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Mag64

27.08.2018 Messe Bericht zur Gamescom 2018 - (21.08.-25.08.2018)
gamescom 2018

Traditionspflege ist ja etwas Schönes. Das gilt für Fußballclubs genauso, wie für die Reisetätigkeit eines Videospiel Magazins. ;-) Und mit Traditionen soll man ja nicht brechen. Gesagt getan und auch 2018 machte sich das Mag64 auf den Weg nach Köln. Nicht nur der morgendliche Blick in den Spiegel zeigt einem wie die Zeit vergeht, sondern auch die Games Convention und gamescom Historie. Seit 2002 in Leipzig dabei, feiert nun auch die gamescom in Köln mittlerweile schon ihr 10 Jahre Jubiläum. Mensch wo ist die Zeit nur geblieben. ;-) Und was haben wir nicht alles schon für Messen erlebt. Von kaum lohnenswert für Nintendo Jünger, bis zu den Messen wo ein Termin auf den nächsten folgte. Dieses Jahr gehörte eindeutig zu zweitgenannten und es war in Sachen Nintendo Themen viel zu sehen. Zwar nicht alles die typischen AAA Titel, so geht die gamescom 2018 für uns mal wieder in die Geschichte ein, bei der man viele neue Gesprächspartner treffen konnte, die bisher im Nintendo Umfeld wenig bis nichts veranstaltet haben. Wie immer gibt es keinen Messebericht ohne ein paar Anmerkungen über den thematischen Tellerrand hinaus. Denn die diesjährige Messe war in vielerlei Hinsicht eine recht ungewöhnliche Angelegenheit auch für uns. Beginnt schon mit der Anreise zur Messe. Nachdem wir uns im letzten Jahr den Langstreckenflug von Leipzig nach Köln gegönnt haben, haben wir uns dieses Mal entschlossen auf 4 Rädern durchs Land zu düsen. Was auch einen speziellen Grund haben sollte.

Denn nach 9 Jahren mehr oder weniger empfehlenswerten Hotel Übernachtungen im Herzen Kölns, wollten wir in diesem Jahr mal etwas ganz besonderes machen. Gesagt getan und wir haben die Möglichkeit bekommen als einzige Gäste im Schloss Drachenburg in Königswinter in der Nähe von Bonn zu nächtigen. Man kann es schlechter treffen, was eine Übernachtung während der gamescom angeht. ;-) Ein absolutes Erlebnis und der ideale Ausgleich zum stressigen Messe-Alltag. Bowser und seine Peach möchte man meinen. ;-) Selbst das in meinen Augen große Verkehrschaos in Köln und Umgebung war da zu verschmerzen. Die Anreise mit dem Fahrzeug brachte eine weitere Neuerung mit sich. Das erste Mal das wir mal nicht über den Eingang am Bahnhof die Messe enterten, sondern ausgehend vom Parkplatz auf einem der Hallendächer den West Eingang nutzten. Wie immer begann das Abenteuer Messe auch in diesem Jahr für uns am Presse- und Medientag am Dienstag. Der Tag an dem man auch die Hallen noch halbwegs stressfrei begutachten konnte. Wundert euch bitte nicht, dass wir in diesem Jahr nicht die gewohnte Foto Vielfalt haben. Am Pressetag fix mal ein paar Fotos nebenbei gemacht, war das Shooting mit Kamera für einen der Besuchertage angedacht. Was soll ich sagen - keine Chance. Immer wenn wir uns mal kurz aufmachen wollten, war der Messe Boulevard derart dicht und die Eingänge zu den Hallen glichen einem Sitzstreik. Das habe ich so auch noch nicht erlebt. Echt irre!

Jedes Jahr aufs Neue gelobt die Messe Besserung und muss dann doch einsehen, dass bisher jedes Konzept, die Besucherströme zu meistern fehlschlägt. So schön es ist, das die Messe in diesem Jahr mit 370.000 Besuchern wieder einen neuen Besucherrekord aufgestellt hat, ich glaube in der Form macht eine Messe als Besucher nur bedingt Spaß. Und da haben wir noch leicht reden. Wir können im abgetrennten Business Center relativ entspannt unseren Terminen nachgehen und zocken. Als Besucher empfände ich das schon als recht heftig. Dazu die Temperaturen und die üblichen Schlangen an den Stationen. Wenn ich hier so manche Kommentare mitbekommen habe, das Besucher 4-6 Stunden anstehen mussten, um 10 Minuten spielen zu können, ist das schon eine Hausnummer. Denn man will sich ja nicht nur 1 Spiel ansehen. Hintergrund war in diesem Jahr nicht nur bei den Besuchern ein Rekordjahr, sondern auch bei den Ausstellern. Erstmals wurde die 1000er Grenze geknackt und mit 1037 Ausstellern waren so viele Firmen da wie nie zuvor. Was auch wir in Sachen Gesprächen und Terminen mitbekommen haben, war ein großes Plus den kleinen Entwicklern aus der Indie Szene geschuldet, die ihre Spiele in teils extrem kleinen Räumen präsentiert haben. Fand das teilweise richtig cool, wie man seine Termine in solch kleinen Büdchen abgehandelt hat. Teilweise echt chaotisch, mit viel Improvisationstalent möglich, merkt man aber doch bei vielen Entwicklern, wie viel Idealismus und Hingabe zu ihren Produkten vorhanden ist.

Aber zumindest fand man so den einen oder anderen Geheimtipp, der es in Zukunft wert sein wird vorgestellt zu werden. Denn auch diese Thematik war oft Bestandteil vieler Gespräche. So schön es ist, dass gerade die kleinen Entwickler für mittlerweile reichlich Nachschub auf der Switch sorgen. Die Gefahr dass die meist digital vertriebenen Titel in der Masse untergehen ist sehr hoch. Man könnte mittlerweile wieder extra Redakteure für genau diese Spiele einstellen. Auch für mich teilweise sehr schade, wenn ich unsere Zeitpläne schon bei den größeren Titeln sehe. Bin hier echt gespannt wohin da die Reise gehen wird und ob auch wir darauf in einer Form reagieren sollten oder müssen. Insgesamt ist aber dennoch gerade für uns Nintendo Jünger eine kleine Aufbruchsstimmung zu spüren. Selbst bei Terminen, die bisher rein gar nichts mit Nintendo am Hut hatten, sind mittlerweile Spiele in Planung. Da ist es in meinen Augen auch nicht schlecht, wenn solche Firmen mit ihren teils älteren Mega Titeln anfangen. Diablo III ist da ja im Moment das beste Beispiel. Gerade wenn es Genres sind, die in der Vergangenheit wenig Auswahl boten, treffen die Firmen speziell in diesen Genres doch auf eine recht "ausgehungerte" Nintendo Basis. Bethesda hat ja gezeigt wie es geht und ist nach eigenen Angaben sehr zufrieden mit ihren Switch Auftritten von Doom & Co.

Ein anderer Blick über den Tellerrand zeigt aber auch 2 weitere Dinge sehr deutlich. Das Thema VR spielt auch in diesem Jahr so gut wie keine Rolle auf der Messe. Da können die Anbieter ihre Brillen noch so gut weiter entwickeln. Eine wirkliche Rolle spielten die VR-Brillen an keinem Stand. Der andere Fakt betrifft uns Nintendo Spieler dann direkt. Der 3DS ist nach 7 Jahren dann so langsam wirklich Geschichte. Denn wenn selbst Nintendo nichts Neues für den 3DS zeigt, können wir logischerweise von diesem Fakt ausgehen. Selbst Firmen wie Atlus oder NIS, die immer noch Titel für den 3DS gezeigt haben, bringen nur noch ihre bereits angekündigten Titel auf den Markt und schließen dann ebenfalls das Thema 3DS ab. Spürte man selbst auf der Messe, wo man mittels Streetpass deutlich weniger 3DS Spieler getroffen hat. Früher konnte man ja ständig seinen 3DS aufklappen, um seine Besucher reinzulassen. Dieses Jahr war das deutlich weniger. Dennoch hat es bei mir dazu gereicht auch das letzte von 1736 Puzzleteilen zu bekommen auf der gamescom. Das wollte ich dann doch noch auf jeden Fall schaffen. ;-) Selbst im Business Center bei Nintendo spielte der 3DS keinerlei Rolle mehr und im klimatisierten Raum bei Cola und Brötchen wurde nur noch mit der Switch gespielt. Was die Hallenaufteilungen angeht, hat sich im Vergleich zum letzten Jahr kaum etwas geändert. Trotz fehlendem 3DS hatte Nintendo wieder einen sehr ausladenden Bereich samt Bühne. Galt übrigens auch für den Bereich im Business Center, was wie jedes Jahr ein Fingerzeig ist, ob das letzte Jahr erfolgreich war. ;-)

Wie schon erwähnt hat die Messe einmal mehr versucht die Wege so zu gestalten, dass die Besucher nicht ständig an diversen Kreuzungen hängenbleiben. Was am Medientag gut funktionierte (welch Überraschung), ging an den Besuchertagen wie schon erwähnt teilweise nach hinten los. Einzig Halle 8 am Ende des Messe Boulevards und Halle 10 mit der Family Area waren noch halbwegs begehbar. EA mit ihrem Heimspiel hatten wieder die halbe Halle 6 für ihren Show Floor reserviert, um vor allem Fifa 19 angemessen präsentieren zu können. War auch nicht zu übersehen und selbst CR7 hat es noch mit dem Juve Trikot auf die Messe geschafft. ;-) Auf große Bauten haben eigentlich alle Aussteller verzichtet. Was schon im letzten Jahr zu sehen war, zeigte sich auch in diesem Jahr. Man setzt mittlerweile viel auf Figuren um die Stände herum. Einzig die großen Bühnen bei den großen Firmen spielen immer eine Hauptrolle. Von sich reden machte ja in diesem Jahr echt die Bundeswehr mit ihrem immer größer werdenden Stand. Man schaffte es mit seinem Standkonzept ja sogar hier und da in die Nachrichten, da man den Dienst an der Waffe fast schon aufdringlich spürbar mit einer Spielerei verglich. Die entsprechenden Reaktionen blieben ja auch nicht aus. Gerade bei jüngeren Messebesuchern durchaus grenzwertig wie ich finde. Ansonsten konnte man wie immer bei vielen Firmen den Fokus auf 1-2 Spiele erkennen. Sei es ein CoD bei Activision, der neue Assassin's Creed Titel bei Ubisoft oder eben Fifa 19 bei EA. Nintendo hat ebenfalls vieles gezeigt, wobei Smash Bros Ultimate klar die Führung in Sachen Präsentationsfläche übernommen hat. Was ja auch Wirkung zeigte und von den Besuchern zum besten Spiel der Messe gekürt wurde. Glückwunsch Nintendo!

Wie immer am lohnenswertesten war auch für uns wieder der Besuch bei Nintendo selber. Nicht nur das wir mal den Big Boss aus Kyoto treffen konnten, auch das reine Angebot ist ausreichend, um die nächsten Monate reichlich Futter zu bekommen. Auch hier gab Smash Bros Ultimate den Ton an, der Spaß macht und für mich eine gelungene Weiterentwicklung der Wii U Version ist. Technisch leicht verbessert ist es mittlerweile eh schon ein Klassiker, der auch auf der Switch mehr als erfolgreich sein wird. Da muss man kein Prophet sein. Interessant waren dann auch andere Titel. Entgegen früherer erster Eindrücke gefielen mit Mario Party und die Pokemon Editionen doch recht gut. Gerade Mario Party geht wieder zurück zu den ersten Teilen, was die spielerische Umsetzung angeht. Macht den Titel gleich wieder viel mehr interessant. Ich gehöre ja zu der Fraktion, die mit der "Zusammen in einem Fahrzeug" Spielerei der letzten Teile nie warm geworden ist. Auch die Pokemon Editionen für die Switch machen durchaus Laune. Zusammen mit dem Pokeball als Controller, der ausgestattet ist mit Stick Tastenfunktion, gefällt vor allem die Möglichkeit das Spiel mit Pokemon Go zu verbinden. Für meine bessere Hälfte, die ich zu den Pokemon Go Verrückten zähle, fast schon die Nachricht der Messe an sich. ;-) Sicherlich keine schlechte Entscheidung diesen Datentransfer möglich zu machen. Ich für meinen Teil freue mich da schon eher auf die beiden großen Kaliber Diablo III und Dark Souls, die man bei Nintendo ausgiebig spielen konnte. Ich weiß zwar nicht woher ich die Zeit nehmen soll, aber das ist mir im Moment auch egal. Ich freue mich auf beide Titel doch sehr.

Zumal beide Titel technisch überzeugen konnten. Vor allem Diablo III ist selbst im portablen Modus eine echte Augenweide ohne Ruckler oder sonstige Einschränkungen. Zumindest in den Momenten, die man auf der Messe anspielen konnte. Was ich sehr schade fand, war das zum neuen Metroid oder selbst einem Yoshi auf der Switch rein gar nichts zu sehen war. Selbst mit Infos hielt man sich vornehm zurück. Gilt auch für die Nachfrage nach einem weiteren Mini Gerät. Die Gerüchte über die N64 Variante halten sich ja nach wie vor hartnäckig. Dafür wird es bald wieder neue amiibos geben. Hatte mich ja fast schon gewundert das Nintendo da eine doch recht längere Pause eingelegt hatte. Auch wenn sich die Preise mittlerweile eingepegelt haben, ist das Thema selbst laut eigener Aussage eine recht intensive Einnahmequelle. Eines wurde dann auch nicht weiter überraschend bestätigt. Nämlich das zum Release von Smash Bros Ultimate einige neue Figuren kommen werden. Blöd ist Nintendo ja nicht in dieser Hinsicht. Allein das man selbst für die Switch Version wieder die alten GCN Controller neu auflegt, wird Geld in die Kassen spülen. Auch wenn wir uns alle darüber aufregen. Solange die Teile gekauft werden, wird Nintendo daran auch nichts ändern. Warum auch. ;-) Das sie weiterhin Bundles auf den Markt bringen werden, ist auch keine Überraschung. Wenn schon keine Limited, dann zumindest zusammen mit Controllern. Wird es im Falle von Smash Bros Ultimate kommen, macht man das auch bei Mario Party, wo das Spiel auch als Bundle mit 2 Joy-Cons erscheinen wird. Hier soll es in diesem Jahr auch Preisanpassungen geben, was die Controller angeht. Im Fall der Pro Variante teilweise aktuell schon spürbar. Gespannt darf man sein, was der in Kürze startende kostenpflichtige Online Service bringen wird. Zumindest in Sachen VC wird es dazu noch ein paar Neuheiten geben. Zeit wird's auch, für all die Spieler die ihre Wii U nicht einmotten können, solange sie ihre VC Spiele nur dort spielen können.

Aber Nintendo war nicht die einzige Firma, die gelungene Sachen für die Switch zeigten. 2 meiner Most Wanted Titel kommen dann auch wieder von anderen Firmen. Mit am meisten freut mich die Fortsetzung des Switch Racers Gear.Club Unlimited. Konnte man auf der Messe ausgiebig spielen und hinterließ einen sehr gelungenen Eindruck. Eines der noch stark verbesserungswürdigen Genres, machte der zweite Teil des Racer sehr viel Spaß. Ein verbesserte Steuerung, ein jetzt endlich vorhandener dritter Viewpoint und ein stark aufgebohrter Online Modus machen Lust auf mehr. Viele neue Fahrzeuge und komplett neue Gebiete und Strecken sollen den Käufer hier locken. Und nachdem was man spielen konnte wird das dem Titel auch gelingen. Der zweite Titel der mir sehr gefallen hat, war bei Aerosoft zu finden. Treten hier als Publisher auf und waren bisher eher vom PC her vielen ein Begriff mit ihren Flugsimulationen. In diesem Jahr wird es mit dem Transport Simulator den ersten Switch Titel geben. Eine große Open World, in der man sich zum Logistik Tycoon hocharbeiten kann. Da werden fast schon Erinnerungen an alte Planer Zeiten auf dem PC wach. ;-) Auch wenn sich der Titel visuell eher an ein GTA erinnert. Sprich ihr steuert eure Fahrzeuge in der Third Person oder via Lenkrad Blick durch die Landschaft, erfüllt Aufträge und füllt eure Kassen. Zudem sind kostenlose Addons angekündigt die aus dem Spiel auch kein abgeschlossenes Szenario machen sollen. Überraschte mich im letzten Jahr der Landwirtschafts-Simulator auf der Switch, so war es in diesem Jahr dieser Titel.

War man bis vor kurzem der Meinung das "Toys to Life" Thema wäre tot, so belehrt einen Ubisoft in diesem Jahr eines Besseren. Disney Infinity und die Skylanders waren gestern, den Blick voraus kann man auf Ubisofts Starlink richten, wo man dieses Thema neu aufgreift und ich echt gespannt bin, wie erfolgreich dieses Thema noch sein kann. Reale Figuren in einem Spiel zum Leben erwecken, hat für mich nach wie vor was und wird hier erneut aufgegriffen. Natürlich macht man hier vieles anders als die Konkurrenz. Grundlage des Spiels ist ein mit 7 Planeten ausgestattetes Sternensystem, in dem man per Raumschiff die Planeten bereist, einer Story folgt und ein ausladendes Auftrags-Gameplay erlebt. Aufgepeppt wird das Ganze nun eben durch die realen Geschichten. Über ein spezielles Dock an den Controllern gibt es hier 3 Bestandteile, die man später natürlich einzeln nachkaufen kann. Das Raumschiff selber, der Pilot und die Waffen sind separat erhältlich und können später jederzeit durchgetauscht werden. Das ändert die Möglichkeiten und Fähigkeiten, da jedes Raumschiff und selbst jeder Pilot andere Fähigkeiten mitbringt und freischaltet. Für uns Nintendo Spieler gibt als Bonus Fox mit seinem Airwing als reale Objekte. Spielerisch bin ich zwar noch nicht ganz überzeugt, was aber auch an der recht eingeschränkten Messeversion lag, die nur wenig spielerische Inhalte präsentierte. Aber für alle die auf sowas stehen, kann man schon einmal anmerken, wieder Platz im Regal zu schaffen. Denn neben dem üblichen Starter-Kit, gibt es stetig neue Raumschiffe, Piloten und Waffen zu kaufen.

Sehr viele Switch Titel konnte man bei den angesprochenen kleinen Entwicklern anspielen. Teilweise nur 1m Platz vor einem 40" Bildschirm, war das teilweise ein ganz besonderes Erlebnis für die Augen. ;-) GRIP von Wird Production ist mir da in Erinnerung geblieben, aus dem durchaus was werden könnte. Ein ultraschneller Buggy Racer, der ein bisschen was von F-Zero und natürlich Mario Kart hat. Die abgedrehtesten Spiele, die auch für die Switch erscheinen, gab es einmal mehr bei NIS Ameria und Devolver. NIS weil sie wieder extremes Nippon Futter mitgebracht haben. Rollenspiele mit einer extremen Anime Grafik, die oft jede Menge Reizüberflutung mit sich bringen. Gezeigt wurde aber auch Disgea 1 Complete, der ja auch in diesem Jahr noch kommen soll. Wer sich mit dem 5er auf der Switch angefreundet hat, wird auch diesen Titel mehr als verschlingen. Devolver ist mir in Erinnerung geblieben, da sie nur Retro Spiele im Angebot haben, die aber extremst auf diesen Stil setzen. Auch hier saßen wir viel zu nah am Bildschirm, und man musste teilweise bei schnellen pixeligen Shootern mehr erahnen wer der eigene Charakter ist und was Gegner und Geschosse darstellen. ;-) Diese Spiele hatten wir insgesamt einige, die wir uns anschauen konnten. Kleine und teilweise schon schräge Entwicklungen für die man echt ein Faible haben muss. Massentauglich empfinde ich ehrlich gesagt die wenigsten. Aber für alles gibt es eine Zielgruppe und Liebhaber unter den Spielern. Aber auch in Sachen Zubehör gibt es ein paar Neuigkeiten. Zumindest gesehen haben wir mal den ersten Zusatzakku für die Switch, der extern auf der Rückseite angebracht wird und mit 10000mAh für eine wesentlich längere Spielzeit sorgen soll. Dazu gesellt sich demnächst das erste offizielle Headset auf der Switch dazu.

Kein geringerer als Astro Gaming, die bisher eher mit hochwertigen und teuren Headsets für den PC auf sich aufmerksam machten, steigen nun auch offiziell in den Switch Markt ein. Angeboten wird in diesem Jahr für gut 60 Euro ein sehr robustes und wertiges Headset im Zelda Design. Da mit dem Online Service auch das Thema Sprache eine Rollen spielen soll, sicherlich kein schlechter Zeitpunkt. Wird im Handel auch nicht zu übersehen sein. Wie vieles werden wir euch auch dieses Teil zu gegebener Zeit vorstellen. Langweilig wird uns auch die nächsten Monate nicht werden. Wie immer führte uns der Weg durch die Hallen auch wieder in die Merchandising Halle 5. Gefühlt noch mehr als im letzten Jahr, konnte man hier wieder seine Gelder in reichlich Schnickschnack investieren. Vor allem die Figuren, die teilweise für mehrere hundert Euro zu haben waren, nehmen mittlerweile einen riesigen Teil dieser Halle ein. Aber dass es sich lohnt haben ja auch wieder die Publisher entdeckt. Neben diversen Händlern waren auch in diesem Jahr wieder viele Größen wie Ubisoft, Bethesda, Konami, Wargaming oder Blizzard mit eigenen professionellen Ständen vertreten. Abgenommen hat dagegen in meinen Augen der Hype um die YouTuber. Die letzten Jahre teilweise nicht mehr nachvollziehbar, hat auch hier die Auslagerung ihre Wirkung nicht verfehlt. Aber auch sonst war der Anteil bei weitem nicht mehr so hoch, wie in den letzten Jahren. Für uns war die Messe auch in diesem Jahr wieder ein Erlebnis. In vielen Bereichen auf ungewöhnliche Art. Nicht nur in Sachen Übernachtung und Anfahrt, sondern auch auf der Messe selber.

Speziell die Vielzahl der eher kleineren Firmen und das Kennenlernen empfand ich als erfrischend. Man spürt viel Enthusiasmus, auch wenn die Ergebnisse nicht alle gleich ein Anwärter für die Hall of Fame sind. Aber die reine Nintendo Meinung ist wesentlich positiver als in den letzten Jahren und schenkt man vielen Publishern glauben, wird es in diesem Jahr noch einige überraschende Ankündigungen geben. Wie schon erwähnt vor allem von Firmen, die bisher eher im PC Sektor oder auf den Konkurrenz Konsolen zuhause waren. Auf jeden Fall wieder eine erfolgreiche Messe, die zwar nicht die ganz großen Ankündigungen mit sich brachte, aber dafür viel positives Feedback für ein Nintendo Magazin. In diesem Sinne freuen wir uns erst einmal auf die kommenden Monate, auch wenn die zu testenden Titel wohl kaum weniger werden. ;-)

matthias.engert@mag64.de (27.08.2018)

 
                   

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