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NDS Baphomets Fluch: The Director's Cut
 
 
Baphomets Fluch: The Director's Cut - NDS
Matthias Engert (24.04.2009)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Revolution
GENRE: Adventure
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-10
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
RUMBLE PAK: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Auch wenn der Nintendo DS wohl eine der größten Software Vielfalt zu bieten hat, gibt es tatsächlich noch Genre, die man vorsichtig gesagt als unterdurchschnittlich gefüllt bezeichnet kann. Das Thema Adventure gehört sicherlich dazu, auch wenn heutzutage Adventure nicht gleich Adventure ist. Die berühmten Point & Click Ausgaben, die man vor allem in den 90ern auf dem PC zuhauf vorfand, sind äußerst selten anzutreffen. Eigentlich schade, da gerade der DS allgemein für Adventure durch seine Feature schon etwas zu bieten hat. Wer erinnert sich nicht gerne an das simple, aber geniale und nie wieder gesehene "DS Zuklapp Rätsel" in Another Code. Mit Einfallsreichtum kann man also hier schon etwas erreichen. Wie auf dem GBA seinerzeit sorgt auch diesmal wieder Ubisoft für ein wenig Entspannung in diesem Spielsegment und bringt mit Baphomets Fluch: The Director’s Cut die Broken Sword Thematik auf den DS. Aber nicht nur deshalb ist der Titel durchaus etwas besonderes. Denn auch der große Bruder und die Zielgruppe wollen hier bedacht werden. Wen spricht das Spiel besonders an und lohnt nun die DS oder Wii Version mehr? Denn inhaltlich sind beide Versionen ja gleich. Ein paar Zeilen gibt es also zum Titel zu schreiben.

Menus und die Story....

Entwickelt von Revolution Software und unter dem Dach von Ubisoft erschienen, ist das Spiel zunächst in Sachen Rahmenbedingungen ohne Überraschungen. Ihr erhaltet hier ein Adventure der "alten Schule", das für einen Spieler gemacht, komplett auf Deutsch entwickelt wurde. So kommen auch jüngere Spieler, sofern sie das Thema und die Hintergrund Geschichte interessiert, ebenfalls auf ihre Kosten. Mehrere Speicherplätze auf der internen Batterie sorgen für einen bequemes Sichern des Spielstandes, was man später jederzeit tätigen kann. Zusätzlich wird euch gleich auch noch per Prozentanzeige der eigene Spielfortschritt angezeigt. Immer etwas motivierendes in einem Adventure. Storytechnisch ist Baphomets Fluch natürlich alles andere als ein Neuling und schon Mitte der 90er konnte man die Geschichte um Dunkle Machenschaften zum Thema Tempelritter erleben. Wer z.b. auf Filme wie den DaVinci Code steht, ist hier also keinesfalls Grundverkehrt ;-) Dabei ist die alte Story aus Baphomets Fluch mit der in der DS Version durchaus verknüpft, auch wenn die Herangehensweise und zeitlichen Abläufe verändert sind. Die DS Version kümmert sich hier eher um das Vor und Danach der Geschichte. Denn Ihr erlebt und steuert als Spieler alte Bekannte. Denn neben George, dem amerikanischen Touristen in der Geschichte, übernehmt Ihr vor allem die Rolle der Journalistin Nicole Collard, die der ganzen Geschichte um die Verschwörung, die auf einer mittelalterlichen Legende beruht, auf die Spur kommt. Auch wenn die Geschichte mit der Zeit auch mal leicht verworrene Züge annimmt, gehört sie dennoch zu den klar besseren auf dem DS. Und eine Story, die schon einige Jährchen auf dem Buckel hat, ist in meinen Augen immer etwas feines. Aber im Gameplay Teil gehe ich hier und da noch mal kurz auf die Story mit ein.

In Sachen Spielstart gibt sich das Game recht simpel, sprich Sequenzen oder ähnliches gibt es zumindest vor dem Hauptmenu keine. Auf diesem findet man beim ersten Start nur 2 Menupunkte. Neben dem Neuen Spiel gibt es hier die Einstellungen, in denen man neben der Sprache auch 2 Arten von Tipps aktivieren kann, sowie die etwas irreführende Einstellung "Audio zum Text". Wer hier auf Sprachausgabe tippt liegt leider falsch. Sehr schade das man die nicht irgendwie eingebaut hat. Und wenn es nur in kleineren Sequenzen der Fall gewesen wäre. Wesentlich wichtiger und entscheidender sind die Tipps. Weniger die zur Steuerung, die man ebenfalls im Spiel nutzen kann, sondern viel mehr die Rätseltipps. Allein damit kann man das Spiel in Sachen Spielzeit in 2 Welten trennen. Aktiviert man diese Rätseltipps, kann man das Spiel locker in 8 Stunden beenden. Ohne diese können 30 und mehr ins Land gehen. Warum das erzähle ich euch im Test ein wenig genauer. Als dritter Menupunkt taucht später nach dem ersten Speichern logischerweise die Laden Option auf. Jetzt aber genug der Vorrede, schauen wir was spielerisch in Baphomets Fluch: The Director’s Cut schlummert.

Technik und Gameplay....

Sobald man ein neues Spiel startet, zeigt dann auch die Story mal etwas mehr. Zunächst ist das Spiel zeitlich so eingeteilt das Ihr mit der zarten Nicole beginnt und erst im Verlauf auch mit George zu tun hat. Alles beginnt in Paris, führt euch aber mit der Zeit an verschiedene Orte Europas und auch wieder zurück zu schon besuchten Locations. Die Heldin im Spiel Nicole Collard erhält zu Beginn des Spiels einen Anruf und einen Auftrag. Sie erhält die Chance ein exklusives Interview mit dem Medienmogul Pierre Carchon zu führen. Dieser bittet sie in seine Residenz, das Palais Royal zu einem ganz privaten Small Talk. Auf diese Chance ewig gewartet, macht sich Nicole auf den Weg und begegnet vor dem Gebäude einem Pantomimen, der ihr nicht ganz unbekannt erscheint. Kenner der Geschichte wissen auch welche Rolle beide an sich spielen und werden so auch hier wieder zusammen geführt. Einmal empfangen macht Nicole zunächst die Bekanntschaft der misstrauischen Ehefrau, ehe sie auch Pierre zunächst kurz kennenlernt. Für einen kleinen Moment geht dieser noch mal allein in sein Büro und es fällt kurz darauf ein Schuss. Als Nicole das Büro betritt sieht sie plötzlich den Pantomimen, der danach flüchtet. Zurück bleiben die gleichgültig wirkende Ehefrau, eine geschockte Nicole und die Leiche des Medienmoguls. So beginnt das eigentliche Spiel und Nicole bringt die Ehefrau dazu, das sie selber die Suche nach dem Mörder aufnimmt, ehe die Polizei das Gebäude betreten und Spuren sichern kann. Das die Story von hier an viele Verstrickungen zwischen den handelnden und auftauchenden Personen bieten wird, weiß zu diesem Zeitpunkt weder Nicole, noch Ihr als Spieler. ;-) Von hier an übernehmt Ihr die Kontrolle über Nicole und dürft euch nun auch die Suche nach dem Mörder und der uralten Verschwörung machen. Schnell zeigt sich hier nach welchem Prinzip das Spiel auch auf dem DS arbeitet. In der typischen Point & Click Machart umgesetzt, ist auch die visuelle Sicht für Kenner der Spiele nichts neues. Auf dem DS hat man nun ebenfalls die Screens unterschiedlich genutzt und die eigentliche Action spielt sich auf dem Touch Screen ab. Da viele Rätsel und Aktionen auf Touch Screen Action aufbauen, ja auch logisch. Der Top Screen übernimmt informatorische Aufgaben und zeigt z.b. auch je nach Location via Standbild die Tageszeit an.

Die Charaktere im Spiel sieht man immer in der Third Person Sicht und bewegt diese ab jetzt auch nur via Touch Screen. Ähnlich dem Zelda Prinzip tippt Ihr mit dem Pen auf eine Stelle in der Umgebung der Charaktere und sie laufen automatisch dorthin. Genauso gut kann man den Pen ohne abzusetzen führen, um ohne zu stoppen durch die Gegend zu laufen. Da viele Locations auch größer als ein Bildschirmausschnitt sind, scrollt dann auch die Umgebung angenehm weich mit. Je nach Umgebung laufen die Charaktere angedeutet nach links und rechts auch mal in die Tiefe des Screens. Zumeist geht es aber nach dem Links - Rechts Prinzip in 2D zur Sache. Um nun im Spiel voran zu kommen, sprich die Orte alle ausfindig zu machen und die Rätsel zu lösen, gilt es sich dem Thema Umgebung und der Interaktion mit dieser vertraut zu machen. Hier erlebt man wirklich eine selten gespielte Umsetzung auf dem DS und man erinnert sich schnell an frühere Mausschubsereien. Via Pen kann man abseits der Laufwege natürlich auch alles im Sichtbereich anklicken und untersuchen. Wobei aber immer nur ganz bestimmte Orte auch Sinn machen. Einfaches Beispiel ist ein Tisch oder eine Tür, über die man mit dem Pen fahren kann und erhält immer dann wenn es möglich ist kleine Symbole auf dem Touch Screen, die man anklicken kann. Eingeteilt in mehrere Varianten kann man etwas einfach nur Anschauen und bekommt das Konterfei der Helden im Top Screen, samt den informatorischen Selbstgesprächen zu Gesicht. Weiterhin kann man Dinge aktivieren oder in Bewegung setzen. Dazu kommt die Funktion etwas aufzunehmen und einzustecken und natürlich um etwas zu Öffnen, seien es Türen, Safes oder ähnliches. Viele Rätsel verzweigen danach auch noch und zoomen praktisch auf eine Detailsicht. Bestes Beispiel sind Türrätsel mit speziellen Schaltern, die man zunächst in der Außenansicht antippen kann, um danach in der Detailsicht ein reines Verschiebe und Actionrätsel via Touch Screen erleben zu können. So kommt zunächst erstmal typisches Adventure Feeling auf. Man untersucht erstmal alles, was möglich ist, liest sich die Selbstgespräche durch und steckt das eine oder andere erstmal in die eigene Tasche. Dafür existiert im Touch Screen ein Symbol das man anklicken kann und den Inhalt offenbart. Hier kann man aufgenommene Objekte anschauen, benutzen oder auch mehrere hier gelagerte miteinander verbinden. Die Rätselvielfalt ist durchaus gegeben im Spiel.

Zweiter großer Gameplay Teil, ohne hier ins Detail zu gehen ist das Thema Gespräche, die man mit der Zeit durchaus sehr häufig erlebt. Auch hier benutzt man ein altbekanntes System aus alten Adventure Tagen. Nämlich das Frage - Antwort System um gleich mehrere Facetten einer Thematik abzuklären. Trefft Ihr einen Charakter, so erhaltet Ihr mehrere kleine Bilder, zu denen Ihr Fragen stellen könnt. Das kann man einfach solange tun bis man keine mehr davon zu sehen bekommt, oder aber man verzweigt innerhalb durch die Auswahl der eigenen Antworten. Denn bei vielen Fragen könnt Ihr das Gespräch sozusagen lenken und habt so die Möglichkeit mehr oder interessanteres zu einem Thema zu erfahren. Ein ganz wichtiger Punkt im Spiel, der einem hier und da durchaus Zeit kosten oder sparen kann. Auch zum Thema Story im Gesamten erfährt man so eine ganze Menge. Wichtiger sind aber zunächst unmittelbare Dinge, die mit der aktuellen Location und etwaigen Objekten zu tun haben. Denn darauf liegt natürlich der spielerische Fokus und damit vor allem auf den Ortsrätseln. Alles mögliche untersuchen ist also höchste Bürgerpflicht. Denn oftmals findet man zunächst unwichtig erscheinende Objekte, die man erst über 3 Ecken nutzen kann, sowie verändern oder teils verformen muss bis hin zum Thema mit anderen Objekten verbinden. Viele Rätsel spielen zudem auch über mehrere Orte hinweg eine Rolle und wenn es nur mehrere Zimmer sind. Gutes Beispiel ist gleich zu Beginn zu sehen, als Nicole einfach gesagt einen Zylinder mit einer Inschrift findet, eine Farbtube und ein Löschpapier. Alles einzeln hat bis auf den Zylinder wenig Sinn. Verbindet man diese Dinge aber miteinander, ergibt sich daraus ein Hinweis. Hier speziell gilt es erstmal die Farbe mit dem Zylinder zu benutzen. Danach kann Nicole diesen über das Löschpapier gleiten lassen und Ihr erhaltet die komplette Inschrift, die nun einen Sinn ergibt. Nach diesem Strickmuster spielen sich viele Rätsel ab. Dazu kommen Rätsel die Abhängigkeiten mechanischer Art auslösen und man z.b. in Keller Verliesen nur über mehrere Schritte eine geheime Tür öffnen kann. Wenn man weiß wie, gehen die Rätsel leicht von der Hand. Wenn nicht,… aber dazu gleich mehr…. Weitere Rätsel Varianten sind nun solche, die direkt auf aktive Touch Screen Action bauen und den DS durchaus in der Form ausnutzen.

Das reicht von Verschieberätseln ohne Ende, um z.b. einen Riegel in die gewünschte Position zu bekommen und reicht bis zu Kombinationssuchereien um einen geheimen Türcode zu ermitteln. Diese haben immer wieder einen gelungenen Minispiel Charakter, der trotz ernsthaften Adventure Gameplay durchaus gut in das Spiel passt. Jetzt kommt aber die ganz große Differenzierung, bei der man das Spiel in Sachen Schwierigkeit durchaus in 2 Welten trennen kann. Und schon bekomme ich die Kurve zu den sogenannten Rätseltipps. Aktiviert man diese in den Einstellungen, was auch im Spiel über die aufrufbaren Einstellungen geht, so erhält man immer wieder Hilfen vom Spiel selber, wenn dieses merkt Ihr kommt partout nicht weiter. Dabei greift hier ein Zählsystem, das diese Tipps mitzählt und euch am Ende eine Zusammenfassung gibt. Sind die Tipps aktiviert und Ihr lauft z.b. an einem Objekt mehrmals vorbei, so taucht plötzlich links unten im Screen ein Pfeilsymbol auf. Tippt man diesen Pfeil an, erhält man einen simplen Tipp zu einem Rätsel. Das gefährliche, aber durchaus für ungeduldige Spieler auch geniale daran, ist die Tatsache das man diese Tipps auch noch stark unterscheidet. Der erste Tipp ist recht allgemein. Kommt man dem Rätsel auch danach nicht auf die Spur, so kommt nach einer gewissen Zeit ein weiterer und schon wesentlich genauerer Tipp zum Vorschein. Das geht dann sogar noch weiter und man bekommt zu vielen Rätseln regelrechte "Komplettlösungen". ;-) Für Spieler die sich sagen, "…ich probiere ein paar Minuten, will dann aber weiter…" ist das natürlich eine riesige Hilfe. Auf der anderen Seite nimmt man sich natürlich viel vom Reiz eines Adventures dieser Machart. Auch wenn viele Rätsel im ersten Moment durchaus etwas abstrakt anmuten, steht hinter allen eine gewisse Logik und bei manchen leuchtet das auch schnell ein. Gebe aber gerne zu, das es auch bei mir Momente gab, wo ich Tipps benutzt habe, um mich hinterher kurz mal zu fragen, wie man darauf bitteschön kommen soll! Ein schmaler Grad wie ich finde, aber eben doch sinnvoll. 2 Stellen sind mir da noch ganz intensiv in Erinnerung, wo ich wohl nur nach Stunden dämlichen Herumprobierens weiter gekommen wäre. An manches denkt man nicht um ein anderes mal echt den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen. Von daher bietet das Game auch Anspruch. Wer komplett ohne diese Tipps spielt und jede Menge virtuelles Sitzfleisch mitbringt, kann schon ein kleine Ewigkeit mit dem Spiel zu bringen. Wer penetrant nur die Tipps nutzt, braucht wie schon erwähnt keine 10 Stunden für das Game.

Je weiter man wie schon erwähnt im Spiel voran kommt um so mehr Orte kann man besuchen. Folgt das Spiel zunächst mit Nicole einem strengen Storypfad, wo man eine Location fest nach der anderen spielt, so bekommt man mit der Zeit neue dazu und auch Karten. So kann man dann z.b. in Paris selber zwischen mehreren Orten wechseln und später innerhalb Europas. Das lockert das Gameplay natürlich auf und hebt die Abwechslung. Was mit der Zeit gefühlt hier und da etwas zu verworren wird, sind die Gespräche, wo man sich durchaus eine Menge merken muss. Speziell was Personen und ihre Bedeutung angeht. Oft will man einfach weiter und muss eben noch mal ein Thema ansprechen und bekommt immer neue Gesprächsthemen als Bilder angezeigt. Klar wäre es immer in diesen Momenten ein schönes Feature, wenn man hier Sprachausgabe hören würde. In dieser Hinsicht ist die DS Version natürlich die schlechtere Wahl. Ansonsten passt aber das gespielte schon und der Interessierte Adventure Fan erlebt eine gelungene Story, je nach Tipps Verwendung ansprechende Spielzeit und ein technisch ordentliches Spiel. Dennoch und das ist vielleicht ein nicht ganz unwichtiger Kritikpunkt, sind weniger die Broken Sword Veteranen die Zielgruppe, sondern durchaus Spieler die noch keinen Kontakt mit der Thematik hatten. Denn viele Rätsel sind, auch wenn sie an sich gelungen sind, etwas abgespeckt und nicht so ausgedehnt wie beim Original. Wer da nicht vorbelastet ist, macht sich darüber logischerweise keine Gedanken. Ansonsten allein schon von der Geschichte her ein Adventure, das auf dem DS zur oberen Klasse gehört.

Grafik & Sound....

Grafisch ist sich die Serie auch im Jahr 2009 treu geblieben und bringt auch auf dem DS den gewohnten und immer noch gelungenen Comic Look mit den gezeichnet wirkenden Umgebungen mit. Klar fehlt dem Spiel in der Form natürlich der lebendige Touch, da alles steril um die Charaktere herum gestaltet ist, entwickelt aber dennoch wieder seinen eigenen Charme. Farbenfroh und durchaus auch mit vielen liebevollen Details gespickt, gehört die Grafik für mich zum gelungenen Teil. Da kann man dann auch darüber hinweg sehen, das die Animationen was die Bewegungen angeht, ein wenig steifer daher kommen. Dafür wird wieder in den Gesprächen reichlich Mimik geboten. Wie schon erwähnt ist das ganze technisch eine gelungene Umsetzung und gerade beim Thema Detailsicht recht gut gelöst. Natürlich tippt man mal daneben auf engstem Raum, aber mit der Zeit gewöhnt man sich an manche Miniatursymbole.

Etwas abfallen tut der Sound, der mir persönlich manchmal einfach zu ruhig daher kommt. In vielen Situationen, gerade wenn man einen wichtigen Ort oder Moment erlebt, ist die Musik dann schon sehr passend. Im "Allerwelts Gameplay" könnte manchmal ein wenig mehr Soundkulisse geboten sein. Schade eben das die Sprachausgabe nicht enthalten ist, die der Atmosphäre logischerweise immer auf die Sprünge hilft. Effekte sind vorhanden, wobei hier die dezent, aber eben gut wahrnehmbaren Geräusche gerade bei Rätseln gut rüber kommen. Da ist es dann auch wieder ein kleiner Vorteil das die Musik an sich etwas seicht vor sich hin säuselt.

Fazit....

Baphomets Fluch ist auf dem DS schon ein spezielles Spiel. Denn trotz seiner Geschichte an sich ist in meinen Augen eher der unbedarfte Broken Sword Spieler die bevorzugter Zielgruppe. "Alte" Cracks die den Titel schon vom PC je kennen, vermissen etwas den letzten Kick. Von einem Casual Spiel, wie ich es auch schon gelesen haben, ist das ganze aber meilenweit entfernt. Dazu sind schon allein viele Rätsel in der Form einmalig auf dem DS, auch wenn man durchaus hier und da mal in seichte Minispiel Action abdriftet. Ist aber hier in meinen Augen nichts schlechtes. Der schmale Grad im Spiel ist eher das Rätseltipp Feature. Sinnvoll und nur wo es sein muss eingesetzt, ist das ganze eine geniale Umsetzung. Wer aber nur mit den Tipps spielt, nimmt sich viel Spaß und strengt logischerweise seinen Grips kaum an. Und darum geht es ja schließlich in einem Spiel wie diesem. Wer das beherzigt bekommt ein angenehm spielbares und gelungenes Adventure auf dem DS.

 

+ Lange vermisstes Gameplay
+ Durchaus gelungene Rätsel
+ Story als Gesamtes
+ Typischer Grafikstil gefällt
+ Technisch gelungen
+ 2 Charaktere
+ Komplett Deutsch
- Viel trockener Small Talk
- Rätseltipps machen es zu einfach
- Musik ab und zu einschläfernd
- Sprachausgabe wäre schön

GRAFIK: 79%

SOUND/EFFEKTE: 70%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 79%

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