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NDS Aqua Panic!
 
 
Aqua Panic! - NDS
Kilian Pfeiffer (22.04.2009)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Neko
GENRE: Puzzle
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-10
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Augen auf und rein ins Spielvergnügen! Casual Games haben derzeit Hochkonjunktur, gehören mitunter zu wahrhaften Millionensellern, verschrecken so manches Mal aber auch Zocker, die sich unter einem Videospieltitel etwas anderes vorgestellt hatten. „Aqua Panic!", entwickelt von der französischen Firma „Neko Entertainment", reiht sich nicht in die unendliche Riege der schnell entwickelten Nintendo DS-Titel ein. Im Gegenteil – was uns erwartet, ist ein ausgereifter Knobelhit. Einer, der wie ein Geheimagent angeschlichen kam, sah und schließlich auch siegte.

Menus und die Story....

„Aqua Panic!" erscheint sowohl für Nintendo DS als auch für die Wii und präsentiert sich als bonbonbunte Spielspaß-Granate. Man möchte es nicht glauben, was man mit 80 Levels voller fischiger Unterhaltung so alles anstellen kann. Denn in der Tat war es ein Wirbelsturm, der Tausende Fische aus den Weltmeeren gesogen hat. Kämen diese nicht wieder dorthin zurück, wo sie ursprünglich herumschwammen, wäre eine ökologische Katastrophe unvermeidlich. Was also tun? Ganz klar: Helft den Meeresbewohnern bei ihrer Rückkehr ins Meer. Die spielerische Vielfalt präsentiert sich hierbei als wertvoller Inhalt, der „Aqua Panic!" unsere Bewertung beschert. Das eigentliche Abenteuerspiel setzt sich aus insgesamt 80 Missionen zusammen, die in unterschiedlichen Umgebungen angesiedelt wurden. Um alle Fische wieder an ihren ursprünglichen Platz zu bekommen, bedarf es eines klaren Köpfchens. Ob Ihr dieses Euer Eigen nennt?

Technik und Gameplay....

Jeder Level beinhaltet eine Zielvorgabe hinsichtlich der Fischanzahl. 100 Fische befinden sich in jeder Stage, wovon wiederum ein bestimmter Teil sicher zum Ziel „geführt" werden will. Der Bildschirm ist anders aufgebaut, als bei gewöhnlichen DS-Umsetzungen: Ihr arbeitet Euch von oben nach unten vor. Oben befinden sich die Bassins – mit Wasser gefüllt – aus welchen die Fische herabfallen. Ganz unten, im Meer, warten gierige Raubfische, die den Fischen nach dem Leben trachten. Ebenso befindet sich dort ein abgesteckter Zielbereich, in den die kleinen Kiementräger hinein plumpsen müssen, um als gerettet in der Statistik aufzutauchen. Eure Aufgabe besteht nun darin, alle Fische mit insgesamt neun zur Verfügung stehenden Werkzeugen heil nach unten zu bringen.

Verliert man als Spieler mehr Fische, als erlaubt ist, gilt der jeweilige Level als „Failed", also als nicht bestanden. Dies hat eine Wiederholung zur Folge. Weil sich der gesamte Titel mithilfe des Touchpens steuern lässt, fällt eine Steuerkreuz- und Knopfbelegung flach. Selbst Einsteiger kommen nach kurzer Zeit gut mit der Steuerungsumsetzung zurecht, jeder Job wird mit ein paar Strichen über den Screen problemlos umgesetzt. Für alle Werkzeuge bietet „Aqua Panic!" ein einsteigerfreundliches Mini-Tutorial, das in Kürze alle wesentlichen Punkte zur Sprache bringt. Während die Fischchen also von oben aus dem Bassin hinab plumpsen, an Felsen entlang nach unten fallen, in feindverseuchte Auffangbecken platschen oder an steilen Klippen hinab stürzen, gilt es, die eigenen Werkzeuge zu Eurem Vorteil einzusetzen, um rechtzeitig jedes einzelne Glubschauge zu retten. So blockiert Ihr beispielsweise mittels eines Pflanzensamens den stetigen Wasser-/Fischstrom, um diesen daran zu hindern, dass er in den Schlund der Raubfische schwappt. Bomben nutzt Ihr dazu, Böden zu sprengen, um den Fischstrom umzuleiten – aber Vorsicht: Es warten auch „unkaputtbare" Untergründe auf Euch! Mit dem „Attraktor" führt Ihr wild umher schwimmende Fische schneller zusammen und bündelt sie in einer übersichtlichen Gruppe. Ventilatoren erlauben es Euch, Blumen zu aktivieren, die wiederum Ventile öffnen. So kann es also durchaus vorkommen, dass Ihr ein Ventilatoren-Item dazu einsetzen müsst, eine Windblume in Gang zu setzen, so dass ein Wasserauffangbecken geleert werden kann. Wichtig ist auch das Harpunen-Objekt. Denn immer wieder treiben sich tierische Feinde in den vertikal angeordneten Welten herum, die mit einem gezielten Schuss erledigt werden. Jedes einzelne Werkzeug steht Euch nur eine gewisse Anzahl zur Verfügung.

Wolkenfabriken erschaffen auf Wunsch Wolken, die Wasser und Fische von Ort zu Ort transportieren (aber auch: Sturmwolken und Schneewolken), Teleporter bringen die Fischchen von A nach B, Eier wiederum lassen sich zu Eurem Vorteil einsetzen, etwa dann, wenn ein Abfluss all Eure Fische gefährden würde. Sobald ein Ei diesen blockiert, habt Ihr freie Bahn und könnt die herum wuselnden Tierchen anderweitig retten. Was den Spielverlauf zusätzlich beeinflusst, ist der Wechsel der Jahreszeiten, der je nachdem unterschiedliche Raubtiere und Herausforderungen geriert. Und wenn es mal gar nicht weitergeht: Eine Handvoll „Joker" helfen Euch dabei, einen kaum zu bewältigenden Level zu meistern. Allerdings empfinden wir dies als etwas zu wenig, denn der Anspruch von „Aqua Panic!" ist nicht von schlechten Eltern. Ab Mission 15 kann es happig werden! Genial: Nutzer des freien Modus können im Shop zusätzliche Werkzeuge kaufen. Einen Mehrspieler-Modus gibt es bedauerlicherweise nicht.

Grafik & Sound....

Ein bunter Comic-Stil, eine Sonne, die immerzu vom Himmel scheint, unzählige Fische, die ungeduldig nach unten stürzen sowie eine ungemein sympathische Atmosphäre: Das ist „Aqua Panic!". Man muss den Titel nur zu Gesicht bekommen und ist sich sicher, dass man es hier mit einem außerordentlichen Sympathieträger in Spielkartenform zu tun hat. Vor allem die knackig bunten Farben wissen bis zuletzt zu überzeugen.

Ebenso die Musikuntermalung, die zum Setting passt wie die Faust auf’s Auge. Hier hat „Neko Entertainment" mitten in’s Schwarze getroffen und den Geschmack der offenherzigen Spieler getroffen. Auch die putzigen Soundeffekte sind eine Erwähnung wert. Eine Sprachausgabe gibt es nicht: Alle Beschreibungen müssen selbst gelesen werden.

Fazit....

Allein beim Gedanken an Wasser muss man keine Panikattacken bekommen. Warum auch? Sind es doch die Fischlein, die in „Aqua Panic!" vor dem sicheren Tod gerettet werden müssen. Mit allerlei Werkzeugen, viel Einsatz des eigenen Köpfchens und einer Portion Frustresistenz macht Ihr Euch auf, alle Fische der 80 Levels in‘s sichere Nass zu befördern. Unser Appell geht ganz klar an Euch: Gebt einem Nischentitel wie „Aqua Panic!" eine Chance! Er hat es verdient! Oftmals sind es eben die kleinen aber feinen Spielideen, die wahres Hitpotenzial an den Tag legen.

 

+ 80 Levels
+ Knobelarbeit für’s Köpfchen
+ taktischer Werkzeugeinsatz
+ sympathische Darstellung
- stark steigende Schwierigkeit

GRAFIK: 70%

SOUND/EFFEKTE: 71%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 83%

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