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3DS Theatrhythm: Final Fantasy
 
 
Theatrhythm: Final Fantasy - 3DS
Matthias Engert (07.08.2012)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: indieszero
GENRE: Musik RPG
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-9
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Gering
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK6
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.30 Euro
SD-Card NUTZUNG: Ja
CHEATS / TIPPS: Ja
ONLINE: Ja (Downloads)

   
Einleitung....

Final Fantasy Spiele. Wer erinnert sich da nicht an durchzockte Rollenspielnächte und unzählige Bosskämpfe zurück. Stetiges Leveln, Ausrüsten und taktische Einflüsse, was jedes dieser Rollenspiele zu unverwechselbaren Spielerlebnissen machte. Eigentlich sind diese Punkte auch im aktuellsten Final Fantasy Titel vertreten. Nur mit dem großen Unterschied, in welches Spielsystem man das Ganze gepackt hat. Denn hier warten keine epischen Landschaften voller Dungeons auf euch, sondern die Musik der Spiele wird einmal ganz speziell in den spielerischen Vordergrund gerückt. Denn inhaltlich wartet hier einfach gesagt ein Musikspiel auf euch, dass man so eher von Spielen für die ganz junge Zielgruppe her kennt. Nur eben anspruchsvoller und dem RPG Einfluss der Serie. Von daher ist das Spiel schon ein wenig ein Experiment und punktet klar mit der ungewöhnlichsten Spielidee seit langem, der wir uns natürlich etwas genauer widmen wollen.

Menus und die Story....

Wie so oft bei ungewöhnlichen Spielideen, durfte sich hier ein speziell für Rhythmusspiele bekannter Entwickler am Spielinhalt versuchen. Unter dem Dach von Square Enix, waren hier die Mannen von indieszero für das Spiel verantwortlich. Dabei können zunächst nicht alle Punkte beim Drumherum punkten. Speziell die Sprache im Spiel dürfte vor allem jüngeren Spielern nicht gefallen. Denn das Spiel kommt nur komplett Englisch daher. Einzig das Handbuch ist in Deutsch gehalten. Im Vergleich zu anderen Spielen aber nicht ganz so tragisch, da vieles selbsterklärend daher kommt und Text nur anfangs eine Rolle spielt. Der Rest ist aber gelungen. Für bis zu 4 Spieler gemacht, bietet das Spiel reichlich Inhalt und gibt euch die Möglichkeit den Spielinhalt zu erweitern. Zwar kostenpflichtig, kann man sich dennoch neue Musikstücke herunterladen. Aktuell immerhin schon 24 an der Zahl. Da neben dem reinen "Story-Modus" auch weitere Spielmodi auf den Spieler warten, ein wie ich finde positiver Aspekt. Online mit anderen Gegnern spielen ist dagegen nicht möglich. Das geht nur über den lokalen Modus. Weitere Möglichkeit Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen, bietet die StreetPass Einbindung. In Sachen Hintergrundgeschichte bietet das Spiel natürlich weit weniger, als reinrassige FF Rollenspiele. Hier dreht sich zum 25jährigen Jubiläum der Serie, alles um die Musikstücke der einzelnen Spiele. Auf deren Grundlage muss man sich ebenfalls vieler Gegner erwehren und erreicht so den Spielfortschritt.

Unter dem mittlerweile sehr markanten Final Fantasy Eröffnungsmusikstück Prelude aus dem allerersten Spiel, wartet als erstes der Profilbildschirm. 2 Profile kann man im Spiel anlegen, die dann jeweils zum Spielstart die bisherige Spielzeit anzeigen, erspielte Erfolge und Punktzahlen. Danach folgt der einführende Teil, bei dem die fehlende deutsche Sprache noch am spürbarsten wird. Denn hier erklärt man euch bei allen Menüpunkten, worum es sich dreht und was euch hier erwarten wird. Das eigentliche Hauptmenu wartet zunächst mit 3 Punkten auf euch, wobei nur einer wirklich nutzbar ist. Neben dem Hauptmodus "Music Play" gibt es hier den noch abgedunkelten "StreetPass" Bereich, sowie das "Museum". Dahinter verbergen sich neben dem Rekorde und Statistikteil, ein Sammelkartenbereich, sowie das Theatre und der Music Player. Beides Orte, die man erst durch spielerische Erfolge füllt. Zunächst darf man sich also erst einmal im Modus "Music Play" versuchen. Auch hier warten 3 Menüpunkte auf euch, die wieder nur einen anwählbaren davon bieten. Denn der verkappte Story-Modus ist hier unter "Series" zu finden. Dazu kommen der "Challenge-Modus" und abschließend der "Chaos Shrine", der sich für den anspruchsvollen Spieler anbieten sollte. Doch bis dahin will ich euch mit dem Series-Modus das Spielprinzip genauer erklären und wir tauchen ein in die ungewöhnliche Musikwelt von Theatrhythm: Final Fantasy.

Technik und Gameplay....

Bevor man hier aber spielerisch loslegt, gilt es zunächst einmal fast schon gewohntes Rollenspielambiente zu erschaffen. Denn die erste Bürgerpflicht ist hier die Erstellung der eigenen Gruppe, die sehr typisch auch hier aus 4 Helden besteht. Dabei stehen euch zu Beginn 13 Charaktere aus mehreren Final Fantasy Perlen der vergangenen 25 Jahre zur Auswahl. Alle Charaktere verfügen dabei über ein Startlevel 1, bieten verschiedene Eigenschaften wie Stärke, Agilität, Glück und Magie und erlauben es euch, eigene Slots pro Charakter mit Items zu füllen. Alles nicht ohne Hintergedanken wie sich zeigen sollte, da man sich den Spielverlauf und dabei vor allem die härteren Grade und den Chaos Shrine einfacher machen kann. Wobei das Wort Einfach im Chaos Shrine eigentlich nichts zu suchen haben sollte. ;-) Ganz ohne Rollenspieleinflüsse kommt man auch hier also nicht aus. Was auch gut so ist und das reine Musikspiel Gameplay ganz klar aufwertet. Es gilt hier also auch das Thema Leveln und Ausrüsten klar im Auge zu behalten. Auch wenn es zu Beginn noch keine entscheidende Rolle spielt. Klar erst mal muss man sich mit dem eigentlichen Spielprinzip vertraut machen. Dabei bietet das Spiel übergeordnet 3 verschiedene Gameplay Varianten, die es in regelmäßiger Abfolge zu bewältigen gilt. Eingebettet im Series-Modus, wartet hier nun eine Reise in die Final Fantasy Geschichte auf euch. Und das positiverweise eben nicht nur in Sachen Musik.

Startet man den Series-Modus, so erwartet euch hier ein Menu, auf dem ihr selber die Inhalte wählen könnt. Über eine Scroll-Anzeige warten immerhin 13 Final Fantasy Spiele auf euch, oder besser gesagt deren Musik. Nimmt man später den Challenge Modus und Chaos Shrine mit dazu, warten über 70 Musikstücke auf euch, die es spielerisch zu bewältigen gilt. Ganz im Sinne des Jubiläums beginnt die Zeitreise mit dem ersten Final Fantasy Titel aus dem Jahre 1987 und endet hier mit Final Fantasy XIII aus dem Jahre 2009. Darunter Spiele, die auch der geneigte Nintendo Gamer kennt, aber eben auch Versionen anderer Plattformen. Wählt man einen Titel aus dem Menu heraus an, ist die eigentliche Abfolge immer gleich. Zu Beginn und als Abschluss wartet ein recht einfaches Spielchen auf euch, bei dem man mit simplem Tippen über dem Touch Screen Noten über dem bekannten Kristall aktiviert. Dabei sind hier die jeweiligen Opening und Ending Themes der Spiele die Grundlage. Der wirklich wichtige Teil sind die dazwischenliegenden 3 Musikstücke aus dem jeweiligen Spiel. Wie schon erwähnt genauso viel, wie es Gameplay Varianten gibt. Allen gemein ist das Erspielen eines Scores, welcher am Ende eine Endbewertung ergibt und dazu natürlich Erfahrungspunkte, um die eigenen Charaktere zu entwickeln. Je nach Gegner und Schwierigkeitsgrad bekommt man Items zum Anlegen und spezielle Boni, die ebenfalls die Charakterfähigkeiten verbessern können. Doch erst mal genug mit dem trockenen Geschwafel. Schauen wir mal rein in die spielerische Action von Theatrhythm: Final Fantasy.

Nach dem angesprochenen Intro warten spielerisch jeweils die sogenannten Umgebungs-, Kampf- und Ereignismusiken. Dabei ist die Reihenfolge immer wieder verschieden gemacht. Unterschiede gibt es auch in der Anzahl, wie viele Charaktere eurer Gruppe hier agieren. Nur in der Kampfmusik Version gehen alle 4 Charaktere an den Start, während die anderen beiden Spielvarianten mit einem Charakter gespielt werden. Dabei schnappt sich das Spiel hier immer den am besten dafür geeignetsten Charakter. Für den Einstieg in das Spielsystem schauen wir uns die Umgebungsmusik etwas genauer an. Dabei kommt auch der Steuerung im Spiel eine besondere Bedeutung zu. Denn wirklich alles im Spiel wird einzig über den Touch Screen gesteuert, was bei langen Sessions durchaus die Wahl zu einem größeren Pen sinnvoll macht. Denn das Thema leichte Verkrampfung spielt hier nach 3 und mehr Stunden Spielzeit am Stück durchaus eine nicht ganz unerhebliche Rolle. Sobald die Action beginnt, ist die Screen Aufteilung klar geregelt. Der Touch Screen bietet eigentlich keinerlei Anzeigen, sondern dient nur dazu, per Pen auf beliebige Stellen zu tippen. Man muss also keine speziellen Punkte erwischen. Auf dem 3D-Screen wird nun die gesamte Action dargestellt. In der Umgebungsmusik läuft der Charakter einfach gesagt, durch aus dem Spiel gestaltete Backgroundumgebungen von rechts nach links, während genau aus der Gegenrichtung die Symbole erscheinen. In diesem Modus erscheint über dem Spieler ein fester leerer Kreis, der von nun an das Timing bestimmen wird.

Unterstützt wird man dabei von zahlreichen Einblendungen. Neben dem Level und der HP Leiste des Charakters, läuft unterhalb eine Zeitleiste mit, die euch den Fortschritt innerhalb des Liedes anzeigt. Das Ziel ist es nun die erscheinenden Symbole im richtigen Moment zu aktivieren. Auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten, als nur ein Symbol durch einmaliges Tippen im Touch Screen zu aktivieren. Natürlich enthalten, zeigt man schnell, dass auch damit verschiedene Wertigkeiten erreicht werden können. Erscheint ein farbig rotes Kreissymbol vor euch, so sollte man genau in dem Moment auf den Touch Screen tippen, wenn das rote Symbol mittig in der eigenen leeren Kreisanzeige über dem Charakter erscheint. Je nach Timing gibt es 5 Trefferarten. Miss, Bad, Good, Great und Critical. Auch hier natürlich bekannte Varianten aus den reinrassigen Kämpfen der Spiele. Klar das je nach Treffertyp auch die Punkte variieren. Und bei verpassten Momenten gibt's keine Punkte und eure HP Leiste leert sich wie bei eigenen Treffern. Dazu gibt es nun die wischenden Moves. Hier erscheinen in den ankommenden Kreisen Pfeilanzeigen, die man genau im Überdeckungsmoment per wischender Bewegung ausführen muss. Letzte Variante sind die gehaltenen Aktionen. Grün gestaltet drückt man im Treffmoment auf den Touch Screen und hält den Pen auf dem Touch Screen. Dazu erscheinen nun verschiedenen Wellen und auf und abgehende Leisten an den Kreissymbolen. Diese muss man nun direkt auf dem Touch Screen sauber und akkurat mitgehen und bis zum Endkreis halten.

Schafft man all dies immer ohne Fehler, so entstehen die berühmten Ketten, die mehr Punkte bringen. Je nach Ausrüstung und Entwicklung des jeweiligen Charakters werden kleine Fehler verziehen, oder die Wirkung ist besser in Sachen Punkten. Zweite Variante ist ebenfalls für einen Charakter und definiert die Ereignismusik. Kleiner Leckerbissen ist hier, dass in Sachen Backgroundgrafik einige original Spielszenen ablaufen. Für die berühmten "Das waren noch Zeiten" Seufzer natürlich ganz was feines. ;-) Hier ist die Schwierigkeit etwas verändert, da die erscheinenden Symbole aus völlig verschiedenen Ecken kommen. Im abschließenden Battle, stehen nun rechts im Screen alle 4 Charaktere, während links ein Gegner aus dem jeweiligen Spiel auftaucht. Je nach Ausrüstung und Level der Charaktere, erscheinen mehr oder weniger Gegner, die sich hier immer wieder abwechseln und auch die Schwierigkeit erhöhen. Weiteres Feature ist hier, dass 4 Aktionsleisten für die Kreissymbole jedes einzelnen Charakters der Gruppe zu sehen sind, was speziell das Thema Übersicht und Timing noch schwieriger machen.

Man muss hier zum einen alle 4 Leisten im Blick haben, da alle Varianten auch über alle 4 Leisten geschickt werden. Hier liegt man dann doch gerne mal daneben, wobei aber dennoch die Schwierigkeit noch human ist. Damit aber selbst das nicht zu einfach wird, haben die Entwickler noch ein paar weitere Elemente eingebaut. Schafft man es lange Ketten zu bilden, erscheinen Bonuskreise, die z.B. als Abschluss im Battle Modus Bildschirmfüllende Attacken auf die Gegner loslassen. Dabei vereinen sich die Charaktere zu einem Koloss und pulverisieren die Umgebung. Auch hier klar, dass dabei der immer höhere Score mit der Zeit das erstrebenswerteste Ziel ist. Ansonsten bleibt der Modus aber lösbar. Denn man schafft schon in allen 13 Spielen des Series Modus die einzelnen Liedaufgaben und schaut teilweise schon mehr auf den Score als auf die eigene HP Leiste. Neben der spaßigen Unterhaltung dient der Modus vor allem, um den Kristall mit der sogenannten Rhythmia Energie zu füllen. Denn diese gibt es ebenfalls nach jedem Lied und füllt diese Modus-übergreifende Anzeige. Bei bestimmten Grenzen schaltet man dann auch weitere Inhalte frei. Neben Dingen für das Museum, muss man hier natürlich den Chaos Shrine nennen, der dann auch den anspruchsvollen Gamer vor sehr interessante Aufgaben stellt.

Denn mit dem Chaos Shrine wartet ein ganz anderes Kaliber auf den Gamer. Hier spielen dann die sogenannten Dark Notes eine große Rolle. Ebenfalls zieht die reine Spielgeschwindigkeit stark an. Weiteres Highlight des Chaos Shrine ist der dann mögliche Mehrspieler Modus. Aber natürlich kann man diesen Modus auch allein spielen. Dabei beinhalten nun die angesprochenen Dark Notes 2 Runden, in denen neben Umgebungsmusiken, auch jeweils 3 verschiedene Boss Battles auf euch warten. Es reichen hier einige wenige Spielsekunden, um den größten spielerischen Unterschied zu sehen - die Geschwindigkeit. Da liegen Welten zwischen dem Series Modus und dem Chaos Shrine. Auch hier kommen die bekannten Gameplay Varianten zum Einsatz, erfordern aber ein ganz anderes Timing und vor allem Reaktionsvermögen von euch. Irre wie schnell hier manchmal reagiert werden muss. Hier sieht man dann auch das erste Mal ein Game Over und eine leere HP Leiste. Es geht also doch. ;-) Und schon bekommt das Leveln eine ganz andere Bedeutung. Wer sich hier aber bewährt, bekommt auf der anderen Seite viel mehr EP nach bestandenen Aufgaben und darf sich nur in diesem Modus über freispielbare Charaktere freuen, die man dann seiner Gruppe hinzufügen darf. So schaukelt sich auch hier das Prinzip angenehm auf und man beachtet auch die anfänglich eher nebensächlich erscheinenden Features des Spiels ganz anders.

Spätestens nach dem Lösen der ersten Dark Note Aufgabe und dessen Abschluss. Denn dann bekommt man als Belohnung den StreetPass Modus spendiert und als Zusatz eine weitere neue Dark Note. Wieder mit neuen Musiken und Boss Gegnern. Speziell der StreetPass Modus ist interessant gemacht. Man kann sich dann nämlich eine eigene "Visitenkarte" anlegen, die man mit anderen Spielen tauschen kann. Als Bonus packt man eine eigene Dark Note mit hinein. Nur so kommt man auf die insgesamt immerhin enthaltenen 99 Dark Notes im Spiel, die man zumindest gleichzeitig anwählbar haben kann. Neben persönlichen Infos punktet die Karte mit zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten, dem Leader eurer Gruppe als Bild und auf der Rückseite mitsamt den eigenen Erfolgen in einer Statistik. Bleiben tut aber im Chaos Shrine der wirklich hohe Anspruch, wo man die Aufgaben in den Dark Notes wirklich nur mit einem fitten Geist angehen sollte. Das ist dann auch die eigentliche Herausforderung im Spiel. Mag der Series Modus zu Beginn wie das große Ganze aussehen, wirklich gefordert und dann auch unterhalten wird man erst im Shrine. Natürlich muss man schon ein Faible für das Spielprinzip haben.

Grafik & Sound....

Grafisch kann man dem Spiel ein gutes Zeugnis ausstellen, auch wenn die Möglichkeiten aufgrund des Spielprinzips in gewissem Maße begrenzt sind. Denn rein optisch sind die Abläufe immer gleich und unterscheiden sich nun mal nur in den reinen Hintergründen und Bonus Attacken im Battle Modus. Was man hier aber zu sehen bekommt, gefällt und bietet im Falle der Ereignismusiken auch jede Menge Nostalgie Momente. Spielszenen des Originals von 1987 oder die Render-Hintergründe aus FFXIII könnten die Entwicklung über 25 Jahre Final Fantasy nicht besser verdeutlichen. Das hat dann schon was. Insgesamt sehr Farbenfroh, mit weichen Farbübergängen und Texturen gestaltet, sowie mit vielen kleinen Effekten im Hintergrund. Dementsprechend ist der Tiefeneffekt jetzt nicht so bombastisch, so dass dies kein wirkliches Kriterium ist. Das ist dann schon eher die technische Seite. Hier gibt es rein gar nichts zu bemängeln. Vor allem die Kollisionsabfrage ist äußerst exakt und das Timing ist sehr gelungen. Wenn hier einer Blödsinn macht, dann nicht das Spiel. ;-)

Auch beim Sound gibt es erwartungsgemäß nichts zu meckern. Die über 70 Stücke plus die aus dem Downloadbereich, auch wenn man sie jeweils für 99 Cent kaufen muss, treiben Final Fantasy Cracks die Tränen in die Augen. Ein Deja Vu nach dem anderen, die man vor allem auch lange erlebt und nicht auf einfache und kurze Sounds beschränkt. Das gefällt schon sehr und macht den Titel natürlich in diesem Bereich sehr lohnenswert. Auch die Effekte sind in Ordnung, auch wenn sie im Vergleich zur reinen Musik etwas untergehen. Aber Sorgen um mangelnde Soundqualität und Quantität muss man sich hier keinesfalls machen.

Multiplayer....

Der Mehrspieler ist dann eher der Punkt, der hier ein wenig abfällt. Grund ist zum einen die nur mögliche Multicard Variante, für die jeder der maximal 4 Mitspieler ein Spiel haben muss und zum anderen, das man nur miteinander agiert. Hier hat halt jeder Spieler seine Zeit- und Aktionsleiste, so dass hier ein wenig die Dynamik flöten geht. Gegeneinander in einem Battle würden manche Stücke und vor allem im Expert Grad, jede Menge Laune machen. Da hilft auch der Bezug zum eigenen Charakter, den man hier ja in die Action schickt, in meinen Augen nur bedingt. Auf lange Sicht ist der spielerische Spaß mit Freunden nicht so hoch, wie der reine Anspruch im Einzelspieler.

Fazit....

Die abschließende Bewertung ist hier einmal mehr nicht so einfach. Denn das Spiel ist alles andere als Massenmarkttauglich und richtet sich beileibe nicht zwingend an die RPG Fans der Serie. Denn trotz Final Fantasy bleibt das Spiel ein Musikspiel, bei dem man mit den RPG Beigaben zwar Einfluss nehmen kann, aber die Geschicklichkeit und euer Reaktionsvermögen den spielerischen Hauptteil abdeckt. Wer sich davon einmal hat fangen lassen, möchte dann auch nicht aufhören. Denn genau diese Schwelle überspringt das Spiel dann eben und hebt es aus den Kinderspielen mit ähnlichem Spielprinzip klar heraus. Speziell in diesem Genre bietet Theatrhythm eben einiges mehr und dabei einen Anspruch, der auch erwachsene Gamer zu interessanten Gefühlsausbrüchen treiben kann. Im Negativen, aber auch im Positiven. ;-) Dazu kommt der reine Umfang, der sich spätestens mit dem freischalten des Chaos Shrines wirklich zeigt und erahnen lässt. Schade dass man hier keinen Online Modus gegen zumindest einen anderen Spieler eingebaut hat. Der Wettstreit hätte einem Gitarren Battle in Guitar Hero Online in nichts nachgestanden. Für einen Spieler allein mit einem Hang zu einer solchen Umsetzung eine klare Empfehlung. Dazu ist technisch alles auf sehr hohem Niveau und der Anspruch auf lange Sicht da. Spieler die auf ein reinrassiges Rollenspiel schielen, sind hier eher fehl am Platz.

 

+ Ungewöhnliches Spielprinzip
+ Hoher Umfang
+ Technisch Exzellent
+ Musikalische Zeitreise
+ Original Spielszenen
+ Konsequente/Gute TS-Steuerung
+ Hoher Anspruch der Dark Notes
- Komplett Englisch
- Multiplayer fällt etwas ab
- Kein Spiel für RPG Zielgruppe

GRAFIK: 79%

SOUND/EFFEKTE: 90%

MULTIPLAYER: 60%

GESAMTWERTUNG: 81%

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