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3DS Spot the Differences
 
 
Spot the Differences - 3DS
Matthias Engert (16.03.2014)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Sanuk Games
GENRE: Puzzle
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Nein
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-7
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK0
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.20 Euro
SD-Card NUTZUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Nein

   
Einleitung....

Alles was sich um Denkspiele, Puzzle-Games oder diverse Wimmelbild Varianten dreht, fällt hierzulande auf recht fruchtbaren Boden. Nicht umsonst werden mit diesen Spielen bei uns immer wieder recht gute Umsätze generiert. Auch wenn das Genre durch die Smartphones und Tablets bei weitem nicht mehr so besetzt ist, wie vor einigen Jahren noch. Dennoch erscheinen regelmäßig Spiele dieser Machart, die wir euch natürlich auch gerne vorstellen wollen. Spot the Differences schlägt nun genau in diese Kerbe und soll den interessierten Gamer mit einer Mischung aus Suchbild und Denk-Spiel ködern. Ob das den Entwicklern gelungen ist, zeigt euch wie immer der folgende Test.

Menus und die Story....

Als Publisher des Titels tritt hier mal wieder Bigben Interactive auf, die den 3DS Software Markt immer wieder mit Software dieser Art unterstützen. In Sachen Entwickler war hier die recht unbekannte Firma Sanuk Games für den Titel verantwortlich. Eher zuhause auf den Handys dieser Welt, entwickelte die Softwareschmiede aus Thailand seit 2003 aber auch ab und an mal Spiele für die Wii und DS. Bei den Rahmenbedingungen spürt man die DS Vergangenheit durchaus, und der Titel könnte abseits des 3D-Effekts auch locker als DS Game durchgehen. Wobei sich die Nintendo Handhelds ideal für das Spielprinzip eignen. Was man im Spiel an Texten vorfindet, und das ist erwartungsgemäß nicht viel, ist auch komplett lokalisiert worden. Der Rest in diesem Bereich ist schnell erzählt. Es gibt leider weder einen Mehrspieler, noch sonst irgendeinen Kontakt nach Außen. Hätte sich durchaus angeboten, was auch für Möglichkeit eines Download Contents gilt. Ständig neue Bilder und damit spielbare Inhalte, hätten dem Spiel sehr gut zu Gesicht gestanden. Eine Story gibt es in einem Casual Spiel wie diesem natürlich nicht. Als Suchbild-Spiel umgesetzt wäre das auch sehr überraschend gewesen. Hier geht es wirklich nur darum, sich immer wieder für kurze Zeit mal die Zeit zu vertreiben. Dafür ist das Spiel gemacht und gehört damit natürlich auch klar in die Casual Ecke auf dem 3DS. Der Spielstart ist dann auch wenig aufregend. Sofort nach dem Einschalten landet ihr auf dem Hauptmenu, das euch 3 Punkte anbietet. Neben dem reinen Spielen-Modus, gibt es hier eine Rangliste in Sachen Highscores, der zumindest einen verkappten Mehrspieler abdeckt. Da jeder Durchgang mit einem eigenen Namen abgespeichert werden kann, spricht ja nichts gegen eine Hot-Seat Variante. Letzter Punkt sind die Optionen, in denen man aber einzig den Sound abschalten und die Credits einsehen kann. Nun aber genug mit den vorbereitenden Worten. Wollen schauen ob das Spielprinzip auf dem 3DS unterhalten kann.

Game Play....

Um loslegen zu können, startet man hier über das Hauptmenu den Punkt "Spielen". Wer jetzt noch diverse spielerische Modi erwartet, liegt aber weit daneben. Denn das Spiel beginnt sofort, ohne Einleitung oder sonstige erklärende Dinge. Ist aber auch nicht nötig. Worum geht es nun in Spot the Differences? Der Kern des Gameplays ist es, in speziellen Bildern, jeweils 5 Unterschiede zu finden und diese entsprechend zu markieren. Dabei verfügt das Spiel über 150 enthaltene Fotos aus verschiedenen Themengebieten. Wie es sich für ein Spiel dieser Art gehört, stammen die meisten aus den Bereichen Essen, Tiere, Natur oder Gebäude. Für zwischendurch eignen sich die Bilder auf jeden Fall, da auch die Qualität sehr passend umgesetzt wurde. Die Bilder selber sind nun etwas größer als der 3D-Screen, so dass man zumindest horizontal über das Schiebpad das Bild nach oben und unten bewegen kann. So wird das Ausgangsbild auf dem 3D-Screen dargestellt, während auf dem Touch Screen das oberflächlich gleiche Bild angezeigt wird. Aber eben nur fast, sonst wäre der Sinn des Spiels ja auch nicht gegeben. ;-) Das Bild auf dem Touch Screen bietet nun 5 kleine, aber feine Unterschiede gegenüber dem Gegenstück auf dem 3D-Screen. Ziel ist es nun diese zu finden und auf dem Touch Screen die entsprechenden Stellen anzutippen. Liegt man richtig, erscheint ein Kreis darum und man füllt eine Sternanzeige auf der linken Seite des 3D-Screens. Dort sind derer 5 Sterne angebracht, die man möglichst alle füllen sollte, um das Bild komplett zu lösen. Dabei sind die Unterschiede von einfach bis wirklich böse verteilt. Nehmen wir mal Bilder mit dem Thema Essen, so findet man oft die berühmten Obstkörbe, wo als Beispiel im Original die Tomate rot ist, während auf dem Touch Screen das Gegenstück die grüne Tomate bietet. Das ist natürlich nicht gerade schwer zu finden. Aber es gibt auch solche Varianten, bei denen sich z.B. die Maserung einer Katze ganz leicht vom Original unterscheidet.

Hier findet man wirklich für alle Schwierigkeiten genug Beispiele. Nun kommen aber noch ein paar weitere Rahmenbedingungen dazu, die den Unterhaltungswert und Anspruch durchaus noch heben. Dabei stechen 2 Features ganz klar heraus. Zum einen hat man natürlich nicht unendlich Zeit und findet auf der rechten Seite des 3D-Screens eine Zeitleiste. Knapp 30 Sekunden hat man theoretisch Zeit, um alle 5 Unterschiede zu finden. Und selbst im Bereich der Zeit gibt es noch einen markanten Punkt. Denn sobald man sich mal vertut und auf dem Touch Screen die falsche Stelle antippt, werden einem sofort gut 10 Sekunden abgezogen. Das es sich lohnt durchaus genau hinzuschauen, dafür sorgt nun der zweite markante Punkt im Spielsystem. Um in der Bestenliste wirklich weit oben zu stehen, muss man zwingend Kombos erspielen. Da geht hier nur dann, wenn man innerhalb der Zeit alle 5 Unterschiede findet. Dann nämlich erscheint sofort das nächste Bild, so dass man theoretisch alle 150 Bilder hintereinander lösen könnte. Glaubt mir, das ist eigentlich unmöglich. ;-) Es sei denn man hat irgendwann mal alle Bilder schon gesehen und gespielt. Aber je mehr Bilder am Stück gelöst werden, umso höher der Punktwert. Und wie schon erwähnt können hier auch mehrere Spieler teilnehmen. Ist einer mit seinem Durchgang fertig, kann man den 3DS weiterreichen und den nächsten an die Materie lassen. Denn egal ob man nun 1 Bild löst oder eben 10, den erspielten Punkten kann man bei jedem Versuch einen anderen Namen geben. Dabei werden die 10 höchsten Scores fest gespeichert und sind dann auch jederzeit einsehbar.

Größte Schwierigkeit bleibt dabei die Zeit in den einzelnen Durchgängen, was durchaus eine gewisse Hektik beim Spieler erzeugt. Speziell wenn man 4 Unterschiede gefunden hat, die Leiste fast leer ist und man extrem angestrengt den letzten Unterschied noch sucht. Auch diesen Aspekt sollte man nicht unterschätzen. Man sollte schon konzentriert zur Sache gehen. Mal so schnell schnell die Unterschiede finden, klappt hier nur bedingt. Man merkt mit der Zeit auch durchaus, dass man sich selber mit den Themen mal mehr und mal weniger schwer tut. Es gibt Themen da findet man relativ schnell die Unterschiede, bei anderen sieht das schon wieder ganz anders aus. Von daher ist der Titel beileibe kein Kinderspiel. Besonders Gebäude und Landschaften haben es gerne mal in sich, während bei Tierfotos und kulinarischen Darstellungen die Unterschiede doch leichter zu finden sind. Wie gesagt für Zwischendurch ist das Spiel durchaus zu gebrauchen und bietet auch einen ordentlichen Anspruch.

Grafik & Sound....

Grafisch kann man so viel hier gar nicht schreiben. Denn das Spiel besteht je eigentlich nur aus Standbildern und winzigen Effekten. Was man den Entwicklern aber anrechnen kann, ist die Foto Auswahl, die ja nicht einfach so genommen wurden, sondern so ziemlich alle einen Copyright Hinweis haben. Sprich einfach mal die Kamera aus dem Entwicklerstübchen gehalten, haben die Jungs nun auch nicht. Die Qualität ist ansprechend bis sehr gut und besticht auch durch einen markanten 3D-Effekt. Mit der Zeit fast schon hinderlich, da dieser beim ständigen Betrachten durchaus auf die Augen geht. Aber keine Sorge, man muss ihn nicht aktivieren, um nun die Unterschiede zu finden. Technisch gibt es hier nichts zu bemängeln, was aber aufgrund des Inhalts auch nicht weiter überrascht.

Beim Sound gilt die gleiche Einschätzung. Minimalismus auf breiter Front, wobei das in einem Spiel wie diesem kein Negativpunkt ist. Wirkt ein bisschen wie belanglose Kirmesmusik, die den Spieler eher begleitet, als das man diese nun speziell wahrnimmt. Ein typischer Casual-Dudelsound, der nicht nervt, aber eben auch keine Greatest Hits füllen wird. ;-)

Fazit....

Spot the Differences ist ein ordentlicher Vertreter des Puzzle und Denkspiel Genres. Auch wenn das Spielprinzip sich nur auf ein Feature beschränkt, die angepeilte Zielgruppe wird unterhalten. Ehe man alle Bilder wirklich mal komplett gelöst bekommt, vergehen auch einige Stunden, so dass auch der Unterhaltungswert und die Spielzeit gelungen sind. Die enthaltenen Fotos sind qualitativ gelungen und bieten auch viele knackige Unterschiede, die man wirklich erst einmal finden muss. Dazu das Zeitfeature und die Tatsache über Kombos die Punktzahl zu steigern, können hier punkten. Das Genre revolutionieren tut das Spiel aber nicht. Dazu hätte man ruhig noch ein paar mehr Modi, speziell einen richtigen Mehrspieler oder auch die Möglichkeit herunterladbarer Inhalte einbauen müssen. So bleibt ein ordentlicher Casual Titel für unterwegs, der relativ günstig zu haben ist.

 

+ Ideal für Zwischendurch
+ 150 Fotos enthalten
+ Bildqualität gelungen
+ Durchaus anspruchsvoll
+ Score Modus enthalten
- Kein Kontakt nach Außen
- Download Content wäre gut

GRAFIK: 67%

SOUND/EFFEKTE: 55%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 66%

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