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NDS Crayola: Treasure Adventures
 
 
Crayola: Treasure Adventures - NDS
Kilian Pfeiffer (20.04.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Ignition Entertainment
GENRE: Malspiel
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Keiner
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Sonntags war bei uns anno dazumal regelmäßig „Die Sendung mit der Maus"-Tag. Kennt Ihr die bräunliche Maus mit dem vernehmbaren Augenaufschlag und ihrem blauen Kumpel, dem pummeligen Elefanten? Jeden Sonntag beglücken sie wissensdurstige Kinder während der Einspielfilmchen. Eine halbe Stunde dauert die pädagogisch wertvolle Sendung – länger nicht. Warum wir Euch das erzählen? Weil „Crayola – Treasure Adventures" keine Minute länger in Anspruch nimmt und ebenfalls einen methodisch ausgewählten Charakter besitzen soll. Dass man bei der Software zwar kein Faktenwissen erfährt und auch nicht in intellektueller Hinsicht geschult wird, ist nicht weiter schlimm. Pädagogisch wertvoll können nämlich auch Zeicheneinlagen und Puzzles sein. Inhalte, die bei „Ignition Entertainment" zur Sprache kommen und den Titel von Anfang bis Ende bestimmen.

Menus und die Story....

„100 Bilder zum Anmalen", „Belohnungen in Form von Wachsmalstiften" – Dinge, die Ihr während des kurzen Exotikausflugs erleben werdet. Lediglich zwei Möglichkeiten bleiben den vornehmlich jungen Spielern im Hauptmenü zur Auswahl: Zum einen das „Abenteuer", zum anderen das „Farbton-Buch". Müssten wir eine Empfehlung für die geeignete Altersgruppe für den Titel aussprechen, würden wir uns auf ein Alter zwischen drei und fünf Jahren festlegen. Anders ausgedrückt könnte man auch Vorschulkinder, besser gesagt Kindergartenkinder als angebrachte Klientel ansehen, denn älter sollte man als Spieler der Nintendo DS-Malstift-Umsetzung nun wirklich nicht sein. Das ist auch der Grund dafür, dass wir uns erneut für unser alternatives Wertungssystem entschieden haben, das auf eine klassische Prozentwertung verzichtet und letztendlich auf eine skalierte Empfehlung hinausläuft.

Bereits die Hintergrundgeschichte lässt erahnen, mit welchem Genre wir es zu tun haben könnten: Farben, Farben, nichts als Farben. Farbenmalerei, Puzzelei, Bleistiftkritzelei dank Zahlenverbindungen. All das stellt Eure Hauptbeschäftigung im Spiel dar, viel mehr wird Euch nicht vorgesetzt. Freilich war das nicht alles, denn eine Art virtuelles Malbuch spendierten die Entwickler ebenso, wobei die dort vorgesetzten Bilder zum Ausmalen keinen spielerischen Nährwert haben, sondern nur zur Unterhaltung der Kleinen dienen. Wie lange, ist wohl personenabhängig, je nachdem, wie sehr man sich an der Malfreude begeistern kann. Dennoch müsst Ihr im Laufe des Spieles die Farbkristalle, die von vermeintlichen Unholden gestohlen wurden, zurückholen, denn alle besuchten Landschaften haben ihre Farbgebung eingebüßt. Dass es nun Euer Ziel ist, die verloren geglaubten Kolorierungen wieder zurückzuholen, ist für einen echten Jungspund-Abenteurer keine Frage, sondern eine Selbstverständlichkeit.

Technik und Gameplay....

Farbenfrohe Schätze zu suchen, ist das Ziel bei „Crayola – Treasure Adventures". Mit dem Touchpen geht es auf die Suche, bei der Ihr unter Einsatz Eurer kreativen Malkünste zum Erfolg kommt. Im Grunde genommen reicht es bereits aus, wild über den Touchscreen zu reiben, um im „Abenteuer" bestehen zu können. Drei Schauplätze werden im Laufe der rund halbstündigen Software-Hatz freigeschaltet, wobei die sandige Wüste ebenso mit dabei ist, wie langgezogene Küstenabschnitte in einer verwunschenen Bucht. Nicht falsch verstehen: Der Titel ist eine rein auf die jüngsten Spieler abgezielte Umsetzung, in der Ihr nicht mehr machen müsst, als Puzzles zu lösen, zu malen und Zahlen zu verbinden.

Jedes Szenario setzt sich aus insgesamt neun, in direkter Konstellation zueinander stehenden Abschnitten zusammen, die sich wiederum in Dreiergruppen aus Zeichnen, Zahlen verbinden und dem klassischen Puzzle präsentieren. Zunächst wollen wir Euch die drei Kategorien aber aus der Nähe vorstellen, denn immerhin will man sich als Käufer des Titels – oder eben als Beschenkter, wie es bei den meisten Spielern der Fall sein dürfte – vorab informieren. Wie einfach der Titel zu begreifen und zu meistern ist, lässt sich am Symbolcharakter des Puzzles ablesen: Das aus maximal zwölf Teilen (!) bestehende, virtuelle „Geduldsspiel" ist in wenigen Sekunden zusammengesetzt. Ein paar Stylus-Schwünge reichen aus, um jeweils die Eckteile in ihre Position zu verfrachten und die Restteile der Anforderung nach einzufügen. Seid Ihr erfolgreich, winken Euch Zusatzfarben für das Malbuch, eine Extra-Spielkategorie, die im Folgenden von uns ebenfalls betrachtet wird. Bei Eurer Reise durch die Südsee-Gefilde trefft Ihr immer wieder auf Bereiche, in welchen alle Gegenstände ihrer Farben beraubt wurden: Hängematten, Skulpturen, überflüssiger Krimskrams. Anhand von bunten Wirbeln, welche die Konturen der jeweiligen Gegenstände darstellen, erkennt Ihr, wo Ihr Hand anzulegen habt. Tippt also nun auf eines der ins Auge stechenden Objekte und wartet ab, was geschieht!

Um die Farben zurückzuholen und dem Setting wieder Leben einzuhauchen, bedarf es keines großen Geschicks. Zwar müsst Ihr nun „Malen nach Zahlen" betreiben, könnt allerdings jegliche Genauigkeit außen vor lassen. Meist sind nicht mehr als zehn Punkte anzusteuern, es reicht gar aus, wenn Ihr der Reihenfolge nach diese antippt. Hieraus entsteht dann das Gebilde, welches Ihr auf ein Neues einfärben wollt, ebenso huschen die schönen bunten Farben zurück in ihren Ursprungsgegenstand. Weiterhin wartet ein Schnellmal-Bereich auf seine Absolvierung, in dem bei weitem nicht nur Objekte, sondern auch Personen in farbloser Gestalt vor Euch auftauchen. Um auch hier erneut für Lebendigkeit zu sorgen, gilt es, gewisse Partien der Körper oder des Gebildes mit Farbe auszustatten. Auch hier ist das Credo weniger auf das Detail zu achten, als vielmehr möglichst flink mit dem Touchpen über den Bildschirm zu wischen und einen Großteil des Bereiches mit der Kolorierung zu versehen. Gelingt es Euch nicht in der vorgegebenen Zeit, also solange bis die jeweilige Person – oder auch die Farbkristall-Diebe höchstpersönlich - vollkommen blass dasteht, das Kunstwerk fertig zu stellen, müsst Ihr erneut einen Versuch wagen.

Weil „Crayola – Treasure Adventures" ein waschechter Kindertitel ist, ist das virtuelle Malbuch ein obligatorischer Zusatz, der sich ob seines Spielgehalts dann doch stark in Grenzen hält. Denn sind wir uns doch mal ehrlich: Kinder haben mehr Spaß, wenn sie Wachsmalfarben in den Händen halten, als einen Stylus als Stiftersatz. Trotz der Tatsache, dass einige Dutzend Bilder für Abwechslung sorgen. Tiermotive, alle Arten von motorisierten Untersätzen sowie fantasiereiche Drachenwesen sind auf der Spielkarte vereint und bereit mit Farbe versehen zu werden. Die dafür notwendigen Stifte habt Ihr bereits im „Abenteuer"-Modus freigeschaltet, 120 Farbtöne an der Zahl. Dies ist stattlich, denn zum einen dürft Ihr als Wachsmalkreide die Blätter „bepinseln", zum anderen den Stiftkopf in einen Filzer verwandeln, mit welchem sauber-strukturierte Farbgebungen möglich werden. Ob dünner oder dicker Zeichenkopf, bleibt ferner Euch überlassen. Bedauerlicherweise dürft Ihr Eure zeichnerischen Ergüsse nicht abspeichern.

Grafik & Sound....

Weil wir uns gegen gewöhnliche Prozentwertungen entschieden haben, wollen wir die Bereiche „Grafik" und „Sound" nur kurz anschneiden. Eine große Erwähnung sind diese beileibe nicht wert, denn die grafischen Umsetzungen sind eher spärlich und ziemlich effektlos in den Speicher hinein geladen worden. Ein wenig Pinselarbeit hier, ein wenig Puzzleleistung dort – dies alles hat man schon tausendfach gesehen, wobei die Zweckmäßigkeit eine Punktlandung vollbringt. Der Sound ist hingegen etwas stressig beim Ausmalen der Bleistiftmotive, südseeinspiriert während der Entdeckungsfahrten von Szenario zu Szenario.

Fazit....

Man kann es eigentlich nicht oft genug sagen: „Crayola – Treasure Adventures" ist für die vorstellbar jüngste Spieler-Klientel gedacht, all diejenigen, dies ihres Zeichens über fünf Jahre alt sind, sollten Ihr Eltern um andere Software bitten, denn der dürftige Umfang würde nach kurzer Zeit zur Unzufriedenheit der Daddler führen. Die kindgerechte Story, die sich die Spieler wohl vorlesen lassen müssen und die äußerst simplen Unterhaltungsspielchen sind liebevoll umgesetzt, in ihrer Anzahl allerdings viel zu läppisch, um für Aufsehen zu sorgen. Das Malbuch mit den 120 Farben wird wohl als einziger Spielinhalt auch auf Dauer motivieren – wie bereits mehrfach erwähnt aber nur die Jüngsten der spielfähigen Nintendo DS-Besitzer.

 

+ kindgerecht umgesetzt
+ 120 Malfarben
+ viele Motivvorlagen
- nach 30 Minuten ist man durch
- kein spielerischer Anspruch
- echte Wachsmalkreide reizt mehr als die virtuelle

GRAFIK: --

SOUND/EFFEKTE: --

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG:
Empfehlenswert

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