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NDS Call of Duty: MW 3 - Defiance
 
 
Tom Clancy's EndWar - NDS
Jens Morgenschweiss (12.08.2012)

SYSTEM: NDS
Publisher: n-Space
GENRE: Shooter
SPIELER: 1-6 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-6
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK16
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.25 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE: Ja

   
Einleitung....

Wie der Namenszusatz schon vermuten lässt, ist die Umsetzung des Shooters kein Abklatsch der Konsolenversion. CoD: Modern Warfare 3 - Defiance hängt sich zwar an das gleiche Thema wie der große Bruder, spielt aber in vollkommen anderen Locations. Ob und in welchem Maß die Variante auf dem DS überzeugen kann, werden wir in den nächsten paar Zeilen beleuchten.

Menus und die Story....

Wie schon angedeutet, hängt sich die kleine CoD Version an das Grundthema der CoD Modern Warfare 3 Umsetzung für die Konsolen. Der traditionelle Uraltfeind Russland hat den großen Schritt über den Teich gewagt und stänkert im amerikanischen Mutterland. Das die Amerikaner darüber "not amused" sind, liegt auf der Hand. Es obliegt euch den roten Brüdern zu zeigen, "wo der Frosch seine Locken hat". Im aufgeräumten Hauptmenu kann man neben den beiden Spielmodis auch noch jede Menge Statistiken abrufen und vor allem in den Optionen sich austoben. Hier gibt es die Möglichkeit, die Steuerung für Linkshänder zu portieren, die Y-Achse umkehren, Drehgeschwindigkeiten und Pen Sensibilisierung einzustellen. Für das Spiel selbst kann man zwischen der Knopfsteuerung und der Touchpadsteuerung wählen.

Für den Einzelspieler hat man neben der Kampagne auch noch die Möglichkeit des schnellen Spiels und den Herausforderungsmodus vorgesehen. Beim schnellen Spiel kann man alle absolvierten und beendeten Level noch einmal spielen. Die Herausforderungen dagegen sind für Spieler gedacht, die es noch einen Zacken schärfer brauchen. Natürlich gibt es ganz simple Aufgaben, wie das erreichen von 10 Abschüssen, oder eine bestimmte Anzahl von Abschüssen mit bestimmten Waffen. Tricky wird es erst, wenn man zu den vordefinierten Abschüssen auch noch eine bestimmte Trefferquote einhalten muss.

Technik und Gameplay....

Die Einzelspielerkampagne beinhaltet lediglich 14 Missionen, was eine sehr begrenzte Spieldauer mit sich bringt. Dafür war man bestrebt, die Levels abwechslungsreich zu gestalten und auch die Missionsinhalte breit zu fächern. Demnach schlagen wir uns nicht nur durch freies Gelände, sondern überqueren Hinterhöfe und Industriegelände. Auch unsere Einsätze beschränken sich nicht nur auf infanteristisches "Gelatsche", sondern bieten uns die Möglichkeit in einem Panzer oder in einem Helikopter auf den Straßen für Ordnung zu sorgen. Schönes Beispiel ist der Hooverdamm. Zuerst wird das Außengelände vom Heli aus geputzt, bevor es in das Innere des Dammes geht, wo der Rest sein Fett weg kriegt. Insgesamt ist die Bandbreite wirklich weit gefächert. Hier und da muss man unerkannt bestimmte Ziele erreichen, während man andererseits auch mal als Sniper tätig werden kann. Gut verteilt in den Leveln sind einzelne Kontrollpunkte, welche an wirklich durchdachten Punkten verankert sind. Gerade vor heiklen Passagen verspürt man eine gewisse Dankbarkeit. Als Beispiel möchte ich nur einmal den letzten Spielabschnitt anführen. Wir müssen die Russen an der Flucht hindern, indem wir den Helikopter abschießen. Wenn wir um die Container herum kommen, erwarten uns neben dem herkömmlichen Fußvolk noch 3 Helikopter. Zwei fliegen weg und einer bleibt vor Ort. Nach etlichen Versuchen stellt man fest, dass man einen der wegfliegenden Helis erwischen muss. Man hat nur Zeit für einen Schuss. Und das kann dauern. ;-)

Die Problematik ist aber nicht nur der Zeitfaktor, sondern vielmehr die Steuerung. Egal welche Steuerungsvariante man bevorzugt. Die Option Touchpad ist zu umständlich zu bedienen, wenn es einmal hektisch wird. Mit den Knöpfen steuern fühlt sich besser an. Leider sind die Bewegungen viel zu träge und zu langsam. Da kann man in den Optionen nachhelfen wie man möchte, man bekommt es nicht hin, ein erträgliches Zielen möglich zu machen. Vielleicht haben uns die Entwickler aus diesem Grund Kameraden an die Seite gestellt? Die meiste Zeit agieren wir im Team. Als Leader ist es unser Job den ersten Schritt zu tun. Unsere Kameraden folgen uns bedingungslos. Ich hab es ausprobiert, habe sie in ein Gefecht mit vier Russen geführt und hab mich verkrümelt. Fünf Minuten hab ich sie allein werkeln lassen. Als ich mich wieder eingeschaltet habe, waren es immer noch vier Russen - und es sind keine neuen Gegner dazugekommen. Man kann also ungeschminkt von "Pfeifen" sprechen, die wir an unserer Seite haben. Der Gegner agiert streckenweise überlegt, wenn er die vorhandene Deckung sucht. Aber dann gibt es auch Situationen, wo sie einfach nur als Kugelfang dienen. Prinzipiell ist die KI im Spiel eher schlecht. Gefallene feindliche Soldaten hinterlassen in der Regel ihre Waffen, die Ihr jederzeit an Euch nehmen könnt, wobei neben einer Gewehrvariante maximal noch eine weitere, oder aber eine Pistole respektive ein Granatwerfer erlaubt ist. Gerade die Jungs unter euch, die einen hohen Munitionsverschleiß haben, werden dafür dankbar sein.

In bestimmten Levelabschnitten muss man die Kommunikation mit der eigenen Einsatzzentrale herstellen. Das funktioniert hier über eine Form der Minispielchen. Nicht aufregendes, aber es lockert die Anspannung ein wenig auf. Zum Beispiel müsst Ihr in bester "Mastermind"-Manier drei korrekte Zahlen in Reihe finden. Mit Hilfe von Lichtern erkennt Ihr, ob die jeweilige Zahl vorhanden, falsch oder an der richtigen Position steht. Richtige Abwechslung bietet das koordinieren der eigenen Bodentruppen von Bord einer AC 130 aus. Nicht nur, das wir sie zum nächsten Abschnitt schicken können, wir bieten auch Feuerschutz von oben aus. Mit 20mm, 40mm und 105mm Geschützen, bringen wir den Gegner ganz schon zum laufen. Dabei ist es völlig unerheblich, ob wir es mit Panzern oder Infanteristen zu tun haben. So viel Spaß diese Spielvariante auch bietet, leidet auch sie unter der langsamen Steuerung.

Grafik & Sound....

Man muss bei CoD: Modern Warfare 3 eingestehen, das optisch aus dem DS nicht mehr herauszuholen ist. Dennoch hat man versucht, die Locations so zu gestalten, dass ein gewisses Flair für das Spiel entsteht. Dazu zählt auch die Darstellung der Waffen.

Etwas besser gestellt ist der Sound. Die musikalische Untermalung ist unaufdringlich. Die Geräuschkulisse der Explosionen und Waffen wirken (Handheld bezogen) gut und überzeugend. Selbst die Nachladegeräusche klingen authentisch. Die deutsche Sprachausgabe vermittelt überzeugend das Szenario des Spiels. In dieser Hinsicht kann CoD MW3 gut überzeugen.

Fazit....

Der größte Bonus von CoD: Modern Warfare 3 - Defiance ist, das es nicht wirklich viel Konkurrenz auf dem DS gibt. Auch wenn man streckenweise das Alter des DS dem Spiel anmerkt. Wer sich mit der trägen Steuerung arrangiert und über das teilweise seltsame Gegnerverhalten hinwegsehen kann, wird mit CoD kurzweilige Abwechslung finden. Durch die Checkpoints in der Levelstruktur eignet sich das Game auch sehr gut für unterwegs. Mit nur 14 Leveln ist das ganze ein wenig zu kurz geraten, aber durch die Herausforderungen, die teilweise sehr anspruchsvoll sind, verbringt man doch mehr Zeit am DS als man denkt.

 

+ gute Sprachausgabe
+ nettes Leveldesign
+ 2 Steuerungstypen
+ viele einstellbare Feinheiten
+ verschiedene Waffensysteme
- mit 14 Missionen zu kurz
- KI zu unausgewogen
- grafisch zu bieder
- ungenaue/träge Steuerung

GRAFIK: 70%

SOUND/EFFEKTE: 76%

MULTIPLAYER: 70%

GESAMTWERTUNG: 70%

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