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NDS Cop - The Recruit
 
 
Cop - The Recruit - NDS
Kilian Pfeiffer (02.05.2010)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Ubisoft
GENRE: Action
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-6
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.20 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Nein

   
Einleitung....

Lange hatten wir darauf gewartet – auf einen waschechten „GTA"-Konkurrenten, der ebenfalls für den Nintendo DS erscheint. Und in der Tat – mit „Cop - The Recruit" brachte Ubisoft einen solchen auf den Markt. Das Vorbild ist natürlich ein großes, daher ist der Anspruch, mindestens so gut zu werden, ein hehres Ziel. Immerhin aber eines, das bei vorliegendem Titel ganz gut gelungen ist.

Menus und die Story....

Als Dan Miles seid Ihr neu bei der New York City Control Division. Als Agent seid Ihr unterwegs, als einer, der dem Verbrechen hautnah begegnet. Früher, da war Dan noch am eigenen Leib in kriminelle Machenschaften verwickelt, er hat sich heiße Autorennen geleistet, das eine oder andere schiefe Ding gedreht. Nun folgt er dem Gesetz, als Gesetzeshüter, der sich in waghalsige Manöver stürzt.

Technik und Gameplay....

Wer die „GTA"-Serie nicht kennt, dem sei ein kurzer Abstecher in jene offene Spielwelt gegeben. Eine Welt voll von Action, voll von Verfolgungsjagden, voll von Aufträgen, die man ganz nach Belieben angehen darf. Ähnlich gestrickt ist auch „Cop - The Recruit" für Nintendo DS, das leider ein Nischendasein fristet, es aber sehr verdient hätte, von Nintendo DS-Besitzern beachtet zu werden. Mit Dan Miles habt Ihr einen knallharten Ex-Kriminellen vor Euch, der mit allen Wassern gewaschen ist und seine ganze Erfahrung in seinen neuen Job einbringen kann.

Wie es sich für einen solchen Titel gehört, spielt Euch eine Vielzahl von Leuten wichtige Infos zu. Mit diesen lebt es sich als Agent einfach leichter. Vor allem wenn es darum geht, Verbrecher hinter Schloss und Riegel zu kriegen. Crimp ist beispielsweise ein Informant der ganz besonderen Art. Gut informiert, kennt er sich bestens in der Welt der schweren Jungs aus. Oder Martin O’Brian, Dans bester Freund in alten Zeiten, der eine Werkstatt betreibt und durchaus für den einen oder anderen Abstecher interessant sein dürfte. Herzstück von „Cop - The Recruit" ist zum einen die auf dem Touchscreen erscheinende Map, eine Karte, die Euch alle wesentlichen Örtlichkeiten aufzeigt, die es anzusteuern gilt. Überhaupt ist die virtuelle Welt sehr großzügig gestaltet, als Spieler habt Ihr viel Erkundungsstoff vor Euch, wenngleich die Umgebung kleiner wirkt, als bei der „GTA"-Konkurrenz. Durch Tunnels verbunden, könnt Ihr drei Stadtteile bereisen. Wie es sich gehört, nutzt Ihr hierfür eine Vielzahl von Fahrzeugen, wahlweise schnappt Ihr Euch diese von unschuldigen Bürgern, die gerade zum falschen Zeitpunkt an der falschen Stelle waren.

Die sogenannte 3C, die City Control Console, ist das Herzstück des Spieles, ein Allround-Gerät, das unzählige Funktionen in einer Gerätschaft vereint. Telefon, E-Mail-Empfang, Stadtverzeichnis, GPS-Gerät. Auch in erweiterter Hinsicht werdet Ihr das 3C häufig in Verwendung haben, etwa wenn es darum geht, Sicherheitstüren mittels von Tür-Codes zu öffnen, Bilder zu schießen, Einsätze taktisch zu planen, Straßensperren zu errichten oder Überwachungskameras zu steuern. Die Möglichkeiten sind immens, die größte Schwierigkeit dürfte jene sein, sich möglichst schnell in das 3C hineinzuarbeiten. Weil der Titel aber gute Tutorial-Funktionen mit sich bringt, gelingt Euch das bereits nach relativ kurzer Zeit.

So fallen vor allem die Missionen höchst abwechslungsreich aus, wobei auch gesagt werden sollte, dass nach und nach eine gewisse Monotonie im Spiel Einzug hält. Klar, das Verfolgen von ausbüchsenden Verbrechern via Auto ist unterhaltsam und macht Spaß (trotz der teils sehr übertrieben reagierenden Fahrzeuge), auch die Schieß-Scharmützel können sich sehen lassen. Zwar bieten diese bloß Kanonenfutter-Gegner für actionfreudige Frohnaturen, aber die Laune stimmt. Überdies ist es genial, wenn Ihr mit Eurem Einsatzwagen einfach durch die Stadt brettert und plötzlich ereilt Euch ein Einsatz, eine Markierung erscheint auf der Map und schon wisst Ihr, wo es hinzugehen hat. Ein Kompass leistet gute Dienste, die Einsatzziele werden klar und deutlich wiedergegeben. Neben der Hauptstory, die es durchzuspielen gilt, wenn man den Abspann erleben möchte, gibt es zahlreiche Nebenquests, die Euch noch tiefer in das Spiel eintauchen lassen. Besonders cool: der Einsatz von SWAT-Teams, die Ihr taktisch im Spiel zum Einsatz kommen lasst. Unzählige Waffen, diverse Belohnungen und die Tatsache, dass Ihr Euch in einer größtenteils offenen Welt befindet, machen das Spiel zu einem äußerst guten Vertreter im „GTA"-Segment. Auch, wenn das Gesamtbild von „Cop – The Recruit" nicht ganz so optimiert wirkt, wie beim großen Vorbild.

Grafik & Sound....

Hier scheiden sich die Geister, denn der Titel gewinnt keinen Preis in Sachen Optik. Zumindest dann nicht, wenn man genau hinsieht. Es ist nicht zu verhehlen, dass die 3D-Umgebungen flüssig dargestellt werden, allerdings auch nicht, dass die gesamte Umgebung oftmals sehr pixelig wirkt, ein wenig öde, viele grafische Unstimmigkeiten trüben das Gesamtbild. Dennoch ist die Grafik besser, als bei vielen DS-Vertretern. Allein der Aufwand, mit dem die Stadt gestaltet ist, ist ehrenwert.

Sprachausgabe gibt es zwar keine, dafür coole Soundeffekte, aber auch blechern und einfach nur lächerliche Motorengeräusche, die dermaßen billig daherkommen, dass es dem Zuhörer einen kalten Schauer über den Rücken jagt. Stimmig ist die Musik durchaus.

Fazit....

„Cop – The Recruit" hatte einen stillen Release – schade drum. Denn der Ubisoft-Titel würde mehr verdienen. In jedem Fall kann man ihn als Kaufargument anführen. Von der Sorte an Spielen gibt es bekanntlich nicht so viele. Ubisoft kann man in Sachen „Casual" in der Vergangenheit viel vorwerfen, sicher aber nicht bei vorliegendem Titel, der sich ganz klar an jene Core-Gamer richtet, die gerne actionmäßig unterwegs sind. Wenn dann das Setting noch dem aus der „GTA"-Reihe entspricht, sollte man schleunigst zugreifen. So schnell dürfte den Usern die Chance auf einen vergleichbaren Genre-Vertreter nicht mehr geboten werden. Umfang, Action und Vielfalt stimmen bei diesem Titel einfach!

 

+ viele Nebenquests
+ großer Spielumfang
+ Tutorials
+ Action satt
+ befahrbare Stadtumgebung
+ 3C-Gadget
+ SWAT-Team-Einsatz
- nicht ganz so ausgereift
- teils hässliche Soundeffekte
- optisch zweischneidig

GRAFIK: 77%

SOUND/EFFEKTE: 72%

MULTIPLAYER/: --

GESAMTWERTUNG: 85%

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