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3DS Die Sims 3 3D
 
 
Die Sims 3 3D - 3DS
Kilian Pfeiffer (03.04.2011)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Electronic Arts
GENRE: Simulation
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Ja
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-6
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: USK6
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
SD-Card NUTZUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE: Nein

   
Einleitung....

Eigentlich hatten wir uns schon gedacht: Mensch, jetzt gibt es eine neue Nintendo-Konsole. Da gibt es neue Spiele, neue Konzepte, eine sinnvoll ergänzte Titel-Range, eigens auf den 3DS zugeschnitten. So dachten wir zu Beginn – und wurden leider eines Besseren belehrt. Was die Sims-Serie angeht, haben wir schon so ziemlich jeden Teil für Nintendo-Konsolen gespielt, wir waren in diversen Ableger-Serien unterwegs, haben uns durch teils schön konzeptionierte Teile gedaddelt – wurden aber bislang noch nie so vor den Kopf gestoßen wie dieses Mal. Denn: Bei „Die Sims 3" wird dem Spieler ein vollkommen identisches Spiel zur DS-Version präsentiert (außer dem 3D-Effekt eben). Nur in Nuancen wurde Hand angelegt. Zu wenig, wie wir finden…

Menus und die Story....

Herzlich willkommen in Beacon City. Beacon City ist Eures Sims neuer Heimatort. Dort also, wo Ihr Euch Euer Eigenheim einrichten werdet, Freunde finden und eine Familie gründen werdet. Auch eine Arbeit werdet Ihr hier finden. Bis es aber so weit ist, wird viel Zeit ins Land ziehen. Zeit, die Ihr brauchen werdet, um Euch zurechtzufinden. Und wie bei jede Sims-Teil steht zunächst die Profilerstellung auf dem Programm! Ein eigener Sim muss her, mit ganz individuellem Aussehen, Statur, Haarfarbe. Der Stil Eurer Klamotten, das Äußere – Euch sind keine Grenzen gesetzt. Wer auf die frickelige Angelegenheit keine Lust hat, lässt sich auf Knopfdruck einen Protagonisten erstellen.

Da wir uns dieses Mal aber auf dem 3DS befinden, wollen wir wenigstens jene Möglichkeiten ausloten, die uns auf dem Handheld zur Verfügung stellen. Als da wäre etwa jene Gesichtserkennung dank integrierter Kameras. Was man sich bei Electronic Arts hierbei gedacht hat, wollen wir besser gar nicht wissen. Denn die Gesichtserkennung hat rein gar nichts mit jenem Gesicht zu tun, das man versucht aufzunehmen. Im Gegenteil: Gesichtsstrukturen werden ganz schnell mal übergangen, ein Wiedererkennungseffekt ist nicht vorhanden. Keinen blassen Schimmer, warum man so krampfhaft technische Möglichkeiten mit ins Boot holen möchte, wenn sie sich doch vollkommen sinnfrei präsentieren. Also erstellen wir unseren Sim besser auf klassische Art und Weise…

Technik und Gameplay....

Bei „Die Sims 3" für den Nintendo 3DS ist es eigentlich lediglich die Steuerung, die sich im Vergleich zur DS-Version unterscheidet. Wie Ihr wisst, gibt es ein Schiebe-Pad, das in Verbindung mit den Schultertasten dafür genutzt wird, die Kamera um den Protagonisten herumzubewegen. Das funktioniert auch ganz ohne Probleme. Gleiches ist mit den Buttons zu erreichen. Das eigentliche Spielen erfolgt über den Touchscreen. Dort wählt Ihr Euren Sim an, betrachtet dessen Bedürfnisse, teilt ihm Aufgaben zu, schickt ihn raus, die Zeitung zu holen, lasst ihn am Fitness-Trainer eine Runde „arbeiten", gebt den Befehl zu duschen oder macht Euch etwas zu essen. Dank des mitgelieferten Stylus und der guten Touchscreen-Erkennung werden alle Befehle, die Ihr auf dem berührungssensitiven Screen hinterlasst, sofort umgesetzt.

Im Spiel selbst geht es klassisch zu. Erneut seht Ihr Euren Protagonisten aus der Von-oben-Perspektive und navigiert ihn mittels der besagten 3DS-Steuerung durch das Euch zugeteilte Anwesen, das künftig das Eigenheim darstellen soll. Ihr entscheidet, ob es bereits ausgestattet ist oder ob Ihr hier zunächst noch Hand anlegen sollt. Sims-Fans werden sich für letzteres entscheiden. Spätestens dann geht es ans Eingemachte. Ihr richtet Euer Haus nach Belieben ein, reiht eine Aktion an die andere, lernt neue Menschen kennen – vielleicht lieben – und wartet auf den Job Eures Lebens. Das kann mitunter recht spannend sein, nicht zuletzt, weil Euch eine Menge interessante Dinge erwarten. Überhaupt ist das Karriere-Fenster vollgepackt mit abwechslungsreichen Jobangeboten, die in einer lebendigen Welt ein Muss darstellen. Da das Agieren in Beacon City vielschichtig ist, ist auch ein erneutes Wiederkehren Ehrensache. Ob Militärbasis, Schule, Rathaus, Stadttheater, Imbiss, Wellness-Center, Geisterhaus oder Leuchtturm – diverse Lokalitäten lassen sich betreten, aber eben auch solche Grundstücke, wo Ihr richtig viel machen könnt, etwa der Park, die Bibliothek oder das Fitness-Center. Dort dürft Ihr dann ohne weiteres auch mal einen Plausch mit einem Stadtbewohner führen, Freundschaften knüpfen oder Neuigkeiten austauschen. So erfahrt Ihr im späteren Spielverlauf auch, dass Ihr Karma-Kräfte einsetzen dürft, die Euch das Leben erleichtern.

Grafik & Sound....

Wie es sich für den 3DS gehört, erscheint das Spiel – auf Wunsch – in wunderbarem stereoskopischem 3D. Das wirkt natürlich toll, die Technik macht das möglich und dennoch sind wir uns im Klaren, dass sich grafisch kaum etwas zur DS-Version getan hat. Insgesamt wirkt die Darstellung klarer, vor allem dann, wenn Ihr den 3D-Effekt abstellt. Im Grunde aber das gleiche Prozedere wie einige Monate zuvor, als die DS-Fassung von „Die Sims 3" auf dem Markt platziert wurde.

Für das Spieler-Ohr wurden erneut Songs aus dem Vorgänger-Spiel verwendet. Da die Qualität bereits dort stimmte, kann man auch bei der Nintendo 3DS-Version nicht meckern. Zusätzlich erwarten Euch nette Soundeffekte in Form von Gesprächsfetzen – Sims-typisch eben. Aber auch hier wieder keine Neuigkeiten, die einer besonderen Erwähnung wert wären.

Fazit....

Das Fazit, welches wir bereits im DS-Test geschrieben hatten, bedürfte eigentlich keiner Veränderung, denn in der Tat lockt man den Spieler mit Altbewährtem, eingepackt in ein nettes 3D-3DS-Gewand. Der größte Witz zeigt sich mit der Kamera-Funktion, die im besten Fall Euer Gesicht auf den virtuellen Sim gepappt hätte. Tut sie aber nicht, da das Feature einfach nicht funktioniert. „Street Pass" wird unterstützt, einen anderen „Die Sims 3"-Nutzer konnten wir bislang aber noch nicht ausmachen. Daher behält das Fazit der DS-Version weiterhin Gültigkeit:

„„Die Sims 3" bietet klassische Gameplay-Kost, vergisst aber, dass man mehr bieten müsste, als einen bloßen Aufguss von Bewährtem. Stimmen dann auch einige Aspekte nicht mit den hohen Erwartungen überein, die man als Spieler der Sims-Reihe hat, ist das Geschrei groß. Klar, die Spielzeit ist auch dieses Mal unvorstellbar groß, sofern man mit dieser Art von Spielen etwas anfangen kann, so geflasht wie der Vorgänger hat das Spiel dieses Mal aber bei weitem nicht mehr."

 

+ eingeschränktes Bedürfnissystem
+ Minispiele
+ Touchscreen-Einsatz
- lächerliche Gesichtserkennung
- keine wirklichen Gespräche
- schwammige Texturendarstellung
- nicht so „rund" wie Vorgänger
- keine wirklichen Neuerungen
- fehlender Mehrspieler

GRAFIK: 72%

SOUND/EFFEKTE: 70%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 66%

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