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NDS Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen
 
 
Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen - NDS
Matthias Engert (30.03.2009)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: SquareEnix
GENRE: Rollenspiel
SPIELER: 1(2) Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 4-10
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 12+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Nein

   
Einleitung....

Im Bereich der Rollenspiele waren die letzten Jahre ein Fest für jeden DS Besitzer. Neben neuen gelungenen DS Rollenspielen, überschlugen sich ja manche Publisher mit dem Release bekannter Varianten, die eigentlich schon einige Jährchen auf dem Buckel haben. Vorreiter ist mittlerweile auf dem DS Koch Media, die ja seit einiger Zeit stetig einen RPG Titel nach dem anderen auf die Gamer loslassen. Was auch kein großes Kunststück ist. Denn als Publisher für SquareEnix Titel haben sie hierzulande die Möglichkeit, aus einem scheinbar nie versiegenden Pool zu schöpfen. Denn neben neu entwickelten Titeln sind es auch ältere Titel aus den guten alten NES oder SNES Tagen, die hierzulande eine Portierung erfahren. Mag man sich über Portierungen bekannter Titel immer wieder heiße Diskussionen liefern, ist das bei Titeln die der deutsche Markt nie gesehen hat etwas anderes. Kommen wir doch so noch mal in die Lage, Perlen aus Fernost die man seinerzeit eben nicht spielen konnte, jetzt doch noch mal in die Finger zu bekommen. Die Chronik der Erkorenen ist so ein Titel und erschien im Rahmen Zenithia-Trilogie für den DS in Deutschland. Mittlerweile ist zusätzlich die "Hand der Himmelsbraut" auch schon erschienen, und es gibt mit "Dragon Quest - Geistige Gefilde" bald den dritten Teil aus dieser Trilogie für den DS. Dabei sind diese Titel nicht mit den herkömmlichen Dragon Quest Monster Spielen zu vergleichen, wenn man dieses Thema in den Vordergrund rückt. Auf jeden Fall Titel die man sich sehr genau anschauen sollte. Was euch der Auftakt mit der Chronik der Erkorenen zu bieten hat, zeigen wir euch in diesem Test.

Menus und die Story....

Wie mittlerweile eigentlich alle SquareEnix Titel zeigt auch dieser Titel sehr deutlich, was man aus einer Portierung eigentlich machen kann. Denn im Gegensatz zu den Originalen, bietet man dem Spieler nicht nur aufpeppte Inhalte, sondern eben auch qualitativ sehr ansprechende Kost. Ein Markenzeichen findet man dabei auch hier vor und darf sich auf einen orchestralen Sound der Extraklasse freuen, der zusammen mit der Final Fantasy Reihe auf dem DS kaum Konkurrenz zu fürchten hat. Aber auch der Rest dürfte Rollenspielfans gefallen. Neben einem komplett deutschen Spiel sorgt der Batteriespeicher für bequemes Sichern des Spielstandes. Neben der festen Variante mit 3 gleichzeitig nutzbaren Speicherplätzen bietet natürlich auch dieses Spiel die Schnellspeicherfunktion, bei der man punktgenau Sichern kann, um den DS danach auszuschalten. Zu guter letzt gibt es auch ein Feature um 2 DS Geräte samt Spiel miteinander zu verbinden. Aber dazu später dann mehr. In Sachen Story geht das Spiel einen eigenen und heutzutage sehr ungewöhnlichen Weg. Denn im Gegensatz zu normalen Rollenspielen sorgen hier gleich 5 verschiedene Kapitel für eine große Gesamtstory. Das große Ganze in dieser Geschichte ist wenn man so will der Auserwählte Held des Spiels, den Ihr natürlich übernehmen werdet. In der Story ist das ganze nun so angelegt, das Ihr zu Beginn einen kleinen Jungen in einem Art Prolog kennenlernt. Hier lernt Ihr sein Dorf und seine Freundin Elisa kennen. Hier noch Kinder verzweigt die Geschichte danach auf erstmal völlig voneinander unabhängige Geschichten, mit jeweils komplett neuen Helden. Erst am Schluss dieser Zeitreise erwartet euch im fünften und letzten Kapitel das große Finale. Hier nämlich übernehmt Ihr nun den erwachsenen Helden, seine Freundin Elisa und alle anderen Charakter. Ein Spielsystem das ungemein fesseln sollte und vor allem der Bezug zu den Charakteren im Spiel um einiges erhöht. Denn jede Geschichte spielt sich erstmal wie ein eigener Titel. Nur das die Rahmenbedingungen und das Gameplay natürlich bleiben. Dazu öffnet man mit jedem Kapitel einen Teil der Weltkarte. Man spielt zwar an immer neuen Orten, aber eben innerhalb einer großen Gesamtwelt. Zusätzlich erlebt Ihr die Helden der Geschichten auch nicht umsonst nur in ihren Kapiteln. Aber ich will hier auch nicht alles erzählen…..

Sobald Ihr den DS einschaltet erwartet euch der wie schon erwähnt äußerst gelungene und orchestrale Sound mit einer stimmigen Einlage. Man erlebt einmal mehr wie sich eine solche Musikuntermalung sofort auf den Tatendrang des Spielers auswirkt. ;-) Ansonsten gibt sich das Spiel zu Beginn erstmal äußerst spartanisch. Etwas das sich auch nicht groß ändern wird und auch für viele Spiele dieses Genres gilt. Beim ersten Besuch steht euch nur der reine Spielstart zur Wahl. Später wird das ganze eigentlich nur erweitert um die Spielstand Laden Punkte, sowie die Möglichkeit das Abenteuertagebuch zu löschen und damit das Spiel wieder auf Null zu setzen. Besonderer Bonus wird dann später im Spiel den Gamern geboten die ausdauernd sind. Denn die Möglichkeit 2 DS Geräte zu verbinden hat etwas ganz besonderes in petto und bringt auch inhaltlich durchaus etwas. Optionen und Einstellungen findet man wie so oft im Hauptspiel selber. Ansonsten ist es aber erstmal nicht mehr, was Ihr tun könnt und wir stürzen uns einfach mal in das Abenteuer um die Chronik der Erkorenen.

Technik und Gameplay....

Wie schon erwähnt startet das eigentliche Hauptspiel erstmal recht bedächtig und beginnt die Geschichte von Anfang an zu erzählen. Ihr findet euch hier in einem kleinen Dorf wieder und lernt einen kleinen Jungen kennen, der zusammen mit seiner Freundin Elisa nur Unsinn im Kopf hat. In dieser ersten kleinen Begegnung mit dem Spiel erlebt Ihr an sich keine spielerische Action, sondern macht Bekanntschaft mit dem Helden, der am Ende im letzten Kapitel erst spielerisch zeigt was er kann. Eher ist das hier wie ein kleines Tutorial in Sachen Technik, Sichtweise, Screenaufteilung und einem Teil der Steuerung. Denn Kämpfe wie in Rollenspielen nun mal üblich erlebt man hier zunächst noch nicht. Dafür wird man hier schon mal ganz vorsichtig über einen Auserwählten aufgeklärt, der in der Geschichte des Spiels noch großes vollbringen wird. Erste Gespräche mit den Bewohnern lassen so schon ein wenig erahnen was abgehen wird und wer dabei auch gemeint ist. Aber wie gesagt, es dauert auch nicht lange und diese kleine Einführung ist auch wieder vorbei. Das eigentliche Hauptspiel mit allen Facetten eines Rollenspiels beginnt mit dem ersten von 5 Kapiteln im Spiel. Diese spielen alle innerhalb eine großen Gesamtwelt, finden aber erstmal an unterschiedlichen Orten darin statt. Alle bieten eigene Geschichten und natürlich Charaktere. Auch logisch das die Kapitel natürlich nacheinander gespielt werden. Alles jedoch mit dem Hintergrundwissen, das sich die Helden eines Tages im Spiel wiederfinden. ;-) Jedes Kapitel birgt nun in sich entweder ein großes Unheil oder Problem und kann nur mit einem Team ausgewählter Charaktere gelöst werden. Und friedlich geht es hier natürlich nicht zu. So beginnt das Spiel in Burland mit einem eher ungewöhnlichen Helden namens Ritter Raubein. Dieser wird beauftragt mysteriöse Entführungsfälle von Kindern aufzuklären. Im zweiten Kapitel wartet mit Alena, der Tochter eines Zaren die Geschichte einer ausreißenden Göre auf euch, die fortan ihr Geschick im Kampf in ihrem Teil der Geschichte zeigt. Im dritten Kapitel habt Ihr einen Kaufmannslehrling unter euren Fittichen, der als Ziel für seine Geschichte ausgegeben hat, der größte Händler der Welt zu werden. Im vorletzten Kapitel übernehmt Ihr die Steuerung über 2 Schwestern, die den Tod ihres Vaters rächen wollen, was schon eher nach einer Rollenspiel Story klingt. Aber wie gesagt auch noch nicht der Schluss, den Ihr eben erst im Kapitel 5 erlebt, wo sich besagte Helden dem Bösen, das es hier natürlich gibt entgegenstellen………

Gleich in allen Kapiteln ist allerdings das Grund Gameplay und die Umsetzung in Rollenspiel Manier. Unterschiede findet man in Form der Charakter Eigenschaften und diverser Feature, die man erst nach und nach im Verlauf des Spiel erhält. Schauen wir also mal rein in die Umsetzung. In Sachen Grundlagen kümmern wir uns zuerst mal um die Steuerung und Technik. Rollenspielüblich kommt die Aufteilung der Screens daher, die hier aufbauend auf 3 Gameplay Teile umgesetzt ist. So gibt es als erstes die Weltkarte, die ähnlich den Final Fantasy Spielen die Charaktere auf grob gezeichneten Gebieten laufend darstellt. Hier spielt die Action auf dem Touch Screen, während der Top Screen die Weltkarte als Ganzes zeigt und man schnell sieht was eigentlich vor einem liegen wird. Eine kleine Markierung zeigt dort, wo man sich gerade befindet. Der zweite Teil hat mit allem zu tun was mit Ortschaften und dem Inneren von Gebäuden, Tempeln, Dungeons oder Schreinen zu tun hat. Auch hier bleibt die Sichtweise in der Iso Variante über den Charakteren, dehnt sich aber nun auf beide Screens aus. So von der Gestaltung her schon teils sehr imposant gemacht, kann man hier per L und R Taste die komplette Umgebung stufenlos um die Charaktere als Mittelpunkt drehen. Das hat was und gibt dem Spieler eine ungewohnte Freiheit beim Erkunden dieser Örtlichkeiten. Der dritte Teil im Gameplay wiederum ist alles was mit den Kämpfen gegen die Monster zu tun hat. Auch hier wechselt man in eine eigene Ansicht, auf der im Touch Screen die Gegner samt Stats dargestellt werden und im Top Screen die eigenen Charaktere samt Eigenschaften zu finden sind. Maximal 4 Charaktere können gleichzeitig im Spiel agieren, die man im Weltkarten und Örtlichkeiten Teil hintereinander laufen sieht. Allerdings ist man in den Kapiteln nicht sofort zu viert unterwegs. Man findet Mitglieder erst mit der Zeit, die später auch mal verschwinden und beim Erreichen des Wagen Features aber als Krönung auch selber getauscht werden können. Aber dazu später mehr. Gelaufen und Agiert wird in den entsprechenden Umgebungen ausschließlich mit der Kreuz/Tasten Variante. Hier habt Ihr also nur die "alte" gewohnte Variante zur Verfügung. Touch Screen Action gibt es im Spiel nur bei kleinen Minispielen oder bei der Bedienung der Menus. Bevor wir uns den ersten Entwicklungen widmen, schauen wir uns die Charakter Eigenschaften etwas näher an. Egal ob Ihr nun mit einem Helden loszieht, oder mehrere unter euren Fittichen habt. Allen gemein sind natürlich persönliche Eigenschaften und typische Rollenspiel Fähigkeiten. Zwar gibt es an sich keine Klassen wie in anderen Rollenspielen, dennoch wird bunt gemischt was die Ausrichtung der Charaktere angeht.

Das z.b. ein Ritter Raubein ein typischer Nahkämpfer ist, dürfte fast schon selbsterklärend sein. Andere Charaktere aber verfügen z.b. auch über Fähigkeiten um Fernwaffen oder eben auch Magie zu benutzen. Auch dies findet man reichlich im Spiel. So wird später bei vielen Charakteren das Thema Team Zusammenstellung schon sehr wichtig. Zunächst verfügt jeder Charakter über alle bekannten Einteilungen im Rollenspiel Genre. Neben einer Stufe oder Level gibt es Werte für Angriff, Verteidigung oder Magie. Im gesamten zwar nicht so tiefgehend wie bei anderen Rollenspielen, aber vollkommen ausreichend. Dazu wie schon erwähnt spezielle Fähigkeiten gerade im Bereich der Magie. Neben Angriffsmagie gibt es auch Heilzauber, um eben die HP der Team Mitglieder in den Kämpfen und außerhalb aufzufrischen. Um diese Bereiche nun zu verbessern gibt es die üblichen Wege. Zum einen durch das stetige Aufleveln über die Erfahrungspunkte durch Kämpfe und wie üblich auch durch diverse Ausrüstungsgegenstände, die man entweder in den verschiedenen Shops kaufen kann, oder innerhalb der Locations z.b. in Kisten oder Truhen findet. Etwas schwach auf der Brust sind die Shops, die nur selten wirklich viel bieten. In manchen Kapiteln findet man lohnenswertere Items in Dungeons oder Tempeln, wenn man sich abseits des Hauptweges auf die Suche nach den durchaus zahlreichen Truhen macht. Dennoch behält man über das gesamte Spiel hinweg relativ lange diverse Ausrüstungen. Dazu kommt das jeder Charakter dazu auch mit schützenden Dingen ausgerüstet werden kann. Neben der Waffe gibt es 4 Slots für Rüstungen, Helme, Schilde und Bonus Items. Positiv das man neue Items begutachten kann ob sie sich auch Werte steigernd auswirken, ehe man sie anlegt. Zudem sieht man auch genau wer überhaupt das Item oder den Ausrüstungsgegenstand nutzen kann. Das typische Verkaufen Feature um an Geld zu kommen um sich z.b. neue Waffen zu kaufen, ist auch hier anzutreffen. Zu Beginn jedes Kapitels startet man also erstmal mit einer Waffe und einigen minderwertigen Items zur Auffrischen der eigenen HP. Erst im Verlauf füllt man seine Slots und den eigenen Beutel. So ausgestattet geht es als Stufe 1 Charakter in die große weite Welt hinaus um die jeweiligen Aufgaben der Kapitel anzugehen. Begleitet werdet Ihr dabei von vielen Story Sequenzen, die hier aber im Gegensatz z.b. der Final Fantasy Spiel in InGame Grafik gehalten sind. Sprechblasen und Dialoge ohne Ende dürfen so verfolgt werden.

Innerhalb der Ortschaften findet man neben den Shops zudem bekannte Gebäude wie die Herberge zum Auffrischen der Lebens- und Magiepunkte, sowie die Kirchen die euch unter anderem das feste Speichern ermöglichen. Zusätzlich habt Ihr hier die Möglichkeit gefallen Charaktere wieder zum Leben zu erwecken. Hier bietet das Spiel positives wie negatives. Sterben bei mehreren Charakteren in der Party Team Mitglieder, bleiben diese solange deaktiviert bis man ein Beleber Item einsetzt oder eben eine Kirche aufsucht. Läuft man mit einem gefallenen Charakter im Team über die Weltkarte, zieht man dabei sichtbar einen kleinen Sarg hinter sich her. Schlecht ist es wenn alle drauf gehen. Denn dann gibt es ein hartes Game Over und man darf alles seit dem letzten Savegame noch mal angehen. Soweit so gut. In den Kapiteln erwarten euch neben dem großen Hauptziel auch diverse kleine Nebenaufgaben, die es zu erfüllen gilt. Meist umgesetzt im Suchen&Finden von Items, Gegnern oder Personen. Dazu natürlich diverse Bosskämpfe, die man meist am Ende spezieller Orte wie Tempeln, Dungeons oder Türmen findet. Um diese Ziele nun zu erfüllen muss man meist zunächst einige Infos einholen und die enthaltenen NPC’s in den Ortschaften haben durchaus eine höhere Bedeutung als in anderen Spielen, wo sie nur belanglos daher schwätzen. Hat man eine entsprechende Infos, kann man die Location verlassen und begibt sich fortan in Feindesland. Definiert hier über die bekannten und typischen Dragon Quest Monster, denen man nun aller Nasen lang begegnet. Rollenspiel typisch erwarten euch Feinde außerhalb der friedlichen Locations per Zufallsprinzip. Ihr lauft umher und plötzlich wechselt der Bildschirm in den Kampf Modus. Jetzt greift ein rundenbasiertes Kampfsystem, bei dem man natürlich die Gegner eliminieren muss, ohne selbst drauf zu gehen. Beginnt ein Kampf werden die Gegner vorgestellt und nebeneinander im Touch Screen dargestellt. Danach erscheint das Kampfmenu, das euch neben dem Angriff, den Einsatz eines Items oder der Magie ermöglicht und natürlich den Versuch zu fliehen, was aber nur selten wirklich funktioniert und ja auch nicht Sinn der Sache ist. Hektische Momente und eine schlechte Übersicht erwarten euch hier also nicht.

Nacheinander wählt man nun über das Kampfmenu die entsprechende Aktion für den Charakter oder bei mehreren im Team für jeden Einzelnen. Erst danach wird die Aktion ausgeführt. Beim Einsatz der Angriffsvarianten mittels Waffe oder Magie sieht man danach einen Effekt auf dem angewählten Gegner und eine Zahleneinblendung erscheint, die zeigt wie viel HP man dem Gegner abgezogen hat. Wieviel er insgesamt hat sieht man nicht. Erst mit der Zeit merkt man sich natürlich was die Gegner so drauf haben und welche HP sie besitzen. An Gegnern darf sich der Dragon Quest Fan auf viele Bekannte freuen. Egal ob z.b. Schleimgegner, Feuergeister oder Höllenhunde. Hier warten Unmengen aus dem Dragon Quest Monster Fundus, so das der Wiedererkennungseffekt in diesem Bereich ungemein hoch ist. Neben reinen Attacken auf die HP gibt es natürlich auch Status Attacken, die vor allem viele Gegner versuchen. Ob das nun Schlaf, Vergiftung oder Lähmung ist. Auch hier merkt man mit der Zeit um welche Monster man sich bei mehreren auf einmal zuerst kümmern sollte. Ist ein Kampf vorbei erhält man als Team neben Erfahrungspunkten auch Geld. Um das Thema Motivation beim Leveln muss man sich auch hier keine Sorgen machen. Es macht Spaß die einzelnen Charaktere zu entwickeln und stetig zu verbessern. Gerade spezielle Orte wie Dungeons oder Türme sind dabei noch hervor zu heben. Denn zum einen warten dort meist schwerere Gegner als in den Weiten der Weltkarte und zum anderen findet man eben gerade dort viele der angesprochenen Truhen, die durchaus lohnenswertes in Sachen Ausrüstung beinhalten. Erreicht ein Charakter nun eine Level Up Grenze, verbessern sich alle seine Werte. Im Idealfall und vor allem bei den Magie Charakteren erlernen sie völlig neue Zauber. Das diese nicht nur im Kampf eine große Rolle spielen, erlebt man z.b. in Kapitel 2 mit dem Charakter Borja. Erreicht dieser die Stufe 10, erlernt er die Fähigkeit Teleportation. Jetzt ist es möglich überall auch auf der Weltkarte diesen Zauber anzuwählen und kann sich an alle bisher schon gefundenen Orte beamen, ohne alles langatmig über die Weltkarte abzulaufen. Was vor allem dann wirklich gut ist, wenn der Weg zurück zu einer schon besuchten Location führt, weil es eine Aufgabe erfordert und die dort wartenden Gegner eigentlich nicht der Rede wert sind. Vergleichbar mit dem Pokemon Momenten, wenn man als Level 70 Dödel noch mal in Gebiete kommt wo Level 5 Gegner umher wuseln. Das umgeht man dadurch, ohne das Spiel vielleicht leichter zu machen, oder die Spielzeit extremst zu verkürzen. Das Ihr daran keine Gedanken verschwendet, dafür sorgt das Spiel schon.

Denn eines bietet das Spiel auch, nämlich durchaus knackige und teils auch unfaire Momente. Gerade Orte wie Dungeons und Türme besucht man beim ersten mal oftmals mit zu geringen Stufen der Charaktere und erlebt gerne mal ein kleines Desaster. Entweder man rettet sich aus der Örtlichkeit, oder kocht sich erstmal einen Kaffee, weil man weiß das in Kürze einiges im Spiel noch mal gespielt werden muss. ;-) Denn meist ist das letzte Savegame nicht immer Minuten vom Ableben entfernt. Auf der anderen Seite ein Pluspunkt für anspruchsvolle Spieler, denen es nicht schwer genug sein kann. Auch dafür macht es z.b. Sinn überall auch abseits des Weges alles zu untersuchen. Jeder Kampf ist wichtig und bringt euch den wichtigen Level Up auch um einiges näher. Wer denkt er geht nur den Hauptweg, kommt irgendwann an einen Punkt, wo er Händeringend nach Gegnern sucht um die Charaktere zu entwickeln. Das man als Spieler trotz Schwierigkeiten durchgehend motiviert ist, liegt auch an den vielen Überraschungen, die auch das gesamte Spiel als solches heben. Gutes Beispiel sind die Fortbewegungsmittel. Auch deshalb weil man viele Locations zunächst nicht erreicht, weil z.b. Gebirge oder einfach nur Wasser dazwischen liegen. Neben Magie erhält man als Spieler mit der Zeit auch die Möglichkeit per Schiff oder Ballon zu reisen, was neue Möglichkeiten eröffnet. Highlight ist aber der Moment wenn man das Wagen Feature zur Verfügung hat. Denn dann hat man einfach gesagt einen Ablageplatz für bis zu 10 Charaktere, aus denen man jederzeit 4 aktive auswählen kann, die Agieren. Man hat eben doch in jedem Kapitel immer so seine persönlichen Favoriten unter den Charakteren und wünscht sich oftmals den einen oder anderen Helden aus anderen Kapiteln. Hier geht das nun und man kann sich sein Team immer selber zusammen stellen. Auch das Harte Game Over kann man so umgehen und beim Ableben aller aktiven Charaktere eilen Euch nun die verbliebenen aus dem Wagen zu Hilfe. Nicht zu unterschätzen in solchen Momenten. Steht euch dann im letzten Kapitel alles zur Verfügung, gibt es beim Spieler eigentlich kein Halten mehr und man will ausgestattet mit allen Möglichkeiten nun natürlich allen und jedem zeigen wo der Frosch seine Locken hat. Dann beginnt das Spiel eigentlich noch mal von neuem, wenn man es überspitzt ausdrücken will.

Auch weil bedingt durch verschiedene Zauber vieles noch beeinflussbar ist. So kann man später den Tag/Nacht Rhythmus das Spiels selber ändern. Will man bestimmte Gegner oder Momente erleben, die eben nur Tagsüber oder Nachts ablaufen, so muss man nicht langwierig warten. Oder man benutzt einen Zauber, den unser Held ausüben kann um z.b. minderwertige Gegner quasi zu deaktivieren, um langweiligen und wenig einbringenden Kämpfen aus dem Weg zu gehen. Kleinigkeiten, die aber gerade hinten raus eine große Stärke des Spiels darstellen. So kommt man zu Beginn durchaus in einigen Stunden durch die ersten Kapitel. Je weiter es aber nach hinten geht, um so mehr Zeit verbringt man mit dem Spiel und die 30 Stunden Grenze ist je nach Spielweise überhaupt kein Problem. Und wer dann noch Bekannte um sich scharen kann, die das Spiel ebenfalls besitzen, bekommt mit der DS Verbindungsmöglichkeit einen gelungenen Bonus dazu.

Grafik & Sound....

Grafisch bietet das Spiel durchaus Licht und Schatten, auch wenn die positiven Teile schon überwiegen. Etwas blass und auch verständlich schwach auf der Brust sind die Weltkarten Momente. Hier ist halt einfach nicht mehr nötig und die Umgebungen wirken natürlich nur wie eine leicht verbesserte sterile GameBoy Umgebung. Auch die Kämpfe selber hätten durchaus mehr Grafikpower vertragen. Gerade bei Zauberangriffen und diversen Statusvarianten würde dem Spiel ein wenig mehr Effekt Hascherei gut zu Gesicht stehen. Dafür sind die Gegner klar dargestellt und ordentlich animiert. Klares Highlight sind die richtigen Locations, in denen man sich bewegen kann. Egal ob das Burgen, Städte oder auch Tempel sind. Die Darstellung über 2 Screens und das stufenlose Dreh Feature geben dem ganzen einen sehr edlen Touch. Auch sind die Umgebungen hier grafisch sehr lebendig, teils verspielt und vor allem farbenfroh dargestellt. Hier gibt’s dann auch was fürs Auge. Frei von Kritik ist die Technik, die euch nirgends im Stich lässt. Hier ordnen sich die SquareEnix Produkte langsam aber sicher auf einer Stufe mit den Nintendo Produkten ein.

Auch beim Sound gibt es eigentlich nur Gutes zu berichten. Wobei auch hier das klare Highlight die Hintergrundmusik ist, die euch in den Kapiteln ständig begleitet. Immer wieder wechselnd und auch noch nach Tag und Nacht unterteilt ist vor allem die oftmals orchestrale Umsetzung ein Hörgenuss. Das man hier auf Virtual Surround setzt, ist das fast schon keine Überraschung mehr. Ein wenig mehr Soundpower hätte es bei den Kampfgeräuschen geben können. Zwar auch hier sehr passend, vermisst man manchmal ein wenig die kräftigen Klänge. Dennoch soundtechnisch ein klares Highlight auf dem DS.

Multiplayer....

Widmen wir uns der Möglichkeit 2 DS Geräte zu verbinden, so wäre das Wort Multiplayer eigentlich eher falsch. Denn ein Multiplayer in dem Sinne mit einem Spielen mit oder gegeneinander gibt es in dem Sinne nicht. Dennoch kann die Verbindung mit weiteren DS Geräten durchaus ein lohnenswertes Feature sein und erinnert auch ein wenig an den WauWau Modus aus Nintendogs. Erreicht Ihr im Spiel die Location Pionierstadt habt Ihr die Möglichkeit eine eigene kleine Ortschaft zu gründen. Hier habt Ihr zu Beginn die Möglichkeit einen Charakter als euren Repräsentanten auszuwählen und ihm einen Text mit zu geben. Danach versetzt man seinen DS samt Spiel in den Begegnungsmodus. Schließt man nun den DS, läuft real in der Gegend herum und trifft innerhalb der Reichweite auf einen DS Besitzer mit der gleichen Konfiguration, "treffen" sich die Charaktere und Ihr tauscht die Pioniere aus. Hintergrund ist das nun die Möglichkeit besteht, das diese neuen Charaktere Gebäude errichten und die Stadt damit wächst. Je mehr DS Besitzer man also so trifft um so größer die Pionierstadt. Denn darin findet man dann z.b. auch neu eröffnete Shops, die seltene und mächtige Waffen als Beispiel hervor bringen können. Ein Feature das bei reger Nutzung als durchaus nicht zu unterschätzen ist!

Fazit....

Die Chronik der Erkorenen ist ein Rollenspiel, das seine ganze Vielfalt erst mit der Zeit offen legt. Zu Beginn in den ersten Kapiteln zeigt sich das Spiel wenig innovativ und bietet motivierendes RPG Gameplay, ohne aber großartig Neues zu bieten. Es macht Laune zu Leveln und zu Rüsten, bekommt aber erst mit zunehmender Spieldauer alles zu sehen. Dennoch klares Highlight das man mit 5 Kapiteln auch Abwechslung bekommt und so verschiedene Storys erlebt, auch wenn schon alles irgendwie miteinander verbunden ist. Hat man aber alle Feature zur Verfügung, so entwickelt das Spiel seinen Suchtfaktor, das man eben doch alles sehen und lösen will. Technisch gelungen sorgt der Dragon Quest Bezug für einen hohen Wiedererkennungswert bei den Fans der Serie. Abgerundet durch die Tatsache durchaus ein schweres Spiel vor sich zu haben und auch bei Nutzung einen sehr interessantes DS Verbindungsfeature an die Hand zu bekommen. Von daher kann man sich nur freuen auf die beiden weiteren Titel der Zenithia-Trilogie.

 

+ Hohe Spielzeit
+ 5 spannende Kapitel
+ Charakter Vielfalt
+ Wagen/Team Feature
+ DQM als Gegnerschaft
+ Motivierendes RPG Prinzip
+ Technisch gut gemacht
+ Verspielte Locations
+ Orchestrale Soundkulisse
+ DS Verbindungs Feature
- Teils knackig schwer
- Wenig Ausrüstungsvielfalt

GRAFIK: 82%

SOUND/EFFEKTE: 87%

MULTIPLAYER: 78%

GESAMTWERTUNG: 84%

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