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NDS Dragon Quest Monsters: Joker
 
 
Dragon Quest Monsters: Joker - NDS
Matthias Engert (14.02.2008)

SYSTEM: NDS - USA
ENTWICKLER: SquareEnix
GENRE: RPG
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Englisch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-10+
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Gering
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: 14.03.
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.30 Euro (Import)
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Folgen
WI-FI: Ja

   
Einleitung....

Das Frühjahr 2008 ist in vielerlei Hinsicht ein wahrer Segen für die Nintendo DS Gamer. Gerade was potentielle Hochkaräter angeht, die durch Gameplay, Tiefgang und Spielzeit glänzen, steht vieles auf der Wunschliste vieler Gamer. Das auch meine Wenigkeit im 11.Jahr Mag64 nach wie vor ein Gamer ist, merkt man selber an einigen Titeln die man einfach unbedingt haben muß und die einem über Gebühr, die so schon knappe Zeit für alles noch knapper machen. Dragon Quest Monsters steht seit dem GBC Ausflug der Serie weit oben auf meiner persönlichen Hitliste. Es kam wie es kommen mußte und die US Version mußte einfach schonmal her, auch wenn die deutsche Version in knapp 4 Wochen auch in unseren Breiten zu haben sein wird. Sind je eh gerade die Final Fantasy Festwochen. ;-) Es ist vor allem das einzigartige Monster System in Dragon Quest das seinen besonderen Reiz nicht nur allen durch das Fangen und Entwickeln bietet. Vor allem das Thema Paaren um aus 2 gefangenen Monstern ein komplett neues zu machen, hat auch heutzutage nichts von seinem Reiz verloren. Ob die DS Version das ganze ansprechend an den Spieler und die Spielerin bringt soll euch der folgende Test zeigen.

Menus und die Story....

Da wir uns hier mit der US Version befassen, ist das Thema Sprache natürlich ein anderes als sonst. Komplett Englisch sollte man also für den Import durchaus das ganze Lesen können um die Story zu verstehen. Ist allerdings auch die einzige Einschränkung, da man ja Dank Code Free auch hierzulande die US Version spielen kann. Und dem Euro sei Dank ist der Import fast noch billiger als der Kauf der dt. Version. Auch mit dem Hintergrund das die US selbst für Wi-Fi Gameplay ohne Problem zu gebrauchen ist. Denn auch Online kann man das ganze mehr als intensiv Zocken und hat keine Probleme das ganze von Deutschland aus mit der US Version zu starten. Wie immer zeigen wir euch die Möglichkeiten im Wi-Fi Special separat. Aber auch Offline ist das Game Mehrspielerfähig und bietet mehr als nur Duelle gegen bis zu 3 Spieler. Auch hier gebührt den Entwicklern schon ein großes Lob für die eingebauten Möglichkeiten. Gespeichert wird natürlich intern, so das auch dieses Thema schnell abgehakt ist. Natürlich bringt das Spiel auch eine Story mit, die durchaus auch höheren Ansprüchen genügen kann. Zumal man anfangs bei weitem nicht alle Facetten zu sehen bekommt und sich vieles erst nach und nach im Spiel aufbaut. Willkommen auf dem Mau-Mau-Archipel, einer Gruppe geheimnisvoller Inseln, die wie Diamanten im schimmernden Ozean funkeln! Doch Reisende sollten hier auf der Hut sein. Auf den Inseln geht es nämlich nicht so friedlich zu, wie es den Anschein hat. Denn dort wimmelt es nur so von Monstern in allen Größen und Formen. Auf dem Mau-Mau-Archipel wird die berühmte Monsterscout-Meisterschaft ausgetragen. In diesem renommierten Wettbewerb, der alle paar Jahre stattfindet, geht es um den Titel des größten Scouts der Welt. Die Meisterschaft wird von der Monsterscout-Organisation veranstaltet, deren Hauptquartier sich auf Domuspolis befindet, das in der Mitte des Archipels liegt. Die nächste Meisterschaft steht kurz bevor, und die Crème de la Crème der Scoutwelt strömt auf die Inseln.

An dieser Stelle greift Ihr nun in das Geschehen ein und übernehmt den gleichnamigen Charakter im Spiel, der natürlich ebenfalls als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgehen möchte. Also unterstützt Ihr ihn bei der Suche nach Monstern und helft ihm beim Aufbau eines schlagkräftigen Teams und erlebt gleichzeitig noch ganz andere Abenteuer auf den Inseln. Nach dem Einschalten erwartet euch das Hauptmenu des Spiels, dass euch verschiedene Punkte zur Auswahl stellt. Das beginnt beim Start eines Neuen Spiels, dem Laden eines Spielstandes, über den Offline Multiplayer, bis hin zur WFC und damit dem umfangreichen Online Gameplay. Optionen und ähnliches gibt es nicht, was aber in Anbetracht der gebotenen Inhalte auch nicht notwendig ist. Etwas schade das man nur ein Savegame anlegen kann. Wer also ein wenig experimentieren will und vielleicht 2 Savegames parallel nutzen will hat nicht die Gelegenheit dazu. Wer also einen Spielstand besitzt und ein Neues Game beginnt, löscht damit unweigerlich den vorhandenen Spielstand. Genug der Vorrede und wir wollen schauen was spielerisch auf den Dragon Quest Monsters Fan wartet.

Technik und Gameplay....

Der Start in das eigentliche Spiel zeigt schnell 2 Dinge. Zum einen die sehr opulente Grafik und Darstellungsweise, die äußerst passend gemacht und umgesetzt ist. Zum anderen das neben Touch Screen Action auch auf herkömmliche Art vieles im Spiel getätigt wird. Der Start im Spiel bringt euch auf besagte Hauptinsel und zeigt euch in seichten Geh hierhin und Geh dorthin Spielchen so ein wenig das Bewegungs und Aktionsfeature. Ausgehend von der Hauptinsel warten 7 Inseln darauf von euch besucht und bereist zu werden. Natürlich mehrmals, wie es sich für ein Monster Game dieser Art gehört. Denn die über 200 Grundmonster im Spiel fangen sich nicht so nebenbei. Dazu kommt ein Tag/Nacht Feature das nicht nur grafisch komplett anders daherkommt, sondern wie man sich denken kann völlig verschiedene Monster auf die Oberflächen zaubert. Zu Beginn seid Ihr allerdings fast Mittellos, habt kein einziges Monster und eigentlich keine Ahnung wie es weitergeht. Da waren sie also, meine 3 Probleme. ;-)) Zeit ein wenig herum zu schnarchen und die Hauptinsel etwas zu erkunden. Schnell geht dabei die eigentliche Steuerung in Fleisch und But über. Das ganze spielt sich in diesem Teil wie ein gewöhnliches Adventure. Ihr seht den Helden im Adventure Gameplay aus der Third Person Perspektive und lauft mittels Steuerkreuz und 8Way System easy durch die Gegend. Mittels L und R Taste dreht Ihr die Kamera frei um den Charakter herum, während die B-Taste die Kamera bei seitlicher Perspektive immer sofort hinter dem Helden ausrichtet. Die A-Taste dient zum Öffnen von Türen und dem Beginn diverser Gespräche mit den zahlreichen NPC's. Die Welten in Dragon Quest Monsters: Joker bieten abseits der reinen Monstergegenden auch diverse Gebäude zum Betreten und Verweilen. Neben Small Talk findet man so auf jeder der im Spiel enthaltenen Inseln eine Art Basis. Diese dient zum einen um das Spiel abzuspeichern und füllt bei der Gelegenheit gleich mal alle HP und MP Werte der Monster komplett auf. Dazu findet man hier einen Shop, den berühmtberüchtigen Paarungsschalter und eine Bank, auf der Ihr Geld deponieren könnt. Neben Erfahrungspunkten kann man natürlich auch reichlich Geld erspielen, das man z.b. bei einem kompletten HP Verlust um die Hälfte abgenommen bekommt. Wer auf Nummer sicher gehen will zahlt also regelmäßig seine Kohle ein.

Doch ehe wir uns mit diesem Thema beschäftigen baut sich erstmal langsam das Grundgameplay auf. Zu Beginn habt Ihr wie schon erwähnt kaum Geld und geschweige denn ein Monster. Ihr sucht zu Beginn verschiedene Personen auf, redet mit Ihnen und erfahrt so einiges über den großen Wettbewerb. Dabei gibt man euch das kleine, aber feine Detail der Darkonimum Kristalle preis. 10 dieser mysteriösen Kristalle gibt es im Spiel auf den Inseln verteilt. Diese sind Grundvorraussetzung um am Wettbewerb überhaupt teilnehmen zu können. Diese liegen bei weitem nicht immer nur einfach herum, sondern müssen über kleinere Quests erspielt werden. Sofern man sie erstmal geortet und gefunden hat. Im Pausenmenu, das man per X-Taste aufruft sieht man anhand von 10 Sternsymbolen, wieviel man gefunden hat und welche noch fehlen. Richtig wichtig wird das Pausenmenu aber erst mit dem ersten Monster. Ähnlich dem Pokemon Prinzip erhaltet Ihr kurz nach dem Spielstart ein erstes Monster. 3 stellt man auch zur Auswahl, welches aus den im Spiel vorhandenen 9 Monster Kategorien stammt. Einfach gesagt teilen sich diese z.b. in Boden, Luft oder Geister Monster oder unterscheiden sich in der Art der Attacken wie z.b. starke physische Angriffe oder magische und Special Angriffe. Mit diesem ersten Monster können wir uns zunächst den Menus widmen, die euch auf der kommenden Reise unterstützen. Dieses Pausenmenu gibt es einfach gesagt in 2 Varianten. Einmal mit Zugriff auf Menupukte für euren Hauptcharakter und später für alle aktiven und mitgeführten Monster einzeln. Die persönlichen Rubriken reichen vom Quick Save, der jederzeit möglich ist und euch zum Hauptmenu bringt, über das Auswechseln der Monster bei Bedarf, bis hin zu Statistiken und alle verfügbaren Fähigkeiten der Monster. Dazu kommt eine Bibliothek, die euch über gesehene und gefunden Monster informiert. Also ganz ähnlich wie ein Pokedex. Gehört einfach dazu in einem Spiel wie diesem. Bei den Monstern ist das Menu teilweise anders. Neben einem Überblick über die Werte des Monsters könnt Ihr die Specials und Fähigkeiten einsehen, diese auch entwickeln und die Taktik des Monsters im Kampf beeinflussen. Ein ganz feines Feature ist das Anlegen von Waffen. Zwar nicht sehr ausladend ist das ganze dennoch sehr lohnenswert. Finde ich gut gelöst und erweitert das ganze, als wenn man nur den Hauptcharakter an sich Waffen tragen läßt.

Bei den Monstern steht euch nun ein ausgewachsenes RPG zur Seite, das seinen Tiefgang auch erst mit der Zeit so richtig offenbart. Natürlich steht über allem das reine Level samt den Stats dazu wie Angriff, Verteidigung, Agilität und Weisheit, was z.b. sehr stark die Magiefähigkeit des Monsters definiert. Ihr seht was das Monster als Waffe angelegt hat, wobei das z.b. auch Stäbe sein können. Dazu wieviel EP Ihr noch benötigt um das nächste Level zu erreichen Ebenso wie angesprochen die Werte für HP und MP und natürlich ganz wichtig das Geschlecht. Aber dem Thema Paaren widmen wir uns erst später. Zunächst wollen wir schauen wie das Kampf und Fangsystem im Spiel funktioniert. Irgendwann hat man also ein Monster bekommen und könnte loslegen. Ausgehend von der Hauptinsel könnt Ihr über kleine Anlegestellen die anderen erreichen. Dabei nicht immer zentral von der Hauptsinsel aus, sondern oftmals später auch von Insel zu Insel. Diese Inseln sind in Wertigkeiten eingeteilt, so dass jede Insel andere und stärkere Monster in sich birgt. Auf der "Beginner" Insel könnt Ihr euch also nun eure ersten Sporen verdienen. Einmal angekommen sind alle Inseln komplett begehbar und Ihr bewegt euch völlig frei in den 3D Umgebungen. Je nach Tageszeit die dynamisch und nicht in Echtzeit vergeht, erwarten euch nicht nur völlig verschiedene Grafikthemen, sondern natürlich je nach Tages und Nachtzeit völlig verschiedene Monster. Diese sind weithin sichtbar und es greift hier nicht das Zufallsprinzip wie in den Pokemon Spielen. Sieht man also ein Monster, läuft man hin und der Kampf beginnt bei einer Berührung. Jetzt wechselt das Game in einen Kampfbildschirm, wo der Hauptcharakter in einer hinteren Position steht, während seine Monster vor ihm in einer Reihe stehen. Maximal 3 Monster sind gleichzeitig aktiv und damit mit euch imaginär unterwegs. An Gegnern reicht das ganze ebenfalls von 1-3 gleichzeitig. Die Kämpfe gehen nun Rundenbasiert vonstatten und jede Seite ist mit einem Zug dran. Je nach Agilität eurer Monster beginnt man den Kampf oder wartet auf die Gegenseite. Je nach gewählter Taktik kann man nun direkt per Angriffsbefehl seine Monster auf die Gegenseite loslassen. Jeder geht einzeln in Richtung Gegner und führt seinen Angriffsmove aus. Alle Monster haben zuächst einen festen Angriff, die aber mit der Zeit unheimlich zunehmen werden.

Wie Ihr haben auch die Gegner eine HP Leiste. Trefft Ihr den Gegner wird diese Zahl über dem Kopf eingeblendet. Ist die HP des Gegners leer verschwindet er und beim letzten ist der Kampf zu Ende. Ihr bekommt EP und Geld und das Bild wandert wieder zurück in die normale 3D Adventure Sicht. Nun will man ja seine Monster Sammlung erweitern. Also muß es ja eine entsprechende Funktion geben. Über den Punkt Scout ist dies möglich. Wählt man diesen Punkt an, so werden alle eigenen Monster in einen entsprechenden Modus gebeamt. Wie im Kampf selber stürzen alle nacheinander auf das von euch gewählte gegnerische Monster. Hier wird nun dem Gegner keine Energie abgezogen, sondern eine Prozentanzeige füllt sich. Hier greift nun das Gesetz der Stärke. Je stärker eure Monster sind, um so höher dieser Prozenzwert. Bei 100% habt Ihr das Monster sicher. Allerdings schaffen es selbst anfangs die gut entwickelten gerade mal diesen Wert auf 40-60 zu heben. Dann ist oft auch Glück dabei. Je höher also die eigenen Monster im Level sind, um so warscheinlicher ist es ein "wildes" zu scouten. Schließt sich das Monster euch an könnt Ihr ihm einen Namen geben und wahlweise als eines der 3 aktiven platzieren oder vergleichbar mit der Pokemon Box archivieren und verstauen. Als eines der aktiven ist es im nächsten Kampf mit dabei. Dabei teilen sich die erspielten EP bei Kämpfen, je mehr Monster Ihr aktiv dabei habt. Anfangs ist es durchaus ratsam in vielen leichteren Kämpfen erstmal eines der Monster hoch zu leveln um auf jeden Fall ein starkes Monster zur Verfügung zu haben. Interessant wird das Spiel sobald Ihr einige Level eines Monsters entwickelt habt. Denn neben diesem reinen Wert steigen nicht nur die normalen Attacken, sondern Ihr erhaltet in regelmäßigen Abständen sogenannte Skill Punkte. Diese kann man frei für jedes Monster in 2 Rubriken immer wieder verteilen. Eine Rubrik erhöht jedesmal die HP und MP Anzeige des Monsters oder die reine Attacken und Verteidigungsstärke. Die zweite Rubrik hat auf lange Sicht mehr Nutzen. Denn damit erhöht Ihr die Aktions Vielfalt beträchtlich und die Monster erlernen immer wieder neue Fähigkeiten. Und das sind eben nicht nur Attacken verschiedener Varianten, sondern vor allem Statusfähigkeiten. Besonders wichtig wird mit der Zeit das Thema Heilen.

Es gibt viele Monster im Spiel die in Sachen Magie das Thema Heilen abdecken. Einfaches und bekanntes Dragon Quest Beispiel ist der Healslime. Verteilt man bei ihm auf die Fähigkeiten die Skill Punkte, erlernt er recht schnell die Fähigkeit Heal. Hat er diese erlernt kann man nun bei ihm speziell die Taktik des Monsters auf das Heilen der Gruppe stellen. Zwar greift das Monster auch normal mit an, sobald aber eines der anderen oder er selbst getroffen wurden heilt er automatisch. Das ist nicht zu unterschätzen. Denn Healer Items sind anfangs selten und oft nur für kostbares Geld erhältlich. Je weiter Ihr das Thema entwickelt über die Skill Punkte um so höherwertiger werden die Fähigkeiten. Gleichlaufend mit der reinen Levelentwicklung und z.b. einhergehenden Erhöhung der Weisheit ist auch die Effektivität eine ganz andere. Kann er anfangs vielleicht 50HP heilen, werden es mit der Zeit mehrere hundert. Genauso kann er anfangs nur ein Monster heilen, während es später alle gleichzeitig sein können. Dieses parallele Entwickeln über die normalen EP und eben die Skill Punkte ist ein ganz feines Feature, da Ihr als Spieler hier sehr viel selber bestimmt. Und da habe ich hier nur eine von 160 möglichen Fähigkeiten der im Spiel vorhandenen Monster angesprochen. Wollte man alles ansprechen, eine Doktorarbeit wäre fällig. Denn bei über 200 Monstern im Spiel ist allein das Herausfinden aller Möglichkeiten eine kleine Lebensaufgabe. Und man muß tüfteln, denn viele Gegner sind in der Tat eine harte Nuß. Neben normalen Monstern trifft man im Verlauf auch auf seltene und durch Paarung entstandene. Haben eure Monster das Level 10 erreicht sind sie ebenfalls Paarungsfähig. Habt ihr Männlein und Weiblein dabei und seid der Meinung das könnte passen sucht man den entsprechenden Schalter in der Basis auf. Hier kann man beide nun zur Paarung anbieten. Das geniale ist die Tatsache das bis zu 3 verschiedene neue Geschöpfe daraus hervorgehen können, die man euch auch visuell zeigt. Man kann so absehen ob sich das ganze lohnt. Überhaupt ist erstmal der Moment Klasse, weil man sich als Spieler ja immer wieder überraschen lassen kann was denn nun aus der Paarung hervorgeht. Hat man Glück kann man so durchaus kleine ultimative Allrounder erschaffen. So hat man vielleicht ein absolutes Kampfmonster in der Gruppe, welches sehr starke physische Attacken bietet. Daneben z.b. einen der mit Magie hervorragend umgehen kann und neben Heil auch reichlich Kampfspecials mitbringt. Das Ergebnis einer Paarung könnte dann durchaus ein echter Allrounder werden, der eben alle Facetten beherrscht.

Aber das dauert ehe man dies herausfindet und die Spielzeit ist auch in diesem Dragon Quest Game immens. Ich bin jetzt bei 40 Stunden und noch lange nicht durch. Mit der deutschen Version will ich ja auch noch ein wenig Spaß haben. ;-) Und wir reden hier nach wie vor nur über das Thema Monster. Auch daneben wartet gleichlaufend einiges. Auf den Inseln kann man diverse Side Quests für Belohnungen spielen und muß sich zudem um die Kristalle kümmern. Mit der Zeit reist man andauernd hin und her, vor allem wenn man auf die Nachtmonster stoßen will. Die meisten sind immer stärker beim ersten Kontakt und oftmals verliert man auch mal eines der eigenen. Diese sterben aber nicht, sondern gehen nur erschöpft zu Boden. Beim nächsten Basis Besuch oder dem Item für die Wiederbelebung kann man es wieder ins Feld führen. Dazu kommt mit der Zeit das dauernde Durchwechseln um einfach die idealen 3 mit sich zu führen. Man erspielt zudem mit der Zeit eben doch auch reichlich Geld und darf in den Shops ebenfalls schmökern. Und hier sind oft genug Ausrüstungen erhältlich, die euer Monster um 20 und mehr Prozent stärker machen können. Ebenfalls zieht die Story an und Ihr trefft auf den Inseln verschiedene Charaktere und mystische Wesen, die eure Hilfe brauchen oder euch in der Geschichte selber voran bringen. So wird das Thema Abwechslung hoch gehalten, auch wenn der Hauptanteil schon im Kämpfen, Scouten und Entwickeln der Monster liegt. Aber genau in dieser "Eintönigkeit" liegt der Suchtfaktor in diesem Spiel. Es sind einfach soviele Möglichkeiten die man entdecken kann und immer wenn man denkt jetzt hat man eine Schlagkräftige Truppe beisammen, kommen Gegner daher die euch erstmal zeigen wo Bartel seinen Most holt. Sofort ist man als Spieler angestachelt Veränderungen vorzunehmen. Je mehr Monster Ihr zum Paaren habt um so mehr Zeit verbringt man dabei herauszufinden was aus einem Pärchen so wird. Von daher hat das Spiel aber auch nichts von seinem Reiz verloren, den es schon auf dem GBC hatte. Das geniale ist zudem das alle Monster in den Boxen mitentwickelt werden und nicht auf dem Level hängenbleiben, auf dem man sie gefangen hat. Ein nicht zu unterschätzender Faktor. Ich persönlich bin echt gespannt ob in der deutschen Version die Paarungsergebnisse vergleichbar mit der alten GBC Version sind. Denn damals habe ich gepaart ohne Ende und Dank langer Tippsrubrik könnte man so alte GBC Hilfen wieder nutzen. Teilweise stimmt das ganze auch, kein Wunder sind ja auch viele Bekannte die es schon damals gab auch hier wieder dabei.

Und wer selbst Offline eine Größe darstellt mit seinem Team, der wird Online ebenfalls sehr schnell merken das hier noch viel Luft nach oben ist. Spielerisch ist alles äußerst gelungen und ein Feature fügt sich harmonisch ins andere. Klar muß man anmerken das hier nicht unbedingt die Gamer angesprochen werden die schnelle Erfolge wollen und Abwechslung im Sekundentakt. Dragon Quest Monsters: Joker ist ein langwieriges Spiel, das viel Tüftelarbeit und Experimentieren erfordert. Reichlich Zeit in unendlichen Kämpfen um das ultimative Dreigespann an eurer Seite zu finden. Dragon Quest Fans unter euch die damals schon kaum wegzubekommen waren, müssen zugreifen. Denn Dank DS Technik sieht das ganze auch mehr als opulent aus und kommt so natürlich atmosphärisch sehr gut rüber.

Grafik & Sound....

Wie schon hier und da angemerkt ist die grafische Gestaltung sehr gelungen. Die Mischung aus Comic Stil und angedeutetem Cel Shading hier und da gefällt sehr und bringt warme Farben, viele Details und Animationen zum Vorschein. Satte Vielfalt auf den Inseln, die man teilweise auch in Höhlen erweitert hat, tragen zu einer sehr gelungenen Atmosphäre bei. Das gleiche gilt für den Tag Nacht Modus, der eben auch grafisch viele Facetten zeigt. Technisch geht dabei alles wunderbar über die Screens, so das man hier nichts zum Meckern hat. Nachvollziehbar, ohne Fehler oder sonstige nachteilige Dinge. Dazwischen viele schöne gelungene Animationen in Sachen Story und aus Dragon Quest wird auch hier eine sehr runde Sache. Besonderes Lob gibt es für die Skins der Monster. Manche sehen einfach nur richtig geil aus. Verzeiht mir den Ausdruck an dieser Stelle. Klar das man aus einem einfachen Slime keine Skinbombe machen kann. Aber gerade was euch an gepaarten Exemplaren erwartet läßt selbst die Pokemon vor Neid erblassen. Hier steckt sehr viel Liebe zum Detail im ganzen.

Beim Sound stechen vor allem die Effekte hervor. Egal zu welcher Tageszeit Ihr unterwegs seid. Ihr hört es auch. Selbst die Laufgeräusche sind ideal umgesetzt und nächtliche Ruhe und das Zirpen der Grillen zaubern auch hier einen angenehmen Touch hervor. Die Musiken, sofern in den Kämpfen und Orten vorhanden, sind oft normale Qualität und ab und zu auch etwas zu japanisch angehaucht. Allerdings nie nervend und damit kein wirklicher Kritikpunkt. Kampfgeräusche gibt es genug, so das auch dieser Part hervorragend abgedeckt wird.

Multiplayer....

Neben dem Online Modus darf man mit mehreren Leuten natürlich auch Offline spielen. Dabei teilt sich das ganze hier in 2 Varianten. Zum einen kann man mit Freunden Monster tauschen und so vielleicht fehlende zu sich holen und neue Paarungen möglich machen. Der zweite Teil ist natürlich das Kämpfen gegeneinander. Klar das alle Mitspieler hier ein eigenes Spiel benötigen. Schließlich will man ja auch mit den eigenen Recken zeigen was Sache ist. Dabei können 2 Gegner in normalen Kämpfen antreten, oder aber Ihr könnt zu viert kleine Turniere austragen. Das schöne daran das es ähnlich wie im Online System einen Statistikbereich gibt. Wer also öfters mit Freunden spielt, kann mit der Zeit sehen wer der beste in der Gruppe ist. ;-)

Fazit....

Dragon Quest Monsters: Joker ist für mich persönlich genau das Spiel das ich erwartet habe. Seit den glorreichen GBC Zeiten schlummerte meine Dragon Quest Sucht tief in meinem Inneren. Jetzt wurde sie zum Leben erweckt und hielt mich wieder viel zu lange fest im Griff. Die zahlreichen Monster, die Möglichkeiten durch die Fähigkeiten, die Locations und das Paarungsfeature lassen den Fan reichlich Zeit mit dem Spiel zubringen. Immer entdeckt man Neues und es vergeht ewig viel Zeit, ehe man ansatzweise alle Monster und Möglichkeiten mal gesehen hat. Klar ist das Spiel natürlich Hauptsächlich auf die Monster, deren Entwicklung und die Kämpfe ausgelegt. Rätselfreudige Spieler sind hier vielleicht falsch, auch wenn das Spiel abseits des Monsterthemas ebenfalls Facetten mitbringt. Wer also Zeit und Arbeit in ein Monsterteam investieren will und auf der Suche nach dem ultimativen Team ist, der wird mit dem Spiel seine helle Freude haben. Für mich jetzt schon eines der Highlights 2008 auf dem Nintendo DS.

Das Mag64 Wi-Fi Special
Hier findet Ihr Infos zum Online Gameplay zu Dragon Quest Monsters: Joker.(Voraussetzungen/Möglichkeiten)

 

+ Immens hohe Spielzeit
+ Über 200 Monster
+ Riesige Fähigkeitenvielfalt
+ Grafik/Sehr Atmosphärisch
+ Monsterskins
+ Entwicklungsmöglichkeiten
+ Paarungsfeature wieder genial
+ Multiplayer/Online Gameplay
+ Einfach nur ein geiles Spiel
- 4 Wochen bis zur dt.Version

GRAFIK: 87%

SOUND/EFFEKTE: 82%

MULTIPLAYER/WI-FI: 88%

GESAMTWERTUNG: 89%

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