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3DS - Yo-Kai Watch
 
 
Yo-Kai Watch - 3DS
Matthias Engert (25.09.2016)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Level5
GENRE: Rollenspiel
SPIELER: 1(2) Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Ja
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-7
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK6
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.40 Euro
SD-Card NUTZUNG: Ja
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Nein/Ja

   
Einleitung....

Bei manchen Spielen erlebt man ja ein regelrechtes Deja Vu. Der hier vorgestellte 3DS-Titel Yo-Kai Watch ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Kleine "Monster" aus Japan, die sich auf den Weg machten, um die Welt zu erobern. Spielerisch natürlich. ;-) Wo hatten wir das wohl schon einmal? Ach ja, es ist knapp 10 Jahre her, als die Pokemon einen ähnlichen Weg nahmen und unsere Spielerherzen im Sturm eroberten. Den Rest der Geschichte muss man wohl nicht weiter ausweiten. Yo-Kai Watch bietet nicht nur in dieser Hinsicht einige Parallelen und schickt sich an, nicht minder erfolgreich zu sein. Begleitet von einer kultigen TV-Serie und einer Merchandising Welle ist seit einiger Zeit auch Deutschland im Visier der Yo-Kai. Und wie sich zeigen sollte, hat das Spiel und damit die Serie das Potential einen ähnlichen Erfolg zu haben wie Pikachu & Co. Nicht umsonst ist ja der zweite Teil auf dem 3DS schon angekündigt. Was drin steckt und was am Spiel so zu gefallen weiß, soll euch wie immer der folgende Test verraten.

Menus und die Story....

Unter dem Dache Nintendos erschienen, war die Software Schmiede Level5 für die Entwicklung verantwortlich. Keine schlechte Wahl, haben die Jungs unter anderem mit ihren Inazuma Eleven Spielen gezeigt, dass sie ungewöhnliche Rollenspiele hinbekommen. Von daher überrascht es auch wenig, dass in Sachen Rahmenbedingungen hier alles in gewohnt hoher Qualität daherkommt. Ihr bekommt ein komplett lokalisiertes Spiel, das euch neben den Texten auch einen gewissen Anteil an deutscher Sprachausgabe spendiert. Für ein Spiel dieser Art immer eine gute Sache. Übrigens kein Spiel das nur den jüngeren Spielern gefällt. Auch hier ein ähnliches Phänomen wie bei den Pokemon. Mehrere Speicherplätze stehen euch zur Verfügung, ein gelungener 3D-Effekt und auch die Nutzung der 3DS-Hardware. Speziell die Kamera darf hier mal wieder zum Einsatz kommen. Des Weiteren könnt ihr die "Hardware-Münzen" eures 3DS für eine lohnenswerte Funktion nutzen und ihr dürft euch über Streetpass und Spotpass Unterstützung freuen. Die Geschichte des Spiels lehnt sich natürlich an der TV-Serie an und führt euch in eine Welt voller ungewöhnlicher Möglichkeiten. Im Mittelpunkt des Spiels stehen die Yo-Kai - mysteriöse Wesen, die manchmal niedlich, manchmal gruselig sind, aber eigentlich immer Schabernack im Sinn haben. Sie sind weder Geister noch Monster, und obwohl sie für das menschliche Auge nicht sichtbar sind, sind sie überall in unserer Welt zu Hause. Dort machen sie sich im Alltag bemerkbar: Wer beispielsweise aus heiterem Himmel Streit mit einem Freund bekommt oder plötzlich etwas Wichtiges vergessen hat, könnte unter dem Einfluss eines frechen Yo-Kai stehen. Trotzdem verhalten sich die kleinen Störenfriede mitunter menschlicher, als man vielleicht vermuten würde.

Ihr als Spieler geht im Spiel den mysteriösen Vorfällen in dem Städtchen Lenzhausen nach. Es stellt sich heraus, dass die schelmischen, unsichtbaren Yo-kai hinter den Missgeschicken vieler Bürger der Stadt stecken. Zum Glück gelangen die Spieler in den Besitz der magischen Yo-kai Watch, einer Armbanduhr mit einer Linse, welche die normalerweise verborgenen Yo-kai sichtbar macht. Für die Spieler kommt es nun darauf an, sich mit so vielen dieser mysteriösen Wesen anzufreunden wie nur möglich. Denn nur mit deren Hilfe können sie Lenzhausen vor einer dunklen Bedrohung schützen. Hier greift ihr in das Geschehen ein und dürft den vielen Fragen im Spiel auf den Grund gehen. Der Spielstart ist wie bei vielen Spielen dieser Art sehr stimmig gemacht. Vor allem der gelungene Vorspann im Serienstil macht schnell Lust auf mehr. Das Hauptmenu gibt euch mit der Zeit 3 Möglichkeiten an die Hand. Neben dem Beginn eines neuen Spiels, dürft ihr ein gespeichertes Fortsetzen, sowie die sogenannte Yo-Kai Kamera benutzen. Hier darf man die Wesen in seiner realen Umgebung suchen und fotografieren, um kleine Belohnungen zu erhalten. Optionen und ähnliches finden wir erst im Spiel selber vor, so dass wir uns gleich in das eigentliche Spiel begeben wollen.

Technik und Game Play....

Wollt ihr ein neues Spiel beginnen, nutzt ihr den entsprechenden Menüpunkt. Hier dürft ihr zunächst einmal den eigenen Charakter personalisieren. Ihr entscheidet euch zunächst, ob ihr als weiblicher oder männlicher Charakter agieren wollt. Auswirkungen auf die Spielinhalte hat diese Wahl aber nicht. Ihr gebt euch einen Namen und landet schlussendlich in eurem eigenen Haus in Lenzhausen. Der Ort selber ist in mehrere Bereiche eingeteilt, was den angenehmen spielerischen Effekt der erweiterbaren Spielwelt mit sich bringt. Relativ schnell bekommt der Spieler einige Rahmenbedingungen zu sehen. Anders als zu frühen Inazuma Zeiten ist das Thema 3D-Effekt bei Level5 keines mehr, um das man sich Gedanken machen muss. Auch in Yo-Kai Watch erlebt man diesen, so dass sich spielerisch alles auf dem oberen 3D-Screen abspielt. Viele Dinge in Sachen Steuerung, alle Menüs, das Inventory und das Karten Feature wird über den Touch Screen abgedeckt. Gespielt wird dabei in der typischen Iso Perspektive schräg über dem Charakter. So hat man eine sehr gute Übersicht über die Örtlichkeiten, durch die man sich bewegt. Dabei begleitet euch eine teils dynamische Kamera, die an einigen Stellen auch mal den Winkel und Zoomfaktor ändert. Mittels L und R-Tasten könnt ihr zudem den Blickwinkel etwas ändern, was man aber mit der Zeit so gut wie nie nutzt.

Natürlich ist diese Sichtweise nicht die einzige Variante im Spiel. Neben dieser Adventure Variante kommen später natürlich auch die reinen Kämpfe dazu, in denen das Bild natürlich komplett wechselt. Aber dazu später mehr. Der Anfang im Spiel ist einfach wie belanglos, um euch in die Thematik einzuführen. Es gilt mit dem eigenen Helden nach Käfern in der Umgebung zu jagen, um in der Gruppe der örtlichen Kids nicht allzu schlecht dazustehen. ;-) Aber es dauert nicht lange bis sich das ändert. Welch Überraschung. ;-) So gelangt der Held an einen myteriösen Ort, an dem er einen verstaubten Automaten findet und eine kleine Kugel öffnet. Ab jetzt beginnt das Yo-Kai Abenteuer erst richtig. Denn in der Kugel findet ihr einen solches Wesen namens Whisper. Vergleichbar mit Links Navi begleitet euch der Racker von nun an im Abenteuer und steht euch immer mit Rat und Tat zur Seite. Er klärt euch über die ungewöhnlichen Geschehnisse auf und der Spieler bekommt die wichtige Yo-Ki Watch, eine Uhr mit deren Hilfe man verborgene Dinge sichtbar machen kann. Über eine spezielle Linse kann der Held nun die Yo-Kai sichtbar machen und mit ihnen interagieren. Im Verlauf des Spiels sind das natürlich zumeist die Kämpfe. Aber auch das reichlich enthaltene Aufgaben Gameplay zieht aus diesem Feature seinen Reiz. Dabei steht die Geschichte an sich zunächst ein wenig im Hintergrund und man erlebt mehr ein spielerisches Tutorial, wie die Dinge im Spiel so zusammenhängen. Ist aber sehr gut gemacht und führt den Yo-Kai Spieler behutsam an die Aufgaben im Spiel heran.

So werdet ihr schnell mit den Fähigkeiten der Linse vertraut gemacht, was euch das gesamte Spiel über begleiten wird. Um also ein Yo-Kai zu finden, bedient man sich hier eines simplen Prinzips. Rechts oben im 3D-Screen kann der Spiele zwischen verschiedenen Anzeigen durchschalten. Zum einen um die Tag/Nacht Anzeige im Spiel einzublenden, oder das sogenannte Radar. Sieht aus wie ein herkömmlicher Tacho und zeigt euch über einen Pfeil darin an, wie weit oder nah ein potentieller Fund weg ist. Einfache Variante ist ein Baum, an dem ein Lupensymbol erscheint, sobald ihr nah genug positioniert seid. Diese Situationen gibt es im Verlauf zuhauf und ihr sucht so an allen möglichen Orten, wo die Lupe auftaucht. Per A-Taste gelangt ihr in den Suchmodus und seht vor euch einen festen Bildausschnitt, den man ein wenig nach allen Seiten bewegen kann. Mittels sichtbarer Linse, die man per Touch Screen oder Taste bewegt sucht man den Yo-Kai. Hat man ihn entdeckt, füllt sich langsam eine Kreisanzeige, an dessen Ende sich das Wesen zu erkennen gibt. Jetzt stellt es sich z.B. zum Kampf und man kann versuchen es so zu beeindrucken, dass es sich eurem eigenen Team anschließt. Zu Beginn ist das natürlich immer der Fall, so dass der Spieler ein weiteres Feature schnell zu sehen bekommt. Ihr als Spieler könnt 2 Teams mit jeweils 3 Yo-Kai mit euch führen, die euch nun bei den Abenteuern unterstützen. Auch hier vergleichbar mit anderen Spielen dieser Art, könnt ihr diese mit der Zeit munter durchtauschen und allerlei Dinge mit ihnen anstellen. Und so langsam beginnt der Tiefgang in Yo-Kai Watch.

Denn das Ziel im Spiel ist es, möglichst viele und vor allem Kampfstarke Yo-Kai im Team zu haben. Denn neben den knuffigen Yo-Kai und ihren Geschichten, wartet auch das Thema Kämpfen reichlich auf euch. Auch wenn es optisch so anmutet, ein Blümchenspiel ist Yo-Kai Watch ja nun auch nicht. ;-) Insgesamt warten im Moment 234 Yo-Kai auf euch gesammelt und bekämpft zu werden. Dabei geht das Spiel mit der Zeit so weit, dass ihr viele gar nicht bekommen könnt, andere nur auf sehr ungewöhnlichem Wege. Eingeteilt ist das Spiel in klar abgegrenzte Kapitel, die immer die Story vorantreiben. Aber und das ist ein weiterer dicker Pluspunkt im Spiel, gibt es Unmengen an Nebenaufgaben, denen man sich widmen kann. Man muss sie zwar nicht angehen, bekommt aber überdurchschnittlich gute Belohnungen dafür. Auch hier greifen wieder mehrere Dinge ineinander. Side Quests gibt es in mehreren Kategorien und können durch das Ansprechen von NPCs in der Spielwelt angenommen werden. Pluspunkt das man keine Begrenzung wie in anderen Spielen hat. Man kann also gleichzeitig alle annehmen die man findet, ohne sie gleich lösen zu müssen. Wie sich zeigen sollte, erfüllt man viele von ihnen einfach im normalen Spielverlauf. Weiteres Highlight ist die schon angesprochene Erweiterbarkeit der Spielwelt an sich. Mit der Zeit öffnen sich ständig neue Stadtteile und Gebiete, die man bereisen kann. Bereisen kann man diese übrigens normal zu Fuß, per Fahrrad oder Bahn. Erst nach einigen Stunden kommt das glücklicherweise noch ein Schnellreise Feature dazu, das dem Spieler doch einiges an langatmigen Rennereien abnimmt. Daran haben die Entwickler also gedacht und mir eine große Sorge genommen. Denn sehr passend kommt dieses Feature nach einigen Stunden Spielzeit genau dann, wenn man sich als Spieler des Öfteren dabei ertappt, wie man über die langen Laufwege flucht. ;-)

Um das aber nun alles angehen und lösen zu können, bedarf es dem Kern Gameplay. Nämlich die Entwicklung des eigenen Teams und den stetigen Kämpfen gegen Allerwelts Yo-Kai und einigen starken Boss-Gegnern. Ein Blick in einen einfachen Kampf zeigt dabei das System, wie man dies hier angelegt hat. Sobald man in einem Kampf verwickelt wird, stehen die maximal 3 Gegner in der Tiefe des Bildschirms, während eure 3 Kämpfenden Yo-Kai in deren Vordergrund stehen. Bedeutet das immer 3 aktiv kämpfen, während die anderen 3 eures Teams auf Abruf bereit stehen. Möglich wird das durch eine Kreisanzeige, die man jederzeit bewegen kann. Dadurch kann man schnell und präzise durch sein Team schalten. Um zu Kämpfen bedarf es zunächst keiner Aktion des Spielers. Es geschieht alles in Echtzeit, so dass Freunde Rundenbasierter Kämpfe mit Befehlsmenü hier nicht zu ihrem Recht kommen. Treffer bei Gegnern und eigene Treffer werden über eine Zahlen und Balkenanzeige dargestellt. Sind alle Gegner besiegt ist der Kampf zu Ende und es gibt Belohnungen in Form von Euro, Items und vor allem Erfahrungspunkten. Denn natürlich befinden wir uns hier in einem waschechten Rollenspiel. Sprich jeder Yo-Kai beginnt mit einem persönlichen Level, an dem alle bekannten Dinge wie Angriff oder Verteidigung hängen. Aber das ist noch lange nicht alles. Die Racker besitzen natürlich Special Moves, die sogenannten Ultiseel Attacken. Dafür existiert eine eigene Seelenanzeige, die sich im normalen Kampfverlauf füllt und bei vollständiger Anzeige eine Bildschirmfüllende Attacke auslöst, sofern der Spieler dies aktiviert. Erinnert auch an die Inazuma Spiele, wo Level5 ein ähnliches System eingebaut hat. Sind natürlich um einiges wirkungsvoller, reichen aber von Attacken auf den Gegner, bis hin zu solchen Varianten, die auch die eigene Gruppe betreffen. Heilen und Statusveränderungen sind da nur ein paar Beispiele.

Des Weiteren funktioniert auch alles andere live im Kampf selber. Wollt ihr einem Yo-Kai ein Item zur Erholung der eigenen Lebensleiste geben, wählt man dies ebenfalls über den Touch Screen aus und weist es dem jeweiligen Racker zu. Aber auch das ist noch lange nicht alles. Die Yo-Kai sind zudem noch eingeteilt in spezielle Klassen, so dass z.B. die Platzierung mehrerer spezieller Yo-Kai in der eigenen Gruppe für Vorteile sorgen kann. So werden Gegner eventuell eingeschüchtert, die eigenen Racker bekommen einen Tempo oder Angriffsbonus. Ist zwar jetzt alles nichts, was es nicht irgendwo schon einmal gab. Aber die Art der Umsetzung ist schon sehr gut gemacht. Hat schon was wenn man als Spieler hier immer wieder selber Eingreifen kann und muss. Erhöht auch den Bezug zum eigenen Team immer wieder sehr. Während des Kampfes kann man z.B. auch Items einsetzen, welche die Chance erhöhen, dass sich ein gegnerischer Yo-Kai euch anschließt. Ansonsten erreicht man das über viele alternative Möglichkeiten im Spiel. Zum einen kann man den mysteriösen Automaten 3x pro Tag benutzen, um eventuell seltene Yo-Kai zu bekommen. Dafür kann man neben speziellen Münzen, die man im Spiel findet, eben auch die angesprochenen "Hardware Münzen" des 3DS nutzen. Erst nach vielen Stunden erlebt man die beiden gelungensten Varianten, die zumeist seltene Yo-Kai hervorzaubern. Zum einen können sich die eigenen Racker entwickeln. Ähnelt dem Pokemon Prinzip, wo sich ein Yo-Kai bei dem Erreichen eines bestimmten Levels in ein höherwertiges verwandelt. Die höchsten Weihen erinnern an alte Dragon Quest Zeiten. Denn erfüllt man eine bestimmte Neben Quest, darf man in einem speziellen Tempel die Fusion nutzen. Hier kann man wahlweise 2 Yo-Kai zu einem neuen fusionieren, oder auch mittels Item Fusion entwickeln. Das führt dazu, dass nach gut 10 Stunden das gesamte Gameplay nochmal anzieht und die Motivation beim Spieler einfach nochmal in die Höhe geht.

Wobei dieses Thema aber über das gesamte Spiel stetig steigt. Je mehr Gebiete man öffnet und die ersten Nebenaufgaben löst, leckt man schon Blut. Zwar existiert das typische Level5 Hilfesystem auch hier, dennoch muss man alles erst einmal finden und lösen. Von daher ist das Spiel auch mit einem sehr ausgewogenen Schwierigkeitsgrad ausgestattet. Schnell schnell geht hier kaum etwas. Dazu gibt es auch kleinere Barrieren im Spielsystem. Innerhalb der Story sind die Orte wo es weitergeht immer fest vorgegeben. Dennoch steht man oft vor solchen Orten und kommt einfach nicht hinein. Grund sind magische Barrieren mit einem Buchstabenwert, dem sogenannten Watch-Rang. Diesen muss man zwingend haben, um hier überhaupt erst einmal weiter zu kommen. Man startet im Spiel mit dem Watch-Rang E, findet man aber mit der Zeit Wege die noch verschlossen sind. Sie geben dann die Werte D, C, B, A und S an. Um diese zu erreichen müssen ebenfalls ganz spezielle Nebenquests gelöst werden. Auch durch solche Aktionen zieht das Spiel seinen Reiz und erhöht die Motivation beim Spieler. Auch bedingt dadurch, dass man hier nichts umsonst macht. Irgendwas gibt's immer als Belohnung. Und die zahlreichen Läden laden immer wieder zum Shoppen ein. ;-) So kommt dann eins zum anderen und die allein die Spielzeit steigt dadurch immens an. Gut 40 Stunden kann man mit dem Spiel Zubringen, wenn man sich der Story und einem Teil der Nebenquests widmen möchte. Schneller geht immer, aber man merkt mit der Zeit, dass alle Facetten des Spiels ihren Reiz haben. Und über allem steht immer wieder das Verbessern des eigenen 6er Teams.

Gerade wenn man neue Yo-Kai in seinen Reihen hat, will man sie entwickeln und geht oft an Orte, wo stärkere Gegner warten. Sie bringen mehr EP, was sich natürlich signifikant auswirkt. Und das Schöne daran ist eben, dass man sich zwischendurch eben einfach mal Nebenaufgaben widmet und ohne Zeitdruck durch die Gegend zieht. Man fühlt sich hier nicht gegängelt oder einem Zeitdruck ausgesetzt. Hat man über Stunden sich mehr auf die Entwicklung konzentriert und vieles in Sachen eigenem Team ausprobiert, ist man dann eh umso motivierter, zu schauen was diese Dinge gebracht haben. Gerade diesen Effekt erzeugt das Spiel in hohem Maße. Gespeichert wird übrigens nach einem Kapitel vom System her, oder man nutzt das Pausenmenü dafür. Einzig in Dungeons muss man auf spezielle Orte treffen, wo man Speichern kann. Innerhalb der Adventuresicht in den einzelnen Stadtteilen kann man dies jederzeit tun. Dazu kann man sich übrigens auch alternativen Aufgaben widmen. Zum einen über die sogenannte Postfiliale, wo man auch mal Online nach Items suchen kann. Oder man sucht spezielle Charaktere, über die man auch den eingebundenen 2Player Modus nutzen kann. Zwar in meinen Augen nicht ganz so prickelnd, aber zumindest enthalten. Er erlaubt es euch PvP Gefechte auszutragen, bei dem man sich mit einem anderen komplett ausgestatteten Spieler duellieren kann. Hier ist sicherlich noch Luft nach oben. Der Fokus liegt einfach auf dem Einzelspieler, den Level5 überraschend gut hinbekommen hat. Immer wenn man denkt man hat alles gesehen, passiert eben doch wieder was Neues. Oder man wird motiviert durch neue Yo-Kai, deren Entwicklung oder allein der Möglichkeit der Fusion. Denn nicht alle sind dafür geeignet. All dies sorgt für eine hohe Motivation beim Spieler. Dabei ist es egal ob man 12 oder 42 ist. Yo-Kai Watch ist ein typisches Spiel für eine breite Zielgruppe, das durch viele gelungene Features glänzt.

Grafik & Sound....

Grafisch bleibt man sich bei Level5 durchaus treu und der typisch verspielte und kunterbunte Grafikstil wird euch auch hier geboten. Eine große Spielwelt, die vor allem farbenfroh daherkommt und viele kleine Details bietet. Vieles ist dabei animiert und viele Gewusel in Form der NPCs geben dem Adventure Teil eine gewisse Lebendigkeit. Dass gilt auch für die Gestaltung der Yo-Kai. Auch hier haben sich die Entwickler austoben dürfen und haben jedem Yo-Kai so sein Äußeres gegeben. Viel Phantasie haben sie walten lassen. Von niedlich bis furchteinflößend ist auch hier alles dabei, was man in einem Spiel wie diesem erwarten kann. Bin gespannt wie sich dieses Thema mit der Zeit entwickelt. Die Kämpfe sind durchaus effektreich, wobei neben den normalen Attacken vor allem die Specials genannt werden müssen. Die schon aus den Inazuma Spielen bekannten Ausmaße und Bildschirmfüllenden Umfänge bietet man auch hier. Dazu kommt ein wieder gelungener 3D-Effekt, der dann endgültig mit der Legende aufräumt, Level5 kann kein 3D. ;-) Technisch muss man sich hier ebenfalls keine Gedanken machen. Alle Aktionen des Spielers werden sauber umgesetzt.

Der Sound ist noch das, was am "normalsten" daherkommt. Viele typische Dudelsounds unterhalten den Spieler, ohne jetzt Ohrwurm Charakter zu haben. Dafür sind andere Spiele zuständig. Dafür glänzt das Spiel mit vielen Effekten, auch wenn sie manchmal etwas blass daherkommen. Sprachausgabe ist wie schon erwähnt enthalten. Zwar nicht übermäßig viel, aber wenn recht gut betont.

Fazit....

Bei einem Spiel der Softwareschmiede Level5 kann man mittlerweile ja blind zugreifen. Das haben sie in der Vergangenheit durchaus gezeigt. Von daher war die Erwartung durchaus hoch. Und wie sich zeigen sollte, haben sie die Erwartungen erfüllt und teilweise sogar positiv überrascht. Die Umsetzung einer TV-Serie muss ja nicht immer zwingend in ein gutes Spiel münden, im Fall von Yo-Kai Watch ist sogar ein sehr gutes herausgekommen. Das liegt vor allem an der Art der RPG Umsetzung, die zwar nicht unbedingt bahnbrechend neues mitbringt, aber in der Art der Umsetzung durchaus einzigartig ist. Man ist als Spieler relativ schnell gefesselt und erlebt im Verlauf des Spiels einige markante Momente, wo die Motivation sogar noch steigt. Von daher ein Spielspaß auf stetig hohem Niveau. Viele gelungene Gameplay Features reihen sich hier aneinander, so dass man sich vom kindlichen und niedlichen Aussehen nicht täuschen lassen darf. Das der Titel in Japan derart erfolgreich ist, ist also kein typisches Fernost Phänomen. Auch hier hierzulande hat die Serie und auch das Spiel schon eine recht hohe Fangemeinde. Wer den Titel einige Stunden spielt weiß auch warum. ;-)

 

+ Frische RPG Umsetzung
+ Sehr hohe Spielzeit
+ Kampfsystem stimmig
+ Leveln, Ausrüsten, Kämpfen
+ Erweiterbare Spielwelt
+ Unmengen an Side Quests
+ Monster Fusion möglich
+ Guter Schwierigkeitsgrad
+ Schnellreise Feature
- Eigentlich nichts :-)

GRAFIK: 80%

SOUND/EFFEKTE: 77%

MULTIPLAYER/Online: 75%

GESAMTWERTUNG: 87%

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