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NDS Color Cross
 
 
Color Cross - NDS
Kilian Pfeiffer (20.01.2009)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Eidos
GENRE: Puzzle
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-6
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Es ist schon eine Zeit lang her, dass „Picross DS" für den Handheld-Markt veröffentlicht wurde. Von Nintendo persönlich wurde das spielerische Meisterwerk damals in die Händlerregale gestellt und von uns mit satten 87 Prozent bedacht. Das Spielprinzip, in dem man Kästchen mithilfe von Zahlen markieren musste, überraschte, war es doch ein süchtigmachendes Gameplay-Erlebnis. Für Freunde gepflegter Knobeleien war es ein Freudenfest. Nun kommt – von „Rising Star Games" entwickelt – ein vergleichbarer Kandidat, der das Spielprinzip von „Picross DS" übernimmt, aber zusätzlich ausbaut. Auch wenn die Umsetzung im Gesamten etwas beschnitten wirkt, kommen auch hier Knobler auf ihre Kosten.

Menus und die Story....

Anders als bei „Picross DS" ist man bei „Color Cross" lediglich auf den Modus „Spielen" beschränkt. Weder existiert eine Möglichkeit, um eigene Felder kreieren zu können, noch gibt es einen Mehrspieler-, geschweige denn einen Wi-Fi-Modus. Das kostet Punkte in der Gesamtwertung, dennoch kann „Color Cross" an anderer Stelle punkten. „Rising Star Games" hat ein Händchen für gute Spielideen. Ob diese nun übernommen wurden oder nicht, ist zunächst unwesentlich. Solange die Umsetzung entsprechend angegangen wurde, spielen wir gerne altbekannte Spielprinzipien.

Weil man wusste, die sowieso schon ansprechenden Rätsel nochmals zusätzlich aufzuwerten, tritt die Tatsache, dass das Prinzip kein neues ist, vollkommen in den Hintergrund. Wir haben uns die letzten Tage über ausführlich mit den Herausforderungen beschäftigt und können Euch nun sagen, was Ihr von „Color Cross" halten dürft. Einiges, wie wir am eigenen Leibe erfahren haben...

Technik und Gameplay....

Bevor wir in’s Detail gehen, wollen wir Euch an dieser Stelle die Spielregeln näher erklären. „Color Cross" für den Nintendo DS besteht aus einem Gesamtspielbrett mit wenigstens 5x5 Feldern, wobei sich die Felderanzahl auf bis zu 20x20 Felder erhöht. Anhand der Größe einzelner Spielbretter ist auszumachen, wie anspruchsvoll ein Rätsel ist. Denn erfahrungsgemäß benötigen große Bretter wesentlich mehr Zeit als kleine. Den Überblick verschafft man sich durch einen Button neben dem Spielfeld: Jederzeit könnt Ihr mithilfe dessen hin- und herscrollen. Das Spielziel bei „Color Cross" ist es, das gesamte Feld aufzudecken, sprich all diejenigen Quadrate, hinter denen sich ein Kästchen befindet. Die Regel ist ein kleines Bild, das sich hinter jedem Puzzle verbirgt. Um das Brett freizulegen, stehen Euch Hinweise in Ziffernform am Rand des Rätsels (links und oben) zur Verfügung. Die Ziffern stehen dafür, wie viele Felder auszufüllen sind. Eine „5" bedeutet beispielsweise, dass fünf Kästchen in Folge abgestrichen werden. Steht die „5" am linken Rand des Spielfeldes, gilt die Zahlenfolge von links nach rechts, am oberen Rand des Bildschirms müsst Ihr die Felder von oben nach unten markieren. Selbstverständlich wisst Ihr zu diesem Zeitpunkt nicht, wo sich die fünf Kästchen in Folge befinden, sofern man beispielsweise von einem 10x10-Spielbrett ausgeht). Trefft Ihr auf den Hinweis „5 1 5" bedeutet dies schlichtweg, dass einmal fünf Kästchen in Folge zu markieren sind, dann mindestens ein Kästchen frei bleibt und in dieser Reihe abermals ein weiteres Feld sowie eine weitere Fünferfolge abgestrichen werden müssen. Felder, die unter Garantie leer bleiben, dürft Ihr mit einem „X" markieren. Sollte in einem 10x10-Feld eine zehn am Rand markiert sein, könnt Ihr sicher sein, die gesamte Reihe anstreichen zu müssen.

Das gesamte Spiel steuert Ihr im Übrigen mit dem Touchpen, wobei die Umsetzung von „Color Cross" hervorragend gelungen ist und keine Probleme aufwirft. Jeder Druck auf dem Touchscreen markiert das richtige Kästchen, selbst Spielfelder, die größer als der eigentliche Bildschirm sind, dürfen durch komfortable Scrollfunktionen optimal vor Euren Augen hin- und herbewegt werden. Mit der Zeit lichten sich in jedem Puzzle die anfangs unbekannten Felder, durch Ausschlussverfahren und logische Kombinationsgabe knackt Ihr die Levels der zehn Themen (Bonbon, Magie, Baby, Mittelalter, etc.), die nach und nach freigeschaltet werden. Jedes Thema eröffnet Euch 15 frische Rätsel, die in verschiedenen Größen daherkommen: Von 5x5 Feldern bis hin zu 20x20 Felder. Anfänger werden ebenso mit einem Schritt-für-Schritt-„Tutorial" bedacht, das keine Unklarheiten im Raum stehen lässt und äußerst gut ausgearbeitet wirkt. Leider gibt es keine interne Hilfefunktion im Spiel, andererseits sei gesagt, dass vorliegender Titel – anders als „Picross DS" einfacher ist. Viel einfacher sogar!

Den größten Unterschied von „Color Cross" finden wir allerdings im Aufbau der Spielbretter. Da schlussendlich durch das Ausfüllen der Spielbretter immer ein farbiges Bild zum Vorschein tritt, hat man sich hierzu entschieden, verschiedene Farben bereitzustellen, mit denen sich die Felder füllen lassen. So setzt sich also jedes Rätsel aus mehreren Ebenen zusammen, die nach und nach gelöst werden wollen. Die Motivation bleibt damit auf einem hohen Niveau. Durch das Spiel auf mehreren Ebenen ist der Schwierigkeitsgrad ein gutes Deut einfacher. Das tut dem Unterhaltungs- und Knobelwert aber keinen Abbruch. Minispiele, die es bei „Picross DS" noch gab, wurden in „Color Cross" komplett gestrichen.

Grafik & Sound....

Puzzlespiele grafisch einzuordnen ist zwar nicht ganz einfach, im Grunde kann diese Wertung oftmals aber vollständig vernachlässigt werden. Wie soll man auch ein Feld mit senkrechten und waagrechten Linien grafisch opulent darstellen, will man als Entwickler nicht vom eigentlichen Spielprinzip ablenken? Zweckmäßig ist hier zumeist die richtige Benennung, bei „Color Cross kommen viele bunten Farben zum Einsatz. Die verwendeten Hintergründe mit den umher schwebenden, zum Thema passenden Objekten, sorgen für optische Kurzweil.

Sphärische Klänge tönen aus den Soundausgängen, die in ihrem Abwechslungsreichtum leider nicht zu überzeugen wissen. Unserer Meinung nach gibt es nur einen einzigen Sound im Spiel. Der ist gar nicht mal schlecht, da er nur im Hintergrund abläuft und daher kaum auf die Nerven gehen kann. Andererseits aber hätten wir uns eine Auswahl an sphärischer Mucke gewünscht. Da bot „Picross DS" schon ein ganz anderes Soundkaliber!

Fazit....

"Color Cross" von „Rising Star Games" für Nintendos Doppelbildschirm ist eine äußerst gelungene Rätsel-Versoftung, die ähnlich süchtig machend ist wie seinerzeit das klassische „Picross DS", an dessen Umfang und an dessen Genialität das gelungene Imitat jedoch nicht heranreicht. Stundenlanger Spielspaß ist bei den 150 Rätseln aber garantiert, holt das genial einfache Spielprinzip auch den letzten Actionspieler hinter dem Ofen hervor. Sollte es zumindest, denn wir empfehlen das Spielprinzip auch denjenigen, die bislang mit Händen und Füßen versuchten, sich solche Knobeleien vom Leib zu halten. Bonusinhalte gibt es hingegen keine, auch hat man auf einen Mehrspieler-Part und einen Online-Modus verzichtet. Ebenfalls ist es in „Color Cross" nicht möglich, eigene Spielbretter zu erstellen. Das Prinzip, auf mehreren Ebenen zu spielen, ist indessen klasse!

 

+ süchtig machendes Spielprinzip
+ 150 Spielbretter
+ mehreren Ebenen spielbar
+ leichte, intuitive Handhabung
- Zielgruppenspiel
- fehlende Bonusinhalte
- kein MP-(Online-Modus)

GRAFIK: 40%

SOUND/EFFEKTE: 66%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 80%

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