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NDS Band Hero DS
 
 
Band Hero DS - NDS
Jens Morgenschweiss (18.04.2010)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Activision
GENRE: Musikspiel
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-9
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

So, nun hat es mich also doch noch erwischt. Jahrelang hab ich mich erfolgreich davor „gedrückt" eine Gitarre in die Hand zu nehmen oder mich in Karaoke zu beweisen. Zuerst darf ich nun beweisen, ob auch große Hände dazu geeignet sind, am Nintendo DS ein wahrer Band Hero zu sein oder zu werden. Danach werden wir uns die Wii Version von Band Hero ansehen. Doch eins nach dem anderen...!

Menus und die Story....

Das Hauptmenu ist mit seinen vier Menupunkten sehr übersichtlich geraten. So kann man seine Band managen, seine erzielten Auszeichnungen in Augenschein nehmen, Fan Anfragen abarbeiten oder eben Spielen. Wer seine Combo zusammenstellen will oder das Aussehen seines Charakters bearbeiten will, der kann das im Management tun. Neben dem Namen unseres Bühnenakrobaten kann man sich aus einem reichhaltigen Fundus von Kleidung und Accessoires bedienen, damit der Charakter unseren Vorstellungen entspricht. Natürlich kann man auch die vier Instrumente im Laufe des Spiels upgraden, wenn man ein paar Titel recht erfolgreich absolviert hat.

Die Optionen lassen neben den Lautstärkereglern der einzelnen Instrumente auch den Linkshändern eine Chance, das Spiel ordentlich zu spielen. Die Empfindlichkeit des Mikros lässt sich in drei Stufen anpassen, was aber selbst bei hoher Empfindlichkeit den Gesangspart schwierig gestaltet. Man muss schon sehr laut singen, damit die Stimme ordentlich erkannt wird. Das kann man aber im Normalfall nicht überall tun, außer man will sich völlig zu Feile machen.

Die Auszeichnungen im Spiel sind sehr reichhaltig. Die gibt es für jedes Instrument, für jede Location oder den finanziellen Bereich. Wer zum Beispiel in der „City of Water" mit einer Augenklappe spielt, bekommt eine komplette Piratenausstattung. Das Spektrum der Auszeichnungen reicht von Geld über Accessoires bis hin zu neuen Instrumenten. Der Spielmodus gibt Novizen wie mir Gott sei Dank einen Trainingspart, so das man langsam an die Materie herangeführt wird. Dabei wird für jedes Instrument eine Grundlagen- und Fortgeschrittenenfertigkeit abverlangt und bringt euch auch die Starpower und Stunt Grundlagen näher.

Technik und Gameplay....

Was aber gleich zu Beginn Eindruck schindet, ist der „Guitar Hero Guitar Grip", ein dem großen Set beiliegender Zusatzcontroller, der über den Game Boy Advance-Moduleingang Eures Nintendo DS an den Handheld angeschlossen wird. Die Besonderheit an dem Aufsatz sind dessen vier farbige Drucktasten, welche die Saiten einer Gitarre symbolisieren sollen. Ist der Aufsatz angesteckt, müsst Ihr nur noch Eure Hand über die Lasche fixieren und haltet schließlich Nintendos Flaggschiff in der Hand liegend, vergleichbar mit einem Buch. Doch nicht nur der Guitar Grip kommt bei Band Hero zum Einsatz, sondern auch noch ein Drum Grip, der wie ein Kondom über den DS geschoben wird und seine vier farbigen Drumpoints das Digikreuz und die A und B Tasten bedienen. Beim Drum Grip wird der DS wie immer in den Händen gehalten. Obwohl diese Variante überraschend genau funktioniert, kann man dieses Utensil auch weg lassen und trotzdem die Drums bedienen. Gerade die Besitzer eines alten DS werden diese Neuerung nicht nutzen können, dort passt das Teil gar nicht drauf. Der Guitar Grip ist indes unverändert gelassen, was Menschen mit großen Händen vor Probleme stellt. Um halbwegs an die Tasten zu gelangen, müssten wir die Hand so weit in die Kletthalterung stecken, das wir das Klettband nicht mehr zu bekommen. Alternativ kann man nur seinen Daumen darin fixieren, was aber bei einiger Spielzeit zu Taubheitsgefühlen in den restlichen vier Fingern führt.

Der Titel spielt sich ungemein intuitiv und geht bereits nach wenigen Sessions ins Blut über. Wie gewohnt laufen Euch die verschiedenfarbigen Noten auf den entsprechenden Saiten entgegen und müssen im richtigen Moment gespielt werden. Das funktioniert dann mit Hilfe des mitgelieferten Plektrum-Stylus, mit dem Ihr zu jeder Note – vergleichbar bei einer Gitarrensaite – über den Touchscreen schrubbert. So trefft Ihr auch ziemlich schnell alle heran rauschenden Noten, wobei die höheren Schwierigkeitsgrade dann wirklich in die Vollen gehen. Gut, dass ein ausführliches „Training" zur Verfügung steht, in dem Ihr die Basics, aber auch den Einsatz der „Star Power" kennenlernt. Bislang überhaupt noch nicht erwähnt wurde die „Star Power", die vor allem hinsichtlich der Highscores Wunder wirkt. Trefft Ihr bestimmte Notenfolgen korrekt, füllt sich die „Star Power"-Anzeige, welche Ihr durch einen Ausruf (eigentlich gleichgültig, was Ihr in das Mikrofon ruft!) aktiviert. Alle Noten erscheinen dann in einem schicken Blauton, jeder Treffer addiert dann einen Multiplikatoren-Wert auf das Punktekonto, abhängig davon, wie weit Ihr den Multiplikator schon nach oben gejagt habt. Um erfolgreich einen Song zu beenden, bedarf es auf der Reise durch die musikalische Zeit einiger Anstrengung. In den höheren Härtegraden dauert das Unterfangen umso länger, da die Noten sprichwörtlich über Euch hereinbrechen und Ihr genug zu tun habt, um das „Rock-O-Meter" am Leben zu halten. Fällt dieses in den roten Bereich, ist es aus mit der Karriere aus und der aktuelle Song muss nochmals wiederholt werden. Haltet Ihr hingegen dem Notenschwall stand und bleibt in der grünen Zone, steht dem weiteren Fortbestehen Eurer Band nichts mehr im Wege.

Grafik & Sound....

Grafisch will sich „Band Hero" am großen Original orientieren und versetzt den Spieler ebenso auf die Bühnen dieser Welt, wobei es lediglich sechs Locations zu „bestaunen" gibt. Wirklich nichts Spektakuläres, muss man gestehen. Klar, der Protagonist bewegt sich mit seiner Band im typisch rockigen Stil über die Bühne, allerdings hat man überhaupt keine Zeit die immer gleichen Sequenzen zu beobachten, da das Geschehen die gesamte Aufmerksamkeit des Spielers in Anspruch nimmt. Die Menüs erscheinen ziemlich lieblos gestaltet, was uns persönlich unangenehm aufgefallen ist. Erneut nichts, was man nicht schon im DS-Vorgänger gesehen hätte.

Auf die Ohren bekommt man hier ordentlich. Die Bandbreite der Songs ist recht ausgewogen, was beim Betrachten der implantierten Lieder offenkundig wird. Ob nun „The All-American Rejects", „Blink-182", Pink für die etwas rockige Seite oder die Black Eyed Peas und Duran Duran für die poppige Abwechslung sorgen. Mir persönlich gefällt die Songauswahl ziemlich gut, weil die Langeweile ein wenig abgeht.

Multiplayer....

Wie wir es von den Entwicklern her kennen, haben sie erneut an einen Mehrspieler-Modus gedacht, der das Haus rockt und ungemein gut gefällt. Hier geht es bis zu vier Spieler heiß her. Im Ko-op Modus treten hierbei vier Leute zusammen an und versuchen sich als Band zu beweisen. Teamwork wird hier großgeschrieben! Im KO Modus können sich dann bis zu vier Mann gegenseitig messen, wer wohl der Herr der Klampfe ist. Natürlich kann jeder sein eigenes Instrument spielen und das auch noch auf seinem bevorzugten Schwierigkeitsgrad. Hier zählt dann am Ende die Höhe des Zasters.

Fazit....

Etwas wirklich neues Bahnbrechendes hat man nicht zustande gebracht. Das man das Drum Grip drauf gelegt hat – ok, aber die zwei zusätzlichen Songs, womit es nun 30 sind, machen das Kraut auch nicht wirklich fett. Der Einzelspieler Modus macht eine ganze Zeit lang Spaß, aber wenn man jeden Titel zum 10. mal gespielt hat (egal mit welchen Instrument) wird es langweilig. Das einzig fordernde sind die Schwierigkeitsgrade, die ab Normal schon heftig sind. Hier sind die Menschen klar im Vorteil, die von Geburt an mit Klavierspielerhänden ausgestattet sind. Mehr Freude macht der Multiplayer, der vier Leute an ihre künstlerischen Grenzen führt. Zum einen, das man zusammen antreten kann und wenn das nicht mehr zieht, dann eben jeder für sich und gegen die anderen. Die Bühnen Stunts, die im Singleplayer die Starpower auffüllen, Geld und Extrapunkte einspielen, bringen erst im Multiplayer KO Modus Freude, wenn man seine Gegner damit attackieren kann. Nur fehlt ihnen der Anspruch. Selbst ein sehschwacher Spieler kann die Aktionen in der vorgegebenen Zeit absolvieren.

 

+ gute Musikmischung
+ Drum und Guitar Grip
+ guter Multiplayer
+ hohen Grade anspruchsvoll
- G.Grip nicht für große Hände
- Allein schnell „ausgeleiert"
- Mikro Empfindlichk. ungenügend
- nicht wirklich viel Neues

GRAFIK: 65%

SOUND/EFFEKTE: 73%

MULTIPLAYER: 80%

GESAMTWERTUNG: 74%

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