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Mag64

19.02.2011 Bericht zur Nintendo 3DS Experience Night in Berlin

Es wird mal wieder Ernst im Hardware Bereich. Nintendo schickt sich einmal mehr an, die Videospiellandschaft zu revolutionieren. Man kann mittlerweile viele Jahre zurück schauen und findet genug Beispiele, bei denen man diesen Satz schon oft gelesen hat. Und wie immer zu diesen Anlässen, tourt Nintendo entweder durch die Lande, oder hält feste Events ab. In der Vergangenheit gab es von beiden Varianten reichlich davon zu erleben. Ein festes Schema, wie man neue Produkte vorstellt, haben die Jungs & Mädels aus Großostheim glücklicherweise nicht. Das ist auch bei uns selber nicht anders und wir könnten mittlerweile ein kleines Buch zu diesem Thema schreiben. Wir als die Mag64 Dinos, in Person Jens und meiner Wenigkeit, haben ja nun schon einige dieser Veranstaltungen erlebt. Zwar waren frühere Events zu einem Hardware Launch hierzulande durchaus pompöser ausgefallen, lumpen lässt sich Nintendo deswegen aber noch lange nicht. Anno 2011 steht nun ein neues Kapitel Hardware an, der Nintendo 3DS. Seit der letzten gamescom ist auch unsere Vorfreude auf einem hohen Niveau, so dass wir der erneuten Einladung zu einem solchen Event gerne gefolgt sind. Gleich 4 dieser Events hielt und hält Nintendo hierzulande zum 3DS Launch ab. Wir liefern euch ein paar Zeilen zum Event in Berlin und Köln. Auf den folgenden Zeilen widmen wir uns der Veranstaltung in Berlin, und runden den Artikel in einigen Tagen mit dem Bericht aus Köln dann ab.

Ein Händchen für ungewöhnliche Orte hat man bei Nintendo durchaus. Das war auch dieses Mal nicht anders. Mit dem Spreespeicher in Berlin hat man ein sehr repräsentatives Gebäude ausgewählt, auch wenn die Veranstaltung nur in einem kleinen Teil des Gebäudes abgehalten wurde. Für den Abend des 15.02.2011 anberaumt, machten auch wir uns auf den Weg, durch das kalte und windige Berlin. Die Anmeldung war schnell hinter uns gebracht und man konnte sich die ersten Minuten nach der Ankunft ein erstes Bild machen. Das man nicht gleich an die Geräte konnte war klar, und durch abgehangene Wege in einen weiteren Bereich auch mehr als deutlich zu sehen. ;-) Vorher sollte es ja noch die übliche Vorstellung via kleiner Bühnenshow geben. Überrascht waren wir, dass immerhin an die 300 Leute an diesem Abend zugegen waren. Die Sitzplätze in der Mitte des zunächst öffentlichen Bereiches war schnell belegt und man konnte erahnen, dass auch Drumherum zunächst nicht viel Platz sein sollte. Das änderte sich später aber glücklicherweise, da mit dem Bereich der 3DS Geräte, sich doch alles ein wenig entspannte. Mehr als 30 Geräte standen insgesamt zur Verfügung, auf denen man später reichlich Zocken, oder sich zu diversen Spielen anhand einiger selbstlaufender Trailer ein Bild machen konnte. Wobei natürlich selber spielen viel viel schöner ist. ;-)

Im öffentlichen Bereich wurde zudem eine kleine Ausstellung aufgebaut, die so ein wenig die Historie des Themas 3D verdeutlicht. Einige mehr oder weniger interessante Exponate, zeigten dennoch einen kleinen Einblick in das Thema. Das die Branche immer wieder ein Thema für sich ist, stellten wir auch diesen Abend wieder fest. Zeit für ein paar kurze private Anmerkungen. Das Thema Pünktlichkeit ist eines davon. Das die Veranstaltung erst gegen 18:45 wirklich beginnen konnte, lag an einigen sehr späten Gästen. Was viele dann auch nicht davon abhielt, erst mal das Buffet zu stürmen und die Getränkeschränke zu Plündern. Man fragte sich bei manchen Gästen durchaus, ob sie wegen der Hardware da waren, oder sich mal wieder richtig satt essen wollten. Aber na gut, dass muss im Endeffekt jeder selber wissen. Kommen wir dann doch lieber wieder zurück zum eigentlichen Thema des Abends. Die Veranstaltung begann, wie schon erwähnt, mit einigen Ansprachen, die von einer Leinwand Präsentation begleitet wurden. Neben Verantwortlichen der Firma Nintendo, sorgten auch einige reale Gäste und solche, die über die Leinwand sprachen, für einige erhellende und oft auch erheiternde Worte für die interessierten Gäste. Das reichte von Smudo von der Fanta 4, über einen Wissenschaftler, der einige interessante Einblicke in das Thema dreidimensionales Sehen gab, bis hin zu einem Verantwortlichen der Firma Ubisoft. Nicht ganz zufällig, stellt man doch neben Nintendo das größte Software Angebot zum 3DS Launch.

Ständiger Begleiter bei dieser Präsentation war als Gast Max Zimmermann von der Firma FIFTYEIGHT 3D. Wem das nichts sagen sollte, ging uns zunächst nicht anders, der kennt vielleicht ein Produkt der Firma, die beiden durchaus nervigen Weihnachtstassen, die man als Klingelton und Video zur Weihnachtszeit auf verschiedenen Sendern sehen konnte. Hier ging es zwar nicht darum, sondern er zeigte anhand einiger Beispiele wichtige Details zum Thema 3D. Ein durchaus gelungener Beitrag, der zum Thema passte. Auch wenn sich so langsam eine gewisse Unruhe breit machte, wann denn endlich der eigentliche Held des Abends in den Mittelpunkt rückt. Das übernahm dann Nintendo selber und eine Verantwortliche präsentierte auch einige Fakten zum Gerät. Das meiste ist sicherlich für viele von euch alles andere als Neu, aber kurz anreißen möchte ich es natürlich dennoch. Klar ist ja seit längerem das Release Datum am 25.März, an dem der 3DS in den beiden Farben Aqua Blau und Kosmos Schwarz erscheinen wird. Zum Preis von 249,00 Euro werden insgesamt 13 Starttitel erscheinen. 15 wenn man die dreifach Variante der Nintendogs & Cats Ausgabe mitzählt. Ein Fakt, der auch uns noch nicht bekannt war, ist die Beigabe einer 2GB SD Karte zum Gerät. Bisher geisterten da eher 256MB Gerüchte herum. Vorgestellt wurden zudem einige technische Fakten, wie die etwas irreführende Auflösung von 800x240 Pixel des oberen 3,5 Zoll großen 3D Bildschirms. Leicht erklärbar, da man 400 Pixel für jeden Teil des 3D Bildschirms meint.

Spezielle Themen der Präsentation waren neben dem veränderten Online Content, dem neuen Freundescode Handling des 3DS, bei dem nur noch 1 Code genutzt wird und nicht ständig neue an der Tagesordnung sind, vor allem der Bereich Street Pass. Ein durchaus interessanter Modus, der ein wenig weiter geht als der immer noch wenig bekannte Wau Wau Modus aus Nintendogs auf dem DS. Mit der Street Pass Variante hält zum einen das Thema Mii auf dem 3DS Einzug und für unterwegs gibt es mehr Möglichkeiten als früher. Gutes Beispiel ist hier die neue Street Fighter Ausgabe auf dem 3DS. Aktiviert man dieses Feature, kann man seinen 3DS wie gewohnt in der Tasche mit sich herum tragen. Beispielsweise beim Shopping ist es möglich Kontakt zu anderen 3DS Geräten aufzunehmen, die im gleichen Zustand in der Nähe aktiv sind. Sind 2 Geräte in Reichweite werden zum einen Daten der Besitzer ausgetauscht. Bei Street Fighter geht das Ganze soweit das die beiden Geräte “miteinander kämpfen”. Klingt komisch ist aber so. Dabei kann man als Spieler auch Items erhalten, was einen kleinen Ausblick auf die Nutzung dieses Features möglich macht. Der Phantasie für viele Spiele Serien sind da kaum Grenzen gesetzt. Ebenfalls ein Punkt ist das Nutzen der Kameras beim 3DS. Davon gibt es ja nun 3 Stück, wobei 1 auch nach Innen genutzt werden kann. Positiv das man natürlich mit den beiden Außenkameras auch 3D Bilder machen kann, für die es ja auch Anwendungen geben soll. Über die baulichen und funktionellen Eigenschaften konnte man sich dann nach einer guten Stunde endlich selber ein Bild machen und die Vorhänge wurden gelüftet. Auf ging es zu den Geräten und einige Aha Effekte sollten folgen.

Nachdem ein finaler Trailer nicht nur Szenen aus diversen Launch Titeln zeigte, war die Lust auf das neue Erlebnis noch größer. Schon allein deswegen, weil man den 3D Effekt nun mal nur in Echt sehen kann. Zwei ganz markante Punkte kann man nach knapp 3 Stunden Zocken mit dem DS durchaus in den Vordergrund rücken. Selbst wenn man den 3D Schieberegler komplett auf Null schiebt, sehen die Spiele um einiges atemberaubender aus, als dies die aktuellen DS Spiele tun. Selbst 2D kommt auf dem 3DS unglaublich gut rüber. Der zweite Punkt ist durchaus nachdenklich angehaucht und dreht sich um den 3D Effekt selber. Eines zeigten die Spiele sehr deutlich. Der geniale und 100%ige Effekt kommt nur dann rüber, wenn man wirklich in einem festen Winkel auf den Bildschirm schaut. Schaut man leicht von der Seite auf den Screen, so verwischt der Effekt und man sieht die Inhalte immer wieder leicht doppelt. Und es gibt viele Spiele, bei denen man auch unbewusst den 3DS nun mal bewegt und somit seinen festen Blickwinkel verliert. Wie sich das nach längeren Sessions auch auf die Augen auswirkt und ob Kopfschmerzen durchaus ein Thema sind, werden dann natürlich die ersten längeren und intensiven Testsessions zeigen. Hier bin ich selber sehr gespannt. Denn die Spiele bringen alle wunderbare 3D Effekte an den Spieler, einige jedoch gefühlt mehr als andere. Einer davon ist auch gleichzeitig einer meiner Favoriten - Pilotwings. Man konnte diesmal einiges mehr spielen, als noch zur gamescom im Sommer letzten Jahres. Alle 3 Vehicle mit dem Gleiter, dem Flugzeug und dem Jetpack waren spielbar und boten Spielspaß pur. Die bekannte Inselgegend aus Wii Fit oder Wing Island bietet genug Schauplätze und die Steuerung ist dermaßen geil und butterweich, das man nicht mehr aufhören möchte. Hier zeigt auch das Schiebepad seine Stärke.

Kurioserweise gibt es immer noch einige Irrtümer über das Schiebepad des 3DS. Viele Spieler denken immer noch, dass es sich dabei um einen kleinen Stick handelt. Das ist natürlich falsch. Legt man hier den Daumen auf den Teller des Pads, kann man diesen nach allen Seiten wie auf einer glatten Oberfläche schieben. Das ist durchaus ein neues, aber gelungenes Steuererlebnis. Positiv unter anderem bei Rennspielen, wo sich dadurch viel dosierter Lenken lässt. Auch in diesem Bereich gab es Titel zum antesten. Ridge Racer und Asphalt. Und für mich gibt es hier einen klaren Sieger und mit Asphalt zeigte sich für mich ein weiterer Most Wanted zum Start. Zwar bieten beide Titel einen sehr plastischen Eindruck, allein die Startaufstellung in Asphalt ist einfach in 3D ein genialer Anblick, auch wenn wir uns daran schon irgendwann gewöhnen werden. Dafür ist aber die Steuerung in der Ubisoft Variante um einiges weicher, als in der sehr Arcadelastigen Ridge Racer Variante. Dort hat man dafür mehr Gegner. Dennoch sieht die Namco Variante im Moment klar die Rücklichter seines Konkurrenten. Vielleicht die Überraschung des Abends ist Steel Diver. Er bietet eine ebenfalls geniale Grafik und ein sehr ungewöhnliches, aber gelungenes Gameplay. Steel Diver glänzt im Periskop Modus durch sehenswerte Wassereffekte. Egal ob ruhige oder raue See, ob mit oder ohne Schiffe. Der Simulationsmodus war noch nicht spielbar, soll aber in der Endversion dabei sein. Die Arcademodis waren schon sehr vielversprechend, bleibt zu hoffen, das der Simulationsmodus da noch einen draufsetzen kann. Der vielleicht emotionalste Moment für mich war der spielerische Kontakt mit Ocarina of Time, wo man für einige Minuten mal kurz in eine andere Welt eintaucht. Meine Güte da werden Erinnerungen wach und nur die abrupten Spielenden, die man in die Version eingebaut hatte, holten einen wieder zurück in die Realität. In 3D entfaltet der Titel noch mal sein Flair auf ganzer Linie.

Was auch nicht schwer ist. Steuert sich wie früher, sieht aber besser aus als auf dem N64. Und in 3D reicht es einfach mal durch den Kokiri Wald zu laufen, die kleinen in der Luft herum schwebenden Teile zu sehen und man läuft Gefahr zu versumpfen. Das wird ein Fest. Will euch auch nicht zuviel vorschwärmen, sonst fange ich hier noch an zu sabbern. ;-))) Bleibenden Eindruck haben auch beide Prügler hinterlassen, die man spielen konnte. Street Fighter vor allem durch seinen Dynamik Modus, bei dem man nicht mehr frontal auf die Kämpfer schaut, sondern in eine schrägen Iso Sicht eine völlig neue und eben in 3D gehaltene Sichtweise bekommt. Effektreich umgesetzt, nicht der einzige Titel der vor allem in Sachen Details vieles bietet. Das gilt auch für Dead or Alive, der ebenfalls komplettes 3D Feeling bereithält. Etwas langsamer vom Gamespeed her, macht der Titel dennoch eine Menge Spaß. Genau das Richtige für die Streichelfans unter uns sind die neuen Nintendogs & Cats Varianten, bei denen man nun eben nicht nur die Hunde auf die Spieler los lässt, sondern auch die Stubentiger. Hier bot ja schon der normale DS ein ganz besonderes Spielerlebnis. In 3D kommen die Streicheleinlagen noch um einiges intensiver rüber. Wenn hier die Miez die Pfoten auf den 3D Bildschirm legt und euch zublinzelt, kann man fast schon nicht anders als diese zu Streicheln. Diesen Niedlichkeitseffekt erlebt man in 3D noch mal um einiges intensiver. Auch positiv überraschte PES2011. Leider nur eine Halbzeit spielbar, was da aber schon angedeutet wurde, verspricht ein optischer Leckerbissen zu werden. Eine sagenhafte räumliche Tiefe aus der Spielerposition gesehen, vermittelt den Eindruck selbst auf dem Platz zu stehen. Aufgefallen ist eine verbesserte Spieler KI, was zumindest das Antizipieren der Pässe anbelangt. Es ist nicht selbstverständlich, das gespielte Pässe ihren Adressaten erreichen. Das Spielerdesign hat mich auch begeistert. Schon die "alten" Versionen hatten einen hohen Wiedererkennungswert, aber nun kann man fast schon von fernsehformat sprechen. Egal ob das Ösil war oder Puyol, alle Spieler sind deutlich zu erkennen. Zu einigen Titeln wie z.b. Animal Crossing oder Paper Mario gab es zumindest selbstlaufende Demos auf einigen 3DS Geräten. So konnte man sich zumindest einen ersten Eindruck holen. Neben den wirklich imposanten Titeln, die bleibenden Eindruck hinterlassen haben, gab es auch die eher “normalen” Titel zum Zocken. Monkey Ball, die Rabbids, Samurai Warriors und der Lego Star Wars Ableger gehören in diese Kategorie.

All diese Titel bieten ein eher gewohntes Gameplay und im Falle der Rabbids einen Jumper in alter Machart mit Blickwinkel von der Seite. Dennoch kann man auch diesen Titeln ihren Reiz nur durch den 3D Effekt nicht absprechen und ich bin echt gespannt, welche Welle an Neuauflagen uns der 3DS wohl bescheren wird. Mit Puzzle Bobble Universe konnte man eines dieser Beispiele durchaus schon mal sehen. Hier ist der 3D Effekt vielleicht noch am geringsten spürbar. Auch wenn selbst dieser Titel eine viel höhere Detaildichte mitbringt. Denn das zeichnet, wie schon erwähnt, eigentlich alle Titel aus und wird jedem DS Liebhaber ungemein gut gefallen. Krönender Abschluss des spielerischen Abends war ein weiterer bekannter Titel, der aber ebenfalls vor allem die reine Leistung des 3DS zeigt. Resident Evil Mercenaries zeigt die Leistungsfähigkeit des 3DS auch abseits des 3D Themas sehr deutlich. Auch hier kann man locker behaupten, dass er mindestens genauso gut aussieht wie der 4er auf dem GCN. Hier konnte man z.b. die Kirchenlocation vom Beginn des Spiels in Ruhe spielen und sich der Horden an Gegnern erwehren. Dabei spiel hier vor allem der Touch Screen durchaus seine Stärke aus, da die Wahl der Waffen oder Sprays leicht von der Hand geht. Die Steuerung über das Pad ist easy zu bedienen und der Titel kommt mit reichlich roter Farbe daher. Sieht dazu ungemein stimmig aus und zeigt, dass auch solche Titel prädestiniert sind für eine Umsetzung auf dem 3DS. Allein die wunderbaren und weichen Animationen der Gegner kann man nun auch unterwegs genießen. Als Gegner hat man hier für die Demo die Mönche aus der Burg implantiert. Freut euch echt drauf ihr RE Cracks. Es lohnt sich echt. *sabber*…

Als wir dann nach 23:00 Uhr die Veranstaltung verlassen haben, war uns eines klar. Einen Fehlstart dürfte der 3DS wohl nicht hinlegen. ;-) Neben einigen wirklichen Must Have Titeln in unseren Augen, fiel eigentlich keiner der gespielten Titel negativ ab. Spricht für das System und wir sind echt gespannt, wie sich der 3DS schlagen wird. Sind die Bedenken angebracht oder nicht? Vieles das uns schon noch beschäftigen wird. Dennoch freuen wir uns sehr auf das nächste Stück Nintendo Geschichte, dass in gut einem Monat vonstatten geht. Zwar hat der DS seinen Preis, über den man wie immer trefflich diskutieren kann. Als Gegenleistung erhaltet ihr aber ein ungemein gelungenes Spielerlebnis. Der 3D Effekt ist immens und man kann nur jedem Spieler raten, sich das Thema 3DS mal anzuschauen. Selbst wenn man ihn nicht kaufen möchte. Vergessen wird man das nicht, dessen bin ich mir sicher.

Starttitel zum 3DS Launch am 25. März 2011 in Deutschland

Pilotwings Resort™
nintendogs™ + cats Golden Retriever & neue Freunde
nintendogs™ + cats Französische Bulldogge & neue Freunde
nintendogs™ + cats Zwergpudel & neue Freunde
Super Street Fighter™ IV 3D Edition
The Sims™ 3
PES 2011 3D – Pro Evolution Soccer
LEGO® Star Wars™ III The Clone Wars™
RIDGE RACER™ 3D
Super Monkey Ball™ 3D
SAMURAI WARRIORS: Chronicles
Asphalt™ 3D
Tom Clancy's™ Ghost Recon® Shadow Wars
Tom Clancy's Splinter Cell® 3D
Rayman® 3D

matthias.engert@mag64.de (19.02.2011)

25.02.2011 Update zur Nintendo 3DS Experience Night in Köln

Mein dritter und definitiv aufregendster Nintendo-Event fand wieder einmal in Köln statt und drehte sich rund um Nintendos kommenden 3DS-Handheld. Ein zum Glück verschobener Bahnstreik machte die Zugfahrt diesmal erträglich und ein fünfminütiger Fußweg vom Ehrenfelder Bahnhof zur gemieteten Location (Balloni Halle) war mehr als bequem. Nach einem unterhaltsamen Besuch beim offiziellen Abgesandten der Gaming-Universe-Fraktion (Steuer, Thomas +Lux), begann die ultimative 3DS-Erfahrung.

Vor dem großen Anspielen wurde auch hier, wie zuvor in Berlin, eine kleine einstündige Präsentation über das menschliche Auge, 3D-Animationen und das kommende 3DS-Software-Line-Up abgehalten. Die Technik der neuen Handheld-Hardware hätte mich auf Grund des aktuellen 3D-Technik-Booms deutlich mehr interessiert, da gerade der Verzicht auf eine spezielle Brille einiges der Faszination des neuen Geräts ausmacht. Ganze sechzig Minuten und zwei Freigetränke später, gingen schließlich die Vorhänge im hinteren Teil der Halle auf und rund zwei Dutzend Nintendo-Hostessen winkten uns einladend zu, um das Gerät endlich selbst zu testen. Da im Bereich hinter den Vorhängen nicht unendlich viel Platz war und alle wie die Wilden dorthin stürmten, warteten wir noch etwas, bis sich der erste hysterische Ansturm beruhigte und beobachteten solange Schauspieler Ralf Richter beim simsen.

Da visuell nicht auf Anhieb zu erkennen war, wo welches Spiel platziert war, wanderten wir mehr oder weniger willkürlich von einer Demostation zur nächsten. Meine erste 3DS-Erfahrung hatte ich mit einem Trailer zum kommenden Metal Gear Solid. Dass man nicht einfach einem anderen Spieler über die Schulter gucken kann wurde schnell bestätigt und erst als ich den 3DS wirklich frontal in einem gewissen Abstand hielt, entwickelte sich vor meinen Augen der faszinierend immense Tiefen-Effekt. Das visuelle Erlebnis wurde von meinem Gehirn nicht direkt als selbstverständlich angenommen, so vergingen ein paar Sekunden, bis ich mich daran gewöhnt hatte und der Effekt vollends wirken konnte, aber das sollte bei jedem Menschen unterschiedlich sein. Das Fehlen von Kopfhörern verhinderte ansonsten leider das Aufkommen einer intensiven Atmosphäre, welche speziell im Metal Gear -Trailer vielversprechend war. Grafisch am beeindruckendsten war das kommende Resident Evil, welches auf dem Gameplay des Söldner-Modus (Mercenaries) basiert. Spielerisch sehr arcadelastig, ging besonders hier die Steuerung genial von der Hand. Kopfschüsse waren sehr einfach und für einen Handheld war der eigentlich hektische Spielverlauf extrem übersichtlich und optisch glasklar. Das macht auf jeden Fall viel Hoffnung auf den zweiten Resident Evil 3DS –Titel, der wieder als waschechtes Action-Adventure daherkommen wird.

Neben dem überraschend gut spielbaren Resident Evil, war Kid Icarus mein persönliches Highlight. Als einzige Demo des Events, hatte ich hier das Gefühl ein wirklich neues Stück Software zu spielen, dem noch keine zwei bis zehn Vorgänger vorausgingen. Der Titel bietet schnelle Action und erinnerte mich an eine Mischung aus Lylat Wars und Sin&Punishment mit antiker Mythologie vermischt. Der Wechsel von Flug- zu Bodenpassagen ging fast fließend in einander über, ohne, dass man mit der Wimper zucken konnte/wollte. Nach drei sehr kurzen Szenen war diese Demo leider schon vorbei, zumal kein Stylus für die eigentliche Zielsteuerung beilag, so dass man nicht allzu tief ins Gameplay eintauchen konnte. Auf Grund der sehr knappen Demos, die natürlich auch langen Wartezeiten vorbeugen sollten, hatte man doch das Gefühl, das allein der 3D-Effekt bestaunt werden sollte und weniger die Software als solche.

Super Monkey Ball, Pro Evolution Soccer und Nintendogs with Cats boten neben dem 3D-Effekt nichts nennenswertes Neues auf Anhieb. Nintendogs hätte ich ehrlich gesagt auch grafisch nicht mehr vom DS-Titel unterscheiden können und sogar die Items kamen mir alle noch ziemlich bekannt vor, obwohl der grafische Sprung vom DS zum 3DS ansonsten deutlich sichtbar war, vor allem beim zuvor genannten Resident Evil und Street Fighter (beides von Capcom), welches mit dem neuen Slide-Pad allerdings etwas Eingewöhnungszeit voraussetzt. Ein einfacher Druck auf den Touchscreen genügt Neulingen hier allerdings, um die komplizierten Moves aneinanderzureihen.

Insgesamt war ich vom 3D-Effekt durchaus angetan und wäre gerne tiefer in Kid Icarus und co. eingetaucht, um ein atmosphärisches Gesamtpaket zu erleben. Obwohl dies nicht möglich war, war der Besuch in Köln wieder absolut gelungen. Einige genannte Titel haben aber ebenfalls bestätigt, dass die 3DS-Software letztlich auch durch ihr Gameplay überzeugen muss, damit sich etablierte Serien nach dem Schwinden der ersten Faszination nicht altbacken anfühlen.

Die heimlichen Stars des Events waren für Gossip-Fans die anwesende C- bis D-Prominenz. So konnten auch Rapper Eko Fresh, Fußballer Jens Nowotny, Schauspieler Ralf Richter und „Durch dick und dünn“-Stars Bibi & Rolli ihre Faszination für Nintendos 3D-Maschine nicht verbergen. Wenn das mal kein eindeutiges Statement ist! (Manni)

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