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3DS Mario Power Tennis
 
 
Mario Power Tennis - 3DS
Matthias Engert (05.07.2012)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Camelot
GENRE: Funsport
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Ja
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-8
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK0
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.35 Euro
SD-Card NUTZUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Ja
ONLINE/SPOTPASS: Ja/Nein

   
Einleitung....

So langsam füllt sich auch auf dem 3DS die Mario Rubrik. In seinen beiden Paradedisziplinen ist er ja schon vertreten, nun sind die "Randsportarten" des Klempners an der Reihe. Mal abgesehen von der Olympia Umsetzung aus dem Hause Sega, schnappt sich die Rasselbande aus Kyoto einmal mehr die Tennisschläger. Mittlerweile kein System ohne Mario Tennis. Speziell mit Freunden immer unterhaltsame Titel, eignen sich die Spiele immer sehr gut für gemütliche Mehrspieler Party. Allein war doch immer relativ schnell die Luft raus. Hier durfte man also schon gespannt sein, was sich die Entwickler in diesem Bereich haben einfallen lassen und wie man die Möglichkeiten des 3DS ausnutzt. Dann gehen wir mal raus auf den Court und schauen was der Titel zu bieten hat.

Menus und die Story....

Mittlerweile immer ein schöner Moment, wenn man nach dem Einschalten das Camelot Logo zu sehen bekommt. Seit langer Zeit mittlerweile schon ein Haus & Hoflieferant für die Nintendo Systeme und ein Name, der Erinnerungen an viele schöne Spielmomente in das Gedächtnis ruft. Eine Gurke dürfte damit das Spiel eigentlich nicht werden. ;-) Beim Drumherum lässt es sich auch schon mal sehr gut an und man nutzt reichhaltig die Möglichkeiten des 3DS. Klar dass euch dabei natürlich ein komplett deutsches Spiel präsentiert wird. Neben den dt. Texten gibt es eine ebensolche Sprachausgabe, wenn auch sehr wenig. Einzig die Spielstände und kleine Momente auf den Courts werden mit festen Samples kommentiert. Dazu kommen natürlich die typischen Laute der Nintendo Helden. Großes Lob gibt es für das Speicherfeature, das euch 3 verschiedene Spielstände an die Hand gibt. Gerade für ein Familientaugliches Spiel wie dieses, eine gelungene Angelegenheit. Was ebenfalls nicht fehlen darf, ist der auch hier enthaltene Mehrspieler. Und davon auch gleich reichlich, so das man lokal und online nach Punktejagd gehen kann. Zu guter Letzt bietet das Spiel eine sehr gute StreetPass Einbindung, die euch auch aktiv mit einbezieht und nicht nur einfach simpel Daten hin und herschickt. Aber dazu später noch ein Zeilen. In Sachen Geschichte müssen wir hier einmal mehr kein weiteres Wort groß verlieren. Denn wie immer gibt es die hier nicht und es gilt einzig mit seinem gewählten Charakter die Karriereleiter eines Spaß-Sport-Spiels nach oben zu steigen. Wobei man auch hier mehr hineingepackt hat, als man das vielleicht erwartet hat.

Das Spiel selber begrüßt euch unter der typischen Mario Sport Musik, und man landet relativ fix auf dem Profilbildschirm, auf dem ihr einen der 3 Speicherplätze nutzen könnt. Wie immer könnt ihr diesen auch wieder löschen. Schöne Überraschung ist die volle Einbindung des 3DS-Mii, der hier nicht nur als Bild für das Profil herhält, sondern voll spielbar enthalten ist. Soweit alles geregelt, wartet das eigentliche Hauptmenu auf euch. Hier warten gleich mal 5 Menüpunkte auf euch, die dann ebenfalls noch mal unterteilt sind. Zunächst steht über allem der "Einzelspieler". Danach folgen gleich 2 "Mehrspieler-Modi", die sich auf die lokale Ebene und das Online-Gameplay aufteilen. Letzter spielerischer Punkt ist dann auch schon direkt die StreetPass Geschichte im Spiel. Letzter Punkt, der im Spiel eine sehr große Bedeutung haben wird, ist "Deine Kabine". Hier hat man alles Mögliche reingepackt. Angefangen bei den Optionen, über einen großen Statistikteil, könnt ihr hier auch eine persönliche Begrüßung einstellen und den aktiven Mii wechseln. Die Optionen bieten neben den Soundeinstellungen die Möglichkeit an, den Gyrosensor zu aktivieren. Dadurch verändert man Sicht- und Spielweise teils extrem. Aber auch dazu im Gameplay Teil noch ein paar Worte. Die letzten beiden Rubriken hier sind aber die vielleicht wichtigsten. Es gibt zum einen den "Item-Shop" und dazugehörend den Punkt "Outfit ändern". Das Schöne daran sollte sein, dass man durch reichliche Dinge seinen Charakter entwickeln und besser machen kann. Dazu muss man diese Dinge im Spiel freischalten, dann im Shop kaufen (sofern man das nötige Kleingeld hat), und kann es dann in der Garderobe anlegen. Aber auch darum kümmern wir uns gleich intensiver. Mehr ist es in Sachen Vorbereitung auch nicht und wir schauen nun intensiv auf die spielerischen Möglichkeiten von Mario Tennis Open.

Technik und Game Play....

Für einen ersten Kontakt mit dem Spiel, bietet sich natürlich der Einzelspieler Modus an. Er dient nicht nur dazu Secrets und Charaktere freizuschalten, sondern auch um Belohnungen, Münzen und die begehrten Items zu erhalten. Dementsprechend kommt auch der Einzelspieler mit einem eigenen Menu daher. 3 Punkte gibt man euch hier zur Auswahl. Neben dem "Turnier-Modus" könnt ihr auch das "Match" für eine schnelle Runde zwischendurch angehen und zu guter Letzt die auch hier enthaltenen "Minispiele" angehen. Diese sind nicht nur spielerisch aufgewertet worden, sondern wurden von Camelot auch ein wenig künstlich in den Vordergrund gerückt. Denn nur hier erspielt ihr allein die so wichtigen Münzen für den Shop. Dabei ist das System so angelegt, dass ihr über Erfolge im Turnier-Modus die Belohnungen erst einmal nur freischaltet, hier aber keinerlei Münzen erspielt. So kann man den Turnier-Modus zwar durchspielen und alle Items vielleicht haben, den Charakter damit ausrüsten kann man deshalb noch lange nicht. Kann man sicherlich so und so sehen, ob dieses System die beste Variante ist. Auf der anderen Seite sind die Minispiele sehr unterhaltsam, so dass man sich dazu dann auch nicht zwingen muss. Also schauen wir uns zuerst mal den reinen Turnier-Modus an, der so natürlich kein Neuland darstellt. Einmal angewählt, könnt ihr euch entscheiden, ob ihr ab jetzt im Einzel oder im Doppel antreten wollt. Das eine deckt dabei aber nicht gleich die andere Variante ab. Sprich wenn ihr alle Turniere im Einzel gewinnt, müsst ihr im Doppel dennoch alles noch mal von vorne beginnen. Die erste Auswahlmöglichkeit danach betrifft euren Charakter.

Hier gibt es einen großen Unterschied zwischen den Nintendo Charakteren und dem eigenen Mii-Dödel. Mario & Co sind grob in Fähigkeiten wie "Kraftvoll, Vielseitig oder auch Präzise" eingeteilt, während ihr den eigenen Mii über den Shop ja sehr individuell ausrüsten und verbessern könnt. So ist der Mii auf Dauer in meinen Augen die bessere Wahl. Auch erhöht man damit merklich den Bezug zu seinem Charakter. Zu Beginn des Spiels habt ihr bei Bedarf 12 Nintendo-Helden zur Auswahl, wenn ihr den eigenen Mii nicht benutzen wollt. Interessant ist hier aber das Thema Secrets bei den Charakteren. Denn natürlich kann man das Angebot erweitern, sprich weitere Helden freischalten. Neben Momenten im Spiel selber, die euch bei bestimmten Erfolgen neue spendieren, nutzt Nintendo hier auf eine sehr gelungene Art das QR-Code Feature. Denn es gibt die Möglichkeit, bei einem gefundenen QR-Code, Charaktere und später auch Kostüme einzuscannen und nur so freizuschalten. In unserer Tipps Rubrik zum Spiel findet ihr einige davon. Und es sollen laut Nintendo weitere dazu kommen. Das finde ich gut, auch wenn man das Ganze sehr gut versteckt. Wer das nicht weiß, wird nirgends auf diese Möglichkeit hingewiesen. Aber auch das erklären wir euch auf der Tipps-Seite. So habt ihr dann die Chance unter anderem verschiedenfarbige Yoshi-Charaktere zu steuern, oder auch den immer gerne genommenen Metall-Mario. Habt ihr eure Wahl getroffen, wartet danach der berühmte Cup-Bildschirm auf euch.

Auch hier gibt es nicht so viel Neues zu berichten. Zu Beginn des Spiels stehen euch 4 verschiedene Cups zur Auswahl, die auch wie immer schön nacheinander gespielt werden. Schafft ihr es alle 4 zu gewinnen schaltet ihr die Star-Open frei und damit auch die Star-Charaktere. Dann warten 4 weitere Cups auf euch, die mit einem höheren Schwierigkeitsgrad auf euch warten. Gespielt werden diese wie immer über ein Viertelfinale, Halbfinale und einem abschließenden Finale. Je nach Cup und Schwierigkeitsgrad gehen die Spiele dabei über 1-3 Gewinnsätze, wobei aber in Mario Tennis Open 1 Satz nur 2 Spiele beinhaltet. Das geht bis 2-2 Spiele in einem Satz und bringt euch danach zur Entscheidung in einem Tie-Break. Schön finde ich, dass man mitten in einem Cup auch mal aufhören kann und durch die Speichermöglichkeit nicht immer alles oder nichts spielen muss. War ja auch nicht immer so. Ebenfalls der Motivation zuträglich ist die Tatsache, dass man nach jeder gewonnenen Runde etwas für den Shop freischaltet. Und sei es "nur" ein Schläger, der euch vielleicht genau um den Deut besser macht, um die nächste Runde leichter zu gewinnen. Habt ihr das Finale gewonnen, bekommt ihr den Pokal und schaltet den nächsten Cup frei, oder eben final die Star-Open. Wie immer wird euch vor dem Spiel der Kontrahent gezeigt und die Jagd nach Punkten kann beginnen. In Sachen Regeln und Zählweise kommt natürlich auch die 3DS-Version mit den realen Vorgaben daher. Also vom typischen und bekannten 15-0, 30-0, 40-0 bis zum Spielgewinn. Auch die Netzregeln oder der Doppelfehler sind enthalten. Auffällig sollte aber sein, das Bälle nur höchst selten mal ins Aus gehen. Hier bleibt man sich irgendwie ein wenig treu.

Sobald das Spiel beginnt, habt ihr 2 Möglichkeiten das Geschehen unter Kontrolle zu halten. Das kann man wahlweise über die Optionen vorher einstellen, aber auch jederzeit über das Pausenmenu in einem Match. Die Variante mit dem Gyro-Sensor ist zwar spektakulärer, auf Dauer aber mit zu wenigen Eingriffsmöglichkeiten gesegnet. Denn hier müsst ihr euch nicht um das Bewegen des Charakters kümmern, sondern kümmert euch nur um den Schlag und die grobe Richtung an sich. Dynamischer wirkt das Ganze dadurch, weil die Kamera auf Charakterhöhe hinter ihm angebracht ist, wobei der Gyro-Sensor den Blickwinkel beeinflusst. Spielen in feinem 3D ist dann durch die Bewegungen auch so eine Sache. Mal zum Probieren ganz OK, für längere und ernsthafte Sessions empfinde ich ihn als zu oberflächlich. Hier sollte man auf die herkömmliche Variante zurückgreifen, die sich ähnlich spielt, wie man das von früher gewohnt ist. Hier ist die Kamera statischer und weiter oben angebracht. Übrigens spielt ihr auch hier wieder immer von unten nach oben. Auch beim Seitenwechsel bleibt das immer so. Das System ist nun mit einigen Neuerungen ausgestattet, die man so und so sehen kann. Während natürlich im 3D-Screen die eigentliche Action abläuft, bietet der Touch Screen verschiedenfarbige Buttons für die einzelnen Schläge. Auch hier ist zunächst alles dabei, was man in einem Tennis-Spiel erwarten kann. Schnelle und gerade Vor- und Rückhände, den Slice, den Topspin, sowie den Lob und Stop-Ball. All diese Aktionen kann man eben nun durch Antippen des Touch Screen Buttons auslösen, oder aber über die normalen Tasten des 3DS. Das ist dann einfach nur Geschmackssache, mit was man sich eher anfreunden kann.

Bewegt werden kann der Charakter wahlweise mit dem Pad oder dem Steuerkreuz. Auch hier bietet man euch also beide Möglichkeiten an. Die Schläge selber und reine Bewegungssteuerung gehen gut von der Hand und man hat vor allem je nach Trefferpunkt und Winkel zum Ball, auch die Möglichkeit den Abprallwinkel gut zu beeinflussen. Und vor allem schießt der Charakter auch wirklich dort hin. Auch der Speed ist angenehm und genau richtig wie ich finde. Was ich dann nicht so prickelnd finde, betrifft das Thema Spielehilfen. Nicht einmal ein Mario Tennis Titel kommt ohne eine solche Funktion aus. Ebenfalls per Button auf dem Touch Screen oder der Taste X, könnt ihr den sogenannten Auto-Schlag ausführen. Das heißt der Charakter versucht in den verschiedenen Situationen den bestmöglichen Schlag auszuführen. Glücklicherweise spürt man aber spätestens ab den Star-Open, dass man damit auch viel daneben liegen kann. Erinnert ein bisschen an einen Auto-Piloten, auch wenn es weit hergeholt klingt. Aber man spürt gerade in engen Matches, das man mit eigenen Entscheidungen, welchen Schlag man wann ausführen will, meist besser beraten ist. Die ersten 4 Cups kann man dagegen nur mit dem Auto-Schlag locker gewinnen. Auch Online merkt man später schnell, dass man damit nur bedingt eine Chance gegen gute Gegner hat. Aufgelockert wird die Schlagaction nun durch Mario Tennis typische Features. Denn nach wie vor ist das Spiel ein Spaß-Macher und keine Wimbledon Simulation. Je nachdem ob man den Gegner im Spiel ein bisschen in die Enge treiben kann, oder man selber kurz vor dem Verlieren ist, erscheinen in regelmäßigen Abständen auf den Courts kleine und runde farbige Kreise. Steht man im Schlagmoment in diesem Kreis, oder drückt den Button um den Schlag aufzuladen und führt dann auch den Schlag aus, der zur Farbe des Kreises passt, kommt ein sogenannter Glücksschlag heraus, der oft genug den Ballwechsel beendet.

In einer regelrechten Kurve können hier Bälle am Gegner vorbeifliegen, Schmetterbälle gehen unerreichbar am Gegner vorbei, oder Stop-Bälle werden zum echten Problem für den Gegner. Was aber natürlich auch die Gegner gerne machen. ;-) Hat man aber früher oft etwas geschimpft, dass es die Entwickler gerne mal übertrieben haben, geht das hier eigentlich noch. Die Bälle sind zwar oft in den Ballwechseln enthalten, entscheiden aber die Spiele nicht in dem Maße, wie das oft früher der Fall war. Es gibt dann auch keine ewig langen Animationen, die eher noch den Spielfluss unterbrechen. Sichtbar, aber eben nicht das Wichtigste. Man kann seine Spiele auch ohne sie gewinnen, nutzt sie aber natürlich dennoch in normalem Maße. War zumindest meine Erfahrung. Und mit ein bisschen Übung sind die meisten sogar spielbar, wenn sie vom Gegner kommen. Von daher passt das Geschehen auf den Courts also schon sehr gut. Was da eher schon negativ auffällt, ist die höchst schwankende KI der CPU-Gegner. Wie schon erwähnt fegt man durch die ersten 4 Cups regelrecht durch, um dann in den Star-Open Cups teils total verschiedene Matches zu erleben. Selbst innerhalb eines Cups hat man mit dem einen Star Charakter null Probleme, um am nächsten dann auf einmal fast zu verzweifeln. Spielt man das Turnier aber z.B. ein zweites Mal, können die Charaktere aber wieder völlig anders in ihrer Spielweise sein. Und Dödel an denen man eben fast verzweifelt ist, haut man auf einmal weg wie nichts. Ist dann manchmal mehr ein Glücksspiel. Natürlich kann man es sich einfacher machen, wenn man seinen Mii-Charakter stetig verbessert. Der Shop bietet dazu 5 Rubriken für Klamotten, Schläger oder auch Schuhe, die man wie in einem Rollenspiel anlegen kann und danach in 3 Diagrammen den Charakter in Kraft, Spin und Beweglichkeit verbessern können. Das alles geschieht vor allem sehr nachvollziehbar, so dass dies alles andere als ein Alibi-Feature ist. Wer hier z.B. einen Schläger nutzt, der doppelt so viel Kraft beim Charakter erzeugt, spürt das auch in den Matches extrem.

Nur muss man eben irgendwie an die freigeschalteten Dinge kommen. Und hier setzen wie schon erwähnt die Minispiele an. 4 Stück gibt es, wobei hier der berühmteste Vertreter sicherlich das Ringeschießen darstellt. Alle Minispiele warten zudem mit reichlich Locations und Platzvarianten auf, so dass man auch auf längere Sicht gut zu tun hat. Lohn sind die Münzen für das eigene Konto, um damit dann im Shop endlich die freigeschalteten Items auch kaufen und nutzen zu können. Jedes Minispiel verfügt über bestimmte Ränge und Medaillen die man erreichen kann. Beim Ringeschießen sind das Punktegrenzen in einer bestimmten Zeit, die man erreichen muss. Ansprechen möchte ich hier noch das Minispiel "Super Mario Tennis", dass sehr originell daherkommt. Sieht man auch in der TV-Werbung oft. Hier steht man praktisch vor einem scrollenden Spielablauf originaler Mario Bros. Jumper Level. Das Ziel ist es möglichst vor dem Ende der ablaufenden Zeit die Fahne zu erreichen. Im Normalfall reicht die Zeit nicht, also muss man per Treffer mit dem Ball auf Gegner, Blöcke oder Münzen das Punktekonto füllen und damit auch die Zeit verlängern. Das kann durchaus hektisch werden. Dabei gibt es auch Mario-typisch 3 Continues, die einem oft bis zum Ende helfen. Hier muss man auch sorgfältig seine Schläge auswählen und kann eben nicht einfach nur sinnlos den Ball treffen. Allein die Fahne erreicht man am Ende meist nur mit dem Lob. Das hat schon was und ist wirklich mal was anderes. Hier kann man dann sogar auch der Gyro-Technik etwas abgewinnen, die sich hier durchaus positiv bemerkbar macht. Nicht hinwegtäuschen kann das aber einmal mehr über den insgesamt zu kurzen Einzelspieler. Die Cups kann man in wenigen Stunden alle schaffen. Was einen länger motiviert ist das Verbessern und damit Freispielen aller knapp 190 Verbesserungen für den Mii-Charakter. Wer einmal Online die Mütze voll bekommen hat, giert nach jeder Verbesserung.

Grafik & Sound....

Grafisch gehört Mario Power Tennis ganz klar zu den Highlights auf dem 3DS. Auch hier sieht man eigentlich sofort die Handschrift der Firma Camelot. Farbenfroh und teilweise kunterbunt, ohne es aber jetzt zu übertreiben. Alle Courts sind detailreich und glänzen auch durch die viele gelungene und oft auch edel wirkende Effekte. Sei es Licht/Schatten, Glitzereffekte, Spiegelungen oder die reine Spielaction, was man besonders bei den Spezialschlägen der Charaktere zu sehen bekommt. Speziell die Courts der Star Open Turniere bieten reichlich fürs Auge. Einhergehend mit diesem positiven Eindruck, kommt auch der 3D-Effekt daher, der ebenfalls klar zum Besseren auf dem 3DS gehört. Das gleiche gilt für die technische Seite. Das Spielgeschehen geht sehr flüssig von der Hand, die Steuerung ist recht genau und auch der reine Speed der Action ist für ein Spiel dieser Art sehr passend gemacht. Hier gibt sich Camelot einmal mehr keine Blöße und präsentiert uns Nintendo Spielern ein ganz typisches Grafikambiente für ein Mario Sportspiel.

Beim Sound gibt es eigentlich wenig Neues zu berichten. Hier hält man sich seit jeher an den fröhlichen und fast schon gewohnten Dudelsounds, die wir schon seit ewigen Zeiten in diesen Spielen vorfinden. Warum sollte man das auch ändern? ;-) Das gleiche gilt für die Effekte auf dem Court. Die reinen Schlaggeräusche sind das was man erwartet und gepaart mit den Einwürfen des Platzrichters, samt den Charaktergeräuschen, wird daraus auch hier eine runde Sache.

Multiplayer/Online/StreetPass....

Neben den Mehrspieler Inhalten, nehme ich diesmal auch das StreetPass Feature hier mit hinein. Denn die hier gebotene aktive Einbindung ist fast noch Neuland auf dem 3DS. Aber kümmern wir uns zunächst um den "normalen" Mehrspieler. Hier habt ihr über das Hauptmenu 2 Möglichkeiten. Einmal die Variante auf der heimischen Couch im lokalen Modus, sowie der Möglichkeit online zu spielen. Habt ihr bis zu 3 Mitstreiter um euch herum, gibt es lobenswerter Weise neben der Multicard Variante auch das billige Single-Card Gegenstück. Nachteil sind dann wie immer die Ladezeiten und die spielerischen Möglichkeiten, wie z.B. die Charakterwahl. Haben alle ein eigenes Spiel, kann natürlich jeder mit seinem entwickelten eigenen Charakter antreten. Gerade für ein gepflegtes Doppel sinnvoll. Online trübt sich das Bild in meinen Augen etwas ein. Zwar kann man hier gegen Freunde und Fremde aus der ganzen Welt antreten. Allerdings leider nur in 2 recht kurzen Varianten und im Falle mit fremden Gegnern nur in Einzelpartien. Nur mit Freunden könnt ihr zu viert agieren. Sucht ihr unbekannte Gegner, könnt ihr wählen zwischen einem "lockeren Match" und der "Intensiv-Variante". Bei erstgenanntem spielt man einzig einen Tie-Break, während die zweite Varianten ein 1-Satz/2-Spiele Gameplay ermöglicht. Turniere oder ähnliches gibt es leider nicht. Bedeutet man spielt eine Partie und das war's dann auch schon. Noch mal gegen diesen Gegner spielen kann man nicht. Man landet dann immer wieder auf der Spielart Suche. Eingebettet ist das Ganze in ein Ranglisten System, das aus 2 Punktewertungen besteht. Jeder Online-Spieler startet mit einer Bewertung von 2000 Punkten und einem Ranglistenkonto mit 0 Punkten. Je nachdem ob man gewinnt oder verliert, verdient man diese Punkte. Im Falle einer Niederlage schrumpft dann zwar die Bewertung, Ranglistenpunkte verdient man trotzdem. Was auch dann gilt, wenn sich ein Gegner ausklinkt. Über die Ranglistenpunkte sieht man danach immer die eigene aktuelle Platzierung in der weltweiten Online-Rangliste und welche Punktzahl der aktuell Führende hat. Wo man sich jedes Mal fragt, ob diejenigen noch etwas anderes im Leben machen. ;-)

Lob gibt es dagegen für das StreetPass Feature. Einmal aktiviert werden Begegnungen mit anderen Mario Tennis Open Spielern zunächst gespeichert. Wählt man dann auf dem Hauptmenu den Punkt StreetPass an, so kann man nun gegen diese Spieler, in ihren aktuellen Entwicklungen, in Tie-Break Spielen antreten oder eine Runde Ringeschießen hinter sich bringen. Neben einem eigenen Statistikteil motivieren vor allem die Verdienstmöglichkeiten. Denn je mehr StreetPass Matches man hintereinander gewinnt, umso mehr Münzen bekommt man. Das geht bei 10 Siegen und mehr schnell mal in den 4stelligen Bereich. Finde ich gelungen und macht aus der simplen "Ich-treff-mal-jemand" Geschichte auch eine aktive Spielerfahrung. Gleicht dann einem Match gegen einen CPU Gegner. Je nachdem wie entwickelt der Charakter ist, umso knackiger werden die Matches.

Fazit....

Der Einstand auf dem 3DS darf als gelungenen angesehen werden. Um ehrlich zu sein hätte alles andere auch überrascht. Dazu sind die gebotenen Inhalte ausreichend, um seiner Leidenschaft für spaßige Tennisaction nachzugehen. Aufgewertet ist das Spiel klar durch das Mii-Feature, die Verbesserungen die man ihm verpassen kann und die sehr gute Steuerung und Technik. Grafisch wieder sehr gelungen, ist auch dieser Titel wieder klar etwas fürs Auge und überzeugt auch durch einen gelungenen 3D-Effekt. Auch andere Punkte wie das QR-Feature, der billige Single-Card Multiplayer oder die gelungenen Minispiele hinterlassen einen positiven Eindruck. Schade dass man allein wieder relativ schnell alles zumindest mal gesehen hat. Dann hält einen zwar die Jagd nach allen Ausrüstungen bei Laune, könnte aber noch besser sein, wenn der Online-Modus restlos überzeugen würde. Schade das hier keine Turniere möglich sind und Spiele nur recht kurz umgesetzt sind. Das Gyro-Feature ist interessant, aber in meinen Augen nur in den Minispielen sinnvoll. In den normalen Matches, empfand ich die normale Variante besser, da sie dem Spieler doch mehr Einflussmöglichkeiten an die Hand gibt. Alles in allem ein gelungener Mario Tennis Titel, der aber gerade für einen Spieler ruhig noch mehr Inhalt vertragen könnte. Aber es wird ja hoffentlich nicht der letzte Titel der Reihe sein. ;-)

 

+ Gelungene Steuerung/Technik
+ Single-Card Mehrspieler
+ Volle Mii-Einbindung
+ Charakterentwicklung
+ Tolle StreetPass Einbindung
+ 3D-Effekt/Effektvolle Grafik
+ Klasse QR-Code Einbindung
+ Minispiele klar verbessert
+ Komplett Deutsch
- Schwankende Gegner-KI
- Gyro Sensor Geschmackssache
- Online Möglichkeiten
- Allein schnell alles gesehen

GRAFIK: 84%

SOUND/EFFEKTE: 79%

MULTIPLAYER: 79%

GESAMTWERTUNG: 79%

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