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3DS Viking Invasion 2: Tower Defense
 
 
Viking Invasion 2: Tower Defense - 3DS
Matthias Engert (07.04.2013)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: BiP Media
GENRE: Tower Defense
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Nein
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-10+++
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK6
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.27 Euro
SD-Card NUTZUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Nein

   
Einleitung....

Schön zu sehen, dass in letzter Zeit gerade auf dem 3DS wieder manch selten genutztes Genre zum Leben erweckt wird und der Software Markt im Allgemeinen wieder etwas in Schwung kommt. Denn auch Viking Invasion 2 ist so ein Titel, der ein eigentlich sehr beliebtes Genre in Deutschland abdeckt. Die sogenannten Tower Defense Spiele. Es mag im Netz hunderte dieser kleinen Spielchen geben, Kommerzielle Varianten sind eher die Seltenheit. Viele erinnern sich vielleicht an einen der bekanntesten Vertreter - Pflanzen gegen Zombies. Sah nach etwas völlig anderem aus, hatte es aber vom Spielspaß her faustdick hinter den Ohren. Das gleiche könnte man auch zu Viking Invasion 2 erzählen. Suggeriert einem hier der äußere Schein ebenfalls etwas anderes, zeigen erst einige Spielstunden, was in diesem Titel steckt. Nämlich ein sehr unterhaltsamer und knackiger Tower Defense Titel, der im wichtigsten Bestandteil - dem Gameplay keinen Fehler macht. Grund genug diesen Tower Defense Geheimtipp etwas näher vorzustellen.

Menus und die Story....

Wie so oft, wenn Bigben Interactive als Spiele Publisher auftritt, war auch hier mit BiP Media eine französische Entwicklerfirma für den Titel verantwortlich. Bei den reinen Rahmenbedingungen machen sie alles richtig, auch wenn es in vielen Bereichen eher ein typischer DS Titel ist. Denn außer einem Hauch von 3D nutzt das Spiel keinerlei Features, die der 3DS nun einmal bietet. Dafür ist der Titel komplett lokalisiert und bietet mehrere Speicherstände, die lobenswerterweise mehrfach vorhanden und für jeden Spielmodus separat nutzbar sind. Das man später Punktgenau speichern kann, rundet diesen sehr gelungenen Teil ab. Ansonsten war es das dann eigentlich auch schon. Kein Mehrspieler und auch keine weitere typische 3DS-Kontaktmöglichkeit nach außen. In Sachen Story ist natürlich der Titel einmal mehr Programm, auch wenn sie im Spiel ja den Part der Bösewichte darstellen. Der Winter ist vorbei und die Eisplatten im hohen Norden fangen an zu schmelzen. Endlich ist es wieder Zeit für Olaf den Wikinger und seine Truppen furchtloser Nordmänner auf abenteuerliche Eroberungen und Plünderungen zu ziehen. Auf die bärtigen Krieger warten dabei die ungewöhnlichsten Orte und Herausforderungen. Die Mission des Spielers: Verteidigungslinien und Türme errichten und die Wikinger davon abhalten, alles was sich ihnen den Weg stellt zu plündern. All dies auf eine sehr interessante und eben auch knackige Art und Weise, was den Schwierigkeitsgrad angeht.

Wer hier auf die Grafik und Präsentation schaut, wird dem Titel nicht so viel abgewinnen können. Unter einfach dudelnder Musik landet man zunächst auf dem Speicherplatz Bildschirm. 3 verschiedene könnt ihr anlegen und habt hier auch Zugriff auf die Optionen für Sound, Sprache und Credits, sowie einen Highscore Bereich, bei dem euch für das Gesamtspiel und jede einzelne Mission die erzielten Bestwerte angezeigt werden. Das schöne ist also die Tatsache, dass man später auch um seine eigenen Bestwerte spielen kann. Wer dann doch mal wieder bei null anfangen will, kann den internen Speicher auch komplett wieder zurücksetzen. Hat man seinen Speicherplatz gewählt, wartet das eigentliche Hauptmenu mit 2 Auswahlmöglichkeiten, die auch gleich die Inhalte darstellen. Ihr habt hier Zugriff auf den Story-Modus mit den vielsagenden Namen "Feldzug", oder könnt euch im "Überleben" Modus alle Karten einzeln noch einmal in einer Endlos-Variante gönnen. Allerdings kann man dort nur die, im Feldzug-Modus bereits gelösten Karten anwählen. Also gilt es erst einmal diesen Modus zu spielen. Kein Problem und wir wagen uns hinein in ein weiteres sehr gelungenes Tower Defense Spiel, das nun endlich auch den 3DS erreicht.

Technik und Game Play....

Beginnt ihr den Feldzug-Modus, so wechselt ihr nun natürlich auf die Seite der Verteidiger, während nun die Wikinger versuchen eure Verteidigung zu überrennen. Spielen könnt ihr das Ganze auf 3 Schwierigkeitsgraden, die wirklich alle Vorlieben abdecken. Von Einfach zum Lernen, bis hin zum "…ich muss erst einmal den 3DS in die Ecke legen…" Frustgrad ist hier alles dabei, so dass man mit dem mittleren Grad durchaus am besten fährt. Vor dem Spieler liegen nun 30 Karten auf 3 Welten verteilt, in denen ihr als Spieler die anrückenden Wellen von Wikingern vom Erobern bestimmter Gebäude abhalten müsst. Dabei gibt es spielerisch einige einfache und ganz klare Regeln, auf die hier alles im Spiel aufbaut. Ihr als Spieler seid hier immer die Landratten und müsst durch das Bauen von Türmen für die Verteidigung sorgen, während die Gegner immer auf dem Wasserweg ihre Angriffe starten. So ist es logisch, dass die Karten immer eine Mischung aus verschiedenen großen Landgebieten bieten und den dazwischen laufenden Wasserwegen. Meist Flussbreite, aber auch offene Gewässer, die es natürlich den Verteidigern schwerer machen. Aber auch sonst schaukelt sich die Schwierigkeit im Spiel allein durch die Kartengestaltung auf. Denn die einfachste Variante ist natürlich 1 Fluss, an dessen Ende eure Festung zu sehen ist, während vom anderen Ende aus die Wikinger zum Angriff blasen. Ihr müsst diese nun zerstören und logischerweise auf dem Weg zur Festung stoppen. Weiterer ganz wichtiger Aspekt ist die Tatsache, dass selbst eure Festung und damit das Zielobjekt der Wikinger eine eigene Lebensanzeige von einem Wert 100 besitzt. Brechen also doch einmal Wikinger durch eure Verteidigung durch, ist das noch lange nicht das Ende. Je nach Größe und Wertigkeit der jeweiligen Wikingereinheit verliert ihr Punkte in der Lebensanzeige, könnt aber dennoch die Karte noch gewinnen.

Die 30 Karten sind übrigens nur hintereinander spielbar und man schaltet immer erst bei einem Sieg auf der aktuellen Karte, die jeweils nächste frei. Später kann man auch aufgrund diverser Belohnungen und Bewertungen jede Karte auch im Feldzug-Modus noch einmal spielen. Ebenfalls an feste Regeln hält man sich bei der Nutzung der Bildschirme. Da Viking Invasion 2 komplett über den Touch Screen gesteuert wird, spielt sich auch dort die eigentliche Action ab. Der 3D-Screen deckt hier "nur" die komplette Karte ab, zeigt wichtige Anzeigen und dient so mehr der Übersicht. Auch dadurch wird natürlich die Nutzung des 3D-Effekts stark eingeschränkt und ist wirklich nur andeutungsweise zu sehen. Aber das spielt in diesem Game keine Rolle. Der Fokus liegt hier nicht auf der Grafik und Präsentation, sondern natürlich auf dem spielerischen Teil. Bevor eine Schlacht beginnt, werdet ihr von kleinen Gesprächen in Comic Machart eingestimmt, ohne dass sich dies aber irgendwie auf das spielerische Geschehen auswirkt. Hier wird nur die Geschichte mehr oder weniger belanglos erzählt. Beginnt eine Schlacht, bekommt man zunächst die Karte als Ganzes zu sehen und kann sich schnell ausmalen, was hier auf einen zukommen könnte. Denn sobald es mehrere Zuflüsse und damit Angriffswege der Wikinger gibt, wird auch der taktische Aspekt sehr wichtig. Auf jeder Karte des Feldzug-Modus gilt es nun immer eine feste Anzahl an Angriffswellen zu überstehen oder natürlich abzuwehren. Erst wenn wirklich zu viele Einheiten durch eure Verteidigung durchbrechen und das Zielgebäude einnehmen, sprich die Lebensanzeige auf null bringen, ist die Schlacht verloren und man muss von vorn beginnen. Oder man nutzt das wie schon erwähnt gute Speicherfeature, das man selbst innerhalb einer Schlacht jederzeit nutzen kann.

Jede Welle der Wikinger wird euch nun angezeigt und vor allem welche Gegnertypen dabei die Wasserwege nutzen. Auch hier punktet das Spiel mit hoher Abwechslung und knapp 30 Einheitentypen warten im Spiel auf euch. Das reicht von einfachen Schiffen, über alle möglichen Monster und Seeungeheuer und endet in typischen Götter Charakteren wie z.B. Odin oder Thor. Alle bieten verschiedene Stärken und Schwächen, samt einer Bewaffnung und damit auch einem Angriffsverhalten. Man kann Einheiten später auch jederzeit anklicken und bekommt dann eine Info, welche Attacke eurerseits am meisten Schaden verursacht. Ab der zweiten Welt eine sehr wichtige Information. Aber das Spielsystem bietet auch darüber hinaus eine Menge Tiefgang. Denn um hier natürlich ein Bollwerk zu errichten, müsst ihr Türme errichten. Ihr könnt zwar nichts anderes an den Küsten entlang bauen, dafür sorgen aber 8 Turmvarianten mit insgesamt 32 Upgrades für reichliche Möglichkeiten. Und wie es sich gehört, stehen euch bei weitem nicht alle Möglichkeiten sofort zur Verfügung. Alles muss man erspielen. Auch das gefällt mir sehr. Und wie so oft spielt Geld in Form von Goldmünzen eine große Rolle. Und man kann davon nie genug haben, glaubt mir… ;-) Das aktuelle Barvermögen wird euch genauso angezeigt, wie die Nummer der aktuellen Welle, sowie die Anzahl der erspielten Bonuskristalle, über die ich euch gleich noch etwas erzähle. Schauen wir uns nun den spielerischen Teil genauer an. Nehmen wir weiterhin als einfaches Beispiel 1 Fluss von A nach B, den die Wikinger nehmen.

Kommt die erste Welle, hat man zunächst keinen Zeitdruck. Ihr beginnt die Karte mit einem vorgegebenen Geldbetrag und habt über kleine Symbole die Möglichkeit die Spielgeschwindigkeit in 2 Stufen anzupassen, oder sogar zu stoppen. Ist aber keine Pausenfunktion, sondern ihr könnt in diesem Zustand selber agieren, sprich eure Verteidigung anfangen zu errichten. Dazu sind nun auf den Landstrichen seitlich der Flüsse kleine Hexfelder, auf die ihr jeweils einen Turm platzieren könnt. Man klickt das Feld an und bekommt das Bau-Menu zu sehen. Je nach Geldvermögen und Fortschritt im Spiel, stehen euch die verschiedenen Turmvarianten in ihrer Grundform zur Verfügung. Es gibt angefangen bei Türmen mit Pfeilen auch Bomben und MG-Varianten, bis hin zu Türmen die Feuer, Blitze oder auch mit Wind agieren. Zu guter Letzt gibt es noch die Unterstützungsvarianten, die um normale Türme herum gebaut werden können und denen automatische Verbesserungen ermöglichen, oder gewisse Eigenschaften verbessern und erweitern. Gute Beispiele sind die Erhöhung der Reichweite oder das Verbessern der Panzerung. Sobald nun ein Gegner in die Reichweite eines Turmes gelangt, feuert dieser automatisch. Dann erscheint über dem Gegner ein Lebensbalken, den es zu leeren gilt. Wird der Gegner versenkt, verschwindet er logischerweise und ihr bekommt einen Geldbetrag gutgeschrieben. Im Gegenzug feuern die Gegner auf eure Türme in deren Reichweite. Soweit das Grundprinzip. Der Tiefgang beginnt nun schon dabei, dass ihr eure eigenen Türme verbessern und natürlich halten müsst. Dazu kommen die Punkte, dass jeder Turm über eine eigene HP Leiste verfügt und auch über eine Anzahl an Erfahrungspunkten. Auch das ist ein nicht zu unterschätzender Aspekt. Einfach nur Türme ohne Ende platzieren führt hier zu nichts.

Wird ein eigener Turm zu oft getroffen, beginnt er an zu brennen. Dann sollte man ihn anklicken und kann ihn über ein entsprechendes Symbol reparieren. Habt ihr genug Geld, wird der HP Wert komplett aufgefüllt. Des Weiteren verdient der Turm bei vielen Treffern auf Gegner selber Erfahrungspunkte. Erreicht er eine bestimmte Grenze, so fängt er an zu Blinken und ihr könnt ihn upgraden. Habt ihr alle Möglichkeiten zur Verfügung, könnt ihr jeden Turm in 4 verschiedenen Rubriken und Fähigkeiten jeweils 3x verbessern. Ihr erhöht damit die Waffenwirkung, gebt dem Turm komplett neue Waffen und maximiert die reine Reichweite. Vor allem Feuer und Explosionsupgrades sind besonders wichtig, da viele Gegner nur mit Feuer bezwingbar sind. Was nützen euch zig Türme mit Pfeilen und Kanonenkugeln, wenn sie dem Gegner nichts anhaben. Verschießen die Türme aber Feuergeschosse und Explosionsgranaten als Beispiel, schauen auch diese sich die Schlacht vom Grund des Flusses aus an. ;-) Aber und jetzt kommt eben der große Tiefgang im Spiel. Nichts wird euch hier geschenkt. Denn die Kunst die Schlachten zu gewinnen, liegt im strategisch guten Aufstellen der Türme und dem richtigen Haushalten mit dem verfügbaren Barvermögen. Auch wenn euch jeder Gegner Geld hinterlässt. Wenn ihr nur mit Reparieren beschäftigt seid, denn auch das kostet natürlich Geld, oder die Türme unklug platziert, sieht man dennoch schlecht aus und verliert die Schlachten. Denn jeder Turm hat z.B. eine völlig andere Reichweite zu Beginn. Was nützen euch die tollsten Türme, wenn sie einfach an den falschen Plätzen stehen. Denn agieren sie nicht, verdienen sie auch keine Erfahrungspunkte. Glücklicherweise kann man sie wieder abreißen, auch wenn man nur einen Teil seines Geldes zurückbekommt.

Wirklich herausfordernd wird das Spiel, sobald mehrere Flüsse die Karte durchziehen und die Wikinger diese Möglichkeiten auch nutzen. Hat die Karte z.B. 3 Zuflüsse, könnt ihr darauf wetten, dass sie auch aus allen Richtungen angreifen. Baut man hier einen Zufluss mit eigenen Türmen zu, hat aber auf einmal kein Geld mehr, so kommen dort vielleicht keine Gegner durch, auf den anderen Zuflüssen fahren sie aber unbehelligt zum Ziel. Auf der anderen Seite reicht es aber auch nicht ein paar Türme an jedem Zufluss zu platzieren, weil dann die Feuerkraft nicht ausreicht um die Wikinger am Weiterfahren zu hindern. Dieses fokussieren auf einen zu Beginn markanten Punkt auf der Karte, wo man am effektivsten agieren kann ist wichtig. Mit der Zeit kann man das Geld für weitere Türme erspielen und so schaukeln sich viele Karten ungemein auf. Mal sieht es zu Beginn schlecht aus und man steigert sich, um am Ende zu dominieren. Auf anderen Karten sieht es anfangs Kinderleicht aus, um am Ende Probleme zu bekommen. Pro Welle können auf der einen Seite über 50 Allerweltsgegner kommen, oder auch 4 der Göttercharaktere. Und je nachdem welchen Weg sie gehen, können sie große Probleme bereiten. Verkalkuliert ihr euch dann, oder habt z.B. kein Geld mehr für Reparaturen, dreht sich das Blatt schnell. So ab der 15. Karte im Spiel wird's heftig. Aber ihr seid natürlich nicht wehrlos. Zum einen könnt ihr neben der Geschwindigkeit auch 3 sogenannte Tie-Breaker einsetzen. Schaltet man ebenfalls mit der Zeit frei und erlauben es euch alle Gegner für ein paar Sekunden einzufrieren und zu stoppen, Gegner per Wind zurückzutreiben, oder mittels Erdbeben für Chaos unter den Gegnern zu sorgen. Dazu muss eine links im Screen befindliche Balkenanzeige gefüllt sein. Des Weiteren kommen natürlich die Upgrades zu ihrem Recht.

Gewinnt ihr eine Karte, bekommt ihr neben einer Bewertung und einem Score sogenannte Bonuskristalle. Diese speziellen Kristalle könnt ihr nun auf einem Entwicklungsbaum einsetzen, um nach und nach 24 weitere Upgrades freizuschalten. Nur so erweitert man erst das Bau-Menu im Spiel und bekommt Zugriff auf alle Möglichkeiten. Hat was und gibt dem Spiel nur durch diesen Punkt eine Menge Tiefgang. Genau das macht diesen Titel aus. Anfangs denkt man wenige Schwierigkeiten zu haben, stellt aber schnell fest, dass mehr in diesem Spiel steckt als man denkt. Es gilt vieles zu beachten und vor allem taktisch klug seine Türme aufzustellen und zu wirtschaften. Man muss auf immer wechselnde Bedingungen reagieren können, kann sich aber auch in einen regelrechten Rausch bauen und den Gegner verzweifeln lassen. Es gibt auch hier die knappen Ausgänge im Spiel, aber auch dominante Siege sind möglich. Die KI ist wirklich gut und ihr als Spieler werdet immer wieder gefordert. Für mich ein absoluter Geheimtipp im Tower Defense Genre.

Grafik & Sound....

Grafisch muss man hier keine Romane schreiben. Für ein 3DS Spiel und die Möglichkeiten der Hardware ist das hier gebotene schon recht simpel und einfach gehalten. Zweckmäßig trifft es dabei noch am ehesten, was auch für den äußerst schmalen Einsatz des 3D-Effekts gilt. Allerdings muss man hier auch nicht mehr bieten und es gibt eigentlich keinen Moment, wo man das dem Spiel irgendwie ankreidet. Der Comic-Stil ist passend und reicht allemal aus um das Spielgeschehen zu unterstützen. Was animiert sein muss, das ist auch so gestaltet. Seien es die Gegner, die Geschosse eurer Türme und natürlich Explosionen und ähnliche Effekte auf den Schiffen. Der Rest ist steril gehalten und zeigt wenig von der Effektfülle, die der 3DS zu bieten hat. Technisch ohne Fehler, was aber dann auch nicht weiter überrascht.

Beim Sound kann man in das gleiche Wikingerhorn blasen. Die Musik unterstützt das Gameplay. Mehr macht sie nicht und dudelt so immer wieder belanglos vor sich hin. Sie nervt aber nicht, so dass man sie auch nicht als störend empfindet. Hier und da Effekte der Kampfaction reichen vollkommen aus, um für ein Spiel wie dieses das entsprechende Feeling aufkommen zu lassen.

Fazit....

Also ihr Tower Defense Liebhaber da draußen. Ihr solltet euch diesen Titel durchaus etwas genauer anschauen. Ich gehe fast so weit, dass man hier von einem Genre Geheimtipp sprechen kann. Das Gebotene sieht zwar nicht unbedingt nach einem 3DS Spiel aus, bietet aber spielerisch sehr viel Tiefgang. Angefangen bei der sehr guten Spielzeit und dem hohen Wiederspielwert, sind die Möglichkeiten sehr zahlreich, punkten durch eine gute KI und fordern den Spieler auf verschiedenen Graden ungemein heraus. Die zahlreichen Upgrade Möglichkeiten, gepaart mit den teils kniffligen und durchaus umfangreichen Karten laden zu vielen Stunden Spaß ein. Hier gibt es eigentlich nichts zu meckern. Klar wäre ein Mehrspieler eine tolle Sache und warum soll nicht ein Spieler die Wikinger übernehmen? Aber wie so oft im Leben kann man nicht alles haben. Das soll aber keinen Interessierten davon abhalten, sich das Spiel näher anzuschauen. Auch preislich in annehmbaren Regionen, bekommen Spieler mit einer Vorliebe für Tower Defense Spiele eine rundum gelungene Alternative endlich auch auf dem 3DS an die Hand.

 

+ Toller Genre Vertreter
+ Immense Spielzeit
+ Hoher Wiederspielwert
+ Reichlich Ausbaustufen
+ 30 recht große Karten
+ Story und Endlosmodus
+ Grade von Leicht bis Unfair ;-)
+ Komplett Deutsch
- Grafisch zweckmäßig
- MP wäre durchaus denkbar
- 3D-Effekt kaum umgesetzt

GRAFIK: 65%

SOUND/EFFEKTE: 65%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 82%

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