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NDS Alice im Wunderland
 
 
Alice im Wunderland - NDS
Kilian Pfeiffer (07.04.2010)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Disney Interactive
GENRE: Jumper
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-4
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WiFi: Nein

   
Einleitung....

„Alice im Wunderland" – ein Spiel, auf das wir uns im Besonderen gefreut hatten. Nicht nur, weil es von Disney kommt, sondern auch, weil es auf dem gleichnamigen Tim Burton-Film beruht. Das muss zwar nichts heißen, aber freuen kann man sich ja dennoch… Im heutigen Test haben wir uns die Nintendo DS-Variante zu Gemüte geführt. Mal sehen, wie sich Alice in dieser zu schlagen weiß.

Menus und die Story....

Argh! Was ist denn nun schon wieder los? Warum sparen die Firmen derzeit an den Anleitungen, die in der Regel den Software-Produkten beigelegt werden? Bei „Alice im Wunderland" wurden wir mal wieder negativ überrascht, denn inhaltlich ist das Stück nichts weiter als ein buntes Papierchen, zusammengeheftet und nicht viel mehr wert als eine Postwurfsendung des örtlichen Discounters. Wo sind die Gameplay-Beschreibungen nur hin?

Der Jabberwocky hat zugeschlagen und Alice ist nun in der Pflicht, die Welt wieder so zu richten, dass es für die Allgemeinheit gut ist. Natürlich ist Alice nicht allein, nein, vier Freunde helfen ihr. Vier, die erst nach und nach zu Eurer Gruppe dazu stoßen, aber allesamt verschiedenartige Fertigkeiten mit sich bringen. Denn Alice steuert Ihr im Endeffekt nur indirekt – zwischen den Charakteren zu switchen, ist das Erfolgsrezept, um „Alice im Wunderland" erfolgreich abzuschließen.

Technik und Gameplay....

Als Weißes Kaninchen seid Ihr unterwegs, als Raupe, als die berühmte Grinsekatze sowie als der Verrückte Hutmacher. Vier Charaktere, die in ihrem Auftreten unterschiedlicher nicht sein könnten. Und nur mit dem allseitigen Einsatz besagten Könnens wird Alice den Jabberwocky wieder von der Bildfläche vertreiben können – so viel ist mal sicher! Was also tun in einer 2D-Welt, die den 3D-Effekt nicht scheut und allein des Grafikstils wegen das Herz in kleine Luftsprünge versetzt? Ihr bewegt Euch durch ein großes Weltenpuzzle, das Ihr nach Belieben zusammenstellen dürft. Hört sich zunächst etwas wirr an, erleichtert Euch aber nach und nach das Vorankommen. Denn durch das individuelle Zusammenstellen der Weltenteile schafft Ihr Abkürzungen, die Euch viel Spielzeit ersparen. „Alice im Wunderland" ist ein wirklich gelungenes Stück Software, nicht zuletzt wegen des sehr eigenwilligen Grafikstils. Was aber im Besonderen gefällt, sind die vier unterschiedlichen Charaktere, die mit ihren Fertigkeiten Alice immer wieder aus brenzligen Situationen befreien. Nur durch das Zusammenspiel der einzelnen Charaktere kommt Ihr zu den jeweiligen Kartentüren, die Euch wiederum die Welt des „Wunderlandes" eröffnen.

Grundsätzlich bewegt Ihr Euch relativ behaglich durch das Weltenreich, Alice läuft Euch hinterher und Ihr schützt diese, wenn sie mal wieder von jenen fiesen Schergen des Jabberwocky attackiert wird. Cool, dass jene Ausgeburten der digitalen Opponenten-Hölle mit verschiedensten antrainierten Verhaltensweisen daherkommen. Auf jede einzelne müsst Ihr mit dem entsprechenden Spielcharakter individuell reagieren. Für gewöhnlich kämpft Ihr so lange, bis der Bildschirm „aufgeräumt" wurde, die Schergen von der Bildfläche verschwunden sind und Alice wieder gefahrlos voranschreiten kann. Giftige Tierchen warten auf Euch, Abschnitte, in welchen die Schwerkraft per Knopfdruck auf den sprichwörtlichen Kopf gestellt wird, aber auch Passagen, in denen Ihr eine lebendige Brücke errichten müsst. Gekämpft wird übrigens, indem Ihr den Touchpen gekonnt über den Screen zieht und somit mit der jeweiligen Waffe ausholt. Schwarze Gräser werden hiermit abgeschnippelt, Lebensenergie eingesammelt aber auch jene Leiste gefüllt, die für die Spezialfertigkeiten zur Verfügung steht. Wegen der Tatsache, dass das Ineinandergreifen der verschiedenen Gameplay-Elemente so gut funktioniert, ist die Wertung dementsprechend gut ausgefallen.

Grafik & Sound....

Eigentlich wirkt das grafische Gerüst eher zurückhaltend, wenig innovativ, so, als wollte man hier mit dem Rotstift ansetzen, um Sparmaßnahmen einzuleiten. Schaut man aber etwas länger auf die Grafik, macht das Bild immer mehr Spaß, man lernt den Stil lieben, die einfache, wenig bunte Richtung, in die das Ganze geht. Man tut sich als Tester schwer, dem Titel dahingehend Vorwürfe zu machen. Die Grafiker haben ihre Sache also richtig gut gemacht – grafischen Bombast solltet Ihr Euch aber dennoch nicht erwarten.

Düstere Töne dringen durch die unterweltlerische Gegend, sanfte Klänge, mysteriöse Tonfolgen. Verwunschen wirkt die Gegend, „Alice im Wunderland" schafft ein rundum gelungenes Soundbild, das in konkreten Momenten zu Höchsttouren auffährt und eine fürwahr gute Figur macht. Eine Sprachausgabe gibt es in der DS-Version allerdings nicht zu vermelden.

Fazit....

In „Alice im Wunderland" begebt Ihr Euch auf eine außergewöhnliche Reise, eine, die Ihr so schnell nicht wieder vergessen werdet. Auch deshalb nicht, weil Ihr ohne weiteres für ein paar Stündchen im Nintendo DS-Universum gefangen sein werdet. Das Spiel ist erst dann beendet, wenn der Abspann über den Bildschirm huscht. Bis es so weit ist, wird ein wenig Zeit ins Land ziehen – Ihr könnt Euch aber sicher sein, dass der Ausflug mit Alice und den vier witzigen Spiel-Charakteren, deren Fertigkeiten ineinander übergreifen, eine Menge Spaß bereitet.

 

+ vier Spiel-Charaktere
+ freischaltbare Gegenstände
+ hübsche Optik
+ gute Touchpen-Steuerung
+ spannende Kämpfe
+ „einfach mal etwas anderes"
- keine Sprachausgabe
- spielerische Wiederholungen
- schlampige Spielanleitung

GRAFIK: 74%

SOUND/EFFEKTE: 80%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 78%

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