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3DS Mario Sports Superstars
 
 
Mario Sports Superstars - 3DS
Matthias Engert (21.05.2017)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Nintendo/Camelot
GENRE: Sport
SPIELER: 1-6 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Nein
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-7
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK0
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.35 Euro
SD-Card NUTZUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Ja/Ja

   
Einleitung....

Würde man Videospielhelden bezahlen müssen, es gäbe auch in der virtuellen Welt ein großes Gehaltsgefüge. ;-) Ganz oben dürften dabei bei den Top-Verdienern wie so ziemlich jedes Jahr, die Nintendo Racker stehen. Egal ob Gastauftritte oder eigene Spiele, Mario & Co sind wohl die mit am häufigsten spielbaren Charaktere. Dabei mischt Nintendo die Auftritte auf ihren beiden aktuellen Konsolen wieder sehr gut durch. Sorgen die Racker aktuell auf der Switch für Fahraction pur in Mario Kart 8 Deluxe, darf auch auf dem 3DS Hand angelegt werden. Hier erleben die Fans mal wieder einer der häufigsten Umsetzungen, nämlich einen Sporttitel. Auch hier gilt mittlerweile, kaum eine Sportart ist vor Mario sicher. Mit Mario Sports Superstars geht man mal wieder den Weg der Sportsammlung und geht dabei nicht wie früher mit Golf oder Tennis auf eine Sportart ein. Theoretisch also immer ein Mehrgewinn für uns Spieler. Wem also speziell die Olympia-Umsetzungen gefallen haben, dürfte sich hier besonders angesprochen fühlen. Welche Sportarten das im Einzelnen sind, wie viele insgesamt und welchen Spaßfaktor Mario Sports Superstars besitzt, soll euch der folgende Test verraten.

Menus und die Story....

Zunächst mal wieder interessant ist die Entwicklergeschichte. Denn ein reines Inhouse Produkt ist Mario Sports Superstars nicht. Was an sich aber nichts schlechtes sein muss. Denn allein das hier neben BandaiNamco auch Camelot mit Tennis und Golf ihren Beitrag dabei haben, dürfte wohl keinen stören. Denn speziell Camelots Mario Golf und Mario Tennis als Standalone Spiele dürften viele Sportcracks ja mehr als gut kennen. Und genau diese Umsetzungen findet man hier, wenn auch in etwas abgespeckten Versionen. Klar dass wir uns bei den Rahmenbedingungen keinerlei Sorgen machen müssen und das Spiel so ziemlich alles abdeckt, was sich der Sportfan so wünscht. Das beginnt schon bei der Lokalisierung in Sachen Texten, reicht über einen gelungenen Mehrspieler, bis hin zu einem passenden Online Ranking-System für die einzelnen Sportarten. Das Spiel bietet einen gelungenen 3D-Effekt und bringt zudem eine amiibo Unterstützung mit. Hier im Spiel in Form spezieller Karten. Vergleichbar mit dem Animal Crossing System, kann man auch hier spezielle Karten nutzen, um sich hier und da einen Vorteil zu holen. Aber dazu später mehr. Eine spezielle Geschichte sollte man hier natürlich wieder nicht erwarten. Bedingt durch die für sich abgetrennten Sportarten gibt es keine Handlung, so dass man diesen Teil schnell ad acta legen kann. Der Fokus liegt hier auf Einschalten, Loslegen und Spaß haben.

Wie immer sehr passend und musikalisch fröhlich unterlegt, begrüßt euch einmal mehr ein Vorspann, der die Helden im Spiel in allen enthaltenen Sportarten kurz zeigt und so schnell Lust auf mehr macht. Das hat schon immer gepasst und tut es somit auch hier. So ist der Start in das Spiel selber äußerst direkt gestaltet. Direkt nach dem Vorspann landet der Spieler auf dem Hauptmenu und kann sofort eine der enthaltenen Sportarten anwählen. Dazu kommen Bereiche, in denen ihr das Handbuch aufrufen könnt, oder in den Einstellungen nach dem rechten seht. Hier legt man eher kleinere Sachen wie Sound und vor allem Maßeinheiten fest. Sprich ob ihr beim Golf die metrische Variante nutzen wollt, oder eher mit Yards und Mph spielen möchtet. Beim Fußball dürft ihr 3 Steuersetups wählen und könnt unter anderem eine Sperrliste anlegen, solltet ihr Online mal auf die typischen "ich gewinne nicht, also schalte ich aus" Dödel treffen. Wobei man hier ein gutes System für den benachteiligten Spieler hinbekommen hat. Neben einer Anzeige für erspielte Münzen auf dem Hauptmenu, gibt es 2 separate Modi nur für das amiibo Thema. Zum einen die Sammlung, die natürlich mehr Statistik und Aufzählungen bietet, sowie den Punkte "amiibo-Karten", in dem auch ein waschechtes Minispiel schlummert. Aber eins nach dem anderen und wir kümmern uns erst einmal um die reinen Sportarten im Spiel.

Technik und Game Play....

Ein sehr großes Kriterium in einem solchen Spiel ist natürlich die Anzahl und Auswahl der enthaltenen Sportarten. Hier zeigt sich ein durchwachsenes Bild. Insgesamt bietet Mario Sports Superstars 5 Sportarten, von denen aber nur 1 relativ unverbraucht ist. Im Einzelnen warten 4 alte Bekannte mit Fußball, Tennis, Golf und Baseball. Ergänzt wird das Quartett durch das Reiten als Sportart, welches damit so ein wenig das zeitlose Racing Gameplay abdeckt. Was völlig anderes und durchaus mehr als ein reines simples Minispiel, ist das amiibo Spiel "Der Weg zum Superstar". Als 6. Sportart würde ich es aber nicht bezeichnen, auch wenn es in Sachen Herausforderung durchaus seinen Reiz hat. Aber um diesen Bereich kümmern wir uns später etwas genauer. Die normalen Sportarten wählt man ganz einfach üben den entsprechenden Button an und landet danach im jeweils für sich gestalteten Hauptmenu der einzelnen Sportart. Allein gemein sind die spielerischen Punkte und ein recht ausladender Statistikteil. Jede Sportart besitzt auf dem Menu die Punkte Einzelspieler und Vs. Einzig die Sportart Reiten hat noch einen kleinen Bonus in petto. Hier darf später der oder die geneigte Reiterin nach dem Nintendogs Prinzip Hand anlegen, um sich um ein spezielles Pferd zu kümmern. Auch hier alles auf etwas seichterem Niveau, aber durchaus der Motivation für die einzelnen Wettbewerbe zuträglich.

Ein großer Pluspunkt ist aber allen Sportarten gemein. Alles sind über den Vs. Punkt komplett Online spielbar und im Fall des Reitens mit bis zu 6 Spielern online. Aber dazu lasse ich mich weiter unten im Mehrspieler-Teil noch etwas genauer aus. Solo-Gamer kommen dennoch zu ihrem Recht und dürfen den gleichnamigen Modus nutzen. Auch hier ist die Einteilung bei allen Sportarten gleich. Ihr könnt ein Training absolvieren, Tipps in Textform begutachten und spielerisch Just for Fun, oder eben in einem kompletten Turnier loslegen. Positiv dass hier nichts in einem Rutsch durchgespielt werden muss, sondern auch nach Viertel- oder Halbfinale gespeichert wird. Ebenfalls auf der Haben Seite sind jeweils 3 verschiedene Schwierigkeitsgrade, so dass für jede Altersgruppe was dabei ist. Will man ein Turnier spielen, wählt man die leichte Stufe aus und beginnt auf diesem Grad. Alle anderen dürfen erst freigespielt werden. Ein paar freispielbare Dinge gibt es also wenigstens. Auch bei den Charakteren ist das so. Von den 18 im Spiel enthaltenen Nintendo Recken, dürfen 2 freigespielt werden. Hier kommen aber das erste Mal die amiibo Karten zum Einsatz. Wer sich die Retail Version des Spiels kauft, bekommt immer eine amiibo Karte kostenlos. Wer weitere möchte, darf einmal mehr zahlen. Nach den Figuren und mittlerweile reichlich Sets für Animal Crossing natürlich schon ein wenig Diskussionswürdig. Wie immer gilt zwar der Grundsatz, man muss ja nicht, kann sich aber durchaus einen Vorteil mit diesen Karten verschaffen. Und damit meine ich nicht nur das spezielle Minispiel. Auch in den normalen Sportarten haben die Karten einen helfenden Sinn.

Es gibt immerhin knapp 90 verschiedene amiibo Karten, die man über 5er Packs im Handel bekommt, ohne zu wissen welche darin schlummern. Wie immer gewöhnliche Karten samt einen Chip, der es im Spiel erlaubt Informationen darauf zu lesen, aber auch zu Schreiben. Hintergrund der Karten ist der Umstand, dass man damit in den Sportarten die altbekannten Superstar Varianten aller Charaktere freischaltet und nutzen kann. Früher gab es die ja als normale freispielbare Charaktere. ;-) Neben an sich schon verbesserten Werten in allen Bereichen, bringt jede Karte für den jeweiligen Superstar eine spezielle Fähigkeit mit. Um das Kartensystem richtig auszuschlachten, gibt es diese auch noch für jede Sportart extra. Habt ihr eine Bowser amiibo Karte mit einem Golfball Symbol, bringt er euch auch nur dort einen Vorteil und kann bei Nutzung um einiges weiter abschlagen. Wenigstens sind die Packs so gemacht, dass zu jeder Sportart ein jeweiliger Charakter mit einer amiibo Karte enthalten ist. Ebenfalls rein faktisch für die Karten spricht der Anspruch auf dem jeweils höchsten Schwierigkeitsgrad, wo man mit einer Karte an sich keinen Vorteil mehr hat, sondern so mit den CPU-Gegnern noch mithalten kann. Bin da also schon ein wenig hin und hergerissen, ob ich das Feature mit erneut komplett neuen Karten sinnvoll finde oder nicht. Aber und das entschärft das Ganze natürlich auch wieder etwas, wer die Steuerung und Sportarten gut beherrscht, steht auch auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad nicht auf verlorenen Posten.

Aber wie spielen sich denn nun die einzelnen Sportarten? Schauen wir hier mal etwas genauer rein. Wie schon erwähnt sollte man keine Umfänge und Möglichkeiten erwarten, wie in den jeweiligen Standalone Vertretern. Aber und das kann man hier auch unterschreiben, es reicht vollkommen aus, um seinen Spaß zu haben. Beginnen wir mal mit Fußball, der ja doch ein paar Eigenheiten mitbringt. Denn hier ist es so, dass zwar 11 gegen 11 Spieler antreten, man selber aber nur 2 steuern, sowie den Torhüter übernehmen kann. So kommt es also nicht von ungefähr, dass man über die Charakterwahl nur 2 Helden pro Team auswählt und die restliche Truppe mit vorgefertigten Gumba oder Koopa Teams aufgefüllt wird. Sie spielen zwar mit, agieren auch auf dem Feld mit, sind aber kein Vergleich zu den beiden gesteuerten Helden. Wie immer spielt man 90 Minuten, die aber nicht in Echtzeit verlaufen, sondern etwas beschleunigt. Die Sichtweise ist schräg von oben und kann leicht verändert werden. Spielerisch wird das Pad genutzt, während die Tasten alle Aktionen abdecken. Wie immer Drucksensitiv, so dass längeres gedrückt halten einen stärkeren Schuss, oder Flanke abdeckt. Das passt gut und spielt sich dadurch sehr flüssig. Im Normalfall wird ein Mitspieler beim Pass immer gefunden. Positiv das aber auch an den Pass in den freien Raum gedacht wurde, der auch gut funktioniert. Wie immer sind die Torhüter keine Superstars, was so schnelles Passspiel und gelungene Aktionen vor dem Tor ermöglicht. Je nach Aktion kann man auch eine spezielle Anzeige füllen, die zu gegebener Zeit eine Spezialaktion erlaubt. Auch diese Arcade Action ist also dabei.

Beim Baseball nicht anders. Hier wählt man einen Charakter selber, während die anderen bestimmt werden. Im Spiel warten beiden Spielweisen. Also ihr seid einmal natürlich am Schlagmal, während ihr nach dem Wechsel auch als Pitch fungiert. Über Tasten und Richtungen sind hier soweit alle wichtigen Variante wie Fast, Curve oder Slider dabei. Von daher ist also kein Minigameplay enthalten. Auch in der Verteidigung spielt dich das Game relativ flüssig, wobei alle Feldaktionen von der CPU übernommen werden. Am spannendsten sind immer die eigenen Schläge. Die Gier nach dem Home Run ist immer da, auch in einer Spaßumsetzung wie hier. Tennis spielt sich eigentlich wie der große Bruder. Denn zumindest in Sachen Aktionen muss man auf nichts verzichten. Dafür sind die Spielmodi und Satzumfänge abgespeckter. Speziell die Doppel machen Laune und werden von der sehr guten Schlagsteuerung unterstützt. Wie überall kommen auch hier spezielle Arcade Aktionen zu ihrem Recht, die man von Zeit zu Zeit ausführen kann. Mir persönlich schon immer am meisten Spaß gemacht hat die Golfumsetzung. Auch diese ist an sich alles andere als Neu und man ist da von früheren Camelot Ausgaben verwöhnt und schon gestählt in Sachen Steuerung. Auch hier ist alles dabei, was der Golfcrack mag. Ausreichende Schlägerauswahl, auch wenn mal wieder der Driver nicht zur Verfügung steht. Ein Schlagsystem für Anfänger, aber auch für Fortgeschrittene über jeweilige Balkenanzeigen, lässt von groben Schlägen, bis hin zur feinen Abstufung und dem Einfluss von Wind und Grünbeschaffenheit viel Spielraum für eigene Aktionen. Schade dass maximal nur 9 Löcher auf den 3 verfügbaren Kursen gespielt werden können.

Zu guter Letzt wartet mit dem Reiten die einzige wirklich halbwegs neue Sportart. Klar sind Reiterspiele im Allgemeinen alles andere als neu, in der Form hier aber so noch nicht spielbar. Denn wenn man so will ist es ein kleines Rennspiel auf 4 Hufen. ;-) Motivierend ist hier, dass der galoppierende Untersatz entwickelt werden kann. Sprich man hat hier neben den reinen Spielmodi den Stall zur Verfügung. In diesem kann man sich seinem Zossen in Sachen Pflege widmen. Wie in den Nintendogs Spielen darf man das Pferd Pflegen, Säubern und Füttern. Alles Handheld-like über den Touch Screen. Dabei verbessern sich im Laufe der Zeit ein paar Werte, die später im Spiel die Siegchancen erhöhen. Auf gleich mehreren Parcours kann man hier gegen 5 CPU Gegner antreten, wobei auch ein Art GP System enthalten ist. Sprich man galoppiert mehrere Rennen nacheinander, um den Sieger zu ermitteln. Hier kommt dann ein wenig MK Feeling auf. Damit es nicht zu eintönig wird, muss der Spieler diverse Anzeigen im Blick behalten. Per Tasten kann man Beschleunigen und Springen. Alles nicht ewig lang, sondern immer für gewisse Zeit. Die Anzeigen füllen sich durch das Reiten über kleine Items, vergleichbar mit Münzen in den MK Spielen. Hier spielen dann das Geschick des Spielers und der Zustand des Pferdes eine große Rolle, was den spielerischen Reiz ausmacht. Die Rennen sind immer spannend und die Strecken ausrechend lang und durchaus verwinkelt. Gelungen, ohne aber jetzt zum Suchtspiel zu werden. Dieses Potential hat durchaus das amiibo Minispiel.

Denn hier dreht sich alles um Highscores, die man auf ungewöhnliche Weise erspielt. Vorlage ist hier der Klassiker Pong. Zumindest entfernt. Denn das Ziel ist es in der einfachsten Form einen Ball von unten nach oben zu spielen. Am unteren Ende habt ihr einen beweglichen Balken den ihr nach links und rechts bewegen könnt, mit dem ihr den Ball immer wieder nach oben kickt. Dort warten Levelbauten und Gegner, die man zerbröseln muss. Im Idealfall fällt der Ball natürlich nie unten aus dem Bild. Sind oben alle Bauten und Gegner erledigt, geht's mit dem nächsten Level nahtlos weiter. Nach bestimmten Vorgaben entwickelt ihr euch und damit später auch die Karte. Wer sich die Mühe macht zumindest ein Pack zu kaufen, kann zeitgleich immer 3 Karten aktivieren und hat so im Spiel auch 3 Balken unterhalb, die man bewegen kann und so allein die Fläche vergrößert. Spielbar ist es ja immer, da eine Karte ja mitgeliefert wird. Wer 3 Karten hat, erhöht natürlich die Chancen auf einen Super Score. Wer 3 Karten einsetzt, bekommt auch 3 Bälle gleichzeitig, was mehr Geschick erfordert, möglichst alle im Spiel zu halten. Bedingt durch das Bandengameplay macht das schon Laune und man ärgert sich bei jedem Fehlversuch, oder wenn man kurz vor einer Scoregrenze das Spiel beenden muss. Denn Continues gibt es hier nicht. Sind alle 3 Bälle mal weg, darf man von vorn beginnen.

Grafik & Sound....

Grafisch gelten eigentlich die gleichen Maßstäbe, wie bei so vielen Spielen dieser Art. Technisch einwandfrei, punktet der Titel erneut mit seiner satten Farbpower und den verspielten Backgrounds. Dazu das übliche Effekt-Feuerwerk, das in diesen Spielen schon immer sehr gut gefallen hat. Auch die verschiedenen Animationen, samt einer gewissen Detailverliebtheit bei der Charaktergestaltung gehört zu den gelungenen Punkten im Spiel. Der 3D-Effekt ist markant und spielt vor allem beim Golf und beim Reiten seinen Reiz aus. Dazu hat man speziell bei letztgenannten recht viel Abwechslung durch verschiedene grafische Themen auf den Strecken hinbekommen. Von daher bekommt man in diesem Bereich wieder genau das, was man erwarten kann.

Beim Sound sieht das nicht anderes aus. Auch hier wird weder experimentiert, noch schläft man ein, ob der gewohnten Klänge. Fröhliche Arcade Stücke verwöhnen das Ohr, so dass die Soundkulisse auch hier wieder sehr markant daherkommt. Dazu gibt es reichlich Effekte und hier und da auch Sprachausgabe. In Sachen Effekten an sich punktet man im Vergleich zu früheren Spielen, sogar noch etwas mehr. Denn vor allem die Häufigkeit und Intensität ist gefühlt noch einen Tick besser als früher.

Multiplayer/Online....

Der Mehrspieler ist an sich schnell erklärt. Alle Spiele sind mit 2-4, sowie 6 Gamern beim Reiten spielbar, was vor allem beim Reiten eine ungewohnte Spielerfülle erlaubt. Dabei geht das sowohl Offline wie auch Online. Schade dass wohl die Zeiten der Single Cartridge Inhalte vorbei sind. Denn auch Mario Sports Superstars bringt dieses Feature nicht mit. Wer auf der heimischen Couch mit Freunden spielen will, muss bei jedem Teilnehmer ein Spiel im 3DS schlummern haben. Hier gibt es keine Empfehlung für Zukäufe nur deshalb. Dazu ist es dann insgesamt doch zu wenig. Einen höheren Spaßfaktor hat man Online. Vor allem auch deshalb, weil wirklich jede Sportart ein eigenes Online Ranking bietet. Überall beginnt man mit 2000 Punkten und bekommt je nach Erfolg oder Misserfolg Punkte dazu oder abgezogen. Sehr positiv bei den unbeliebten Gegnern, die einfach ihren 3DS ausschalten, wenn es mal nicht läuft. Bei allen Momenten die ich in der Hinsicht erlebt habe, gab es reichlich Pluspunkte fürs eigene Punktekonto. Man wird also nicht im Regen stehengelassen. Highlight auch hier, dass neben den amiibo Karten das entwickelte Pferd beim Reiten zum Einsatz kommt. Hebt speziell hier die Motivation noch einen Tick mehr an.

Fazit....

Insgesamt ist Mario Sports Superstars ein weiterer gelungener Spaß Sporttitel aus dem Hause Nintendo. Man erfindet das Rad nicht neu, leistet sich aber auch keine Fehler. Kritik gibt es für die Anzahl der Sportarten mit 5. Hier hätte es durchaus noch etwas mehr sein dürfen. Da nicht jeder mit allen Sportarten was am Hut hat, beschränkt es sich bei vielen Spielern auf einzelne Lieblingssportarten. Und da fährt man speziell beim Golf oder Tennis mit den großen Brüdern wesentlich besser. Positive Überraschung ist das Reiten, das in der Form bisher noch nicht spielbar war, während die anderen 4 an sich ja nichts Neues sind. Das Thema amiibo Karten ist Diskussionswürdig. Wer sich Karten dazu kauft, kann davon profitieren und erhält mehr Möglichkeiten im Spiel. Deswegen aber gleich wieder ein neues amiibo Format in Kartenform auf den Markt zu bringen, kann man so und so sehen. Glücklicherweise kein Muss, um im Spiel Erfolg zu haben. Bin aber der Meinung die Nutzung aller normalen Figuren hätte auch ausgereicht. Was man spielt, macht durchweg Spaß, und unterhält auch auf längere Sicht durch den guten Online-Modus. Ein absolutes Must Have Spiel ist Mario Sports Superstars aber nicht. Dazu ist insgesamt zu wenig drin. Hier fährt man mit den Einzelspielen und selbst den verschiedenen Olympia-Umsetzungen der letzten Jahre durchaus noch einen Tick besser.

 

+ 5 passende Sportarten
+ Spielerische Möglichkeiten
+ Gelungene Steuerungen
+ Camelot Golf und Tennis!
+ Bis zu 6 Spieler Online
+ Typische grafische Präsentation
+ Rankings Online
+ Komplett Deutsch
- Wieder neue amiibo Karten
- Könnte mehr Inhalt vertragen
- Kein Singlecard Mehrspieler

GRAFIK: 78%

SOUND/EFFEKTE: 76%

MULTIPLAYER: 74%

GESAMTWERTUNG: 74%

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