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NDS CSI: Dark Motives
 
 
CSI: Dark Motives - NDS
Kilian Pfeiffer (11.11.2007)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Ubisoft
GENRE: Adventure
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-7
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

"CSI" - drei Buchstaben, die für eifrige Fernsehenthusiasten, die mit der Materie der Kriminalistik firm sind, eine Menge bedeuten. Fernsehratten freuen sich von Woche zu Woche auf den einstündigen Krimievent, wobei bei der Vielfalt an spannender Mordaufklärung im TV kaum mehr der Überblick zu wahren ist. Jeder Sender kann inzwischen mit einer eigenen Serie aufwarten. Auch auf dem PC hat die "CSI"-Reihe bereits vor langer Zeit ihr Stelldichein feiern können, nun gebührt auch dem Nintendo DS die Ehre, das TV-Event auf dem Doppelbildschirm umzusetzen - unter der Regie von "Ubisoft", die im Herbst 2007 bekanntlich mit einer ganzen Lawine an Nintendo-Software aufwarten kann. Spannende Mordaufklärung und ungelöste Fälle im Fünferpack erwarten Euch an dieser Stelle. Wie die Umsetzung gelungen ist und ob das Spiel die hohen Erwartungen der zahlreichen Fans erfüllen kann, erfahrt Ihr im folgenden Review.

Menus und die Story....

"CSI: Crime Scene Investigation - Dark Motives" lässt Euch zum Fahnder in Reinkultur mutieren - wie das funktioniert und warum das so ist, erklären wir Euch im Laufe des Textes. Kriminalistische Werkzeuge sind in der Mordaufklärung das Arbeitswerkzeug schlechthin, denn ohne dieses bleiben die bislang unaufgeklärten, mysteriösen Fälle im Dunkeln. Demnach müsst Ihr Euch auf diese Art des Gameplays einstellen. Spannungsgeladene, fesselnde Echtzeit-Action - Fehlanzeige in vorliegendem Titel, dennoch können wir nach unserem ausführlichen Testzeitraum einschätzen, dass das Setting, sowie die fünf Fälle des Spieles Potenzial beherbergen, auch wenn die spielerische Umsetzung nicht zu jedem Zeitpunkt optimal gelungen ist. Allein die filmischen Zwischensequenzen geben Anlass zur Kritik, denn verpixeltere Kurzfilme habt Ihr - wenn überhaupt - bislang nur im Internet oder auf einer miesen Handy-Kamera gesehen. Jedenfalls ist das Gebotene durchaus einen Blick wert, vielmehr freuen wir uns in der Redaktion aber auf sie anstehende Wii-Version des Titels, die bereits angekündigt ist, deren Erscheinungstermin sich kürzlich aber nach hinten verschoben hat.

Die Ausbildung ist beendet, das reale Leben wartet auf Dich und Deine Fähigkeiten. "Menschliche Spürnase" haben Sie Dich während der ersten Jahre genannt, das gewisse Etwas für verborgene Dinge ist Dir wohl bereits in die Wiege gelegt worden. Daher ist der Job als "CSI"-Agent der optimale Tummelplatz, um Deine Begabung in praktischer Hinsicht unter Beweis zu stellen. Und Beweise sind in diesem Job das Maß aller Dinge: ohne sie geht nichts voran, ein Mord würde die Angehörigen des Opfers für alle Zeiten in Ungewissheit stürzen, denn nur Geständnisse und bestätigte Fakten verhelfen als Fahnder zum gewünschten Erfolg. Forensische Maßnahmen und allerhand Spürnasensinn vorausgesetzt. Leider begrenzt ab und an die technische Umsetzung den Fortschritt in der Fallaufklärung.

Technik und Gameplay....

Näher auf die Fälle in "CSI: Crime Scene Investigation - Dark Motives" einzugehen, wäre - bei fünf Story-Strängen - vergleichbar mit der Vorwegnahme des Ausgangs eines "Harry Potter"-Titels. Was wir uns vorgenommen haben, ist, Euch die einzelnen zur Falllösung (Beweissammlung/Beweisuntersuchung) relevanten Werkzeuge näher vorzustellen. Vollständigkeitshalber sei gesagt, dass zu Beginn des Spiels lediglich ein einziger Fall bereit steht, wobei im Laufe der Zeit - und somit nach Abschluss einer Aufklärung - ein weiterer Krimi auf Euch wartet. Insbesondere der innere Drang nach Aufklärung wird Euch bei der Stange halten. Denn technisch liegt leider einiges im Argen: weil es sich um eine Umsetzung und nicht um eine Eigenentwicklung handelt, sind einige Dinge etwas unpraktisch bei der Handhabung. So sucht Ihr den Bildschirm nach bestimmten Bereichen ab, da diese aber so unscheinbar sind, kann es gut und gerne passieren, dass Ihr den derzeitigen Untersuchungsort missmutig verlasst, um an anderer Stelle weiterzusuchen. Die eigentliche Lösung des Problems bleibt aber ungeklärt. Oft liegt dies an einer zu minimalistischen Darstellung eines Beweises - zum Beispiel ein Abdruck im Boden vor einem Fachgeschäft. Nur mit Mühe und Not fällt einem dieser auf. Gut hingegen ist die Tatsache, dass in der Regel der vom Touchpen geführte Mauszeiger bei relevanter Beweisberührung das Symbol wechselt - wobei einsteigerfreundliche Anfängerhilfen nach Wunsch auch deaktiviert werden können.

Sobald Ihr von Grissom, Eurem Boss, in die Materie der anstehenden Fallaufklärung eingeführt wurdet, geht es sogleich ans Eingemachte, sprich, den Schauplatz des Geschehens, respektive weitere Örtlichkeiten, die eventuelle Informationen beheimaten und nur durch Euren Einsatz an den Tag gefördert werden. Die Steuerung funktioniert durchweg mit dem Touchpen. So dürft Ihr Euch an den einzelnen Schauplätzen teilweise um 360 Grad umschauen. Mit dem Zeiger sucht Ihr den Bildschirm nach verdächtigen Orten ab, bestimmte Objekte und spezielle Bereiche lassen sich heranzoomen. Oftmals sind Beweise für eine Aufklärung scheinbar nicht vorhanden, nur forensische Werkzeuge helfen Euch hier weiter. Und genau dieser Spielaspekt macht den Titel so ungemein spannend und in sich stimmig: eingetrocknete Flüssigkeiten - beispielsweise Blut - können mit einem Wattestäbchen aufgenommen werden, um es bei Greg Sanders, einem Labortechniker, näher unter die Lupe zu nehmen. Mit Gips und Rahmen nehmt Ihr verdächtige Spuren, wie Reifen- oder Fußabdrücke, auf, tupft Substanzen mit einem selbsthaftenden Wattebausch auf oder besorgt Euch mit dem elektrostatischen "Dust Print Lifter" Staubabdrücke, die auf allen möglichen Oberflächen erkannt werden. So weit, so gut! Im Labor könnt Ihr die von Euch getätigte Beweisaufnahme weiterführen, indem Ihr mikroskopische Untersuchungen durchführt und Eure Erkenntnisse mit im Computer gespeicherten Daten abgleicht. Ebenso lassen sich hier diverse Abdrücke miteinander in Beziehung setzen. Somit werden bereits verdächtige Personen zusätzlich belastet, anderenfalls wird ausgeschlossen, dass jemand an besagter Unfallstelle gegenwärtig war. Mit einem Vergrößerungsglas geht es den Beweisen an die Substanz, eine UV-Lampe erkennt an geeigneter Stelle Körperflüssigkeiten. Das chemische Luminol offenbart scheinbar nicht vorhandenes Blut an diversen Gegenständen. Mit 15 vorhandenen Werkzeugen zum Erschnüffeln relevanter Informationen seid Ihr als "CSI"-Agent also äußerst gut ausgestattet.

Übrigens ist es auch durchaus möglich, einzelne Verdächtige vorzuladen. Allerdings erst dann, wenn die Beweislast erdrückend ist. Häufig erhaltet Ihr dann auch Zugang zu bestimmten, mit dem Tatort in Verbindung zu verbringenden Örtlichkeiten. Durchsuchungsbefehle ermöglichen Euch uneingeschränkten Zugriff auf den Ort des Geschehens, dort findet Ihr dann unter anderem Dokumente, ebenso Objekte, die als offensichtliche Beweise zur Lösung der Fälle beitragen. Und da das Programm Euch relativ viele Möglichkeiten zur Ermittlungstätigkeit lässt, dürfen kriminalistische Beweisstücke sogar miteinander kombiniert werden, um neue Ermittlungen aufzugreifen. Über derzeitige Ermittlungsstände, sowie verdächtige Personen informieren Euch zahlreiche Menüs, die jederzeit selbstständig von der Software aktualisiert werden. Auch innerhalb der zahlreichen Gespräche kommt Ihr an weitere, diesbezüglich weiterführende Informationen. Zwar werdet Ihr im Spiel häufig in Situationen geraten, die Euch zunächst einmal vor scheinbar aussichtslose Situationen stellen, jedoch erhaltet Ihr von Eurer zur Seite gestellten Partnerin jederzeit passende Ratschläge, was als nächstes zu tun ist.

Grafik & Sound....

Standbilder wohin das Auge blickt: lebendig wirken die Gegenden in "CSI: Crime Scene Investigation - Dark Motives" leider zu keinem Zeitpunkt. Alle Charaktere schauen regungslos in der Gegend umher, auch die Beweissuche ist nicht sonderlich aufregend gestaltet. Man merkt dem Titel einfach an, dass es sich hierbei um eine Umsetzung handelt. Bedauerlich und technisch sehr dürftig gestalten sich des Weiteren die Zwischensequenzen. Pixel bevölkern das dortige Geschehen, wobei sich dies zum Glück nur auf diese kurzen Abschnitte beschränkt.

Größtenteils sind Soundeffekte das einzige Gut, das aus den Nintendo DS-Ausgängen strömt. Während der Ermittlungen ist Musik ein rares Gut, wobei diese auch nicht unbedingt für das Geschehen relevant wäre. Eine Sprachausgabe gibt es im Übrigen nicht, lediglich werdet Ihr von zahlreichen Textkästen beglückt - Lesefreude also vorausgesetzt.

Fazit....

Eine ermittlungstechnisch aufwändige Angelegenheit ist das Beweissuchen allemal. 15 Werkzeuge erlauben Euch anfangs schier unvorstellbare Möglichkeiten. Beinahe überfordert fühlt man sich, wenn man anfangs auf das Sammelsurium der im Spiel befindlichen Dinge trifft. Ob im Labor oder am Tatort, beim Verhör oder der Beweissuche: stundenlange Ermittlungstätigkeit ist in "CSI: Crime Scene Investigation - Dark Motives" garantiert. Trotz teilweise fitzeliger Beweise und technisch abgespeckter Möglichkeiten ist das Kriminalabenteuer ein guter Einstand auf dem Nintendo DS. Technisch wäre zwar mehr möglich gewesen, dennoch kann man mit dem ersten "Ubisoft"-Krimi-Titel für den Nintendo DS ohne weiteres zufrieden sein - kniffelige Touchpen-Arbeit sollte man allerdings mögen.

 

+ fünf umfangreiche Fälle
+ viele Ermittlungswerkzeuge
+ guter Genre-Einstand
- teils anstrengende Beweissuche
- technisch altbacken
- Sackgassengefahr!

GRAFIK: 59%

SOUND/EFFEKTE: 60%

MULTIPLAYER/: --

GESAMTWERTUNG: 70%

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