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NDS Bust A Move DS
 
 
Bust A Move DS - NDS
Matthias Engert (28.07.2008)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: 505 Games
GENRE: Geschicklichkeit
SPIELER: 1-5 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 2-8
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Gering
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.20 Euro
RUMBLE PAK: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Nein

   
Einleitung....

Puzzle und Geschicklichkeitsspiele haben auf den einzelnen Plattformen wohl einer der längsten Geschichte hinter sich. Mit dem Urvater Tetris vorneweg ist es sicherlich auch das zeitloseste Genre im Spielemarkt. Wie sonst kann man sich die Tatsache erklären das Titel, die eigentlich schon Jahrzehnte auf dem Buckel haben, immer wieder neu aufgelegt werden. Dabei spielt auch die Plattform keine Rolle und man findet die Klassiker meist in neuem Gewand und leicht modifizierten Inhalten. Dennoch verkaufen sie sich und wir erleben auf jeder neuen Plattform ein Deja Vu. Alles andere als neu ist eigentlich der Nintendo DS. Um so überraschender eigentlich das es von Taitos Bust A Move Serie noch keinen DS Ableger gab. Das dachte sich wohl auch THQ und bringt als Publisher neben der Wii Version auch eine überarbeitete DS Variante. Ob der x-te Aufguss noch Spaß macht und an wen sich das Spiel richtet, zeigt euch der folgende Test.

Menus und die Story....

Umgesetzt ist der Titel diesmal aber nicht von Taito selber, sondern von der Softwareschmiede 505 Games. Nimmt man mal die Probleme beim Thema Lokalisierung zum erst kürzlich vorgestellten Rechts oder Links zur Hand, ist es hier nicht weiter tragisch das man die Texte im Spiel in Englisch belassen hat. Da diesmal auch keine Story eine Rolle spielt, sind viele Wörter in Sachen Spielmodi selbsterklärend. Der interne Batteriespeicher dient diesmal dazu, die erspielten Scores in den verschiedenen Modi zu Sichern. Immer ein positiver Aspekt der vor allem der Langzeit Motivation zugute kommt. Das war nicht immer so und seinerzeit auf dem GBC gab es z.b. keinerlei Speichermöglichkeit. Ebenfalls ein Pluspunkt ist der Multiplayer in Bust A Move DS. Vor allem deshalb weil man hier 5 Leute mit nur einer Cartridge verbinden kann. Treffen sich dabei 5 Cracks, können die Sessions durchaus lang sein. Anders als in früheren Versionen beschränkt man sich in der DS Version rein auf das Gameplay und typische Geschicklichkeits Ambiente der Bust A Move Serie. Das heißt eine Story oder einen ähnlichen Modus findet man hier nicht vor.

Nach dem Einschalten begrüßt euch unter der berühmt berüchtigten Dudelmusik das Hauptmenu des Spiels. Hier gibt man euch einzig den Spielstart und die Optionen zur Auswahl. Die Optionen sind hier sehr wichtig, bieten sie doch den Zugang zur Steuermöglichkeit, die man einstellen kann. Neben dem Classic Modus, wo Ihr das Spiel wie früher mittels Kreuz und Tasten bedient, gibt es nun auch die neue Variante mittels Touch Screen und mit dem Pen bewaffnet. Dazu könnt Ihr hier einstellen ob Ihr Links oder Rechtshänder seid. Kleinigkeiten die im Spiel beim Vertauschen der Funktionen durchaus gelungen sind. Zusätzlich könnt Ihr hier den internen Speicher auf Null setzen, sowie die Soundeinstellungen anpassen. Wer mit der Classic Variante spielt und die Tastenbelegung als Nachteilig empfindet hat in den Options auch noch die Möglichkeit die Tasten frei zu belegen. Ebenfalls ein Pluspunkt in den Einstellungen. Wie sich das ganze nun mit beiden Steuervarianten spielt, zeige ich euch im Gameplay Teil.

Technik und Gameplay....

Habt Ihr die Options unsicher gemacht, könnt Ihr über den Start Button auf dem Hauptmenu die spielerischen Inhalte anwählen. Dabei gilt die Art der Steuerung nicht nur für das Spiel selber. Je nach Einstellung bedient man auch die Menus entweder per Tasten oder nur per Touch Screen und Pen. Spielerisch teilt man danach das ganze noch mal ein in den Single und Multiplayer Teil des Spiels. Erstmal interessiert uns der Single Player, der euch 3 verschiedene Modi zur Auswahl gibt. So könnt Ihr wählen zwischen dem Endlos Modus, der VS CPU Variante und dem Puzzle Modus. Um euch zunächst das Spielprinzip zu erklären (vielleicht kennt es ja doch noch nicht jeder), schauen wir mal kurz in den Endlos Modus hinein. Wie in allen Modi wählt Ihr einen der 8 enthaltenen Charaktere, was zumindest in den VS CPU oder dem Multiplayer nicht ganz unerheblich ist. Im Gegensatz zu früher haben alle Charaktere für diese Modi verschiedene Setups was Blasen angeht, die man in die gegnerischen Felder schmeißen kann. Je nach Wahl kann man hier entweder die einfachen farbigen vermehrt Nutzen oder Spezialblasen, die es so auch schon lange gibt. Vor allem beim VS CPU Modus durchaus sinnvoll, wenn man sich eine Weile mit den Gegnern beschäftigt hat. Im Endlos und Puzzle Modus spielt das Thema dagegen keine Rolle. Dafür darf man hier ein kleines Blasen Setup hinter sich bringen und wählen ob bestimmte Spezialblasen eine Rolle spielen sollen, oder man gänzlich ohne auf Scorejagd gehen möchte. Der Endlos Modus ist noch aus einem anderen Grund speziell für die älteren Spieler gemacht, die den Titel schon kennen. Denn in diesem Modus nutzt man die gesamte Screenbreite des Top Screens, während der Touch Screen, wie in den anderen Modi auch, die Abschussvorrichtung beinhaltet.

Im Touch Screen steht nun euer Charakter neben einer Abschussvorrichtung, die mit einer Linie gekennzeichnet ist und damit die Schussrichtung anzeigt. Allerdings jetzt nicht mehr bis zum Ende des Spielbereiches. Macht es anfangs ein wenig schwerer. Auf dieser Vorrichtung erscheint nun eine farbige Blase, die man damit nach oben in das Action Feld schießen muss. Wahlweise und je nach Einstellung per Kreuz und Tastenaction, oder eben in dem man die Blase antippt und nach unten zieht und ähnlich dem Flipper Prinzip nach oben schnipsen lässt. Grundprinzip ist es durch Kombinationen von Blasen gleicher Farbe oder Wertigkeit den Top Screen zu leeren. Denn wie bei Tetris auch erscheinen neue Blasen und füllen den Screen. Unterschied ist eben das umgekehrte Prinzip. So erscheinen oben nach und nach Reihen verschiedenster Blasen. Neben einfachen und farbigen Standard Blasen gibt es sogenannte Bonus und Spezialblasen, die bei richtiger Kombination durch die geschossenen mehr Punkte bringen und den Screen auch in einer Kettenreaktion leeren können. Schießt man z.b. von unten eine grüne Blase an 2 nebeneinander liegende grüne im Actionfeld, ist ein Miniziel erreicht und diese Blasen verschwinden aus dem Actionfeld. Wie immer in solchen Spielen kommen die Blasen aber nicht so wie ihr sie braucht. Mit der Zeit gilt es sehr schnell zu reagieren. Vorteil ist das Blasen verschiedener Farben, die an Paaren hängen mit abfallen, wenn man dem Paar gleicher Farbe eine weitere Blase dieser Farbe zuschießt. So muss vor allem sehr viel kombiniert werden um zum einen den Screen nicht zu voll zu bauen, aber so das man immer gleich mehrere Reihen wegbröseln kann. Positiv ist dabei natürlich die Tatsache, das beide Steuervarianten sehr einfach von der Hand gehen und bedingt durch den Touch Screen in der Pen Version fast noch einen Tick genauer ist als mit Kreuz und Tasten. Hier gibt es also nichts zu meckern in meinen Augen. Dabei ist das Spiel physikalisch korrekt und bietet natürlich auch wieder das Banden Feature. Benutzt Ihr die Bande, so prallt die Blase so ab wie sie sollte. Damit sind auch Bereiche möglich, die man auf direktem Wege durch nach oben schießen nicht erreicht. Baut Ihr euch aber zu, kommen euch eure Gebilde von oben immer näher. Am Ende ist das Spiel vorbei, sobald die erste Blase unten in den Bereich eures Charakters fällt.

Wie gewohnt steht euch die Ablegen Funktion zur Verfügung, so das Ihr immer aus 2 Blasen wählen könnt, wenn die Farbe mal nicht passend ist. Ebenso wieder dabei ist die Vorschau, so das man wie bei Tetris die nächste Blase und vor allem die Farbe im voraus sehen kann und somit den nächsten Zug etwas mehr planen kann. Besonderheiten sind wie überall die Spezialblasen, die entsprechende Aktionen auslösen. Diese reichen vom Leeren des Screens oder Bereichen des Spielfeldes bis hin zum Verändern damit getroffener Blasen, so das man in Sachen Farben oft neue und sinnvolle Ketten zusammen bekommt. Schafft man es die Ketten zu aktivieren, sprich mehr als 3 Blasen gleicher Farbe gen Boden zu bekommen, gibt es logischerweise mehr Punkte auf das Konto. Ist der Endlos Modus für die Score Jäger unter euch ideal, kann man aber auch etwas hektischer zu Werke gehen. Der Puzzle Modus bietet euch hier nun sogenannte Szenarios in verschiedenen Wertigkeiten. 25 verschiedene stehen euch zur Verfügung, bei denen es darum geht innerhalb eines Zeitlimits den Screen komplett zu leeren. Anspruch bekommt dieser Modus neben der Zeit auch durch die Blasen die man euch an die Hand gibt. Hier gibt es bei weitem nicht alle verfügbaren und man muss mit dem auskommen, was euch das Spiel zur Verfügung stellt. Durchaus schwer, aber machbar gefällt dieser Modus auch Bust A Move Veteranen. Letzter Modus ist die VS CPU Variante. Erster Unterschied zum Bildschirmfüllenden Endlos Modus ist die Tatsache, das man hier nur ein verkleinertes Spielfeld zur Verfügung hat, das stark an Tetris erinnert. Dazu hat man jetzt rechts eine Anzeige für den oder die CPU Gegner. Auch ein kleines aber gelungenes Feature, das man hier gegen 4 mögliche CPU Recken antreten kann. Schade das man dies ohne direktes Ziel tut. OK gewinnen sollte man schon, aber das wars dann auch und irgendeine Motivation wäre nicht schlecht gewesen. Dennoch gibt dieser Modus einen guten Vorgeschmack auf den möglichen Multiplayer.

Im gesamten gefallen die Modi schon und spielen sich akkurat und flüssig. Nicht verhehlen kann man aber das weder der Suchtfaktor eines Tetris DS oder der Meteos Serie erreicht wird. Dazu ist es dann einfach zu wenig Neues. Vor allem Spieler, welche ältere Teile besitzen sind nur bedingt richtig. Klar hat man erneut seinen Spaß, aber ein Killer Gameplay ist das ganze in der hier gebotenen Form einfach nicht mehr.

Grafik & Sound....

Grafisch ist der Titel logischerweise der farbenfroheste Handheld Titel der Bust A Move Serie. Klare Farben und viele kleine, wenn auch einfache Glitzer und Animationseffekte lassen den Titel ansprechend aussehen. Zwar gibt es hier weder Bildschirmfüllende Explosionen oder edle HiRes Effekte, dennoch passt die Grafik gut zum Gameplay. Wichtiger hier ist die Technik, die überzeugt. Egal mit welcher Steuervariante Ihr an den Start geht, das Spiel lässt den Gamer nicht im Stich und bietet durch die Pen Variante durchaus noch einen Tick genaueres Agieren.

Über den Sound könnte man seit Jahrzehnten das gleiche schreiben. Wie viele Spiele kann auch Bust A Move seinen Ursprung in Fernost nicht verhehlen und manches Gedudel im Hintergrund ist auf Dauer etwas nervend. Das ändert sich auch auf dem DS nicht, auch wenn einige Stücke melodischer und angenehmer für die Ohren daher kommen. Ein paar mehr Effekte hätte man sich gewünscht. Hier hält sich das Spiel eher dezent im Hintergrund.

Multiplayer....

Der Multiplayer ist in meinen Augen der gelungenste Teil des Spiels. Natürlich vor allem deshalb weil man 5 Spieler mit nur einer Cartridge verbinden kann. Kaum Unterschiede zum Multikartenspiel, kann man hier die VS Variante gegen seine Freunde spielen. Wie schon oben erwähnt kann sich das durchaus hinziehen, wenn die Mitspieler etwas drauf haben. Einen harten Cut nach einer Session gibt es nicht und man kann sofort ein Rematch veranstalten. Einzige Einschränkung bei der Single Card Variante ist die Steuerung. Hier kann nur der Host frei entscheiden wie er spielen möchte. Die 4 Mitspieler müssen mit dem Pen loslegen. Da diese Variante aber gelungen ist, nichts schlechtes.

Fazit....

Ein wenig nagt nun doch schon der Zahn der Zeit an Bust A Move. Auch wenn die Spielmodi wieder Spaß machen, spüren dies vor allem Veteranen der Serie. Dafür sind die Neuerungen einfach zu wenig, auch wenn die DS Steuerung gelungen ist. Vor allem im Hinblick auf die Konkurrenz auf dem DS bietet der aktuelle Handheld Ableger zu wenig. Lohnen tut sich der Titel dennoch für Spieler, die das Spielprinzip noch gar nicht kennen und Multiplayer Cracks, die am liebsten gegen menschliche Kontrahenten antreten. Denn der Multiplayer weiß durch die Singe Card Variante zu gefallen. Einen Fehlkauf macht man also auf keinen Fall. Und bei einem VK von 20 Euro bekommt man schon etwas für sein Geld.

 

+ Einfache/Gute TS Steuerung
+ Zeitloses Spielprinzip
+ Speicherbare Scores
+ Technisch gelungen
+ Günstiger Preis
+ Guter Multiplayer
- Nur TS Steuerung ist neu
- Komplett Englisch

GRAFIK: 72%

SOUND/EFFEKTE: 66%

MULTIPLAYER: 74%

GESAMTWERTUNG: 71%

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