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NDS Animal Genius
 
 
Animal Genius - NDS
Kilian Pfeiffer (20.07.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Ubisoft
GENRE: Quiz
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Ob Kochquiz, Spielquiz, Fernsehquiz oder Quiz-Quiz. Diese Quiz (ja, das ist der korrekte Plural des Wortes ;-) ) dürften uns alle bekannt sein, bis auf letzteres wahrscheinlich. Quiz ist einfach ein witziges Wort, da kann man getrost mal eine Wortneuschöpfung vom Stapel lassen. Auch „Ubisoft" mischt in besagter Quiz-Riege kräftig mit und bereichert das Genre um einen weiteren Kandidaten, bei welchem es sich um ein Tier-Quiz handelt. Mit „Animal Genius – Das große Tier-Quiz" werden vor allem Kinder vor den Bildschirm gebeten, denn Erwachsene dürften mit der Materie größtenteils vertraut sein. Einen wirklichen Lernerfolg wird man hier leider nicht verbuchen können, dafür ist der Titel einfach zu 08/15 gestrickt!

Menus und die Story....

Dass der Titel für ein wahrlich großes Publikum geschmiedet wurde, merkt man bereits daran, dass neun Sprachen vorliegen, wobei nicht nur die Bildschirmtexte sondern auch die Sprachausgabe in eben jener Landessprache daherkommt. Von einer weiblichen sowie männlichen Sprecherstimme unterstützt, macht die Software gleich wesentlich mehr her, als wenn man sich selbst auf die Bildschirmtexte konzentrieren müsste. Ein gewöhnliches Hauptmenü findet sich nicht vor, vielmehr existieren vier Spielstände, unter welchen Ihr mit persönlicher Kennung in das Tier-Quiz einsteigen dürft. Wie bereits erwähnt, richtet sich der Titel ausschließlich an sehr junge Nutzer, die sich gerade in der Lernphase befinden und ein wenig mit tierischen Merkmalen experimentieren wollen. Ein wirklicher Nutzen geht von „Animal Genius – Das große Tier-Quiz" hingegen nicht aus: Zu simpel ist dessen Aufbau, zu geringfügig die fünf knappen Minispiele, deren Innovationskraft kaum größer ist, als die Milchhaube auf dem Cappuccino.

Zwar weist Euch das Programm darauf hin, dass Ihr dort Eure „tierische Intelligenz" testen werdet, allerdings auf sehr oberflächlichem Niveau. Hätte man den Usern, also den Kindern, einen wirklichen Lerneffekt zuteil werden lassen, hätte man massenhaft Zusatzinformationen zu den einzelnen Tiergattungen in das Spiel integrieren müssen. Jedoch: Fehlanzeige! Nichts dergleichen – alles was Ihr lernt, ist ein Charakteristikum pro Tier. 25 Lebewesen in fünf Regionen unserer Welt gibt es zu entdecken, hernach nichts weiter mehr zu tun. Schade...

Technik und Gameplay....

Unsere Welt bietet erfahrungsgemäß unzählige landschaftliche Schönheiten, die nicht nur reichhaltig sind was Flora und Fauna betrifft, sondern auch kulturell eine Menge zu bieten haben. Fünf Regionen soll man in „Animal Genius – Das große Tier-Quiz" um der Lebewesen willen erforschen. Auf der Suche nach jenen habt Ihr ein paar Minispiele zu bestreiten und müsst vorgegebene Punktestände kassieren, um erneut erfolgreich das Feld zu räumen. Regionale Eigenheiten, sei es der Regenwald oder die Steppe, sind hier ebenso vertreten wie der arktische Raum, der wunderbare Ozean oder ein Waldgebiet mit all seinen farbenprächtigen Auswüchsen was Blätterwerk und Pflanzenwelt betrifft. In diesen fünf Regionen macht Ihr Euch auf die Suche nach 25 altbekannten Arten, denen Ihr – bei erfolgreichem Fang – gar eine für die Gattung typische Verhaltensweise per Berührung abverlangen dürft. Die Tiere, welche Ihr in besagten fünf Regionen antrefft, entstammen aus jener Zone, wirklich etwas über sie lernen, werdet Ihr allerdings nicht. Das spart vorliegender Titel äußerst geschickt aus.

So macht Ihr Euch auf, jeweils fünf Arten zu finden, immer unter dem Aspekt gesehen, dass es Euch gelingt, fünf Minispiele – je nach Lust und Laune – zu konsultieren. Die einzelnen Minispiele sind sehr einfach gestaltet und werden sowohl mit dem Stylus, als auch mit dem Steuerkreuz und den Knöpfen bewältigt. Beim „PassOmat" gilt es beispielsweise diverse Geschöpfe ihren ganz individuellen Merkmalen zuzuordnen. So erscheinen im Topscreen Darstellungen von animalischen Augen, Schwänzen oder Nasen – auf dem Touchscreen werden gleichzeitig vier Tierarten angezeigt, die Ihr mit Hilfe eines beherzten Stylus-Schwungs hin zum entsprechenden Merkmal schleudert. Sieben Mal müsst Ihr dieses Prozedere korrekt durchführen, ehe „PassOmat" vorbei ist und die erreichten Punkte auf dem Konto verrechnet werden. Zu Beginn unterhält die Merkmalhatz ganz gut, wird mit der Zeit aber sehr langatmig was Abwechslung und Spannung angeht – es gibt einfach viel zu wenig unterschiedliche Gattungen innerhalb des Titels zu finden. Als kleines Trostpflaster dient die Bonusrunde, in welcher Ihr ein Tiergeräusch dem zugehörigen Vertreter zuordnet. Ein zusätzlicher Punkt winkt bei richtiger Antwort. „Freirubbeln" darf man in namensgleicher Minispiel-Einlage Tierantlitze, allerdings habt Ihr von Runde zu Runde immer weniger Möglichkeiten zu agieren. Nur eine ganz gewisse Anzahl an Pinselstrichen ist erlaubt, bis das Programm von Euch fordert, dass Ihr das versteckte Konterfei korrekt erratet. Vergleichbar ist das „Freirubbeln" mit eben jenen Glücksspielen, bei denen unter anderen Glücksklee in dreifacher Ausführung gefunden werden muss, um im Folgenden an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Also letzten Endes nichts weiter als ein wenig den Stylus über den berührungssensitiven Bildschirm zu „pinseln". Als „Tiersammler" werdet Ihr in erfrischender Weise gefordert und zwar so, als dass Ihr den auftauchenden Tieren gewisse Eigenschaften zuordnen sollt. So fragt Euch das Programm, welche der erscheinenden Arten als Säugetier klassifiziert wird – ein Druck auf einen Vogel ist demnach ein Fehler und wird nicht entlohnt, wohingegen die Auswahl eines Löwen korrekt wäre. Auch dann, wenn danach gefragt wird, welches der folgenden Tiere ein Fell aufweist. Ihr seht: Schwierigkeiten sollte bei der Software niemand haben dürfen, da sie einfacher gestrickt nicht hätte ausfallen können. So eignet sich „Animal Genius – Das große Tier-Quiz" vor allem für Leute bis zu sechs Jahren. Darüber hinaus dürfte man sich unterfordert fühlen. Auch bei „MampfOrinth", einem Jagdspielchen simpelster Machart, bei dem Euch vier Tiere zur Auswahl stehen: Clownfisch, Stinktier, Löwe sowie Chamäleon. Das Ziel: Mit dem Steuerkreuz den animalischen Protagonisten durch ein bildschirmgroßes „Labyrinth" zu navigieren, immer köstliches Futter vor Augen. Allerdings solltet Ihr die natürlichen Feinde meiden und bei Bedarf – so wie das beim Stinktier der Fall ist – mit Sekret für Ablenkung sorgen. Auch wenn die wenigen Stages minimal anspruchsvoller werden, kann man dennoch resümieren, dass der Schwierigkeitsgrad kinderleicht bleibt.

Kaum der Rede wert ist das aus zehn Fragen sich zusammensetzende Quiz, bei dem standardisierte Fragen auftauchen. Irgendwie kommt man sich veräppelt vor, wenn man bei einem Bären abverlangt bekommt, ob dessen Nachwuchs Kaulquappen seien… Alles weitere erübrigt sich spätestens zu diesem Zeitpunkt.

Grafik & Sound....

Insofern, als dass der Titel mit hübschen Aufnahmen freilebender Tiere aufwarten kann, macht man nicht viel verkehrt, was allerdings stört, sind die kindlichen, fast schon übertrieben infantil wirkenden „MampfOrinth"-Einlagen. Ansonsten macht das Spiel nicht viel falsch, aber bietet eben grafisch auch keinen Leckerbissen. Auch, weil man nur eine einzige, dürftig animierte Eigenheit pro Tier im Spiel integriert hat.

Die Musikuntermalung ist freundlich gestimmt und passt zum kindlichen Ambiente hervorragend. Freilich werdet Ihr kaum auf herausstechende Soundfiles stoßen. Was uns überzeugt hat, ist die deutsche Sprachausgabe, die alle Erklärungen vorträgt, aber auch die einzelnen Tierarten jederzeit beim Namen nennt und somit das Geschehen verdeutlicht, was in entfernter Weise einen Lerneffekt mit sich bringt.

Fazit....

Was der Packungsrücken mit „140 Spielrunden" genau aussagen will, bleibt uns schleierhaft. Fakt ist, dass man bereits nach einer halben Stunde alle Minispiele gesehen hat und nun nur noch zur Komplettierung der Tiergattungen auf der Jagd durch die Regionen bleibt. Bedauerlicherweise fehlen interessante Zusatzinfos ebenso, wie forderndes Gameplay, was auf längere Sicht den Titel wohl schnell im Schrank verschwinden lässt. Die Ansätze eines Lernprogramms sind definitiv enthalten, allerdings scheitert das Ganze an der Umsetzung, die wegen mangelnder Komplexität unrund wirkt. Wenigstens das Tier-Quiz hätte mit einem Lerncharakter aufwarten sollen. So fühlt man sich teilweise ein wenig an der Nase herumgeführt. Wenn Ihr zugreift, bedenkt, dass der Beschenkte maximal sechs Jahre alt sein sollte, um ein wenig Spaß mit der Software haben zu können. Alle anderen fühlen sich vollkommen unterfordert!

 

+ 25 bekannte Tierarten
+ deutsche Sprachausgabe
- nur für die Allerjünsten
- zu geringer Spielumfang
- kein Quiz im typischen Sinne
- nnovationslos
- fehlende Abwechslung

GRAFIK: 57%

SOUND/EFFEKTE: 62%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 44%

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