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3DS Xenoblade Chronicles 3D
 
 
Xenoblade Chronicles 3D - 3DS
Matthias Engert (22.06.2015)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Monolithsoft
GENRE: Rollenspiel
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Ja
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-10
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK12
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.35 Euro
SD-Card NUTZUNG: Ja
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Nein/Nein

   
Einleitung....

Wenn ich am Ende meiner redaktionellen Reise mal irgendwann die Zeiten der einzelnen Plattformen vor meinem geistigen Auge ablaufen lasse, fallen natürlich auch mir zu vielen Plattformen meine Lieblingsspiele ein und solche die mich beeindruckt haben. Schlage ich dann im Buch der Erinnerungen mal die Seite der Wii Konsole auf, so wird an erster Stelle ein ganz bestimmtes Spiel stehen. Kein Mario, kein Metroid und kein Zelda, auch wenn diese keineswegs vergessen werden. Nein auf der Wii ist und bleibt mein spielerischer Favorit der Titel Xenoblade. Ein Spiel das seinerzeit im Sommer 2011 so ziemlich alles in Sachen freier Zeiteinteilung bestimmte. Der eigene Schlafkonsum, die bessere Hälfte, alles stand für einige Wochen etwas hinten an, um es mal vorsichtig zu beschreiben. Damals kaum von der Öffentlichkeit beachtet, sollte dieser Titel viele Fans finden und im Jahre 2015 seine Fortsetzung finden. Und das wenn man so will gleich zweimal. Denn mittlerweile fiebert jeder Xenoblade Fan dem 4. Dezember entgegen, wenn endlich die Wii U Version X erscheint, aber auch im Frühjahr wurden alte Feelings wieder herausgekramt. Denn für den Start des New 3DS brachte Nintendo mit Monster Hunter 4 und eben Xenoblade 3D zwei markante Titel auf den Markt. Dabei nimmt Xenoblade Chronicles 3D sogar noch eine Sonderstellung ein. Denn als bisher einziger Titel ist er wirklich nur auf dem New 3DS spielbar. Eine Entscheidung zu der ich mich später noch auslasse. Was zunächst nichts an meiner Vorfreude änderte, diesen Meilenstein der Nintendo Historie noch einmal für unterwegs zu erleben. Angekündigt mit ein paar Neuheiten war auch ich gespannt, wie viel des alten Feelings die Portierung bringen würde und ob sich der 3DS als Plattform für einen solchen Titel eignen sollte. Nach dem Test seid ihr schlauer. ;-)

Menus und die Story....

Zunächst sind mit Nintendo und Monolithsoft die gleichen Akteure am Werk gewesen wie beim Original. Interessanter Nebenaspekt ist sicherlich die reine Datenmenge, die das Spiel schon im Original mitbrachte und nun ja an den 3DS angepasst werden musste. Allein die komplette Vertonung ist ja auch auf dem 3DS dabei. Ein einfacher Vergleich verdeutlicht das Thema. Denn in Sachen Datenmenge ist Xenoblade Chronicles 3D z.B. 6x so umfangreich wie ein Majora's Mask. Noch besser wird's, wenn man sich die Datenmenge in Sachen Download anschaut. Denn wer sich das Spiel über den eShop herunterladen will, braucht zwingend eine größere SD-Karte in seinem New 3DS. Selbst wenn die micro SD Karte leer wäre, würde der Platz nicht reichen. ;-) Glücklicherweise ist das Kopieren der Daten und damit Wechsel der SD-Karte ohne Probleme machbar. Wie schon erwähnt bekommt der Spieler also in allen Belangen das Original von der Wii nun für unterwegs. Spielerisch und inhaltlich wurde nichts abgespeckt. Auch bei den Sequenzen, dem reinen Welten Umfang und der kompletten Sprachausgabe ist alles auch auf dem 3DS dabei. Sprich in Sachen Texten ein komplett deutsches Spiel, während die Sprachausgabe mit der genialen Betonung auch hier wieder erlebt werden darf. Wer übrigens versucht die Cartridge in seinem normalen 3DS zu nutzen, bekommt zwar das Spiel inklusive Logo angezeigt, aber auch gleich den Hinweis, dass es sich hierbei um spezielle New 3DS Software handelt. Habt ihr den New 3DS zur Hand und startet das Spiel, erlebt der Kenner des Originals den gleichen Vorspann wie auf der Wii. Mittlerweile gibt es auch hier die Version 1.1, was dem Spieler ebenfalls angezeigt wird. Unter der sehr emotionalen Musik, die euch das gesamte Spiel über begleiten wird, landet man sehr schnell auf dem Hauptmenu. Einen richtigen Vorspann gibt es erst später zu sehen.

Logischerweise geblieben ist auch hier die Geschichte des Spiels, die ebenfalls 1:1 übernommen wurde. Dabei ist die Story gespickt mit Überraschungen, Wendungen, Emotionen und einem roten Faden, der jeden Spieler ungemein in seinen Bann zieht. Dazu präsentiert neben der exzellenten Sprachausgabe mit stundenlangen Sequenzen über das Spiel gesehen. Ich muss zugeben, sie hat mir auch auf dem 3DS vor allem im letzten Drittel des Spiels so manche Gänsehaut beschert. Auch wenn man die Geschichte ja nun als Spieler des Originals eigentlich kennt. ;-) Immer wieder wenn man als Spieler denkt, jetzt hat man die Zusammenhänge wirklich voll verstanden, macht die Story wieder eine Kehrtwende und man sieht sich mit völlig neuen Gegebenheiten konfrontiert. Auch von daher ist das Spiel nie langweilig oder gar langatmig. Kern der Story ist das überall sichtbare Schwert namens Monado, über das man allein reichlich schreiben könnte. Ein Schwert das dem Träger die Fähigkeit schenkt, in die Zukunft zu schauen. Doch das Monado ist viel mehr als nur eine Waffe mit speziellen Fähigkeiten. Denn vergesst das auf der Packung sichtbare rote Schwert. Das wahre Monado ist im Spiel etwas ganz anderes und bekommt man wirklich erst in den letzten Stunden des Spiels zu sehen. Eingebettet ist das Schwert in eine Geschichte, die von Krieg und Zerstörung handelt. Ausgetragen auf zwei riesigen Wesen, die vor langer Zeit miteinander kämpften. Dem Mechonis und Bionis.

Es kam die Zeit in der dieser Kampf endete und beide Wesen starr voreinander standen. Auf diesen beiden Wesen, so will ich sie mal nennen, spielt sich fast das gesamte Spiel ab. Was der Spieler zu Beginn zu sehen bekommt ist der Kampf der Homs, die den Menschenpart abdecken, gegen die Angreifer, welche die sogenannten Mechons darstellen. Mechanische und aus Metall bestehende Wesen. Der Spieler bekommt beim Start der Story des Spiels in einem langen Vorspann eine entscheidende Schlacht an einem speziellen Ort zu sehen, dessen Ende natürlich nicht zu sehen ist. Danach schwenkt die Geschichte um und das eigentliche Spiel beginnt ein Jahr nach diesen Geschehnissen. Ihr lernt einen Jungen namens Shulk kennen, der auf einer kleinen Lichtung nach Ersatzteilen von zerstörten Mechon sucht. Shulk stellt von nun an die Hauptperson in der Geschichte, der anfangs noch unbewusst eine Bestimmung vor sich hat. Ihr lernt den Charakter Dunban kennen, der in der Schlacht des Vorspanns gekämpft hat und bisher der einzige war, der das mystische Monado Schwert führen konnte. Bis eines Tages Shulk das Schwert in die Hände bekommt und ebenfalls in der Lage ist, es zu kontrollieren. Was dann beginnt, ist eine Geschichte voller Action, Emotionen, Freundschaften, dem Kennenlernen anderer Völker, Legenden und der Suche nach Shulks Bestimmung und der Enthüllung wie alles in diesem Spiel zusammenhängt. Genau dieses Feeling erzeugt auch klar die 3DS Version, wobei es schon ein klarer Unterschied ist, ob man das Wii Original gespielt hat oder nicht. Speziell die unbedarften Spieler erleben in dieser Hinsicht auch auf dem 3DS einen echten Meilenstein. So viel kann man schon vorweg nehmen.

Zunächst wollen wir uns aber noch um das Menügedöns kümmern. Denn natürlich bietet das Spiel auch ein Hauptmenü, das sogar ausladender daherkommt, als im Original. Der Grund ist schnell erklärt. Denn auf dem 3DS gibt es ein paar Neuerungen, die man hier schon zu Beginn fast komplett zu sehen bekommt. Mal abgesehen von der Steuerung und Screenaufteilung. Neben dem neuen Spiel, gibt es die Fortsetzen Option, die euch hier ebenfalls 3 separat nutzbare Spielstände offeriert. Wie früher zeigt man euch dort das Level des Helden, die Gruppenmitglieder und den aktuellen Aufenthaltsort an. Des Weiteren gibt es die Optionen, die euch neben dem Anpassen diverser Anzeigen die Möglichkeit der Achsen-Invertierung anbieten und die Möglichkeit die Kamera auch in ihrem Zoom und Automatismus in den Kämpfen anzupassen. Etwas mit dem man aufgrund der vergleichbar kleinen Screens schon ein wenig herum probiert. Die Neuheiten im Spiel werden fast ausnahmslos im Punkt Sammlung abgedeckt und sind insgesamt dann doch etwas wenig. Denn hier kann man mittels Streetpass, der amiibo Figur von Shulk oder den 3DS Münzen, Modelle und Sounds freischalten. Das ist zwar ganz nett gemacht, ist aber in meinen Augen kein Kaufgrund und ist gemessen an der Erwartungshaltung schon etwas dürftig in Sachen 3DS Neuheiten. Speziell mit dem Zwang unbedingt den New 3DS besitzen zu müssen, etwas das dem Spiel hier Punkte kostet. Denn gerade durch den New 3DS Zwang entgeht vielen Spielern eine Software Perle vor dem Herrn. Denn warum man den Titel nicht wie ein Monster Hunter 4 für alle 3DS Geräte nutzbar gemacht hat, erschließt sich mir persönlich nicht. Denn was man nach dem Start spielerisch erlebt, ist auch 2015 ein geniales Spiel, das euch lange beschäftigen wird und auf eine emotionale Reise mitnimmt. Aber schauen wir nochmal etwas genauer in die Welt von Xenoblade. Es soll ja Spieler geben, die den Titel wirklich nicht kennen und Futter für ihren New 3DS suchen.

Technik und Game Play....

Wie schon erwähnt, beginnt auch auf dem 3DS alles mit der angesprochenen Kampfsequenz und dem Schwenk auf den noch jungen unerfahrenen Helden Shulk. Nach dem Zusammentreffen mit dem Recken Reyn, machen sich beide auch hier auf den Weg ihre Bestimmung zu finden und das Spiel greift einmal mehr dem Spieler gerade zu Beginn unter die Arme. Das zieht sich übrigens über einige Stunden, da man die vielen Möglichkeiten im Spiel nur so an den Spieler bringen kann. Denn auch der Tiefgang und spielerischen Möglichkeiten sind nach wie vor fast unerreicht für dieses Genre. Anders als auf der Wii ist natürlich die Darstellung, oder besser gesagt die Anordnung der Anzeigen. Bedingt durch 2 Screens kann man hier einige Sachen anders unterbringen, was der Übersicht durchaus zugutekommt. Klar spielt sich die Action im 3D Screen ab, während aber nun auf dem 3DS die Karte und die Charakter Infos auf den Touch Screen gewandert sind. Dadurch hat man auf dem 3D-Screen etwas mehr Luft, auch wenn die Übersicht dennoch eine Sache für sich ist. Aber dazu später noch ein paar Worte. Die reine Sichtweise ist natürlich in der Third Person Sichtweise geblieben, während sich einige Änderungen natürlich bei der Steuerung ergeben. Für ein 3D Spiel dieser Art kommt natürlich der Kamera eine sehr wichtige Bedeutung zu. Werden die Charaktere mit dem Schiebepad bewegt, so übernimmt der C-Stick die Kamera. Aber dies als ein Grund für den New 3DS Zwang zu bringen wäre mir zu simpel. Wozu gibt es das Schiebepad Pro. Selbst wenn man auf dem normalen 3DS nur damit die Kamera umsetzen könnte, würde man immer noch die Zielgruppe stark erweitern. Ein fader Beigeschmack bleibt auf jeden Fall bestehen und ich weiß nicht, ob sich Nintendo damit einen Gefallen getan hat.

Ansonsten ist der Rest in Sachen Steuerung schnell erklärt. Dient die B-Taste als Sprung, so ruft man mittels X die Menüs auf und kann mit L und R die Gegner anvisieren. Ausgestattet mit diesen technischen Rahmenbedingungen kann man sich nun dem spielerischen Teil widmen. Und der hat es auch auf dem 3DS natürlich in sich. Nach der einführenden Sequenz übernimmt man nun die Steuerung des oder der Helden, zwischen denen man auch hier wählen kann. Das Spiel beginnt auf einem kleinen Schrottplatz nahe der ersten Location im Spiel, der Kolonie 9. Hier lernt ihr die ersten beiden Charaktere des Spiels kennen, deren Geschicke ihr aktiv lenkt. Hauptperson ist dabei Shulk, der eher ein Freund des Reparierens von defekten Dingen ist und sich so auf dem Schrottplatz auf die Suche nach verwertbaren Teilen macht. Zu ihm stößt recht schnell der junge und kräftige Draufgänger Reyn, der eher als größerer Bruder durchgehen könnte, der seinem jungen Freund öfters aus der Patsche helfen muss. Genau das passiert auch hier und das Spiel beginnt mit einem kleinen Kampf der beiden, gegen diverse Naturgegner. Dabei ist das Spiel so angelegt, dass es euch bei neuen Dingen, und davon gibt es über lange Zeit reichlich, helfend unter die Arme greift. Immer wieder gibt es Einblendungen zu neuen Features. Sei es beim Kämpfen oder dem Agieren im Adventure Part. Das muss man hier klar voranstellen. Xenoblade Chronicles 3D bietet von diesen beiden Game Play Teilen unglaublich viel. Egal ob man Gegenden erkunden will ohne Ende, oder von einem Kampf zum nächsten agiert. Grundlage des Spielsystems ist die Sichtweise auf das Geschehen. In der Third Person Sichtweise gehalten, steuert ihr dabei immer den Hauptcharakter. Das muss allerdings nicht zwingend Shulk sein. Jeder der im Verlauf des Spiels verfügbaren 7 Charaktere in eurer Gruppe, kann als aktiver gesteuert werden.

Die anderen agieren selbsttätig und bekommen von euch einzig ein paar allgemeine Vorgaben. Auch das macht einen großen Reiz des Spiels aus. Denn die KI ist exzellent getroffen, was mit jeder Spielstunde immer deutlicher wird. Die ersten Meter mit dem Spiel zeigen einen weiteren Punkt, die Weitläufigkeit de Areale. In feinster Adventure Manier kann man innerhalb der Areale laufen wohin das Auge reicht und nur die natürlichen Begrenzungen halten euch auf. Die Karte auf dem Touch Screen unterstützt euch direkt im Live Geschehen, kann aber per Menu auch im Großformat aufgerufen werden. Später auch wichtig, um zwischen den verschiedensten Orten per Schnellreise Feature wechseln zu können. Müsste man hier alles simpel erlaufen, man hätte das Dreifache an Spielzeit vor sich. Denn eigentlich durch das gesamte Spiel hindurch wechselt man andauernd die Orte und muss zurück an schon längst besuchte Stätten. Allein dadurch hat das Wort Linear in diesem Spiel nichts zu suchen. Auch wenn sich zunächst vieles an einen roten Faden hält. Zum ersten wichtigen Teil des Spiels, dem Adventure Game Play gehört ein weiteres Feature, dass man als Spieler schnell kennenlernt. Lebendige und mit Leben gefüllte Orte. Zwar spielt die meiste Zeit innerhalb der Freiluft Areale, Fabriken oder diversen Höhlengegenden. Die festen Ortschaften mit Händlern, diversen Personen und baulichen Gegebenheiten sind genauso wichtig. Die erste Location ist dann auch die schon angesprochene Kolonie 9. Hier ist Shulk zuhause und mutet zu Beginn des Spiels auch sehr friedvoll an. Ihr lernt viele normale Leute kennen und die Story, wie auch das Aufgabensystem. Von den Mechons an sich, den im Vordergrund des Spiels stehenden Story-Gegnern, ist hier noch nichts zu sehen. Viel mehr nimmt euch das Spiel erneut an die Hand und stellt euch die verschiedenen Punkte des Spiels behutsam und nach und nach vor. So lernt man auch gleich den Kampfmodus kennen, der von Beginn an ein elementarer Bestandteil ist. Nehmen wir mal einen typischen ersten Kontakt. Sowohl mit dem enthaltenen Aufgabensystem, wie auch dem Kampfmodus.

Erreicht der Spieler die Kolonie 9, so findet man viele NPC's mit einem Ausrufezeichen über dem Kopf. Diese Charaktere erwarten Hilfe von euch. Redet man mit ihnen, kann man die verschiedensten Missionen annehmen, ohne sich direkt darum kümmern zu müssen. Auch so eine immense Stärke im Spiel. Man kann und wird Dutzende dieser Missionen gleichzeitig im Spiel annehmen und löst diese so eher im Vorübergehen. Anfangs werden euch Aufgaben anvertraut, die das Sammeln bestimmter Materialien beinhalten, oder das Töten diverser einfacher Naturgegner. Immer wenn man später im Spiel einen Bestandteil einer Mission erreicht, bekommt man eine Meldung dazu. Das kann 20 Stunden nach der Annahme eine Mission sein, oder in unmittelbarer Nähe. Das hat schon was. Ok nehmen wir mal als Beispiel eine Material Mission, die das Töten von Gegnern beinhaltet. Denn alle Gegner im Spiel hinterlassen Truhen verschiedener Wertigkeiten, in denen man alles Mögliche findet. Neben Materialien ist dies Ausrüstung, Waffen oder seltene Items. Und all das Tonnenweise. ;-) Dabei ist es völlig egal ob man damit Aufgaben Game Play abdeckt, oder man Gegner einfach im normalen Spielfortschritt erledigt. Cool ist dabei die Tatsache, dass Truhen auch liegenbleiben. Das Kampfsystem lernt der Spieler sehr schnell kennen, egal ob dies das Aufgaben Game Play abdeckt, oder einfach nur um Erfahrungspunkte zu sammeln. Denn natürlich ist Xenoblade auch ein reinrassiges Rollenspiel. Die Kampfaction selber ist aber auch sehr eigen umgesetzt und bietet durchaus interessante Ansätze. Auf jeden Fall ist die Art & Weise der in Echtzeit ablaufenden Kämpfe toll gemacht. Zunächst sieht man Gegner die man angreifen will. Ein Pokemon Prinzip gibt es hier also nicht. Läuft man einfach simpel in der Gegend herum, kann man per L oder R-Taste zwischen allen, vor einem sichtbaren Gegnern durchschalten. Man bekommt deren Namen, das Level und Special Move über dem Kopf eingeblendet und kann so selber entscheiden, ob man diesen angreifen will oder nicht.

Anders natürlich wenn die Gegner euch aufs Korn nehmen. ;-) Jetzt kommt das Kampfmenu zu seinem Recht, das immer unterhalb eingeblendet wird und sich mit dem Spielverlauf einhergehend mitentwickelt. Zu Beginn ist auch da alles noch sehr überschaubar gehalten. Hat man einen Gegner ins Visier genommen, aktiviert man den Kampf über das Kampfmenu und alle stürmen auf den Gegner zu. Später im Spiel kann man auch jederzeit entscheiden, ob die Kameraden frei agieren sollen, oder eben speziell auf den Gegner losgehen sollen, den ihr euch ausgesucht habt. Denn oft genug warten Gruppen an Gegnern gleichzeitig, unter denen man ebenfalls jederzeit wählen kann, wen man attackiert. Das Ziel in den Kämpfen ist es natürlich, deren ebenfalls sichtbare Lebensleiste auf null zu bringen. Dafür gibt es am Ende eine Truhe, Erfahrungspunkte, sowie die Boni Talent- und Technikpunkte. Und alles hat seinen Sinn, das werdet ihr noch lesen. Anders als in anderen Rollenspielen ist aber das Attackieren umgesetzt. Alle Charaktere verfügen über einen sogenannten Auto-Angriff. Ihr lauft dabei simpel gesagt um die Gegner herum, während die Charaktere in regelmäßigen Abständen von selber zuschlagen. Eingreifen muss man als Spieler bei den Spezialtechniken, die alle Charaktere in der Mehrzahl aber erst Erlernen müssen. Diese Techniken decken die Kampfaction ab, aber auch vergleichbar mit anderen Spielen und dortigen Magieattacken, Schutzmechanismen und auch Status Techniken wie Heilung und ähnliches. Auch ein Grund warum man trotz 7 möglicher Charaktere sich selber doch auf eine bestimmte Troika festlegt. Denn 3 Charaktere kämpfen und agieren im Spiel maximal zeitgleich. Alle Attacken im Spiel, sei es der Auto Angriff, oder auch die Techniken verfügen natürlich über eine bestimmte Stärke, die man später auch entwickeln kann. Um eine Technik auf einem Gegner anzuwenden, bedient man sich erneut des Kampfmenus.

Dort sind die verfügbaren Techniken über Symbole abgebildet. Diese wählt man per Steuerkreuz an und drückt die A-Taste. Der Charakter führt die Attacke aus der Bewegung heraus aus und man muss danach warten, um diese Attacke wieder ausführen zu können. Denn alle Techniken müssen sich immer wieder aufladen. Klingt hinderlich, ist es aber keineswegs. Auch die Bedienung des Kampfmenus ist eigentlich ganz Easy und man gewöhnt sich sehr schnell an die Gegebenheiten. Das ist selbst auf dem 3DS recht ordentlich gelöst und geht nach anfänglichen Eingewöhnungsmomenten doch recht ordentlich von der Hand. Dazu ist es innerhalb der Kämpfe möglich, auch die eigenen Kameraden zu beeinflussen. Sei es um sie aufzuwecken, anzufeuern, oder gar wiederzubeleben. Dazu bedient sich das Spiel der sogenannten Gruppenleiste oben links. Aus 3 kleinen Balken bestehend, füllt man diese durch normale Action. Einerseits kann man bei voller Leiste einen sogenannten Kettenangriff aller Gruppenmitglieder auslösen, oder aber maximal 3x Kameraden z.B. wiederbeleben. Das passiert auch wenn ihr den gesteuerten Charakter verliert. Ist noch mindestens ein Balken voll, kommt euch jemand zu Hilfe und belebt euch wieder. Nicht zu unterschätzen in schwierigen Kämpfen. Ist ein Kampf vorbei, bekommt jeder in der Gruppe die angesprochenen Punkte. Egal ob er aktiv gekämpft hat, oder in der sogenannten "Reserve" verharrt. Auch ein schönes Feature. Dennoch ist allein das Kämpfen eine ungemein vielschichtige Angelegenheit, bei der eine Menge an Features eine Rolle spielen, die man zu Beginn kaum wahrnimmt und erneut einen unglaublichen Tiefgang aufzeigt. Grundlage ist natürlich das Charakter Menu, mit dem man seinen Charakter organisiert, ausrüstet und verbessert. Wie auch im Spiel und den Kämpfen links im Bildschirm zu sehen, verfügen alle über eine Level Anzeige und daran geknüpfte Werte über die eigene Lebensleiste.

Innerhalb des Charakter Menus bekommt man aber das gesamte Ausmaß der Möglichkeiten zu sehen. Das beginnt schon beim Thema Ausrüstung. Im Spiel gibt es gefühlt Tausende an Waffen, Rüstungen und sonstigen tragbaren Dingen. In verschiedene Rubriken eingeteilt, kann man so z.B. Kopf, Rumpf, Beine und natürlich den Kopf ausrüsten. Dazu die Waffen an sich und das Spiel kommt auch all den Spielern entgegen, die nie genug Möglichkeiten haben können. Im Gegensatz dazu wird Spielern, die das nicht mögen, auch die Möglichkeit gegeben, vorgegebene Möglichkeiten zu nutzen. Xenoblade Chronicles 3D unterstützt beide Vorlieben exzellent. Sobald man Ausrüstung anlegen möchte, bekommt man farblich unterlegt immer angezeigt, ob sich etwas lohnt oder nicht und vor allem was sich verbessert. Die höchsten Weihen kommen dazu, wenn die Ausrüstung sogenannte Slots bietet. Hier greift ein ähnliches System wie in PSO, wo man durch spezielle Juwelen alles Mögliche verbessern kann. Das ist irre vielschichtig und man kann weit mehr als nur Angriff und Verteidigung pushen. In 5 Wertigkeiten gibt es diese Juwelen, die man auch noch selber herstellen muss und somit auch selber entscheidet, was in die Slots gepackt werden kann. Das wird mit der Zeit zur Wissenschaft für sich und nach längeren Spielsessions und dem Sammeln und Erhalten von solchen Dingen, setzt man sich erst mal in Ruhe hin und rüstet und bastelt am Charakter herum. Gerade die Juwelen begleiten euch das gesamte Spiel hindurch und müssen in einem speziellen Ofen hergestellt werden. Diesen hat man fest in einer Location, kann aber später auch eine mobile Variante erspielen. Dabei agieren dann auch noch 2 Charaktere der Gruppe eurer Wahl miteinander, um diese herzustellen. Wenn ich euch nun noch erzähle, dass die Verbundenheit zwischen den beiden das Ergebnis beeinflussen kann, sagt auch diese Kleinigkeit etwas über den Tiefgang aus.

Oder besser gesagt entscheidet hier eure Wahl der beiden "Schmelzer", wie das Ergebnis aussieht. Es gibt diese Juwelen dann in 5 verschiedenen Wertigkeiten von 1 bis 5. Klar das man 5er Varianten erst im letzten Drittel des Spiels schmieden kann. Genauso können die Juwelen auch Status Dinge beeinflussen. Es gibt Juwelen mit denen der Charakter seine Attacken verstärken kann, die Verteidigung hebt oder z.B. gegen Schlaf und sonstige Status Attacken immun ist. Oder wie wäre es mit Juwelen, die den Charakter vom Umfallen im Kampf bewahren, was dort dann eine Kampfunfähigkeit für eine gewisse Zeit nach sich zieht. Genauso kann man die einzelnen Techniken entwickeln. Über Balkenanzeigen kann man seine erspielten TeP (Technikpunkte) einsetzen. Wobei auch hier wieder alles eine Spur intensiver ist. Um eine Technik komplett zu entwickeln, muss man sogenannte Technikbücher im Spiel finden. Mal käuflich, mal durch Kämpfe erspielbar, müssen diese dann erst gelesen werden um die maximal mögliche Entwicklung zu erhöhen. Schon irre. So kommt dann im Verlauf irgendwann der Punkt, wo man jeden Händler noch mal abklappert, um die Wirkungen einfach zu erhöhen. Richtig beginnen tut das Spiel aber dennoch erst mit einem ersten Angriff der Mechon auf die Kolonie 9. Es ist auch der emotionale Moment, bei dem Shulk vermeintlich eine ihm nahestehende Person verliert und das Monado das erste Mal in seinen Händen seine Wirkung entfaltet. Von da an sinnt Shulk auf Rache und darf sich der Hilfe der ersten Gruppenmitglieder sicher sein. Von da an macht er und ihr euch auf die Suche nach einer neuen Variante an Gegnern, den sogenannten Gesicht Mechons, die über eine Stimme und hohe KI verfügen. Von da an zieht euch die Story dann wirklich komplett in ihren Bann und die Reise über die beiden Wesen beginnt eigentlich erst richtig.

Sobald diese Reise beginnt, denkt man oft man lässt erst jetzt das Spiel auch in Sachen Features von der Leine und alles davor war nur Geplänkel. Denn auch spielerisch kommen von nun an neue Dinge dazu. Allein das Shulk nun das Monado als Waffe besitzt, erweitert die spielerischen Möglichkeiten. Eigentlich als Waffe gedacht, um den Mechon Herr zu werden, hat es natürlich auch auf andere Gegner eine größere Wirkung. Dabei dauert es fast bis ganz zum Ende des Spiels, ehe Shulk seine Waffe auch mal wechseln kann. Ist das bei allen anderen Charakteren eine ständige Prozedur, so ist das Monado eine feste Größe im Spiel. Dabei führt euch nun die Suche nach den Gesicht Mechons durch die einzelnen Gebiete des Spiels, die teilweise schier endlose Ausmaße haben und viele ähnliche Spiele klar in den Schatten stellen. Und alle Gebiete sind voller Gegner auch abseits der Mechon. Diesen begegnet man zwar auch überall, aber normale Naturgegner spielen eine ebenso große Rolle. Das fängt bei Steppentieren an, reicht über Adler, Drachen bis hin zu Echsen, Dinos oder riesigen Oger Gegnern. Auch hier bietet das Spiel eine unglaubliche Vielzahl an Gegnern. Dazu wird die Story ungemein intensiv vorangetrieben und Shulk lernt nicht nur neue Charaktere und Freunde kennen, sondern gleichzeitig neue Völker und Bewohner, von denen in der Geschichte nur als Legende mal erzählt wurde. Immer wieder sehr emotionale Momente im Spiel. Einhergehend werden die Möglichkeiten allein für das Kämpfen erweitert. Alle Charaktere lernen nach und nach neue Techniken und Shulk erlernt spezielle Monado Techniken. So muss er z.B. bei Begegnungen mit Mechon erst seine Kameraden verzaubern, ehe diese überhaupt Wirkung erzielen. Hier spielt dann erneut die Entwicklungsmöglichkeit mit hinein, die neben den normalen Techniken auch die Monado Techniken abdeckt. So kann Shulk z.B. Schilde erzeugen, die eben durch die Entwicklung länger halten oder einfach mehr aushalten.

Ihr seht also schon auch auf dem 3DS hat der Titel einiges zu bieten und hat in dieser Hinsicht nichts von seinem Reiz verloren. Genauso zeigen sich weitere immense Features im Spiel, die alle einen Sinn haben. So hängen irgendwie alle Charaktere und selbst die NPC's im Spiel zusammen. Dazu existiert ein sogenanntes Harmonie Diagramm, mit dem Verbundenheit der Charaktere und Völker definiert wird. Je besser die Verbundenheit, umso besser z.B. der Erlös bestimmter Items oder eben auch das Ergebnis beim Schmieden der Juwelen. Dazu trifft man in allen Gebieten Unmengen an Charakteren, die euch die schon angesprochenen Missionen offerieren. Und diese lohnen sich mit der Zeit. Zumal man eben nicht sofort auf die Suche nach der Lösung gehen muss. Aber die Belohnungen werden mit der Zeit z.B. viel besser und neben EP gibt es auch seltene und starke Juwelen als Belohnung. Man nimmt einfach alles mit und versucht alles zu Lösen. Zusätzlich kann man im Spiel auch alles Mögliche an Materialien aufsammeln, was innerhalb der Spielwelten als herumliegende weiße Kugeln umgesetzt ist. Es könnte irgendwann mal wichtig sein. Und wie schon erwähnt können zwischen dem Finden solcher Dinge, dem Annehmen einer Mission und der Lösung Stunden liegen, in denen man dies fast schon vergessen hat. Ihr merkt schon, wollte man alle Feature gebührend vorstellen, man könnte ein kleines Buch schreiben. ;-) Jede neue Location betritt man hier auf jeden Fall mit Ehrfurcht. Man giert nach neuen Gegnern, besonders wenn man sich mal wieder neu ausgerüstet hat und schaut was diese an EP bringen und wie leicht oder schwer sie zu besiegen sind. Das ständige Anpassen dieser Dinge macht einen ungemein hohen Spaß, weil alles auch nachvollziehbar funktioniert.

Wie schon erwähnt, vor allem unterstützt durch die sehr gute KI der Mitstreiter, so dass auch der Bezug zu ihnen sehr hoch ist. Aber es gibt auch noch einen Punkt, der vor allem das Leveln der Charaktere sehr stimmig macht. Denn neben dem Besiegen der Gegner, bringt auch das Suchen nach allen Ecken innerhalb der Gebiete Erfahrungspunkte. Sobald man ein neues Gebiet betritt und das kann selbst innerhalb einer Location zig Mal passieren, bekommt man eine kurze Einblendung über erhaltene Erfahrungspunkte. Das motiviert ungemein und bringt so manches Level Up, ohne dass man auch nur einen Gegner umgelegt hat. Das geht dann soweit, dass es überall reichlich sogenannte Geheimpunkte gibt, die man nur durch Zufall oder ein bestimmtes Ereignis findet. Spezielle Verstecke, wo auch oft solche Gegner lauern. So war auch ein Geheimpunkt im Spiel der Moment, bei dem ich die höchste EP Zahl bekommen habe. Selbst der schwerste Gegner im Spiel ist mit knapp 40.000 EP schon immens. 155.000 EP nur für das Finden eines geheimen Punktes war jeden Meter wert. Oft stößt man darauf eher durch Zufall oder wird halt belohnt, wenn man sich abseits des Weges versucht. Wieder muss man klar anmerken, dass die riesigen Locations nicht nur weitläufig sind, sondern eben Unmengen an versteckten Gebieten beinhalten. Man kann diese auf den Karten Bildschirmen schon erahnen. Finden muss man sie trotzdem. Positiv kommt das schon angesprochene Schnellreise Feature. Viele Punkte einer Location werden dann entsprechend gekennzeichnet und können jederzeit und von überall her über das Karten Menu angewählt werden. Einmal angewählt kann man sofort dorthin reisen, ohne langwierige Laufwege hinter sich bringen zu müssen. Auch wenn diese auch ihren Reiz haben. Denn die Gegner aller Stärken werden im Spiel immer wieder neu generiert. Futter für das Monado geht euch in diesem Spiel nicht aus.

Dabei decken die Schnellreisepunkte auch das Thema Rücksetzpunkte ab. Geht man hier doch mal drauf, fängt man am letzten dieser gefundenen Punkte an, behält aber komplett alles, was man erspielt hat, inklusiver der EP. Sehr schön umgesetzt wie ich finde. Das dabei selbst nach 40 Spielstunden keine Langeweile oder gar langatmigen Momente aufkommen, liegt vor allem an den Locations selber. Jedes Mal aufs Neue wird man gepackt vom Entdeckerdrang. Und speziell das Eryth Meer ist mir dabei extrem in Erinnerung geblieben. Allein das man das Meer komplett durchschwimmen kann, geheime Inseln findet und zusätzlich ein verborgenes Volk, samt imposanter Hauptstadt und damit neuen Verbündeten ist irre. Und wie immer wieder alles zusammenhängt, welche Rolle einzelne Völker spielen und vor allem wie sich nach dem Treffen die Story immer und immer wieder verändert. Es ist einfach atmosphärisch ein unglaubliches Spiel. Man kann es nicht oft genug Betonen und keine Sekunde im Spiel wird euch wirklich langweilig. Selbst wenn man versucht mal eine Weile nur zu Leveln und die Story mal kurz "beiseite" lässt. Dazu kommt die Tatsache, dass es immer wieder Momente im Spiel gibt, wo sich auch Örtlichkeiten durch Ereignisse verändern. Es werden neue Wege zugänglich, neue Gegner und wieder werden die Möglichkeiten verändert und erweitert. Selbst nach 60 Stunden Spielzeit entdeckt man in Xenoblade Chronicles 3D noch Neues. Vor allem aber entdeckt man in allen Locations viele ganz spezielle Gegner, die man partout meidet. Zumindest beim ersten Mal. Erreicht man mit dem eigenen Level 20 eine bestimmte Gegend, wuseln dort ganz plötzlich Level 40 Spezies vor euch herum.

Später mit eigenem Level 60, 70 oder 80, wo man sich sagt keiner wird einem mehr gefährlich, stehen plötzlich spezielle Level 98 Gegner vor euch. Nichts wie weg und man fragt sich welche Rolle sie spielen. Sind sie nur aus Blödsinn eingebaut und haben sie einen Sinn? Sie haben, so viel kann ich euch erzählen. Ich verrate auch nicht zu viel wenn ich euch erzähle, dass man das Spiel in mehreren Durchgängen spielen kann. Das ist direkt so vorgesehen. Glaubt mir, wenn ihr den finalen Abspann gesehen habt, der zudem höchst emotional gemacht ist, erwartet euch das Spiel noch mal mit einer faustdicken Überraschung und man bekommt sofort Lust noch mal anzufangen mit nun veränderten Features. Spielerisch gibt es dennoch 2 Punkte, die auf dem 3DS etwas problematischer rüberkommen. Zum einen merkt man schon, dass ein TV Bildschirm für ein solches Gameplay schon seine Vorteile hat. Denn die durchaus effektreichen Kämpfe waren schon auf dem TV Bildschirm ein Ding für sich in Sachen Übersicht. Auf dem 3DS ist das noch etwas kniffliger, so dass man oft schon aufpassen muss, einen Gegner oder eine Attacke nicht zu übersehen. Hier ist es dann durchaus auch mal ein Nachteil, dass die Charakterinfos auf dem Touch Screen liegen. Denn man kann kaum die Blicke vom 3D-Screen nehmen, um zu schauen wie es um den Zustand bestellt ist. Dazu geht alles auch hier äußerst fix und teilweise hektisch zu. Hier kommt der zweite Kritikpunkt zum Tragen. Ebenfalls bedingt durch die Übersicht ist die etwas hektische Kamera manchmal nicht gerade der Freund des Spielers. Problem ist auch, dass sie gerne mal die Bewegungen des Spielers nicht mitmacht und an einer Stelle verharrt. Manuelles Nachjustieren ist bedingt durch das Steuersetup auf dem 3DS nicht ideal. Man gewöhnt sich daran und arrangiert sich damit. Frei von Kritik ist dieser Teil aber nicht.

Grafik & Sound....

Dass man ein Spiel nicht ganz 1:1 portieren kann, spürt man in einem solchen Game natürlich beim Thema Grafik. Auf der Wii natürlich mit anderen Möglichkeiten ausgestattet, hat man auf dem 3DS schon einige Dinge etwas abspecken müssen. Vor allem die Charaktere sind wesentlich grobkörniger gestaltet, auch wenn immer noch jedes neue Ausrüstungsstück visuell dargestellt wird. Aber eben nicht ganz so detailliert. Auch die Umgebungen haben nicht ganz die Farb- und Effektpower wie im Original. Besonders bei Nacht, bei Regen und im Inneren von dunklen Höhlen sieht man dies schon. Erst wenn die Helden in hellen Gebieten agieren, der Nachmittag über die Landschaften mit seinen speziellen Lichtverhältnissen hereinbricht, gibt es auch wieder das bekannte Feeling mit den warmen Farben wie auf der Wii. Alles einen Tick grober, muss man dafür auf nichts verzichten. Die Weitsicht ist auch auf dem 3DS immens, auch wenn man hier und da ein paar Objekte mal unverhofft dargestellt bekommt. Die Action an sich ist relativ gut geworden, wobei auch hier die edle Effekthascherei wie auf der Wii nicht ganz erreicht wird. Dennoch bleibt das Spiel etwas fürs Auge, was dann auch wieder durch die Animationen und Lichteffekte der mächtigen Attacken erzielt wird. Lob gibt es für den 3D-Effekt, der natürlich eine Neuerung darstellt und eigentlich durchgängig überzeugen kann. Da können sich viele Spiele eine Scheibe abschneiden, die nur einen Bruchteil des Umfangs zu bieten haben. Auch technisch, bis auf die Kamera und Übersichtsthematik, ein gelungenes Spiel auf dem 3DS.

Der Sound ist und bleibt ein Ohrenschmaus erster Güte. Das war auf der Wii so und ist hier nicht anders. Auch wenn natürlich die Musik über eine Anlage noch stimmiger rüberkommt. Hier sollte man ruhig ein paar Kopfhörer benutzen, die das Ganze sehr gut an den Spieler bringen. Wer auf orchestrale Musik in Spielen steht, holt sich das Spiel schon allein deswegen. ;-) Auch hier muss man vor allem die Anzahl der verschiedenen Stücke nennen. Egal welche Location und dazu noch welche Tageszeit. Alles ist hörbar verschieden und reicht von stimmigen Adventure Sounds, welche die Weitläufigkeit der Orte unterstreichen, über ruhige Stücke des Nachts, bis hin zu bedrohlichen Musiken bei Kämpfen und Gegner Geplänkel. Das Spiel ist auch in diesem Bereich ein echtes Meisterwerk. Dazu kommt die schon angesprochene perfekte Betonung durch die englischen Sprecher. Man fühlt, man leidet mit den Beteiligten, die allein durch dieses Feature eine gelungene Persönlichkeit im Spiel erhalten. Zumal aber auch alles und jeder, der in einer Sequenz eine Rolle spielt, eine Stimme bekommen hat. Für Freunde des Humors ist natürlich der kleine Riki aus der Gruppe ein gefundenes Fressen. Nicht nur in der Gruppe bekommt er gerne mal sein Fett weg. Aber so skurril seine eigene Geschichte ist, so klingt er auch. Auch auf dem 3DS einen klaren Daumen nach oben.

Fazit....

Für die Wertung der 3DS Portierung muss man hier zwingend ein paar zusätzliche Worte verlieren. Würde ich nur den spielerischen Inhalt bewerten, so wäre die Wertung wie auf der Wii ohne schlechtes Gewissen möglich gewesen. Denn was den Spieler inhaltlich erwartet, ist so auch auf dem 3DS unerreicht und kein Spiel bietet diesen Tiefgang, gepaart mit einer so emotionalen Story und weitläufigen Arealen. Dass man wirklich 1:1 alle Inhalte auf dem 3DS erleben kann, spricht klar für die Technik. Die Möglichkeiten des Spielsystems und nie aufkommende Langeweile machen aus jeder Spielstunde ein Vergnügen. Natürlich besonders für Neulinge mit dem Spiel, die das Original nicht kennen. Hier setzen dann so langsam die Kritikpunkte ein, die dem Spiel ein paar Punkte kosten. Die Neuerungen auf dem 3DS sind es nicht wert, dass Kenner des Originals noch einmal zuschlagen müssen. Die kramen lieber ihre Wii Version heraus und spielen einen zweiten Durchgang. ;-) Was mich persönlich ärgert ist der New 3DS Zwang, der nicht hätte sein müssen und man so vielen Spielern mit älteren Geräten eine echte Perle vorenthält. Einzig wer das Original nicht kennt und eh mit dem Gedanken an einen New 3DS spielt, kann bedenkenlos zuschlagen. Dennoch sollte man dann den XL in Erwägung ziehen. Denn auch das ist ein spürbarer Nachteil. Die Übersicht ist natürlich Gameplay bedingt nicht ganz unwichtig und gepaart mit der hier gerne mal nachteiligen Kamera nicht ganz unproblematisch. Xenoblade Chronicles 3D bleibt ein geniales Spiel. Wenn auch auf dem 3DS mit ein paar Einschränkungen, die man in seine Kaufüberlegung einbeziehen sollte.

 

+ Rollenspiel Meilenstein
+ Riesige Welten/Epischer Umfang
+ Wunderv. Soundkulisse/Synchro
+ Grandiose/tiefgehende Story
+ Motiviert bis zum Ende
+ Hoher Charakter Bezug
+ Humorvolles/Emotionales Game
+ Geniales RPG Game Play
+ Ausrüstungen, und und und...
- Warum nur "New 3DS"?
- Übersicht leidet manchmal
- Sehr wenige neue 3DS Boni

GRAFIK: 80%

SOUND/EFFEKTE: 87%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 85%

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