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NDS Castlevania: Portrait of Ruin
 
 
Castlevania: Portrait of Ruin - NDS
Kilian Pfeiffer (17.09.2008)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Konami
GENRE: Action
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-9
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 12+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WiFi: Ja

   
Einleitung....

Im November des Jahres 2008 soll es soweit sein und ein weiterer Castlevania-Teil den Nintendo DS-Handheld beehren. Knapp eineinhalb Jahre hat es dann gedauert, bis ein Nachfolger fertiggestellt wurde. Allerdings haben wir uns um jenen Vorgänger bislang leider nicht kümmern können, da auch uns ab und an ein Titel durch die Lappen geht. Jedoch haben wir erneut keine Mühen gescheut und den Titel – besser spät als nie – in’s Testlabor geordert. Es gibt zwar bedeutende Änderungen im Spielprinzip im Vergleich zum Vorgänger, Wesentliches ist jedoch gleich geblieben und befördert auch die aktuelle Umsetzung ganz weit nach oben! Ein Titel, den man gespielt haben muss!

Menus und die Story....

„Konami" ohne die Castlevania-Serie wäre wie Butter ohne Milch – nicht vorstellbar! Auch wenn der Konzern auf der Wii ein außergewöhnliches Debüt wagt, hoffen wir, dass er sich nicht verspekuliert und auf das richtige Zugpferd setzt. Denn die weltweit geschätzte Serie hätte es einfach nicht verdient, wenn der Name qualitative Einbußen erleiden würde. Demnach hat man sich für den Handheld zunächst auf das klassische Spielprinzip verlassen, steuert dieses Mal aber gleich zwei Charaktere durch Draculas Schloss, aber auch durch andere Gebiete, die speziell im Hinblick auf den Abwechslungsreichtum sensationelle Ergebnisse liefern. Als Jonathan Morris und Charlotte Aulin haben es die fiesen Dämonen schwer zu bestehen, doch bevor es gilt, sich in’s Abenteuer zu stürzen, stürzen wir uns zunächst in den „Shop-Modus", in welchem wir über eine drahtlose Verbindung bei einem Kollegen das eine oder andere Item erwerben dürfen.

In der „Boss-Rush", die erst besucht werden sollte, wenn Ihr den Singleplayer beendet habt, trefft Ihr auf einen Endgegner nach dem anderen. In steter Folge beharken Euch die widerlich dreinschauenden Fratzen, schlagen mit ihren Klauen und umgarnen Euch, um letzten Endes den Lebenssaft aus Euch herauszuquetschen. Hier wird Euch also nichts geschenkt werden, soviel ist mal sicher! So, nun noch das genial inszenierte Intro reinziehen, warm anziehen, die Peitsche packen und los geht’s!

Technik und Gameplay....

Sechs Spielstände stehen zur Auswahl, einer davon wird Euch gehören. Wie sooft gefällt ein Castlevania-Teil vor allen Dingen auch wegen der enorm einfachen Zugänglichkeit, was aber nicht bedeuten soll, dass der Anspruch einem Kinderspiel entsprechen würde. Im Gegenteil. Wie sich herausstellen sollte, ist „Castlevania – Portrait of Ruin" diffizil in mancherlei Hinsicht, besonders dann, wenn auf längere Sicht hinaus kein Speicherpunkt zu sehen ist und ein fetter Gegner nach dem anderen über Euch herfällt. Da reichen dann oftmals die Energietränke nicht mehr aus und Ihr segnet das Zeitliche! Aber zunächst werfen wir einen Blick auf das Gameplay, das in traditioneller 2D-Perspektive dargestellt wird – Jonathan und Charlotte steuert Ihr durch „platte" Gewölbe, idyllische Sonnenuntergänge und heiße Lavagefilde, durchschreitet schauderhafte Höhlenbereiche und schreitet durch erhabene Festsäle. Abwechslung wird bei vorliegendem Titel groß geschrieben, auch hinsichtlich der Charakterwahl. Denn Jonathan und Charlotte beherrschen selbstverständlich unterschiedliche Angriffsvarianten, ergänzen sich aber in gewisser Weise auch recht gut. Höher gelegene Ebenen können nur durch den gemeinsamen Einsatz bewältigt werden, in dem einer der beiden dem anderen auf die Schulter steigt. Oder ein großer Block wird – während einer von beiden auf diesem steht, verschoben, um an zuvor unzugängliche Stellen zu gelangen.

Was uns zusagt, ist die Möglichkeit, entweder mit einem der beiden Protagonisten zu agieren oder aber beide gleichzeitig handeln zu lassen, wobei einer der beiden Parts durch die CPU übernommen wird. Hammerhart und wunderbar bei überdimensionierter Gegenwehr: die Koop-Manöver, seien es über den Bildschirm rauschende Blitze, Feuerwalzen oder das gemeinsame Gegnerschnetzeln. Nach und nach lernt Ihr weitere Manöver im Kampf, die Ihr entweder alleine, als auch in der Gruppe zum Einsatz bringt – die notwendige Mentalleiste vorausgesetzt. Wichtiger dürfte aber der Lebenssaft sein, da – wenn dieser mal weg ist – unumgänglich beim letzten Speicherpunkt begonnen werden muss.

Was für die Castlevania-Serie zum guten Ton dazugehört, ist das Aufleveln des Avatars. Je mehr Feinde Eurer Klinge zum Opfer fallen, desto mehr Erfahrungswerte kassiert ihr und desto schneller steigt Ihr im Rang auf. 155 Schurken gibt es zu entdecken, einige grausamer als das grässlichste aus der eigenen Fantasie ersonnen Feind-Produkt. Staubsaugende Hausdamen, lässig an der Mauer lehnende Skelettfratzen, riesige Knochenschwinger, eindrucksvolle Ritter mit wuchtiger Lanze oder kaum zu treffende Fledermäuse, die spitzfindig wie sie sind, nur ein wenig Blut saugen wollen und so schnell wie sie gekommen waren, schon wieder verschwunden sind. Um im Kampf gute Karten zu haben, rüstet Ihr Euch mit gefundenen Items aus, achtet auf die Optimierung diverser Statuswerte und darauf, dass Jonathan und Charlotte eine gute Figur abgeben. Gleichgültig welche Waffe Ihr in der Hand haltet – es ist einfach ein beeindruckendes Spielgefühl auf diese Weise durch die Gänge zu laufen, Portale zu betreten, die riesige Landschaften eröffnen und somit die Spielwelt deutlich vergrößern, sowie gegen monströse Gegner anzukämpfen. Warppunkte befördern Euch durch das riesige Anwesen, auch in den Subwelten reicht ein Knopfdruck aus, um von Osten nach Westen zu gelangen. Und nicht nur auf eigenständig gefundene Gegenstände ist Verlass, sondern auch auf den mobilen Schloss-Shop, der das eine oder andere Schnäppchen bereithält. Und weil das noch nicht alles war und die Schnetzelei scheinbar weiteren Input benötigte, spendierten die Entwickler einen mysteriösen Charakter, der den Protagonisten des Öfteren Aufgaben offeriert. Bei Erfolg warten spezielle Skills auf Euch!

Grafik & Sound....

In jeder Hinsicht erhaben ist die fantastische Spielwelt gelungen, die toll gezeichneten Gegnerbewegungen, der 3D-Effekt ebenso wie die farbenfrohen Knallerleien, beispielsweise während der Hack’n Slay-Scharmützel. Auch wenn die Zeit scheinbar still steht und die Castlevania-Serie natürlich optimiert werden könnte, kommt die Atmosphäre erneut in bester Qualität rüber. Vor allem der designerische Einfallsreichtum der Grafiker kann sich sehen lassen.

Wow, dieser Sound umschmeichelt unsere Ohren, bietet Abwechslungsreichtum und Brillanz in einem, orientiert sich an der typischen Castlevania-Thematik und oftmals an klassischen Themen. Unglaublich, wie bereichernd die Akustik zum Spielgefühl beiträgt, auch wenn es keine Sprachausgabe gibt. Ebenfalls sind die Soundeffekte vom Feinsten.

Multiplayer....

Gemeinsam um die Wette schlachten, Stages erkunden und Gegner ausschalten – Dinge, die Castlevania-Spieler lieben dürften. Und in der Tat könnt Ihr gemeinsam im Multi-Karten-Spiel loslegen und verschiedene Ebenen miteinander bestehen. Allerdings sind zu Beginn noch nicht alle Welten verfügbar, dies ändert sich aber im Laufe der Zeit. So überzeugend wie das Singleplayer-Game ist der Gruppenpart aber dann doch nicht. Lest dazu noch unser kurzes Wi-Fi-Special, das Ihr über den Link erreicht!

Fazit....

„Castlevania – Portrait of Ruin", der derzeit aktuellste Teil der Serie, führt das Erbe der vergangenen Titel hervorragend fort, ist unseres Erachtens aber schwerer als der direkte Vorgänger. Immer wieder können uns die Entwickler dahingehend überraschen, als dass innovative Gameplay-Elemente, wie beispielsweise das Team-Spiel, integriert wurden. Auch der Umfang ist deutlich angewachsen und wie sooft baut eine Fähigkeit auf der anderen auf: Zunächst sind diverse Bereiche noch nicht zugänglich, später aber ermöglichen Euch spezielle Skills, dass Ihr vorankommt. Vor allen Dingen ist es das Spielgefühl, das auch dieses Mal hervorragend weitertransportiert wird und „Castlevania – Portrait of Ruin" zu einer einmaligen Perle aufwertet.

Das Mag64 Wi-Fi Special
Hier findet Ihr Infos zum Online Gameplay zu Castlevania: Portrait of Ruin (Voraussetzungen/Möglichkeiten)

 

+ geniales Castlevania-Feeling
+ hübsche Optik
+ phänomenale Akustik
+ Rollenspielelemente
+ Ausrüstung en masse
+ 155 Gegnertypen
+ Team-Play/Zusatzaufgaben
+ Größere Spielwelt
- kein Seelen-System
- teilweise sehr anspruchsvoll

GRAFIK: 83%

SOUND/EFFEKTE: 89%

MULTIPLAYER/WI-FI: 70%

GESAMTWERTUNG: 88%

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