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NDS Crazy Pig
 
 
Crazy Pig - NDS
Kilian Pfeiffer (09.03.2008)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Mindscape
GENRE: Minispiele
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-2
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Die Schweine sind los und als verrückter Vertreter dieser Gattung gibt es reichlich Arbeit. Arbeit in Form von Minispielen. Aber nicht nur das! Denn bei "CrazyPig" müsst Ihr Euch - ähnlich wie bei vielen anderen Tier-Simulationen - auch um das Wohlergehen des kleinen Ferkels kümmern. Schweinchen sind nun mal nicht gerade die reinlichsten Tiere, dementsprechend muss geschrubbt, gebürstet und geputzt werden. Der Titel beschränkt sich hier aber auf relativ oberflächliche Pflegeinhalte - wichtiger sind die Minispiele, die "CrazyPig" zu einem netten Zeitvertreib machen. Im Besonderen für die jüngere Klientel...

Menus und die Story....

Der "Mindscape"-Titel ist eine weitere Umsetzung, die speziell auf die Bedürfnisse des Nintendo DS abgestimmt wurde. Ob Touchscreen oder Mikrofon, alle technischen Raffinessen des Handhelds wurden bedacht und in gut umgesetzten Spielchen verbaut. Insofern ist das Abenteuer für zwischendurch ein witziger Zeitvertreib. Ob Ihr Euch damit auch über mehrere Tage unterhalten könnt, klärt der folgende Test. Dass das Zeitalter der Gelegenheitsspiele nicht nur begonnen hat, sondern sich schon mittendrin befindet, sollte den meisten Spielern nicht unbekannt sein. Der Erfolg des DS' spornt immer mehr Entwickler an für den japanischen Videospielgiganten zu entwickeln. Dabei kommt oftmals die eine oder andere Gurke heraus - Entwarnung dürfen hier für "CrazyPig" geben, auch wenn der ganz große Wurf nicht gelungen ist.

Ähnlich des überschaubaren, wenig tiefgründigen Gameplays, ist auch die Story ausgerichtet: es gibt keine! Nur soviel: der böse Wolf schleicht ständig um den Hof und diese Gefahr sollte um alles in der Welt gebannt werden. Dem Protagonisten-Schweinchen bleibt sonst keine ruhige Minute mehr zum Schlafen. Und in solch jungen Jahren ist dieser mit Abstand das wichtigste überhaupt. Also greift Ihr dem potenziellen, zukünftigen Schnitzel unter die Arme und vertreibt den Wolf vom Hof. Raum dafür bieten Euch zahlreiche Minispiele, die zwar von ihrer Anzahl her überschaubar sind, dennoch aber einen interessanten und kindgerechten Eindruck vermitteln. Das "schweinische" Abenteuer bietet Euch im Übrigen deutsche Bildschirmtexte. Viel zu lesen habt Ihr während der ein paar Stunden dauernden Vertreibungsjagd allerdings nicht.

Technik und Gameplay....

Zwischen zwei Spielständen könnt Ihr zu Beginn auswählen, der Titel speichert Eure Fortschritte selbstständig. Nach Eurer Entscheidung geht es umgehend in den Stall, in welchem das kleine Ferkel bereits sehnsüchtig auf seinen neuen Pfleger wartet. Mit großen Augen starrt es Euch an, erwartungsvoll und voller Vorfreude auf die bevorstehenden Abenteuer. Auf diesen müsst Ihr das Schweinchen begleiten, in unterstützender Funktion helfen und den bösen Wolf verjagen. Dies geschieht in Minispielen, acht Stück an der Zahl, wobei die diversen Jahreszeiten-Spiele nie alle auf einmal zugänglich sind. Alle Spiele stellen Träume des Schweinchens dar - Vorstellungen vom perfekten Glück, ohne den bösen Wolf, der das lockere Leben stark beeinträchtigt. Doch bevor es auf ins Abenteuer geht, wartet die regelmäßige Pflege auf den Vierbeiner. Ihr dürft ihn mit allerlei Leckereien verwöhnen, unter anderen Eis, Marmelade oder Blümchen. Leider ist die Fütterung relativ unspektakulär, da Ihr jeden essbaren Gegenstand lediglich zum Maul des Tieres hinziehen müsst, um es zu sättigen. Ähnlich läuft das Trinken ab.

Des Weiteren steht die Hygiene auf dem Programm, denn Ferkel sind bereits zu Beginn ihres Lebens nicht gerade die reinlichsten Tiere - überall ist Schmutz auszumachen, der schnellstmöglich entfernt werden sollte. Mithilfe von Seifen, Waschlappen und bloßem Stroh säubert Ihr das Tier und verleiht ihm die strahlend-frische, rosafarbene Hautfarbe. Auch die Stimmung in der Schweineseele sollte eine positive sein, denn nicht anders ist es zu erklären, dass Ihr von Zeit zu Zeit zu Utensilien greift, die den Rücken des Ferkels liebkosen und es von anstrengenden Juckattacken befreit. Sobald Euer Schützling keine Lust mehr verspürt, gibt er es Euch zu verstehen. Anhand von vier Anzeigen im oberen Bereich des Topscreens erkennt Ihr, in welchem der vier Kategorien noch Handlungsbedarf besteht. Im Vergleich zu anderen, erstzunehmenden Tiersimulationen, ist "CrazyPig" speziell auf eine sehr junge Zielgruppe zugeschnitten worden. Dies trifft zwar auch bei der spielerischen Konkurrenz zu, oftmals ist es dort aber diffiziler, alle Bedürfnisse komplett zu stillen. Weiterhin wartet der Umkleideraum auf Euch und das zu pflegende Babyschweinchen. In cooler Pose mit getönter Sonnenbrille, schickem Oberteil oder lässigem Kopftuch - im Endeffekt ist diese Option lediglich "just for fun" integriert worden, macht wenig Sinn, aber wird den einen oder anderen Liebhaber des Titels gefallen.

Die Träume des Protagonisten sind bislang zwar nur Schäume, dürfen von Euch aber in die Tat umgesetzt werden. Zwar ist die Anzahl der zur Verfügung stehenden Minispiele recht übersichtlich, dafür gefällt deren spielerischer Aufbau. So müsst Ihr - indem Ihr abwechselnd auf die Pfoten des Ferkels tippt - diesem Tempo verleihen, vom Dach des Bauernhofs hopsen und im rechten Moment den Regenschirm öffnen, um eine möglichst weite Strecke zurückzulegen. Punkte erhascht Ihr in drei möglichen Schwierigkeitsgraden, wobei der Anspruch auch im schwierigsten Grad moderat bleibt. An anderer Stelle säubert Ihr einen Raum - Ferkel war mal wieder unvorsichtig und hat Dreck mit ins Haus gebracht, die eine oder andere Vase ist ebenso zu Bruch gegangen. Als Putzkolonne, bewaffnet mit dem Stylus, sollte die Sauerei aber schnell beseitigt werden können. Während einer Hatz auf einem Strohballen müsst Ihr Scheunentore öffnen, auf herumliegende Autoreifen achten und Ambosse in katapultierende Sprungbretter verwandeln. Die Ideen in "CrazyPig" sind allesamt witzig, so zum Beispiel der Curling-ähnliche Rutsch auf der spiegelglatten Eisfläche. Mit einer Bürste bewaffnet schrubbt Ihr den Weg frei, so dass das Schwein das Ziel erreicht.

Grafik & Sound....

Hinsichtlich der Präsentation ist "CrazyPig" ein kindgerechter, farbenfroher Titel, der seinen optischen Auftritt zufriedenstellend bewerkstelligt. Zwar ist es etwas dröge, das Schweinchen immer auf derselben Stelle des Stalles hocken zu sehen, dafür sind die einfallsreichen Minispiele toll in Szene gesetzt. Für eine grafische Bombastnote reicht das durchschnittliche Ergebnis zwar nicht aus, die Spieler, an welche der Titel aber gerichtet ist, werden sich freuen.

Äußerst fröhlich und der Umsetzung entsprechend ist der Sound ausgefallen. Die dadurch vermittelte Stimmung bringt das Flair des Titels gut rüber - Fröhlichkeit und der Hang zur Abenteuerlust überwiegen und spornen dazu an, mit dem Ferkel den Wolf zu verjagen. Mit dem Mikrofon klappt das manchmal im Übrigen recht gut… Ebenso die Effekte sind toll in den Titel implementiert worden - ob es nun ein Grunzen oder ein Quieken ist.

Fazit....

"CrazyPig" ist nicht nur dem Titel nach ein verrücktes Schwein, sondern auch eine Simulation in kindgerechter Form, die wenig falsch macht. Den größten Kritikpunkt bekommt der spärliche Umfang ab, denn ein paar zusätzliche Aufgaben hätten es schon sein dürfen. Andererseits sind die Minispiele überdurchschnittlich gut durchdacht und einfallsreich in ihrem Aufbau. Die Implementierung der DS-eigenen Technik-Highlights funktioniert gut, auch die Medaillenjagd motiviert länger. Hingegen ist die Ferkel-Pflege mehr aufgesetzt als ernst zu nehmen. Den angesprochenen Spielern wird aber auch dies mit Sicherheit zusagen.

 

+ acht gelungene Minispiele
+ kindgerechte Präsentation
+ sehr einsteigerfreundlich
- geringer Umfang
- kein Mehrspieler-Modus

GRAFIK: 62%

SOUND/EFFEKTE: 65%

MULTIPLAYER/: --

GESAMTWERTUNG: 62%

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