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NDS Diercke: Das Geographie-Quiz
 
 
Diercke: Das Geographie-Quiz - NDS
Kilian Pfeiffer (27.04.2009)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Rondomedia
GENRE: Wissensspiel
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: K.E.
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Nein

   
Einleitung....

Wer kennt den „Diercke"-Schulatlas nicht? Dann bitte melden! Ok, anscheinend ein jeder. Ist eigentlich auch kein Wunder, immerhin mussten wir uns diesen damals zu Beginn der Gymnasialzeit zulegen – jeder ein Exemplar! Gebraucht haben wir ihn dann zwar nur sporadisch. Da fragt man sich schon manchmal, warum sich eine Klasse im Kollektiv einen Atlas zulegen muss. Als ob es nicht ausreichte, einen Bestand in der Schule vorrätig zu haben, den man bei Bedarf benutzen kann. Die Zeiten sind vorbei, heute steht der Atlas im heimischen Regal. Angesehen wird er dann, wenn Not am Mann, das Internet gerade offline ist und wieder einmal eine Hauptstadtfrage geklärt werden will. Das für den Nintendo DS erscheinende „Diercke - Das Geographie-Quiz" ist keine bloße Umsetzung des „Diercke"-Atlas‘, sondern – wie der Name bereits sagt – ein Quiz. Ob es sich lohnt, erfahrt Ihr im Folgenden.

Menu & Story....

Bei dem in Zusammenarbeit mit „rondomedia" und „Westermann" entstandenen Machwerk handelt es sich um kein wirkliches Spiel, sondern eher um eine digitale Abfragemöglichkeit, die Euer Geographie-Wissen punktuell prüft. Bedauerlicherweise ist der Lerneffekt nur bedingt gegeben, denn ein Theorieprogramm fehlt vollständig. Ein solches würde man sich bei einem derartigen Programm aber erwarten, immerhin hat man es mit einem in der Schule altbewährten „Objekt" – dem „Diercke"-Atlas – zu tun. Punktuelle Abfragen findet man im Internet zuhauf. Was nicht heißen soll, dass vorliegender Titel für die Katz‘ ist. Im Gesamten erwarten Euch etwa 2.700 Fragen und Aufgaben, die es innerhalb von acht Spielmodi („Gewusst wo", „Gewusst was", „Kuckucksei", „Begriffe sortieren", „GeoKlick", „GeoTris", „ThemaKlick", „GeoRelation") zu lösen gilt.

Gameplay....

Einen virtuellen „Reisepass" beinhaltet der Titel selbstverständlich auch. Darunter kann man sich eine Übersicht vorstellen, auf welcher insgesamt 16 Aufgaben vermerkt werden. Wird eine davon im Laufe der Programmnutzung erfolgreich beendet, erhaltet Ihr einen Stempel. Den „Reisepass" könnte man als Motivationsstütze anrechnen, wobei dies nicht unbedingt hilft, über längere Zeit vor dem DS-Bildschirm zu verweilen. Hierfür hätte man sich schon zusätzliche Spielinhalte einfallen lassen müssen. Die einzelnen Spielmodi, die sich einzeln aus dem Hauptmenü anwählen lassen, gehen allesamt in Ordnung, keiner davon überzeugt allerdings dergestalt, dass man davon nicht mehr loskäme. Dies liegt größtenteils daran, dass der Titel kein Ziel verfolgt. Klar, man kann sich den obersten Platz der Highscore sichern. Allerdings hat man diesen recht schnell inne. Und dann? Tja, gute Frage, die uns vielleicht die Entwickler beantworten sollten. Zwei Schwierigkeitsgrade stehen zur Verfügung, wobei sich diese vornehmlich in der zur Verfügung stehenden Zeit sowie der Auswahl der Fragen unterscheiden. Machbar ist aber ein jeder. Je fitter man im geographischen Bereich ist, desto besser natürlich.

Ein paar Sätze wollen wir natürlich auch zu den einzelnen Spielmodi verlieren. Viel zu erklären gibt es hier allerdings kaum. Gespielt wird der Titel mithilfe des Touchpens, der nicht immer optimal reagiert. Die meiste Zeit allerdings schon. Alle Modi unterliegen einem Zeitlimit. So sollt Ihr beispielsweise einen eingeblendeten Ort (zur Verfügung stehen die Karten von Europa, Deutschland und der gesamten Welt) korrekt verorten oder etwa eine Markierung konkret zuordnen (Beispiel: „Welche Stadt verbirgt sich hinter diesem Symbol?"). Im Modus „Kuckucksei" wählt Ihr aus fünf Begriffen den nicht dazu Passenden aus (Beispiel: Städte am Rhein") oder sortiert fünf vorgegebene Begriffe nach bestimmten Kriterien (Beispiel: „Sortiere diese Berge nach ihrer Höhe"). Ein Bilderpuzzle, in welchem Ihr diverse Bauwerke, Landschaften oder Flüsse Antworten zuordnen müsst, ist ebenso im Programm integriert, wie ein entfernt an „Tetris" erinnerndes Begriffszuordnen. Allerdings ohne Puzzlefaktor. Bei „GeoRelation" müsst Ihr zwei in direktem Vergleich stehende Länder hinsichtlich ihres Größenverhältnisses abbilden oder in „ThemaKlick" Bilder entweder Kontinenten, Ländern oder Städten zuordnen. Die „Weltreise" erlaubt es Euch, alle acht Modi hintereinander anzugehen.

Grafik/Sound....

Animierte Grafiken gibt es in „Diercke - Das Geographie-Quiz" keine. Alles mit was Ihr konfrontiert werdet, sind reine Bildergrafiken, die nicht besonders hoch aufgelöst dargestellt werden. Das Quiz ist zweckoptimiert und erfüllt dementsprechend die Anforderungen, die ein solches Programm von sich erwarten lässt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Etwas enttäuscht sind wir von der akustischen Seite. Bei vorliegendem Titel haben wir es mit einem „One-Song-Wonder" zu tun, also einem Programm, das mit einer einzigen, sich immer wiederholenden Melodie auskommt. Unseres Erachtens ist das zu wenig. Schnell stellt sich im Gehörgang Monotonie ein. Ein, zwei Musikstücke mehr hätten es schon sein dürfen.

Fazit....

„Diercke - Das Geographie-Quiz" eignet sich vor allem für Geographie-Freunde, die ihr bereits gesammeltes Wissen in punktueller Form geprüft wissen möchten. Richtig viel lernen werdet Ihr in der „rondomedia"/„Westermann"-Koproduktion hingegen nicht. Einen Theorieteil würde man sich als Käufer schon wünschen. So könnte das Programm beispielsweise Hintergrundinfos liefern, die in aufbereiteter Weise einen Lerneffekt mit sich brächten. Dies spart der Titel jedoch geschickt aus. Nichtsdestotrotz können Geographie-Freunde einen Blick riskieren.

 

+ etwa 2.700 Fragen und Aufgaben
+ acht Modi
+ viele Bildergrafiken
- kein Theorieteil
- Touchpen-Erkennung
- lediglich punktuelle Abfrage

GRAFIK: --

SOUND/EFFEKTE: --

MULTIPLAYER/: --

GESAMTWERTUNG:
Bedingt Empfehlenswert

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