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NDS Castlevania: Order of Ecclesia
 
 
Castlevania: Order of Ecclesia - NDS
Kilian Pfeiffer (10.01.2009)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Konami
GENRE: Action
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-9
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 12+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WiFi: Ja

   
Einleitung....

Immer wenn die Spielerschaft von einem neuen „Castlevania"-Teil beehrt wird, ist man als solche gespannt, was die lechzende Menge genau erwarten wird. Wird es neue Spielelemente geben, geniale Wi-Fi-Modi oder einen extra schwierigen Härtegrad für absolute Vollprofis? Die Serie genießt seit langem Kultstatus, hat sich millionenfach verkauft und sorgt immer wieder für aufgeregte Gespräche innerhalb der relevanten Foren. Für „Konami" ist die Reihe ein Aushängeschild sondergleichen, das für kein Geld der Welt zu ersetzen wäre. Ohne die „Castlevania"-Serie wäre „Konami" kaum halb so viel wert. Wir haben uns für Euch den neuesten Teil, „Castlevania – Order of Ecclesia" unter die Lupe genommen.

Menus und die Story....

„Konami" ohne die Castlevania-Serie wäre wie Butter ohne Milch – nicht vorstellbar! Auch wenn der Konzern auf der Wii ein außergewöhnliches Debüt wagt, hoffen wir, dass er sich nicht verspekuliert und auf das richtige Zugpferd setzt. Denn die weltweit geschätzte Serie hätte es einfach nicht verdient, wenn der Name qualitative Einbußen erleiden würde. Demnach hat man sich für den Handheld zunächst auf das klassische Spielprinzip verlassen, steuert dieses Mal eine Frau, Shanoa. Anders als beim Vorgänger hat man darauf verzichtet, zwei Charaktere durch die düsteren Levels navigieren zu können. Dennoch sind die meisten Gameplay-Inhalte die gleichen geblieben, wenngleich man an vielen kleinen Stellschrauben getüftelt hat, um das optimale Spielerlebnis auf die Beine zu stellen. Doch werfen wir zu nächst einen Blick auf das Hauptmenü: In der „Boss-Rush", die erst besucht werden sollte, wenn Ihr den Singleplayer beendet habt, trefft Ihr auf einen Endgegner nach dem anderen. In steter Folge beharken Euch die widerlich dreinschauenden Fratzen, schlagen mit ihren Klauen auf Euch ein und umgarnen Euch, um letzten Endes den Lebenssaft aus Euch herauszuquetschen. Hier wird einem also nichts geschenkt, soviel ist mal sicher!

In Sachen Story hat man sich zu neuen Ufern aufgemacht, besser gesagt zum „Orden der Ecclesia", in welchem mithilfe von Glyphen unfassbare Mächte entfesselt werden. Shanoa, die zu unserer diesjährigen Protagonistin avanciert ist, ist eine Vertreterin des Ordens, eine hübsche, junge Frau mit einer besonderen Gabe, die es zu beherrschen gilt. Wenn da nicht Albus wäre, der Forschungsleiter des „Ordens der Ecclesia", der sich gerne in der Rolle von Shanoa sehen würde. Um Dominus zu beschwören, der die Welt vor der Finsternis bewahren kann, würde Albus eine ganze Menge tun...

Technik und Gameplay....

„Castlevania – Order of Ecclesia" gehört mit zu den anspruchsvollsten Nintendo DS-Vertretern der Serie. Eine Tatsache, die sich bereits nach wenigen Spielminuten widerspiegelt. Die 121 teils furchteinflößenden Gegner sind derartig intelligent und widerstandsfähig, dass es einem als Spieler schlecht werden könnte. Scheinbar unbesiegbar trumpfen diese auf. Da wäre ein Boss-Gegner, der in einem Turm von unten, in der Wand des Turmes eingekrallt, nach oben jagt, immer im Begriff seine Greifscheren einzusetzen und Shanoa in ihre Einzelteile zu schnippeln. Aber auch gewöhnliche Feinde, wie speerwerfende Ritter oder bogenschießende Schützen sind nicht zu verachten. Ebenfalls Problematisch: die wenigen Speicherpunkte, auf die Ihr teilweise erst nach vielen erkundeten Spielräumen trefft.

Aber zunächst werfen wir einen Blick auf das Gameplay, das in traditioneller 2D-Perspektive dargestellt wird – Shanoa steuert Ihr durch „platte" Gewölbe, idyllische Sonnenuntergänge, heiße Lavagefilde, wilden Seegang, Ihr durchschreitet schauderhafte Höhlenbereiche und schreitet durch erhabene Festsäle mit unzähligen grässlichen Gegnern gespickt. Anders als bei vergangenen Teilen wirkt „Castlevania – Order of Ecclesia" untypischer als die klassischen Vertreter der Serie. Denn: Ihr erkundet nicht nur ein Schloss, sondern unterschiedliche Gegenden, die Ihr nach und nach zugänglich macht. Beinahe ist das schon mit einem Jump’n Run vergleichbar, was uns nicht mehr so zusagt, wie noch im Vorgängerteil „Castlevania – Portrait of Ruin".

Richtig spaßig ist die Verwendung der zahllosen Glyphen, verschiedene Magiemöglichkeiten, die sich im Kampf verwenden lassen. So gibt es Schwert-, Bogen-, Streitkolben- oder Rapierglyphen, Glyphen, die Eure Gegner kurzfristig kampfunfähig machen. Oder Ihr setzt Glyphen ein, die in heftiger Weise unbeirrbare Katastrophensituationen auf den Bildschirm zaubern. Besonders interessant: Kombinationen verschiedener Glyphen, die durchschlagendere Effekte haben. Um eine Zweitglyphe zu verwenden, bedarf es einer bestimmten Menge an Herzen, die Ihr an verschiedensten Stellen im Spiel einsammelt. Des Weiteren erwarten Shanoa Reliquien, die diverse Funktionen nach sich ziehen, beispielsweise die Fähigkeit, sich als Spieler unter Wasser bewegen zu dürfen, einen Doppelsprung ausführen zu können oder Glyphen auf mehrere Etuis zu verteilen, um diese auf Knopfdruck einzusetzen.

Was für die Castlevania-Serie zum guten Ton dazugehört, ist das Aufleveln des Avatars. Je mehr Feinde Eurer Klinge zum Opfer fallen, desto mehr Erfahrungswerte kassiert ihr und desto schneller steigt Ihr im Rang auf. 121 Schurken gilt es zu entdecken, etwas weniger als noch im Vorgänger, einige grausamer als das grässlichste aus der eigenen Fantasie ersonnene Feind-Produkt. Bildschirmfüllende Endbosse, todbringende Aufräumer, fliegende Dämonenkreaturen und Schlangenwesen, die hässlicher nicht hätten erdacht werden können. Was den Designern hierbei eingefallen ist, ist große Bildschirmkunst, vor allen Dingen für einen solch kleinen Handheld-Screen. Um im Kampf gute Karten zu haben, rüstet Ihr Euch mit gefundenen Items aus, achtet auf die Optimierung diverser Statuswerte und darauf, dass Shanoa eine gute Figur abgibt. Gleichgültig welche Waffe Ihr in der Hand haltet – es ist einfach ein beeindruckendes Spielgefühl auf diese Weise durch die Gänge zu laufen, Portale zu betreten, die riesige Landschaften eröffnen und somit die Spielwelt deutlich vergrößern, sowie gegen monströse Gegner anzukämpfen. Warppunkte befördern Euch durch die weitläufigen Umgebungen, auch in den Subwelten reicht ein Knopfdruck aus, um von Osten nach Westen zu gelangen. Und nicht nur auf eigenständig gefundene Gegenstände ist Verlass, sondern auch auf die unzähligen Aufgaben, die Ihr von diversen Charakteren erteilt bekommt, die Ihr während des Abenteuers immer wieder aus den Klauen der Schergen befreit.

Grafik & Sound....

In jeder Hinsicht erhaben ist die fantastische Spielwelt gelungen, die toll gezeichneten Gegneranimationen, der 3D-Effekt ebenso wie die farbenfrohen Knallerleien, beispielsweise während der Hack’n Slay-Scharmützel. Auch wenn die Zeit scheinbar still steht und die Castlevania-Serie noch immer optimiert werden müsste, kommt die Atmosphäre erneut in bester Qualität rüber. Vor allem der designerische Einfallsreichtum hinsichtlich der Feindkonzepte der Grafiker kann sich sehen lassen.

Auch der Sound umschmeichelt unsere Ohren, bietet Abwechslungsreichtum und Brillanz in einem, orientiert sich an der typischen Castlevania-Thematik und oftmals an klassischen Themen. Unglaublich, wie bereichernd die Akustik zum Spielgefühl beiträgt. Hinzu kommt, dass man dem Titel sogar eine Sprachausgabe spendiert hat. Nicht bei jeder Unterhaltung, dafür ab und an in gutem qualitativem Maßstab. Ebenfalls sind die Soundeffekte vom Feinsten.

Multiplayer....

Gemeinsam um die Wette schlachten, Stages erkunden und Gegner ausschalten – Dinge, die Castlevania-Spieler lieben dürften. Und in der Tat könnt Ihr gemeinsam im drahtlosen Multi-Karten-Spiel loslegen und verschiedene Ebenen gegeneinander im „Rennen" bestehen. Wer schneller die Stages von Feinden säubert und im Ziel ankommt, geht als Sieger aus dem Duell hervor. Allerdings sind zu Beginn noch nicht alle Strecken verfügbar, dies ändert sich aber im Laufe der Zeit. So überzeugend wie das Singleplayer-Game ist der Gruppenpart aber dann doch nicht. Lest dazu noch unser kurzes Wi-Fi-Special, das Ihr über den Link erreicht!

Fazit....

„Castlevania – Order of Ecclesia" führt das Erbe der vergangenen Titel hervorragend fort, ist unseres Erachtens aber der bislang schwerste Serienableger. Immer wieder können uns die Entwickler dahingehend überraschen, als dass innovative Gameplay-Elemente integriert wurden. So gibt es nun die Glyphen zu verbuchen, ein innovatives System magischer Komponenten, die bester Kombo-Manier im Kampf eingesetzt werden dürfen. Auch der Umfang ist deutlich angewachsen und wie sooft baut eine Fähigkeit auf der anderen auf: Zunächst sind diverse Bereiche noch nicht zugänglich, später aber ermöglichen Euch spezielle Skills, dass Ihr vorankommt. Vor allen Dingen ist es das Spielgefühl, das auch dieses Mal hervorragend weitertransportiert wird und „Castlevania – Order of Ecclesia" zu einer einmaligen Perle aufwertet. Wenn der Schwierigkeitsgrad etwas leichter wäre, könnte der Titel auch für weniger fortgeschrittene Spieler interessant sein. Allerdings bleibt diesen kaum eine Chance, überhaupt den Versuch zu wagen. Zu schnell würde der „Game over"-Screen über den Bildschirm flimmern.

Das Mag64 Wi-Fi Special
Hier findet Ihr Infos zum Online Gameplay zu Castlevania: Order of Ecclesia (Voraussetzungen/Möglichkeiten)

 

+ geniales Castlevania-Feeling
+ hübsche Optik
+ phänomenale Akustik
+ Rollenspielelemente
+ Ausrüstung en masse
+ 121 Gegnertypen
+ Zusatzaufgaben
+ Glyphen-System
+ endlich Sprachausgabe
- der anspruchsvollste C. Teil
- Jump’n Run-Charakter
- fehlender zweiter Charakter

GRAFIK: 83%

SOUND/EFFEKTE: 85%

MULTIPLAYER/WI-FI: 69%

GESAMTWERTUNG: 86%

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