konsolenkost.de

 
NDS Bridge Training
 
 
Bridge Training - NDS
Kilian Pfeiffer (30.06.2009)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Atari
GENRE: Kartenspiel
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-10
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.25 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

„42 Spieleklassiker" hat es vorgemacht und einige Mitanwärter auf den Thron der Software-Klassikersammlungen sind nachgezogen. „42 Spieleklassiker" war eine Sammlung klassischer, traditioneller Software, die sich durch ausführliche Anleitungen und monatelangen Spielspaß auszeichnete. 42 Spiele versammelten sich dort auf der Karte. Auf jeden Fall war das Produkt ein Schnäppchen für all diejenigen, die Spielesammlungen lieben gelernt haben und gerne eine Runde Poker oder einen der anderen Klassiker angehen. Mit „Bridge Training" bringt „Atari" einen einzigen Titel auf den Markt, also ohne das Drumherum, das beim Nintendo-Titel noch zum guten Ton gehörte. Dafür aber als ausführliches Sammelsurium aller möglichen Bridge-Spielmodi.

Menus und die Story....

Ok, es gibt ein „Lernprogramm", allerdings ist dies nicht viel mehr als ein etwas längerer Text. In „42 Spieleklassiker" besaß jeder einzelne Titel eine mindestens so lange Spielanleitung. Demnach ist die Bezeichnung eines „Lernprogramms" alles andere als korrekt. Immerhin erwarten den geneigten Bridge-Spieler einige sinnvolle Modi. Ratsam ist jedoch, dass Ihr die Grundregeln des Spieles bereits beherrschen solltet, wenn Ihr Euch an „Bridge Training" herantraut. Die beiliegende, gedruckte Spielanleitung ist nicht gerade die Erfüllung. Im Grunde genommen sind es lediglich fünf Seiten, die sich mit dem eigentlichen Spiel beschäftigen – viel zu wenig für einen solch komplexen Titel (Spielmodi: „Blatt", „Gegen die Uhr", „Perfekt", „Bridge-Übung", „Lernprogramm"). Immerhin trifft man dann innerhalb der „Bridge-Übung" auf diejenige ausführliche Anleitung, die man sich erwartet hat. Leider nur in Textform.

Technik und Gameplay....

Kontrakt-Bridge wird in vorliegendem Titel gespielt. Der Titel befasst sich demnach vor allen Dingen mit grundlegenden Problemstellungen des Spieles. Um erfolgreich zu sein, benötigt Ihr eine Spiellinie, durch deren Hilfe das jeweilige Problem und somit die Partie gelöst werden kann. Die Spielmodi sind unterschiedlich, werden aber nur für geübte Bridge-Spieler von Interesse sein. Bei „Blatt" gibt es keine Fehler- oder Zeitbegrenzung, um eine Spiellinie zu finden, welche die aktuelle Partie beenden könnte. In „Perfekt" dürfen maximal fünf Fehler unterlaufen, der Kontrakt sollte auf Anhieb, also ohne Umschweife, gelingen. Kontrollpunkte gibt es hier keine. In „Gegen die Uhr" unterliegt das Spiel einem zeitlichen Rahmen, eine Fehlerbegrenzung gibt es in diesem Modus nicht.

Eine sogenannte Spiellinie gilt es bei „Bridge Training" zu verfolgen. Jene Linie ist es, die Ihr aufstellen müsst, um eine Partie für Euch zu entscheiden. Dass das mit Hilfe der Karten gelingt, ist bei einem Kartenspiel kein Geheimnis. Weil es Probleme zu lösen gilt, die während einer Bridge-Partie auftreten, solltet Ihr Euch über den Touchscreen Notizen machen, etwa, wann ein bestimmter Stich erfolgen muss beziehungsweise welche Karte gespielt wird. Das Programm sagt Euch, wenn es zu einem Fehler kommt und es ratsam wäre, eine andere Karte auszuwählen. Eine Partie wird dann gewonnen, wenn der Kontrakt unter Berücksichtigung der Vorgaben erfüllt wird.

Grafik & Sound....

Leider liegt in der Darstellung des Titels der Hund begraben. Warum muss ein Kartenspiel zwangsweise hässlich aussehen? Warum kann ein solches nicht durch grafische Spielereien glänzen und wenigstens den Anschein wahren, „hübsch" zu sein? Lediglich ein Spieltisch, mit Pixel-Treppcheneffekt „verzierte" Menüpunkte und ein statischer Hintergrund. Das ist zwar zweckmäßig, definitiv aber nicht sehr sehenswert.

Ganz gut geworden ist hingegen der Soundtrack, der sehr jazzig rüberkommt, durch ein klassisches Klavierspiel zu überzeugen weiß, aber auch den geschickten Schlagzeug-Einsatz nicht scheut. Durchaus stimmig und atmosphärisch, was Entwickler „Mad Monkey Studio" da anzubieten hat.

Fazit....

„Bridge Training" bietet weder einen Mehrspieler-Modus (vollkommen unverständlich!), noch eine Sprachausgabe für die Anleitungen in Textform. Auch technisch hat man – bis auf den Sound – an allen Ecken und Enden gespart. Ok, wer das Bridge-Spiel liebt, wer die komplexen Regeln beherrscht und gerne diverse Kontrakte zu lösen versucht, ist hier an der richtigen Stelle. Als Anfänger fühlt man sich aber überfordert, ob des allgemein sehr schwerfälligen Spielprinzips, was Einsteigerfreundlichkeit betrifft. Es wäre schon erfreulich gewesen, wenn wenigstens einige praktische Spielzüge in die Trainingseinheiten integriert worden wären. Der Titel hat definitiv Potenzial, richtet sich aber ganz klar an eine kleine Zielgruppe von Bridge-Spielern und Aspiranten, die das Kartenspiel gerne erlernen möchten.

 

+ Bridge in jeder Spielform
+ kommentierte Partien
+ guter Sound
+ theoretische Anleitungen
- kein Mehrspieler-Modus
- wenig einsteigerfreundlich
- fehlende Sprachausgabe
- grafisch uninspiriert
- nur für Kartenspiel Fans

GRAFIK: 32%

SOUND/EFFEKTE: 73%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 64%

Sämtliche Inhalte wie Bilder und Texte zu diesem Artikel sind geistiges Eigentum des Mag'64. Eine Benutzung oder anderweitige Verwendung darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Mag'64 erfolgen.

 
                   

Game-and-Fun.de