Denn jedes Mal wenn man 2 Monster gepaart hat, stehen diese zunächst wieder auf Level 1 und müssen erneut entwickelt werden. Erreichen sie wieder Level 10, kann man die Synthese erneut starten. Im Verlauf des Spiels kommen auch Ausrüstungen zu ihrem Recht. Zumindest was die mitgeführte Waffe angeht. Jedes Monster kann eine Waffe tragen, welche die Angriffsstärke immens heben kann. Was man ihnen mitgibt, bestimmt über 3 Ecken wieder ihr als Spieler. Denn untersucht man wirklich alle Ecken eines Gebietes, findet man oft die sogenannten Maschinenteile. Hat man hier welche gefunden, füttert man den Automaten damit und siehe da, das Angebot wird erweitert. Auch so ein motivierender Punkt im reinen Game Play. Überhaupt ist der reine RPG Anteil wieder sehr hoch und fast noch mehr in den Vordergrund gerückt worden, als beim eigenen Vorgänger. Klasse finde ich die Tatsache, dass man hier jederzeit und punktgenau Speichern kann. Vor allem ist es auch kein Schnellspeicher wie früher. Hier kann man danach locker weiterspielen. So sollte es ja eigentlich auch sein. Auch wenn ich vielen Dingen hier im Text den Vorrang gegeben habe. Im Spiel läuft das natürlich anders ab und zieht sich wesentlich länger.

Wie schon erwähnt ist dann der Wendepunkt nach ungefähr 5-6 Stunden erreicht. Denn untersucht man eher durch Zufall eine unterirdische Höhle. Dort findet man nun den Austragungsort der geheimen Meisterschaft und trifft eben auch den Charakter, der euch die Synthese erlaubt. Dann zieht das Spiel wirklich an. Denn nur über die Meisterschaft öffnet man nämlich die restlichen Gebiete im Spiel. Zunächst kann man hier nur die Meisterschaften der Ränge F und E angehen. Jedes Mal warten 3 Kampfrunden, die man überstehen muss. Schafft man beide Ränge, bekommt man neben einer speziellen Belohnung auch Zugang zu weiteren Locations auf der Insel. Diese führen euch dann zu so ungewöhnlich klingenden Orten wie Frostfirn oder Karger Karst. Wer denkt sich nur immer wieder solche Gebietsbezeichnungen aus. ;-)) Kurz darauf schafft ihr auch spezielle Mega Monster, die hier eher eine Gastrolle haben, da man sie aus früheren Dragon Quest her kennt. All dies spielt dann ineinander, so dass man hier nicht mehr von loskommt. Mit der Zeit reist man dann immer öfters hin und her, vor allem wenn man auf die Nachtmonster stoßen will. Die meisten sind immer erst mal stärker als ihr und oftmals verliert man auch mal eines der Eigenen. Diese sterben aber nicht, sondern gehen nur erschöpft zu Boden. Beim nächsten Basis Besuch, dem Nutzen der speziellen Fähigkeit einer Monsterklasse, oder dem Item für die Wiederbelebung, kann man es wieder ins Feld führen. Dazu kommt mit der Zeit das dauernde Durchwechseln um einfach die idealen 3 mit sich zu führen. Vergessen sollte man aber dennoch nicht, dass der Hauptanteil schon im Kämpfen, Werben und Entwickeln der Monster liegt. Aber genau in dieser "Eintönigkeit" liegt der Suchtfaktor auch in Joker 2. Es sind einfach so viele Möglichkeiten, die man entdecken kann und immer wenn man denkt, jetzt hat man eine schlagkräftige Truppe beisammen, kommen Gegner daher die euch eure Grenzen aufzeigen.

Sofort ist man dann als Spieler angestachelt Veränderungen vorzunehmen. Je mehr Monster ihr zum Paaren habt, umso mehr Zeit verbringt man dabei herauszufinden, was aus einem Pärchen so wird. Der Reiz dieses Spielprinzips hat auch 2011 nichts von seinem Reiz verloren und man könnte auch hier wieder den Rest des Jahres nur damit zubringen. Es gibt zwar schon hier und da Kleinigkeiten an denen man herumnörgeln könnte, mit dem Spielprinzip und spielerischen Umsetzung haben sie aber nichts zu tun.

Grafik & Sound....

Grafisch ist der Titel zwar im gleichen Stil gehalten, wie sein eigener Vorgänger. Dennoch gefällt mir der erste Joker Teil etwas besser. Was vor allem an den etwas verspielteren Locations liegt und der besseren Farbpower im ersten Teil. Die Technik der 3D Areale ist in beiden Spielen ja gleich, kommt hier aber irgendwie etwas schwächer rüber. Vor allem weil viele Locations wenig Umgebungsdetails bieten und dadurch auch atmosphärisch weniger bieten und oft auch mal sehr steril rüberkommen. Hier wäre dann doch ein wenig mehr nötig gewesen. Technisch passt das schon und macht auch hier keinerlei Probleme. Gelungen sind erneut die Skins der Monster, die vor allem hinten heraus auch viele Details bieten. Klar dass anfänglich ein einfacher Slime schlicht daherkommt, aber später z.B. viele Drachenarten sehr imposant aussehen. Punkten kann im Spiel dagegen die reine Abwechslung und die Abenteuer führen euch in alle wichtigen Umgebungsthemen. Ob Wiesen, Höhlen, Schneegebiete oder Geröll und Wüstengegenden. Hier ist eigentlich alles vertreten, was man in einem Spiel wie diesem erwarten kann. Nur eben nicht so stimmig und detailliert wie im ersten Teil. Auch die grafischen Effekte sind in meinen Augen etwas gestutzt worden. Speziell natürlich in den Kämpfen gehen diese öfters wirklich fast unter. Auch hier wäre etwas mehr Power der Attacken auch im visuellen Bereich schön gewesen.

Die kleine Kritik im Grafikbereich, zieht sich auch ein wenig über den Soundpart. Denn auch hier habe ich den Eindruck, dass vieles etwas schwächer umgesetzt wurde. Weniger Hintergrundmusik in vielen Gebieten, aber vor allem die kaum vorhandenen Umgebungsgeräusche überraschen. Wieder ein Punkt, der atmosphärisch federn lässt. Gerade wenn man seinem Entdeckerdrang in den Gebieten frönt, hätte man sich mehr Begleitung durch Musiken und Effekte gewünscht.

Multiplayer....

Der Mehrspieler teilt sich in der aktuellen Version in 3 verschiedene Bereiche. Bekannt war bisher der lokale Mehrspieler, der euch das Tauschen und das Kämpfen mit mehreren Gegnern ermöglicht. Dazu kommt der große Bereich im Online Game Play und zu guter Letzt der neue Bestandteil - der Zufallsbegegnungsmodus. Im Zeitalter von StreetPass auf dem 3DS, gibt es ähnliche Varianten auch für den DS. Auch Joker 2 bietet dieses Feature. Läuft man also mit einem Gerät samt Spiel in diesem Modus herum und trifft auf Gleichgesinnte, so werden Kämpfe und Anwerbeversuche ohne euer zu tun ausgetragen. Ebenfalls eher ungewöhnlich ist die Möglichkeit mit 2 "fremden" Dragon Quest Spielen eine Verbindung aufzubauen. Denn "Hüter des Himmels" oder "Wandler zwischen den Welten" sind eigentlich Spiele mit einer völlig anderen Herangehensweise. Dennoch kann man diese Teile miteinander verbinden, auch wenn man dazu einiges erreicht haben muss. Am Beispiel vom Wandler zwischen den Welten, muss man zunächst mal den Traumraum und Wilma erreicht haben, ehe man den Contact Mode starten kann. Aber auf jeden Fall mal etwas anderes. Ansonsten ist die lokale Geschichte auf das typische Tauschen von Monstern und das Kämpfen ausgelegt. Jeder Spieler muss logischerweise ein Spiel haben. Dabei können lokal auch bis zu 8 Spieler eine Verbindung aufbauen und ein Turnier spielen. Allerdings spielen aktiv nur immer 2 gegeneinander, aber für eine Runde unter Gleichgesinnten dennoch eine feine Sache.

Die höchsten Weihen bietet aber wieder der Online Modus, der auch für einen Spieler Action für Monate bietet. Bevor man Online geht, muss man aber einen ganz wichtigen Punkt ansprechen. Eine Verbindung kommt nur zustande, wenn ihr die Verschlüsslung per WEP benutzt. Habt ihr einen Router, der nur WPA aufwärts beherrscht, schaut ihr in die Röhre. Sollte nicht unerwähnt bleiben. Bevor man Online geht, kann man nun auswählen, ob man direkt zur Meisterschaft wechseln will, oder gegen einfache Kämpfe gegen Freunde & Fremde aus aller Welt spielen möchte. Killer Feature bleibt aber die Meisterschaft. Denn nur hier gibt es Geschenke, Ranglisten und reichlich Kämpfe. Letzten Sonntag begann übrigens eine neue Meisterschaftsrunde. Sprich man registriert sich mit Team Namen und Wohnort was das Land angeht. Danach wird man intern, anhand seiner eigenen Monster in einen Rang eingestuft. Ist das Geschehen bekommt man nun seine Gegner. Immer und immer wieder. Ja genau, gleich 5 Teams werden euch bei jedem Besuch vorgesetzt, gegen die man kämpft. Egal ob man einen Kampf verliert, es geht alle 5 Kämpfe immer von vorn los und am Ende bekommt man Ranglisten Punkte, oder auch nicht. Selbst wenn man 4x Verloren hat und 1x Gewonnen. Was die Gegner selbst innerhalb eines Ranges so mit einem machen, erlebt man schnell auch im negativen und ist sofort wieder angestachelt an seinem Dream Team zu werkeln. Dazu kann man Neuigkeiten aufrufen und bekommt zu passenden Gelegenheiten auch hier Präsente. Ein Modus, der solange fesselt wie man die Turniere ausrichtet. Und das läuft erfahrungsgemäß ewig.

Fazit....

Alles in allem kann man das Spiel erneut nur jedem Dragon Quest Fan ans Herz legen. Zumindest denen, die das Ur-Prinzip lieben. Wer die Adventure Teile für sein Leben gerne spielt, als Games wie der "Wandler zwischen den Welten", ist hier eventuell falsch. Denn hier bleibt ein Großteil auf das Laufen, Kämpfen und Werben fokussiert. Dadurch wird Joker 2 einmal mehr eher ein Spiel für die Tüftler und richtet sich an die ewigen Bastler in Sachen Dragon Quest Entwicklungen. Gerade atmosphärisch leiden manchmal der grafische Teil und die Soundkulisse unter diesem Aspekt. Wer dagegen leveln will ohne Ende, seine Racker immer wieder neu erschaffen möchte und am ultimativen Dream Team feilt, bekommt hier Dank 300 möglicher Monster die Gelegenheit. Ein an sich schon umfangreiches Spiel ohne Ende, bietet dann auch Online wieder die Möglichkeit der Welt zu zeigen, was man drauf hat. Ein Spiel bei dem man eigentlich auf Monate ausgesorgt hat. Fans dieses Spielprinzips kommen auch um die zweite Joker Ausgabe nicht herum.

 

+ Immens hohe Spielzeit
+ Diesmal knapp 300 Monster
+ Riesige Fähigkeitenvielfalt
+ Connect zu anderen DQM Games
+ Monsterskins
+ Entwicklungsmöglichkeiten
+ Synthese wieder genial
+ Multiplayer/Online Gameplay
- Keine wirklich schöne Story
- Einfach gehaltene Locations
- Online nur per WEP möglich

GRAFIK: 82%

SOUND/EFFEKTE: 76%

MULTIPLAYER/WI-FI: 89%

GESAMTWERTUNG: 87%

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