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NDS Dragon Quest VI: Wandler zwischen den Welten
 
 
Dragon Quest VI: Wandler zwischen den Welten - NDS
Matthias Engert (05.07.2011)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: SquareEnix
GENRE: Rollenspiel
SPIELER: 1(2) Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 4-8
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK6
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Nein

   
Einleitung....

Das Dragon Quest Thema ist mittlerweile auf Nintendos Handhelden ein ganz Spezielles. In Sachen Menge gibt es ja mittlerweile einige, in denen der geneigte Rollenspielfan seiner Leidenschaft nachgehen kann. Nimmt man mal den letzten Teil, Hüter des Himmels heraus, findet man ansonsten eigentlich fast nur Remakes alter Teile. Was ja auch nichts Schlechtes ist, denn bekam man doch so viele SNES Klassiker mal an die Hand, die seinerzeit nur in Japan erschienen sind. Der aktuelle Teil, Wandler zwischen den Welten schlägt dabei genau in die gleiche Kerbe. Auch kein brandneuer Titel, sondern das Remake des 1995 nur in Japan erschienenen Titels auf dem SNES. Wer als Fan damals schluchzend diese Teile auslassen musste, hat also nun die Gelegenheit diese alten Perlen doch noch zu erleben. Was aber auch die anderen Teile der Serie teilen, ist die Tatsache, dass die Zeit natürlich nicht stehen geblieben ist. Stichwort Konkurrenz, die mittlerweile auf dem DS gerade in diesem Genre extrem hoch ist. Und seit der aktuellen Golden Sun Umsetzung, sind es eben nicht mehr die Urgesteine des Genres wie Final Fantasy oder eben Dragon Quest, die hier die Liste der Rollenspiele anführen. Wo sich da nun der Wandler zwischen den Welten ansiedelt, will ich euch im folgenden Test etwas näher bringen.

Menus und die Story....

Auch hier tritt mal wieder Nintendo als Publisher auf. Sollte man immer mal wieder etwas hervorheben und erwähnen. Ich weiß nicht ob alle diese Titel in der Vergangenheit hierzulande erschienen wären, hätten die eigentlichen Spielefirmen dies in Eigenregie tun müssen. Zweiter positiver Aspekt dabei, sind die immer passenden Rahmenbedingungen. Auch hier bekommt man ein komplett lokalisiertes Spiel, das erneut sehr sauber und passend übersetzt wurde. Gespeichert werden kann im Spiel auf 3 gleichzeitig nutzbaren Speicherplätzen, so dass man auch mal etwas ausprobieren kann, ohne keinen Weg zurück zu haben. Zusätzlich gibt es auch hier den berühmten Schnellspeicher. Kann man normal nur in der Kirche an speziellen Orten speichern, dient die schnelle Variante dazu, punktgenau seinen Spielstand zu sichern, um danach den DS ausschalten zu müssen. Zu guter Letzt gibt es auch eine Möglichkeit 2 DS Geräte zu verbinden. Allerdings kein reinrassiger Multiplayer oder gar Online Modus, den es hier leider nicht gibt. Hier liegt der Fokus klar auf dem Einzelspieler Modus, der natürlich auch wieder eine gelungene Story mitbringt. Wie der Titel ja schon aussagt, gibt es hier im Spiel 2 Welten, in denen der Spieler im Verlauf immer wieder abwechselnd seine Abenteuer bestehen muss. Boten die Dragon Quest Teile früher auch mal mehrere voneinander getrennte Storys, so gibt es hier wieder das "große Ganze".

Alles beginnt in einem kleinen Dorf namens Weberwipfel. Hier lebt ein junger Bursche in dessen Rolle ihr als Spieler schlüpft. Noch nichts ahnend von seinem Schicksal gibt er sich dem ruhigen Dorfleben hin. Eines Tage verlässt er sein Dorf mit einer kleinen Lieferung in das Nachbardorf. Von da an verändert sich sein ruhiges Leben schlagartig und er entdeckt den Weg in eine Parallelwelt. Oder sagen wir besser er wird "geleitet". Denn die Herrin des Berges als göttlicher Bestandteil dieser Story hat ihn auserkoren, das Böse im Spiel zu besiegen. So lernt der Held die Geschichte um den Bösewicht Mordar kennen und erlebt schnell die Tatsache, dass die zweite Welt aus Träumen der realen Charaktere besteht. Nicht sichtbar für andere sucht er zunächst nach Antworten auf eigene Fragen und entdeckt dabei, dass mehr dahinter steckt als er selber zu diesem Zeitpunkt ahnt. Einmal im Bilde über seine Vorhersehung, macht er und damit ihr euch auf die Suche nach Mordar und vielen weiteren Antworten… Wieder eine typische, aber auch hier gelungene Hintergrund Geschichte. Davon leben diese Spiele, was auch hier nicht anders ist. Auch wenn es einige Überraschungen in der Story gibt. Aber dazu später im Game Play Teil etwas mehr. Kann man sich lange über die Story auslassen, der reine Spielstart ist äußerst kurz gehalten und so auch nicht wirklich neu. Denn eingestimmt von einem kleinen Trailer, wählt man hier einzig den Spielstart und die Geschichte um die Wandler zwischen den Welten beginnt.

Technik und Gameplay....

So ist der Start in den spielerischen Teil wieder etwas mit Humor gewürzt und stellt den Helden erst mal auf eine etwas naive Art und Weise dar. Ihr findet euch im Dorf Weberwipfel wieder und bekommt hier eine Aufgabe aufgetragen, um Waren in ein Nachbardorf zu bringen. Dabei zeigen sich wie immer die ersten Fakten und man sammelt als Spieler die ersten Eindrücke. Spieler die schon die Zenithia Trilogie auf dem DS gespielt haben, werden sehr vieles wiedererkennen, was Steuerung, Screen Aufteilungen und Teile des Game Plays angeht. Von der Story, geschweige denn von den 2 Welten im Spiel, erfahrt ihr als Spieler natürlich nicht sofort. In Sachen Grundlagen kümmern wir uns zuerst mal um die Steuerung und Technik. Rollenspielüblich kommt die Aufteilung der Screens daher, die hier aufbauend auf 3 Gameplay Teile umgesetzt ist. So gibt es als erstes die Weltkarte, die ähnlich wie in vielen der älteren RPG Spielen, die Charaktere auf grob gezeichneten Gebieten laufend darstellt. Wobei später auch hier alternative Fortbewegungsmöglichkeiten dazu kommen. Hier spielt die Action auf dem Touch Screen, während der Top Screen die Weltkarte als Ganzes zeigt und man schnell sieht, was eigentlich vor einem liegen wird. Eine kleine Markierung zeigt dort, wo man sich gerade befindet. Der zweite Teil hat mit allem zu tun was mit Ortschaften und dem Inneren von Gebäuden, Tempeln, Dungeons oder Schreinen zu tun hat. Auch hier bleibt die Sichtweise in der Iso Variante über den Charakteren, dehnt sich aber wieder auf beide Screens aus. So von der Gestaltung her auch nach mehreren DQ Spielen mit dieser Technik gut gemacht, kann man hier per L und R Taste die komplette Umgebung stufenlos um die Charaktere als Mittelpunkt drehen. Das hat was und gibt dem Spieler eine ungewohnte Freiheit beim Erkunden dieser Örtlichkeiten.

Der dritte Teil im Game Play wiederum ist alles was mit den Kämpfen gegen die Monster zu tun hat. Auch hier wechselt man in eine eigene Ansicht, auf der im Touch Screen die Gegner samt Stats dargestellt werden und im Top Screen die eigenen Charaktere samt Eigenschaften zu finden sind. Maximal 4 Charaktere können gleichzeitig im Spiel agieren, die man im Weltkarten und Örtlichkeiten Teil hintereinander laufen sieht. Allerdings ist man Spiel natürlich nicht sofort zu viert unterwegs. Man findet Mitglieder erst mit der Zeit, und beim Erreichen des Wagen Features, aber als Krönung auch selber getauscht werden können. Ein feines, aber auch hier kein wirklich neues Feature in einem Dragon Quest Spiel. Aber dazu später mehr. Gelaufen und Agiert wird in den entsprechenden Umgebungen ausschließlich mit der Kreuz/Tasten Variante. Hier habt Ihr also nur die "alte" gewohnte Variante zur Verfügung. Touch Screen Action gibt es im Spiel nur bei kleinen Minispielen oder bei der Bedienung der Menus. Bevor wir uns den ersten Entwicklungen widmen, schauen wir uns die Charakter Eigenschaften etwas näher an. Egal ob Ihr nun mit einem Helden loszieht, oder mehrere unter euren Fittichen habt. Allen gemein sind natürlich persönliche Eigenschaften und typische Rollenspiel Fähigkeiten. Dabei greift in diesem Dragon Quest Spiel mal wieder das Berufe System. 18 verschiedene Berufe stehen euch zur Auswahl, oder sagen wir besser 9 sogenannte Laufbahnen, aus denen man dann 9 finale Klassen erreichen kann. Interessant gemacht, aber ebenfalls zu Beginn noch gar kein Thema. Im Gegenteil. Die ersten 10 Stunden im Spiel ziehen die Charaktere ohne eine Einstufung durch die Gegend und werden mit anderen Bezeichnungen betitelt. So ist unser Held diese Zeit über ein Dorfbursche. Erst mit der Möglichkeit eine Laufbahn einzuschlagen, können sie dann bekannte Klassen wie Krieger, Magier oder Diebe angehen. Aber auch dazu später noch ein paar Zeilen.

Zunächst verfügt jeder Charakter über alle bekannten Einteilungen im Rollenspiel Genre. Neben einer Stufe oder Level gibt es Werte für Angriff, Verteidigung oder Magie. Im gesamten zwar nicht so tiefgehend wie bei anderen Rollenspielen, aber vollkommen ausreichend. Dazu wie schon angesprochen, spezielle Fähigkeiten gerade im Bereich der Magie. Neben Angriffsmagie gibt es auch Heilzauber, um eben die HP der Team Mitglieder in den Kämpfen und außerhalb aufzufrischen. Um diese Bereiche nun zu verbessern gibt es die üblichen Wege. Zum einen durch das stetige Aufleveln über die Erfahrungspunkte durch Kämpfe und wie üblich auch durch diverse Ausrüstungsgegenstände, die man entweder in den verschiedenen Shops kaufen kann, oder innerhalb der Locations z.B. in Kisten oder Truhen findet. Etwas schwach auf der Brust sind erneut die Shops, die nur selten wirklich viel bieten. In manchen Abschnitten des Spiels findet man lohnenswertere Items in Dungeons oder Tempeln, wenn man sich abseits des Hauptweges, auf die Suche nach zahlreichen Truhen macht. Dennoch behält man über das gesamte Spiel hinweg relativ lange diverse Ausrüstungen. Positiv macht sich hier dann der Umstand der beiden Welten im Spiel, was allein dadurch natürlich in Sachen Menge der Shops und damit Produkte mehr möglich macht. Dazu kommt das jeder Charakter mit schützenden Dingen ausgerüstet werden kann. Neben der Waffe gibt es Slots für Rüstungen, Helme, Schilde und Bonus Items. Positiv dass man neue Items begutachten kann, ob sie sich auch Werte steigernd auswirken, ehe man sie anlegt. Zudem sieht man auch genau wer überhaupt das Item oder den Ausrüstungsgegenstand nutzen kann. Das typische Verkaufen Feature um an Geld zu kommen, um sich z.B. neue Waffen zu kaufen, ist auch hier anzutreffen. Zu Beginn des Spiels startet man also erst mal mit einer einfachen Waffe und einigen minderwertigen Items zur Auffrischen der eigenen HP. Erst im Verlauf füllt man seine Slots und den eigenen Beutel.

So ausgestattet geht es als Stufe 1 Charakter in die große weite Welt hinaus um die jeweiligen Aufgaben der Story anzugehen. Begleitet werdet Ihr dabei von vielen Story Sequenzen, die hier aber fast komplett in InGame Grafik gehalten sind. Sprechblasen und Dialoge ohne Ende dürfen so verfolgt werden. Aber es gibt auch positive und durchaus auch sehr atmosphärische Extra Sequenzen. Eine davon ist für mich der Erhalt des Schiffes im Spiel. Ein ganz besonderes Schiff, das man auch als solches in dieser Sequenz ins richtige Licht rückt. Innerhalb der Ortschaften findet man neben den Shops zudem bekannte Gebäude wie die Herberge zum Auffrischen der Lebens- und Magiepunkte, sowie die Kirchen, die euch unter anderem das feste Speichern ermöglichen. Zusätzlich habt Ihr hier die Möglichkeit gefallene Charaktere wieder zum Leben zu erwecken. Sterben bei mehreren Charakteren in der Party Team Mitglieder, bleiben diese solange deaktiviert bis man eine Beleber Magie einsetzt oder eben eine Kirche aufsucht. Läuft man mit einem gefallenen Charakter im Team über die Weltkarte, zieht man dabei sichtbar einen kleinen Sarg hinter sich her. Ein wichtiger positiver Aspekt ist die Umsetzung des kompletten Ablebens der Party. Passiert das, erlebt man hier glücklicherweise nicht das nervige "harte Game Over" und muss seinen letzten manuellen Spielstand neu laden, sondern findet sich danach in der letzten Kirche im Spiel wieder. Zwar muss man auf die Hälfte seines eben noch mitgeführten Geldes verzichten und in die Wiederauferstehung der Team Mitglieder investieren. Dafür behält man alle Items, Ausrüstungen und ganz wichtig, die erreichten Level, Erfahrungspunkte und Fähigkeiten. Von daher hat man ein komplettes Versagen der Gruppe hier um einiges entschärft. Im Spiel selber erwarten euch neben dem großen Hauptziel auch diverse kleine Nebenaufgaben, die es zu erfüllen gilt. Meist umgesetzt im Suchen und Finden von Items, Gegnern oder Personen. Dazu natürlich auch viele Boss Kämpfe, die man meist am Ende spezieller Orte wie Tempeln, Dungeons oder Türmen findet.

Im Spiel ziehen sich diese Aufgaben zunächst für eine ganze Weile wie ein roter Faden durch das Spiel. Das ändert sich kurioserweise mit einem markanten Moment im Spiel. Denn den Schurken Mordar erledigt man schon zu einem recht frühen Zeitpunkt, von daher habe ich hier auch keine Angst zu sehr zu Spoilern. Danach verwässert die Story etwas und das Ziel ist dann eine Weile sehr allgemein vorgegeben. Bringt den Spieler dann dazu oftmals recht ziellos durch die Gegend zu ziehen. Ist aber nicht der einzige Teil des Spiels, der sich zu diesem Zeitpunkt rapide ändert. Was dagegen immer gleich ist, von Anfang bis zum Ende des Spiels, sind die Monster Kämpfe. Definiert hier über die bekannten und typischen Dragon Quest Monster, denen man nun aller Nasen lang begegnet. Rollenspiel typisch erwarten euch Feinde außerhalb der friedlichen Locations per Zufallsprinzip. Ihr lauft umher und plötzlich wechselt der Bildschirm in den Kampf Modus. Jetzt greift wieder ein rundenbasiertes Kampfsystem, bei dem man natürlich die Gegner eliminieren muss, ohne selbst drauf zu gehen. Beginnt ein Kampf, werden die maximal 8 möglichen Gegner vorgestellt und nebeneinander im Touch Screen dargestellt. Danach erscheint das Kampfmenu, das euch neben dem Angriff, den Einsatz eines Items oder der Magie ermöglicht und natürlich den Versuch zu fliehen, was aber nur selten wirklich funktioniert. Hektische Momente und eine schlechte Übersicht erwarten euch hier also nicht. Nacheinander wählt man nun über das Kampfmenu die entsprechende Aktion für den Charakter, oder bei mehreren im Team für jeden Einzelnen. Erst danach wird die Aktion ausgeführt. Beim Einsatz der Angriffsvarianten mittels Waffe oder Magie sieht man danach einen Effekt auf dem angewählten Gegner und eine Zahleneinblendung erscheint, wie viel HP man dem Gegner abgezogen hat. Wie viel er insgesamt hat, sieht man nicht. Erst mit der Zeit merkt man sich natürlich was die Gegner so drauf haben und welche HP sie besitzen.

An Gegnern darf sich der Dragon Quest Fan auf viele Bekannte freuen, erlebt aber auch neue Gegner. Ging zumindest mir so. Hier warten Unmengen aus dem Dragon Quest Monster Universum, so dass der Wiedererkennungseffekt in diesem Bereich ungemein hoch ist. Selbst die begehrten, weil viel EP-bringenden Metallschleime sind enthalten. Neben reinen Attacken auf die HP, gibt es natürlich auch Status Attacken, die vor allem viele Gegner versuchen. Ob das nun Schlaf, Vergiftung oder Lähmung ist. Auch hier merkt man mit der Zeit, um welche Monster man sich zuerst kümmern sollte. Ist ein Kampf vorbei erhält man als Team neben Erfahrungspunkten auch Geld. Um das Thema Motivation beim Leveln muss man sich auch hier keine Sorgen machen. Es macht Spaß die einzelnen Charaktere zu entwickeln und stetig zu verbessern. Gerade spezielle Orte wie Dungeons oder Türme sind dabei noch hervor zu heben. Denn zum einen warten dort meist schwerere Gegner als in den Weiten der Weltkarte und zum anderen findet man eben gerade dort viele der angesprochenen Truhen, die durchaus lohnenswertes in Sachen Ausrüstung beinhalten. Erreicht ein Charakter nun eine Level Up Grenze, verbessern sich alle seine Werte. Im Idealfall und vor allem bei den Magie Charakteren erlernen sie völlig neue Zauber. Dass diese nicht nur im Kampf eine große Rolle spielen, erlebt man auch hier wieder. Es dauert nicht lange und der Held des Spiels erlernt die Fähigkeit Teleportation. Jetzt ist es möglich überall auch auf der Weltkarte diesen Zauber anzuwählen und kann sich an alle bisher schon gefundenen Orte beamen, ohne alles langatmig über die Weltkarte abzulaufen. Später kommt auch die Magie Weltenwechsel dazu, die es euch ebenfalls jederzeit erlaubt die Welten zu wechseln. Bis dahin müsst ihr dazu spezielle Orte auf der Weltkarte laufend ansteuern.

So spielen sich die schon angesprochenen ersten 10 Stunden im Spiel noch recht linear und es gilt einen Auftrag nach dem anderen anzunehmen. Dennoch lernt man das System mit den beiden Welten nach und nach kennen und erkennt auch deren Zusammenhänge. So gibt es Orte, die es in beiden Welten gibt, Charaktere die sich an jemanden erinnern, der aber in der jeweils anderen Welt lebt. Kleine Dinge die zunächst das System behutsam aufbauen. So ein bisschen einen Cut erlebt man als Spieler, sobald man den echten Mordar besiegt. Denn dann wird eine Location wiedererweckt, die auch nicht neu ist im Dragon Quest Universum - die Allesneu-Abtei. Ist dieser Ort mit Leben erfüllt, beginnt hier das Thema Laufbahnen und Berufe. Bei einem speziellen Priester bekommt man nun die Gelegenheit alle Charaktere jederzeit in ein Berufskorsett zu stecken. So will ich es mal ausdrücken. Die spezielle Ausrichtung der Charaktere bringt eine ganze Menge. Macht man jemand zu einem Krieger oder Kampfkünstler, sind die Angriffe um einiges effektiver und die Stats des Charakters werden in dieser Hinsicht angepasst. Macht man einen zum Magier oder Priester sind Magie Attacken viel effektiver oder das Heilen und Wiederbeleben von Team Mitgliedern wird besser oder gar erst möglich. Einmal eine Laufbahn eingeschlagen, gilt es diese zu Verbessern. Dabei kann man pro Laufbahn einen Maximum Wert erreichen. Dann sollte man eine weitere Laufbahn einschlagen. Das Gute daran ist zunächst, dass alle Fähigkeiten, Attacken und Zauber behalten werden, durch die neue Laufbahn aber neue dazu kommen können. Ziel ist es dann auch diese Laufbahn auf Max zu erspielen. Dann nämlich kann man die erweiterten Laufbahnen anwählen. Einfaches Beispiel ist der Held des Spiels. Schlägt man mit ihm die einfachen Laufbahnen Krieger und Zauberer ein und schließt diese auch ab, so erhält man danach die Möglichkeit für ihn die finale Laufbahn des Schwertmagiers einzuschlagen. Einhergehend mit noch mehr Attacken Varianten. Man kann das wirklich mit allen Laufbahnen probieren, sollte aber danach die Attacken auch kennenlernen. Denn mit der Zeit scrollt man durch mehrere Seiten der Fähigkeiten. ;-)

Aber es hat schon was und stellt durchaus auch eine Herausforderung dar. Denn einen mächtigen Krieger mit seinem Monsterschwert zu führen ist das eine, ihn dann zum Zauberer zu machen und völlig anders kämpfen zu müssen, ist dann auch nicht gleich so einfach wie man denkt. Motiviert aber auf jeden Fall. Nicht nur die Laufbahnen ändern sich, sondern eben auch die Spielziele. Neben dem oftmals schon etwas ziellosen Erkunden der beiden Welten, gibt es dennoch übergeordnete Dinge. Neben einer speziellen Location, die man finden muss, gilt es dafür eine aus mehreren Teilen bestehende Heldenrüstung zu komplettieren. Und man stellt schnell wohlwollend fest, wie groß die Spielwelt mit 2 Parallelwelten doch ist. Um diese wirklich komplett zu bereisen, gibt es glücklicherweise verschiedene Fortbewegungsmöglichkeiten. Neben Magie und da speziell der Teleportation, erhält man als Spieler mit der Zeit auch die Möglichkeit per Schiff oder Fliegendem Teppich zu reisen, was neue Möglichkeiten eröffnet. Dennoch ist am wichtigsten immer noch der Wagen. Denn dann hat man einfach gesagt einen Ablageplatz für bis zu 10 Charaktere, aus denen man jederzeit 4 aktive auswählen kann, die Agieren. Auch die komplette Vernichtung der eigenen Truppe im Kampf kann man so umgehen und beim Ableben aller aktiven Charaktere eilen euch nun die verbliebenen aus dem Wagen zu Hilfe. Nicht zu unterschätzen in solchen Momenten. So ist das Spiel zwar nicht unbedingt mit vielen brandneuen Features gesegnet, oder glänzt durch unglaubliche Grafik und Technik, die gut 30 Stunden die man mit dem Spiel verbringen kann, erfüllen das Old School RPG Fan Herz mit Freude. Viele Gegner und Orte, interessante Dungeons und eine gelungene Story runden diesen positiven Eindruck ab. Für Golden Sun Spieler zwar eher ein Rückschritt, aber dennoch ein Titel mit sehr vielen RPG Basics. Und die machen auch 2011 immer noch sehr viel Spaß.

Grafik & Sound....

Grafisch ist die Serie in Sachen Remakes mittlerweile an ihren Grenzen angekommen. Diese hält nur noch in sehr wenigen Momenten mit aktuellen Größen des Genres einem Vergleich stand. Und da meine ich bei weitem nicht nur Golden Sun. Wie immer zweigeteilt ist dabei der grafische Eindruck, wobei der Stil genau der gleiche ist, wie bei der Himmelsbraut, oder der Chronik der Erkorenen. Etwas blass und auch verständlich schwach auf der Brust sind die Weltkarten Momente. Hier ist halt einfach nicht mehr nötig und die Umgebungen wirken natürlich nur wie eine leicht verbesserte sterile GBA Umgebung. Man sieht hier nur die Helden beim Laufen, oder dem Benutzen der alternativen Fortbewegungsmöglichkeiten. Auch die Kämpfe selber hätten durchaus mehr Grafikpower vertragen und wirken auch dadurch sehr steril. Überzeugen können dafür aber wieder die Gegnergestaltungen und deren Vielfalt. Neben bekannten Gegnern sind immer wieder auch Gegner dabei, die man so eigentlich noch nicht gesehen hat. Hier hat man dann schon einen sehr guten Wiedererkennungseffekt. Gerade bei Zauberangriffen und diversen Statusvarianten würde dem Spiel aber ein wenig mehr Effekt Vielfalt gut zu Gesicht stehen. Hier lässt der Titel trotz der gelungenen Charakter Designs am meisten Punkte. In diesem Punkt fällt der Titel gegenüber einigen Konkurrenz Produkten doch stark ab. Klares Highlight sind die richtigen Locations, in denen man sich bewegen kann. Egal ob das Burgen, Städte oder auch Tempel sind. Die Darstellung über 2 Screens und das stufenlose Dreh Feature geben dem ganzen auch 2011 noch einen sehr edlen Touch. Auch sind die Umgebungen hier grafisch lebendig, teils verspielt und vor allem farbenfroh dargestellt. Hier gibt's dann auch was fürs Auge. Frei von Kritik ist die Technik, die euch nirgends im Stich lässt. Das bleibt ein wirklich positives Markenzeichen der Remakes.

Auch beim Sound überwiegen die positiven Dinge. Zwar ist die klangliche Qualität ebenfalls hinter den aktuellen Konkurrenten anzusiedeln, die reine Musikuntermalung gefällt auch weiterhin mit ihrer orchestralen Umsetzung. Kunststück wenn ein reales Orchester hier für Teile davon verantwortlich ist. Dabei ist Dragon Quest teilweise auch ein Phänomen. Denn in vielen Locations und Ortschaften ist die Musik eigentlich immer die gleiche, wie schon in diversen anderen Titeln der Reihe. Und dennoch hört man sie immer wieder gern. Melodien die einen seit Jahren begleiten und auch schon wieder nicht mehr wegzudenken sind. Auch dies zeichnet eine Serie aus. Ein wenig mehr Soundpower hätte es bei den Kampfgeräuschen geben können. Zwar auch hier sehr passend, vermisst man manchmal ein wenig die kräftigen Klänge. Hier muss ein Titel heutzutage dann doch etwas mehr Effektpower mitbringen.

Multiplayer....

Der Multiplayer ist in dem Sinne hier keiner und Vergleiche oder Parallelen zu einem Hüter des Himmels, sollte man hier keinesfalls als Maßstab anlegen. Im Gegenteil. Game Play mit anderen Spielern, oder Content den man Online bekommen kann, findet man hier nicht vor. Von daher hat man dem Original also keine neuen Inhalte verpasst. Die Möglichkeit sich mit einem weiteren System zu verbinden, beinhaltet hier nur einen Datenaustausch. Grundlage dafür ist eine sogenannte Traumkarte, die der Spieler zu einem bestimmten Spielzeitpunkt anlegen kann. Hier kann man selber diverse persönliche Dinge mit einfließen lassen. Einmal fertig, müssen sich ähnlich dem Wau-Wau Modus, oder der StreetPass Variante auf dem 3DS, zwei Geräte finden. Danach können ohne aktiven Eingriff des Spielers, diese Infos ausgetauscht werden. 24 dieser Karten könnt ihr von anderen Spielern speichern, wobei erst bei einer bestimmten Anzahl auch etwas Handfestes für den Spieler dabei heraus springt. Für alle anderen ist dieses Feature nicht der Rede wert.

Fazit....

Dragon Quest VI: Wandler zwischen den Welten ist definitiv ein Spiel, das erneut viele Fans finden wird. Speziell alle Spieler, die sich schon bisher auf die Remakes der Final Fantasy oder Dragon Quest Spiele gestürzt haben, kommen auch hier nicht drum herum. Dazu ist das gewohnte Game Play einfach auch jetzt noch sehr unterhaltsam. Das typische entwickeln der Charaktere, die unzähligen Kämpfe samt dem ständen Rüsten machen Laune. Eine Hauptwelt in 2 Varianten, samt der ordentlichen Story gehören ebenso dazu, wie das Berufe System. Aber und das muss man auch sagen. Es ist nicht wirklich etwas Neues dabei, bietet durchgängig Feature, die in irgendeinem DQ Game schon mal da waren, und der Titel reiht sich in die Phalanx der gewohnt guten und lange spielbaren Old School Rollenspiele ein. Spieler die es da eher mit frischen Ideen haben, und man kommt auch hier wieder nicht an Golden Sun und dem Hüter des Himmels vorbei, brauchen diesen Titel nicht. Ich denke auch durchaus, dass wir so langsam das RPG Thema auf dem DS abschließen und es an der Zeit ist, dass diese Genre Größen sich endlich auf dem 3DS einfinden.

 

+ Hohe Spielzeit
+ Laufbahnen Feature motiviert
+ Gegner Vielfalt
+ Wagen/Team Feature
+ DQM als Gegnerschaft
+ Old School RPG
+ Technisch gut gemacht
+ Verspielte Locations
+ Orchestrale Soundkulisse
- Bietet auch langatmige Momente
- Wenig Ausrüstungsvielfalt
- Nicht wirklich neue Features

GRAFIK: 76%

SOUND/EFFEKTE: 81%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 82%

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