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Super Pokemon Rumble
 
 
Super Pokemon Rumble - 3DS
Matthias Engert (21.02.2012)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Ambrella / Nintendo
GENRE: Action
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Ja
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-8
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK6
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.35 Euro
SD-Card NUTZUNG: Ja
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Nein

   
Einleitung....

Mittlerweile ist der 3DS schon eine ganze Weile auf dem Markt. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten schreibt er mittlerweile ja doch seine eigene Erfolgsgeschichte. Dabei haben es manche Spiele Serien schon mehrmals auf Nintendos aktuellen Handhelden geschafft, andere wiederum sind oft gerade erst gestartet. Gutes Beispiel ist das Phänomen Pokemon. Auf den verschiedenen Systemen kann man die Umsetzungen kaum noch zählen, auf dem 3DS hat man sich lange zurück gehalten. Im Dezember war es dann soweit und der erste Pokemon Titel für den 3DS kam in den Handel. Allerdings ist es noch nicht die von vielen erwartete Edition, auf die sich viele Pokemon Fans ja freuen. Mit Super Pokemon Rumble bringt man ein ganz anderes Spielprinzip auf den 3DS. Schon ein spezieller Titel wie sich zeigen sollte, der seinen Spaßfaktor eine ganze Weile versteckt. Was der Titel also bietet und ob das Ganze auch Spaß macht, zeigen wir euch im folgenden Test.

Menus und die Story....

Super Pokemon Rumble ist mal wieder eines der "Auftragsspiele" im Hause Nintendo. Sprich man hat hier mal wieder einen externen Entwickler mit der Firma Ambrella beauftragt. Muss allerdings nichts Schlechtes bedeuten, wie manch andere Beispiele gerade auf dem 3DS gezeigt haben. Dennoch sollten Fans der reinrassigen Editionen oder auch der Erkundungsteam Spiele auf dem DS nichts Entsprechendes erwarten. Hier bietet man dann doch mal wieder ein seichteres Spielprinzip an, ohne dass wir es hier aber mit einem simplen Abendfüller zu tun haben. Bei den Rahmenbedingungen gibt sich das Spiel von der 3DS-typischen Sorte. Neben der komplett deutschen Präsentation ohne Sprachausgabe, bietet das Spiel auch einen Mehrspieler Modus, mit dem man aber nur Lokal agieren kann. Kommunikation wird dennoch groß geschrieben und der StreetPass Modus gehört auf dem 3DS zur gelungenen Variante. Zumindest ist dieser durchaus sinnvoll für Langzeitspieler. Aber dazu im Game Play Teil noch ein paar Zeilen. In Sachen Speicherplatz geht man einen sehr konservativen Weg und bietet euch einen Spielstand an, der euren Fortschritt sichert. Eher von der seichten Sorte ist hier die Story des Spiels gemacht. Wer hier auf ein typisches Pokemon Szenario hofft, sollte seine Hoffnungen gleich wieder begraben. Man setzt hier, wie beim Spielprinzip selber, auf einen klaren linearen Weg. Hintergrund des Spiels sind die Pokemon in Form von aufziehbarem Spielzeug, die der Spieler so in eine eigene kleine Welt setzen kann.

Dort kämpfen die per Wunderschlüssel aufgezogenen Racker und das Ziel im Spiel ist es reichlich andere Pokemon zu besiegen, zu sammeln und damit das ultimative Team zu formen. Damit man aber dennoch eine kleine Geschichte erlebt, haben die Entwickler den sogenannten Lichttau in das Spiel gepackt. Eine Flüssigkeit die Heilen kann und verwundete Pokemon so wieder einsatzbereit macht. Wie sich herausstellt, findet sich in der Spielzeugwelt aber auch ein Bösewicht, der selber nach dem Lichttau giert. Und schneller als man denkt, wird der Spieler zur Rettungstruppe und macht sich auf den Weg, die Bösewichte zur Strecke zu bringen. Und das auf eine recht ungewöhnliche Weise. Der Spielstart selber ist äußerst simpel und eigentlich in einem Satz dargelegt. Nach dem Einschalten erwarten den Spieler weder ein Vorspann, noch irgendwelche Menus. Ihr wählt einzig den Spielstart und die Geschichte nimmt dann eigentlich auch schon ihren Lauf. Auch später ändert sich das nicht und es gibt anstatt des Starts einfach die Fortsetzen Option. Mehr ist es hier also wirklich nicht und wir können uns direkt in das Spielgeschehen stürzen.

Technik und Game Play....

Beginnt ihr ein neues Spiel, startet hier auch die eigentliche Geschichte und ihr werdet mit dem Thema der Spielzeugfiguren vertraut gemacht. Dabei erlebt ihr den Hintergrund mit dem Lichttau und werdet in die Grundlagen des Spielsystems eingeführt. Auch das Thema Bösewichte wird hier schnell angerissen, ohne dass man euch gleich zu Beginn auf die richtige Spur führt. Wie in vielen Bereichen zieht auch hier das Spiel im Verlauf deutlich an. Überhaupt ist Super Pokemon Rumble ein Spiel, das euch zu Beginn eher langweilen wird. Zumindest war dies mein Gefühl und die anfänglich wachsende Erwartungshaltung, wird eine ganze Weile nicht erreicht. Aber glücklicherweise ändert sich das mit der Zeit. Aufhören zu lesen müsst ihr also nicht. ;-) Auf den ersten Blick ist das Spiel ähnlich angelegt wie die Erkundungsteam Spiele auf dem DS. Egal ob das die Sichtweise oder auch das normale Game Play angeht. Den Zahn der Hoffnung auf eine reinrassige Edition, kann ich euch allerdings gleich mal ziehen. Das sollte man in diesem Spiel nicht erwarten. Dabei bietet das Game mit integrierten über 600 Pokemon, mit die höchste Anzahl der kleinen Racker in einem Pokemon Videospiel. Doch was ist nun eigentlich Pokemon Rumble? Ich will euch mal das Spielsystem ein wenig näher vorstellen. Über allem steht in diesem Spiel das Sammeln von Pokemon. Nur das stetige Sammeln der kleinen Racker bringt euch hier im Spiel voran und damit auch der Lösung der Hintergrundgeschichte. Auch wenn die Verpackung mit dem Suchen nach dem besten Team ein vergleichbares Feature wie in den Editionen suggeriert. Teams in dem Sinne gibt es eigentlich nicht. Pokemon die man sammelt, um sie dann für sich kämpfen zu lassen, landen hier in einer kompletten Ablage, aus der man den aktuellen Racker auswählt und steuert.

Hier können wir gleich ein zweites Feature ansprechen. Die meiste Zeit im Spiel agiert mit nur einem Pokemon, das ähnlich wie in Adventure Spielen durch die Locations läuft. Dabei besteht nun das Spiel aus verschiedenen Welten, die in sich jeweils immer ähnliche Abläufe bieten. Es gibt in jeder Welt eine kleine Stadt, die immer euer Ausgangspunkt ist und auch einige organisatorische Dinge bietet. Dazu kommen diverse kleine Gebiete, in denen man die Pokemon sammeln kann und zu guter Letzt die übergeordneten Arenen, die es in verschiedenen Ausführungen gibt und auch ein Grund sind, dass erst ab dem Ende der zweiten Welt das Spiel in vielerlei Hinsicht besser wird. Viele der angesprochenen Arenen bieten dann auch den sogenannten Battle Royal, der dem Prinzip des Royal Rumble im Wrestling etwas nachempfunden ist. Von daher auch der Name des Spiels. Um aber dort überhaupt eine Chance zu haben, müsst ihr aber immer stärkere Pokemon zur Verfügung haben. Und das stetig und in jeder Welt aufs Neue. Denn ein fehlendes Feature im Spiel ist das Rollenspiel Game Play. Das gibt es hier nämlich nicht und ist trotz unterhaltsamer Inhalte schon ein wenig schade. Ihr könnt die Pokemon im Spiel also weder leveln, noch irgendwie anders entwickeln. Die einzige Möglichkeit besteht darin, ihnen Attacken beizubringen. Wobei aber auch dies auf eine eher ungewöhnliche Weise passiert. Von daher sind eben auch die Vergleiche zu den Erkundungsteam Spielen auf dem DS falsch. Ähnlichkeiten gibt es dagegen bei der reinen Action im Spiel, die in Echtzeit abläuft und von euch stetiges Tasten drücken erwartet. Lassen wir mal die Stadtlocation erst mal außen vor und begeben uns mal auf eine schnelle Pokemon Sammelreise.

Klar aufgeteilt sind die Screens. Die eigentliche Action spielt sich natürlich auf dem 3D Screen ab, während der Touch Screen Infos über eure gesammelte Anzahl an Pokemon und Geld bietet, sowie als große Einblendung eine Karte. Ähnlich wie in diversen Rollenspielen warten verschiedene Detailstufen im Spiel auf euch, was die Umgebungen angeht. Neben den detaillierten Stadtumgebungen, wartet eine große und einfach gehaltene Oberwelt und eben die Actionbereiche mit den einzelnen Gebieten und den Arenen. Verlässt man die Stadt, läuft man nun auf der Oberwelt herum und findet in der nahen Umgebung die angesprochenen Gebiete. Bevor man diese betritt, gibt es eine Übersicht wie viele Pokemon darin überhaupt zu finden sind. Nicht was die reine Anzahl angeht, sondern die Pokemon Arten. Das reicht von 8 - 16 möglichen Arten, wobei das Spiel auch hier wieder unterscheidet zwischen gesehen und gefangen. So ist auch später schnell ersichtlich, ob man hier schon alle Pokemon gesehen hat, und welche davon auch schon mal gefangen wurden. Betritt man nun ein solches Gebiet, so wechselt wie Kamera erneut in die leicht erhöhte Iso Sicht und neben dem Steuerkreuz oder dem Pad für das reine Bewegen des Pokemon, kommen nun die Action Tasten mit dazu. Innerhalb der festen begehbaren Wege der Gebiete, warten nun immer wieder Pokemon auf euch, die euch sofort attackieren. Diese haben nichts anderes im Sinn, als eure jederzeit sichtbare Lebensleiste auf null zu bringen. Das gleiche planen nun auch wir und dazu eben noch das möglichst zahlreiche Sammeln der Pokemon. Das Prinzip ist simpel und einfach. Per und A und B Tasten könnt ihr 2 Attacken des gerade aktiven Pokemon ausführen. Es gibt auch genug, die nur eine Attacke beherrschen.

Logisch das diese jedem Pokemon auch zugehörig sind. Also ein Flamara mit einer Aquaknarre, werdet ihr hier nicht antreffen. ;-) Die Gesetzmäßigkeiten bleiben also unangetastet. Kommen also als Beispiel 5 gegnerische Pokemon auf euch zu, so gilt es mit der eigenen Attacke in Echtzeit diese zu besiegen. Sind deren Lebensleisten auf null, so hinterlassen sie euch zum einen Geld und was noch viel wichtiger ist, sich selbst als neue Spielzeugvariante, die man herumliegend aufsammeln kann. Einmal eingesammelt landet das so erbeutete Pokemon in eurem Fundus und ihr könnt über die X-Taste dorthin wechseln. In einer großen Übersichtstabelle könnt ihr nun jedes Pokemon begutachten und Statistiken, Attacken und Werte einsehen. Und wieder muss man sich von gewissen Hoffnungen verabschieden. Egal ob man gegnerische Pokemon besiegt oder sammelt. Es gibt weder Erfahrungspunkte noch ein Level. Hier ist alles abhängig vom sogenannten Stärkewert. Sammelt man ein Pokemon ein, so steht neben dem Namen eine Zahl, nehmen wir mal die 1000. Das ist der Stärke Wert, auf dem unter anderen die verfügbaren KP aufbauen. Im späteren Verlauf kann man von den Pokemon zumindest auch spezielle Varianten einsammeln. Im Normalfall sammelt man nur die Grundvariante, während später Spitznamen auch verbesserte Fähigkeiten ergeben. So gibt es dann z.B. von gesammelten Pokemon die Variante "K.O-Schläger", was eine verbesserte Attacke mit sich bringt. Im Zweifel sollte man sich dann eh für diese Varianten entscheiden. Aber das System bietet noch ganz andere Dinge. Nämlich die reine Masse an Pokemon. Und damit meine ich nicht die über 600 enthaltenen. Hier im Spiel ist es möglich von einem Pokemon locker mehrere zu besitzen. Ist also ein Pokemon in verschiedenen Gebieten sehr oft vertreten, so sammelt man das öfters mehrmals. Dabei unterscheiden die sich dann in Sachen Stärke, KP und Attacken stark voneinander.

Ihr könnt so als Beispiel mal 200 Pokemon mit euch herumtragen, wobei aber im Detail nur 30 verschiedene dabei sind. Das man mehrere bei sich hat ist natürlich sinnvoll und ja auch gewollt. Zum einen bietet das Spiel ein sogenanntes Leben Feature. Bei allem was ihr gerade tut, habt ihr 3 Versuche zur Verfügung. Verliert ihr ein Pokemon, so könnt ihr 2x ein neues wählen. Hier ist natürlich ein Wechseln per Hand die viel bessere Alternative, zumindest in den normalen Gebieten. Aber speziell in den Arenen später ist dies eben nicht möglich. Da erlebt man dann auch mal den Verloren Bildschirm und findet sich in der Stadt des aktuellen Gebietes wieder. Dort ist das Zentrum der sogenannte Lichttau Brunnen, über den ihr alle "gefallenen" und angeschlagenen Pokemon wieder heilen könnt. Am Ende der jeweiligen normalen Gebiete, wartet dann immer ein Endboss auf euch. Meist ein höherwertiges Pokemon der dritten Stufe, das beim erstmaligen Besiegen nur Geld hinterlässt. Auch hier muss man die Gebiete mehrmals durchspielen, um dann auch die Bosse als sammelbare Spielzeug Pokemon zu bekommen, die man dann ganz normal auch einsetzen kann. Die Gebiete sind nun immer in Themen eingeteilt und man findet darin Pokemon nicht wahllos. In Strandgebieten findet man also bevorzugt Wasser Pokemon, während in Höhlen eben Gestein oder Feuer Pokemon anzutreffen sind. Wer dann einmal alle Gebiete in einer Welt geklärt hat, darf sich den Arenen widmen. Anfänglich wartet hier nur die einfache Variante der Battle Royal Action auf euch. In einem großen Areal warten insgesamt 29 Pokemon auf euch. Wie es bei diesem Prinzip üblich ist, kämpfen hier alle gegeneinander und wer als letzter übrig bleibt hat gewonnen. Das solltet natürlich ihr sein und 3 starke Pokemon aus der aktuellen Welt sind immer Pflicht. Auch wenn der Pokemon Typ eine große Rolle spielt.

Denn auch die Gesetzmäßigkeiten in Sachen Attacken Art greifen hier natürlich. Gegnerische Feuer Pokemon sind natürlich mit einem eigenen Wasser Pokemon einfacher zu besiegen. Nur mischt man im Spiel eigentlich sehr viel, so dass es die Allround Lösung nicht gibt. Hier muss man selber mit der Zeit seine Erfahrungen sammelt. Nehme ich meine Spielweise und Erfahrung, so hat man mit der Zeit so seine Favoriten für die Gebietsaction und wieder andere für die Arenen. Das schaukelt sich so sehr gut hoch. Hat man nun eine Arena gewonnen, öffnet sich das dort vorhandene Welten Tor und man darf zur nächsten Welt vorrücken. Dort geht die Geschichte weiter, die immer in gelungenen 3D Sequenzen erzählt wird, man landet in der örtlichen Stadtlocation und macht sich danach wieder auf die Pirsch auf der Oberwelt. Neue Gebiete, Arenen und mit der Zeit neue Varianten warten dann auf euch, die eben das gesamte Spielprinzip angenehm auflockern. Vor allem die dann verfügbaren Teamkämpfe haben mir gut gefallen. Denn hier führt man neben seinem Hauptpokemon noch 2 weitere in aufeinanderfolgende Arenen. Speziell diese Auswahl ist äußerst wichtig und der nur hier wichtige Team Gedanke macht sehr viel Spaß. Denn die anderen beiden kämpfen selbstständig und erst bei "Ableben" eures Pokemon, kann man auch die Rolle eines Team Mitglieds übernehmen. Zumindest dann, wenn man diese Funktion freigeschaltet hat. Auch dies bietet das Spiel, dass man bestimmte Inhalte und Feature erst freispielen muss. Aber alles auf einem linearen Weg, so dass man da nichts übersehen kann. Die Frontalkämpfe als dritte Variante sind dann eher eine sehr kurze und knackige Angelegenheit. Hier werden die Stärkewerte der 10-15 stärksten Pokemon aus eurem Fundus zusammengezählt. Ist dieser Gesamtwert höher, als der des Gegnertrupps, kann man per A-Tasten Gehämmer diesen Kampf gewinnen. Hat man das nicht, muss man sich auf die Suche nach neuen und stärkeren Pokemon machen.

Genau das ist dann immer wieder der spielerische Kern. Je weiter man kommt im Spiel, umso stärker müssen eure Pokemon sein. Und das schafft man eben nur, wenn man stetig alle Gebiete durchforstet, teilweise mehrmals und sich so den Gegnern stellt. Zwar kann man schon durch die Wahl des Pokemon einen Vorteil gegenüber den Gegnern holen, aber eben auch nicht extrem. Denn die in einer Welt gesammelten Pokemon sind ähnlich stark wie die Arena Gegner am Schluss der Welt. Hier fehlt eben das Entwickeln und Leveln. Man kann sich keine Kampfmaschinen züchten und hat damit auch nicht den Bezug zu den Pokemon wie in einer Edition. Das muss man sich dann eben auch vor Augen führen, wenn man sich für das Spiel interessiert. Von daher bleibt hier das "Durchrennen" durch die Gebiete, um die Bosse und Arenen zu schaffen. Mehr ist es dann spielerisch eigentlich nicht. Zumindest was den Kernbereich angeht. Garniert haben das die Entwickler noch durch andere Dinge und ich komme noch mal zurück zur Stadtlocation. Mit der Zeit sind alle Welten über die Städte miteinander verbunden, sprich man kann von Welt 4 als Beispiel jederzeit wieder zu Welt 1. Warum man das macht? Ganz einfach, teilweise fordert man für bestimmte Kämpfe ganz bestimmte Pokemon und vor allem bietet das Spiel auch viele versteckte Pokemon an. So gibt es in der Stadt z.B. das StreetPass Feature. Trifft man auf Spieler über diese Kontaktmöglichkeit, gehen sie in eurem Spielzeugladen einkaufen. Das bringt euch Geld in die Kassen und wird auch gezählt. Bei 5 oder 10 Besuchen usw., schaltet man seltene Pokemon frei, die dann meist in frühen Gebieten plötzlich mit auftauchen. Cool ist hier übrigens, dass auf eurem 3DS gespeicherte Mii's auch genutzt werden. Beispiel ist der Wii Mii meiner Konsole, der ja auch auf den 3DS kopiert werden kann.

Dort einmal in der Mii Lobby vorhanden, besucht euch der Racker im Spiel und wird somit mitgezählt. Alle Mii Lobby Helden werden hier also mit einbezogen. Finde ich gut und erfreut auch die Spieler, die vielleicht niemanden per StreetPass unterwegs treffen. Weiterhin bietet die Stadt auch die Möglichkeit Attacken zu kaufen. Allerdings teuer und auf gut Glück. Ob man die Attacke schon hat, oder nicht will, interessiert das Spiel dabei nicht. Das Geld ist auf jeden Fall weg. Dazu bietet jede Stadt den Mehrspieler und auch ein Gebäude, wo man Pokemon wieder freilassen kann. Wer also noch schwache Burschen mit sich herum schleppt, oder von einer Art 20 Stück besitzt, kann diese hier freilassen. Sie hinterlassen Geld und bei einer entsprechenden Menge eines Pokemons wieder seltene Varianten. Sind so die Kleinigkeiten, die sobald sie passieren, dann eben doch auch motivierend wirken. Beim Rest bleibt es beim roten Faden des Systems, das allerdings immer anspruchsvoller wird, ohne aber unfair zu werden. Dementsprechend überraschend hoch ist auch die Spielzeit, die locker mit 20 Stunden angesetzt werden kann. Denn ehe man das Geheimnis um den Lichttau und vor allem das "Story-Pokemon" hier gelöst hat, vergeht mehr Zeit als man denkt…

Grafik & Sound....

Beim Thema Grafik macht das Spiel in einem speziellen Bereich eine recht gute Figur, besticht sie doch durch einem recht gelungenen 3D Effekt, der eine sehr gute räumliche Darstellung der einzelnen Areale mit sich bringt. Auch wenn die Hauptakteure nicht riesig sind, wirkt die Action im direkten Spielumfeld recht plastisch. Allerdings täuscht das nicht darüber hinweg, dass die reine Background Grafik relativ einfach gehalten ist. Die Oberwelt sowieso, aber auch innerhalb der festen Areale gibt es nun nicht so viel zu sehen. Ausnahme sind da noch die jeweiligen Städte in den einzelnen Gebieten. Hier findet man eine verspielte grafische Gestaltung vor. Dezent aber dennoch angenehm eingebettet sind die einzelnen Effekte. Das betrifft zu einen, trotz der kleinen Charaktere, deren Wiedererkennungswert und vor allem viele Attacken. Hier sieht der geneigte Pokemon Crack auch meist, welche Attacke er gerade einsetzt. Einzig die Boss Gegner zeigen immer wieder ein anderes Bild. Teils riesig, stellen sie natürlich durch ihre Größe das Highlight in diesem Bereich dar. Etwas unübersichtlich in meinen Augen wird es gerne mal in den Rumble Arenen. Dabei ist es egal, ob man allein kämpft, oder Mitstreiter mit Fahne mit einem unterwegs sind. Wenn da knapp 20 Racker gleichzeitig ihre Attacken auf engem Raum ausführen, muss man manchmal genau hinschauen, wer eigentlich das eigene Pokemon ist. Gewöhnt man sich aber dran. Lob gibt es für die Abwechslung. Anfänglich denkt man immer, nur 2-3 Themen zu finden, streut man mit der Zeit doch mehr als man denkt. Gerade alternative Burgen oder Höhlen Orte, schaffen hier eine angenehme Abwechslung. Auch die gelungenen Winterlandschaften in der 4. Welt können hier punkten. Technisch ohne Probleme, so dass sich der Spieler voll und ganz auf den spielerischen Teil konzentrieren kann. So soll es auch sein.

Beim Sound gibt es nicht so viel zu berichten. Hier ist das Spiel ganz im Stil der Pokemon Spiele gehalten. Viel belangloses Gedudel in meinen Augen, das weder nervt, aber auch keinen Grammy gewinnen würde. In Sachen Effekten ist dagegen viel dabei, auch wenn es ebenfalls keine epischen akustischen Ausmaße annimmt. Viele Attacken sind hörbar umgesetzt und auch einige spezielle Pokemon Klänge sind hier und da zu hören. Oft sind es typische und einfache Kampfgeräusche, die hier aber passen und das Spielgeschehen unterstützen.

Multiplayer....

Der Mehrspieler ist eine spezielle Sache. Weniger für die Gelegenheitsspieler in meinen Augen, sondern wirklich für 2 Pokemon Cracks gemacht. Nachteil hier dürfte die Multicard Variante sein. Auf der anderen Seite ist dies natürlich notwendig, damit beide Spieler ihre Pokemon in den Kampf führen können. Ist das der Fall, könnt ihr einen Mitspieler in jeder Stadt dazu holen und von da an gemeinsam auf Pirsch gehen. Natürlich macht man sich damit das Spiel leichter, ohne dass es ein Selbstläufer wird. Zumindest was die begehbaren Bereiche angeht. Denn zum einen sind nur die Areale möglich, die auch beide Spieler schon erreicht haben. Zum anderen muss man auf die Battle Royal Arenen verzichten, die nicht zu zweit möglich sind. Als Entschädigung finden die Spieler mehr Pokemon, als das im Solospiel der Fall ist. Oder sagen wir besser, man kann schneller Pokemon einsammeln. Später ist dann auch ein Austausch zwischen den Spielern möglich. In meinen Augen gut geeignet für 2 Cracks. Für eine Runde Zwischendurch, empfinde ich den Zweitkauf als nicht notwendig.

Fazit....

Super Pokemon Rumble ist in vielen Bereichen ein Spiel, dem man lange Zeit nicht so viel abgewinnen kann. Gerade die ersten beiden Welten spielt sich das Ganze ein wenig langatmig. Immer irgendwie das Gleiche und vor allem wenig herausfordernd. Wieder mal werden aber die ausdauernden Spieler belohnt. Denn zum Ende des zweiten Bereiches mit der Oststadt, zieht der Spielspaß doch spürbar an. Zum einen weil die Schwierigkeit einfach höher wird und vor allem, weil die alternativen Battles freigeschaltet werden. Speziell die Team Kämpfe machen eine Menge her und die Auswahl ist jedes Mal wirklich eine kleine Wissenschaft. Man sollte sich zwar schnell von einigen Ansprüchen verabschieden, speziell was das Entwickeln der Pokemon angeht, muss sich mit der Zeit aber dennoch viele Gedanken machen. Zwar ist der Bezug zu den einzelnen Pokemon nicht mit den Editionen zu vergleichen, aber man findet auch hier so seine Favoriten. Auch die Spielzeit ist um einiges höher, als man das nach den ersten Arealen erwartet. Ein flüssig spielbares Pokemon Spiel mit viel Action und einem klaren Spielziel, dass sich an einige Pokemon Regularien hält, aber mit dem Action Prinzip auch Gelegenheitsspieler unterhält. Eine echte Alternative zu einer reinen Edition oder den Erkundungsteam Spielen auf dem DS stellt die Rumble Variante aber nicht dar. Dazu fehlt dann insgesamt doch der Tiefgang.

 

+ Flüssiges Game Play/Spielzeit
+ Simples Gesetz des Stärkeren
+ Einfache Steuerung/Kampfmodi
+ Über 600 Pokemon enthalten
+ Gute StreetPass Einbindung
+ Gelungener 3D Effekt
+ Komplett Deutsch
- Story nur Beiwerk
- Keine Pokemon Entwicklung
- Kein Leveln oder RPG Feature
- Mehrspieler nur für Cracks

GRAFIK: 76%

SOUND/EFFEKTE: 73%

MULTIPLAYER: 68%

GESAMTWERTUNG: 73%

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