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NDS Cake Mania
 
 
Cake Mania - NDS
Kilian Pfeiffer (05.10.2007)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Eidos
GENRE: Simulation
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-9
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Einfache Spielprinzipien sind doch immer wieder die besten! Nach unserem Ausflug in das Konditoren-Gewerbe müssen wir uns dieser Weisheit einfach unterwerfen. Gelang "Eidos" bereits mit "Diner Dash" ein Geheimtipp in neuen Restaurant-Gefilden, legt nun ein über den Publisher veröffentlichter "Majesco"-Titel nach: "Cake Mania", seines Zeichens virtuelle Backstube und dank vieler Levels die perfekte Abwechslung bei langen Bahnfahrten, Schulpausen oder immer dann, wenn wieder mal fünf Minuten Freizeit vor Euch liegen. Obwohl der Titel sich sehr an "Diner Dash" anlehnt, entwickelt das Spiel einen eigenen Zauber, der Euch von Level zu Level scheucht, immer mit dem Anspruch, seine Kunden mit leckeren Kuchen zu versorgen.

Menus und die Story....

Bereits der Packungsrücken macht es deutlich: "Cake Mania" basiert auf einem Online-Minispiel - eignet sich aber hervorragend für den Nintendo DS-Gebrauch. Demnach verdanken wir es nun "Majesco", einen unterhaltsamen, kulinarischen Ausreißer in Händen zu halten, der sein Geld wert ist, auch wenn die Umsetzung bescheiden ist und das gesamte Hauptspiel ähnlich funktioniert. Weil die Umsetzung nur einen Modus zu bieten hat - nämlich den Story-Modus - fallen die Möglichkeiten im Menü relativ bescheiden aus. Aber bevor wir Euch verunsichern, sei gesagt, dass das Menü nach dem Durchspielen durch einen weiteren Punkt bereichert wird, der Euch eine frische Story samt knackigen Aufgaben vorsetzt. Somit ist auch für den Langzeitspaß eine Menge geboten. Drei Spielstände stehen von Anfang an zur Verfügung, gespeichert wird automatisch nach der Beendigung jeden Levels.

Eingeführt wird der Spieler durch einen Comic-Streifen, in dem Ihr erfahrt, dass Jill, Hauptdarstellerin des Titels, gerade eben von der Konditorenschule zurückgekehrt ist, die Bäckerei der Großeltern bei Ihrer Ankunft jedoch geschlossen wurde. Der Grund ist ein riesiger Supermarkt, der dem heimischen Betrieb übelste Konkurrenz bereitet hatte. Jill ist jedoch voller Freude ob ihres neuen Berufes und frohen Mutes, den alteingesessenen Betrieb wieder auf Vordermann polieren zu können. Um ihn allerdings wiederzueröffnen, müssen erst einige harte Prüfungen durchstanden und diverse Stationen in einer Konditor-Karriere durchlaufen werden.

Technik und Gameplay....

Wart Ihr bei "Diner Dash" noch Restaurant-Leiter in Personalunion und sorgtet Euch um das Wohl Eurer Kunden, wechselt Ihr nun das Gewerbe und findet Euch anfangs zu Hause wieder, um hier im Ort eine kleine Backstube einzurichten - immer das Ziel vor Augen, in naher Zukunft in den großelterlichen Betrieb zurückkehren zu können. Zwölf Monate (jeder Monat symbolisiert einen Level) bestreitet Ihr das Geschäft von zu Hause aus, weiter geht es an den Strand, im Idealfall in eine zirkusinterne Backstube, später in das Kasino, bevor Ihr den heimischen Betrieb wieder übernehmen könnt. Vier Jahre Reputationspflege ist zwar eine Menge, die 48 Levels zahlen sich aber aus!

Wo Ihr letztendlich arbeitet, ist im Grunde genommen gleichgültig, da der Aufbau der Levels immer der gleiche ist. Über die Monate backt Ihr Kuchen aller Art, ob einstöckig oder Doppeldecker, dekoriert oder in gewöhnlichem Zustand. Zu bestimmten Zeitpunkten, wie zum Beispiel Ostern, Halloween, Valentinstag und Weihnachten fertigt Jill besondere Kuchen in ausgefallenen Formen. Die Story wird übrigens in Form kurzer Texte fort gesponnen, ist allerdings ausgesprochen öde und teils an den Haaren herbeigezogen, was den Spielspaß aber nicht stört. Aufgrund des stetig ansteigenden Schwierigkeitsgrades, bleibt auch die Motivation des geneigten Spielers gewahrt, trotz der Tatsache, dass die Backstube von Beginn an die gleiche ist, regelmäßig aber durch Erweiterungen optimiert werden darf.

Sobald sich Jill am Ort des Schaffens tummelt, geht es auch schon los: Der erste Kunde wartet, ein Notizzettel symbolisiert, dass er einen Wunsch auf den Lippen hat. Lauft also mit einem Druck durch den Touchpen zu ihm hin - das ist im Übrigen die einzige und sehr eingängige Steuermethode - und überreicht ihm die Karte, aus welcher er sich eine Leckerei aussucht. Hat er sich entschieden, erkennt Ihr dies an der dargestellten Kuchenform, die es nun zu backen gilt. Mit einem Standardofen startet Ihr, später im Spiel könnt Ihr bis zu drei Öfen Euer Eigen nennen. Vier Bildchen auf dem Backgerät stellen die Möglichkeiten der zu kreierenden Kuchenformen dar: Rund, dreieckig, länglich und sternförmig, wahlweise auch eine Halloween-Fratze, ein Tannenbaum, ein Osterei und ein Herz. Entspricht Eure Wahl die des Kunden beginnt der anfangs sechs Sekunden lange Backvorgang. Logisch, dass die Farbe der Torte eine Rolle spielt. Mit Hilfe eines Glasiergerätes könnt Ihr eine von vier Farben auftragen lasen, Sonderwünsche wie Deko-Artikel gibt es ebenso. So müsst Ihr das Erzeugnis mit einem kleinen Schiffchen schmücken, setzt für Bräute ein Heiratspaar auf das süße Lebensmittel oder dekoriert es mit einer Blume. Acht Gegenstände stehen zur Auswahl! Schwierig wird es allerdings erst dann, wenn bis zu vier Kunden gleichzeitig erscheinen und teilweise Sonderwünsche, wie doppelstöckige Kuchen, fordern, wobei jeder Stock eigens glasiert werden will. Da kann man schon mal ins Schwitzen kommen…

Ist Eure Backkreation irgendwann mal fertig und habt Ihr die Nerven der Wartenden - neben Nikoläusen besuchen Euch ungeduldige Geschäftsfrauen, genügsame Omas und blanke Studenten - nicht überstrapaziert, überreicht Ihr sie und kassiert dafür einen Geldbetrag. Wart Ihr sehr schnell, kann es auch Trinkgeld regnen. Ihr solltet Euch allerdings beeilen, da jede Mission einem Zeitlimit unterliegt, das Ihr versuchen solltet, einzuhalten. Was wesentlich ist und um was Ihr im Laufe der Zeit gar nicht mehr herum kommt, ist die Erweiterung Eurer Arbeitsutensilien. Anfangs backt der Ofen noch in aller Seelenruhe vor sich hin, durch eine stattliche Investition halbiert Ihr bereits die Zeit, um ihn in der Königsklasse auf ein Drittel der Zeit zu drücken (zwei Sekunden!). Ähnlich verfahrt Ihr mit den Glasierstationen sowie den Dekorierplätzen. Zum Ende des Spieles hin werdet Ihr Eure Optimierungsbestrebungen mit Sicherheit nicht bereuen. Aber nicht nur in dieser Hinsicht könnt Ihr den derzeitigen Standort auf Vordermann bringen - durch Investitionen erhöht Ihr Jills Laufgeschwindigkeit in drei Stufen, eine Muffin-Mikrowelle fungiert als Snackgeber, um ungeduldige Kunden zu besänftigen. Selbst einen Fernseher dürft Ihr in der Backstube integrieren. Diverse Programme sprechen unterschiedliche Käufergruppen an, lenken diese vom teils langen Warten ab. Toll fanden wir, dass man in "Cake Mania", ähnlich wie in "Diner Dash", alle Aktionen aneinander reihen kann. Jill wird sich in der gewählten Reihenfolge um alle an sie gestellten Aufgaben kümmern.

Grafik & Sound....

Dass der Titel dem Online-Segment entstammt, ist erkennbar, nicht anders kann man die zweckmäßige und immergleiche Grafik erklären. Ab und an ändert sich das Design der Innenräume - abhängig von Eurem derzeitigen Aufenthaltsort - ansonsten bleibt das grafische Grundgerüst immer das gleiche. Eine spartanisch animierte Jill hetzt von Kunde zu Kunde, das war es dann aber auch an grafischer Abwechslung. Bunt und altbacken - der Spielspaß leidet darunter aber eher weniger.

Die Soundkulisse des Titels reiht sich im Durchschnitt ein, da sie trotz fehlender Besonderheiten gut unterhält und den Spieler von Monat zu Monat begleitet. Ein wenig mehr Kurzweil hätte der Musik ganz gut getan, nichtsdestotrotz passt das freundlich gestimmte Ergebnis perfekt zum Spiel. Sprachausgabe und erwähnenswerte Effektschnipsel hört Ihr im Spiel hingegen nicht.

Fazit....

Ein Resümee zu ziehen, fällt bei "Cake Mania" nicht schwer, da das Grundkonzept bereits von "Diner Dash" bekannt war. Zwar bot Letzteres etwas mehr Abwechslung und forderte den Spieler noch mehr, dennoch ist vorliegender Titel eine ebenso runde Sache, die immer mal wieder zu einem Spielchen einlädt. Auf einen Mehrspieler-Modus hat man zwar dieses Mal verzichtet, jedoch überzeugt die Vielzahl an Levels und der ansteigende Schwierigkeitsgrad innerhalb der hitzigen "Back-Gefechte". Wer auf seichte Kost mit hohem Motivationsfaktor Wert legt, darf uneingeschränkt zugreifen.

 

+ leicht erlernbares Grundprinzip
+ ausbaubare Backstube
+ viele Missionen
+ freischaltbarer Spielmodus
+ für Zwischendurch perfekt
- Abwechslung läßt später nach
- Technisch von anno dazumal
- kein Tiefgang

GRAFIK: 53%

SOUND/EFFEKTE: 64%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 72%

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