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NDS Chrono Trigger DS
 
 
Chrono Trigger DS - NDS
Kilian Pfeiffer (04.10.2011)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Koch Media
GENRE: Rollenspiel
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 5-7
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Gering
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK6
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Es ist einer der spielerischen Höhepunkte auf dem DS. Auch, wenn der Titel schon viele Jahre auf dem Buckel hat. "Chrono Trigger" ist ein Meilenstein, solch ein Titel, den man nur selten in seinem Leben als Spieler begegnet. Umso schöner ist die Tatsache, dass es der Titel auf den DS geschafft hat - in der Original-Version, nur mit englischer Sprache, so, wie er damals eine Vielzahl von Spielern in seinen Bann gezogen hatte. Für all jene, die jetzt meinen: "Hmm, den Test kennen wir doch schon", sei gesagt. Da liegt Ihr richtig. Denn in der Tat haben wir uns - besser gesagt unser guter Manni - bereits in unserer "Virtual Ware"-Ecke mit dem Spiel befasst und ausführlich vorgestellt.

Menus und die Story....

Etwas unbekannter oder zumindest weniger verbreitet als seine Genre-Verwandten, etwa "Secret of Mana", ist "Chrono Trigger" auf Grund seiner Release-Historie. Für das Super Nintendo Entertainment System erschien es damals nur in Japan und den USA. Da auch der DS-Release nun auf der US-Version basiert, müssen wir uns auch hier mit englischen Texten begnügen. Für Retrofans mit durchschnittlichen Englischkenntnissen ist das allerdings kein Hindernis und man kann problemlos ins Rollenspiel-Abenteuer eintauchen. Die Story ist alles andere als belanglos, denn ihr müsst Euch nicht nur in Eurer Zeit mit bösen Mächten auseinandersetzen, sondern zwischen verschiedenen Zeiten hin- und herreisen, um eine bevorstehende Katastrophe zu verhindern. Neben der Epik der Geschichte kommen die Zeitreisen auch der Abwechslung deutlich zu Gute, da es den Entwicklern auf diese Weise spürbar leicht fiel, die verschiedenen Zeitepochen optisch einzigartig zu gestalten. Das nächste Ziel Eurer Reise erfahrt ihr traditionell von wichtigen Nebencharakteren, denen ihr gut zuhören solltet, um die Story vorantreiben zu können. Eure treuen Gefährten, denen ihr nach und nach begegnet, sind allesamt vom Macher des Dragonball-Mangas erdacht und wachsen einem sofort ans Herz.

Technik und Gameplay....

Da man maximal zu dritt unterwegs ist, fällt es einem umso schwerer, sich für zwei Mitstreiter zu entscheiden, doch zwischen den Kapiteln kann man immer wieder wechseln. Eine gute Balance hat man beim Inventar erreicht. Man wird weder von der Fülle an unterschiedlichen Gegenständen erschlagen, noch hat man das Gefühl, lange nichts Neues zu finden. Auf diese Weise werdet ihr nicht stundenlang im Ausrüstungsmenü experimentieren, seid aber stets motiviert nach neuen Waffen und Rüstungen Ausschau zu halten. Kern des Spiels ist das ausgeklügelte Kampfsystem. Zwar gebt ihr euren Charakteren lediglich ihre Befehle, wie man es aus rundenbasierten Rollenspielen kennt, doch das Geschehen findet zu einem gewissen Maße in Echtzeit statt. Jeder Eurer Charaktere hat eine "Aktiv-Leiste", die sich nach einiger Zeit aufgefüllt hat.

Führt ein Charakter einen Befehl aus, leert sich die Leiste komplett, so dass ihr erst wieder einige Sekunden warten müsst. Zudem warten Eure Gegner nicht minutenlang, bis ihr euch für Eure Befehle entschieden habt, sondern greifen an, sobald ihre Leiste - für den Spieler nicht sichtbar - aufgefüllt ist. Die Herausforderung besteht also darin, dass ihr die Befehle für Eure drei Charaktere taktisch angemessen wählt und aufeinander abstimmt, aber dennoch nicht zu lange grübelt, da Eure Gegner munter angreifen werden. Ungeübte Rollenspieler können das Kampfsystem allerdings auch so einstellen, dass Gegner die Befehle abwarten, bevor sie angreifen, aber uns hat die Standard-Einstellung deutlich besser gefallen.

Während des Kampfgeschehens könnt ihr physische Attacken, Items und bestimmte Techniken einsetzen, die jeweils charakterspezifisch sind und mit der Zeit erlernt werden. Techniken sind Spezialangriffe, die Euch Mana-Punkte kosten. Diese Techniken, etwa Zaubersprüche, lassen sich wiederum mit Techniken anderer Charaktere kombinieren. Dazu müssen allerdings die "Aktiv-Leisten" aller involvierten Charaktere gefüllt sein. Für noch mehr Abwechslung sorgen unterschiedliche Stärken und Schwächen der Gegner, sei es abwechselnde Immunität gegen physischen Schaden und Magie, Waffen, die ihr gezielt mit dem richtigen Zauber zerstören könnt, oder Gegner, die zusammenarbeiten und daher in einer bestimmten Reihenfolge besiegt werden sollten. Das Spielgeschehen wird in feindlichen Gebieten nie merklich unterbrochen, da Ihr bei Feindkontakt in keinen separaten Kampfbildschirm wechselt, sondern direkt an Ort und Stelle kämpft. Auf diese Weise wirkt der Spielfluss auch bei größerem Feindaufkommen nie abgehackt. Auf der übergeordneten Weltkarte erwarten Euch keinerlei Kämpfe, außerdem hat man gänzlich auf Zufallskämpfe verzichtet, das heißt, Ihr seht Eure Gegner, werdet aber nur angegriffen, wenn ihr diesen zu nahe kommt - was sich oftmals natürlich nicht verhindern lässt. Über das gesamte Spiel hinweg waren wir allerdings ohnehin von keinem einzelnen Kampf genervt, da das Kampfsystem sowohl spielerisch, als auch optisch, auf höchstem Niveau ist.

Grafik & Sound....

Wir hätten zudem nicht erwartet, dass uns die kleinen 16-Bit-Charaktere mit ihren detailverliebten Kampfanimationen im 21. Jahrhundert nochmal so begeistern können. Der Detailgrad zieht sich in allen Facetten durch das Abenteuer, sowohl optisch im Sinne der Umgebungen, Charaktere, (Boss-)Gegner und Effekte, als auch akustisch. Neben dem traumhaften Soundtrack, der bereits mehrfach von Symphonieorchestern aufgegriffen wurde, wissen auch die Soundeffekte zu überzeugen. Während es auch heute noch Rollenspiele gibt, bei denen jeder Charakter im Kampf die gleichen Soundeffekte verpasst bekommt, hat hier jeder Protagonist individuelle Samples, die man jederzeit wiedererkennt. Diese technische Perfektion, gepaart mit der spürbaren Leidenschaft der Entwickler, befriedigt allerdings nicht nur den zwanghaft objektiven Redakteur, sondern schafft in erster Linie ein Spielerlebnis, das auch emotional auf den Spieler einwirkt. Dies zeigt sich zum Beispiel bei Charakteren, die gerade erst ins Spiel eingeführt wurden und während der nächsten dramatischen Storywendung schon Entsetzen und Mitleid beim Spieler auslösen können.

Multiplayer....

Auch einen Mehrspieler-Modus gibt es. Aber leider keinen waschechten. Ein Koop-Modus wäre doch, auch auf dem Nintendo DS, der Hammer gewesen. So züchtet Ihr nur ein paar kleine Tierchen, die Ihr in einem Monster-Kampf aufeinanderhetzt. Naja, das ist witzig, aber nicht der Rede wert.

Fazit....

"Chrono Trigger" ist groß. Ein wahrer Meilenstein, der heute noch genauso fasziniert, wie seinerzeit auf dem Super Nintendo Entertainment System. Ob Story-Entwicklung, Kampfgeschehen, Charakterdarstellung oder technische Komponenten - bei diesem Titel stimmt einfach alles. Nur wer tief eintaucht, wird das wahre Spielgefühl erfahren. Während unseres Tests hatten wir ähnlich viel Spaß wie bei der Original-Version auf dem NTSC-Super Nintendo und können Euch nur raten, Euch den Titel noch zu besorgen.

 

+ kein träger RPG Einstieg
+ innovatives Kampfsystem
+ mitreißende Story / Charaktere
+ wunderschöner Soundtrack
+ extrem abwechslungsreich
+ viele atmosphärische Höhepunkte
- nur englische Sprache

GRAFIK: 80%

SOUND/EFFEKTE: 91%

MULTIPLAYER: 60%

GESAMTWERTUNG: 95%

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