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NDS Alvin und die Chipmunks
 
 
Alvin und die Chipmunks - NDS
Kilian Pfeiffer (03.01.2008)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Brash
GENRE: Musikspiel
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-6
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Nein

   
Einleitung....

Ein Streifenhörnchen zu sein, ist nicht immer leicht. Vor allen Dingen im Umgang mit Menschen, ziehen die possierlichen Tierchen oftmals den Kürzeren. Dies liegt nicht nur allein an ihrer Größe, sondern vielmehr der fehlenden Kommunikationsfähigkeit, die einen Dialog zwischen Mensch und Tier unmöglich macht. Allerdings ist es die Musik, wie wir ja alle wissen, die uns zusammenbringt. Auch bis ins Tierreich ist diese Weisheit durchgedrungen, die Chipmunks haben ihr musikalisches Talent herausgefordert und präsentieren ihr Können nun auf den Bühnen der Region. Ob auch Menschen zu den Streifenhörnchen-Konzerten angelockt werden, ist zwar fraglich, Euch als Spieler wollen sie jedoch mit Sicherheit für ihre Auftritte gewinnen können.

Menus und die Story....

Für Nintendo-Konsolen erscheinen zwei Versionen von "Alvin und die Chipmunks - Der Kinofilm", zum einen für die Wii, zum anderen für den Nintendo DS. Letztere Version wollen wir heute näher betrachten und feststellen, ob man sich auf dem Handheld in entwicklungstechnischer Hinsicht Mühe gegeben hat. Denn das Endresultat der Wii-Version ist dank nervtötendem, immergleichem Spielprinzip zum Scheitern verurteilt. Die einzige Motivationsquelle: der geniale Sound! Auch auf dem Nintendo DS ist die Musikunterstützung gelungen, jedoch um viele Lieder beschnitten worden. Allerdings können wir uns diesen Missstand nicht erklären, denn positive Beispiele wie "Boogie" für den Nintendo DS zeigen, dass sich auch eine stattliche Musikanzahl auf einer Spielkarte tummeln kann.

Ähnlich wie auf der Wii wollen die Chipmunks begeistern und ihre Musik beim bedeutendsten Band-Wettbewerb, dem "Rockathonapalooza" zum Besten geben. Die sprichwörtlich größte kleine Band der Welt will beweisen, was sie auf dem Kasten hat und nicht nur wegen ihrer Putzigkeit das Mitgefühl anderer auf sich ziehen. Mit ihrem menschlichen Mentor im Schlepptau geht es von Veranstaltungsort zu Veranstaltungsort, immer den Erfolg der Band im Visier.

Technik und Gameplay....

Obwohl Nintendo DS- und Wii-Version vom spielerischen Hintergrund ähnlich sind, ist doch der Ablauf der DS-Umsetzung ein ganz anderer. Musstet Ihr auf der Wii im Endeffekt lediglich mit Nunchuk und Wii-Fernbedienung im richtigen Moment die Sternenziele treffen, gilt es bei "Alvin und die Chipmunks - Der Kinofilm" Eure Reaktionsfähigkeit auf die Probe zu stelen, die im korrekten Moment abgefordert wird. Leider haben es im Gesamten nur 14 Songs auf die Spielkarte geschafft, auf der Wii waren es noch ganze 35 Lieder, die den Abwechslungsreichtum selbstverständlich gehörig pushten. Was aber nicht bedeutet, dass der Titel dadurch eine Bauchlandung hinlegt. Ebenfalls sind diverse Bühnen der Schauplatz des Geschehens - Simon, Theodore und Alvin rocken die Bretter, die die Welt bedeuten und Ihr sollt ihnen zu einem glorreichen Erlebnis verhelfen.

Wie auf der Wii spielt Ihr die steil ansteigende Karriere des Trios nach, was bedeutet, dass alle Songs auf der Bühne performt werden, um den notwendigen Bekanntheitsgrad für das legendäre "Rockathonapalooza"-Festival vorzuweisen. Drei Schwierigkeitsgrade stehen zur Auswahl, was sich wiederum in der Anzahl der zu spielenden Noten widerspiegelt. Je anspruchsvoller der "Story-Modus" abläuft, desto hektischer wird das Spielgeschehen - machbar ist das Ganze aber dennoch. Fünf Notenspuren verlaufen hierbei auf dem Touchscreen nebeneinander. Jedes Objekt, das als symbolisierte Schallplatte vom oberen Rand des Bildschirms herab fällt, entspricht einem Ton, den Ihr im Idealfall direkt über den Trefferzonen an der unteren Bildschirmseite schlagt. Die Schwierigkeit dabei ist die Tatsache, dass fünf voneinander unabhängige Spuren einen guten Überblick fordern und Euch durchaus die eine oder andere Note sprichwörtlich durch die Lappen geht. Geschieht dies, wird das "Rockometer" in Mitleidenschaft gezogen. Die besagte Anzeige zeigt Euch Eure derzeitige spielerische Verfassung und wie gut Ihr den Song bislang absolviert habt. Ein Fehlschlag hat negative Auswirkungen, so dass die Anzeige minimal kleiner und erst durch erneute Treffer wieder aufgefüllt wird.

Von Vorteil ist es, wenn Ihr mit dem Touchpen viele Noten in Folge trefft, da sich somit Kombos bilden, die für fette Extrapunkte sorgen und die herabfallenden Platten in ihrem Äußeren veredeln. Gewöhnlich sind es schwarze Schallplatten die über den Touchscreen gleiten - nach ein paar Folgetreffern fängt das Vinyl-Teil zum Brennen an, wandelt sich nach erneuter Trefferserie in eine brennende goldene Platte, um schlussendlich zu einem glühenden "Platinteller" zu werden. Jede Platte symbolisiert nicht nur die Note, sondern auch den dahinter stehenden Multiplikator. So besagt ein brennendes Platinvinyl, dass Ihr derzeit den vierfachen Punktewert pro getroffenen Ton absahnt. Unterläuft Euch allerdings ein Fehler, beginnt der gesamte Spaß von vorne, sprich, gewöhnlich schwarze Platten dienen als herunter sausende Zielobjekte. Im Laufe der Zeit und mit fortschreitender Spieldauer, werden die Songs immer anspruchsvoller, da unzählige Noten, passend zum Takt, getroffen werden wollen. Die erwähnte Dauer des "Story-Modus" ist dann auch der größte Kritikpunkt des gesamten Titels. Nach weniger als einer Stunde (!) seid Ihr am Ziel Eurer Träume angekommen. Zwar ist das erneute Spielen in einem höheren Schwierigkeitsgrad möglich, allerdings bietet Euch dieser keine Neuerung, vom erhöhten Anspruch mal abgesehen.

Immerhin haben sich die Entwickler zusätzliche spielerische Einfälle für die DS-Version aus den Fingern gezogen, die in der Wii-Fassung nicht zu finden sind. Minispiel-Einlagen während der Performances, die zwar weder äußerst genial sind, noch einem hohen Anspruch unterliegen, dafür aber für Zusatzpunkte in der Highscore und ein vielschichtigeres Gameplay sorgen - wenn letzteres auch nur in einem eng gesetzten Rahmen verstanden werden darf. So sollt Ihr Drum-Pads der Reihe nach in wenigen Sekunden antippen, oder im passenden Augenblick "Alvin" ins Mikrofon brüllen - wobei hier x-beliebige Ausrufe möglich sind ;-) . Weiterhin scratcht Ihr einen Plattenteller, bis die dazugehörige Leiste gefüllt ist und fahrt in einer weiteren Demonstration eine Notenzeile entlang, um die Chipmunks im Takt halten zu können. Die dadurch erzeugte Variation in spielerischer Hinsicht bietet zur Freude des Spielers ein wenig mehr als bei der Wii-Umsetzung.

Grafik & Sound....

Auch grafisch geht im Vergleich mit der Wii-Version die DS-Fassung als Sieger hervor. Für Handheld-Verhältnisse ist die Darstellung hübscher, die Chipmunks bewegen sich flüssiger. Obwohl wesentlich mehr optische Brillanz erwartet hätte werden können. Den Streifenhörnchen lediglich auf den Bühnen im Wald, dem Einkaufzentrum oder in einem verschneiten Skiort, etc. beim Rumhüpfen zuzusehen, ist nicht gerade eine Erfüllung für die Augen des Betrachters.

Die Musikauswahl ist auch auf dem Nintendo DS gelungen, jedoch wesentlich eingeschränkter als auf Nintendos Heimkonsole. Erneut sind die Chipmunk-Stimmen ein nicht unwesentlicher Kritikpunkt, der nicht jedem Zuhörer gefallen dürfte. Die originalen Songs sind jedoch Garant für - zeitlich begrenzten - Hörgenuss.

Multiplayer....

Leider werden die wenigsten von Euch den Mehrspieler-Modus überhaupt zu Gesicht bekommen, denn ein Multi-Karten-Spiel erfordert für jeden Mitwirkenden eine Karte von "Alvin und die Chipmunks - Der Kinofilm". Bis zu vier Mitspieler kämpfen gegeneinander um den höchsten Highscore, wobei gelungene Kombos und perfektionierte Minispiel-Einlagen einen wahren Punkteregen garantieren. Auf Dauer nicht sonderlich motivierend, jedoch besser als auf der Wii.

Fazit....

"Alvin und die Chipmunks - Der Kinofilm" für den Nintendo DS ist vom spielerischen Gehalt relativ oberflächlich, toppt die Version der großen Schwester (Wii) aber deutlich. Nicht nur der motivierendere Ablauf ist hierfür verantwortlich, sondern insbesondere die zusätzlichen, exklusiven Einlagen während der Songs. Trotz der Tatsache, dass auf dem Handheld ganze 21 Songs weniger vertreten sind, ist der Titel spielenswerter. Nach einer Stunde ist der "Story-Modus" bedauerlicherweise jedoch beendet - viel ist das nicht und man sollte sich schon die Frage stellen, ob der übliche Kaufpreis dies gerechtfertigt. Als Fan der Chipmunks und guter Musik darf man hingegen Probespielen. Denn besser als sie Wii-Variante ist vorliegender Titel allemal.

 

+ tolle Musikauswahl/14 Songs
+ DS-exklusive Minispiele
- viel zu geringer Umfang
- überflüssiger MP-Modus

GRAFIK: 45%

SOUND/EFFEKTE: 79%

MULTIPLAYER/: 49%

GESAMTWERTUNG: 47%

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