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3DS Stella Glow
 
 
Stella Glow - 3DS
Matthias Engert (01.08.2016)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Imageepoch
GENRE: Rollenspiel
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Ja
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 4-9
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Gering
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK12
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Nein/Nein

   
Einleitung....

Sie will einfach nicht abreißen, die Welle an gelungenen Rollenspielen auf dem 3DS. Aber gut so, denn nach wie vor kommen RPG Fans auf ihre Kosten, sofern sie unterwegs Erfahrungspunkte sammeln wollen. Vor allem wenn es noch Spieler gibt, die abseits von Pokemon Go ihrer Vorliebe frönen wollen. ;-) Der nicht ganz so informierte Spieler muss hier allerdings doch ein wenig auf den Titel gestoßen werden. Denn ausgehend vom Girlie-freundlichen Cover des Spiels und dem Titel Stella Glow, glaubt man es doch eher mit einem niedlichen Mädchentitel zu tun zu haben. Nichts spricht zwar gegen diese Zielgruppe, aber insgesamt zielt der Titel doch auf eine andere Klientel. Spätestens wenn man hinter die Kulissen in Sachen Entwickler schaut, zeigt sich schnell wohin der Weg hier gehen wird. Man durfte also gespannt sein, wo sich Stella Glow in der großen Ansammlung an genialen Rollenspielen auf dem 3DS so einreiht. Der folgende Test soll euch darüber aufklären.

Menus und die Story....

Zunächst ist mal wieder das Thema Entwickler und Publisher sehr interessant und zeigt mal wieder, welche Allianzen hier greifen. Entwickelt wurde der Titel von der Firma Imageepoch. Freunde der Luminous Arc-Spiele werden sich dabei die Hände reiben dürfen und erleben mal wieder einen Titel aus diesem Hause. Was die Publisher Dienste angeht, ist Stella Glow ein sehr vielschichtiger Titel. Erschien der Titel in Japan unter dem Dach von Sega, so war in den USA niemand geringeres als Atlus für diesen Part verantwortlich. Hierzulande kann man einmal mehr NIS America danken, dass sie auch diesen Titel für unsere Breiten verfügbar gemacht haben. Da kann man es auch verschmerzen, dass dieser Titel erneut komplett in Englisch gehalten ist. Mit nur einer Ausnahme gilt das ja für alle NIS Titel hierzulande. Auch beim Rest ist vieles wie man es vom Publisher gewohnt ist. Sucht man einen reinrassigen Mehrspieler vergebens, darf zumindest das Streetpass Feature genutzt werden und man bekommt ein reichlich vertontes Spiel für seinen 3DS, was die Sprachausgabe angeht. Dazu ein gelungener 3D-Effekt, der hier wieder stimmig rüberkommt. Online Inhalte oder gar DLC's sucht man hier aber vergebens. Sprich man ist als Einzelspieler doch sehr in der Welt des Spiels gefangen, was ich durchaus positiv meine. Wie es sich für ein Rollenspiel dieser Art gehört, darf natürlich eine Story nicht fehlen. Durchaus typisch für das Genre spielt auch hier das alte Thema Gut gegen Böse die Hauptrolle. Seit Jahrtausenden ist die Kunst des "Gesangs" aus der ganzen Welt verschwunden, und nur fünf Hexen können diese ehrwürdige Magie noch nutzen. Hilda, die Hexe der Zerstörung, will jetzt die anderen Hexen mit Hilfe der grausamen Harbinger ausschalten, und ihren verfluchten Gesang benutzen, um die Welt in Kristallform einzufrieren.

Stella Glow erzählt die Geschichte des jungen Protagonisten Alto, der unter Amnesie leidet und in dem kleinen Dorf Mithra lebt. Eines Tages hört er aus dem nahe gelegenen Wald einen mysteriösen Gesang. Nur noch die Hexen verfügen über die Gabe des Singens und die Lieder verleihen ihnen magische Fähigkeiten. Die Hexe Hilda hat jedoch die Zerstörung der Welt im Sinn. Sie vernichtet das Dorf und verwandelt fast alle Bewohner in Kristalle. Alto und Lisette bleiben von dem verfluchten Lied verschont und reisen gemeinsam in die Hauptstadt. Sie bitten die Ritter des neunten Regiments um Hilfe, die anderen Hexen zu finden, um Hilda in Ihrem Vorhaben aufzuhalten. Soweit eine kleine Einführung in die Story des Spiels, die später im Verlauf auch durchaus mal am Geduldsfaden des Spielers zehrt. Nicht weil sie langweilig ist, aber doch teilweise mit arg viel Text um sich wirft. ;-) Der reine Spielstart zeigt euch schnell einen weiteren Teil des Spiels - die Musik. Denn Gesangsstücke spielen nicht nur im Kampf eine Rolle, sondern erfreuen das Ohr auch in vielen anderen Momenten des Spiels. Gleich zu Beginn darf man sich eine der gelungenen Sequenzen anschauen, die im Anime Style gemacht, sehr gelungenen daherkommen. Danach erwartet euch auch schon das Hauptmenu, über das man ein neues Spiel beginnen kann, ein fest gespeichertes Fortsetzen, oder gar einen Schnellspeicher nutzen kann. Dabei stehen euch 2 separat nutzbare Spielstände zur Verfügung. Man kann das Spiel einmal fest im Quartier des Helden Speichern, oder aber eben jederzeit auch im Kampf punktgenau. In Sachen Schwierigkeit gibt es keine Vorgaben, so dass man sich den Vorstellungen der Entwickler hingeben kann. Wollen schauen, was drinsteckt in Stella Glow.

Technik und Game Play....

Auch wenn man hier keine Charaktere personalisieren kann, dauert es wieder eine ganze Weile, ehe man hier selber Hand anlegen kann. Denn eine Sequenz nach der anderen erlebt der Spieler auch gleich zu Beginn, ehe man sich mit dem Helden Alto ein wenig vertraut machen kann. Stella Glow ist dabei ein Rollenspiel, das man in ein sehr typisches Korsett gepackt hat. Gespielt wird hier alles über sogenannte Kapitel, die sich im Verlauf in eine sogenannte Mission Time und Free Time aufgliedern. Zu den Einzelheiten später noch ein paar Worte. Wichtig zu wissen sind im Vorfeld andere Dinge. Das Spiel ist an sich nicht in eine große begehbare Gesamtwelt eingeteilt, sondern erinnert mehr an Auftrags- und Location Gameplay. Dabei stellt die Hauptstadt Lambert so ein wenig das Zentrum eurer Aktivitäten dar. Hier findet man das spätere Hauptquartier des Helden Alto, diverse Shops und schaltet im Verlauf des Spiels einige weitere Örtlichkeiten frei. Ausgehend von der Hauptstadt Lambert verschlägt es eure Helden immer wieder in bekannte und viele neue Gegenden. Dabei teilt sich das Spielgeschehen wenn man so will in 3 verschiedene Bereiche. Neben der Vorbereitung in der Stadt und mehr als genug Textpasssagen, die euch die Story erzählen, warten danach eine große Weltkarte auf euch, sowie natürlich das Salz in der Suppe - die Kämpfe, die euch mal wieder Stunden eures Spielerlebens kosten werden. Zwar sind die Umfänge nicht ganz mit Krachern wie beispielsweise Bravely Second vergleichbar, gut 50-60 Stunden dürft ihr aber gerne einplanen. ;-) Auch nicht das Schlechteste wie ich finde.

Insgesamt Warten 6 angrenzende Gebiete im Spiel, die es zu erkunden gilt. Dabei ist das Vorankommen auch dort klar geregelt. Auf einer großen Weltkarte, bewegt ihr Alto als Avatar, zu durch Linien verbundene Locations. Dort findet man je nach Farbgebung Story Infos, kann sich in Just for Fun Kämpfen bewähren, oder aber bei rot markierten Orten den Story-Kämpfen widmen. Hier warten neben vielen normalen Gegnern, auch reichlich kleine Boss-Gegner auf euch besiegt oder sogar rekrutiert zu werden. Ja genau, auch das ist ein sehr markantes Feature in Stella Glow. Man beginnt zwar mit Alto und seiner Freundin Lisette, darf im Spielverlauf aber aus bis zu 15 Charakteren wählen. Neben den wichtigen Hexen aus der Story, gehören natürlich auch Charaktere des 9.Regiments dazu, aber auch "wilde" Charaktere, die allesamt spezielle Fähigkeiten mitbringen und so den spielerischen und vor allem taktischen Anteil angenehm heben sollten. Wie es sich für ein solches Spiel gehört, schickt man euch zu Beginn erst einmal in ein paar Einführungskämpfe, damit man das Kampfsystem kennenlernt. Hier hebt sich Stella Glow von fast allen bekannten Rollenspielen ab. Ausnahmen bilden das seinerseits geniale Final Fantasy Tactics, oder aktuell die Fire Emblem Ausgaben auf dem 3DS. Denn das die Kämpfe locker mehr als eine Stunde dauern können, liegt an der Art und Weise, wie die Kämpfe gespielt werden. Wie schon erwähnt gibt es im Spiel keine Gesamtwelt die man durchläuft, und dabei stetig auf Zufallskämpfe trifft. Hier spielt sich jeder Kampf in mehr oder weniger großen festen Arealen ab, die mit Höhenunterschieden, Wasser, Felsen und sonstigen Hindernissen durchzogen sind.

Ein einfaches Beispiel soll euch das Ganze verdeutlichen. Erreicht man auf der großen Weltkarte einen Ort mit einem Kampf, so wird euch zunächst das geforderte Level angezeigt. Sprich man sollte zumindest in der Nähe des geforderten Spielerlevels sein, um eine Chance zu haben. Je nach Mischung des Teams spricht natürlich nichts gegen stärkere Gegner, so dass man dafür auch wesentlich mehr Erfahrungspunkte bekommen kann. Und die sind ja bekanntlich nicht ganz unwichtig in einem Rollenspiel. ;-) Zunächst gibt es einen Kameraflug über das komplette Areal, so dass man schnell Einschätzen kann, was einen in Sachen Bewegung und Gegner Anzahl erwartet. Das Spiel gibt euch dabei nun immer die Anzahl der maximal möglichen Charaktere vor. Zumeist sind es 6-7 eigene Racker, die ihr ins Feld führen könnt. Bedeutet also dass man mit der Zeit sich doch ein wenig auf eine feste Kerntruppe festlegt. Was man auch tun muss, da nur die im Kampf agierenden Charaktere EP erspielen. Aber nach eigenen Erlebnissen findet man seine Favoriten doch relativ schnell, mit denen man zumeist in die Schlachten zieht. So platziert man also seine Helden auf farblich markierten Vierecken und beginnt den Kampf. Für jeden davon gibt es Sieg und Niederlagen Bedingungen. Meist gilt es den gegnerischen Boss, oder eine bestimmte Anzahl an Gegner zu eliminieren. Verloren hat man meist beim Ableben Altos, oder eines speziellen Mitglieds der eigenen Truppe. Sind alle Vorbereitungen abgeschlossen, läuft ein Kampf nun immer Rundenbasiert und sehr taktisch geprägt ab. Wie schon erwähnt nicht weit weg vom Fire Emblem Gameplay, klickt man eine Figur an und bekommt nun farblich unterlegt den möglichen Laufweg angezeigt.

Je nach Klasse und Ausrichtung des Helden, kann man die möglichen Feld ablaufen und erhält danach das Aktionsmenu. Hier reicht die Auswahl von Angreifen, über Warten, dem Nutzen von Items und den sogenannten Specials, ohne die auch Stella Glow nicht auskommt. Die taktischen Finessen kann man ebenfalls schnell an 2 verschiedenen Features festmachen. Zum einen welche Kampfausrichtung der Charakter hat. Agiert ihr mit Nahkampfwaffen wie Schwertern oder Speeren, sollte man natürlich nur 1-3 Felder vom Gegner wegstehen. Agiert man mit einem Charakter der einen Bogen oder eine Schusswaffe bei sich trägt, kann man sich auch weit entfernt aufstellen. Dazu kommen natürlich die Stellung und der Höhenunterschied zum Gegner. Kann man hinter dem Gegner attackieren, zieht man diesem mehr HP ab und entgeht auch den Kontern, die sowohl viele eigene, aber eben auch viel Gegner ausführen können. Man attackiert so einen Gegner, sieht wie ihm HP abgezogen werden und bekommt nach jeder einzelnen Aktion EP. Natürlich mehr wenn man einen Gegner komplett eliminiert, aber eben auch schon beim halbieren der HP Leiste. Selbst die Nutzung von Magie bringt sofort EP, was vor allem beim Thema Heilen sehr wichtig ist. Denn wie in jedem Rollenspiel sollte man natürlich mindestens einen Charakter dabei haben, der solche Aktionen ausführen kann. Denn ein kleiner Kritikpunkt ist das Item-System im Spiel.

Hier geht man einen sehr unkonventionellen Weg. Jeder Charakter hat insgesamt 5 Slots zur Verfügung. Dabei stehen ein Slot für die Waffe, ein weiterer für die Rüstung und ein dritter für spezielle Ringe zur Verfügung. Die beiden restlichen kann man mit Items füllen. Sprich nimmt man 2x Heilitems mit, kann man diese eben auch nur 2x nutzen. Ständig Items aus dem vielleicht vollen "Rucksack" nehmen geht hier also nicht. Erfordert schon ein wenig ein kleines Umdenken an manchen Stellen. Von daher sind also Charaktere mit Heilfähigkeiten durchaus lohnenswert. Positiv das aber auch diese kämpfen können und eben nicht nur auf eine Fähigkeit beschränkt sind. Dabei greift auch hier das übliche System bei Level Ups. Erspielt man 100 EP, steigt man einen Rang auf. Einhergehend damit verbessern sich zunächst alle Werte und die Charaktere erlernen von Zeit zu Zeit neue Aktionen. Genutzt werden können diese Specials über spezielle Menüs. Gutes Beispiel sind z.B. die Fernwaffendödel. Kann man Gegner mit einer normalen Attacke aus der Ferne erwischen, zieht man ihm vielleicht 20HP ab. Hat man z.B. einen Special wie den Snipershot, so verbraucht man zwar MP, zieht dem Gegner aber eben vielleicht auch 60HP ab. Dieses System ist sehr durchdacht und gibt dem Spieler durchaus eine Menge Spielraum. Kleinigkeiten gefallen hier auch, wo z.B. beim Level Up im Kampf alle Leisten komplett aufgefüllt werden.

Hat man alle Gegner eliminiert, oder zumindest das Hauptziel erreicht, gibt es eine Bewertung und Belohnungen in Form von Materialien, Geld und speziellen Items. Je nachdem wie gut man einen Kampf abgeschlossen hat, können das auch Waffen sein. Man landet danach wieder in der Hauptstadt und hat nun entweder die sogenannte Free Time zur Verfügung und darf sich in den Örtlichkeiten und Shops umschauen. Zum einen kann man seine erbeuteten Materialien verkaufen und sich zu bestimmten Zeiten neue Ausrüstungen kaufen. Klar je mehr Charaktere man hat und auch nutzt, umso teurer wird das Ganze. Nicht so gefallen hat mir die Häufigkeit der Ausrüstungen. Meist muss ein komplettes Kapitel gespielt sein, ehe der Shop neue Dinge anbietet, so dass die reine Anzahl an Waffen und Ausrüstungen recht gering ist im Vergleich zu anderen Rollenspielen. Positiv das man so durchaus den Fokus auf die Specials und eben doch den taktischen Gedanken legt. Wie gesagt man muss ja den Story Kämpfen nicht folgen. Wer einfach nur leveln will, kann sich auch Just for Fun Kämpfen in allen bereits gelösten Locations auf der Karte stellen. Auch um die Möglichkeiten neuer Charaktere kennenzulernen ideal. Denn ein weiteres Feature zeigt sich so auch mit der Zeit. Jede Waffe hat die Möglichkeit spezielle Kristalle aufzunehmen. Anfangs einen davon, kann das bis auf 5 maximiert werden. Dafür gibt es in der Stadt einen speziellen Charakter den man mit der Zeit freischaltet, der aus sogenannten Splittern einen solchen Kristall herstellen kann. Und die haben es durchaus in sich. Denn mit ihnen kann man alles Verbessern. Sei es die Klasse des Charakters, dessen Angriffswert, oder aber man entwickelt die Genauigkeit oder kritischen Treffer. Je mehr man davon tragen kann, umso mehr wirkt sich das auch aus. Gefällt mir sehr.

Die höchsten Weihen sind aber die angesprochenen Hexen, die man mit der Zeit ja selber trifft und sich der Gruppe anschließen. Agieren im Kampf wie jeder andere Charakter und haben ihre Attacken und sonstigen Möglichkeiten, können aber zusätzlich mit Alto einen speziellen Bund eingehen. In sehr schönen melodischen und gesungenen Sequenzen gemacht, kann man so globale Aktionen ausführen. Bestes Beispiel ist die Möglichkeit alle Gegner in einem Areal für 3 Runden Kampfunfähig zu machen. Natürlich dauert es bis man diese Aktion nutzen kann. Dafür muss eine spezielle Leiste in 4-5 Stufen gefüllt werden, was mit Treffern bei Gegnern nach und nach passiert. Danach müssen beide nebeneinander stehen, um die Aktion zu starten. Kann selbst in ausweglosen Situationen die absolute Wende bringen. Das Spiel an sich ist nicht beinhart schwer, aber bedingt durch den taktischen Anteil am Gameplay durchaus anspruchsvoll. Das typische Gesetz des Stärkeren greift hier nur bedingt. Wer aber seine Truppe gut mischt und immer halbwegs dass geforderte Level eines Areals innehat, erlebt ein anspruchsvolles und taktisch geprägtes Rollenspiel. Was halt immer wieder den einen oder anderen Seufzer erzeugt, sind die teils ellenlangen Dialoge in simplen Bildsequenzen. Wer sich die Zeit nimmt erfährt zwar sehr viel auch zu Nebenhandlungen und den Charakteren selber. Oftmals ertappt man sich dennoch dabei, diese Sequenzen wegzudrücken um einfach weiter zu spielen. Man will halt doch vor allem Kämpfen. Diese Sucht erzeugt das Spiel natürlich vorzüglich und punktet damit vor allem mit dem Core Inhalt, den Kämpfen. Stehen euch knapp 50 dieser Karten zur Verfügung, reicht allein das schon beim Einmaligen Besuch für viel Action. Wer dann noch zwischendurch Areale besucht, erhöht diesen Effekt um einiges. Sprich genau da wo das Spiel punkten muss, tut es das auch. Von daher lasst euch also vom Cover und dem Titel nicht täuschen. ;-)

Grafik & Sound....

Grafisch bin ich von Stella Glow sehr angetan. Das liegt weniger an den recht sterilen Karten und Stadtlocations, sondern an den sehr schön gemachten Schlachtfeldern. Diese gleichen sich nie und bieten jedes Mal aufs Neue viele Gestaltungen, sehr verspielte Umgebungen und eben taktische Elemente. Egal ob jetzt Berge nach oben, Wald & Wiesen mit Steinen und Wasser als taktisches Element, bis hin zu Wüste oder Eis. Sehr gelungene Texturen und ein toller 3D-Effekt sorgen hier für reichlich Atmosphäre. Absolutes Highlight sind aber auch die Gegner Gestaltungen. Leicht animiert und trotz ihre nicht riesigen Ausmaße sehr unterschiedlich und mit Liebe zum Detail gestaltet. Dazu kommen die Specials aller Charaktere und die Hexengesänge, die man auch opulent in Szene gesetzt hat. Hier passt wirklich vor allem in den Schlachtfeldern alles sehr gut zusammen und verwöhnt das Spielerauge auf jeden Fall. Auch technisch gibt es hier nichts zu meckern, so dass dieser Teil eine wirklich runde Sache ist.

Beim Sound ist das nicht anders. Vor allem die Gesangsstücke im typischen Japano-Style wissen zu gefallen und passen sehr gut zum gespielten. Auch sonst gibt es viele verschiedene Musikstücke, die sich innerhalb der Schlachtfelder sehr voneinander unterscheiden. Es gibt viele und auch gut gemachte Effekte im Kampf und die gute englische Sprachausgabe, runden diesen Teil positiv ab.

Fazit....

Stella Glow ist ein typischer Titel, den man eigentlich erst auf den zweiten Blick so richtig ernst nimmt. Ging mir nicht anders, wobei ein Screenshot eines Schlachtfeldes schnell Lust auf mehr macht. Nicht umsonst vergleicht man den Titel mit einem FF Tactics oder Fire Emblem. Aber und das spricht klar für das Spiel, bietet es genug eigene spielerische Ansätze, um nicht als Klon durchzugehen. Die Art der taktischen Kampfführung und die damit einhergehende Einbindung der Hexen und all der daran anknüpfenden Features erzeugen ein sehr gelungenes Flair und machen aus den Schlachten selber zeitlose Kämpfe, bei denen man als Spieler taktisch sehr viel machen und beeinflussen kann. Hier und da gibt es zwar Punkte, die nicht ganz so ausgearbeitet sind wie das Ausrüstungs- oder Item-System. Aber kein Grund das Spiel großartig zu kritisieren. Dafür punkten der Rest und dazu auch wieder die Spielzeit. 50 + X Stunden Spielzeit sprechen hier eine deutliche Sprache. Eine detailreiche Grafik innerhalb der Schlachtfelder ist zudem was fürs Auge. Der Titel hat auf jeden Fall das gewisse Etwas, das auch diesen RPG-Titel wieder aus der Masse hebt und sich auch Stella Glow im oberen Drittel der 3DS-Rollenspiele einreihen lässt. Das man dazu verschiedene Endings und einen speziellen Modus nach dem einmaligen Durchspielen erhält, rundet den sehr guten Eindruck ab.

 

+ Hohe Spielzeit
+ FF Tactics Gameplay überzeugt
+ Auch für Einsteiger
+ Viele Charaktere/Eigenschaften
+ Taktische Einflüsse
+ Gutes Entwicklungsfeature
+ Viele Ausrüstungen
- Komplett Englisch
- Sehr viel Storytexte

GRAFIK: 84%

SOUND/EFFEKTE: 83%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 83%

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