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3DS The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D
 
 
The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D - 3DS
Matthias Engert (20.06.2011)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Nintendo/Grezzo
GENRE: Action Adventure
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Nein
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-10++
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK6
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Ja
CHEATS / TIPPS: Ja
ONLINE/SPOTPASS: Nein

   
Einleitung....

Nach dem in letzter Zeit erst mal die E3 und Nintendos neues Flaggschiff, die Wii U die Schlagzeilen beherrschten, wollen wir uns doch nun wieder dem "Alltag" widmen und hier speziell dem 3DS. Bislang waren viele Spieler eher noch skeptisch, ob sie sich das Gerät zulegen sollen. Vielen fehlte noch ein wenig der Kaufgrund in Sachen Software. Hier könnte nun ausgerechnet ein Titel für Abhilfe dafür sorgen, der eigentlich kein wirklich neues Spiel darstellt. Denn mit Ocarina of Time kehrt eine Legende der Spielelandschaft zurück, an die sich viele von uns wohl noch mit feuchten Händen zurück erinnern. Geht mir nicht anders und Ocarina of Time ist seit dem Tagebuch 1998 in unserem Magazin eines der Spiele, mit dem auch ich die meisten Emotionen verbinde. Nicht nur weil es bislang die beste Wertung im Mag64 abgeräumt hat, sondern weil das Spiel auch 2011 immer noch ein Meilenstein und ein Meisterwerk für mich ist. Konnte man bislang immer nur von den alten Zeiten schwärmen, bekommt man nun dieses Meisterwerk erneut in die Finger. Und im Gegensatz zur 2003 "aufgewärmten" GCN Version, auf dem 3DS mit signifikanten Änderungen. Natürlich ganz besonders im grafischen Bereich. Denn jetzt sind die Zeiten der verwaschenen Texturen vorbei und Link marschiert komplett in 3D durch Hyrule. Seit einem Kontakt mit dem Spiel vor dem 3DS Release, musste ich meine Vorfreude immer wieder zügeln. Das ist nun vorbei und endlich kann man sich ein Auge holen, was die Entwickler auf dem 3DS mit dem Spiel angestellt haben. Also ihr älteren Kenner des Spiels, sowie Neulinge die das Spiel nie gezockt haben. Ob ihr die Neuauflage haben müsst oder nicht, verrate ich euch im folgenden Test.

Menus und die Story....

Das Nintendo aktuell immer öfters auch andere Partner bei der Programmierung mit ins Boot holen muss, um alle Spiele fertig zu bekommen, ist auch hier zu spüren. Denn neben Nintendo selber, wirkte auch die Firma Grezzo an der Umsetzung des Meisterwerks auf dem 3DS mit. Keine Sorge, weder technisch noch spielerisch muss man hier irgendwelche Einschränkungen befürchten. Diese Sorge kann ich allen schon mal nehmen. Dazu ist der Titel einfach zu wichtig. Bedeutet natürlich, dass man hier ein komplett deutsches Spiel in den Händen hält. Ein spezielles Thema ist in der 3DS Umsetzung der Sound. Sprachausgabe in dem Sinne gibt es natürlich auch 2011 nicht, dafür gibt es später im entsprechenden Abschnitt ein paar kurze Zeilen zum Thema Musik und Effekte. Gespeichert wird natürlich intern und euch stehen 3 verschiedene Profile zur Verfügung, Wie damals schon, werden auch hier die gefundenen Dinge wie Amulette angezeigt, sowie natürlich die Anzahl der erreichten Herz Container. Was man hier nicht vorfindet, ist natürlich die Einbindung irgendeiner Form eines Mehrspieler Modus. Ebenso sollte man hier weder Street- noch SpotPass Inhalte erwarten. Allerdings Dinge, die hier nicht wichtig sind, aber der Vollständigkeit halber natürlich erwähnt werden sollen. Da es ja durchaus Spieler geben soll, welche das Original nicht kennen, widme ich mich gerne auch noch mal der Story des Spiels, die ja ebenfalls heutzutage nichts von ihrem Reiz verloren hat. Die Spieler begleiten den jungen Link, der das Land Hyrule vor Ganondorf, dem König der Diebe, retten muss. Der Oberschurke will nicht nur das Land, sondern die Zeit selbst unter seine Kontrolle bringen und die Königsfamilie von Hyrule stürzen. Wobei die Story viel mehr bietet, als nur diese Eckdaten. Sie gehört außerdem zu den Varianten, die den Spieler auf der Reise durch das Spiel, mit immer wieder neuen Wendungen und Teilaufgaben erfreut, die dennoch mit dem großen Ganzen zu tun haben. In ihren Bann zieht sie den Spieler auf jeden Fall.

Allein das Mega Feature Link in 2 Alterszuständen zu erleben, ist auch heute in meinen Augen immer noch unerreicht. Mal abgesehen, dass man dieses Feature auch spielerisch bis zum Abwinken nutzt und einsetzt. Gerade für Neulinge mit dem Spiel oder gar der Serie, dürfte die Geschichte viel bringen, erfahren sie doch vieles über Ursprünge und Hintergründe der Zelda Serie. Nach dem Motto, wer Ocarina of Time gespielt hat, kennt alles Wichtige der Zelda Serie. Egal ob z.B. das Triforce, Epona oder die Bewohner des Landes Hyrule. Im Spiel selber erfahrt ihr als Spieler ja wieder über Umwege, zu was ihr eigentlich auserwählt seid und wer und was das Ziel dieser Bestimmung sein wird. Und das wie schon erwähnt häppchenweise und damit auf sehr stimmige Art und Weise. Natürlich ist der Moment des Einschaltens wie erwartet etwas Magisches. Denn relativ schnell landet man im kleinen Vorspann mit der Kamerafahrt über die Hylianische Steppe und man sieht Link auf seinem Pferd Epona reiten. Allein dieser Moment, samt der dazu einsetzenden typischen Musik, bescherte mir schon wieder die erste von sehr vielen Gänsehaut Momenten. Ich habe auch kein Problem das zuzugeben. Und es gab im Spielverlauf einige dieser Momente. ;-)) *seufz* Unterbrochen von kleinen Schnipseln aus Momenten des Spiels, drückt man dann doch mal weiter und landet danach auf dem Speicherbildschirm. Wie schon erwähnt wählt man einen der 3 möglichen aus und das eigentliche Spiel beginnt eigentlich auch schon. Dinge wie Optionen findet man erst später im eigentlichen Spiel wieder. Soweit so gut und wir wollen endlich schauen, was 13 Jahre nach dem Debut auf dem N64 Ocarina of Time auf dem 3DS bietet.

Technik und Game Play....

Eine der inhaltlichen Neuerungen gegenüber dem N64 Original kann man aber auch hier schon ansprechen. Wie auf dem GCN 4 Jahre später, bietet auch die 3DS Version die erweiterte Master Quest Version mit an. Leider und das stellt schon einen Minuspunkt dar, schaltet man diese Version erst frei, sobald man das Original einmal durchgespielt habt. Dann habt ihr mit der Boss Challenge zwei Zusatzmöglichkeiten, wobei die Master Quest Variante die ungemein lohnenswerte Möglichkeit darstellt. Auch bringt sie einmal mehr die damaligen Pläne seitens Nintendo erneut ans Tageslicht. Denn was viele nicht wissen, ist die damalige Planung für ein Ocarina of Time Add-On für das 64 Disk Drive, das nur in Japan erschienen ist. Damit wollte man über dieses Gerät Zusatzinhalte für Ocarina of Time anbieten. In unseren Breiten machte diese Version als Ura-Zelda die Foren und Newsbereiche unsicher. Das 64DD kam leider nie über Japan hinaus und das Projekt wurde nicht weitergeführt. Stattdessen begann damals die Entwicklung vom Nachfolger Majora's Mask. Dennoch war schon einiges fertig gewesen, dass man dann wohl doch der Spieler Gemeinde präsentieren wollte. Master Quest erblickte so über Umwege das Licht der Welt. Zwar bekommt man hier keine wirklichen neuen Locations im Spiel, dafür aber veränderte Dungeons, teils andere Item Fundorte und vor allem ein schwerer zu spielendes Game mit härteren Gegnern und erweiterten Aufgaben. Allein das Sammeln der silbernen Rubine als Zusatz in den Dungeons ist mir immer noch unvergessen. Das kann man nun auch auf dem 3DS erleben und Nintendo hat die Master Quest Version mit einer gespiegelten Hauptwelt hier eingebaut. Von daher finde ich es schade, dass man diese Variante nicht gleich anwählbar macht.

Denn die meisten Spieler mit einem Background zu Ocarina of Time kennen zwar das Original noch recht gut, würden aber gerne die Master Quest Version mal versuchen, sofern sie es nicht auf dem GCN mal gespielt haben. Dennoch kann ich allen Spielern mit auf den Weg geben, es lohnt sich diese Version freizuschalten, auch wenn es dauert! Aber zunächst wollen wir uns natürlich dem Original widmen, denn wie ich selber in meinem privaten Umfeld festgestellt habe, gibt es noch genug Spieler, die das Original nicht kennen. Zeit wird's. ;-)) Sobald ihr euch für einen Speicherplatz entschieden habt, beginnt auch schon das eigentliche Spiel. Ein weiterer Gänsehaut Moment für Spieler des Originals, denn man lernt den kleinen Link samt seiner zukünftigen Begleiterin, der kleinen Navi kennen. Die Fee, die von da an um den Helden herum schwirrt und ihn bei vielen Aktionen mit Infos und Hinweisen tatkräftig unterstützt. Dazu bekommt der Spieler in Form eines Traumes des Helden die ersten Story Schnipsel zu sehen. Zumindest weiß man als Spieler schnell woher der kleine Junge mit der grünen Kleidung stammt und welche Bedeutung seine kleine Begleiterin hat. Denn die Fee wird vom Deku-Baum instruiert, sich um den kleinen Helden zu kümmern. Danach wird Navi zum Helden geschickt, sie möge ihn doch bitte zu ihm bringen. Nach dem Kameraflug durch das Kokiri Dorf, in dem eure Reise beginnt, übernehmt ihr dann kurz darauf auch die Kontrolle über Link. Dennoch sieht man eines schon sehr schnell. Die klaren Grafiken und der wunderbare 3D Effekt machen neben dem spielerischen Aspekt sofort Lust auf mehr. Sobald man dann das erste Mal Link wirklich selber steuern kann, ist man natürlich erst mal neugierig, wie die Entwickler die vielen Menus der N64 Version und diverse Anzeigen hier gestaltet haben.

Klar ist natürlich die reine Screen Aufteilung, mit der Action im 3D Screen und eben allen Menus auf dem Touch Screen. Dabei ist die Aufteilung der Menus und die Anordnung auf dem Touch Screen hier sehr gut geworden. Zumal eben alles wichtige auch sehr gut per Finger erreichbar ist. Denn neben der mittig angeordneten Karte findet man links Infos zu den gesammelten Rubinen, hat Zugriff auf das Okarina Menu und oben links einen Button, um in den First Person Modus zu wechseln. Hier wird ein weiteres Feature des 3DS genutzt, nämlich der Gyrosensor. Wer also möchte, kann sich zwar im First Person Modus manuell per Schiebepad umschauen, dies aber auch wie in Steel Diver per Freier Bewegung mit dem Gerät selber tun. Auch später bei den diversen Fernwaffen nutzbar. Größer Pluspunkt im Touch Screen ist aber die Möglichkeit bis zu 4 Items gleichzeitig anwählbar zu machen. Ist dort ein Slot für das aktuell genutzte Schwert reserviert, gibt es 4 Plätze die man frei belegen kann. Egal ob das später die Flaschen sind, Items wie Bogen oder die Bomben, bis hin zu den Erbsen. Durch die Haltung des 3DS kommt man da auch gut heran und kann schneller als früher zwischen ihnen durchschalten. Dazu gibt es unterhalb im Touch Screen 3 Reiter, mit denen man die detaillierten Dinge aufrufen kann. Zum einen die Karte, die nun im Vollbild auf dem TS erscheint. Dazu das Item Menu, das all diese Dinge auf 20 Ablageplätzen beherbergt und die man wie schon erwähnt auf die rechts Leiste verteilen kann. Je nach Zeitalter später, kann man ja nicht alle nutzen, was hier dann auch speziell angezeigt wird. Hier finden selbst Dinge wie die Masken Platz, die Spezialmagie der Göttinnen und z.B. die Flaschen und Erbsen. Eben alles was man irgendwie anwenden könnte.

Der Reiter Ausrüstung gibt dann das wieder, was ihr an sammelbaren Dingen erspielt habt, zeigt eure Ausrüstung in Sachen Schwert, Schild oder Kleidung, und reicht bis zu den magischen Dingen wie den Edelsteinen und sogenannten Amuletten. Alles Dinge, die in der Story natürlich eine Rolle spielen. Wie z.B. die eher unscheinbar anmutende Dinge wie die Skulltula Symbole, die man überall in der Spielwelt finden kann. Dies ist dann eines der Rätsel, die euch das gesamte Spiel über beschäftigen und mit dem man sich einiges leichter machen kann. Eh ein Punkt der Ocarina of Time sehr auszeichnet. Man kann vieles tun, muss es aber nicht, hat aber dann den Nachteil es hier und dort schwer zu haben. Bestes Beispiel sind die hier enthaltenen Herzteile. Bekommt man zwar nach den großen Dungeons einen kompletten Herzcontainer, kann man auch mit 4 Herzteilen einen weiteren erspielen. Und gerade hinten heraus, ist man über jeden zusätzlichen Herzcontainer mehr als dankbar. Um aber nun all dies natürlich angehen zu können, müssen wir unseren Helden erst mal durch das Spiel navigieren. Dabei kommt zunächst die Steuerung zu ihrem Recht. Und auch hier weicht eine anfängliche Skepsis sehr schnell und die Entwickler haben es verstanden die Möglichkeiten des 3DS sehr gut zu nutzen. Gerade aufgrund des 3D Game Play, was die Umgebungen angeht, macht sich das Schiebepad als Bewegungssteuerung sehr gut. Link lässt sich dadurch sehr weich bewegen und selbst enge und schmale Momente, wo wirklich Geschicklichkeit im Vordergrund steht, stellen kein Problem dar. Damit man keine Übersichtsprobleme hat, kann man per Antippen der L-Taste die Kamera immer sofort hinter den Helden holen.

Hält man die L-Taste gedrückt, wechselt Link in den Zielmodus. Hier könnt ihr zum einen Gegner vor euch fest ins Visier nehmen und verliert diesen auch während der Bewegung und des Kämpfens nicht aus dem Auge. Zum zweiten hilfreich um Personen anzuvisieren, die entfernt oder erhöht positioniert sind. So hat man auch dann die Möglichkeit mit ihnen zu reden. Alles was mit Springen oder an Vorsprüngen zu tun hat, geht erneut automatisch. Eine manuelle Sprungfunktion bietet das Spiel nicht. Warum auch? Einzige kleine Ausnahme ist der Rückwärtssalto im Zielmodus, der auch grafisch und von der Animation her beeindruckend aussieht. Was die reine Kampfaction angeht, ist alles beim alten geblieben. Per B-Taste könnt Ihr das Schwert schwingen, habt im Spielverlauf dazu die Möglichkeit erweiterte Attacken auszuführen. Gutes Beispiel ist die bekannten Wirbel Attacke, die man per gedrückt halten der B-Taste in 2 Stufen auf die Gegner loslassen kann. Die R-Taste deckt nun alles rund um das Schild ab, das hier ebenfalls mehr Bedeutung hat, als in vergleichbaren Spielen. Neben der Abwehr von Angriffen, dient es ja auch z.B. um Geschosse in eine bestimmte Richtung zurückprallen zu lassen. Etwas das oft enthalten ist und auch teilweise gemacht werden muss, um Gegner überhaupt erst mal erreichbar zu machen. Man kann nun alle möglichen Aktionen auch Verbinden. Zielmodus, Attacken samt Schild. Vieles ist möglich und lässt auch die Kampfaction sehr flüssig von der Hand gehen. Da ist Ocarina of Time einfach auch auf dem 3DS ein wunderbar spielbares Game geworden. Das kann man nicht nur hier einmal mehr betonen. Und das sind ja nun wirklich nur die Grundlagen, die euch auf dem Weg durch das Spiel begleiten.

Denn die spielerische Würze dieses Spiels, die es so unverwechselbar macht, ist neben dem Flair und der emotionalen Atmosphäre vor allem die Rätselkost. Es gibt wirklich wenige Spiele dieser Art, die oftmals eine derart komplexe Verflechtung der Rätsel bieten. Hier ist es eben nicht immer so, dass man Rätsel angeht und abschließt. Natürlich schon auch hier enthalten, aber vieles zieht sich teilweise durch das gesamte Spiel und vor allem der logische Aufbau ist hier zu nennen. Denn grob ist es wie in allen Zelda Spielen. Neben der Reihenfolge, der hier enthaltenen Dungeons, gibt es derart viele Side Quests, dass man gerne mal die Übersicht verlieren kann. Viele Rätsel geht man fast schon unbewusst an, andere kriegt man erst mal partout nicht gelöst. Items, Personen und Abhängigkeiten, die mal eine sehr große Rolle spielen und auf der anderen Seite eben die vielen kleinen Dinge, die aber dem Spieler dennoch ungemein helfen können. Ein gutes Beispiel dafür sind immer wieder die kleinen Feen, die Link in Flaschen fangen kann. Normalerweise ist Link verloren, wenn all seine Herzcontainer leer sind. Hat er aber diese Feen, maximal 4 sind möglich, gefunden und in Flaschen dabei, wird er sofort wiederbelebt. Gerade in den Dungeons selber manchmal genau das Killer Feature, um diese auch zu schaffen. Ach Gott ich könnte hier ausholen und zig Beispiele nennen. Es ist einfach wunderbar gemacht. Stichwort Dungeons, ohne jetzt auf die nochmals knackigeren Master Quest Varianten einzugehen, auch die normalen Varianten bieten eigentlich Stoff für Romane.

Speziell die Zelda Dungeons haben überhaupt ein ganzes Genre geprägt und nicht umsonst vergleicht man ein solches Game Play unter anderem immer wieder auch heute noch eben mit Ocarina of Time. Vollgepackt mit logischen Abläufen, verzwickten Rätseln und motivierenden Belohnungen. Höhepunkte sind auch hier wieder der Feuertempel, der Wassertempel und die Geister Variante. Wobei man hier 2 Dinge ansprechen muss, die auf dem 3DS etwas leichter gemacht wurden. Kann man drüber streiten. Zum einen gibt es in der Spielwelt die sogenannten Shiekah Steine, bei denen man vorbeischauen kann, wenn man partout nicht weiter weiß. Oder im Falle z.B. des Wassertempels, wo man Dinge wie Türen farblich hervorgehoben hat, damit der Spieler etwas leichter vorankommt. Ich halte diese Dinge eigentlich für nicht nötig. Aber auch dies ist mal wieder ein rein subjektiver Gedanke. Wobei die höchsten Weihen dann erlebbar werden, sobald der Spieler die ersten 3 Dungeons gelöst hat und das erst Mal in der Zitadelle der Zeit das Zeitalter wechselt. Denn dann spielt ihr 7 Jahre später als Erwachsener Link in der gleichen Spielwelt, die sich aber überall verändert hat. Ihr habt also jetzt die Möglichkeit den Lauf der Geschichte zu beeinflussen. Bekomme sogar beim Schreiben eine Gänsehaut, wenn ich nur all die vielen Rätsel und Möglichkeiten mal kurz vor meinem geistigen Auge ablaufen lasse. Die Ideenvielfalt ist in meine Augen unerreicht bis heute. Denn dieses Feature ist ja so angelegt, dass auch hier viele Rätsel Epochenübergreifend funktionieren. Bestes Beispiel hier sind die Erbsen. Als kleiner Link findet man den Händler dazu, der diese Pflanzen verkauft. Dazu überall verstreut in der Spielwelt Plätze, wo man diese pflanzen kann.

Mehr passiert zunächst dann auch nicht und der unwissende Spieler vergisst das Thema eigentlich schnell wieder. Bis er plötzlich zig Stunden später als Erwachsener Link eine solche Stelle erneut besucht und plötzlich bemerkt, dass er jetzt auf einmal die ausgewachsenen Pflanzen als Fahrstuhl zu bestimmten Orten nutzen kann. Oder der Geistertempel, wo man innerhalb eines Dungeons mal kurz raus muss, das Zeitalter ändern, einen anderen Dungeon spielt, um danach wieder das Zeitalter zu wechseln um den Geistertempel abschließen zu können. Soweit denkt man heutzutage in solchen Spielen gar nicht. Oder, Oder, Oder….. Ich könnte hier Beispiele anbringen und man würde immer noch vieles wieder weglassen müssen. Ich muss mir dann ja fast wieder den Sabber abwischen. ;-))) Aber man kann es einfach nicht oft genug betonen, gerade die Rätselkost und logischen Abhängigkeiten aller möglichen Dinge im Spiel und der Story erlebt man hier einfach auf einem anderen Level. Dazu kommt ja auch noch der eingebaute Tag/Nacht Modus. Nicht nur kosmetisch wie ihr euch mittlerweile denken könnt, sondern ebenfalls voll in die Story und Rätsel integriert. Man kann so Stunden an einem Rätsel hängen, einfach weil ein bestimmter Ort oder eine bestimmte Person erst zu einer bestimmten Tages oder Nachtzeit erreichbar ist. Auch sind es dann gerade diese Überraschungsmomente, die das Spiel so unverwechselbar machen. So wird natürlich mit der Zeit auch die reine Spielwelt größer. Alles dann zu Durchlaufen wäre nervig und ist gerade zu Beginn noch ein etwas zähes Unterfangen. Im Verlauf des Spiels gibt es 2 Möglichkeiten der schnelleren Erreichbarkeit aller Orte im Spiel. Zum einen natürlich die zweite Legende, ohne die eigentlich kein Zelda Spiel mehr auskommt. Das Pferd Epona. Mittlerweile ja nicht mehr wegzudenken, begann ja mit Ocarina oft Time die Geschichte des Gespanns.

Und auch hier ist es ein gutes Beispiel für die Epochenübergreifenden Rätsel. Als kleiner Link findet man Epona zwar schon, wirklich bekommen und natürlich Reiten kann man es aber erst als Erwachsener. Auch hier kommt wieder die gewohnte Möhrenanzeige zu ihrem Recht und ist in Sachen Steuerung genauso Klasse wie der Rest dieses Themas. Zweite Variante deckt auch gleich einen weiteren emotionalen Teil ab - die Okarina der Zeit. Rennt Link anfänglich noch mit der einfachen Variante herum, so bekommt er zu einem bestimmten Zeitpunkt die richtige Okarina. Damit erlernt er nun 12 Songs im Verlauf des Spiels, die euch zum einen immer vor die einzelnen Dungeons teleportieren können, oder aber auch Zustandsveränderungen herbeiführen und damit ebenfalls voll in die Rätsel integriert ist. Ja ich weiß, ihr könnt es so langsam nicht mehr hören. ;-)) Aber es ist nun mal so. Es ist Nacht und ihr braucht den Tag? Es ist Trocken und ihr braucht Sturm und Regen? Ihr braucht einen magischen Stein an einer bestimmten Stelle eines Dungeon? Kein Problem. Für alles gibt es auch diese Songs, welche die unterschiedlichsten Dinge auslösen können. Story Charaktere die nicht mit euch reden wollen und ihr dadurch nicht im Spiel weiter kommt. Kein Problem, spielt man den richtigen Song, wird der Bursche weich. Ihr steht von Grabsteinen mit königlichen Emblemen und euch bleibt der Eingang verwehrt? Kein Problem, spielt einfach den richtigen Song. So viele Dinge, die hier miteinander funktionieren und Momente auslösen, an die man erst mal nie gedacht hätte. Auch das ist Ocarina of Time. Um die Ecke denken, um sich später an den Kopf zu greifen, wie ein Rätsel doch zusammenhängt. Auch der Grund warum man durch die Spielwelt nicht durchrennen sollte. Alles will untersucht sein und wenn es auch dauert, an diesem Ort etwas machen zu können. All dies ist irgendwann im Spiel mal wichtig oder hilfreich.

Es gibt einfach so viele Dinge abseits der reinen rationalen Fakten, die man hier ansprechen muss und das Spiel trotz seines Alters auch 2011 immer noch zu dem machen was es ist. Ein Meilenstein der Videospiel Geschichte. Dazu eben jetzt die wunderbare grafische Umsetzung, die viele Momente noch einen Tick emotionaler darstellen. Und davon gibt es so viele im Spiel. Für mich als mittlerweile doch "gereifteres" Spieler Semester, erzeugt auch heute noch das Spiel Gänsehaut ohne Ende. Ob das nun Momente sind, wie das Betreten der Zitadelle der Zeit, dem Reiten auf Epona, wenn man einfach mal so durch die Steppe galoppiert, oder auch das finale Aufeinandertreffen mit Ganon. Es ist so auch eine emotionale Zeitreise für alle Spieler, die schon vor 13 Jahren jedem Herzteil nachgejagt sind. ;-) Ich könnte diesen Testbericht wahrscheinlich ins Unermessliche weiterführen, will aber nicht dass doch mal jemand bei meinen paar Zeilen einschläft. Ich kann wirklich nur Jedem wärmstens ans Herz legen dieses Spiel zu kaufen. Man muss als Nintendo Spieler dieses Game einmal im Leben gespielt haben. Man schätzt vieles danach einfach anders ein. Die Hingabe zum Zocken kommt gerade von solchen Spielen und eben ganz besonders von The Legend of Zelda: Ocarin of Time.

Grafik & Sound....

Die Grafik war ja eines der Themen, das die Spielewelt im Vorfeld mit am häufigsten interessiert hat. Klar war ja nun, das die Texturen und Grafikpräsentation des N64 hier nicht mehr zu sehen sein wird. Und das kann man auch ganz klar unterstreichen. Die Umsetzung auf dem 3DS lebt vor allem von 2 geänderten Dingen. Zum einen von der klaren und detaillierten Grafik und natürlich dem 3D Effekt, dem hier ganz besonders entgegengefiebert wurde. Und was soll ich sagen, gerade der 3D Effekt hebt viele Momente und Orte auf ein neues Level in diesem Bereich. Es gab ja genug Momente auch bei mir, in denen ich sehr angetan war von der 3D Gestaltung. Dennoch gab es immer wieder Highlights. Überall wo Sequenzen und Charaktere nah zu sehen waren, lebt die Umgebung noch ein wenig mehr. Der plastische Eindruck ist in diesem Moment sehr hoch. Aber auch in Sachen Umgebung trumpft die Grafik in 3D auf. Allein der Marktplatz von Hyrule sieht extrem geil aus. Anders kann man das nicht ausdrücken. Ebenso überall wo Feuer eine Rolle spielt, zeigt man wozu der 3DS fähig ist. Und nach wie vor gilt, auch Ocarina of Time ist in dieser Hinsicht noch ein First Generation Spiel auf dem 3DS. Mit Dingen wie 50 oder 60Hz müssen wir uns hier nicht herumschlagen und man bekommt auch technisch ein hervorragendes Spiel geboten. Selbst Kamera Probleme oder andere Slowdown Momente habe ich nicht gesehen. Dazu immer wieder so viele kleine gelungene Effekte. Seien es die in der Luft schwebenden Teile im Kokiri Dorf, Flammen und Wasser Abschnitte, bis hin zu Lens Flare Effekten und Gegneranimationen. Die Grafik wirkt sehr oft sehr weich und harmonisch auf den Spieler. Selbst in Momenten wo man Details erkennt, wie z.B. eben bei Charakteren, trübt kein verpixeltes Ambiente das Bild. Hier haben die Entwickler einfach eine hervorragende Arbeit abgeliefert. Auch in 2D macht das Spiel eine hervorragende Figur, auch wenn man hier den Treppeneffekt an Kanten stärker wahrnimmt. Aber gerade durch die klare und farbenfrohe Grafik erlebt man das Spiel oftmals anders, als seinerzeit auf dem N64.

Beim Sound gibt es etwas anzumerken, das sicherlich eher einen subjektiven Aspekt darstellt. Denn auch auf dem 3DS bekommt man die gleichen epischen und emotionalen Musiken zu hören, wie im Original. Und ich kann mich erinnern, dass ich damals schon die Musik beim Spielen regelrecht aufgedreht habe. Denn die Stücke, egal wo man sich befindet, erzeugen auch heute noch in vielen Fällen Gänsehaut Momente. Egal ob das die Ocarina Lieder sind, die man im Verlauf erlernt, oder eben Ortsspezifische Stücke. Wobei es selbst in der großen gelungenen Masse immer noch die Ausreißer nach oben gibt. Die Musik in der Zitadelle der Zeit erzeugt immer noch eine extreme Gänsehaut bei mir und gehört für mich zu den besten Hintergrundmusiken in einem Videospiel. Vielleicht habe ich auch deshalb hier etwas zu maulen, zumindest wenn man es so nennen will. Denn mir persönlich ist die Soundausgabe über die 3DS Lautsprecher zu leise. Weniger bei den Effekten, dafür aber bei den reinen Musiken. So habe ich eigentlich nur mit Kopfhörern gespielt, wo man diese Momente viel intensiver auskosten kann. Wie gesagt eher eine persönliche Anmerkung. Bei den Effekten ist das eben nicht so tragisch und man erlebt auch hier die zahlreichen Varianten in sehr gutem Klang. Auch hier sind es oft nicht nur simple gute Effekte, sondern sie erzeugen durch den speziellen Klang beim Lösen eines Rätsels, dem Öffnen einer Truhe oder dem sonstigen Auslösen eines Ereignisses das ganz besondere Feeling. Ocarina of Time eben. ;-)

Fazit....

Nach dem ich mich dann irgendwann doch mal aus dieser Welt wieder in meine reale Welt zurückgeholt habe, habe ich lange überlegt wie ich ein Fazit zu diesem Titel formuliere, ohne zu sehr die rosa Brille aufzusetzen. Denn ich gebe gerne zu, dass ich diesem Spiel, wie schon 1998, schon ein wenig verfallen bin und Dinge wie Objektive Bewertung oder Rationale Fakten, ein Ding für sich sind. ;-) Ich sehe die Diskussionen im Vorfeld des Release noch vor mir. Da wurde das Spiel und die Tatsache dass es überhaupt erscheint, ja regelrecht auseinander genommen. Auch die Tatsache, dass man es hier nicht mit einem neuen Spiel zu tun hat, spielt da für mich persönlich keine Rolle. Denn selbst mit seinen 13 Jahren auf dem Buckel, muss sich der Titel hinter der Konkurrenz alles andere als verstecken. Im Gegenteil, allein die Rätselkost und der Story Aufbau zeigt auch heute noch allen die Rücklichter. Mag man über die Hilfe Steine vielleicht diskutieren können, die reine Rätselkost bietet Raum für 30-40 Stunden und mehr, um das Spiel zumindest mal zu beenden.

Auch wenn wir selber ja eine Lösung anbieten, kann ich jedem nur raten etwas in der Art nur im Notfall zu benutzen. Man nimmt sich einfach viel vom Spaß und der Rätselspannung. Dazu die Atmosphäre und Faszination, die das Spiel auch heutzutage wieder auf den Spieler ausübt ist immens. Man taucht spielerisch in eine Welt ein, die den Spieler auch emotional auf eine lange Reise mitnimmt. Etwas das nicht viele Spiele erreicht haben. Auch in den letzten 13 Jahren nicht. Dazu die Veränderungen in Sachen Grafik, die das Spiel äußerst gut aussehen lassen, gehören mit in die verdiente Lobeshymne. Neben der allgemein sehr klaren Grafik wirken die Sequenzen, die Charaktere und speziell vor allem der Marktplatz sehr plastisch. Gibt es eigentlich überhaupt etwas, dass man hier wirklich kritisieren kann? Jein! Dass die Master Quest Variante hier erst nach dem Durchspielen der normalen Variante möglich ist, empfinde ich als recht unglücklich. Ich hoffe viele Spieler haben die Ausdauer und Energie das Spiel ein zweites Mal anzugehen. Was man bekommt ist auch 2011 ein Meilenstein der Videospiel Geschichte, den sich kein Spieler entgehen lassen sollte. Lasst euch ja nichts anderes erzählen. ;-)

 

+ Sehr hohe Spielzeit
+ Heutzutage unerreichte Rätsel
+ Eines der emotionalsten Spiele
+ Sehr gute Steuerung
+ Grafisch stark verbessert
+ 3D Effekt sehr gut sichtbar
+ Story und Zeitwechsel
+ Meilenstein Musik und Effekte
+ Master Quest enthalten....
- .... leider nicht von Anfang an
- Handbuch als Faltblatt
- Streitpunkt "Hilfe Steine"

GRAFIK: 94%

SOUND/EFFEKTE: 94%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 97%

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