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3DS One Piece: Unlimited Cruise SP
 
 
One Piece: Unlimited Cruise SP - 3DS
Matthias Engert (14.03.2012)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Ganbarion
GENRE: Adventure
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Nein
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-6
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK12
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.35 Euro
SD-Card NUTZUNG: Ja
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Nein

   
Einleitung....

Mangas und Animes haben seit langer Zeit auch außerhalb Japans einen mehr als großen Stellenwert. Dabei ist es wie bei vielen Themen dieser Art. Es gibt die mehr als bekannten Varianten und solche, die eher im Schatten ihre Fans erfreuen. In unseren Breiten gehört One Piece zu den sehr bekannten, auch wenn den meisten wohl eher zunächst die Dragonball Serie einfällt. Nicht zuletzt bekannt geworden sind die Mangas hierzulande durch die TV Serien, die sich seit Jahren im Programm halten. Die Abenteuer um die Piraten der Strohhutbande sind da keine Ausnahme. Auch spielerisch sind sie alles andere als Neulinge und speziell Wii und DS Spieler konnten schon jeweils Teile spielen. Wie in so ziemlich allen Serien dieser Art, kommt auch hier ein ganz eigener Humor zum Einsatz und einiges an schrägen Charakteren. Das interessiert One Piece Fans natürlich herzlich wenig, schränkt aber hier und da doch die Zielgruppe etwas ein. Mit Unlimited Cruise SP sollte sich das ein wenig ändern und das Spielprinzip bietet sich theoretisch für eine breite Spieler-Gemeinde an. Wollen schauen ob das gelungen ist und schwingen uns in das erste Abenteuer der Piraten auf dem 3DS.

Menus und die Story....

Interessant ist hier mal wieder die Firmenverzahnung. Durch ein Abkommen ist für den Vertrieb in Deutschland niemand geringeres als Nintendo selber verantwortlich. Unter dem Publisher Dach von Namco Bandai in Europa erschienen, war für die Entwicklung die Firma Ganbarion verantwortlich. Sollte man sich durchaus merken den Namen. Denn in Kürze kommt mit Pandoras Tower, ein ungemein mehr im Fokus stehender Titel für die Wii von dieser Firma. Schauen wir aber dann doch zuerst hier ein wenig genauer hin. Denn es gibt schon einiges, über das man schreiben kann. Beim Drumherum bringt der Titel einige ungewöhnliche Dinge mit. Fangen wir mal eher damit an was fehlt. Weder einen Mehrspieler bietet euch der Titel, noch die Möglichkeit einer Kontaktaufnahme nach außen. Bleibt somit ein reiner Einzelspielertitel auf dem 3DS. In Sachen Texten hat man den Titel komplett lokalisiert, beim Thema Sprachausgabe gibt es aber nur die japanischen Originale. Hat zwar auch mal was, eine englische Übersetzung wäre aber ob der enthaltenen Menge auch nichts Schlechtes gewesen. Gespeichert wird intern, wobei aber auch Zusatzdaten auf der SD Card angelegt werden. Wem der Titel bekannt vorkommen sollte, und ich denke speziell die Cracks der Serie werden das auf jeden Fall, liegt durchaus richtig. Schaut man 2 Jahre zurück, findet man auf der Wii einen gleichnamigen Titel, der inhaltlich auch identisch ist. So ist die 3DS Version also in Sachen Story und Inhalt kein Neuland.

Einmal mehr ist die Piratenmeute auf der Suche nach dem One Piece Schatz. Das ist in etwa die ewig gleiche Story Dimension wie die Suche nach den Dragonballs, oder dem Vorhaben der weltbeste Pokemon Trainer zu werden. Aber wie immer soll eine Serie ja ewig laufen, also verhindern immer wieder Ereignisse das Erreichen dieser finalen Story Geschehnisse. So auch hier, wo die Strohhutbande von ihrem gewohnten Ziel abgebracht wird, als sich die Möglichkeit auf einen anderen, ebenfalls sehr mysteriösen Schatz ergibt. Hauptakteur Ruffy macht hier die Bekanntschaft eines mysteriösen Wesens, das ihm und seinen Gefährten Belohnungen offeriert, sofern sie auf einer Inselkette bestimmte Aufgaben lösen. Also ändern wir einmal mehr den Kurs und steuern einem neuen Abenteuer entgegen. Eine ordentliche Story, die zumindest einen guten roten Faden durch das Spiel zieht. Schaltet ihr das Spiel ein, so erwartet euch zunächst kein Vorspann oder ähnliches, sondern das eigene Profil wird angelegt. Dabei erscheint kurz und eher unspektakulär eine Einblendung, dass man mit dem Savegame die Episode 2 starten könne. Das erklärt wohl die Zusatzdaten. Denn für Fans sehr schade, findet man hier nur die erste Episode im Spiel. Die zweite Episode, die für die Wii ja ebenfalls erhältlich ist, findet man hier nicht vor. Was erstaunt, da die japanische Fassung beide Episoden enthält. Hier hat man also für die europäische Version ein wenig herumgeschnippelt.

Sind diese Vorbereitungen abgeschlossen, landet man dann doch endlich mal auf dem Hauptmenu, das euch zu Beginn auf dem Touch Screen 2 Menüpunkte anbietet. Neben dem eigentlichen Abenteuer mit besagtem Teil 1 "Schatz unter den Wellen", bietet man euch spielerisch die neu enthaltenen Marineford-Episoden, die es so nirgends bisher gegeben hat. Wer im Abenteuer die erste Insel samt Boss Kämpfe hinter sich bringt, bekommt mit dem Survival-Modus eine weitere spielerische Betätigung freigeschaltet. Aber beides Modi, um die wir uns im Game Play Abschnitt noch etwas intensiver widmen. Dazu findet man auf dem Hauptmenu die Galerie, die euch die Musiken im Spiel einzeln hörbar macht und ihr zudem die knapp 80 Charaktere aus dem Spiel begutachten könnt. Sowohl Charaktere die zur Story gehören, aber auch einfache Gegner und Bosse stehen hier zu Ansicht, samt einigen Infos zu ihnen. Optionen gibt es schon, allerdings erst im Abenteuer aufrufbar. Hier kann man neben Sprach- und Soundeinstellungen auch die Steuerung anpassen. Sprich hier die Tasten und Funktionen per Hand Zuweisen. Sinnvoll für Spieler, die mit dem vorgegebenen Steuersetup nicht zurande kommen. Soweit so gut und wir steigen dann endlich ein in das Abenteuer um den neuen mysteriösen Schatz, dem die Strohhutbande mit eurer Hilfe nachjagt.

Technik und Game Play....

Startet ihr ein neues Spiel, erscheint die erste von vielen Story Sequenzen im Spiel. Diese zeigen euch natürlich vieles zum Verlauf der Geschichte selber, aber nehmen auch viele Alltagsituationen der Racker aufs Korn. Da die Beziehungen untereinander voll mit einem speziellen Humor sind, ein durchaus gelungener Aspekt. Was dagegen weniger gefällt ist die Qualität vieler Sequenzen. Auf den ersten Blick stimmig gemacht, sieht man ihnen aber das Komprimieren schon an und leicht verpixelte Effekte sind zu sehen. Es gab aber auch schon schlimmeres. Das Spiel selber beginnt am Anfang mit 3 verschiedenen Story Strängen wenn man so will. Zunächst gilt es nämlich Ruffy erst einmal zu finden. Bedeutet hier, dass ihr ihn zunächst alleine steuert, während ihr euch auf die Suche nach dem Schiff und den Kameraden macht. Währenddessen und auch das wird von euch spielerisch gelöst, teilt sich der Rest der Strohhutbande nach der kurz darauffolgenden Ankunft auf der Insel in 2 Gruppen. Auch diese machen sich auf die Suche, so dass man relativ schnell das Charakter Angebot zu sehen bekommt. Immerhin stehen euch die meiste Zeit im Spiel 9 Charaktere zur Verfügung, die nicht nur in Sachen Aktionen und Kampfattacken unterschiedlich ausgestattet sind, sondern auch über besondere Fähigkeiten innerhalb der Geschichte verfügen. Denn zu bestimmten Punkten des Spiels schaltet man so z.B. die Möglichkeit frei mit bestimmten Charakteren Dinge zu bauen oder zu reparieren. Ein anderer bringt die Fähigkeit zu Kochen mit und wieder ein anderer übernimmt das Herstellen von Medikamenten. Alles Dinge, die sich nach und nach aufschaukeln und dem Spiel mit der Zeit ein ähnliches System mitgeben, wie man es z.B. aus Monster Hunter und anderen Spielen her kennt. Einer der motivierenden Aspekte des Spiels.

Zunächst jedoch gilt es sich mit den Grundlagen des Spiels vertraut zu machen. Das geht schon ganz gut mit Ruffy selber und der Spieler erkennt schnell, mit was für einem Spiel er es zu tun hat. In Sachen Screenaufteilung ist auch hier alles klar geregelt. Spielt die Action natürlich auf dem 3D Screen, dient der Touch Screen für das komplette Menu Handling und stellt euch auch eine Karte der jeweiligen nahen Umgebung dar. Dazu könnt ihr über den Touch Screen eine Komplettkarte aufrufen, in die möglichen Menus wechseln, zwischen den gerade verfügbaren Charakteren umschalten und 3 Items per Direktzugriff aus entsprechenden Anzeigen nutzen. Sprich man platziert z.B. ein Heilkraut in einem dieser permanent sichtbaren Ablageplätze und kann es so jederzeit im Spiel nutzen, ohne in das Inventory zu müssen. Die einzigen Anzeigen auf dem 3D Screen definieren eure Lebensleiste und die in solchen Spielen gerne genutzte SP-Energieleiste um damit bestimmte Aktionen ausführen zu können. Diese leert sich dann, füllt sich aber auch automatisch wieder. Vom Spielprinzip her ist One Piece auf dem 3DS ein waschechtes Action Adventure, das sich spielt wie viele in diesem Genre. Ihr agiert aus der Third Person Sicht und könnt per Kreuz links und rechts die Kamera drehen, per Kreuz oben in einen Umschau-Modus wechseln, bei dem der Charakter ohne zu laufen nach allen Seiten die Blicke schweifen lassen kann. Per L-Taste kann man zudem die Kamera sofort hinter den Charakter holen. Was leider nur auf dem Papier so funktioniert. Im Spiel passiert dies leicht verzögert, was gerade in der Action nachteilig ist. Überhaupt ist die Kamera recht gewöhnungsbedürftig. Trotz freier 3D Areale um einen herum agiert sie gerne mal etwas ruckartig und schwenkt bei weitem nicht immer so, wie das der Spieler erwartet. Dem schließt sich dann auch die Steuerung ein bisschen an. Mit dem Schiebepad wird gelaufen, wobei euer Druck nach den Seiten über das Tempo bestimmt. Per R-Taste kann man auch einen kleinen Sprint hinlegen, der aber SP Energie verbraucht und meist nur dazu da ist, um kleine Schluchten per weiten Sprung zu überwinden.

Die Schwächen der Steuerung liegen auch hier ab und an in schnellen Richtungswechseln, wo sich die Steuerung gerne mal als etwas hakelig erweist. Speziell wenn man dabei noch Sprungpassagen meistern muss. Gewöhnt man sich aber zumindest dran. Per B-Taste wird wie schon erwähnt gesprungen, während die A und die X Tasten für die Attacken verantwortlich sind. Auch hier greift ein eigentlich gutes Upgrade System, bei dem man über Erfahrungspunkte die Attacken leveln kann, nicht den Charakter selber. Das ist dann eher ein ungewöhnliches Feature. Bei den Charakteren ist es eher so umgesetzt, dass diese auch verbesserbar sind, aber hier durch neue Items und nicht durch erspielte Erfahrungspunkte. Bei den Attacken ist das System klar, je öfters man eine bestimmte Attacke einsetzt, umso höher kann man sie leveln. Einhergehend damit ist das stetige freischalten neuer Moves. Speziell dieser Teil im Spiel gefällt, da neben den Attacken auch weitere Aktionen und Möglichkeiten stetig dazukommen und der Spieler immer wieder neue Features kennenlernt. Später im Spiel wird das durch verschiedene Produktentwicklungen noch vertieft. Aber dazu gleich mehr. Wie schon erwähnt unterscheiden sich die Charaktere auch durch ihre Attacken und damit Waffen. Mal Schwert, oder eben auch Fernwaffen sind nutzbar, so dass man bei bestimmten Gegnern schon einmal alle Recken durchprobiert. Hier macht es sich dann gut, doch öfters mal zu wechseln, damit alle Charaktere und ihre Moves ordentliche Levels bieten. So ist ein großer Teil des Spiels also schon ein typischer Action Titel, bei dem man durch die Landschaften läuft und immer wieder neu auftauchende Gegner niedermetzelt.

Dabei sind die Ziele an sich zunächst klar definiert, verwischen aber mit der Zeit. Ziel ist es natürlich alle 4 Inseln zu erkunden. Da man diese aber nicht sofort zur Verfügung hat, gilt es schön nacheinander die einzelnen Inseln freizuschalten. Das geschieht über die Thousand Sunny, bekanntermaßen das Schiff der Strohhutbande. Einmal auf dem Schiff, zeigt sich dieses ungemein ausladend für ein Boot dieses Typs. Reichlich Türen, die zu Beginn noch geschlossen sind und einige spezielle Orte, die es eben nur hier gibt. Wenn man so will das spielerische Zentrum bei euren Unternehmungen. Ihr könnt hier zudem Speichern und habt Zugriff auf ein Lager, das euren eigenen Rucksack für Items entlastet. Denn mit der Zeit kommt man sich auch hier vor wie in einem Monster Hunter oder Xenoblade. Reichlich Items, die man auf der Pirsch über die Inseln finden kann, sind hier gut aufbewahrt. Denn das ist der große zweite Teil im Spiel und ist in seinen Ausmaßen für Fans dieses Features ein gelungener Punkt. Denn One Piece bietet gleich mehrere Rubriken, in denen man Items zur Herstellung nutzen kann. Nach und nach verfügbar, gibt es dann auch ein übergeordnetes Entwicklungsmenu, das euch mögliche Objekte im Spielverlauf anzeigt und welche Materialien und Objekte man dafür finden und bringen muss. Das können simple Dinge sein wie eine Angel, oder der schnell sehnlichst herbeigesehnte größere Rucksack. Denn relativ fix ist dieser ab der zweiten Insel voll und das ständige hin- und herflitzen zwischen Schiff und Insel kann auch langatmig werden. Wobei auch dafür ein Gegenstand hergestellt werden kann, mit dem man sich von bestimmten Punkten auf den Insel sofort zum Schiff befördern kann. Dieses Sammelfeature führt dann unter anderem auch dazu, dass man die Inseln nicht linear bereist, sondern mit der Zeit ständig zwischen ihnen wechselt, um fehlende Teile oder Materialien zu besorgen.

Auf der anderen Seite für den actionliebenden Spielertypen auch sicherlich zweischneidig, wenn er ständig mit irgendwelchen Suchaufgaben beschäftigt ist. Denn auch die Story lebt von diesem spielerischen Element und ich bekomme die Kurve zum geheimnisvollen Begleiter der Gruppe, der Ruffy zu Beginn die ganze Suppe eigentlich erst eingebrockt hat. ;-) Denn um in der Story voran zu kommen, müssen immer wieder auch feste Missionen gelöst werden, die nicht nur im Besiegen von Boss Gegnern umgesetzt sind. Dazu ist Gabri, so der Name des kleinen Rackers, dann zwingend notwendig. Er öffnet euch praktisch viele Missionen erst. Das allerdings erst wenn man ihn füttert und sogenannte Gabri Punkte erhält. Gefüttert wird er ebenfalls mit allen möglichen Dingen, die man unterwegs so findet. Und ohne die Missionen geht es im Spiel nicht voran. Ihr seht also schon, selbst wenn man es nicht will, man muss teilweise die langwierigen Suchen & Finden Momente im Spiel durchleben. Wobei es meist wirklich ganz bestimmte Dinge sind, nach denen man wirklich speziell sucht. Die meisten Sachen findet man beim normalen Spielen, weiß nur meist erst mal nicht zu was sie gut sind. Spätestens wenn auf der Sunny im Entwicklungsmenu plötzlich ein neues Objekt oder Item auftaucht das man herstellen könnte, sieht man die benötigten Materialien. Dieses System greift schon recht intensiv ineinander im Spiel und sorgt auch dadurch für die recht hohe Spielzeit. Die 50 Stunden die der Publisher angibt, sind zwar sehr hoch gegriffen, aber an die 20 Stunden kommt man locker. Bedingt leider auch durch eine sehr schwache Gegner KI. Dabei ist es egal ob man sich mit den Masse statt Klasse Allerweltsgegnern herumschlägt, oder eben auch den Bossgegnern. Wobei hier auch die Tatsache mit hineinspielt, mit 9 Charakteren schon vieles falsch machen zu müssen, um ein Game Over zu erleben. Denn erst wenn wirklich alle 9 eliminiert sind, war's das auch erst einmal.

Wären da nur nicht die technischen Macken. Denn nicht nur das Thema Kamera, Steuerung und Gegner KI haben Schwächen, eine viel schmerzhaftere Angelegenheit ist das ständige Ruckeln des Spiels. Selten das es mal wirklich richtig flüssig läuft. Speziell auf der Sunny und in Gegnergefechten kommt zu einer hakeligen Steuerung, der manchmal nachteiligen Kamera, eben auch ein oft starkes Ruckeln, das ich so auf dem 3DS noch nicht gesehen habe. Und es gab ja doch schon einige Spiele mit einem artverwandten Game Play. Das zieht die Stimmung des Spielers schon ab und an nach unten. Da helfen die wirklich vielen Überraschungen im Item, Material und Aufgaben Game Play eben doch nur bedingt. Und das dann nur die erste Episode im Spiel schlummert, runden diesen nicht so idealen Eindruck leider ab. Alternativ habt ihr aber noch 2 weitere Spielmodi zur Verfügung. Was man freischalten kann, ist der Survival Modus. Dieser bietet euch 2 verschiedene Modi an. VS 200 ist nichts anderes als das euch in Wellen 200 Gegnern entgegengeworfen werden. In einem festen Areal der Winterinsel, läuft hier das Spiel diesmal recht flüssig, auch bei vielen Gegnern. Die Wellen werden natürlich immer schwerer was die Gegner angeht, bleiben aber auch hier machbar. Was hier auch daran liegt, das alle Moves der Charaktere nutzbar sind, die man in der Story erst nach und nach freischaltet. Hier wird auch nach Zeit gewertet und euch stehen wesentlich mehr Charaktere zur Verfügung. Das gleiche gilt auch für den zweiten Survival Modus, dem Boss-Sturm. Hier warten nacheinander 50 Boss Gegner auf euch, die dann schon eine härtere Nuss sind. Auch grafisch durchaus ein sehr opulenter Modus, bei dem man die Attacken und Möglichkeiten schon recht gut kennen sollte.

Beim Thema 1-1 Kämpfe bietet sich aber auch die komplette Neuheit im Spiel an, die Marineford-Episoden. Hier steht natürlich die Serie Pate und es dreht sich zunächst um die bevorstehende Hinrichtung von Ruffys Bruder Ace auf der Marineford Insel. Hierbei handelt es sich um einen weiteren Modus, in dem es immer 1-1 zur Sache geht. Verschiedene Einzelkämpfe mit und gegen diverse Charaktere aus der Serie selber. Wie auch der Boss Modus durchaus recht opulent in Szene gesetzt. Wie bei einem Levelbaum kämpft ihr euch von Gegner zu Gegner, und schaltet so die Episoden nach und nach frei. Problem an der Sache, dass die Gegner nicht die schwersten sind. Selbst wenn man ständig die Charaktere wechselt, es dauert eine Weile ehe man hier wirklich mal verliert. Positiver Nebeneffekt, dass hier auch die Sequenzen eine andere und bessere Qualität haben. Denn zu allen Kämpfen gibt es auch hier kleine Storyfilme. Ein ordentlicher Modus, aber nichts was den Kenner der Wii Version zwingend zum Kauf veranlasst. Und um die Reihe der kleinen und großen Missgeschicke hier abzurunden, ist das Spiel nach Revelations der nächste Titel auf dem 3DS, bei dem die Original Retail-Verpackung einen Fehler aufweist. So steht auf der Seite der eben nicht Unlimited, sondern "Unlimlited". Sachen gibt's…. ;-)

Grafik & Sound....

Im grafischen Bereich des Spiels, macht man sich viele ordentliche Eindrücke durchaus mit den Ruckeleinlagen wieder zunichte. Denn grafisch bietet das Spiel durchaus Licht und Schatten. Interessant sind dabei auch die Sequenzen. Die Varianten aus der Original Story Version sind komprimiert, was man ihnen auch ansieht. Für die Marineford-Episoden sieht das wieder ganz anders aus. Man sieht also schon dass es ginge. Zeigt einmal mehr die Schwächen bei Portierungen auf. Ansonsten sind die Umgebungen der Insel recht stimmig gemacht und bieten eigentlich Ansätze für viele grafische Effekte. Nur nutzen tut man das Potential nicht voll. Zu oft wirken die einzelnen Bereiche etwas steril und wie aneinandergereiht. Das wirkt sich dann auch auf die Atmosphäre aus und beeinflusst auch den 3D Effekt, der dadurch eher mäßig auf den Betrachter wirkt. Kommen dann die Ruckler dazu, geht die Stimmung schon ein wenig runter. Passend für ein Spiel dieser Art sind die Umgebungen selber. Einsame Inseln mit Wald & Wiesenlandschaften, kargen Felsbereichen, Höhlen oder auch verschneite Gebiete. Hier deckt man alles ab, was man auch erwartet. Speziell auch die Arenen im Survival-Modus und den Marineford-Episoden gehören da im positiven Sinn mit dazu, wo es ja auch technisch flüssiger abläuft. In Sachen Effekten hält sich das Spiel lange Zeit zurück. Erst wenn die Charaktere einige Moves gelernt haben, zeigen sich auch gelungene Kampfeffekte. Teils Bildschirmfüllend, gibt es hier reichlich Variationen. Neben dem teils starken Ruckeln, fällt auch die Schrift in den Sequenzen durch das Qualitätsraster. Viel zu klein und durch die Komprimierung auch etwas ausgefranzt, tut man seinen Augen nichts Gutes, wenn man alle Texte lesen möchte.

Beim Sound sieht es recht gut aus. Auch wenn die reine Klangqualität hätte noch besser sein können. In Sachen Musik im Hintergrund erwarten den Spieler viele orchestral angehauchte Stücke, die hier sehr gut passen. Zwar nicht ewig viel, was die Menge an Musiken angeht, unterstützt aber den Spieler akustisch gut bei seinen Streifzügen. Effekte gibt es ausreichend und speziell die Kampfgeräusche klingen auch nach dem was man zu sehen bekommt. Geschmackssache ist die Sprachausgabe. Ein Spiel mit japanischer Sprachausgabe hat ja schon mal eine Weile was, aber mit der Zeit wünscht man sich dann doch wenigstens die englische Variante. Allein schon aufgrund der mühsam zu lesenden Texte.

Fazit....

Ein abschließendes Fazit ist zu One Piece: Cruise Unlimited SP schon mit einen faden Beigeschmack verbunden. Und da meine ich nicht nur die Tatsache, dass nur die erste Episode den Weg in die europäische 3DS Version gefunden hat. Wer diese also schon von der Wii her kennt, erlebt bis auf die Marineford-Episoden nichts Neues. Und einen richtigen Kaufgrund stellt dieser Modus nicht zwingend dar. Es sind aber auch viele andere Dinge, die man kritisch ansprechen muss. Speziell das Thema Framerate und das sehr oft zu sehende Ruckeln sollte bei einem Spiel wie diesem eigentlich nicht vorkommen. Dass auch mit diesem Game Play und 3D Umgebungen saubere Umsetzungen möglich sind, zeigen andere 3DS Spiele ja auch. Trübt das Bild dann schon, da spielerisch durchaus einiges drin. Gerade für Spieler, die auf Entwicklung und Herstellung diverser Objekte und Items stehen. Wer so etwas gerne spielt, wird mit den vielen Suchen & Finden Aufgaben von Materialien hier unterhalten. Eine gute Spielzeit und ordentlich bis gute alternative Modi können hier schon punkten. Dennoch kann man die Kritikpunkte nicht unter den Tisch kehren, die dem Spiel dann leider einiges an Punkten kosten. Es wäre definitiv mehr drin gewesen. Hier sollten speziell die Fans überlegen, ob sie mit den Kritikpunkten leben können.

 

+ Passende Story
+ Charakter Vielfalt
+ Entwicklungsfeature
+ Ausrüstungen / Items
+ Für Zutatensammler ideal
+ Schräger Humor
+ Zusatzmodi unterhalten
- Ruckelt leider allzu gerne
- Kleine Sequenzen Schrift
- Nur Episode 1 enthalten
- Kameraführung
- Gegneraction recht einfach

GRAFIK: 63%

SOUND/EFFEKTE: 67%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 66%

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