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NDS Avatar 3: Der Pfad des Feuers
 
 
Avatar 3: Der Pfad des Feuers - NDS
Kilian Pfeiffer (08.09.2009)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: THQ
GENRE: Action
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-7
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.20 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Da ist der kleine Aang schon wieder, im inzwischen dritten Teil der „Avatar"-Serie für Nintendo-Konsolen. Lange haben wir auf ihn gewartet und nun beehrt er uns Nintendorianer erneut. Mitgebracht hat er wie immer seine gesamte Rasselbande. Verschiedene Fertigkeiten jedes Einzelnen sorgen dafür, dass das Spiel zu einer abwechslungsreichen Angelegenheit wird. Zunächst auf jeden Fall!

Menus und die Story....

Auf den Schultern des Avatars lastet alle Hoffnung. Aang ist der Avatar, jener Retter, der nur noch das Feuer bändigen muss, ehe er alle Elemente gemeistert hat. Dann ist es ihm möglich, Sozins Komet zu stoppen – nur dann. Das letzte Stündlein hat also geschlagen, die Nation ruft nach dem kleingewachsenen Retter, der mit seiner Truppe diesen sehr beschwerlichen Weg eingeschlagen hat. Mit Hilfe des Spielers ist dieser aber zu meistern, die Feuernation aufzuhalten.

„Avatar - Der Herr der Elemente - Der Pfad des Feuers" ist im Grunde ein reiner Einzelspieler-Titel. Zwar existiert ein sehr schmalspuriger Mehrspieler-Part, allerdings nur für das „Volleyball"-Spiel, ein doch recht dürftiges Unterfangen, das mehr als aufgesetzt wirkt. Während des Spieles können Aang und seine Konsorten hingegen Weiße Lotussteine sammeln, die wiederum im Hauptmenü für diverse Protagonisten-Kostüme verwendet werden dürfen. Wem’s Spaß macht...

Technik und Gameplay....

„Avatar - Der Herr der Elemente - Der Pfad des Feuers" ist ein linearer Titel, so schon wie dessen Vorgänger-Spiele. Ihr bahnt Euch Euren Weg durch baukastengleiche Ebenen, allesamt mit Fallen und Rätseln durchtränkt. Für den Kopf gibt es also einiges zu tun, nicht zuletzt, weil alle Charaktere andere Fähigkeiten mit sich bringen und somit die Motivation am Leben erhalten bleibt. Was sich aber im Laufe der Zeit herauskristallisierte, war die Tatsache, dass das sich immer wiederholende Gameplay leichte Ermüdungserscheinungen für den Spieler mit sich bringt. Klasse finden wir die verschiedenen Spielcharaktere, die sich im Team steuern lassen und auf Wunsch gewechselt werden dürfen. Als da wären Aang, Katara, Zuko, Sokka und Toph. Nicht jede Figur steht Euch gleich zu Beginn zur Verfügung.

Aang etwa kann einen Wirbelwind erzeugen, der alle Personen in eine gewisse Richtung befördert und so etwa Abgründe ungefährlich werden lässt. Katara hingegen ist es möglich, die Kontrolle über einen Feind zu übernehmen und diesen zu steuern, während sie ebenfalls Eisbrücken erschafft, über welche sich Euer Tross bewegen kann. So lassen sich kleinere Wasserbereiche ohne Probleme überqueren. Zuko ist in der Lage eine Feuerwand zu generieren, die nicht nur kräftigen Schaden zufügen kann, sondern auch Eis zum Schmelzen bringt. Sokkas Bumerang trifft mehrere Ziele gleichzeitig, die Wurfbahn bestimmt ihr via Touchpen. Ganz andere Fertigkeiten beherrscht hingegen Toph, der durch seine Kräfte Felssäulen hochhebt, um damit Personen und Objekte nach oben zu befördern. Insbesondere die Kombination der Charaktere samt ihres Könnens überzeugt den Hand anlegenden Spieler, weil aber alle Levels ähnlich aufgebaut sind, künstlich in die Länge gezogen wurden und nicht sehr viel Abwechslung bieten, fragt man sich nach einigen Stunden exzessiven Spielens dann doch, ob das alles gewesen sein soll. Klar, das Personen-Wechsel-Spiel macht Laune, der abwechselnde Fertigkeiten-Einsatz überzeugt auf ganzer Linie, aber dennoch fehlt dem Spiel das notwendige Extra, das den gewissen Knall auslösen könnte. Die Kämpfe laufen recht uninspiriert ab, ein paar Mal den Touchscreen massieren reicht aus, um die Gegner ins Off zu schlagen. Münzen gelten als Sammelobjekt, haben aber – im Gegensatz zu den Weißen Lotusteilen – kaum eine Bedeutung.

Elementbarrieren, diverse Schalterarten, Feuergruben und gefährliche Lava begegnen Euch auf Eurem Weg, trotzdem bleibt das Spiel zu jeder Zeit machbar und fair. Wer die ersten beiden Teile auf dem Nintendo DS bereits gespielt hat, kann auch dieses Mal wieder getrost zuschlagen, auch wenn man – was die Optik betrifft – einige Änderungen vorgenommen hat.

Grafik & Sound....

Das Erscheinungsbild der Charaktere kann uns beim dritten Teil leider nicht mehr überzeugen. Alle Personen wirken, als wären ihnen Wasserköpfe aufgesetzt worden, der Stil ist äußerst japanisch angehaucht und trifft bei Europäern nur bedingt auf Gegenliebe. Vergleicht man die Vorgängerteile, versteht man diesen Schritt nicht so wirklich. Dennoch sind die Spezialeffekte in Ordnung, die Explosionen können sich sehen lassen, das Bildschirmgeschehen ist farbenfroh und macht Lust auf mehr.

An gewissen Dungeon-Stellen erinnert die Akustik des Titels ungemein an vergangene Zelda-Tage. Richtig gut, was man da zu Ohren bekommt. Auf eine Sprachausgabe hat man auch dieses Mal wieder verzichtet, trotz allem ist die Musik wesentlich hörenswerter als noch beim zweiten Teil. Auch die Effekte sind ein Schmaus für das Hörorgan. Hervorragend!

Multiplayer....

Warum muss man sich vor breiter Öffentlichkeit so in die Lächerlichkeit befördern? Warum dient gerade ein „Volleyball"-Spiel als Mehrspieler-Part in „Avatar - Der Herr der Elemente - Der Pfad des Feuers"? Hier dürft Ihr Euch zwar die Bälle um die Ohren fetzen, aber warum das Ganze? Das macht vielleicht zehn Minuten Spaß, danach widmet Ihr Euch aber wieder lieber dem Einzelspieler-Modus. Mehr gibt es dazu nun wirklich nicht zu sagen.

Fazit....

„Avatar - Der Herr der Elemente - Der Pfad des Feuers" ist ein durchweg guter dritter Teil geworden, einer, der den Fan freut, aber auch denjenigen, der die Serie bislang noch nicht zu Gesicht bekommen hat, überzeugen wird. Das Zusammenspiel der Personen mit den unterschiedlichen Fähigkeiten kann sich sehen lassen, die Musik ist ein Ohrenschmaus, die Grafik hingegen ein deutlicher Rückschritt im Vergleich mit den Vorgängern. Auch die Spielzeit ist anständig, dennoch sind die Levels im Gesamten eindeutig zu lang ausgefallen. Einen Blick ist der Titel aber definitiv wert.

 

+ Charakter-Fertigkeiten
+ Zusammenspiel der Personen
+ gute Akustik
+ gutes Handling
+ Potenzial vorhanden
- später wird es monoton
- künstlich verlängerte Spielzeit

GRAFIK: 65%

SOUND/EFFEKTE: 80%

MULTIPLAYER/: 35%

GESAMTWERTUNG: 70%

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