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3DS Super Mario 3D Land
 
 
Super Mario 3D Land - 3DS
Matthias Engert (18.12.2011)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Nintendo
GENRE: Jump'n Run
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Ja
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-10
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: USK6
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Nein/Nein

   
Einleitung....

Ende 2011 ist auch bei uns intern mal wieder so ein Zeitraum, wo das Thema Redakteurszuwachs eine größere Rolle spielt als sonst. Am liebsten sollte der Tag 40 Stunden haben, oder besser noch man könnte die Uhr mal ein wenig anhalten. ;-) Aber das Leben ist kein Wunschkonzert und wir müssen uns mit dem arrangieren was geht. Aktuell sorgen mittlerweile viele Titel dafür, dass wir nur schwer alle Titel zeitnah vorstellen können. Manche Spiele, wie Mario Kart will man nicht aus der Hand legen, andere wie Zelda und Mario schreien einen unentwegt an - "Spiel nur mich". ;-)) Um nur die Spitze des Eisbergs zu nennen. Aber lieber arbeiten wir in dieser Konstellation, als das wir gelangweilt Däumchen drehen. Fanden viele Spieler zu Beginn der 3DS Ära nicht viele Titel, für die sie ihr sauer verdientes Geld ausgeben sollten, wird mittlerweile die Wahl zur echten Qual. Allein Nintendo würde in diesem Jahr fast schon reichen, um dieses Thema hervor zu heben. Denn mit Kirby, Zelda, Mario und Mario Kart sorgen allein die Blockbuster aus Kyoto für weniger Schlaf, Ärger mit der besseren Hälfte und für ein stetiges Nachladen des 3DS Akku. So finde ich dann doch mal wieder den Weg zurück zum eigentlichen Thema dieses Textes - Super Mario 3D Land. Ein Spiel das mit vielen Hoffnungen und Wünschen verbunden war und bei dem es sich Nintendo zur Aufgabe gemacht hat, mehrere Epochen Mario Game Play in ein Spiel zu packen. Als älteres Semester, das seit dem ersten Mario Spiel aktiv dabei ist, lag also wieder eine vielversprechende Spielzeit vor mir. Was steckt also drin, im ersten 3D Abenteuer des rotbemützten Klempners? Die folgenden Zeilen machen euch hoffentlich etwas schlauer. ;-)

Menus und die Story....

Mit Super Mario 3D Land haben wir dann mal wieder einen reinrassigen Nintendo Titel in der Hand. War ja nicht bei allen Titeln so, wo man hier und da auch mal auf externe Hilfe zurückgegriffen hat. Aber nichts was sich bisher negativ ausgewirkt hatte. So überrascht es hier natürlich nicht, dass bei den Rahmenbedingungen nichts zu beanstanden ist. Ihr bekommt natürlich ein komplett deutsches Spiel geboten, dürft auf 3 separaten Speicherplätzen den eigenen Fortschritt speichern und das Feature StreetPass ausgiebig nutzen. Auch wenn es mehrere spielbare Charaktere gibt, einen wirklichen Mehrspieler wie in anderen Mario Spielen, findet man hier aber nicht vor. Auch irgendwelche Online Möglichkeiten gibt es hier nicht. Muss es aber auch nicht, da auch dieses Mario Spiel ideal auf einen Spieler zugeschnitten ist. In Sachen Story geht Nintendo einmal mehr keine Experimente ein und das uralte Aufeinandertreffen Mario gegen Bowser, geht auch auf dem 3DS in eine weitere Runde. Auch hier wird Marios ewige Freundin Peach vom Oberschurken entführt und angetrieben von schreienden Toad Dödeln macht er sich auf die Suche nach Peach. Das Bowser einmal mehr in den Hintern getreten wird, versteht sich dabei natürlich von selbst. ;-)

Der reine Start ist auch hier wieder einfach gehalten und eingestimmt von typischen Mario Klängen, dürft ihr zunächst ein paar Spielszenen verfolgen, die schnell zeigen, dass hier wirklich auf 3D in allen Belangen großen Wert gelegt wird. Wer will kann sich wieder die Anleitung in elektronischer Form zu Gemüte führen. Persönlich bin ich kein Freund dieser Variante, die wieder zusammen mit dem Quick Guide daher kommt. Ich bin nun mal mit richtigen Handbüchern aufgewachsen. Seht mir also meine Kritik in dieser Hinsicht nach. ;-) Erster Kontakt mit dem Spiel ist die Wahl des Speicherplatzes. Später werden euch hier Details zu erreichten Zielen angezeigt und welche Welt ihr gerade besucht. Beim ersten Start gebt ihr dem Spielstand einen Mii als Bild dazu und dürft danach den Vorspann mit der Entführung der guten Peach verfolgen. Wie immer sehr lustig und stimmig gemacht. Ein Hauptmenu in dem Sinne gibt es hier eigentlich nicht und man landet am Ende des Vorspanns gleich auf dem eigentlichen Welten Bildschirm. Also nicht lange gefackelt und rein in das nächste Mario Abenteuer, das auch dieses Mal einen bleibenden Eindruck hinterlassen sollte.

Technik und Game Play....

Sobald man also seine Vorbereitungen abgeschlossen hat, findet man sich wie schon angesprochen direkt auf dem Welten Bildschirm wieder. Nach festen Vorgaben sind schon hier die Bildschirm Aufteilungen gemacht. Im 3D Screen bekommt der Spieler den gerade aktiven spielbaren Charakter zu sehen, der sich auf einer Linie von links nach rechts vor dem gerade gewählten Level befindet. Im Hintergrund sind von nun an die Levels in kleinen Mini Darstellungen umgesetzt, so dass man schnell sieht, welcher Typ und welche Thematik im folgenden Level wartet. Dazu werden euch auf dem Screen diversen Einblendungen gezeigt. Neben der Welten Angabe bekommt man die Nummer des Levels angezeigt und die Anzahl der verfügbaren Leben. Dazu gibt es 3 weitere wichtige Anzeigen, die elementar zum Spiel gehören. Zum einen bietet auch Super Mario 3D Land wieder das Feature 2 Items aktiv zu nutzen. Sprich eines direkt mit dem Charakter und ein zweites Reserve Item, das euch hier angezeigt wird. Dazu kommt das ganz wichtige Thema Münzen. Und ich rede hier nicht von den simplen sammelbaren Spielmünzen. Was früher in Form der erreichbaren Sterne eine Rolle spielte, ist hier nun in spezielle Münzen verpackt, die in sich einen Stern anzeigen. 3 Stück kann man pro Level finden, die in diesen mehr oder weniger schwer versteckt oder erreichbar sind. Mittels dieser Sternmünzen bekommt man mit der Zeit erst Zugang zu bestimmten Levels, ohne die man im Spiel nicht weiter kommen würde. Ebenso wird euch eine Gesamtzahl auf dem 3D Screen angezeigt. Dabei sind die Welten an sich in verschiedene Elemente eingeteilt. Darüber kann man sich nun über den Touch Screen informieren, der euch im Welten Bildschirm darüber informiert.

Denn dort sind zum einen alle 8 zunächst verfügbaren Welten im Spiel dargestellt und per Detailanzeige, was in der aktuellen Welt auf euch wartet. Es gibt wie immer die Spiellevels, dazu bestimmte Bonusorte wie Toads Haus, oder auch ein Item und später Rätselbox Container. Alles Dinge, auf die ich noch eingehen werde. Zu guter Letzt warten am Ende jeder Welt die Boss Abschnitte auf euch. Mario like fährt man hier alles auf, was der Spieler erwartet oder kennt. Auch ein Punkt, bei dem ältere Spieler einige Deja Vu Erlebnisse erleben werden. Denn neben einfachen Boss Levels warten hier die automatisch scrollenden Schiffe aus älteren Mario Spielen und natürlich Bowser Schlösser als krönender Abschluss. Eines kann man allen Levels aber klar bestätigen. Der Bezug zu älteren Spielen und dortigen Game Play Elementen ist ungemein hoch. Dieses Ziel hat Nintendo über Gebühr geschafft und mancher Seufzer ob alter Erinnerungen, macht sich beim Spieler selber bemerkbar. Alles wohlgemerkt ohne aufgewärmte Inhalte. Hier muss sich also niemand Sorgen machen. Es sind ausnahmslos neue Levels, die nur an bestimmten Orten bekannte Szenarien bieten. Das Besiegen von Bowser in vielen Schlössern und der erreichbare Endpunkt in jedem Level, die legendäre Fahnenstange sind von früher her bekannt. Auch dies ist eine große Stärke des Spiels. Dass die Welten anhand einer Leiste allesamt sichtbar sind hat auch seinen Grund. Sobald ihr mehrere davon freigespielt habt, könnt ihr mittels einfachen antippen einer Weltenanzeige, sofort in diese zurück wechseln. Gründe dafür gibt es mehr als genug. Das kann ich euch schon mal sagen.

In Sachen Vorankommen folgt auch dieses Mario Spiel klaren Regeln. Ihr müsst den Boss einer Welt erst besiegen, ehe ihr zur nächsten Welt wechseln könnt. Innerhalb einer Welt seid Ihr aber frei in der Wahl des zu spielenden Levels. Anfänglich misst man den angesprochenen Sternmünzen wenig Bedeutung bei. Erst mit der Zeit bemerkt man als Spieler, das für das Betreten mancher Bowser Schlösser eine bestimmte Anzahl zwingend notwendig ist. Einer der Gründe, dass man dann anfängt alte Levels noch mal zu durchforsten. Denn dann gilt es ja zu versuchen, bisher nicht erspielte Sternmünzen zu holen, um die geforderte Anzahl zu erspielen. Eine weitere Anzeige im Touch Screen auf dem Welten Bildschirm, zeigt sich erst sehr spät. Denn Mario ist hier nicht allein unterwegs. Auch räumt das Spiel mit der typischen Erwartung des Spielers auf, das nach den 8 normalen Welten vielleicht eine Bonuswelt auf den Spieler wartet. Das ist hier überraschenderweise nicht so und verhilft dem Spiel auch zu einer sehr guten Spielzeit und macht auch manchen Kritikpunkt wieder wett. Denn es wartet nicht eine, sondern 8 weitere Welten auf euch. Zudem erspielt man den zweiten spielbaren Charakter, mit dem man mit einer leicht veränderten Steuerung alte Levels noch mal angehen kann. Aber auch so sorgen die 8 Spezial Welten für einen ganz anderen Anspruch, der dem Spiel ungemein gut tut. Denn wenn ich ehrlich bin, ohne die Spezial Welten hätte das Spiel die 90er Marke nicht übersprungen in meinen Augen. So ist alles in Ordnung. Grund ist das Thema Anspruch der ersten 8 Welten, über die ich mich aber noch auslassen werde.

Aber so weit sind wir noch nicht und ich will euch erst mal die ersten Welten vorstellen, die auch genug zu bieten haben und dem Spieler vor allem neue und lange nicht mehr gespielte Items an die Hand geben sollten. Leider aber auch wieder eines, über das man erneut trefflich diskutieren kann und schon bei Donkey Kong auf der Wii für geteilte Meinung sorgte. Startet man ein Level, wird die gesamte Action natürlich auf dem 3D Screen dargestellt. Wer hier übrigens mit 3D Anzeige spielen will, bekommt vom Spiel eine Wahlmöglichkeit, wie intensiv diese sein soll. In Sachen Sichtweise fährt der Titel alles auf, was man auf dem 3DS so machen kann. Ihr spielt Levels, in denen ihr innerhalb einer 3D Umgebung seitlich agiert, lauft in die Tiefe des Bildschirms oder agiert direkt mit einer Kamera über dem Charakter. Viele Levels nutzen dieses Feature gerade bei Wolkenabschnitten oder sehr großen Höhenunterschieden, was natürlich eine ungewohnte, aber interessante Spielweise erfordert. Genauso warten Levels in denen die Kamera das Geschehen schräg von der Seite zeigt und so sehr oft an die 64er Version erinnert. Hier gibt es wirklich sehr viele Momente, in denen man sich an ältere Titel erinnert fühlt. Was mir hier aber persönlich nicht gefällt, dass man die Kamera nirgends wirklich frei bewegen kann. Ihr habt zwar auf dem Touch Screen zwei Pfeile um die Kamera zu beeinflussen. Aber leider ist dieser Bereich äußerst knapp und simpel gehalten. Frei in der Gegend umschauen, oder gar während des Spielens ist das nicht möglich. Das ärgert schon ein wenig und ist in einigen Momenten auch der Grund für manches Ableben. Man springt mal an Plattformen vorbei, oder vertut sich beim Timing. Da hilft auch das Schattenfeature des Charakters nicht. 3D wird hier einzig über die Umgebungen und den Blickwinkel definiert. Jedoch nicht über die Kamera selber.

Das man hier und da auch mal einen Fehltritt landet, liegt ebenfalls an der Steuerung selber. An sich sehr schön umgesetzt, wird der Charakter hier ja über das Pad bewegt. Das Kreuz dient eben nur der Wahl des 3D Modus und für die simple Kameraveränderung. Wer lange und ausdauernd spielt, wird hier und da mal den rutschigen Moment des Slide Pads entdecken. Gerade in extremen Timing Momenten, rutscht man mit schwitzenden Fingern durchaus mal über das Pad. Etwas das man schon bei Mario Kart hier und da erleben konnte. Aber auch hier nur ein Anmerkung. Der Rest der Steuerung ist auf die einzelnen Tasten verteilt und gibt keinen Anlass zur Kritik. Per A oder B könnt ihr springen, mittels X und Y spezielle Attacken ausführen und den Charakter beschleunigen. Mit L und R könnt ihr euch Ducken. Dabei bietet ein Zusammenspiel mehrerer Aktionen, zusammen mit dem Pad auch alle weiteren Aktionen, die man in einem Mario Spiel erwartet. Ob das die Rolle ist, der Hechtsprung, der Salto, bis hin zur legendären Stampfattacke. Die Charaktere können wieder an Wänden nach oben springen und per aufgeladenen Sprung auch höher gelegene Bereiche erreichen. Geht alles leicht von der Hand und der Spieler wird hier wieder sehr schnell warm mit der Steuerung. Ziel in den Levels ist das Erreichen der legendären Fahnenstange. Wie immer sollte man versuchen möglichst oben dran zu springen, da man dann wieder das obligatorische Extra Leben bekommt. Diese sammelt man genau wie die normalen einfachen Münzen, die bei 100 gesammelten euch wieder ein Extra Leben bescheren. Wobei das Leben Feature nicht so wichtig ist wie früher. Denn man sammelt genug und bewegt sich hier in Sphären was die Anzahl angeht, in hohen zwei- und dreistelligen Mengen.

Durchzogen sind die Levels von einer Fahne, die einen Rücksetzpunkt definiert. Ansonsten sorgt ein Ableben entweder für einen kompletten Neustart, oder eben dem erneuten Versuch am Rücksetzpunkt. Auf dem Touch Screen werden euch die eigenen Leben und auch die Sternmünzen angezeigt, die man gefunden hat. Sobald man ein Level geschafft hat, landet man wieder auf dem Weltenbildschirm und das Spiel wird gespeichert. Damit man nun auch erfolgreich durch die einzelnen Levels kommt, stehen euch einmal mehr diverse Verwandlungen zur Verfügung, ohne die ein Mario Spiel nur die Hälfte wert wäre. Hier gibt es durchaus neues zu berichten. Klar gibt es die alten Bekannten wie die Pilze, die Feuerblume oder auch den Stern. Aber es gibt weitere, die dem Spiel in vielen Levels auch eine andere Herangehensweise verleihen. Über allem steht hier sicherlich der Tanuki-Mario mit seiner Waschbär Verkleidung. Mittels seines Schweifes kann man zum einen alles Mögliche zerstören und Gegner erwischen, in der Luft aber auch eine ganze Weile schweben. Oftmals der Retter in Sprung- und Zeitkritischen Momenten. Oder der Bumerang-Mario, der nun aussieht wie die früher verhassten Gegner und nun ebenfalls mit einem Bumerang für Ordnung im Screen sorgt. Genauso kann man damit entfernte Objekte zu sich holen. Sternmünzen sind da natürlich bevorzugt. Erinnert ein wenig an Link mit dem gleichen Arbeitsgerät. Zu guter Letzt gibt es die Propeller-Box. Etwas das der Charakter direkt aufsetzt und man in der Luft erneut die Sprungtaste drückt und sich in die Luft nach oben katapultiert. Man erreicht so oft nur bestimmte Areale und schwebt so auch oft in der Vogelperspektive gen Ziel. Sehr gut platziert und auch nicht zu häufig eingesetzt hat Nintendo hier eine gute Mischung beim Einsatz hinbekommen. Und wer gut spielt nimmt seine Items ja auch lange mit. Läuft man z.B. als Tanuki durch die Gegend und findet ein weiteres Item, so wird dies wie schon erwähnt auf die Ablage transferiert und kann später jederzeit genutzt werden.

Hier gefällt die Kleinigkeit, dass man jederzeit auch frei Tauschen kann, ohne dass man ein Item dabei verliert. Was mir in Super Mario 3D Land aber einmal mehr wieder nicht gefällt ist die Hilfe Funktion wie bei einem Donkey Kong auf der Wii. Traut man uns Spielern denn nichts mehr zu? Denn sobald man eine bestimmte Anzahl an Fehlversuchen hinter sich hat, erscheint einer der Rettungsblöcke, unter dem man ein goldenes Tanuki Blatt findet. Mit dem ist man nun das gesamte Level über Unverwundbar und hat also keine Probleme das Ende zu erreichen. Außer man stürzt irgendwo ab. Ich finde das irgendwie auch hier sehr unpassend. Gerade diese Momente, wo man fast schon frustriert das Gerät ausmacht und erst mal eine Runde um das Haus dreht, gehören für mich immer noch zu einem Spielerlebnis dazu. Vielleicht bin ich auch dafür mittlerweile zu alt. Aber ich finde es einfach Schade, dass man den Spielen so auch viel vom Anspruch nimmt. Ist zwar schon eine sehr subjektive Meinung, aber seit Donkey Kong weiß ich, dass viele Spieler so denken. Kurzum ich finde diese extremen Hilfe Items völlig fehl am Platz. Denn anders als in einem Donkey Kong, der teilweise schon beinhart schwer war, dauert es hier durchaus lange, ehe der Spieler wirklich gefordert wird. Zumindest wenn man sich die ersten 8 Welten anschaut. Denn zum einen sind die Levels oft nicht so lang, zum anderen auch nicht beinhart schwer. Sie spielen sich sehr flüssig, ohne dass man auf unüberwindliche spielerische Hindernisse stößt. Das Salz in der Suppe sind dann in der Tat die Münzen und diese auch alle zu finden. Auf gutem spielerischem Niveau, macht die Suche den großen Spaß aus und wie man an sie heran kommt.

Hier punktet das Spiel auch in Sachen Abwechslung und wirklich alles, was ein Mario Spiel so bieten kann, wird auch geboten. Egal ob agieren auf engstem Raum, oder fast schon strategisches Vorgehen. Dazu scrollende Level und zeitkritische Plattformen. Alles ist dabei und machbar, auch ohne den goldenen Tanuki. Cool finde ich viele Bowser Schlösser, bei dem man ihn wirklich auch so besiegt wie vor gefühlten 20 Jahren. ;-) Viele alte Game Play Elemente neu zu verpacken und hier anzubieten, macht sehr viel vom Charme von Super Mario 3D Land aus. Dennoch bleibe ich dabei. Hätte es nur die ersten 8 Welten gegeben, die Wertung wäre nicht so hoch ausgefallen. Aber auch zu meiner Überraschung wird der Spieler mit den 8 Spezial Welten belohnt, die auch einen weiteren Charakter hervorzaubern. Auch hier mischt Nintendo sehr gut und zieht vor allem in Sachen Anspruch andere Register. Bekannte Level Umgebungen der 8 normalen Levels mit erschwerten Bedingungen und eben auch komplett anders gestaltete Levels erwarten hier den Spieler. Mal gibt es viel weniger Zeit um zum Ziel zu kommen, oder die Charaktere werden von ihren dunklen Gegenstücken verfolgt beim Spielen. Das ist dann mal spielerischer Druck. ;-) Auch sind die Schlösser und Schiffe am Schluss einer Welt ein ganz anderes Kaliber. Diese Levels sprechen dann auch den erfahrenen Gamer sehr an. Denn auch hier wird die Jagd nach jeder Sternmünze immens wichtig, da alle Boss Arenen eine bestimmte Anzahl von euch erwarten. Hier kann man es sich durchaus etwas leichter machen, wenn man die Möglichkeit hat, einem Bekannten der ebenfalls das Spiel zockt, per StreetPass zu begegnen. Denn dann wird immer eine sogenannte Rätselbox transferiert, die eine Sternmünze in sich trägt.

Weiteres gelungenes Feature ist der zweite spielbare Charakter, den man hier freispielt. Denn er steuert sich einen Tick anders, oder besser gesagt er kann etwas höher springen, so dass man mit ihm auch alte Welten besuchen und manche Momente besser lösen kann. Lustig dass man ihm andere Kostüme verpasst hat, was auch visuell stimmig rüber kommt. So zeigt Mario in seinem neuen Abenteuer also schon mehrere Gesichter. In den ersten 8 Welten punktet das Spiel durch eine sehr schöne flüssige Spielweise, die aber nur bedingt fordert. Spaß macht das allemal. Wirklich gefordert wird der Spieler aber erst in den 8 Spezialwelten, die es dann oft wirklich in sich haben. Aber bei aller Kritik an manchen Fakten des Spiels. Einen Grund das Spiel nicht zu kaufen gibt es dennoch nicht. Sicherlich kein Meilenstein wie seinerzeit die 64er Version, dennoch ein Mario Titel, der sich äußerst passend in die Reihe der Nintendo Highlights einreiht.

Grafik & Sound....

Auch in Sachen Grafik könnte man durchaus wieder Romane schreiben. Denn was man hier alles so auffährt, ist wie eine kleine Best of Serie aus alten Mario Spielen. Über allem steht dabei ein sehr gelungener 3D Effekt, der die Umgebungen sehr schön räumlich darstellt. Zwar durchaus auch mal ein Grund für einen Fehltritt bei Sprüngen in die Tiefe, dennoch ganz klar etwas fürs Auge. Was mir aber so sehr gefällt, ist die Farbgestaltung der Level Umgebungen, die vielen sehr typischen Details und vielen Effekte. Alles Dinge, die an sich nicht neu sind, aber nach gefühlten 100 Mario Spielen hier für das Flair des Titels mitentscheidend sind. Es gibt so viele Momente wo man sich an den einen oder anderen Mario Titel in der Vergangenheit erinnert und hier eben auch grafisch ganz wunderbar umgesetzt hat. Eine hohe Detailrate und viele kleine Effekte unterstützten den Spielspaß auf hohem Niveau. Nimmt man die Kritik der festen Kamera einmal heraus, gibt es hier nichts zu beanstanden. Selbst ungemein edle Momente bekommt man geboten. Speziell Wasser oder auch Feuer in vielen Bowser Umgebungen holen schon einiges aus der 3DS Hardware heraus. Dazu auch die thematische Abwechslung in den Welten, so dass alles dabei ist, was in einen Jumper im Mario Gewand gehört. Hier gibt es in Sachen Gegnern, Bauten und sonstigen Umgebungsdetails kaum etwas, das Nintendo nicht irgendwie eingebaut hätte. Dazu ist gefühlt alles irgendwie immer in Bewegung. Seien es die zahlreichen Gegner, oder eben auch die Umgebungen selber. Auch diese Lebendigkeit zeichnet Super Mario 3D Land ungemein aus.

Auch beim Sound ist das nicht anders. Das fängt bei den stimmigen Hintergrund Musiken an und endet bei der Effekte Maschine, die man aus dem 3DS hier macht. Auch hier klar durch die Verwendung alter und bekannter Inhalte. Fröhlich dudelnde Musiken in den Levels unterhalten genauso beim Spielen, wie auch die Effekthascherei. Egal ob man Items einsetzt, Gegner zerbröselt oder simpel Röhren betritt. Alles ist in den gewohnten und liebgewonnenen Klängen gehalten, die uns nun schon über Jahrzehnte begleiten. Auch hier bekommt man wieder die gewohnte Nintendo Qualität geboten.

Fazit....

Ach ja, mal wieder dürfen wir ein Mario Spiel abschließend einschätzen. Da fallen mir Stunden meines Lebens ein, in denen man den Klempner nun schon durch unzählige Welten gesteuert hat. Auch die 3DS Premiere hat bei mir bleibenden Eindruck hinterlassen. Vor allem die Mischung und Einbindung vieler früherer Elemente, ohne dabei alte Inhalte aufzuwärmen, hat mir sehr gefallen. Die Gestaltungen der Levels, die Effekthascherei in vielen Bereichen und die wunderbare Spielbarkeit zeichnen auch diesen Titel aus. Glücklicherweise bietet das Spiel mit den Spezialwelten, einem weiteren Charakter und dem hier ansteigenden Schwierigkeitsgrad auch alles, was junge und ältere Spieler anspricht. Ganz ohne Kritik geht es aber auch hier nicht. Die fehlende Möglichkeit die Kamera frei zu justieren gefällt mir ebenso wenig, wie das Einbinden des goldenen Tanuki Items. Schon bei Donkey Kong auf der Wii eine Unart in meinen Augen, nimmt man dem Spiel viel vom Anspruch, den es speziell in den 8 Spezialwelten gibt. Finde diese Hilfe recht unpassend und muss eigentlich nicht sein. Ansonsten muss man sich hier aber keinerlei Gedanken machen, ob man den Titel kaufen sollte oder nicht. Ein weiterer Nintendo Titel für den man eigentlich keinen Testbericht braucht. Wer Mario und sein ganz spezielles Game Play mag, muss auch hier zugreifen.

 

+ Hohe Spielzeit
+ 16 teils versch. Welten
+ Münzen wie frühere Sterne
+ Gelungene Steuerung
+ Grafisch wunderbar gelungen
+ 3D Effekt sehr gut sichtbar
+ Gut ansteigende Schwierigkeit
+ Elemente vieler Mario Spiele
+ Neue Items bringen viel
- Tiefeneffekt auch hinderlich
- Feste Kamera teils unglücklich
- Warum wieder Rettungsblöcke?

GRAFIK: 92%

SOUND/EFFEKTE: 91%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 92%

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