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3DS Professor Layton vs Phoenix Wright
 
 
Professor Layton vs Phoenix Wright - 3DS
Matthias Engert (28.04.2014)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Level5/Capcom
GENRE: Puzzle/Adv.
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Nein
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-9
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK6
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
SD-Card NUTZUNG: Ja
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Ja/Nein

   
Einleitung....

Mit Superlativen sollte man ja eigentlich immer vorsichtig sein. Dabei geht es nicht einmal um Wertungen, oder die Beschreibung eines Spiels. Aber gerade in der Videospielszene hört man doch gerne mal die Worte "Treffen der Legenden". Klingt episch und trifft ab und an auch den Kern der Aussage. Als Mario und Sonic das erste Mal zusammen in einem Spiel agierten, traf diese Aussage sicherlich zu. Aktuell gibt es mal wieder so eine Geschichte, in der 2 vermeintliche Legenden der Videospielszene aufeinandertreffen und in einem Spiel gemeinsam agieren. Die Rede ist von keinen geringeren Charakteren wie Professor Layton und Phoenix Wright. Auf den Nintendo Handheld Plattformen feste Größen und mit einer stetig wachsenden Fangemeinde ausgestattet, versucht man also jetzt diese beiden spielerischen Welten miteinander zu verbinden. Sinnvoll allemal wenn man sich die Spielinhalte anschaut. Setzen doch beide mehr oder weniger auf die Nutzung eures Gehirnschmalzes beim Lösen von Puzzles oder Gerichtsverhandlungen, in denen das logische Denken eine große Rolle spielt. Ob also der gerne gebrauchte Satz "Treffen der Legenden" hier zutrifft, soll euch der folgende Test etwas näherbringen.

Menus und die Story....

Klar dass hier nicht nur eine Firma für die Entwicklung verantwortlich war. Unter dem Dach Nintendos erschienen, haben sich hier Level5 und Capcom als geistige Väter zusammen getan, um beide Serien miteinander zu vermischen. Beides ja nun beileibe keine Unbekannten in der Szene, muss man sich dementsprechend bei den Rahmenbedingungen keine Sorgen machen. Das beginnt schon bei den deutschen Texten und der Sprachausgabe im Spiel. Beides für Layton Fans nichts ungewohntes, werden auch Wright Cracks mit einer deutschen Sprachausgabe erfreut. Auch wenn 2 Hauptcharaktere enthalten sind, bedeutet das aber nicht zwangsläufig auch einen entsprechenden Mehrspieler Modus. Wie schon in den jeweiligen Serien, gibt es auch jetzt keinen derartigen Modus. Dafür spendiert man euch die Möglichkeit Online DLC auf den 3DS zu holen. Allerdings nicht ohne Einschränkung, denn ihr dürft und müsst das Spiel zunächst komplett beenden, ehe man an diese Inhalte kommt. Aber dazu später noch ein paar Worte. Ansonsten war es das mit Kontaktmöglichkeiten nach Außen. Positiv dass man euch 3 gleichzeitig nutzbare Spielstände an die Hand gibt, so dass auch mehrere Spieler gleichzeitig und unabhängig voneinander spielen können. Wichtiger Punkt im Verbund beider Serien ist natürlich die Hintergrundgeschichte des Spiels. Und die gehört sicherlich zu den Stärken des Spiels, auch wenn man viel Geduld beim Lesen der Texte mitbringen sollte. Aber das ist für Fans beider Serien an sich ja nichts Neues. ;-) Unabhängig voneinander stoßen Professor Layton und Phoenix Wright - mit ihren jeweiligen Partnern Luke Triton und Maya Fey - in London auf die geheimnisvolle Sophie de Narrateur, die von einer finsteren Macht verfolgt wird.

Bei dem Versuch, ihr zu helfen, entdecken sie ein magisches Buch, das sie unversehens in das mittelalterliche Labyrinthia versetzt. Diese Stadt wird von einer schattenhaften Figur, dem Schöpfer kontrolliert: Er kennt die Zukunft und kann jede Geschichte und jede Prophezeiung, die er niederschreibt, wahr werden lassen. Professor Layton und Phoenix Wright müssen zunächst das Misstrauen zerstreuen, das die Bewohner von Labyrinthia gegen alle Fremden hegen. Dann aber machen sie sich an die gemeinsame Aufgabe, allerhand merkwürdige Ereignisse in der Stadt aufzuklären - und Sophie zu retten, die als Hexe verurteilt werden soll. Soweit eingestimmt kann man das Spiel starten und landet zunächst auf dem Hauptmenu. Zu Beginn kann man einzig das Spiel beginnen und bekommt nach dem ersten Speichern zunächst die Fortsetzen Option dazu. Spielt man das Game komplett durch, erweitert sich dann das Menu um die Extras, die den angesprochenen DLC offerieren. Weiter geht's zum Spielstandmenü. Man wählt einen der 3 möglichen Spielstände aus, landet sofort im Spiel und erlebt die erste von vielen Sequenzen im Spiel. Wollen also nun einmal genauer schauen, was es mit dem Spiel so auf sich hat.

Technik und Game Play....

Eingestimmt wird der Spieler zu Beginn des Spiels mit einer einführenden Sequenz. Wie eigentlich alle, komplett vertont und im gelungenen Anime Stil gemacht. Ihr verfolgt hier die Verfolgung von Will und Sophie, deren Flucht und das mysteriöse Ende. Klar dass ihr als Spieler zunächst im Unklaren über die Hintergründe gelassen werdet. Was übrigens für eine sehr lange Zeit so sein wird. Selten dass ein Spiel dieser Art den Spieler so lange im Dunkeln tappen lässt, wie die Dinge hier eigentlich zusammenhängen. Was auch daran liegt, dass ihr als Spieler euch auf eines der textlastigsten Spiele überhaupt einstellen dürft. Ich habe zwar nicht mitgestoppt, aber von den gut 25-30 Stunden Spielzeit, dürft ihr gut ein Drittel mit Lesen zubringen! Wobei es hier neben Dingen zur Geschichte auch viele humorvolle Einlagen geben wird. Speziell Phoenix ist in diesem Spiel dafür verantwortlich. Aber der Reihe nach. Das Spiel ist insgesamt eingeteilt in 12 Kapitel. Oder sagen wir besser 2 einleitende Kapitel, derer 9 in der Hauptstory und ein abschließendes Kapitel. Dabei führen euch diese Kapitel an verschiedene Orte, die sich in London und dem mysteriösen Labyrinthia abspielen werden. Das man zu Beginn 2 einleitende Kapitel spielt, liegt auch der Vorstellung und Einführung in die jeweiligen Gameplay Bereiche von Professor Layton und eben Phoenix Wright. Denn es wird schon viele Spieler geben, die mit jeweils einer der Serien sofort zurecht kommen, während die andere Seite vielleicht komplettes Neuland ist. Natürlich auch ein schmaler Grat für die Entwickler, beide Fanlager zufriedenzustellen. Hier ist das Spiel nun so angelegt, dass man zunächst Professor Layton und seinen treuen Begleiter Luke kennenlernt. Erst später im ersten Story Kapitel und dem gleichzeitigen Beginn des Spielabschnitts in Labyrinthia, finden beide Helden auch zusammen.

Dennoch und das spricht dann eben für die Story, hängen dennoch auch die einleitenden Kapitel zusammen. Denn Sophie als storytechnischer Mittelpunkt spielt in beiden Zeitschienen nun einmal die Hauptrolle. Schauen wir uns zunächst also das Gameplay mit Professor Layton an, was für Kenner der Serie ein alter Hut sein sollte und nur kleinere Änderungen auffallen. Im späteren Verlauf mischt man die einzelnen Kapitel mal mit dem Layton Gameplay und dem Phoenix Wright Gegenstück. Sobald das Spiel beginnt, erlebt der Spieler auch die Aufteilung der Screens, die sich hier natürlich auch selbst erklärt. Während der 3D-Screen die einzelnen Locations, Gespräche und Verhandlungen eines Phoenix Wright zeigt, dient der Touch Screen für die Karten, zur Bewegung, dem Auswählen von Fragen und Antworten, sowie den jeweiligen Inventorys. So findet man hier bei beiden Inhalten auch die Optionen, die aber nur soundtechnische Dinge bieten. Positiv das man jederzeit, ausgenommen die Gespräche, speichern und eben gleich alle 3 Spielstände nutzen kann. Dazu kommen nun diverse Archive, Beweismittel oder Aufzeichnungen, die euch als Spieler alle gefundenen Informationen immer auf einen Blick präsentieren. Wer von den Layton Puzzles nicht genug bekommen kann, darf die erspielten Rätsel auch jederzeit noch einmal spielen. Wie schon erwähnt ist der Layton Teil auch der Part im Spiel, in dem die Story vorangetrieben wird. Von der anfänglichen Begegnung mit Sophie, bis hin zum Hexengericht in Labyrinthia. Dabei gibt es hier eine gelungene Neuerung. Da man sich mit Layton in den verfügbaren Locations bewegen muss, kann man sich nun über eine Kartenansicht auf dem Touch Screen sofort zu einem Zielbereich bewegen.

Gerade Labyrinthia wird mit der Zeit immer größer und mehrere Bildschirme sind über die Karte begehbar. Man tippt hier nur den Ort an wo man hinmöchte und wechselt danach in die Detailsicht, in der man die sprechenden Charaktere vor den jeweiligen Hintergründen sieht. Hier gibt es nun immer mehrere Dinge zu tun. Zum einen Reden ohne Ende, wobei relevante Dinge farblich unterlegt sind. Dazu kann man die Hintergründe mit einer Lupe untersuchen und bekommt das gewohnte Wimmelbild Feeling. Zusätzlich gibt es zu jedem einzelnen Ort eine kleine Statistik, ob und wie viele Puzzles und Hinweismünzen es hier gibt. 2 wichtige Punkte für Layton Fans, wobei man die Münzen nun auch bei Phoenix nutzen kann. Aber dazu gleich mehr. 200 dieser Münzen kann man im Spiel finden, die euch bei Puzzles und später in den Gerichtsverhandlungen Tipps für die jeweilige Lösung geben. Im Vergleich zu den Solo Layton Titeln muss man aber mit weit weniger Puzzles vorlieb nehmen. Gab es sonst mehrere hundert davon, warten hier knapp 70 Puzzles auf euch. Und die nicht einmal alle sofort. Spielt man das Spiel normal durch, entdeckt man knapp über 50 davon. Weitere gibt es am Ende, oder verdient sie sich über die berühmten Rätsellösungspunkte - die Pikarats. Auch hier mit den üblichen Einschränkungen. Löst man ein Puzzle ohne Hilfe und ohne Neubeginn, gibt es die volle Punktzahl. Ansonsten muss man mit ein paar Abzügen leben. Leer geht man aber bei keinem Puzzle aus. Innerhalb vieler Gespräche werden die Puzzles einfach mal so eingestreut, andererseits gibt es klare Momente dafür. Die Puzzles sind auf einem sehr guten Niveau und erfordern oft genug wieder den Gehirnschmalz des Spielers. Logisches und auch mal um die Ecke Denken gehört einmal mehr klar dazu. Hier wird wieder die gesamte Bandbreite des Layton Gameplays abgedeckt. Überspringen kann man diese allerdings nicht. Auch dies kann natürlich die Spielzeit sehr stark beeinflussen. Erst wenn man ein Puzzle auf dem Storyweg löst, geht es auch weiter. Bis dahin darf man seine grauen Zellen schön beanspruchen. ;-)

Schauen wir uns nun das Gameplay eines Phoenix Wright noch einmal genauer an, ehe wir auf das Teamplay eingehen. Phoenix, der zu Beginn des Spiels noch über ein Anwalt Austauschprogramm nach London kommt, muss gleich in seinem ersten Fall etwas überraschend Sophie verteidigen, ehe auch er sich ab dem ersten Story Kapitel in Labyrinthia wiederfindet. Bei ihm spielt sich immer alles in einem Gerichtsaal ab. Hier liegt das Augenmerk des Gameplays im Kreuzverhör mit den Zeugen eines Falls und dem Aufdecken von Ungereimtheiten. Bedeutet dass auch hier sehr stark euer Grips gefragt ist. Denn auch hier warten viele kleine und große Rätsel auf euch, für deren Lösung ebenfalls logisches Denken und Detailverliebtheit gefragt ist. Eben die große Stärke dieser Serie. Dazu sorgt Phoenix für den angesprochenen Humor, da er gerne mal vieles auf die Schippe nimmt und Aussagen auf seine eigene Weise auch gedanklich kommentiert. Gefällt mir gut und lockert die Story oft auf. Spielerisch sind die Gerichtsfälle immer so angelegt, dass der vorstehende Richter die Anklage verliest, der Anwalt der Anklage die Zeugen aufruft und damit die Beweisführung beginnt. Dabei müsst ihr als Spieler die Aussagen der Zeugen ganz genau verfolgen und bekommt zusätzlich alle möglichen Beweise in Form von Fotos oder anderen Objekten in ein entsprechendes Archiv gepackt. Stimmen Indizien offensichtlich nicht überein und ihr entdeckt eine Ungereimtheit in der Zeugenaussage, muss man als Spieler über das Menü auf dem Touch Screen Einspruch anmelden und kann über vorgefertigte Frage/Antwort Spielchen auf dem Touch Screen die Zeugen im Kreuzverhör auseinandernehmen. Dabei entwickeln die Gerichtsfälle die typische Eigendynamik, da auch der Staatsanwalt ständig seinerseits Einspruch erhebt. Blöd ist es dann, wenn man als Spieler denkt man liegt richtig, um dann doch unrecht zu haben. Jeweils 5 Einsprüche kann man abgezogen bekommen und kann somit auch Fälle verlieren, oder eben stark in die Länge ziehen. Hier kommt nun eine weitere Neuerung im Spiel zum tragen.

Die sehr hilfreichen Hinweismünzen aus dem Layton Universum, kann man nun auch hier einsetzen. Da die Münzen für beide Helden gelten, kann man diese auch hier einsetzen und wird mit Tipps unterstützt. So wird euch z.B. das richtige Beweisstück gekennzeichnet, oder welche Aussage des Zeugen nun eigentlich Ungereimtheiten in sich birgt. Das ist schon eine große Hilfe und viele Münzen gibt man im Spiel in der Tat bei allen Phoenix Momenten aus. Ging mir nicht anders, da doch schon ein paar arg knifflige Momente dabei waren. Am Ende steht dann immer der Freispruch und die Geschichte nimmt weiter ihren Lauf. Richtig intensiv wird es aber eben erst in Labyrinthia. Unmengen an Texten, viele freischaltbare Orte die man mit Layton besucht warten auf euch, um dann Phoenix und Maya im Hexengericht auf die Probe zu stellen. Das geniale und ebenfalls oft humorvolle sind die Momente, wenn Layton und Phoenix zusammen auf der Verteidigerseite stehen. Dann erlebt man selbst Momente zum Schmunzeln, wenn Layton mit seiner Interpretation der Beweislage plötzlich der Anklage Recht gibt. Hier haben die Entwickler Phoenix eine interessante Animation verpasst. Manchmal denkt man schon, was machen die beide zusammen eigentlich dort. ;-) Aber auch hier gilt ganz klar, je länger das Spiel dauert, umso mehr Text erlebt und die Verhandlungen können sich arg in die Länge ziehen. Denn auch viel Geschwafel abseits der eigentlichen Geschichte muss man hinter sich bringen, was eben durchaus an der Geduld des Spielers zehrt. Muss zugeben es gab schon einige langatmige Momente, wo ich mich fragte, wann dieser Abschnitt denn nun endlich mal zu Ende ist. Also alles ist auch nicht frei von Kritik. Wer hier eben dann noch mit dem Gameplay einer der beiden Serien eher auf Kriegsfuss steht, muss auch ein wenig Geduld und Sitzfleisch mitbringen.

Der Lohn ist der DLC nach dem einmaligen Durchspielen und Lösen der interessant gemachten Geschichte. Denn dann kann man über die Extras 12 weitere Kapitel herunterladen. Zwar nicht so umfangreich wie die Hauptkapitel, sind zudem erst im September alle Inhalte komplett verfügbar. Dazu kommen Bilder und Musikstücke, die man ebenfalls Online herunterladen kann. So kann man sein Spielvergnügen für beide Seiten durchaus noch einmal intensivieren. Wenn es die Zeit erlaubt, schauen wir uns den DLC später in einem Testupdate noch einmal genauer an.

Grafik & Sound....

Grafisch bieten uns die Entwickler angenehmes Ambiente mit ein paar kleinen ungewohnten Dingen. Zunächst sind die Zeichnungen und Grafikstile jeweils ein wenig angepasst. 1:1 hat man beide nicht im Spiel integriert. Geht auch schlecht, wenn man ab einem bestimmten Punkten beide Helden auch zusammen über die Bildschirme huschen. Hier ein paar Details weggenommen, dort ein paar dazu gepackt, ohne das sich dabei aber das Flair der Grafikstile verändert. Farbenfrohe und im Layton Teil wieder sehr schöne Zeichnungen erfreuen hier das Auge. Müssen sie auch, da bei ihm die Untersuchungen und damit das Absuchen der Umgebungen eine wichtige Rolle spielt. Auch sehr gelungen für ein Spiel dieser Art ist der 3D-Effekt. Die Tiefenwirkungen kommen gerade bei den Layton Schauplätzen sehr schön rüber. Egal ob auf Plätzen oder im Inneren von Gebäuden. Bei Phoenix und seinen Gerichtsschauplätzen ist das weit weniger der Fall, aber eben auch viel begrenzter nur möglich. Ungewohnt und anfangs etwas irritierend sind gewollte Ruckler, kleinere Flash- und Blitzmomente auf den Screens, die manche Gameplay Momente unterstützen sollen. Gewöhnt man sich aber dran. Frei von Kritik sind auch die Rätselgrafiken bei Laytons Puzzles. Nichts trübt hier den sehr guten technischen Eindruck und die Detailfülle weiß auf gewohnt hohem Niveau zu überzeugen.

Beim Sound gibt es in meinen Augen Licht und Schatten. Licht vor allem durch die Stücke selber, die aus den jeweiligen Serien stammen und hier und als Remix eingebunden sind. Cracks und Spieler beider Serien müssen sich also über den Wiedererkennungseffekt keine Sorgen machen. Das gilt für die reinen Musiken, aber auch logischerweise für die zahlreichen markanten Effekte im Spiel. Hat man im ersten Teil des Spiels mehr Layton Klänge, verschiebt sich das ab der Hälfte etwas mehr zu Phoenix Klängen. Was aber ab und zu ein wenig ermüdend rüberkommt, sind spürbare Wiederholungen. So schön vor allem die ruhigen und oft auch mystischen Layton Stücke sind. Bewegt man sich lange in Labyrinthia, was aufgrund der teils endlos langen Dialoge der Fall ist, wiederholen sich manche Musiken sehr stark. Das kann dann schon einmal etwas monoton rüberkommen. So schön Stücke auch sind. War zumindest mein Empfinden während der Spielzeit. Insgesamt dürfen sich dennoch Spieler beider Serien auf eine gelungene Akustik freuen.

Fazit....

Der einführende Satz "Treffen der Legenden" und die damit einhergehende Erwartungshaltung erfüllt der Titel nicht ganz. Das liegt unter anderem an der angepeilten Zielgruppe für das Game, das eben 2 bisher unabhängige Fanlager zusammenbringt. Beiden komplett rechtmachen kann man es logischerweise nicht. Erleben die Layton Anhänger weniger Puzzles als in den Einzelspielen, müssen Phoenix Fans durch Stunden von Story Texten aus dem Hause Layton. Auch ein Grund warum der Titel sich beileibe nicht an jeden Spielertypen richtet. Denn mehr als 10 Stunden Spielzeit, in denen ihr nur Texte lesen müsst, um die Story zu begreifen sind nicht jedermanns Sache. So sind dann auch 25-30 Stunden Spielzeit für das gesamte Spiel leicht erklärbar. Dafür dürfen Phoenix Spieler nun auch die Hinweismünzen aus dem Layton Universum nutzen. Macht manche Beweislagen etwas einfacher, auch wenn die enthaltenen Fälle alles andere als kurz sind. Intensiv ist das Spiel aber dennoch und wer auf eine sehr umfangreiche und interessante Story steht, bekommt auch etwas für sein Geld. Bringt der Spieler noch dass Sitzfleisch für das Lesen der Unmengen an Text mit, steht einem Kauf nichts im Wege. Denn die Layton Puzzles selber sind gelungen und die Zusammenhänge sind ja auch klar gegeben. Es dauert zwar einige Stunden, ehe sich beide Hauptcharaktere in Labyrinthia treffen. Danach verfolgen sie auf ihre Weise zusammen den Weg zum Ziel. Positiv das nach dem Durchspielen noch lange nicht Schluss ist und stetiger DLC bis zum September garantiert ist.

 

+ Hohe Spielzeit
+ Gute Mischung aus 2 Serien
+ Gelungene Story
+ Grafisch sehr liebevoll
+ Layton Rätsel überzeugen
+ Bessere Navigation
+ Hinweismünzen bei Phoenix
+ Komplett Deutsch
- Irre viel Text zum Lesen!
- Langatmige Momente Phoenix
- Weniger Puzzles als gewohnt

GRAFIK: 79%

SOUND/EFFEKTE: 77%

MULTIPLAYER/Online: --

GESAMTWERTUNG: 78%

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