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Mag64

Vorstellung des Carrera VRS Systems
Hätte uns zu Anfang unserer Magazin Zeit jemand gesagt, dass wir richtig regulär mit thematischem Hintergrund mal eine Carrera Bahn Vorstellen und Testen, hätten wir wohl lachend abgewunken. Jedes Jahr auf's neue drückten wir unter anderem auf der Spielwarenmesse immer wieder die Nasen in den entsprechenden Hallen platt. In uns allen schlummert ein Kind. Beim Anblick dieser Bahnen sowieso. Da kam dieses Jahr auf der Spielwarenmesse die Vorstellung von Carrera und Nintendo etwas gemeinsam machen. Eine Carrera Bahn mit voller Funktion, die aber mit dem GameBoy Advance steuerbar wäre. Was uns aufhorchen ließ, konnte man dort wie auch auf der Games Convention bestaunen und ausprobieren. Nun am Ende des Jahres war es dann soweit und das Mag'64 checkt sein eigenes Carrera V.R.S. (Virtual Racing System). Wie am Kinder Geburtstag wurde aus dem Aufbau ein lustiger Nachmittag und eine etwas andere Testzeit begann..... Positiv das uns alle benötigten Komponenten auch für 2 Spieler zur Verfügung standen und wir die ganze Geschichte ausreichend vorstellen können.

Das dieses "Starterkit" in Form der sogenannten Carrera Go! Bahn mehr als nur ein Anfang ist zeigt sich schon am doch sehr großen Karton. Auch ein schneller Blick auf die Verpackung zeigt dies überdeutlich. 7,04m Gesamtlänge ließen selbst uns erstmal überlegen wie und wo wir die Bahn überhaupt aufbauen. Aber wo ein Wille ist und auch ein Weg und es wurde von nun an ein wenig Eng in der Spielhölle.

Das Carrera Go! Paket bietet für den Start auch ohne GBA zunächst alles was benötigt wird. Die komplette Bahn mit einem Doppel Looping, eine Steilkurve und normaler Kurven, sowie als thematisches Paket die Formel 1. Neben der roten Göttin etwas silbernes, das zumindest hier mal nicht hinterher fuhr. ;-) Ebenso enthalten natürlich eine detaillierte Aufbau Anleitung und jede Menge Kleinteile, die sich als sinnvoll erweisen sollten. Dazu enthalten 2 normale Carrera Controller. Denn auch ohne GBA ist die Bahn somit voll spielbar. Herzstück der neuen Variante ist aber der sogenannte Motor Driver. Zunächst eine normale Anschlußschiene, welche in die Bahn eingepaßt die Start/Ziel Linie definiert. Sie bietet zunächst den Anschluß für die normalen Carrera Controller. Bahn aufgebaut, Autos aufgesetzt und das Fahren ganz ohne technischen Schnickschnack kann beginnen. Dabei gefällt die Art und Weise wie die Bahn aufgebaut wird. Der Looping ist zwar im ersten Moment eine Wissenschaft für sich, macht aber keine Probleme. Alle einzelnen Teile werden mit kleinen Schnappern verbunden und Stützvorrichtungen unter den Kurven und dem Looping in verschiedenen Längen, die man auch selbst anpassen kann sorgen für die benötigte Stabilität.

Will man aber den GBA nun endlich zum Einsatz bringen stellt der Motor Driver erneut das Zentrum dar. Dieser ist praktisch die Schaltzentrale zwischen GBA und der Bahn. An diesem Motor Driver werden über fest angebrachte Linkkabel die GBA's angeschlossen, als auch die normalen Controller. Dazu ein Netzkabel das ebenfalls von hier aus zur Steckdose geht. Was mir hier nicht gefällt sind die recht kurzen Kabel zum GBA oder auch für die reinen Controller. Mit einer Länge von knapp 90cm muß man schon nah dran sitzen um entspannt spielen zu können. Gerade beim GBA schwierig wenn man seine Lichtquelle eventuell etwas weiter weg hat. Sind die GBA's einmal angeschlossen schaltet man am Motor Driver über einen Power On Knopf die ganze Sache ein. Danach folgen die GBA's mit je einem Spiel Carrera Power Slide. Über das Hauptmenu wählt man nun den Punkte Carrera Racing an und nach einem Datencheck zwischen den beiden GBA's darf man wählen zwischen einem Schnellstart, der euch sofort zu einem Rennen führt oder benutzt den Spielstart und könnt dort aus mehreren Spielmodis wählen. Sehr schön ist die Tatsache, das insgesamt 12 Spieler ihr Profil auf einem GBA Spiel speichern können. Das heißt erfahrene Zeiten auf der aktuellen Bahn werden gespeichert. Großer Vorteil und für mich ein Killer Feature ist die Tatsache, das man nicht auf die Bahn an sich beschränkt ist. Wer genug Geld hat kann die Bahn unendlich erweitern. Da am Motor Driver der wichtiger Kontakt ist, der gefahrene Runden an den GBA überträgt ist das kein Problem. Ebenso natürlich wenn man andere Fahrzeuge als die hier enthaltenen F1 Boliden benutzt.

Über das Hauptmenu des Carrera Racing darf man nun 6 verschiedene Modis spielen, wobei aber nicht alle auch wirklich dauerhaft Spaß machen. Am interessantesten sind die Modis Zeitrennen, Rundenrennen und das Geister Duell. Die Zeit und Rundenrennen sind dabei für 2 Spieler gedacht. Einmal angewählt gilt es entweder innerhalb einer eingestellten Zeit soviele wie möglich Runden zu drehen oder eine festgelegte Anzahl an Runden am schnellsten zu beenden. Stehen beide Fahrzeuge am Start, erscheint nun die Zentrale auf dem GBA. Hier werden alle wichtigen Daten dargestellt. Ihr habt einen Tacho samt Beschleunigungsanzeige und vor allem einen Rundenzeiger und verschiedene Zeiteinblendungen. Durch das aktivieren des Rundenzählers werden so auch Abstände zwischen den Fahrern gemessen. Man schaut zwar selten auf den Screen, hat aber so die volle Kontrolle über gefahrene Runden und Zeiten, was mit dem normalen Controller nicht geht. Gas gegeben wird mit der A-Taste. Gebremst wird eigentlich auch hier mehr durch kurzes vom Gas gehen. Per Steuerkreuz oben kann man den Turbo für einen Moment zuschalten. Ebenfalls nur mit dem GBA möglich ist der Pit Stop. Fliegt Ihr also in Echt zu oft von der Bahn, oder der virtuelle Sprit geht euch aus wird der Wagen entweder tatsächlich langsamer auf der Bahn oder bleibt ganz stehen. Jetzt drückt man die L-Taste und kann per schnellem A und B drücken entweder Schäden reparieren oder Sprit nachfüllen. Da natürlich Zeit vergeht die der Gegner nutzen kann ein wichtiges Feature. Sind die vorgegebenen Runden oder Zeitrahmen von einem Spieler erreicht bleibt der Wagen stehen und man hat einen Gewinner. Das ganze hat schon was, macht aber richtig Laune mit einer größeren Bahn. Mit dem Starter Set für eine gewisse Zeit motivierend ist das wie bei einer Modellbahn. Je größer die Bahn um so mehr Spaß macht das ganze. Stellt euch nur vor man baut ansatzweise F1 Strecken nach und fährt diese so ab. Feine Sache.

Aber auch wer allein fährt muß auf den Komfort eines Gegners nicht verzichten. Ihr könnt nun im Geister Duell ein Runde hinlegen. Seid Ihr der Meinung die war gut kann man sie speichern und eine Spur zuweisen. Ihr könnt nun auf der jeweils anderen gegen diese Zeit mitfahren. Dabei fährt dieser Wagen wie von Geisterhand von selbst, da der Motor Driver diese Zeit durch den GBA überträgt. Der Modus Vorsprung ist z.b. so angelegt, das ein GBA Spieler den anderen überrunden muß um zu gewinnen. Spielen hier 2 gleichgute Spieler kann das dauern. Ihr könnt übrigens auch mischen. Also einer fährt mit GBA und der andere mit dem normalen Controller. Nur aufstehen und den Wagen wieder auf die Bahn setzen müßt Ihr immer noch selber.

Aber im gesamten ist dies eine feine technische Innovation. Zwar nicht ganz billig kann man es aber nach und nach erweitern. Genau so gut können Besitzer einer herkömmlichen Carrera Bahn loslegen. Einfach den auch einzeln erhältlichen Motor Driver kaufen und einbauen und ab geht die Luzie. Dieses Teil zeigt wohin die Entwicklung geht und was alles so möglich ist. Kompliment an Carrera und Nintendo, die damit ein etwas anderes Spielzeug auf den Markt gebracht haben. Mir tat es am Ende schon wieder in der Seele weh die Bahn wieder abzubauen. Es fehlt einfach der Platz, den man schon haben sollte. Aber irgendwann wird sie wieder aufgebaut und vielleicht erweitert. Spaß machts allemal und das ist bei so einem etwas teuren Spielzeug auch wichtig. Also Gentlemen: Start Your Engines. ;-)

Mit dem GBA steuerbar

Platzprobleme Teil 1 :-)

Und Teil 2....

Die Hauptakteure

GBA Spielscreen 1

GBA Spielscreen 2

Preis: ca.130 Euro

matthias.engert@mag64.de (25.12.2002)

Meinungen, Anregungen und sonstiges bitte an info@mag64.de

 
                   

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