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3DS Legend of Legacy
 
 
Legend of Legacy - 3DS
Matthias Engert (06.06.2016)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: FuRyu
GENRE: Action RPG
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Ja
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-10++
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Gering
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK12
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
SD-Card NUTZUNG: Ja
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Nein/Nein

   
Einleitung....

Ich kann mich noch gut an die letzte gamescom erinnern. Wie immer nimmt man alle Infos zu vielen Spielen auf, denkt sich seinen Teil und kategorisiert die Games für sich selber. Sprich was hat einen angesprochen, was weniger und was erwartet man von den gesehenen Spielen. Geht glaube ich jedem so, wenn man von einem Spiel einen flüchtigen ersten Eindruck bekommt. Unter diesen Spielen war im letzten Jahr auch Legend of Legacy, der einer der vielen NIS America Titel war, die genau das Richtige für Rollenspiel-Fans sind. Bislang konnten alle Titel überzeugen und im Falle von Legend of Legacy war ich mir sogar sicher, man könnte das noch toppen. Nach ersten Eindrücken hatte der Titel echt Geheimtipp Potential. Die Vorfreude war groß und die Zeit bis zum Release in diesem Jahr verging wie immer viel zu langsam. ;-) Ok der Titel trudelte ein und ich war sehr gespannt, ob mein erster Eindruck richtig war und der Titel meiner Erwartungshaltung gerecht wurde. Wer neugierig ist, darf wie immer gerne weiterlesen. ;-)

Menus und die Story....

Zumindest bietet der Titel schon beim Thema Entwickler und Publisher einige interessante Ansätze. Zwar steht überall zum Spiel die Firma Atlus im Fokus, die ja als eigenständiger Entwickler einen hohen Stellenwert genießen, entwickelt wurde der Titel von der Firma FuRyu. Wem das wenig sagt, dem darf gesagt werden, dass durchaus bekannte Köpfe am Spiel mitgewirkt haben. Kenner eines Final Fantasy, Chrono Trigger und der SaGa-Serie werden hier nämlich fündig und finden Einflüsse dortiger bekannter Entwickler hier vor. Weniger überraschend ist mal wieder die Tatsache, ein komplett englisches Spiel vorzufinden. Rodea bleibt im Hause NIS die absolute Ausnahme was die Lokalisierung angeht. Auch Sprachausgabe spielt hier bei weitem nicht die Rolle, wie das bei anderen NIS Titeln der Fall ist. Beim Rest der Rahmenbedingungen beschränkt man sich auf das Nötigste in Sachen 3DS-Features. Nach dem Final Fantasy Fiasko aber wenigstens mit kompletten 3D-Effekt. ;-) Das Spiel ist komplett auf einen Spieler ausgelegt, so dass mit dem Streetpass Feature auch schon die einzige Kontaktmöglichkeit genannt ist. Selbst auf Downloads verzichtet man hier, so dass sich ein Rollenspieler auf die gebotene Action konzentrieren kann. 2 separat nutzbare Spielstände stehen euch zur Verfügung, die euch neben der Spielzeit beim Start das aktuelle Barvermögen anzeigen. Sehr positiv das man im Spiel Punktgenau speichern kann, ohne danach auf dem Hauptmenü zu landen. Wie sich zeigen sollte, muss man das auch öfters machen als man denkt. Denn eines kann man hier schon vorweg nehmen. Ein Spiel für Nasenbohrer ist Legend of Legacy nicht.

Leider auch nicht für Freunde einer epischen Rollenspiel-Story. Anders als erwartet empfand ich diese als relativ simpel gestrickt und eher noch als Mittel zum Zweck. Ist also dann doch schon länger her, dass einen die Story in einem Rollenspiel auf dem 3DS mal richtig gefesselt hat. In Legend of Legacy dreht sich alles um eine Insel-Location namens Avalon. Eine Örtlichkeit, die für 7 spezielle Charaktere der Ort der Handlung sein wird. Ein mystisches Eiland, das so manches Geheimnis in sich birgt. Dabei gehen die Entwickler auch soweit, dass jeder der 7 Helden seine eigene kleine Geschichte mitbringt. Oder besser gesagt Gründe warum er auf die Insel kommt. Ihr als Spieler entscheidet euch so zunächst für einen, könnt aber später alle Handlungsstränge erleben. Auch wenn sich wenig ändert, wie sich zeigen sollte. Der reine Spielstart ist nett gemacht, wenn auch sehr einfach gehalten. Ein passender und stimmiger Vorspann erwartet euch, ehe man euch auf das Hauptmenü entlässt. Dort habt ihr einzig die Wahl ein Spiel zu beginnen, ein gespeichertes Spiel fortzusetzen und den angesprochenen Schnellspeicher zu nutzen. Von daher gibt es hier nicht mehr zu berichten, so dass wir uns also gleich in die Abenteuer in Avalon stürzen können.

Technik und Game Play....

Beginnt ihr ein neues Spiel, dürft ihr euch zunächst für einen der 7 möglichen Charaktere entscheiden. Wie schon erwähnt, bringen alle so ihr eigenen kleinen Geschichten mit, warum sie auf diese Insel gekommen sind. Etwas das man spielerisch aber kaum bemerkt. Denn die Location ist die Gleiche und auch der reine Spielfortschritt unterscheidet sich kaum untereinander. Schon eher wichtig ist die Auswahl des ersten Helden. Auch wenn Legend of Legacy auf ein vergleichbares Klassenfeature wie in Final Fantasy verzichtet, unterscheiden tun sich die Racker schon in Sachen Ausrichtung. Bedeutet hier aufgrund der fehlenden Klassen in Sachen Waffe und physischer Werte. Wie immer in solchen Spielen fiel meine Wahl auf den Schwertträger Owen, der mir zunächst am gängigsten erschien. Um das Spielprinzip kennenzulernen ideal. Später wechseln kann man allemal und mal einen anderen ausprobieren. Aber und das wird RPG Cracks irritieren, durch das fehlende Klassen Feature ist das Ganze auch etwas tricky. Um es einfach auszudrücken, jeder kann alles benutzen und an Attacken ausführen. Nicht der einzige Punkt, an dem Legend of Legacy etwas gewöhnungsbedürftig daherkommt und sich in einigen Punkten schon an eine spezielle Zielgruppe richtet. Hat man sich für einen Helden entschieden, wartet eine Sequenz auf den Spieler, in der sich der Held in einer fahrenden Kutsche unterhält und so zu seinem ersten Mitstreiter kommt. Das Ziel im Spiel in Sachen Gruppenaction ist es noch einen dritten zu finden. Dann ist die Party komplett, so dass hier also maximal 3 Charaktere gleichzeitig auf Pirsch gehen können. Von daher bricht Legend of Legacy mit dem oft genutzten 4er Prinzip.

Im Verlauf des Spiels könnt ihr die anderen Charaktere an unterschiedlichen Stellen treffen, damit sie sich euch anschließen. Hintergrund ist die Möglichkeit seine Truppe ständig durchzuwechseln. Aber dazu später noch ein paar Zeilen. Kümmern wir uns zunächst mal um ein paar weitere Basics. Das Spiel ist zunächst so angelegt, dass ihr im einzigen Ort der Insel ankommt - Initium. Hier trefft ihr den König, der euch ein paar Aufgaben an die Hand gibt und das jeweils zum gewählten Charakter. Sobald man sich hier frei bewegen kann, bekommt man die Sichtweise und Steuerung gezeigt. Boni oder Anpassungen für den New 3DS gibt es hier nicht. Gespielt wird in Sachen Action auf dem 3D-Screen, während der Touch Screen neben Menüs und diversen Anzeigen vor allem für alles rund um die Karten zuständig ist. Das ist hier ein elementares Feature, das auf viele Bereiche des Spiels Einfluss hat. Ein Blick in das reine Pausenmenü per Y-Taste offenbart ein paar weitere interessante Fakten. Neben dem Schnellspeicherpunkt gibt es hier auch die Optionen, die euch unter anderem den Soundpart anbieten. Dazu kann man sich hier zum Thema Ausrüstung, den persönlichen Stats und Skills informieren. Anfangs natürlich noch ohne große Bedeutung, gilt es diese Bereiche natürlich zu füllen und ich bekomme so langsam die Kurve zum spielerischen Teil. Hier gibt es einige Dinge die man ansprechen muss. Vor allem um für sich selber zu entdecken, ob Legend of Legacy wirklich das Rollenspiel ist, auf das man vielleicht wartet. Schauen wir uns das Ganze mal am Beispiel des Charakters Owen an. Das Ziel ist es mit ihm 4 magische Orte zu finden, die sich in ganz Avalon befinden. Dabei ist das Spiel so angelegt, dass die Stadt Initium immer der Ausgangspunkt eurer Abenteuer ist.

Hier findet ihr neben dem König einen Shop, die typische Herberge und Bar, sowie einen Hafen, über den ihr für teures Geld Handelsschiffe losschicken könnt, die euch später neue Ausrüstung mitbringen, die es so im Shop nicht zu kaufen gibt. Da damit auch das Streetpass Feature abgedeckt wird, eine sehr lohnenswerte Sache. Denn es reicht ein Schiff via Streetpass loszuschicken, um bei einem Treffen seltene Waffen und Ausrüstung zu bekommen. Hier also ein recht lohnenswertes Beispiel für das Streetpass Feature. Ebenfalls schnell nach dem Start des Spiels habt ihr auch den dritten Charakter in der Gruppe, so dass man ohne große Eingewöhnung losziehen kann. Sobald man die Stadt über das Tor verlässt, wechselt die Sichtweise auf eine Oberwelt und neben der Stadt ist zunächst nur 1 Location als Punkt anwählbar. Das Ziel ist es diese und 20 weitere Orte auf der Insel freizuschalten und zu besuchen. Um diese freizuschalten gilt es dabei verschiedene Vorbedingungen zu erfüllen. Und die liegen nicht nur im simplen Kämpfen gegen Horden von Monstern. Wobei das natürlich eine Hauptaufgabe ist. ;-) Aber es reichen ein paar Minuten Gameplay, um weitere interessante Fakten kennenzulernen. Wählt man auf der Oberkarte einen Ort an, wird man dort hinein gebeamt und startet am Anfangspunkt einer von gleich mehreren Locations. Vergleichbar mit anderen Rollenspielen sieht man die Action aus der Iso Sicht im 3D-Screen, während der Touch Screen die Karte darstellt, die zu Beginn komplett zugedeckt ist. So ist es eine Aufgabe im Spiel alle Karten und damit Areale komplett zu durchlaufen, um nach und nach die Karte freizugeben. Schafft man das in einem Gebiet, erhält man eine 100% Anzeige und kann diese freigespielte Karte später im Shop für viel Geld verkaufen. Denn wie immer kann man auch hier nicht genug Geld haben.

Sehr gewöhnungsbedürftig für die meisten Rollenspielfreunde ist allerdings das Kampfsystem und alles was dazu gehört. Gegner sieht man zunächst mal frei herumlaufen, die auf euch zulaufen, sobald sie euch sehen. Berührt man diese, startet ein Kampf und das Spiel wechselt in den Kampfbildschirm. Der ist ähnlich wie in vielen Spielen. Rechts stehen eure 3 Helden, während auf der anderen Seite bis zu 6 Gegner lungern können. Von jetzt an spielt sich Legend of Legacy rundenbasiert, so dass man Zeit hat über die Kampfmenüs seine Aktionen in Ruhe auszuwählen. Soweit so gut. Für jeden Charakter hat man ein komplettes Menü, wo man eine Waffenaktion wählen kann, eine Schutzfunktion, oder natürlich auch um jemanden zu Heilen. Großer Unterschied zu den meisten Rollenspielen, ist die fehlende Initiative beim Spieler. Oder besser gesagt die Gegner greifen zu 90% im Spiel immer zuerst an, auch wenn man seine Aktionen vorher gewählt hat. Das ist vor allem bei den unzähligen Bossen nicht ganz unwichtig und nur ein Punkt, warum das Spiel sehr schwer sein kann und oftmals das eigene Frustfell in Wallung bringt. Deshalb ist hier oberste Bürgerpflicht, dass man in relativ kurzen Abständen mal speichert. Denn sind alle 3 Mitglieder der Gruppe erledigt, gibt's ein hartes Game Over und ihr landet auf dem Hauptmenü und dürft das letzte Savegame nutzen! Aber das ist noch lange nicht alles in Sachen ungewöhnliche Features. Nie warm geworden bin ich das gesamte Spiel über mit dem Levelsystem der Helden.

Grundsätzlich gibt es im Spiel keinerlei Erfahrungspunkte für die Helden. Dennoch gibt es aber Angriffs und Special Level. Wie passt das zusammen? Ganz einfach, hier greift ein nicht immer nachvollziehbares Zufallsprinzip. Es gibt keine Garantie, dass nach einem Kampf einer der Punkte entwickelt wird. Wobei es nur ein paar davon gibt. Entwickeln kann sich die Lebensenergie in Form der HP Leiste, das Angriffslevel und die Special-Anzeige. Wann das passiert ist aber nicht berechenbar. Einfach gesagt könnt ihr einen Kampf gegen 6 schwere Gegner erleben, und bekommt am Ende nur ein paar Münzen. Auf der anderen Seite agiert ihr gegen einen lahmen Dödel und es steigen Angriffswerte und die HP Anzeige. Daran muss man sich echt erstmal gewöhnen und ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Ein gewisser Tiefgang beim Kampfsystem ist aber dennoch gegeben. Wäre auch schlimm wenn es nicht so wäre. Nehmen wir mal den Angriffswert des normalen der Waffe. Benutzt man den Standardangriff seiner getragenen Waffe, so kostet das keine Special Points (SP). Je öfter man diese benutzt, umso mehr steigt mit der Zeit deren Angriffswert. Ebenfalls nach einem Zufallsprinzip erlernen alle Charaktere immer wieder neue Aktionen. Diese steigen nur im Level und damit Wirkung beim Gegner, wenn man sie benutzt. Dafür kosten die neu erlernten Attacken immer SP, so dass man mit der Zeit eine echte Gratwanderung erlebt, was man wo nutzt. Dazu kommt ein weiteres Feature, die sogenannten Elemente. Jede Location im Spiel bietet die 4 klassischen Elemente wie z.B. Wasser. Ist die Waffe des Trägers passend zum Element, erzielt sie eine ungleich höhere Wirkung und damit Schaden beim Gegner. Das führt mit der Zeit dazu, dass man neben Angriffsaktionen, Specials auch noch Aktionen zum Verändern des Elements in einer Location erhält.

Beeinflussen kann man diese Sachen unter anderem auch durch das Tragen bestimmter Ringe und Kristallen, die man im Verlauf des Abenteuers findet. Insgesamt stehen euch pro Charakter 8 Slots zur Verfügung, die man mit Waffen, Rüstungen für alle Körperteile und eben Zusätze füllen kann. So stehen euch hier z.B. auch 2 Slots für Waffen zur Verfügung. Packt man in beide ein Schwert, erhält man versteckte Aktionen, nimmt aber einen niedrigen Defense Wert in Kauf. Packt man nur eine Waffe ein, kann man in die andere ein Schild packen. Bedeutet weniger Aktionen, dafür mehr Verteidigung. Genau so sind übrigens auch die Werte definiert. Da man den Helden nicht leveln kann, geschieht all das über die Ausrüstung. Nur damit verbessert man die persönlichen Grundwerte des Charakters. Da man immer wieder lange auf neue und bessere Ausrüstungen und Waffen warten muss, zieht sich das Feature. Man ist es ja doch gewohnt stetig zu leveln und sich so zu verbessern. Hier hilft das Streetpass Feature und eben das sowieso getätigt durchsuchen aller Locations. Denn oft findet man so auch Truhen und versteckte Teile. Dazu findet man Geheimgänge und magische Objekte, die unter anderem aber auch einen von unzähligen Boss Gegnern hervorzaubern. Und die sind der Grund für das angesprochene Frustfell. Egal zu welchem Zeitpunkt, jeder dieser Bosse ist erstmal zu stark für euch. Merkt man schnell und ist dankbar, dass man zu 100% aus einem Kampf auch fliehen kann. Nachteil dass man wieder an den Anfang der kompletten Location gesetzt wird. Also muss man seinen Weg wieder komplett neu zurücklegen. Immer wieder Sachen, die den Spielfluss schon etwas hemmen oder im schlimmsten Fall in die Länge ziehen. Geht man dann dauernd irgendwo drauf und kommt irgendwie nicht vorwärts, verliert man hier und da durchaus ein wenig die Lust. Das dreht sich immer dann, wenn man für eine Location endlich stark genug ist und es auch mit schweren Gegnern aufnehmen kann. Dann will man sofort mehr und fängt hier schnell an sich zu überschätzen. Aber das Spiel holt euch hier schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. ;-) Von daher war das Spiel durchaus eine Hass-Liebe. Eben hat man noch geflucht und geschimpft, um später endlich mal in einer Location aufräumen zu können. ;-)

Aber und das ist nicht von der Hand zu weisen. Das Spielprinzip und viele Features sind nicht typisch für das Rollenspiel Genre. Wer damit am Anfang nicht warm wird, der wird es auch später nicht. Soviel kann man auf jeden Fall schreiben. Das die Geschichten selber da fast schon untergehen, hake ich mal fast schon nebenbei mit ab. Es ist also schon ein sehr spezielles Spiel, das euch fordert. Wem es gefällt, der kann locker 50 und mehr Stunden damit zubringen. Grob ist es wirklich stetiges Besuchen der Locations, das zufällige Entwickeln aller wichtigen Werte, um irgendwann den oder die Bosse in die Knie zu zwingen. Dazwischen ist viel zähes Kämpfen am Stück, ohne das weltbewegendes oder gar überraschendes passiert. Dessen sollte man sich hier mehr als sonst bewusst sein.

Grafik & Sound....

Auch grafisch bleibt das Spiel seiner ungewöhnlichen Linie treu. Oder zumindest einem Bestandteil. Denn beim durchlaufen der jeweiligen Locations poppen alle Umgebungsdetails immer dann auf, wenn man an ihnen vorbeiläuft und die Karte aufdeckt. Ansonsten wird euch ein ordentliches Ambiente geboten, ohne das es in HiRes Regionen vordringt. Viele Backgrounds sind doch recht zweckmäßig gehalten und werden eben nur durch den Effekt der angesprochenen Umgebung und kleineren Effekten aufgelockert. Auch die Standard Aktionen in den Kämpfen sind eher relativ bieder. Wenn es mal spektakulär wird, sind es die SP Aktionen der Spieler und natürlich die Boss Gegner. Dann gibt's auch mal bildschirmfüllende Action der effektreichen Sorte. Insgesamt ein eher durchschnittliches Spiel in Sachen Grafik auf dem 3DS. Technisch gibt es dafür nichts zu meckern. An thematischer Abwechslung mangelt es nicht, so dass euch luftige Plätze, Küstenbereiche und dunkle Höhlen erwarten.

Der Sound ist da fast noch das normalste im Spiel, wenn man das so bezeichnen will. Das Spiel setzt in Sachen Musik vor allem auf orchestrale und eher schnelle Stücke und ist da durchaus vergleichbar mit einem Monster Hunter. Das gefällt gut und passt zum Geschehen. Effekte sind sehr dezent und hätten vor allem in den Kämpfen durchaus satter klingen können. Man hört zwar was man benutzt, aber so ein wenig der letzte Bums fehlt den Kampfgeräuschen.

Fazit....

Hätte nicht gedacht, dass ich doch mal so daneben liege mit einer Einschätzung. Auf der letzten gamescom noch ein potentieller Geheimtipp für mich, wandelt sich die Einschätzung nach gut 30 Stunden zu einem sehr gewöhnungsbedürftigen Rollenspiel, das vieles anders macht und damit nicht für jeden Rollenspielcrack geeignet ist. Eine regelrechte Hass-Liebe wenn ich von mir selber ausgehe, das so ziemlich alle menschlichen Emotionen abdeckt. ;-) Von genervt und frustriert, bis hin zu erfreut und motiviert ist hier alles dabei. Aber eben in einem speziellen spielerischen Rahmen. Gut das es vom Spiel eine Demo gibt, so dass sich interessierte Spieler ein Auge holen können. Sinnvoll, da man hier doch in vielen Bereichen eigene und seltene Wege geht. Das Spiel wird seine Fangemeinde finden, da bin ich mir ziemlich sicher. Aber jeden RPG-Crack spricht Legend of Legacy leider nicht an.

 

+ Hohe Spielzeit
+ Für Freunde schwerer RPG's
+ Streetpass Feature
+ Speichern jederzeit
+ Musiken sehr passend
+ Große Attacken-Vielfalt
- Keine Erfahrungspunkte
- Mäßige Storys
- Kein gewohntes Leveln des Helden
- Komplett Englisch
- Entwicklung per Zufall
- Birgt Frustpotential

GRAFIK: 66%

SOUND/EFFEKTE: 72%

MULTIPLAYER/ONLINE: --

GESAMTWERTUNG:
67%

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