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GBA Agent Hugo
 
 
Agent Hugo - Roborumble - GBA
Kilian Pfeiffer (21.06.2007)

SYSTEM: GBA
PUBLISHER: ITE
GENRE: Jump'n Run
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Paßwort
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-5
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
HIGHSCORES: Nein
GCN-GBA LINK: Nein

   
Einleitung....

Wer kennt ihn nicht aus dem Fernsehen? Den kleinen, koboldartigen Kinderhelden, auch bekannt unter seinem wirklichen Namen: Hugo! Zu damaligen Fernsehzeiten hüpfte der kleine Wicht unentwegt über gefährliche Plattformen mit Gefahrenpotenzial - gesteuert von den Zuschauern, die per Telefontasten-Eingaben den Protagonisten Richtung Ziel lenkten. Leider scheiterte dieses Vorhaben häufig an der damaligen Technik, die alles andere als ausgereift war. Hugo wurde hier zuhauf Opfer seiner unfähigen Fans, die dank scheiternder Technik eigentlich keine Chance auf Erfolg hatten - nur in seltensten Fällen wurde man mit einer erfolgreichen Zieleinkehr gefeiert. Nun macht der kleine Kerl erneut Halt, zwar nicht im heimischen TV, vielmehr auf dem Urgestein der Nintendo-Konsolen, dem Game Boy Advance.

Menus und die Story....

Da "Agent Hugo - Roborumble" in ganz Europa veröffentlicht wurde, sind die dem Spiel zugrunde gelegten Sprachen überaus international (elf Sprachen!) gehalten. Weil es sich bei dem Titel aber um einen 2D-Racer handelt, in welchem Ihr von links nach rechts über gefährliche Pisten brettert, sind Sprachkenntnisse eigentlich nicht notwendig, insbesondere deshalb, weil es so gut wie keine Texte zu lesen gibt.

Im Hauptmenü angekommen, erwarten Euch vier Optionspunkte ("Level wählen", "Sprache", "Passwort", "Mitwirkende"), wobei sich hinter "Level wählen" der eigentliche Hauptspielmodus verbirgt. Elf Levels gibt es während des Story-Modus zu bestreiten, die Hintergrundgeschichte um Hugo ist allerdings alles andere als sinnvoll und nur notdürftig mit eingearbeitet worden. Als Agent hat man es bekanntlich nicht immer leicht, eine Vielzahl von Bösewichtern will das Gute unterjochen und für Unfrieden sorgen. Geekdorph, ein fieser, hinterhältiger Mutant hat dafür gesorgt, dass zahlreiche Roboterfabriken für stetigen Nachschub sorgen und die Welt mit üblen Robotermaschinen versorgen. Gut, dass Hugo auf dem "Tex 2000", einem hypermodernen Gleiter, beste Voraussetzungen hat, um im Kampf gegen das Übel bestehen zu können.

Technik und Gameplay....

Wie bereits erwähnt ist das Spielprinzip des Hugo-Titels ein anderes als gewöhnlich. Im TV sind die Minispielchen rund um den Kobold meist recht einfach gehalten und alles andere als tiefgründig, lediglich das Meistern eines Spiels war anspruchsvoll. Grundsätzlich ist es bei "Agent Hugo - Roborumble" nicht viel anders: Ihr bewegt Euch nun von links nach rechts auf einer mehrspurigen Fahrbahn und steuert Hugo auf den einzelnen Bahnen entlang. Für jeden Level erhaltet Ihr anfangs eine Punktevorgabe, die es zu erreichen gilt. Gelingt es Euch nicht, alle Punkte einzusacken, müsst Ihr die Stage ein weiteres Mal befahren. Durch das Einsammeln von verschiedenartigen Energiepunkten erhaltet Ihr Punkte auf Eurem Konto gutgeschrieben. Logisch, dass Ihr so viele als möglich einsammeln müsst, denn die geforderten Summern sind teils recht hoch angesetzt und benötigen den einen oder anderen Anlauf, um erfolgreich zu sein.

Grüne Bodenplatten verschaffen Hugo die Möglichkeit, ein schützendes Energieschild um sich herum aufzubauen. Dazu müsst Ihr allerdings die Farbe des Gleiters den Energieplatten anpassen, um das Schild zu aktivieren. Nun sind selbst Kollisionen mit Feinden auf der Fahrbahn kein Problem mehr. Auf der anderen Seite gibt es die Sprungfunktion des "Tex 2000". Durch einen Druck auf die "R"-Schultertaste wechselt sich die Farbe des Gleiters in den Sprungmodus. Sprungplatten katapultieren Euch nun über Abgründe und verschaffen Euch einen guten Vorsprung vor Widersachern, außerdem ist es Euch möglich, Streckenhindernisse ohne weiteres zu überspringen. Oftmals führen die mehrspurigen Bahnen auch ins Nichts, ein "Game over" ist somit vorprogrammiert. Jedoch darf jede Strecke beliebig oft begonnen werden, Checkpoints vereinfachen es Euch, nicht die gesamte Strecke ein weiteres Mal bestreiten zu müssen.

Unzählige Beschleunigungsstreifen versetzen Euren Gleiter in einen kurzfristigen Turbomodus. Insofern ist das auch sinnvoll, als das einige Levels innerhalb eines bestimmten Zeitlimits erfolgreich gemeistert werden müssen. Ständige Spurwechsel, Pulke voll mit mechanischen Widersachern und unzählige Energiepunkte machen den Titel zu einer netten Abwechslung für Zwischendurch, jedoch bleibt das Spiel relativ oberflächlich, die wenigen Strecken erzeugen kein Suchtgefühl wie bei anderen Titeln. Das liegt vielleicht aber auch daran, dass es keine Meisterschaft oder Ähnliches gibt, in welcher man sein Engagement zum Erfolg führen könnte. Aber auch im Einsatz von Schusswaffen ist Hugo geübt, seine Künste beschränken sich zwar auf einige wenige Kanonen, diese liegen aber einzeln verstreut auf den Rennstrecken und warten nur darauf von Euch eingesammelt zu werden. Für kurze Zeit habt Ihr dann ausreichend Feuerkraft, nervende Roboter per Knopfdruck in's Jenseits zu pusten. Ausweichmanöver sind oftmals nämlich nicht möglich, wenn mehrere mechanische Kreaturen die Strecken bevölkern.

Eine Anzeige links oben im Bildschirmgeschehen zeigt Euch konkret an, wie viel Prozent der Strecke Ihr bereits hinter Euch gebracht habt. Die Checkpoints im Spiel wurden sinnvoll gewählt und setzen Euch an fairen Stellen ab, so dass von dort das Rennen ohne Probleme fortgesetzt werden kann. Die Geschwindigkeitsanzeige Eures Gleiters hingegen gibt wenig Aufschluss über Euren Status. Spannende Ausweichmanöver, brenzlige Sprünge und nervende Feinde machen den Ausflug in's Hugo-Universum zu einer netten Dreingabe für Fans des Kobolds. Leider mangelt dem Titel an ausreichend Strecken. Des Weiteren hätten zusätzliche Power-Ups für mehr Abwechslung gesorgt.

Grafik & Sound....

Grafisch ist der Hugo-Titel aus typischen Bausteinen zusammengesetzt. Jede Strecke besteht aus einem Hauptstück, das im weiteren Verlauf wiederholt wird. Zwar sind die Strecken unterschiedlichen Grafik-Sets (zum Beispiel Ägypten) zugeordnet, das eigentliche grafische Grundgerüst wird während der gesamten Zeit jedoch beibehalten. Hugo und sein Gleiter schweben einwandfrei durch die Levels, das Wippen mit seinem Körper ist witzig in Szene gesetzt - leider sind seine Widersacher alles andere als grafische Sahnehäubchen.

Die Abwechslung im musikalischen Bereich geht in Ordnung, die etwas hektisch wirkenden Musikstücke passen zum Spielprinzip wie die Faust auf's Auge. Nette Soundschnipsel untermalen beispielsweise Hugos "Bildschirmtod", überragend in ihrer Qualität sind sie allerdings nicht.

Fazit....

"Agent Hugo - Roborumble" ist ein netter Titel für Zwischendurch, der durch sein Spielprinzip überzeugen könnte - wären deutlich mehr Strecken in das Spiel integriert worden. Leider sind die elf verfügbaren Gleiter-Stages zu dürftig, um über lange Sicht überzeugen zu können. Der Schwierigkeitsgrad geht in Ordnung, da es teilweise recht diffizil ist, die geforderten Punkte einzuheimsen. Ebenso hätten wir uns mehr Goodies im Spiel gewünscht, auch die Abwechslung an immergleichen Feinden ist eher gering. Dennoch steckt das Potenzial im Spiel verborgen und könnte - bei investierter Arbeit seitens der Entwickler - durchaus zu Tage gefördert werden. Fans des kleinen Kobolds werden sich angesichts der neuen Spielumgebung jedoch bestimmt für das eine oder andere Rennen erwärmen können. Ob der Kauf allerdings auf lange Sicht lohnt, muss man mit sich selbst und seinem Geldbeutel ausmachen.

 

+ nette Spielidee
+ mittl. Schwierigkeitsgrad
- wenig Umfang
- Passwort-System (!)
- zu oberflächlich

GRAFIK: 65%

SOUND/EFFEKTE: 64%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 56%

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