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3DS Mario & Luigi SS + Bowsers Schergen
 
 
Mario & Luigi SS + Bowsers Schergen - 3DS
Matthias Engert (25.11.2017)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Alphadream
GENRE: Acton RPG
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Nein
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-8
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK0
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.35 Euro
SD-Card NUTZUNG: Nein
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Nein

   
Einleitung....

Nintendos Software Angebot ist ja mittlerweile eine echte Mischung, aus wirklich neuen Titeln und dem neu auflegen alter Klassiker. Aktuell schwingen wir uns in 2D & 3D durch Mario Odyssey, auf der anderen Seite erwecken wir Samus in Metroid SR zu neuem Leben. Mit dem hier vorgestellten Mario & Luigi Titel gehen wir wieder ein ganzes Stück zurück in die Vergangenheit. Angekommen im Jahr 2003, kam seinerzeit der erste Teil der mittlerweile legendären Mario & Luigi Reihe auf dem GBA auf den Markt und bereichert seitdem das Software Angebot auf Nintendos Handhelden. Mit einer riesigen Fangemeinde ausgestattet, will man so den aktuell jüngeren Fans auch das Original noch einmal näher bringen. Man mag darüber immer wieder trefflich streiten können, ob die Neuauflagen sein müssen, solange sie gekauft werden und Spaß machen, sehe ich das weit weniger kritisch. Wenn man dann noch überraschend Neues in diese Neuauflagen einbaut, will ich das Thema gleich gar nicht mehr vertiefen. Denn genau das bietet Mario & Luigi Superstar Saga. Denn nicht umsonst trägt der Titel den Zusatz Bowsers Schergen. Und wie sich zeigen sollte, ist das kein simpler Namenszusatz, sondern ein eigenständiger Spielmodus und verlängert die Spielzeit um mehr als das Doppelte. War zumindest bei mir so, so dass dieser Test dann doch nicht nur aus dem Vergleich Original-Neuauflage besteht. Dennoch schauen wir uns alle Aspekte etwas genauer an.

Menus und die Story....

Auch hier steht natürlich die Software Schmiede Alphadream hinter dem Titel, die damit wohl auf Jahre ausgesorgt haben dürften. ;-) Dementsprechend ändern sich viele Dinge bei den Rahmenbedingungen, gegenüber den Vorgängern natürlich nicht. Da man hier manche Minispiele des Originals nicht mehr findet, ist der Titel dieses Mal für einen Spieler umgesetzt. Kontakt nach Außen gibt es dieses Mal gar nicht und einzig ein amiibo Support steht auf der Haben Seite. Wer sich fragte, warum vor kurzen Koopa, Gumba und Buu Huu als Figuren erschienen sind, bekommt mit diesem Spiel die Antwort. Des Weiteren sind auch die Figuren der reinen Mario Reihe nutzbar, auch wenn man im Vergleich sagen muss, es gab schon lohnenswertere Dinge in Sachen amiibo. Wenn dann lohnen sich wirklich nur die 3 "Bösewichter" als Figuren, da man damit eben für den neuen Modus Bowsers Schergen sinnvolles freischalten kann. Was hier völlig fehlt, ist der 3D-Effekt. Diesen hat man der Neuauflage nicht spendiert. In Sachen Geschichte ist das Spiel natürlich unverändert geblieben und es greifen die gleichen Geschehnisse wie im Original. Eine böse Hexe hat Prinzessin Peachs schöne Stimme gestohlen und gegen Sprengkörper ausgetauscht! Im Königreich bricht Chaos aus und Mario und Luigi machen sich auf zum Schloss und treffen Bowser, der gerade angekommen ist, um die Prinzessin zu entführen. Als sie herausfinden, was passiert ist, schließen sich die Todfeinde zusammen und verfolgen die Hexe durch das Bohnenland.

Was sich so schon kurios liest, erfährt durch einen sehr gelungenen Humor im Spiel eine Aufwertung. Allein der Vorspann in den dies alles eingepackt ist, dürfte Nintendo Kennern gefallen. Viele kleine Mimik-Spielchen und die detaillierten und farbenfrohen Umgebungen, lassen den Spieler schnell schmunzeln. Wurde ja seitdem ebenfalls zu einem echten Markenzeichen der Serie. Der reine Start in das Spiel ist wie immer recht seicht gehalten. Denn wie immer gibt es nicht so viele Auswahlmöglichkeiten. Nach der etwas lustigen Art & Weise, wie das Hauptmenü so aufgebaut wird, dürft ihr aus 2 Spielständen wählen. Später kommt natürlich die Fortsetzen Option dazu, sowie die Möglichkeiten einen Spielstand zu kopieren, oder gleich gänzlich zu löschen. Eine Neuerung gegenüber dem Original kann man hier schon anmerken. Glücklicherweise gibt es nun die Möglichkeit auch im Spiel jederzeit zu Speichern. Neben den typischen Speicherblöcken, kann man so auch mal auf die Schnelle seinen Spielstand sichern. Das war's aber dann auch schon an Vorgeplänkel. Auf geht es in das Bohnenland. ;-)

Technik und Game Play....

Beginnt ihr ein neues Spiel, werdet ihr natürlich vom jetzt optisch aufgepeppten Vorspann begrüßt, der euch den Beginn der Geschichte näherbringt. Auch das ungewöhnliche Ende der Einführungssequenz, bei der sich die Helden und Bowser unfreiwillig zusammentun. Danach beginnt auch schon die große Reise durch das Bohnenland. Interessant ist dabei immer wieder die Rollenverteilung der beiden Helden. Mario der starke Held und Retter der Nation und auf der anderen Seite Luigi, der irgendwie in allen möglichen Sequenzen auf die Schippe genommen wird. Anders als auf dem GBA seinerzeit, stehen euch hier natürlich 2 Bildschirme zur Verfügung. Sprich speziell was die Menüs und Aktionsvielfalt der beiden Helden angeht, kommt natürlich alles viel aufgeräumter daher. Der 3D-Screen dient natürlich, um die eigentliche Action abzubilden. Dabei geht das Spiel mit der Zeit den Weg, manche Dinge sowohl über die Menüs, aber eben auch per Tastenaction abzudecken. Hier werden beide Vorlieben also durchaus passend abgedeckt. Da wir es hier mit dem spielerischen Beginn der Serie zu tun haben, kommt natürlich auch das Ur-Gameplay zum Einsatz. Die Sichtweise ist dabei geblieben. Ihr schaut von schräg oben per Iso-Sicht auf das Geschehen. In der Grundform rennen beide Charaktere automatisch hintereinander her. Per L und R-Tasten kann man den Vordermann bestimmen und lenkt nun mit dem Steuerkreuz oder dem Schiebepad. Dabei ist im Adventure Part die Sicht schräg von oben auf das Geschehen. Dabei so angelegt das Ihr Höhenunterschiede erkennt. Also muss ja auch gesprungen werden. Hier kommen nun die A und B Taste zum Zuge. Je eine Taste für einen Charakter. Drückt Ihr A springt Mario und bei B Luigi. Geht es über Treppen nach oben, könnt ihr das wahlweise abwechselnd machen, oder nutzt gleich due X-Taste, bei der beide Helden gleichzeitig springen. Sieht lustig aus, klappt aber perfekt.

Ihr könnt so z.B. an die berühmten Blöcke in der Luft springen um Items oder Münzen zu erhalten, oder eben auch um Speichern zu können. Was aber wie schon erwähnt auch über das Pausenmenü funktioniert. Doch das ist wiegesagt nur ein Teil des Ganzen. Sobald Ihr in das sogenannte Bohnenland transportiert wurdet, beginnt auch der zweite Part im Spiel - das Rollenspiel und Battle Feature die jetzt ineinander greifen. Trefft Ihr z.B. auf umherwuselnde Gegner, die meist der Nintendo Welt entstammen, so wechselt die Sichtweise auf den Battle Screen. Wie immer kann man sich das Recht der ersten Aktion erspielen, in dem man dem Gegner schon in der Adventure Sichtweise auf den Kopf springt, oder per Hammer trifft. Hier stehen nun die Kontrahenten in einem Bildschirm gegenüber. Links Mario und Luigi und rechts der oder die jeweiligen Gegner. Auch hier bleibt alles beim A und B Prinzip. Sämtliche Aktionen Marios werden mit A ausgeführt und bei Luigi erneut mit der B-Taste. Im Verlauf des Spiels erhaltet Ihr verschiedene Aktionsmöglichkeiten um hier zu agieren. Dabei gehen die Kämpfe immer rundenbasiert vonstatten, was den hier fehlenden Pausenmodus relativiert. Seid Ihr am Zuge, scrollt Ihr durch ein Menu und könnt nun je nach Fortschritt im Spiel verschiedene Möglichkeiten anwählen. Wahlweise mit mehreren Möglichkeiten einen Gegner mit einem Charakter allein angreifen, eine sogenannte Bruder Attacke starten, Items einsetzen um z.B. die Gesundheit zu regenerieren oder um zu fliehen, was allerdings mit viel Münzenverlust verbunden ist. Jetzt kommt das zum Tragen was schon immer den Spaß ausmachte. Das Timing im Kampf, dass der Spieler voll kontrolliert. Wählt Ihr z.B. eine Sprungattacke so wählt man einen Gegner aus und Mario legt beispielsweise los. Er springt selbsttätig auf den Gegner und zieht dem Gegner ohne euer Zutun einen gewissen Wert an Lebensenergie ab.

Drückt Ihr aber im richtigen Moment die Charaktertaste, könnt Ihr bei perfektem Timing wesentlich mehr abziehen und den Gegner so logischerweise schneller besiegen. Das gleiche gilt in der Vereidigung, wenn Gegner auf euch zulaufen. Springt man hier im richtigen Moment, so kann man praktisch einen Konter ausführen ohne selber Energie zu verlieren. Dabei geht der Kampf solange, bis entweder alle Gegner eliminiert sind oder Ihr beide Charaktere verliert. In den Team Attacken verbraucht Ihr zusätzlich Energie, die hier Bruderpunkte genannt werden. Ebenfalls mehrere Stärken verfügbar gilt es Tastenkombis im richtigen Moment zu drücken um am Ende wenn alles klappt, ein Vielfaches an Schaden einer Einzelattacke dem Gegner zuzufügen. Nach einem Kampf bekommen beide Charaktere nun Erfahrungspunkte in verschiedenen Bereichen und der RPG Teil beginnt. Neben Level Up's steigen so der maximale HP Wert, die Angiffs- und Verteidigungskraft, oder auch die Anzahl der verfügbaren Bruderpunkte. Dazu kann man in einem kleinen Bonusspielchen den HP Wert mit einer Art Slot Machine weiter pushen, die übrigens im Vergleich zum Original etwas ruhiger läuft und man kontrollierter agieren kann. Hier greift das RPG Prinzip voll und ganz und ist danach sofort nachvollziehbar. Man merkt dies im nächsten Kampf, wenn man mit dem gleichen Angriff mehr Punkte beim Gegner abzieht. Dabei steht es euch frei in den Welten diese einfachen Kämpfe anzunehmen oder zu umlaufen. Nicht wie in Pokemon zufallsgeneriert, sondern sichtbar trefft Ihr auf Gegner. Aber selbst dies ist nur der Anfang. Denn nur rumlaufen, Gegner erledigen und aufleveln wäre ein wenig simpel, selbst für dieses Spiel.

Jetzt kommt der eigentliche Adventure und Story Teil. Insgesamt 12 Bereiche der Spielwelt kann man besuchen, wobei sich einige erst am Ende nach und nach erschließen. Dabei gibt es überall neben einem roten Faden in den Aufgaben auch zahlreiche Side Quests, die dem Spieler oft genügend Freiraum geben auch mal abseits des Weges Dinge zu tun. Nachteil das man so ab und zu auf Gegner trifft die eigentlich noch viel zu früh im Spiel kommen. Ihr habt so immer ein primäres Ziel im Spiel. Geht dorthin, trefft denjenigen oder holt dieses Item. Wie und wann Ihr dorthin kommt ist euch dann oftmals überlassen. Vor allem ab dem Zeitpunkt wenn unsere beiden Helden ihre Fähigkeiten nicht nur im Kampf verbessern. Denn auch hier greift alles ineinander. So kommt man anfangs laufend an Stellen die nicht durchdringbar sind weil z.B. ein Stein im Weg ist oder ein fetter Charakter im Wege sitzt. Haben beide eine der vielen Teilaufgaben gelöst bekommen sie plötzlich je einen Hammer und können diesen im Adventure Part einsetzen um Steine wegzubröseln, oder um im Kampf auf Gegner zu schlagen. Auch hier findet man Parallelen zu Paper Mario. Die Sprungattacke bringt z.B. nichts bei stachligen Gegnern und man setzt den Hammer ein. Das ganze wird dann soweit getrieben das der jeweils hinten stehende Charakter bei erlerntem Move den Vordermann mit dem Hammer schlagen kann. Mario wird so klein und kann durch Lücken laufen, während Luigi als Maulwurf im Sand herumwuseln kann. Nur so sind dann nach und nach Aufgaben zu lösen und ein nicht unbeträchtlicher Rätselteil hält Einzug im Spiel. Allerdings sind diese meist auf kleinem Raum und man merkt sehr schnell, ob man hier schon weiter kommt oder ob noch etwas fehlt. Als wäre dies noch nicht genug stehen euch ebenso NPC's und Ortschaften samt Shops zur Verfügung. Allein hier kann man später reichlich Geld loswerden. Ob man nun neue Kleidung kauft, mit der man die Stats der Charaktere verändern kann oder Items die im Kampf wie auch außerhalb hilfreich sind. Diese Dinge wie auch ein Überblick über die RPG Stats kann man sich im gelungenen Pausenmenu zu Gemüte führen.

Geld gibt es entweder unter diversen, Blöcken oder nach einem Kampf von den besiegten Gegnern. Aufgelockert wird das Gameplay neben reichlich schweren Boss Kämpfen durch kleinere spezielle Einlagen. Oder wie wäre es mit einer Lorenfahrt durch einen Berg, wo man beide steuert. Wobei das Hauptaugenmerk in den Aufgaben liegt. Man läuft von Location zu Location und bekämpft dabei eine Vielzahl an Gegnern. Kleine Hinweisschilder weisen immer den Weg zu einer bestimmten Location, so dass man sich nicht verläuft. Die Stärke von Mario & Luigi liegt vor allem in der Mischung verschiedener Genres. Die vielen Abhängigkeiten durch die Aktionen, die beide ausführen können und die Rätsel die dadurch lösbar sind. Das ständige Leveln und mit der Zeit der Drang nach neuen Klamotten, um die Helden einfach immer stärker zu machen. Das typische Feeling, seine Recken nach dem Gesetz des Stärkeren durch die verschiedenen Gebiete zu führen, hat einfach was und entwickelt den typischen Motivationsfaktor. Wer allerdings den Zuckerguss auf dem Kuchen erleben will, dem kann ich das Spiel ob des zweiten enthaltenen Spielmodus ans Herz legen. Denn nach einigen Stunden Spielzeit und nicht gleich von Beginn an, startet eine zweite Geschichte im Spiel und ihr werdet in einer Sequenz Zeuge, wie ein kleiner Gumba seinen Boss sucht - Bowser. Noch völlig auf sich allein gestellt, ist auch die Präsentation dieser Geschichte super toll gemacht. Er rennt ein wenig planlos in der Gegend herum, bis er auf einige weitere verirrte Gumbas trifft. Wohlgemerkt ruht ab jetzt das Mario & Luigi Spiel, so dass man eben von 2 voneinander getrennten Spielinhalten sprechen muss. Man kann zwischen beiden via Pausenmenü jederzeit hin und herschalten, was natürlich der Abwechslung zugutekommt, wenn man mal wechseln will.

Dabei besitzt auch dieser Modus ein eigenes Hauptmenü, das mit der Zeit noch umfangreicher wird. Wie kann man sich den Modus vorstellen? Einfach gesagt ein Rollenspiel mit kleinen festen Truppen, bestehend aus 8 Charakteren, die man in unzählige Schlachten führt. Was recht episch klingt, ist zwar auf engen Raum beschränkt, bietet aber durchaus einen kleinen aber feinen Suchtfaktor. Übergeordnet warten hier knapp 10 Welten, die in sich ebenfalls jeweils bis zu 10 Schlachten in sich bergen. Das Ziel in jeder Welt ist es einen der Bösewichter "zurück zu erobern", die nämlich ebenfalls von der mystischen bösen Figur im Spiel verzaubert worden sind. Das Grundprinzip dieses Modus ist das Kämpfen mit 8 eigenen Recken gegen ein gegnerisches Team von ebenfalls bis zu 8 Gegnern. Alles passiert dabei auf einem Bildschirm und geht in Echtzeit vonstatten. Nichts mit Kampfmenüs im herkömmlichen Sinne. Vom eigenen 8er Team ist einer immer der Anführer. Zu Beginn ist das unser kleiner Gumba, der seine Kumpels ins Feld führt, aber auch selber agieren kann. Jetzt kommen so langsam gewisse Feinheiten. Es gibt zunächst 3 Arten von Charakteren. Stürmer, zu denen unter anderem die Gumbas gehören und die im Nahkampf sehr effektiv sind. Dazu kommen die Schützen, als Beispiel die Koopas, die durch ihre Hämmer Fernattacken ausführen können und in der Lage sind Gegner aus der Luft zu bekämpfen. Die dritte Art sind dann die Flieger, zu denen z.B. Lakitu gehört. Diese können aus der Luft angreifen. Erster Punkt in Sachen Tiefgang ist die Tatsache, dass jede Einheit gegen einen bestimmten Gegner sehr effektiv, oder sehr schwach ist.

Innerhalb der Schlacht entscheiden nun die persönlichen Stats jedes einzelnen Charakters in eurem Team über Wohl und Wehe der Schlacht. Verloren hat man erst, wenn euer Anführer erledigt ist. Sprich selbst wenn alle 7 Mitglieder der Truppe um euch herum erledigt sind, kann die Schlacht immer noch gewonnen werden, wenn der Chefkoch die Gegner zerbröselt. Nächster Punkt ist die Tatsache, dass alle Charaktere leveln können. Je öfters sie in Kämpfen agieren, umso mehr Erfahrungspunkte gibt es. Diese bekommen nur die Charaktere, die auch gekämpft haben. Einen EP Teiler gibt es hier also nicht. ;-) Wenn ich euch jetzt erzähle, dass in der eigenen "Kaserne" bis zu 100 Charaktere Platz finden, aber eben nur 8 immer gleichzeitig kämpfen, könnt ihr euch vorstellen, was das in Sachen Taktik und Team-Zusammenstellung bedeutet. Nach gewonnen Schlachten schließen sich meist Gegner euch an und wollen in euer Team. Nach großen und wichtigen Kämpfen könnt ihr sogar neue Anführer rekrutieren und gleich mehrere komplette Teams aufbauen, die je nachdem was in der kommenden Schlacht auf euch wartet, verwendet werden können. Das ist dann schon eine kleine Lebensgeschichte für Gumba & Co. ;-) Bedingt durch die vielen verschiedenen Charaktere aus dem Nintendo Universum, ist man ständig am tüfteln. Man verliert hier und da und versucht immer wieder zu reagieren. Man mischt alle Kämpfertypen durch, auf der Suche nach dem perfekten Team. Kommt man mal nicht weiter, kann man auch ältere Kämpfe ständig wiederholen, um EP zu erspielen und einfach das Team besser zu machen.

Aber auch das ist noch nicht alles. Durch spezielle Items könnt ihr die Charaktere befördern und teilweise extrem verbessern, oder aber im Kampf ein kleines Menü nutzen. Je nach Spielverlauf könnt ihr 4 gleichzeitig nutzen, die über einen Punkte Pool funktionieren. Über das Steuerkreuz aktivierbar, kann man so z.B. sichtbare Spezialattacken des Gegners ein paar Mal negieren. Das greift alles sehr schön ineinander und man merkt schnell, dass man hier länger hängen bleibt als man denkt. Zu Beginn nimmt man den Modus noch gar nicht so ernst. Bedingt aber auch durch den Umfang, den man schnell mitbekommt und eben den vorhanden Tiefgang für einen Modus dieser Art, eben alles andere als ein Pausenfüller.

Grafik & Sound....

Grafisch bleibt sich extrem treu und offeriert dem Spieler auch hier wieder das gewohnte plastische und kunterbunte Ambiente der Mario & Luigi Reihe. Da war die Paper Variante früher einmal die Ausnahme. Hier kehrt man zum meist genutzten Grafikstil zurück. Satte Farben, viele kleine Details und ein recht hoher Bezug zum Nintendo Universum sind eine weitere Stärke. Vor allem Bowsers Schergen muss man da nennen, da hier ja alle kleinen und großen Bösewichte der Nintendo Welt vertreten sind. Ein weiterer Punkt ist die recht hohe Effektfülle bei den Aktionen. Speziell die Kämpfe muss man hier wieder ansprechen. Es glitzert und funkelt an vielen Stellen, was in der hier gezeigten Art auch sehr zum Spielsystem und der Serie an sich passt. Selbst im recht starren System von Bowsers Schergen, findet man viel Liebe zum Detail und reichliche Action. Letzter Punkt in dieser positiven Aufzählung sind die zahlreichen Animationen, die man mit dem hier genutzten Grafiksystem sehr gut hinbekommt. Die vielen kleinen Mimiken lassen die Helden und beteiligten Personen sehr humorvoll zur Geltung kommen. Immer schön wenn sich Charaktere auch mal selber auf die Schippe nehmen. Selbst eigentlich plumpe und einfach gestrickte Einlagen dieser Art, können dadurch den Spielspaß durchaus erhöhen. Und da sich dies eigentlich durch das gesamte Spiel zieht, ein klarer Pluspunkt. Technisch gibt es einmal mehr nichts zu meckern und vor allem die Kämpfe sind in Sachen Timing der Aktionen frei von Kritik.

Beim Sound ist es ähnlich. Mal abgesehen davon, dass hier und da einige Stücke verändert oder ersetzt wurden, erwartet die Spieler der sehr typische Mario & Luigi Sound. Viele Stücke haben auch das gewisse Extra, um die spielerische Action sehr gut zu unterstützen. Dazu die wie immer gewohnten Effekte, die kein Nintendo Spieler missen möchte. Selten das man eine derartige Wiederholung bekannter Effekte in einer Serie auch nach Jahren nicht kritisiert. Warum auch, sie gehören zu einem Nintendo Spiel wie die rote Mütze zu Mario. Das mittlerweile ebenfalls schon oft gehörte Gebrabbel der Beteiligten, gehört hier natürlich ebenfalls wieder mit dazu.

Fazit....

Die Wertung einer Neuauflage ist hier direkt mal relativ einfach. Wäre wirklich nur das Original neu aufgelegt worden und eben in das 3DS-Grafik-Korsett geschnürt worden, es wäre ein gelungenes Spiel, das man allen jüngeren Gamern empfehlen könnte. Mehr aber eben auch nicht. Aber und da kommen wir zum positiven an dieser Einschätzung. Bedingt durch den neuen Modus Bowsers Schergen, sollten selbst Kenner des Originals einen Blick riskieren. Denn diesen ungewöhnlichen Rollenspiel-Modus, den man ja separat spielen kann, will man nach den ersten Gefechten nicht mehr aus der Hand legen. Sehr motivierend, mit viel Tiefgang und vor allem Spielzeit gesegnet, ginge der fast schon als eigenständiges Spiel durch. Das Original in neuem Gewand macht an sich Spaß ohne Ende, der neue Modus Bowsers Schergen, ist aber der heimliche Star des Spiels und auch der Kaufgrund für Alt und Jung.

 

+ Hohe Spielzeit
+ Neu aufgelegter Klassiker
+ Kaufgrund Bowsers Schergen
+ Team-Play / Rätseleinlagen
+ Ausgewogener Schwierigkeitsgrad
+ RPG Feature gut umgesetzt
+ Grafik/Animationen/Humor
+ Komplett Deutsch
- Komplett ohne 3D-Effekt
- Seichter amiibo Support
- Kein Kontakt nach Außen

GRAFIK: 84%

SOUND/EFFEKTE: 83%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 85%

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