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NDS Dragon Quest: Die Hand der Himmelsbraut
 
 
Dragon Quest: Die Hand der Himmelsbraut - NDS
Matthias Engert (03.06.2009)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: SquareEnix
GENRE: Rollenspiel
SPIELER: 1(2) Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 4-10
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 12+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Nein

   
Einleitung....

Der Nintendo DS ist wohl mittlerweile das System mit der größten Streuung an Titeln und Genres, so das es oft genug wirklich schwer fällt für einen selber das richtige Spiel zu finden. Dabei zeigen sich auf dem DS eigentlich die beiden großen Welten. Die schier nie enden wollende Masse an Casual Spielen, die oft genug für viel Geld eher den Spaß zwischendurch bringen, sowie die dennoch sehr zahlreich verfügbaren Core Titel. Ein Publisher der beide Sparten mehr als reichlich und stetig mit Nachschub versorgt ist Koch Media. Auf der einen Seite bekannt durch Unmengen an Streichel-, Minispiel- oder Kuschelspielen, haben sie allein mit den Rechten an den SquareEnix Titeln auch das Gegenteil im Angebot. Rollenspiele en masse, die fast durchgehend einen ebenso großen Spielspaß bieten. Neben wirklichen neuen Titeln in diesem Genre, bietet man den Fans der RPG’s aber auch einiges an alten Perlen, die man Neu aufgelegt hat. Und im Falle einiger Titel auch solche, die noch nie das europäische Festland erreicht haben. Seit dem letzten Jahr sorgt die sogenannte Zenithia-Trilogie bei Dragon Quest Fans für feuchte Hände. 3 Titel, die teilweise nie hierzulande erschienen sind und das Urgameplay der Serie auf imposante Weise an den Mann oder die Frau gebracht haben. Haben wir euch den ersten Titel der Trilogie mit „Der Chronik der Erkorenen" bereits vorgestellt und kümmern uns in diesem Test nun um den zweiten Teil „Die Hand der Himmelsbraut", so wartet mit „Geistige Gefilde" bald auch der dritte Teil auf die Dragon Quest Fans. Aber greifen wir den Geschehnissen nicht vor und schauen uns zunächst den zweiten Teil der Zenithia Trilogie an - Dragon Quest - Die Hand der Himmelsbraut.

Menus und die Story....

Dabei sollte man sich als Fan der Serie auf einige Parallelen einstellen, die es zum direkten Vorgänger hier gibt. Zumindest spielerisch sind sich die Chronik der Erkorenen und die Hand der Himmelsbraut recht ähnlich. Da der Titel nie hierzulande erschienen ist, sprich das SNES Original nie lokalisiert wurde, ist natürlich gerade dieser Umstand äußerst positiv und man kann sein Story Hintergrundwissen zur Serie um ein weiteres Puzzleteil vervollständigen. So ist es natürlich schön, das man den aktuellen Teil komplett deutsch umgesetzt hat. Wie immer qualitativ gelungen und mit der typisch humorvollen Art der Serie. Auch sonst bringt das Spiel die liebgewonnenen Feature der Vorgänger mit. Neben 3 separat nutzbaren Speicherplätzen, dürfen auch hier wieder 2 DS Systeme samt Spiel verbunden werden. Der im Original als Dragon Quest V bekannt gewordene Teil, bringt natürlich auch wieder eine eigene Story mit, die im Gegensatz zur Chronik der Erkorenen wieder mehr die Freunde einer Gesamtstory anspricht, während im Vorgänger ja 5 Einzelgeschichten nacheinander gespielt wurden. Hier dreht sich alles um einen jungen Helden, besser gesagt einen Prinzen, der noch nicht weiß welche Bestimmung auf ihn wartet. Als Spieler erlebt man die Geschichte des Helden in 3 Generationsstufen, allerdings eben in einer gesamten Story. Beginnt Ihr im Spiel mit dem Helden als Kind, startet Ihr als Erwachsener später durch und dürft zu guter letzt auch eine Familie gründen, ehe sich der Kreis schließt. Dabei gibt es wieder zig Nebenpersonen, die entweder aktiv eine Rolle im Gameplay spielen, oder euch aller Nasen lang als NPC zuquatschen. ;-) Auch wenn die Story ein wenig nach „Allerwelts RPG" klingt, sie bietet allein durch die Generationen einiges an Abwechslung und Entwicklung, die man als Spieler erlebt. Positiv das sich zur Story wieder eine große Gesamtwelt gesellt, die man RPG üblich wunderbar nach und nach entdecken kann. Sobald man das erste mal den Kartenscreen der Oberwelt sieht, packt einen schnell die übliche RPG Entdeckerlust.

Fast schon nicht mehr zu erwähnen braucht man den Umstand, das euch nach dem Einschalten ein orchestraler Sound erwartet, die sich nicht nur hier imposanter hervor tut als im Vorgänger. Hier stellt man allemal eine Verbesserung fest. Wobei das bei den, durch die Serie weg gelungenen Stücken, fast schon der falsche Ausdruck ist. Ansonsten gibt sich das Spiel zu Beginn erstmal äußerst spartanisch. Etwas das sich auch nicht groß ändern wird und auch für viele Spiele dieses Genres gilt. Beim ersten Besuch steht euch nur der reine Spielstart zur Wahl. Später wird das ganze eigentlich nur erweitert um die Spielstand Laden Punkte, sowie die Möglichkeit das Abenteuertagebuch zu löschen und damit das Spiel wieder auf Null zu setzen. Den enthaltenen Modus um 2 DS Geräte zu verbinden, findet man im Spiel selber. Diesmal nicht unbedingt ein Killer Feature, gehe ich im Gameplay Teil darauf noch mal ein. Einen Extra Mehrspieler Abschnitt erfordert es nicht. Optionen und Einstellungen findet man wie so oft im Hauptspiel selber. Ansonsten ist es aber erstmal nicht mehr, was Ihr tun könnt und wir stürzen uns einfach mal in das Abenteuer um die Hand der Himmelsbraut.

Technik und Gameplay....

Beginnt Ihr ein neues Spiel, werdet Ihr anhand der typischen Iso Sicht Sequenzen in InGame Grafik auf die kommenden Aufgaben vorbereitet, ohne das man euch auch nur einen Hauch über den Helden an sich erzählt, dessen Status und was seine Bestimmung sein wird. Zu Beginn und damit im ersten Teil des Generationen Features seid Ihr als Kind unterwegs und werdet langsam an alles heran geführt. Auch hier bleibt sich die Serie treu und bringt euch das Gameplay zu Beginn in einem verkappten Tutorial näher. Zwar spielt Ihr schon fleißig in der Story, aber weder Gegner, noch diverse Aufgaben sind schwer oder knifflig. Das ändert sich später noch früh genug. ;-) Begleitet werdet Ihr in den ersten Gehversuchen des Spiels oft vom Vater unseres Helden und lernt erste Team Mitglieder kennen, die ebenfalls über die Generationen hinweg dabei bleiben. So startet das Spiel im Heimatdorf unseres Hauptakteurs und Ihr lernt schnell die Grundlagen kennen. Sei es im Gameplay, der Steuerung und der Screenaufteilung. Rollenspielüblich kommt die Aufteilung der Screens daher, die hier aufbauend auf 3 Gameplay Teile umgesetzt ist. So gibt es als erstes die Weltkarte mit der Oberwelt, die ähnlich den Final Fantasy Spielen die Charaktere auf grob gezeichneten Gebieten laufend darstellt. Hier spielt die Action auf dem Touch Screen, während der Top Screen die Weltkarte als Ganzes zeigt und man schnell sieht was eigentlich vor einem liegen wird. Eine kleine Markierung zeigt dort, wo man sich gerade befindet. Der zweite Teil hat mit allem zu tun was mit Ortschaften und dem Inneren von Gebäuden, Tempeln, Dungeons oder Schreinen zu tun hat. Auch hier bleibt die Sichtweise in der Iso Variante über den Charakteren, dehnt sich aber nun auf beide Screens aus. So von der Gestaltung her schon teils sehr imposant gemacht, kann man hier per L und R Taste die komplette Umgebung stufenlos um die Charaktere als Mittelpunkt drehen. Das hat was und gibt dem Spieler eine ungewohnte Freiheit beim Erkunden dieser Örtlichkeiten. Wer den Vorgänger gespielt hat, wird dieses Feature kennen und deckt eine der zahlreichen Parallelen ab. Der dritte Teil im Gameplay wiederum ist alles was mit den Kämpfen gegen die Monster zu tun hat. Auch hier wechselt man in eine eigene Ansicht, auf der im Touch Screen die Gegner samt Stats dargestellt werden und im Top Screen die eigenen Charaktere samt Eigenschaften zu finden sind. Maximal 4 Charaktere können gleichzeitig im Spiel agieren, die man im Weltkarten und Örtlichkeiten Teil hintereinander laufen sieht. Allerdings ist man im Spiel selber nicht sofort zu viert unterwegs. Man findet Mitglieder erst mit der Zeit, die später beim Erreichen des Wagen Features aber als Krönung auch selber getauscht werden können. Aber dazu später mehr.

Gelaufen und Agiert wird in den entsprechenden Umgebungen ausschließlich mit der Kreuz/Tasten Variante. Auch im zweiten Teil der Zenthia Trilogie habt Ihr also nur die "alte" gewohnte Variante zur Verfügung. Touch Screen Action gibt es im Spiel nur bei kleinen Minispielen oder bei der Bedienung der Menus, wobei das Thema Minispiele aufgewertet wurde. Bevor wir uns den ersten Entwicklungen widmen, schauen wir uns die Charakter Eigenschaften etwas näher an. Egal ob Ihr nun mit einem Helden loszieht, oder mehrere unter euren Fittichen habt. Allen gemein sind natürlich persönliche Eigenschaften und typische Rollenspiel Fähigkeiten. Zwar gibt es an sich keine Klassen wie in anderen Rollenspielen, dennoch wird bunt gemischt was die Ausrichtung der Charaktere angeht. Außerdem und das ist nun der wohl größte Unterschied zu anderen Teilen, ist die Tatsache das Ihr nun auch Monster als Freunde gewinnen und damit euer Team verstärken könnt. Das verhilft dem Spiel auch zu einer besseren Gesamtwertung, weil es in meinen Augen das gewohnte RPG Gameplay um das aktive Monster Feature ergänzt und so auch Pokemon Liebhaber ansprechen dürfte. Aber zu diesem Thema lasse ich mich später noch aus. Der Held des Spiels, dem Ihr wie immer einen Namen geben könnt ist ein typischer Allrounder und kann verschiedene Arten von Waffen tragen und ist auch fähig Magie einzusetzen. Andere Charaktere aber verfügen z.b. auch über Fähigkeiten um Fernwaffen oder eben auch Magie zu benutzen. Auch dies findet man reichlich im Spiel. So wird später bei vielen Charakteren das Thema Team Zusammenstellung wieder sehr wichtig und eben ergänzt um die Möglichkeit bis zu 70 Monster zu „sammeln„ und einzusetzen. Zunächst verfügt jeder Charakter über alle bekannten Einteilungen im Rollenspiel Genre. Neben einer Stufe oder Level gibt es Werte für Angriff, Verteidigung oder Magie. Im gesamten zwar nicht so tiefgehend wie bei anderen Rollenspielen, aber vollkommen ausreichend. Dazu wie schon erwähnt spezielle Fähigkeiten gerade im Bereich der Magie. Neben Angriffsmagie gibt es auch Heilzauber, um eben die HP der Team Mitglieder in den Kämpfen und außerhalb aufzufrischen. Um diese Bereiche nun zu verbessern gibt es die üblichen Wege. Zum einen durch das stetige Aufleveln über die Erfahrungspunkte durch Kämpfe und wie üblich auch durch diverse Ausrüstungsgegenstände, die man entweder in den verschiedenen Shops kaufen kann, oder innerhalb der Locations in Kisten oder Truhen findet. Etwas schwach auf der Brust sind die Shops, die z.b. im Vergleich zu Spielen wie FF Tactics weniger bieten. Im Vergleich zum direkten Vorgänger ist aber auch aufgrund der aktiv enthaltenen Monster mehr Ausrüstung enthalten. Oft genug findet man lohnenswertere Items in Dungeons oder Tempeln, wenn man sich abseits des Hauptweges auf die Suche nach den durchaus zahlreichen Truhen macht.

Dazu kommt das jeder Charakter auch mit schützenden Dingen ausgerüstet werden kann. Neben der Waffe gibt es mehrere Slots für Rüstungen, Helme, Schilde und Bonus Items. Positiv das man neue Items begutachten kann ob sie sich auch Werte steigernd auswirken, ehe man sie anlegt. Zudem sieht man auch genau, wer überhaupt das Item oder den Ausrüstungsgegenstand nutzen kann. Das typische Verkaufen Feature um an Geld zu kommen um sich z.b. neue Waffen zu kaufen, ist auch hier anzutreffen. Zu Beginn der vielen Haupt und Nebenquests startet man also erstmal mit einer Waffe und einigen minderwertigen Items zur Auffrischen der eigenen HP. Erst im Verlauf füllt man seine Slots und den eigenen Beutel. So ausgestattet geht es als Stufe 1 Charakter in die große weite Welt hinaus um die jeweiligen Aufgaben der Geschichte anzugehen. Begleitet werdet Ihr dabei von vielen Story Sequenzen, die hier aber wie schon erwähnt in InGame Grafik gehalten sind. Sprechblasen und Dialoge ohne Ende dürfen so verfolgt werden. Innerhalb der Ortschaften findet man neben den Shops zudem bekannte Gebäude wie die Herberge zum Auffrischen der Lebens- und Magiepunkte, sowie die Kirchen die euch unter anderem das feste Speichern ermöglichen. Zusätzlich habt Ihr hier die Möglichkeit gefallene Charaktere wieder zum Leben zu erwecken. Gefallen hat mir eine kleine, aber feine Änderung beim Verlust eines Lebens, oder sagen wir dem Ableben der ganzen Truppe. Solange Ihr mit mehreren Charakteren auf Pirsch seid, sind gefallene Personen per Item, Magie oder eben in der Kirche wiederzubeleben. Seid Ihr allein unterwegs oder der noch einzige lebende Charakter in der Gruppe, so gibt es diesmal kein „hartes Game Over". Jetzt landet Ihr zwar in der Kirche der letzten besuchten Ortschaft, behaltet aber alle EP und Gegenstände. Einzig das Geld wird halbiert, das Ihr bis dahin erspielt habt. Nicht umsonst gibt es nun als Gebäude die Bank, bei der Ihr für solche Fälle nicht benötigte Knete einzahlen dürft. Auf der Reise durch das Spiel und die Generationen erwarten euch neben dem großen Hauptziel unseres kleinen Prinzen, auch diverse kleine Nebenaufgaben, die es zu erfüllen gilt. Meist umgesetzt im Suchen&Finden von Items, Gegnern oder Personen. Dazu natürlich diverse Bosskämpfe, die man meist am Ende spezieller Orte wie Tempeln, Dungeons oder Türmen findet. Um diese Ziele nun zu erfüllen muss man meist zunächst einige Infos einholen und die enthaltenen NPC’s in den Ortschaften haben durchaus eine höhere Bedeutung als in anderen Spielen, wo sie nur belanglos daher schwätzen. Hat man eine entsprechende Info, kann man die Location verlassen und begibt sich fortan in Feindesland. Definiert hier über die bekannten und typischen Dragon Quest Monster, denen man nun aller Nasen lang begegnet. Sehr positiv das äußerst viel neue dabei sind, die man selbst im Vorgänger nicht gesehen hat. Auch wenn der Slime wie immer der erste Schnösel ist, der euch nach den HP trachtet. ;-) Rollenspiel typisch erwarten euch Feinde außerhalb der friedlichen Locations per Zufallsprinzip. Ihr lauft umher und plötzlich wechselt der Bildschirm in den Kampf Modus. Jetzt greift ein rundenbasiertes Kampfsystem, bei dem man natürlich die Gegner eliminieren muss, ohne selbst drauf zu gehen. Hier 1:1 mit dem System des Vorgänger, so das man sich auch hier nicht umgewöhnen muss.

Beginnt ein Kampf werden die Gegner vorgestellt und nebeneinander im Touch Screen dargestellt. Danach erscheint das Kampfmenu, das euch neben dem Angriff, den Einsatz eines Items oder der Magie ermöglicht und natürlich den Versuch zu fliehen, was aber nur selten wirklich funktioniert und ja auch nicht Sinn der Sache ist. Hektische Momente und eine schlechte Übersicht erwarten euch hier also nicht. Nacheinander wählt man nun über das Kampfmenu die entsprechende Aktion für den Charakter oder bei mehreren im Team für jeden Einzelnen. Erst danach wird die Aktion ausgeführt. Beim Einsatz der Angriffsvarianten mittels Waffe oder Magie sieht man danach einen Effekt auf dem angewählten Gegner und eine Zahleneinblendung erscheint, die zeigt wie viel HP man dem Gegner abgezogen hat. Wie viel er insgesamt hat sieht man nicht. Erst mit der Zeit merkt man sich natürlich was die Gegner so drauf haben und welche HP sie besitzen. Neben reinen Attacken auf die HP gibt es natürlich auch Status Attacken, die vor allem viele Gegner versuchen. Ob das nun Schlaf, Vergiftung oder Lähmung ist. Auch hier merkt man mit der Zeit, um welche Monster man sich bei mehreren auf einmal zuerst kümmern sollte. Ist ein Kampf vorbei erhält man als Team neben Erfahrungspunkten auch Geld. Um das Thema Motivation beim Leveln muss man sich auch hier keine Sorgen machen. Es macht Spaß die einzelnen Charaktere zu entwickeln und stetig zu verbessern. Gerade spezielle Orte wie Dungeons oder Türme sind dabei noch hervor zu heben. Denn zum einen warten dort meist schwerere Gegner als in den Weiten der Weltkarte und zum anderen findet man eben gerade dort viele der angesprochenen Truhen, die durchaus lohnenswertes in Sachen Ausrüstung beinhalten. Ebenso ein kleiner Pluspunkt gegenüber dem eigenen Vorgänger ist die Tatsache das es mehr EP geben kann. Zwar ist auch dieses Game oft genug recht kackig und Momente, wo man einfach mal eine Weile nur zum Aufleveln durch die Gegend rennt, sind auch hier zahlreich. Aber es lohnt sich auch mehr und wird unterstützt durch die Tatsache, das man beim Ableben eben nicht die EP verliert, die man seit dem letzten Speichern erspielt hat. Nichts ist ärgerlicher, wenn man 1 Stunde durch die Gegend flitzt, ein paar Level nach oben kommt, um dann doch zu früh an einen harten Gegner zu geraten, der alles wieder zunichte macht. Das ist hier ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt. Erreicht ein Charakter nun eine Level Up Grenze, verbessern sich alle seine Werte. Im Idealfall und vor allem bei den Magie Charakteren erlernen sie völlig neue Zauber. Daher ist wieder jeder Kampf wichtig und bringt euch den wichtigen Level Up auch um einiges näher. Wer denkt er geht nur den Hauptweg, kommt irgendwann an einen Punkt, wo er Händeringend nach Gegnern sucht um die Charaktere zu entwickeln. Das man als Spieler trotz Schwierigkeiten durchgehend motiviert ist, liegt auch an den vielen Überraschungen, die auch das gesamte Spiel als solches heben. Erstes Beispiel sind die wieder enthaltenen Fortbewegungsmittel. Auch deshalb weil man viele Locations zunächst nicht erreicht, weil z.b. Gebirge oder einfach nur Wasser dazwischen liegen. Highlight ist aber der Moment wenn man das Wagen Feature zur Verfügung hat.

Denn dann hat man einfach gesagt einen Ablageplatz für bis zu 8 Charaktere, aus denen man jederzeit 4 Aktive auswählen kann, die Agieren. Man hat für viele Gebiete und speziell Boss Kämpfe so seine Favoriten unter den Charakteren. Hier geht erneut und man kann sich sein Team immer selber zusammen stellen. Noch motivierender wird das ganze im Spiel aber dann, wenn Ihr anfangen könnt die Monster, die sich bisher nur als Gegner gezeigt haben, in die eigene Gruppe zu holen. 70 davon könnt Ihr maximal einsetzen, wobei die natürlich nicht alle in den Wagen, geschweige denn das eigene Team passen. ;-) Dazu existiert nun im Spiel die Monsterfarm, auf der Ihr überflüssige Monster abgeben könnt, ohne das Ihr sie verliert. Erst wenn dieser Platz voll ist, müsst Ihr auch wieder welche nach Hause schicken. Das ergibt nun natürlich völlig neue Möglichkeiten in der Kampfführung und der Team Bildung. Denn ein weiterer Pluspunkt ist nun das man die Monster ausrüsten kann und sie sich auch entwickeln können. Wieder lassen die Pokemon grüßen. Ausrüsten heißt dann hier wirklich, das Ihr Waffen in Shops kaufen und diese den Monstern zuteilen könnt. Wie oft hat man sich im Vorgänger gesagt „…den Typen in meiner Gruppe…..". Das geht nun und erweitert vor allem das Kampf Gameplay um einiges. Aber es gibt noch weitere Auflockerungen. Einige sind nichts neues, wie das Tag/Nacht Feature in der Oberwelt, das zum einen andere Monster auftauchen lässt und auch Ereignisse in Ortschaften verändert, wenn man am Tage oder bei Nacht die Location besucht. Auch dies unterstützt den Entdeckerdrang. Das gleiche gilt für die Minispiele, die inhaltlich aufgewertet wurden, sprich umfangreicher daherkommen. Als Krönung könnt Ihr im Spiel auch ein Minispiel finden, bei dem Ihr euch Monopoly like über ein Spielbrett würfelt. Eher in den Bereich Gimmick stufe ich persönlich das Thema Firlefanzeum ein. Klingt schräg, ist es eigentlich auch. Einmal gefunden ist es wie eine Art Galerie, in der Ihr gefundene Objekte ausstellen könnt. So fragt man sich z.b. wozu ein exklusives Teeservice gut sein soll, das man verteilt im Spiel findet. Hier gehört es dann am Ende hin. Einschränkend muss ich aber sagen, das mir noch einige Objekte fehlen und ich nicht sagen kann, ob es dafür etwas spezielles als Belohnung gibt. Wenn es natürlich die ultimative Waffe oder Fähigkeit ist, ….OK…., aber so stufe ich es als Beiwerk ein. Das gleiche gilt für die Möglichkeit 2 DS Systeme zu verbinden. Zum einen müssen beide Spieler das Game besitzen. Danach kann man bei Verfügbarkeit das sogenannte Exotika Netz aktivieren. Funktioniert wie der Wau-Wau Modus bei Nintendogs. Während des Spielens oder bei zugeklapptem DS, können sich so 2 Systeme die dies aktiviert haben verständigen. Neben Nachrichten könnt Ihr zudem eben auch diese Objekte hin und hertauschen. Nett, aber kein Killer Feature in meinen Augen.

So bleibt auf jeden Fall dennoch ein ganz toller Gesamteindruck zum aktuellen Teil der Zenithia Trilogie, weil er eine echte und konsequente Weiterentwicklung zum direkten Vorgänger darstellt. Vor allem das es mehr EP gibt, kein hartes Game Over und vor allem das aktive Einbinden der Monster sorgt für einen erhöhten Spielspaß. Und bei all dem darf man nicht vergessen, das wieder 30 und mehr Stunden ins Land gehen können, ehe man auf der Generationenleiter nach oben gestiegen ist. Für Dragon Quest Fans erneut ein Muss.

Grafik & Sound....

In Sachen Präsentation könnte man meinen die Chronik der Erkorenen zu spielen. So sehr gleichen sich beide Spiele bei fast allem was die reine Grafik angeht. Etwas blass und auch verständlich schwach auf der Brust sind wieder die Weltkarten Momente. Hier ist halt einfach nicht mehr nötig und die Umgebungen wirken natürlich nur wie eine leicht verbesserte sterile GameBoy Umgebung. Die wirklich sichtbaren Unterschiede findet man aber an einer wichtigen Stelle, den Kämpfen. Hier ist vor allem das Thema Effekthascherei verbessert worden und viele Attacken sehen einfach imposanter, farbenfroher und detaillierter aus. Klares Highlight sind aber wieder die richtigen Locations, in denen man sich bewegen kann. Egal ob das Burgen, Städte oder auch Tempel sind. Die Darstellung über 2 Screens und das stufenlose Dreh Feature geben dem ganzen einen sehr edlen Touch und es sieht wirklich genauso aus wie im Vorgänger. Auch sind die Umgebungen hier grafisch sehr lebendig, teils verspielt und vor allem farbenfroh dargestellt. Frei von Kritik ist in der Hand der Himmelsbraut wieder die Technik, die euch nirgends im Stich lässt. Hier bekommt Ihr wieder die mittlerweile gewohnte SquareEnix Qualität geboten.

Beim Sound hat man ein wenig drauf gelegt. Zumindest was die Musiken im Spiel angeht. Zwar waren wie schon erwähnt die Vorgänger alles andere als Soundtechnisch schwach auf der Brust. Dennoch hört man hier durchaus noch mehr gelungene und intensivere Orchesterklänge. Geblieben ist das Thema Effekte, bei dem man auch mal maulen könnte. Etwas kräftiger hätten manche Attacken ruhig klingen können. Dennoch überwiegt auch hier die mehr als positive Meinung.

Fazit....

Im gesamten kann man dem zweiten Teil der Zenithia Trilogie eine Verbesserung in allen Teilen bescheinigen. Zwar läuft man seinem Vorgänger nun nicht um Meilen davon, aber viele der neu hinzugekommen Feature, wie den aktiven Monstern und verbesserten bekannten Inhalten, sorgen für ein noch höheres RPG Suchtpotential, das sich vor allem auf lange Sicht auswirkt und das Spiel nie langweilig macht. Selbst wenn man nur zum Aufleveln durch die Gegend rennt, rekrutiert aber dabei neue und starke Monster, wird der Spieler schnell gepackt und nicht mehr losgelassen. Eine interessante Story, erneut hohe Spielzeit und gelungene Präsentation runden den sehr guten Eindruck ab. Für Fans der Serie eh ein Must Have, werden auch RPG Fans im allgemeinen ihre Freude an diesem Titel haben.

 

+ Hohe Spielzeit
+ Generationen Feature
+ Charakter Vielfalt
+ Wagen/Team Feature
+ Monster als Gegner/Freunde
+ Motivierendes RPG Prinzip
+ Technisch gut gemacht
+ Verspielte Locations
+ Orchestrale Soundkulisse
- Teils wieder knackig schwer
- Wenig Ausrüstungsvielfalt

GRAFIK: 84%

SOUND/EFFEKTE: 88%

MULTIPLAYER: k.W.

GESAMTWERTUNG: 86%

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