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NDS Die Pinguine aus Madagascar 2
 
 
Die Pinguine aus Madagascar 2 - NDS
Matthias Engert (01.10.2011)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Griptonite
GENRE: Action
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-5
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK6
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
LÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Ja
WI-FI: Nein

   
Einleitung....

Videospiele mit TV Serien Hintergrund sind mittlerweile für so manche Schandtat auf den einzelnen Plattformen verantwortlich. Im Positiven wie im Negativen. Kaum eine Serie auf den bekannten Kinder und Jugend Kanälen, die es nicht mittlerweile als Videospiel gibt. Da machen auch die Pinguine keine Ausnahme mehr. Früher innerhalb der Madagascar Serie eher im Schatten von King Julien gestanden, haben sie sich mittlerweile zu echten Stars gemausert. Mehr Aufmerksamkeit und Schwupps, hast Du heute dein eigenes Videospiel. ;-) Mit dem hier vorgestellten Titel "Dr. Seltsam kehrt zurück", ist das nun schon der zweite Titel, in der die Pinguine die Hauptrolle spielen. Alle anderen Zoobewohner spielen hier nun eher am Rande mit. Bot der erste Teil leicht verdauliche Kost für das eher jüngere Publikum, wollen wir nun schauen, was sich im zweiten Teil der Pinguine aus Madagascar getan hat.

Menus und die Story....

In unseren Breiten erneut über THQ erschienen, zeichnen sich für die Entwicklung die Mannen von Griptonite verantwortlich. Beileibe keine Unbekannten im Nintendo Handheld Sektor. Bei den Rahmenbedingungen des Spiels, zeigen sich durchaus Licht und Schatten. Positiv das man den Spielern ein komplett deutsches Spiel anbietet. Sowohl bei den Texten, als auch bei der Sprachausgabe, auch wenn man über deren Qualität streiten kann. Der Batteriespeicher erlaubt euch 3 separat nutzbare Speicherplätze und für Spieler des DSi oder des XL gibt es eine durchaus gelungene Zusatzfunktion. Denn hier könnt ihr die Kamera einbeziehen und QR Codes nutzen. Etwas das ja auf dem 3DS fast schon Standard ist. Hier schaltet man damit Bonusinhalte frei. Allein ein Blick in unsere Tipps Rubrik zeigt euch einen dieser Codes, mit dem ihr ein komplettes Bonuslevel freischalten könnt. Für die Zukunft gerade auf dem 3DS ein durchaus sehr sinnvolles Feature. Aber das ist ein anderes Thema. ;-) Schade dass man hier erneut nur einen Spieler an den DS bindet. Das Team Game Play hätte sich in meinen Augen durchaus auch für einen Mehrspieler Modus angeboten. Beim Thema Story spielt Dr. Seltsam die Hauptrolle. Der schurkische Bösewicht versucht mal wieder die Weltherrschaft an sich zu reißen und lässt erneut seine Hummer auf den Zoo los. Um der Gefahr Herr zu werden, muss mal wieder die Viererbande um den Skipper eingreifen. Allerdings tun sie dies eher unbewusst. Denn zunächst einmal versuchen sie King Julien beim Finden eines Relikts zu helfen. Erst später zeigen sich die wahren Böswichte, denen ihr das Fürchten lehren sollt.

Wie immer unter sehr fröhlicher Musik startet das Spiel auch. Es gibt zunächst keinerlei Vorspann oder ähnliches und man landet nach dem Title Screen als erstes auf dem Speichermenu. Man wählt einen der 3 verfügbaren Plätze an, die von nun an euer Vorankommen sichern. Dabei wird euch der Fortschritt immer anhand einer Prozentanzeige wiedergegeben. Erst danach landet ihr im Hauptbereich des Spiels, dem Pinguin Geheimversteck. Von hier aus könnt ihr die einzelnen Punkte erreichen. Zum einen die angesprochene QR Code Abteilung, diverse Secrets in Form von Artworks und dem reinen Hauptspiel über die Leiter. Optionen und ähnliches findet man hier gleich gar nicht vor und wir können uns ohne großes Geplänkel in das Abenteuer wagen.

Technik und Gameplay....

Möchte man das Spiel beginnen, benutzt man im Geheimversteck die berühmte Leiter und gelangt von hier aus immer zur Level Auswahl. Sprich man kann im späteren Verlauf auch bereits gespielte Levels noch einmal angehen. Da es wieder einiges zum Sammeln und ein Zeitfeature gibt, als durchaus sinnvoll. Schwach sind die Belohnungen. Nur selten das man abseits der Artworks in Form der Bonuslevel wirklich etwas greifbares bekommt. Hebt zumindest den Drang noch mal zu spielen nicht sonderlich stark. Insgesamt warten im Spiel 3 Kapitel plus die Bonusbereiche, die es auf knapp 20 Bereiche bringt. Ausreichend um sich die Zeit zu vertreiben, aber bei weitem nichts, weswegen man Urlaub einplanen muss. Wobei überhaupt die Zielgruppe nachvollziehbar wieder im jüngeren Bereich angesiedelt ist. Ältere Gamer werden trotz des durchaus passenden Team Game Plays das gesamte Spiel über unterfordert. Vor wichtigen Missionen gibt es dann auch einige Sequenzen, die wie schon erwähnt auch komplett vertont sind. Diese bringen euch ein wenig auf den Stand der Dinge und zunächst beginnt ja alles relativ belanglos mit der Suche nach einem Tanz Relikt für King Julien, der so zumindest oft auch im Spiel mal auftaucht. Eine spielerische und tragende Rolle im Game Play spielt er aber kaum. Vor jedem Level bekommt man dann auch ein paar erreichbare Statistiken einblendet. Welche und wie viele Items man Finden und Sammeln kann und natürlich den Namen der Mission. Sobald ein Level startet sieht man neben der Sichtweise schräg von Oben, auch die Aufteilung der beiden Screens. Dient der Top Screen für die Darstellung der spielerischen Action, erfüllt der Touch Screen eher helfende Aufgaben. Hier könnt ihr z.B. zwischen den 4 Rackern wechseln, bekommt das aktuelle Ziel eingeblendet und dürft den Schulter Move aktivieren, bei dem sich alle 4 aufeinanderstellen, um speziell dafür gemachte Rätsel zu lösen. Klar dass alle dazu in einem Bildschirmausschnitt stehen müssen.

Zusätzlich gibt es in Sachen Bildschirmeinblendungen nur noch die Lebensleiste des gerade aktiven Charakters. Das Game Play ist nun ähnlich wie im Vorgänger aufgebaut. Experimente oder eine 180 Grad Drehung im Game Play erlebt man hier also nicht. Auch im zweiten Teil versuchen die 4 Charaktere gemeinsam das Ende eines Levels zu erreichen. Meist in Form eines Teleporters gestaltet, gelangt man so an die unterschiedlichen Ecken der Kapitel und damit der Geschichte. Um diese Punkte nun zu erreichen, müssen alle 4 einzeln zum Ziel gebracht werden. Es ist also nicht so, dass ihr einen Charakter steuert und die anderen simpel hinter euch her watscheln. Aber genau das ist ja wieder den Reiz für die jüngere Zielgruppe. Denn alle 4 verfügen über 3 Fähigkeiten, wobei jeder 2 davon exklusiv im Angebot hat. Darauf bauen auch viele der Rätsel im Spiel auf, so dass man vor allem Wegerätsel vorfindet. Einfaches Beispiel ist hier Kowalski, der als einziger über den Doppelsprung verfügt. So kann er z.B. Hindernisse überspringen, um dahinter z.B. einen Schalter zu drücken, der ein Tor öffnet, durch das man nun die anderen 3 Racker nach und nach bewegen kann. Dieses Prinzip greift das gesamte Spiel über und man muss eigentlich unentwegt zwischen den Burschen wechseln. Klar dass dadurch immer mal langatmige Laufwege entstehen, wo man die 4 Pinguine wieder zusammenführen muss. Jeder auf anderem Wege zum Ziel, oder eben um den anderen den Weg zu Öffnen. Ebenso sind viele versteckte Orte in den Levels zu finden, wo man dann sammelbare Items findet, um sein Ergebnis zu verbessern. So kann Private als kleine Kugel durch enge Stellen rollen, Rico per Greifhaken an bestimmten Stellen Abgründe überwinden und der Skipper per Ausweichmanöver an Geschossen vorbei kommen.

So gelungen dieses Game Play auch ist, in meinen Augen nimmt man hier dem Spieler aber zu viel Arbeit ab. Denn die Spielehilfen in den Levels sind in meinen Augen auch für jüngere Spieler zu viel des Guten. An allen relevanten Stellen werden euch farbliche Symbole oder Hinweise eingeblendet. Und da jeder Pinguin mit einem farblichen Kreis unterlegt ist, weiß man eigentlich immer wen man an dieser Stelle benutzen muss. Es gibt hier also nicht sonderlich viel zu entdecken und man nimmt dem Spiel ein wenig die Spannung. Völlig durchgefallen ist in meinen Augen das Thema Gegner. Diese laufen schon immer mal herum, sind aber erstens von der Anzahl her nicht besonders zahlreich. Beim Thema KI fallen sie aber völlig durch. Wer hier durch einen Gegner seine Lebensleiste verliert, muss schon viel falsch machen. Man hat eigentlich immer die Zeit diesen zu bekämpfen, zudem einen Treffer der Gegner wenig abziehen. Auch hier hätte es ruhig etwas mehr Feintuning geben müssen. Es ist mit der Zeit wirklich das Suchen nach allen versteckten Bereichen der Level, was einen bei der Stange hält. Erst im letzten Kapitel zieht der Schwierigkeitsgrad ein bisschen an. Denn dann Spielen auch Dr. Seltsam und seine Schergen eine größere Rolle. Wirklich fordern wird das Spiel selbst den jüngeren Gamer nicht. So ist dann logischerweise auch der Umfang nicht äußerst hoch und versierte Gamer sind in 5-6 Stunden durch das Spiel. Unterstützt durch das Feature, das selbst bei einem Ableben sofort ein Rücksetzsystem greift, so dass man hier auf jeden Fall frustfreies Game Play erlebt. Solange man spielt unterhält es den jüngeren Gamer. Wirkliche Kopfnüsse findet man aber nicht und vor allem die Spielzeit könnte durchaus höher sein. Erst die Bonus Inhalte, die auch Minispiel Charakter haben, lassen einen noch ein wenig mehr Zeit mit dem Spiel verbringen. Aber durch den fehlenden Mehrspieler ist selbst hier relativ schnell die Luft raus. Schade denn Möglichkeiten um mehr daraus zu machen, gibt es durchaus mehr als genug.

Grafik & Sound....

Grafisch macht sich im zweiten Teil durchaus eine gewisse Enttäuschung breit. Und das liegt nicht daran, dass meine letzten Handheld Tests vom 3DS stammen. ;-) Hier muss man schon sagen, dass die Farb- und Texturqualität eher zur schwachen Fraktion auf dem DS gehört. Besonders die oft sehr groben und einfarbig gehaltenen Umgebungstexturen lassen da nicht so richtig Feeling aufkommen. Das geht dann auch weiter über die Charaktere selber, die etwas plump animiert sind und auch nicht gerade mit Detailfreude glänzen. Hier muss sich das Spiel Kritik gefallen lassen. Denn wie ein DS Game der letzten Entwicklungsstufe sieht das Ganze leider ganz und gar nicht aus. Hier fehlt mir eindeutig die Liebe zum Detail. Da helfen auch verschiedene Umgebungen des Zoo Bereiches nichts. Denn alle bringen die gleichen Schwächen mit. Technisch soweit in Ordnung, auch wenn das nicht wirklich überrascht.

Beim Thema Sound zeigt das Spiel auch 2 Gesichter. Die Musik ist teilweise richtig gut und unterstützt zum einen das Game Play und bietet mit manchmal orchestralen Stücken mehr als man denkt. Musiken mit einem gewissen Helden Touch, die anderen Spielen noch gut zu Gesicht stehen würden. Eher schwach in meinen Augen ist die Synchronisation. Auch wenn sie komplett lokalisiert ist, sind es zum einen nicht die Original Stimmen aus der Serie und klingen in den hier hörbaren Varianten sehr gekünstelt. Ordentlich und ausreichend sind die Effekte. Mal abgesehen von den etwas stupiden Action Geräuschen bei Gegner Kontakten, ist sonst eigentlich alles akustisch umgesetzt.

Fazit....

Der zweite Teil der Pinguine aus Madagascar kann leider nur bedingt punkten. An sich bietet das Spiel mit dem 4-Charakter Game Play viele gute Ansätze und Möglichkeiten. Je mehr man spielt, umso stärker kommen aber die Defizite ans Tageslicht. Grafisch beileibe kein Burner auf dem DS, ist das aber nicht der Grund dafür. Viel mehr empfinde ich die zu häufig eingebauten Spielhilfen als unnötig. Selbst der jüngere Spieler, der ja hier wieder klar anvisiert wird, braucht dieses ständige an die Hand genommen werden eigentlich nicht und der Entdeckerdrang wird immer wieder eingebremst. Von der Rätselkost dann ganz zu schweigen, die keine mehr ist, wenn man weiß wer hier eine Aktion auslösen muss. Schade denn man macht damit vieles wieder zunichte. Die Phantasie des Spielers regt der Titel schon oft an. Was wäre möglich und warum macht man hier nicht dies und das? Am Ende jedoch wird man zu wenig und insgesamt auch zu kurz gefordert. Der ältere Spieler gleich gar nicht, der jüngere Gamer aber auch nur bedingt.

 

+ 4 Charakter Game Play
+ Jüngere Zielgruppe
+ Kleinere Rätseleinlagen
+ Bonus Feature / QR Codes
+ Sammel Feature passend
+ Komplett deutsch
- Nicht ewig lang
- Wenige und schwache Gegner
- Nichts für ältere Gamer
- Warum kein Multiplayer
- Dt. Synchro überzeugt nicht

GRAFIK: 59%

SOUND/EFFEKTE: 70%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 65%

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