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3DS - Story of Seasons: Trio of Towns
 
 
Story of Seasons: Trio of Towns - 3DS
Matthias Engert (18.02.2018)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Marvelous
GENRE: Simulation
SPIELER: 1(4) Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Ja
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-7
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK0
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.35 Euro
SD-Card NUTZUNG: Ja
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Ja/Nein

   
Einleitung....

In der Spiele-Szene gibt es ja einige ungeschriebene Gesetze. Eines davon ist das Thema, wie feiere ich ein Jubiläum? Wie so oft will man euch daran teilhaben lassen und natürlich nur euer Bestes. ;-) Eines ist dabei immer Pflicht. Wer ein paar Jahre auf dem Buckel hat in Sachen Spieleserie, bekommt ein Jubiläumsspiel. Mal tun uns die Entwickler damit etwas Gutes, manchmal war es dann doch nur gut gemeint. Heute kümmern wir uns um die Serie Story of Seasons, die mittlerweile auch 20 Jahre auf dem Buckel hat. Da wir ja auch schon diese Marke erreicht haben, trifft hier also Rentner auf Rentner, wenn man es mal etwas blumig ausdrücken will. ;-) Als Vertreter der Farmspiele, konnte die Serie bisher immer überzeugen und speziell der Vorgänger auf dem 3DS kam, sah und siegte. Was Harvest Moon nur bedingt erreichte, schaffte Story of Seasons schnell. Nämlich auch die ältere Zielgruppe in Sachen Farm, Tiere und Wirtschaft anzusprechen. Mit Trio of Towns versucht man nun das Jubiläum gebührend zu feiern. Für uns natürlich nur ein Grund von vielen, den Titel mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Menus und die Story....

Einmal mehr waren die Jungs von Marvelous für den Titel verantwortlich, während Nintendo in unseren Breiten wieder die Publisher Rolle übernommen hat. Von daher gibt es bei den Rahmenbedingungen auch keine Überraschungen. Zunächst bekommt man ein komplett lokalisiertes Spiel, was der durchaus auch jungen Zielgruppe entgegen kommt. Dazu kommt ein gelungener grafischer Aspekt mit sehr schönem 3D-Feature. Auch beim Thema Speicherplätze müssen wir keine Kritik üben und es stehen hier wieder 2 gleichzeitig nutzbare Spielstände zur Verfügung, die im Spiel punktgenau und jederzeit genutzt werden können. Streetpass ist mit an Bord, genau wie ein Mehrspieler Modus. Dieser greift Offline wie auch Online und bringt nicht nur hier Erinnerungen an alte Animal Crossing Games an den Spieler. Übrigens nicht die einzigen Parallelen. Auch eine Geschichte bringt der Titel mit, auch wenn diese sehr typisch für das Genre, relativ seicht und belanglos erscheint. Dieses Mal dreht sich alles um einen jungen Farmer, der wie gewohnt weiblich oder männlich sein kann und von einem Verwandten dazu überredet wird, sich um die Geschicke einer Farm zu kümmern. Neu und auf lange Sicht sehr lohnenswert, ist die Tatsache in der Nachbarschaft von 3 Städten arbeiten zu können. Anfänglich allerdings nur eine davon erreichbar, gilt es durch stetiges arbeiten und wirtschaften die anderen zu erreichen und reichlich Handel mit seinen Nachbarn zu treiben. Verpackt wieder in ein Spiel, das einiges bieten sollte, aber wie immer lange Zeit seine Möglichkeiten gut versteckt. Sprich auch hier werden wie im Vorgänger die Langzeitspieler angesprochen und entsprechend belohnt.

Auch hier nimmt man euch gleich zu Beginn atmosphärisch in das Thema mit und Parallelen zum Vorgänger sind nicht nur hier schnell zu sehen. Der Start in das Spiel stimmt euch wieder mal mit einem wirklich schönen Render-Vorspann ein, der die Farm in allen Jahreszeiten kurz zeigt, aber eben qualitativ überzeugt und sofort Lust auf mehr macht. Danach wartet das äußerst spartanische Hauptmenu, das mit der Zeit allerdings etwas erweitert wird. Beim ersten Start steht euch einzig das Neue Spiel zur Verfügung. Mit der Zeit kommt natürlich der Punkt "Spielstand Laden" mit dazu. Anders als früher hat man den Mehrspieler dieses Mal in das Hauptspiel selber integriert, was durchaus positiv gelungen ist. Aber dazu muss im Spiel erst einmal etwas erreicht werden. Auch eine der ganz großen Stärken im Spiel, das man immer wieder überrascht wird und die Möglichkeiten stetig mehr werden. Also nicht lange gefackelt und wir schauen, was Trio of Towns so zu bieten hat.

Technik und Game Play....

Trio of Towns beginnt in Sachen Spielstart genau wie sein Vorgänger und gibt euch als Spieler die Wahl, wie schwer oder anspruchsvoll ihr das Ganze haben wollt. Denn es gibt hier eine Wahl des Schwierigkeitsgrades, der in 2 Varianten wählbar ist. Wenn man so will Leicht und Normal. Ältere Spieler sollten auf jeden Fall Normal wählen. Danach kann man wählen ob man als Mädchen oder Junge spielen will, was allerdings spielerisch keine Auswirkungen hat. Man personalisiert seinen Charakter und startet mit der Begrüßungssequenz, die mittels InGame Grafik immer wieder auf euch warten. Die typischen leicht animierten Varianten, die per Sprechblasen die Gespräche abdecken. Danach bekommt man auch schon die typischen Grundlagen zu sehen, die noch wenig Neues bieten, aber eben auch nicht müssen. Natürlich spielt sich alles auf dem 3D-Screen ab, während der Touch Screen sämtliche Menüs, den angenehm großen Rucksack, eine große Karte des gesamten Gebietes und die typischen Anzeigen in Sachen Zeit, Datum und Geld bietet. Auch hier geht man natürlich keine neuen Wege. Das Spiel besteht aus 4 Jahreszeiten mit je 31 Tagen, die wenn man so will im Zeitraffer ablaufen. 1 Minute im Spiel entspricht ungefähr einer realen Sekunde. Von daher gewohntes Zeitmanagement, das wir schon seit Jahren so kennen. Natürlich gibt es auch hier ein Tag/Nacht System wie in früheren Spielen. Auf dem 3D-Screen werden die Informationen durch weitere Anzeigen ergänzt. Zum einen ganz wichtig die Anzeige für den Fitness Zustand des Charakters. 5 Herzen findet man hier, die bei einer vollkommenen Erschöpfung beim Besuch im örtlichen Krankenhaus enden. Auch das ist nicht neu. ;-) Dazu kommt das aktuelle Wetter per Symbol und das Shortcut Feld für alle möglichen Aktionen im Spiel. Dabei ist das Spiel nun so angelegt, dass ihr zum Start mit wenigen Möglichkeiten ausgestattet seid, aber nicht vollkommen arbeitsunfähig.

Allerdings und das empfand ich in Trio of Towns bemerkenswert, bekommt ihr eine Menge Geld zum Start. Mit 50.000 Münzen seid ihr hier gut dabei und könnt so vom Start weg recht gut in vieles schnell investieren. Vorher kümmern wir uns die Sichtweise und Grundlagen der Steuerung. Per Schiebepad könnt ihr den Helden bewegen, habt per B-Taste eine Sprungfunktion und könnt mit der A-Taste alle möglichen direkten Aktionen ausführen. Per Steuerkreuz hat man im Freien einen 2fach Zoom, den man aber eigentlich nicht braucht. Die Sichtweise ist wie gewohnt in diesen Spiel schräg von oben und bietet in der Standard Variante eine sehr gute Übersicht. In meinen Augen ideal für ein Farmspiel dieses Genres. Mit X und Y kann man später diverse Spezialaktionen ausführen, die aber meist innerhalb von Menüs genutzt werden. Das eigene Haus bietet zu Beginn nur eine kärgliche Ausstattung. Neben einem Bett, über das ihr auch zum nächsten Tag wechseln könnt, wartet hier der typische Kalender, Kisten zur Aufbewahrung und ein Schrank zum Umziehen. Ja es gibt auch wieder ein Klamotten Feature im Spiel, das man vom Umfang aufgebohrt hat. Kein Muss, aber wer möchte kann hier auch seinen Kleiderschrank füllen. Soweit so gut und ihr wollt ja eure ersten Gehversuche starten. Und natürlich vergleicht man zunächst jede Spielminute mit dem Vorgänger und entfernt mit dem "kleinen Bruder" Harvest Moon. Also geht man zunächst mal nach draußen und findet neben seinem Haus gleich mehrere kleine Parzellen, in denen man seine Felder anlegen kann. Hier muss ich sagen haben die Entwickler wieder nachgedacht und ein Felder Handling weiter entwickelt, das vor allem mit der Zeit immer besser wird und sehr durchdacht ist. Stichwort Feld anlegen, Gießen und Ernten. 3 ganz elementare Dinge in einem Spiel wie diesem und oft genug Grund für viel Kritik. Nicht in Trio of Towns.

Zunächst könnt ihr via R-Taste das Shortcut Menü aufrufen und könnt dort unter 3 Kategorien schnell durchschalten. Werkzeuge, Saatgut und sonstige Dinge wie Nahrung, um sich selber zu stärken. Will man nun ein Feld anlegen, wählt man so fix die Hacke aus. Übrigens haben alle Werkzeuge zu Beginn die Wertung "Alt". Bedeutet auch hier gibt es noch vieles zu entwickeln. Habt ihr die Hacke in der Hand wird euch gleich das 3x3 Feld angezeigt und ihr drückt mehrmals die A-Taste und habt das Feld angelegt. Die Zeiten wo jedes einzelne der 9 kleinen Felder mühsam einzeln angelegt werden musste, sind auch hier wieder vorbei. Genau das Saatgut. Man nimmt die Menge 1 und streut dies sofort auf alle 9 Felder einer Parzelle. Genauso läuft das Gießen ab. Ihr stellt euch mit der Gießkanne davor, das gesamte Feld wird wieder grafisch markiert und ihr drückt eine gewisse Zeit die A-Taste und alles ist gegossen. Noch besser ist es beim Ernten. Auch hier wird das komplette Feld sichtbar markiert und ihr drückt einmal die A-Taste und alle Produkte sind mit einmal in einer Kiste auf dem Feld abgelegt und man packt sie mit der A-Taste ein. Super easy und herrlich flüssig in der Anwendung. Im Vergleich war Story of Seasons auch für mich eine echte Bombe allein in dieser Hinsicht. Vor allem da später ein umfangreicher Farm Editor enthalten ist, mit dem ihr die eigene Farm erweitern und stetig umbauen könnt. Zumindest mit dem nötigen Baumaterial und Kleingeld. ;-) Zu Beginn braucht ihr an eine solche Menge keinen Gedanken verschwenden. Denn da spielen erst einmal andere Dinge eine große Rolle. Und anderem, dass man nach 3 Schlägen mit dem Hammer umfällt. ;-) Gut so schlimm ist es nicht, aber zeigt deutlich was hier später doch möglich wird. Was mir auch gut gefallen hat ist die Tatsache, dass man auch ohne die eigene Farm erstmal an Geld kommen kann. Denn man macht sich natürlich erstmal auf den Weg und erforscht die Umgebung.

Dabei kann man alles Mögliche einsammeln. Egal ob das heruntergefallene Früchte sind, Blumen oder Materialien. Aber schon hier lernt man schnell, dass im Spiel sehr extrem vorhandene Veredlungsfeature kennen. Alles an Materialien oder sonstigen Gütern kann man irgendwie im Spiel veredeln und damit mehr verdienen. Selbst simple Kieselsteine. Sammelt man die, bekommt man nur ein paar Münzen. Haut man mit dem Hammer drauf, erhält man einen richtigen Baustein, den man teurer verkaufen kann. Macht man dennoch nicht, da man hier äußerst viele Dinge selber bauen kann und will. Aber soll schon einmal das System verdeutlichen. ;-) Des Weiteren lernt man die erste Stadt kennen, die an eure Farm und andere Gebiete grenzt. Hier gibt es die typischen Läden, wie man sie auch aus den Konkurrenzspielen her kennt. Angefangen bei diversen Läden für Werkzeug und Saatgut, erweitert man das Angebot auf diverse Restaurants, Tierhändler und später eben auch Schneider und gar Friseure. Wie immer mit verschiedenen Öffnungszeiten eingebaut, so dass man seine Tage gut durchplanen sollte. Das tolle an Trio of Towns ist nun natürlich die Verfügbarkeit von 2 weiteren Städten. Im ersten Drittel der Sommer Jahreszeit stehen euch alle 3 Städte zur Verfügung, die natürlich viele Vorteile für das gesamte Spiel mitbringen. Allein die Größe der Locations spielt dabei eine Rolle. Dazu kommt die Verfügbarkeit ganz spezieller Läden, Produkten und Charakteren, so dass jede Stadt ihre einzigartigen Dinge bietet.

Rein wirtschaftlich geht das Ganze dann mit der Zeit natürlich soweit, das ihr alle Produkte mal in die Stadt oder eine andere schicken könnt. Hintergrund sind natürlich die Verdienstmöglichkeiten, wenn man bestimmte Produkte an die verschiedenen Städte schickt. Wie immer gilt es dafür die Versandkiste auf dem eigenen Hof zu füllen und man bekommt am nächsten Tag einen netten Geldbetrag überwiesen. Dazu kommen natürlich Abhängigkeiten der Jahreszeiten, bei denen man Produkte aus dem Frühling im Winter natürlich zu utopischen Preisen verkaufen kann. Sprich eine Karotte ist über alle 4 Jahreszeiten nicht das Gleiche wert. Zum anderen kommt ihr nur über die speziellen Händler an bestimmte Waren, die ihr dringend braucht, um euch und die eigene Farm zu entwickeln. Spätestens wenn man das System einmal erkannt hat, spielt der Titel seinen Suchtfaktor aus. Das dauert aber durchaus und gerade die ersten Stunden im Spiel sind durch relativ zäh. Dazu kommt eben das Thema Fitness des Charakters, über die man zu Beginn erstmal wieder reichlich schimpft. Man gießt 6 Felder, haut dreimal auf einen Baum ein und der Dödel kippt um. Um das zu verbessern gibt es 2 markante Wege. Zum einen die Veredlung der Werkzeuge. Hier greift neben einem kleinen Levelsystem vor allem die Verbesserung. Ihr habt zu Beginn als Beispiel die "alte Gießkanne". Im Verlauf des Spiels könnt ihr diese in 5 Stufen upgraden. Fallt ihr zu Beginn des Spiels nach 10 Feldern ins Koma, könnt ihr mit der Power Gießkanne im zweiten Jahr eben auch 80 Felder gießen. Dazu kommt das die Gießgeschwindigkeit höher ist und natürlich der Wasservorrat. Das gilt für alle Werkzeuge und ist auch unbedingt eines der schnellsten Ziele im Spiel. Allein um den eigenen Hof für Neubauten fit zu machen, braucht man Werkzeuge, die auch den Helden nicht nach ein paar Aktionen ermüden lassen.

Die zweite Variante ist natürlich die Nahrung und damit Veredlung von Produkten eurer Felder und natürlich auch Ställe. Auch hier haben die Entwickler ganze Arbeit geleistet. Denn nach und nach habt ihr natürlich die Ressourcen um mehrere Ställe zu bauen und habt so Zugriff auf das Tiersystem. Auch hier zeigt sich das Spiel von der gelungenen Seite. Neben den typischen Kühen und Hühnern, habt ihr hier wieder die Schafe, diverse Haustiere und z.B. Kaninchen. Aber es gibt auch wieder neue Tiere wie Wachteln oder Alpakas. Neben Futter braucht ihr wie gesagt den entsprechenden Stall. Dafür braucht Ihr Baumaterialien. Nun reicht es aber nicht all dies zu haben. Man braucht für alles im Spiel einen entsprechenden Bauplan. Hier gibt es in Trio of Towns aber dieses Mal keine Baupläne, sondern einen speziellen Charakter. Passend das sich dieser auch um die Werkzeug-Entwicklung kümmern und erst in der zweiten Stadt verfügbar wird. Hier kommt der nächste gelungene Aspekt dazu. Im Spielverlauf gibt es einen Editor und Bau Modus, über den ihr die komplette Farm umbauen könnt. Angefangen von praktischen Dingen, wo man z.B. seine Ställe und Wohnhaus Upgrades platziert, kann man alle Zäune versetzen oder auch entfernen, um mehr Platz für Felder zu bekommen. Ihr könnt auch Landschaftspflege tätigen und Gartenbau Elemente wie Pflastersteine und Gehwege platzieren. Alles ist hier enthalten und wird im Verlauf immer mehr. Dazu kommt nun die Veredelung der Werkzeuge. Für weitere Stufen braucht man hier z.B. Eisen, Kupfer, Silber oder Gold. Das ist teuer, aber eben machbar. Nach einer gewissen Zeit schaukelt sich so das System tierisch gut auf. Spätestens dann wenn ihr eure eigene Werkbank im Haus platzieren können und natürlich die eigene Küche. Ich persönlich war nie so ein großer Freund der Mahlzeiten Feature. Meist war es einfach zu simpel. Das hier ganz anders.

Allein was man an Möbelbauplänen und Rezepten im Spiel freischalten kann, ist unglaublich viel und gibt euch die Möglichkeit ständig neue Veredelungen an den Händler zu bringen. Oder eben für sich selber. Hat man z.B. bestimmte Feldfrüchte oder Eier und Milch zur Verfügung, kann man ständig neue Rezepte umsetzen. Entweder man verkauft sie für gutes Geld, oder eben isst die Sachen selber und kann so mit der richtigen Mahlzeit auf einen Schlag die 5 Herzen wieder füllen. Aber auch hier gilt, das dauert ohne dass es langatmig wird. Kurioserweise ist der recht schnell machbare Pudding eine gute Alternative und schnell verfügbar, sobald ihr die erste Kuh und ein Huhn zur Verfügung habt. Gilt auch für das Angeln. Fische kann man einfach verkaufen oder gegrillte Rezepte anwenden. Genauso kann man in Gewässern schwimmen und an bestimmten Orten abtauchen und findet immer irgendwas, das man gebrauchen kann. Eine ganz große Stärke des Spiels und wir sind schon hier weit über die Konkurrenz Titel hinaus. Aber das ist noch lange nicht alles. Im Spielverlauf werden zum einen die Gebiete erweitert und ihr bekommt die Chance Pachtfelder zu bekommen. So spielt dann auch das Reisefeature eine wichtige Rolle. Langatmiges hin und herlaufen? Nicht in Trio of Towns. Zu einem recht frühen Zeitpunkt bekommt ihr ein eigenes Pferd geschenkt. Mit dem könnte man zum einen schon schneller durch die Gebiete reiten, wer aber nun noch Karotten in seinem Rucksack hat, darf das Schnellreisesystem nutzen. Denn bekommt man an den zahlreichen Pferdestationen ein Menu und kann per Schnellreise in die Stadt, zum Marktplatz und auf die eigene Farm wechseln. Man bezahlt sein Pferd also einfach gesagt mit einer Karotte. Coole Sache und nimmt auch dieses langatmige Feature aus dem Spiel. Aber das war es dann auch noch nicht. Reicht all das schon aus um eigentlich stundenlang zu tun zu haben, wird's ab dem zweiten Jahr auch in Sachen Bewohner und Aufgaben immer interessanter. So punktet der Titel auch in Sachen Langzeit Motivation, weil es einfach immer wieder neue Überraschungen gibt.

Grafik & Sound....

Beim Thema Grafik hat sich eigentlich nichts verändert, so dass man fast schon von einem 1:1 Klon des Vorgängers sprechen kann. Das liegt vor allem an den sehr schön umgesetzten Jahreszeiten und Details an vielen Stellen. Natürlich ist es nun kein HighRes Spiel, bietet aber satte Farben, viele kleine verspielte Dinge und einen hervorragenden 3D-Effekt. Hier nutzt man dann doch mal ganz gerne das Zoom Feature im Spiel. Alles ist erkennbar und vor allem die Technik und Übersicht können überzeugen. Dazu immer wieder kleinere Effekte, die recht verspielt daherkommen. Das hat mir gut gefallen. Alles in allem eben keine einfache und zweckmäßige Grafik, sondern doch recht verspielt. Dazu eben die Backgrounds innerhalb der Jahreszeiten, die zu gefallen wissen. Von daher ein guter Titel, der sich im oberen Mittelfeld auf dem 3DS ansiedelt.

Auch beim Sound fühlt man sofort in den Vorgänger versetzt, der an sich weder aufdringlich und nervig daherkommt, sondern das Geschehen passend untermalt. Hier erwarten euch zwar sehr melodische, aber auch relativ belanglose Musiken. Jede Jahreszeit bringt ihren eigenen Sound mit, die zwar immer gleich klingen, aber eben nicht nerven. Wo man durchaus mehr machen könnte, sind die Effekte im Spiel. Da kommt Trio of Towns eher etwas blass daher. Gerade spezielle Ereignisse und wenn man in diversen Rängen aufsteigt, hätte man ruhig etwas imposanter machen können.

Mehrspieler/Online....

Auch in Trio of Towns ist der Mehrspieler ein fester Bestandteil, den man jetzt innerhalb des Hauptspiels gepackt hat. Zu einem bestimmten Zeitpunkt trifft man hier einen speziellen Charakter, der euch zum einen das Streetpass Feature freischaltet und eben den Mehrspieler möglich macht. Denn hier kann man bis zu 4 Spieler miteinander verbinden. Das Ganze sogar Offline wie Online und erlaubt euch speziell die eigene Farm für andere Spieler zu öffnen, aber auch fremde Farmen zu besuchen. Je nachdem welche Variante man benutzt, kann man Offline oder Online nach fremden offenen Farmen suchen, oder auch seine eigene für fremde Spieler öffnen. Dabei kann man über dieses Feature auch Items tauschen und packt als Beispiel bei einem Besuch bis zu 3 Dinge ein. Das gleiche geht auch anders herum. Dazu können die Spieler zusammen auch agieren und sich um die Felder des Hosts kümmern. Dafür gibt es einen Zauberstab für alle Spieler, der einiges möglich macht. Passend, wenn auch jetzt kein Killer Feature. Aber speziell für Spieler um die Ecke mal eine gute Gelegenheit aus ihrem Single Dasein der bisherigen Harvest Moon Spiele zu entfliehen.

Fazit....

So sollte ein Jubiläums-Spiel durchaus aussehen. Trio of Towns ist ein würdiger Vertreter, wenn auch kein Übertitel mehr. Speziell verglichen mit dem eigenen Vorgänger, der in diesem Bereich sehr hohe Maßstäbe gesetzt hat. Nimmt man mal das schon tolle neue 3-Städte Feature heraus, so ist der Rest schon sehr vom Vorgänger übernommen. Von daher habe ich durchaus lange überlegt, ob ich Trio of Towns nun besser oder wie hier nun etwas schlechter bewerte, als den eigenen Vorgänger. Allerdings sollte sich niemand von dem Wort "schlechter" täuschen lassen. Trio of Towns ist ebenfalls einer der besten Farmtitel seiner Art. Was auch hier vor allem an der Langzeitmotivation liegt, wirklich alles im Spiel zu entdecken. Das eben selbst nach 20 Stunden Spielzeit und dem zweiten Jahr noch viele Überraschungen auf den Spieler warten, ist einer von vielen Gründen, sich den Titel näher anzuschauen. Vor allem wer den eigenen Vorgänger nicht kennt, sollte unbedingt zuschlagen.

 

+ Sehr hohe Spielzeit
+ Harvest Moon für Erwachsene
+ Noch mehr Produkte/Tiere
+ Schnellreise
+ Baustoff/Produktions Feature
+ Wird ab dem 2.Jahr richtig gut
+ Feld Handling große Klasse
+ Viele Überraschungen/Secrets
- Ersten Stunden recht zäh
- "Fitness" erst mit der Zeit

GRAFIK: 77%

SOUND/EFFEKTE: 75%

MULTIPLAYER/Online: 70%

GESAMTWERTUNG: 84%

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