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3DS Sherlock Holmes: Geheimnis der gefrorenen Stadt
 
 
Sherlock Holmes: Geheimnis der gefrorenen Stadt - 3DS
Kilian Pfeiffer (07.09.2013)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Focus Interactive
GENRE: Adventure
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Nein
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-2
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK0
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.20 Euro
SD-Card NUTZUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE: Nein

   
Einleitung....

Der Agent mit dem ganz besonderen Charme ist zurück: Sherlock Holmes. Auf Nintendo-Konsolen war der Brite schon häufiger zu Gast, auf dem 3DS ist es für den sympathischen Charakter aber eine Premiere. Und zwar in einem netten Adventure, versehen mit Rätseln, schicker Grafik und jeder Menge guter Unterhaltung, die Euch einige Stunden lang vor dem Bildschirm fesseln wird. Schade drum: Der Titel ist sehr einfach geworden, man muss kein Profi sein, um "Sherlock Holmes - Das Geheimnis der gefrorenen Stadt" erfolgreich durchspielen zu können.

Menus und die Story....

Es ist kalt, ganz besonders kalt. Wo? Mitten in London, der englischen Hauptstadt. Dort ist die Eiszeit angebrochen, hinzu kommt, dass fiese Roboter versuchen, den Buckingham Palast zu stürmen. Wirre Story? Stimmt! Am besten aber, Ihr erlebt sie selbst. Denn so wirr ist sie dann gar nicht mehr. Fakt ist, dass das Spiel mit einer netten Introsequenz beginnt. Leider sind die dazugehörigen Texte etwas knapp eingeblendet, sodass Ihr mit dem Lesen kaum hinterherkommt. Das ist aber nicht weiter schlimm, wie wir finden, denn der Rest des 3DS-Titels geht gemütlich vonstatten. Von Hektik keine Spur.

Technik und Gameplay....

Rätsel über Rätsel. Das ist die Essenz des vorliegenden Spiels. Nur wer Köpfchen beweist, wird in "Sherlock Holmes - Das Geheimnis der gefrorenen Stadt" Erfolg haben. Was uns positiv auffiel, ist, dass die Rätsel hervorragend in das Spiel eingebunden sind. Die Hintergrundgeschichte, die bekanntlich etwas abstrus ist, verbindet sich gekonnt mit den durchaus spielenswerten Rätseleien. Großartige "Neuheiten" in Sachen Kopfnüsse werdet Ihr nicht wiederfinden, dafür klassische Einlagen, schön häufiger gesehen, aber immer wieder gern gespielt. Einige Rätsel sind bereits aus den DS-Vorgängern bekannt, was keine Kritik darstellen soll. Besser gut "geklaut" als schlecht selbst gemacht.

Doof: Die Aufgaben, die den englischen Agenten von Welt erwarten, sind sehr einfach ausgefallen. So einfach, dass Profis nur wenig Lust haben dürften, in "Sherlock Holmes - Das Geheimnis der gefrorenen Stadt" viele Stunden zuzubringen. Die Einlagen sind zumeist sehr offensichtlich, viele Suchereien werdet Ihr nicht machen müssen. Innovationen bleiben größtenteils aber auch aus. Große Überraschungen bekommen Sherlock Holmes-Spieler also nicht vorgesetzt.

Wie schaut das Spielen also nun aus? Über eine Karte bewegt Ihr Euch von Bereich zu Bereich, ganz einfach. In einer überschaubaren Übersicht könnt Ihr per einfaches Tipp-Kommando von Raum zu Raum wechseln. Die Navigation ist somit sehr einfach geraten und selbst für den größten Anfänger machbar. Per Ausrufezeichen zeigt Euch das Spiel, ob es an dem Ort nach Wahl noch etwas zu gibt oder ob Ihr bereits alles Wesentliche erledigt habt. Was Euch kaum passieren kann: Dass Ihr ohne Ziel durch die Gegend stromert. Dazu ist der Titel viel zu linear, viel zu einsteigerfreundlich gestaltet.

Was ebenfalls zur Einsteigerfreundlichkeit beiträgt, ist der Fragezeichenknopf, den Ihr auf dem Bildschirm zu sehen bekommt. Wenn Ihr diesen antippt, zeigt Euch das Spiel alle wichtigen Gegenstände, die auf dem Screen versteckt sind. Kleine Objekte werden in Sekundenschnelle sichtbar, übersehene Rätsel werden zurück in Eure Gedanken gerufen. Das Spiel zu lösen, dürfte selbst für einen absoluten Adventure-Einsteiger kein Problem mehr darstellen. Natürlich gibt es im Spiel auch ein typisches Inventar, das Ihr über Sherlock Holmes' Tasche einfach antippen könnt. Im Inventar dürft Ihr Objekte anwählen und natürlich auch kombinieren, um diese dann erneut im Spiel zum Einsatz zu bringen. Gelungen und auch für den Rätselfortschritt relevant: die Brille mit ihren verschiedenen Funktionen. Ob Röntgenblick, Blick in die Vergangenheit, Infrarotoptik oder aufhellende Sicht - mit der Brille werden so manche Unklarheiten im Spiel schnell aufgeklärt.

Grafik & Sound....

Sherlock Holmes wartet ohne Sprachausgabe auf, dafür mit einer insgesamt gelungenen Hintergrundmusik, die viel zur Atmosphäre des Titels beiträgt, wenngleich die Abwechslung, was die Musik betrifft, nicht gerade dir größte ist. Richtig gut gefällt uns hingegen die Optik des meisterhaften britischen Agenten. Denn der Zeichenstil gefällt, auch wenn dieser speziell ist, doch sehr gut. Die Schauplätze sind detailreich ausgestaltet, die Animationen sind überschaubar, aber interessant, der 3D-Efekt ist kein Muss, trägt aber deutlich zum insgesamt gelungenen Spielgefühl bei.

Fazit....

Sherlock Holmes hat Stil. Der Charakter, vielen aus Büchern besser bekannt, ist sympathisch. Einer, dem man gerne in einem Videospiel begegnet. Auf Nintendo-Handhelds war der Brite schon öfter zuhause. Nach Ausflügen auf den Nintendo DS hat es ihn nun also auf den Nintendo 3DS verschlagen. Dort ist sein Ansinnen, "alle" zu erreichen. Vor allem die Anfänger, die noch nie Hand angelegt haben an ein waschechtes Adventure. Die in wenigen Stunden das Ziel erreichen. Nach rund sechs seid Ihr mit dem vorliegenden Abenteuer fertig, habt alle Rätsel gelöst, alle Schauplätze erkundet. Natürlich könnte das Spiel schwieriger sein, länger, eine bessere Story aufweisen. Doch geben wir uns auch so zufrieden. Immerhin macht der Titel durchaus Spaß.

 

+ einsteigerfreundlich
+ hübsche Optik
+ nette Rätsel
- sehr einfach
- recht kurze Spielzeit

GRAFIK: 70%

SOUND/EFFEKTE: 71%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 70%

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